Augenblicke der Besinnung

Keine Hoffnungslosigkeit
soll deinen Geist bedrücken…
Kein Klagen und Murren
kommt über dein Lippen…
Vielmehr strahle dein Gesicht
frohen Mut aus.
Heiterkeit herrsche in deinem Gemüt,
und aus deinem Mund erklinge Danksagung.

Petrus Damiani













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Aktualisiert: vor 1 Stunde 18 Minuten

Ausschreibung für den Katholischen Medienpreis 2020

18. Februar 2020 - 9:26

Bis zum 17. April 2020 können sich Journalisten aus Fernsehen, Hörfunk und Printmedien um den 18. Katholischen Medienpreis bewerben. Ausgezeichnet werden Beiträge, die die Orientierung an christlichen Werten sowie das Verständnis für Menschen und gesellschaftliche Zusammenhänge fördern, das humanitäre und soziale Verantwortungsbewusstsein stärken und zum Zusammenleben unterschiedlicher Gemeinschaften, Religionen, Kulturen und Einzelpersonen beitragen. Journalisten sollen durch den Preis zu einer qualitäts- und wertorientierten Berichterstattung motiviert werden.

Der Katholische Medienpreis, der in den Kategorien „Printmedien“ und „Elektronische Medien“ mit jeweils 5.000 Euro dotiert ist, wird seit 2003 von der Deutschen Bischofskonferenz in Kooperation mit der Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands e. V. (GKP) und dem Katholischen Medienverband e. V. (KM.) ausgeschrieben. Zusätzlich wird der „Sonderpreis der Jury“, dotiert mit 2.000 Euro, für außergewöhnliche Leistungen verliehen. Die Preisträger werden von einer Jury unter Leitung des Vorsitzenden der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart), ausgewählt. Der Festakt zur Verleihung des Katholischen Medienpreises findet am 12. November 2020 im LVR-LandesMuseum Bonn statt.

Ab sofort ist das Bewerbungsformular für den Katholischen Medienpreis unter www.dbk.de auf der Themenseite Katholischer Medienpreis sowie unter www.gkp.de und www.katholischer-medienverband.de verfügbar. Es können Arbeiten eingereicht werden, die zwischen dem 10. Mai 2019 und dem 17. April 2020 in einem journalistischen Medium des deutschen Sprachraums veröffentlicht wurden. Einsendeschluss ist am 17. April 2020.

Weitere Informationen zur Jury und den bisherigen Preisträgern sowie zu den Preisverleihungen finden Sie ebenfalls auf der Themenseite Katholischer Medienpreis.

Deutsche Bischofskonferenz und Zentralrat der Juden diskutieren über Papst Pius XII. und die Shoah

17. Februar 2020 - 14:22

Welche Erwartungen sind an die Öffnung der vatikanischen Archive aus der Zeit Papst Pius XII. (1939–1958) zu richten, die ab dem 2. März 2020 in Rom vorgesehen ist? Dieser Frage ging heute (17. Februar 2020) eine Podiumsdiskussion der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralrats der Juden unter dem Leitwort „Neues über Pius XII. und die Shoah?“ im Haus am Dom in Frankfurt am Main nach.

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, betonte, dass bis heute viele Fragen zum Wirken von Papst Pius XII. offen seien und einen dunklen Schatten auf das jüdisch-christliche Verhältnis werfen. „Wie erklärt sich das große Schweigen der katholischen Kirche zum Massenmord an den Juden während der Shoah? Welche Rolle spielte der Papst bei der Rettung der römischen Juden? Und inwieweit unterstützte das kirchliche Oberhaupt NS-Täter nach dem Krieg bei ihrer Flucht über die sogenannten Rattenlinien?“, fragte Schuster. Durch die Öffnung der vatikanischen Archive erhoffe er sich mehr Klarheit: „Die katholische Kirche sollte neue Erkenntnisse zum Anlass nehmen, sich deutlich zu ihrer Verantwortung zu bekennen“, so seine Forderung.

Bischof Dr. Ulrich Neymeyr (Erfurt), Vorsitzender der Unterkommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum der Deutschen Bischofskonferenz, hob hervor, dass er froh sei, wenn die Archive Pius XII. geöffnet würden, um mehr über sein Pontifikat zu erfahren. „Pius XII. war fast 20 Jahre lang (1939–1958) Papst. In dieser Zeit ist sehr viel Archivmaterial angefallen, nicht nur im Apostolischen Palast. Auch die Korrespondenzen mit den Nuntiaturen und die Akten der Kongregationen können wichtiges Material enthalten zur Frage des Umgangs des Heiligen Stuhls mit dem NS-Regime, besonders bezüglich der Verfolgung und unvorstellbaren Ermordung der Juden, aber auch zur Frage, ob und wie 1945 Vertretern des NS-Regimes zur Flucht verholfen wurde und wie der Vatikan sein Verhältnis zum Staat Israel gestaltete“, so Bischof Neymeyr. Er hoffe, dass nach der Sichtung des Archivmaterials genügend Zeit und finanzielle Mittel zur Aufarbeitung zur Verfügung stünden, „um die Geschichte korrekt schreiben zu können. Ein Grundsatz der Geschichtsforschung heißt: Man muss die Menschen immer aus ihrer Zeit heraus verstehen und darf sie nicht im Nachhinein beurteilen, wenn man weiß, wie die Dinge sich entwickelt haben“, so Bischof Neymeyr.

Wesentlich an der Aufarbeitung der Archivbestände in Rom beteiligt ist Prof. Dr. Hubert Wolf, Kirchenhistoriker an der Universität Münster. „Überblickt man die bisherigen Forschungen, wird deutlich, dass die Konzentration auf das Verhalten des Papstes während der Shoah dazu geführt hat, dass weitere brisante Fragen nicht ausreichend bearbeitet wurden. Zu nennen sind etwa die sogenannte ‚Rattenlinie‘, die Situation in Palästina und die Gründung des Staates Israel, womit die Frage nach grundsätzlichen theologischen Reflexionen zum Verhältnis von Christentum und Judentum eng zusammenhängt“, so Prof. Wolf. „Ich warne jedoch vor vorschnellen Urteilen und sensationellen Meldungen. Allen Skeptikern, die von der Öffnung der Archive Pius’ XII. nichts Neues erwarten, rufe ich in Erinnerung, wieviel Neues die Apertura der Bestände Pius’ XI. allen Unkenrufen zum Trotz gebracht hat.“

Prof. Dr. Johannes Heil, Universitätsprofessor an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg, hob die widersprüchlichen Urteile über Pius XII. hervor und stellte dessen Verhalten in die Tradition päpstlicher Judenpolitik. „Die Öffnung der vatikanischen Archive ist ein großer Fortschritt. Die Erträge werden keine Diskussion beenden, aber auf eine fundiertere Basis stellen.“

Deutlich wurde bei der Veranstaltung, dass mit der Öffnung der Archive ein weiterer Meilenstein in der historischen Forschung in Rom möglich gemacht wird. Die Deutsche Bischofskonferenz wolle, so Bischof Neymeyr, die Arbeit der Historiker und deren Ergebnisse aufmerksam auswerten.

Übereinstimmend betonten Dr. Schuster und Bischof Neymeyr, dass die heutige Podiumsdiskussion auch ein Zeichen für die veränderten Beziehungen zwischen Kirche und Judentum sei. Es sei zu hoffen, dass die katholisch-jüdische Zusammenarbeit sich auch in der historischen Erforschung der vatikanischen Archive fortsetze.

Weihbischof Bentz beendet Besuch im Libanon

15. Februar 2020 - 9:24

Weihbischof Dr. Udo Bentz (Mainz), der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Naher und Mittlerer Osten der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, ist gestern Abend (14. Februar 2020) von seiner dreitägigen Reise in den Libanon zurückgekehrt. Angesichts der angespannten politischen Lage im Land zeigte sich der Weihbischof „beunruhigt“: „Die Hauptsorge der Menschen vor Ort gilt der zugespitzten wirtschaftlichen Situation, vor allen den Problemen der Korruption. Derzeit sind Auswege aus der Krise kaum erkennbar. Die Kirchen sind sich der ernsthaften Lage bewusst.“

Weihbischof Bentz zeigte sich davon beeindruckt, wie energisch die Kirchen im Libanon in den vergangenen Monaten den Menschen Mut zu Veränderungen zugesprochen und die Missstände mit großem Nachdruck zum Thema gemacht haben. „Diese klare Haltung der Kirchenleitungen zeigt den Christen vor Ort, dass sie eine aktive Rolle in den Veränderungen des gesellschaftlichen Lebens übernehmen können. Auch andere Religionsgemeinschaften sind dankbar für die deutlichen Worte, die die christlichen Gemeinschaften und ihre Vertreter seit Beginn der Proteste im Oktober immer wieder finden.“ In Gesprächen von Weihbischof Bentz mit Studenten des Katholischen Akademischen Ausländer-Dienstes (KAAD) war erkennbar, dass die entschiedene Haltung der Kirchenführer gerade auch jungen Menschen Zuversicht gibt. Der von den christlichen Autoritäten formulierte Aufruf „Wir brauchen euren Einsatz, geht und versucht, das Land zu verändern!“, wurde von den Studierenden als wichtiges Signal gewürdigt.

Grund für den Besuch von Weihbischof Bentz im Libanon waren seit Längerem geplante Gespräche mit dem Middle East Council of Churches (MECC). Der MECC, der Kirchenrat der nahöstlichen Region, ist die wichtigste Plattform für Austausch und Kooperation der Christen in der mehrheitlich muslimischen Weltgegend. Vor dem Hintergrund von Kriegen und religiöser Radikalisierung, die die Präsenz des Christentums geschwächt haben, wird innerhalb und zwischen den Kirchen seit einiger Zeit neu über die christliche Identität im Nahen Osten diskutiert. Die zentrale Frage ist, was Christen konkret zur Entwicklung der Gesellschaften beitragen können und wie die Kirchen wieder die Kraft gewinnen, gesellschaftliche Prozesse mitzugestalten. Die Kirchen bekennen sich zu dem Auftrag, so Erzbischof Paul Sayah, Außenamtsleiter des Maronitischen Patriarchats, sich gemeinsam für die gleichen Bürgerrechte aller Einwohner der Länder einzusetzen. Der Kirchenrat baut darauf, dass aus den Beratungen neue Leitbilder christlicher Identität in den arabischen Ländern erwachsen. Diese sollen dazu beitragen, Christen zu ermutigen, sich für eine gute Zukunft im Nahen Osten einzusetzen und nicht den Auswanderern zu folgen.

Die Begegnungen mit Patriarch Aram I., Katholikos des Großen Hauses von Kilikien der Armenisch-Apostolischen Kirche, sowie mit Pastor Dr. Habib Badr, dem Präsidenten der Evangelischen Kirche im Libanon, verdeutlichten, so Weihbischof Bentz, „dass die Besuche der vergangenen Jahre und die gemeinsam entwickelten Konferenzen von MECC und der Deutschen Bischofskonferenz als Zeichen der Solidarität und guter partnerschaftlicher Zusammenarbeit sehr geschätzt werden. Dieser eingeschlagene Weg des Dialogs soll weitergeführt werden.“


Hintergrund

Im MECC, dem ökumenischen Rat der Kirchen des Nahen und Mittleren Ostens, sind Vertreter von Kirchen aus 14 Ländern der Region zusammengeschlossen. Dem Rat stehen vier Präsidenten vor, die jeweils eine ‚Kirchenfamilie‘ verkörpern: Patriarch Mor Ignatius Aphrem II., Patriarch der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien und dem ganzen Orient (orientalisch-orthodoxe Familie), Patriarch Youhanna X., griechisch-orthodoxer Patriarch von Antiochien und dem ganzen Orient (orthodoxe Familie), Patriarch Mor Louis Raffael I. Kardinal Sako, chaldäischer Patriarch von Babylon (katholische Familie) und Pastor Dr. Habib Badr, Präsident der National Evangelical Union of Lebanon (evangelische Familie).

Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2020: Empfehlungsliste veröffentlicht

13. Februar 2020 - 11:50

Die Jury des Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises unter Vorsitz von Weihbischof Robert Brahm (Trier) hat 15 Titel für die diesjährige Empfehlungsliste des Preises ausgewählt. 71 Verlage haben sich mit 231 Büchern am Wettbewerb beteiligt. Die Entscheidung über den Preisträger wird am 11. März 2020 bekanntgegeben. Der Preis wird am 27. Mai 2020 in Mainz durch den Vorsitzenden der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart), verliehen.

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Hinweis: Die hochauflösenden Downloaddateien aus der Bildergalerie sind für die Berichterstattung rund um den Preis unter Nennung des Copyrights frei verfügbar.

Folgende Bücher hat die Jury, der neben Weihbischof Robert Brahm (Vorsitz) auch Prof. Dr. Norbert Brieden, Cornelia Klöter (Leipzig), Bettina Kraemer (Bonn), Susanne Kriesmer (Burgbrohl), Dr. Heidi Lexe (Wien), Dr. Klara Asako Sarholz (Bottrop), Prof. Dr. Markus Tomberg (Fulda), Elisabeth Wagner-Engert (Ellgau) und Anna Winkler-Benders (Frankfurt) angehören, auf die Empfehlungsliste 2020 gesetzt:

Helen Bate: Peter in Gefahr
Moritz Verlag, Frankfurt am Main, 2019
48 Seiten, ISBN: 978-3-89565373-5, € 12.-
ab 8 Jahren

Rébecca Dautremer: Das Stundenbuch des Jacominus Gainsborough
Insel Verlag, Berlin, 2019
Übersetzt von Eva Moldenhauer
56 Seiten, ISBN: 978-3-458-17838-5, € 20.-
ab 6 Jahren

Reinhard Ehgartner, Linda Wolfsgruber: Sternenbote.
Eine Weihnachtsgeschichte
Tyrolia, Innsbruck, 2019
32 Seiten, ISBN: 978-3-7022-3798-1, € 16,95
ab 5 Jahren

Will Gmehling: Freibad. Ein ganzer Sommer unter dem Himmel
Peter Hammer Verlag, Wuppertal, 2019
160 Seiten, ISBN: 978-3-7795-0608-9, € 14.-
ab 9 Jahren

Lena Hach: Grüne Gurken
Mixtvision Verlag, München, 2019
224 Seiten, ISBN: 978-3-95854-108-5, € 17.-
ab 12 Jahren

Linde Hagerup: Ein Bruder zu viel
Gerstenberg Verlag, Hildesheim, 2019
Illustration Felicitas Horstschäfer
Übersetzt von Gabriele Haefs
144 Seiten, ISBN: 978-3-8369-5678-9, € 14,95
ab 8 Jahren
 
Marianne Kaurin: Beinahe Herbst
Atrium Verlag, Zürich, 2019
Übersetzt von Dagmar Mißfeldt
224 Seiten, ISBN: 978-3-03880-031-6, € 16.-
ab 14 Jahren

Susan Kreller: Elektrische Fische
Carlsen, Hamburg, 2019
192 Seiten, ISBN: 978-3-551-58404-5, € 15.-
ab 13 Jahren

Georg Langenhorst, Tobias Krejtschi: Kinderbibel. Die beste Geschichte aller Zeiten
Verlag Katholisches Bibelwerk, Stuttgart, 2019
Illustration Tobias Krejtschi
208 Seiten, ISBN: 978-3-460-24512-9, € 34.-
für jedes Alter

Alois Prinz: I have a dream
Gabriel Verlag, Stuttgart, 2019
256 Seiten, ISBN: 978-3-522-30520-4, € 17.-
ab 14 Jahren
 
Jason Reynolds: Long way down
dtv Reihe Hanser, München, 2019
Übersetzt von Petra Bös
320 Seiten, ISBN:  978-3-423-65031-1, € 14,95
ab 14 Jahren

Thomas Römer, Léonie Bischoff: Die Geschichte der Bibel
Verlagshaus Jacoby & Stuart, Berlin, 2019
Illustration Léonie Bischoff
80 Seiten, ISBN: 978-3-96428-037-4 € 12.-
ab 14 Jahren

Einar Turkowski: Aus dem Schatten trat ein Fuchs
Gerstenberg Verlag, Hildesheim, 2019
40 Seiten, ISBN: 978-3-8369-5666-6, € 25.-
Für alle

Hannes Wirlinger: Der Vogelschorsch
Verlagshaus Jacoby & Stuart, Berlin, 2019
Illustration Ulrike Möltgen
304 Seiten, ISBN: 978-3-96428-031-2, € 18.-
Ab 14 Jahren

Mirjam Zels: Turmbau geht schief
camino, Stuttgart, 2019
48 Seiten, ISBN: 978-3-9615-7061-4, € 16,95
ab 4 Jahren

Hinweise:

  • Zum Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis der Deutschen Bischofskonferenz werden eine Arbeitshilfe „Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2020“ (Arbeitshilfen Nr. 312) mit ausführlichen Rezensionen zu den Titeln der Empfehlungsliste sowie ein Preisträgerplakat im Format DIN A1 erscheinen. Nähere Informationen hierzu werden bei der Bekanntgabe des diesjährigen Preisträgers mitgeteilt.
  • Die Fotos aller Buchtitel sind als Collage im Hoch- und Querformat sowie in einer quadratischen Version in hoher Auflösung verfügbar. Sie finden sie zum Herunterladen in der Bildergalerie dieser Pressemitteilung.
  • Informationen zur Jury und zur Geschichte des Preises sowie alle Siegertitel inklusive Jurybegründungen seit 1979 finden Sie auf der Themenseite „Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis“ (Rubrik Themen – Auszeichnungen der Deutschen Bischofskonferenz).

Vorstellung des Nachsynodalen Apostolischen Schreibens Querida Amazonia von Papst Franziskus durch den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx

12. Februar 2020 - 11:12

Die Exhortation Querida Amazonia („Geliebtes Amazonien“), die heute veröffentlicht wurde, ist eine lehramtliche Reflexion von Papst Franziskus auf die Sonderversammlung der Bischofssynode für die Amazonas-Region, die vom 6. bis 27. Oktober 2019 im Vatikan stattfand und an der ich teilnehmen konnte. Das Thema der Synode lautete „Amazonien – neue Wege für die Kirche und eine ganzheitliche Ökologie“ und gibt die inhaltlichen Schwerpunkte des nun vorliegenden Apostolischen Schreibens vor. Dieses will das Schlussdokument der Synode weder ersetzen noch wiederholen. Keineswegs ist es mit der Veröffentlichung der Exhortation vom Tisch! Papst Franziskus spricht vielmehr davon, dass er mit dem Apostolischen Schreiben „das Schlussdokument offiziell vorstellen“ möchte, und lädt dazu ein, „es ganz zu lesen“ (3).

Die Exhortation bietet einen Reflexionsrahmen an, um „einer Zusammenschau einiger großer Anliegen konkret Gestalt zu geben“ (2). Querida Amazonia stellt vier Visionen in den Mittelpunkt, die sich an den vier Wegen zur Umkehr, welche im Schlussdokument der Synode aufgezeigt wurden, orientieren. So antwortet der Papst auf die Synode mit der Beschreibung einer sozialen, einer kulturellen, einer ökologischen und einer kirchlichen Vision.

1.    Im ersten Kapitel über die „soziale Vision“ zeigt Papst Franziskus die Ungerechtigkeiten und Verbrechen auf, unter denen die einfachen Menschen in Amazonien, vor allem die indigenen Völker, leiden. Die rücksichtlose Ausbeutung der Rohstoffe und die Gewalt gegen die, die sich nicht wehren können, müsse Ablehnung und Empörung hervorrufen. Die Kirche müsse „den Schrei der Völker Amazoniens“ (19) hören und prophetisch an ihrer Seite stehen, sie müsse solidarische Beziehungen fördern und sich entschieden gegen Korruption jeglicher Art einsetzen. Der Papst verdeutlicht mit dem Schreiben einmal mehr, dass Ökologie und Soziales untrennbar miteinander verbunden sind. Er weist, seine Enzyklika Laudato si’ zitierend, darauf hin, dass „ein wirklich ökologischer Ansatz sich immer in einen sozialen Ansatz verwandelt, der die Gerechtigkeit in die Umweltdiskussionen aufnehmen muss, um die Klage der Armen ebenso zu hören wie die Klage der Erde“ (8). In diesem Sinne müssen Wirtschafts-, Sozial-, Entwicklungs- und Umweltpolitik immer zusammengedacht werden.
In seiner Kritik an einer rein kapitalistisch orientierten Wirtschaftsweise beklagt der Papst vor allem Situationen, in denen es Staaten nicht gelingt, den nötigen Rahmen und die Leitplanken für die Wirtschaft vorzugeben (14, 24). Er benennt die Grundübel in Amazonien, die es zu bekämpfen gilt: die Ermordung von Indigenen, Bestechung, Menschenrechtsverletzungen, Sklaverei, Rauschgifthandel, Menschenhandel, Umweltverschmutzung und Zerstörung der Wälder. Der Staat ist ja vor allem in den entlegenen Regionen Amazoniens deutlich schwächer und abwesender, als wir uns das in Deutschland vielleicht vorstellen können. Häufig gilt dort das Gesetz des Stärkeren. In diesem Zusammenhang möchte ich betonen, dass die Vorstellungen eines starken Staates, der die Regeln setzt, mit handlungsfähigen Institutionen deren Einhaltung überwacht und für Gerechtigkeit sorgt, auch bei uns aktuell und relevant sind. Es braucht starke und vertrauenswürdige Institutionen im Staat und in der Zivilgesellschaft, gerade in der heutigen Zeit, in der viele Bürgerinnen und Bürger Ängste und Verunsicherung verspüren. Franziskus betont weiterhin die Bedeutung des Dialogs, wenn er zu einem sozialen Dialog über Amazonien aufruft, bei dem „die Geringsten“ die Hauptgesprächspartner sind (26). Mit ihnen soll die große Frage beraten werden, was unter einem „buen vivir“, einem „guten Leben“ zu verstehen ist.

2.    Das zweite Kapitel skizziert eine „kulturelle Vision“, die der kulturellen und menschlichen Vielfalt Amazoniens eine besondere Bedeutung beimisst, statt sie einer „postmodernen Kolonialisierung“ (29) zu unterwerfen. Der Papst wirbt für eine Wertschätzung und differenzierte Wahrnehmung der in den Kulturen Amazoniens vorhandenen Weisheiten, die „mit externen Denkmustern schwer zu verstehen“ seien (31). Er würdigt die Bemühungen, die kulturellen Identitäten zu wahren und den interkulturellen Austausch zu fördern. Angesichts einer globalisierten und in Amazonien vorrangig an Rohstoffausbeutung interessierten Wirtschaft sei die kulturelle Vielfalt massiv bedroht. Auch die Massenmedien ignorierten die lokalen Gegebenheiten Amazoniens und trügen nur zur Verbreitung westlicher Konsummuster bei. Der Papst zählt in diesem Zusammenhang auch die Schattenseiten des westlichen Lebensstils auf, zu denen er unter anderem unser Konsumverhalten, den Individualismus, Diskriminierung und Ungleichheit zählt (36).

3.    Das dritte Kapitel widmet sich einer „ökologischen Vision“, die davon ausgeht, dass die Sorge um die Menschen untrennbar mit der Sorge um die Ökosysteme verbunden ist. Es gelte, so Franziskus, sich von einer Übermacht technokratischer und konsumistischer Paradigmen zu befreien, und das Ökosystem Amazonien gegen rein wirtschaftliche Interessen zu verteidigen. Der Papst beschreibt in seiner Vision die lebenspendende Kraft des Wassers (43 ff.) und die unermessliche Schönheit der Biodiversität (46 ff.). Das Ökosystem werde massiv bedroht, daher ruft der Papst dazu auf, „sorgsam und respektvoll mit der Schöpfung zu leben, im klaren Bewusstsein ihrer Grenzen, das jeden Missbrauch verbietet“ (42). Franziskus sieht Amazonien gewissermaßen als Kristallisationspunkt der globalen Bemühungen um den Schutz der Umwelt, des Klimas und der Artenvielfalt, wenn er sagt: „Das Gleichgewicht des Planeten hängt auch von der Gesundheit Amazoniens ab“ (48). Unter vielfältiger Bezugnahme auf lateinamerikanische, teils kontemplative Poesie und Literatur ruft er dazu auf, die Schönheit der Natur neu zu entdecken und deren Bedeutung für den Menschen zu schätzen. So sei „der Hilfeschrei Amazoniens an den Schöpfer ebenso stürmisch wie der Hilfeschrei des Gottesvolkes in Ägypten“ (52). Der Papst wirbt für einen neuen Lebensstil, der „weniger unersättlich ist, ruhiger, respektvoller, weniger ängstlich besorgt und brüderlicher ist“ (58). Damit spricht er auch zu den Gläubigen und allen Menschen hier bei uns in Deutschland.

4.    Das vierte Kapitel widmet der Papst einer Vision von Kirche. Es ist ein Aufruf zu einer missionarischen, inkulturierten und engagierten „Kirche mit einem amazonischen Gesicht“ (61 ff.) Die weitergehende Inkulturation der Liturgie (81 ff.), der kirchlichen Organisationsformen und der Ämter (85 ff.) ist ein großes Anliegen des Papstes. Der kirchliche Dienst müsse so gestaltet werden, „dass er einer größeren Häufigkeit der Eucharistiefeier dient, auch bei den Gemeinschaften, die ganz entlegen und verborgen sind“ (86). Das Priesteramt sei in der Weltkirche „nicht monolithisch und nimmt an verschiedenen Orten der Erde unterschiedliche Ausformungen an“ (87). Es müsse, so der Papst, ein Weg gefunden werden, um diesen priesterlichen Dienst auch in abgelegeneren Gebieten zu gewährleisten (89). Zugleich hebt er darauf ab, dass es nicht nur um geweihte Amtsträger gehen kann, wenn neues Leben in den Gemeinden entstehen soll. Vielmehr müssten Priester, Diakone, Ordensleute und Laien gemeinsam „Verantwortung für das Wachstum der Gemeinschaften übernehmen“ (92 f.). Ausdrücklich nennt der Papst hier auch die „mit entsprechenden Vollmachten ausgestatteten Laien-Gemeindeleiter“ (94). Eine kirchliche Präsenz in der Fläche Amazonien setze voraus, dass „die Laien eine wirksame zentrale Rolle innehaben“ (94). Auch regt er „das Entstehen anderer spezifisch weiblicher Dienste und Charismen“ (102) an, ohne dabei konkret zu werden. Zugleich warnt Franziskus vor einer Diskussion über eine Weihe von Frauen, die auf deren „Klerikalisierung“ hinlenkt (100). Das schließt aber nicht aus, „dass Frauen einen echten und effektiven Einfluss in der Organisation, bei den wichtigsten Entscheidungen und bei der Leitung von Gemeinschaften haben“ (103). Sich der Grenzen des bisher Gesagten bewusst, erinnert der Papst an den hebräischen Ursprung des Glaubens und dessen Übergang in die griechisch-römischen Kulturen. Er resümiert: „Ähnlich fordert uns Amazonien in diesem Moment der Geschichte heraus, begrenzte Perspektiven und pragmatische Lösungen, die bei Teilaspekten der großen Herausforderungen stehen bleiben, zu überwinden, um nach breiter angelegten und kühneren Wegen der Inkulturation zu suchen“ (105). Er schließt mit einem Appell für ein ökumenisches und interreligiöses Zusammenleben.

Der postsynodale Rat, der über die Umsetzung der Ergebnisse der Amazonien-Synode wachen soll, besteht aus 16 Mitgliedern. Sie wurden am Ende der Synode gewählt. Unter ihnen finden sich der emeritierte Bischof von Xingu, Erwin Kräutler, sowie der brasilianische Kardinal Cláudio Hummes, der Präsident des kirchlichen Panamazonien-Netzwerks REPAM ist. Drei Laien aus der Region hatte Papst Franziskus im Nachhinein in diesen Rat berufen. Wer mit dem Nachsynodalen Schreiben von Papst Franziskus konkrete Entscheidungen und Handlungsanweisungen erwartet hat, wird sie in dieser Exhortation nicht finden. Stattdessen hat der Papst eine weltkirchlich relevante, vom päpstlichen Lehramt getragene Rezeption der Synode und deren Schlussdokument vorgenommen. Wie bekannt, sprach sich im Abschlussdokument zur Synode die 2/3-Mehrheit der 280 Synodalen auch für Ausnahmen vom Pflichtzölibat aus und regte ein weiteres Nachdenken über die Zulassung von Frauen zum Diakonat an. Vor dem Hintergrund der hierzulande diskutierten Reformvorschläge fanden diese Themen in der kirchlichen und öffentlichen Aufmerksamkeit einen besonderen Widerhall, es waren aber nicht die Hauptthemen der Synode. Entsprechend geht auch das Nachsynodale Schreiben nicht direkt auf diese Fragen ein, sondern ermutigt, das Priesteramt weiter zu entwickeln und so die regelmäßige Feier der Eucharistie zu ermöglichen (85ff.). Diese Diskussion wird weitergehen.

Ich bin der festen Überzeugung, dass die vielen Aspekte des neuen Dokumentes wichtige Impulse für die Arbeit der Kirche mit Blick auf soziale und ökologische Fragen bieten und so gut an die Enzyklika Laudato si’ von 2015 anschließen. Die Fragen der „kirchlichen Vision“ werden gut, auch für die Situation bei uns in Deutschland, studiert werden müssen. Ich sehe nicht, dass eine Diskussion abgeschlossen ist. Wir werden bei der anstehenden Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Mainz über diesen Text und dessen Bedeutung für die Kirche in Deutschland, aber auch die Weltkirche, beraten. Sicherlich werden auch Punkte in die entsprechenden Foren des Synodalen Weges mit einfließen.


Hinweise:

Eine Datei der deutschsprachigen Fassung des Nachsynodalen Apostolischen Schreibens Querida Amazonia ist unter www.vatican.va verfügbar. Mehr Informationen zur Bischofssynode sind auf der Themenseite „Amazonassynode 2019“ zu finden.

Weihbischof Bentz reist zu Gesprächen in den Libanon

12. Februar 2020 - 8:52

Weihbischof Dr. Udo Bentz, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Naher und Mittlerer Osten der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, hält sich ab heute (12. Februar 2020) zu Gesprächen im Libanon auf. Im Mittelpunkt des Besuchs steht bis kommenden Freitag der Austausch mit dem Middle East Council of Churches (MECC), der zentralen Plattform für die Zusammenarbeit der Kirchen in der nahöstlichen Region. In den kommenden Jahren sollen mehrere Konferenzen in gemeinsamer Verantwortung des MECC und der Deutschen Bischofskonferenz durchgeführt werden, um die Entwicklungsperspektiven der Kirchen im Nahen Osten in einem sich wandelnden Umfeld und Möglichkeiten einer Unterstützung durch die Kirche in Deutschland auszuloten. Mit dem Besuch von Weihbischof Bentz setzt die Bischofskonferenz zugleich ein Zeichen der Solidarität mit den Christen im Libanon – in einer Zeit der Umbrüche, die derzeit das ganze Land erfassen und deren Ausgang ungewiss ist.

Neben einem Treffen mit dem Exekutiv-Komitee des MECC stehen Begegnungen mit dem Außenamtsleiter des Patriarchats der Maronitischen Kirche, Erzbischof Paul Sayah, mit Aram I., Katholikos des Großen Hauses von Kilikien der Armenischen Apostolischen Kirche, sowie Dr. Habib Badr, dem Präsidenten der Evangelischen Kirche im Libanon (National Evangelical Church), auf dem Programm. Weihbischof Bentz wird darüber hinaus mit libanesischen, syrischen und irakischen Studierenden des Katholischen Akademischen Ausländer-Dienstes (KAAD) zusammentreffen, um sich einen Eindruck von der Arbeit dieses Stipendienwerkes mit Geflüchteten aus der Region zu verschaffen.

Hintergrund
Im MECC, dem ökumenischen Rat der Kirchen des Nahen und Mittleren Ostens, sind Vertreter von Kirchen aus 14 Ländern der Region zusammengeschlossen. Dem Rat stehen vier Präsidenten vor, die jeweils eine „Kirchenfamilie“ repräsentieren: Patriarch Mor Ignatius Aphrem II. Karim, Patriarch der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien und dem ganzen Orient (orientalisch-orthodoxe Familie), Patriarch Youhanna X., griechisch-orthodoxer Patriarch von Antiochien und dem ganzen Orient (orthodoxe Familie), Patriarch Mor Louis Raffael I. Kardinal Sako, chaldäischer Patriarch von Babylon (katholische Familie) und Pastor Dr. Habib Badr, Präsident der National Evangelical Union of Lebanon (evangelische Familie).

Hinweis:
Weihbischof Dr. Udo Bentz steht für Interviews während der Reise zur Verfügung. Anfragen dazu werden per E-Mail an pressestelle(at)dbk.de erbeten.

Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz: Wahl des Vorsitzenden

11. Februar 2020 - 9:28

Die Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz findet vom 2. bis 5. März 2020 in Mainz statt. Dabei ist auch die Wahl des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz vorgesehen.

Der amtierende Vorsitzende, Kardinal Reinhard Marx, hat aus diesem Anlass einen Brief an die Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz geschrieben. Wörtlich heißt es in diesem Brief:

„Das Jahr 2020 schreitet voran und damit auch der Blick auf die Agenda und die Terminplanung für dieses und das kommende Jahr. Das gilt auch für die Verpflichtungen des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz. Ich finde es deshalb richtig, schon jetzt vor der Wahl des Vorsitzenden in der Frühjahrs-Vollversammlung klarzustellen, dass ich für eine eventuelle zweite Amtszeit nicht zur Verfügung stehe.

Schon seit einiger Zeit steht das für mich fest. Meine Überlegung ist, dass ich am Ende einer möglichen zweiten Amtszeit 72 Jahre alt wäre, und dann auch das Ende meiner Aufgabe als Erzbischof von München und Freising nahe sein wird. Ich finde, es sollte die jüngere Generation an die Reihe kommen. Und vielleicht ist es auch gut, wenn es häufiger einen Wechsel in dieser Aufgabe gibt. Ich habe das Amt des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz sehr gerne ausgeübt, aber ‚alles hat seine Zeit‘ (Kohelet).

Selbstverständlich werde ich auch weiterhin aktiv in der Bischofskonferenz mitarbeiten und mich besonders engagieren für den Synodalen Weg, der aus meiner Sicht gut gestartet ist. Zugleich möchte ich jetzt auch wieder stärker im Erzbistum München und Freising präsent sein, gerade in dem umfassenden Strategieprozess, den wir in diesem Jahr beginnen wollen.“

Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz vom 2. bis 5. März 2020 in Mainz

10. Februar 2020 - 12:04

Vom 2. bis 5. März 2020 findet im Erbacher Hof in Mainz (Bistum Mainz) die Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz statt. An ihr nehmen 69 Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz unter Leitung des Vorsitzenden, Kardinal Reinhard Marx, teil.

Im Mittelpunkt der Vollversammlung stehen die turnusmäßige Wahl des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz und eine erste Analyse des Auftakts des Synodalen Weges mit der zurückliegenden Synodalversammlung in Frankfurt am Main. Die Vollversammlung wird sich erneut mit Fragen zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs befassen. Außerdem geht es in Mainz um das Nachsynodale Schreiben Querida Amazonia von Papst Franziskus zur Amazonassynode und die Planungen zum 3. Ökumenischen Kirchentag 2021 in Frankfurt am Main. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Lage der Christen in Syrien. Dazu wird während der Vollversammlung der Apostolische Nuntius in Damaskus, Kardinal Mario Zenari, erwartet.

An der Eröffnungssitzung der Vollversammlung am 2. März 2020 wird der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, teilnehmen.

Zur Berichterstattung laden wir Sie herzlich ein. Derzeit sind folgende Pressetermine geplant:

Montag, 2. März 2020:

13.00 Uhr    Bildtermin für Journalisten vom Mainzer Dom von der Mittelebene des Baugerüstes über die Stadt (nähere Informationen in den Hinweisen unten, Anmeldung unbedingt erforderlich)

Ort: Hof des Chorhauses am Dom, Leichhof


14.30 Uhr    Pressestatement des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, zum Auftakt der Vollversammlung

Ort: Erbacher Hof, St. Hildegard-Saal (1. Etage, Zugang über Seiteneingang)


15.45 Uhr    Bildtermin im Sitzungssaal zum Auftakt der Vollversammlung
Treffpunkt: Erbacher Hof, Büro Pressestelle (Edith Stein-Raum, Zugang über Seiteneingang)


18.30 Uhr    Eröffnungsgottesdienst der Vollversammlung im Hohen Dom St. Martin zu Mainz (Am Markt 10, 55116 Mainz)
Predigt: Kardinal Reinhard Marx (München und Freising), Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz


Dienstag, 3. März 2020:

7.30 Uhr     Gottesdienst im Hohen Dom St. Martin zu Mainz (Am Markt 10, 55116 Mainz)
Predigt: Kardinal Rainer Maria Woelki (Köln)


13.00 Uhr    Pressegespräch anlässlich der Wahl des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (bitte beachten Sie: diese Pressekonferenz kann gegebenenfalls vorverlegt werden; die akkreditierten Journalisten erhalten eine Nachricht dazu)

Ort: Erbacher Hof, St. Hildegard-Saal (1. Etage, Zugang über Seiteneingang)


19.30 Uhr    Einladung des Bistums Mainz für die akkreditierten Journalisten zu einem Abendessen mit Bischof Dr. Peter Kohlgraf (Mainz) und weiteren Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz

Ort: Priesterseminar, Augustinerstraße 34, 55116 Mainz


Mittwoch, 4. März 2020:

7.30 Uhr     Gottesdienst im Hohen Dom St. Martin zu Mainz (Am Markt 10, 55116 Mainz)
Predigt: Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg)


13.00 Uhr    Pressegespräch zum Thema „Querida Amazonia – Das Nachsynodale Schreiben von Papst Franziskus zur Amazonassynode“ mit

  • Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz,
  • Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Essen), Vorsitzender der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz,
  • P. Michael Heinz SVD (Essen), Hauptgeschäftsführer des Bischöflichen Hilfswerkes Adveniat,
  • Msgr. Pirmin Spiegel (Aachen), Hauptgeschäftsführer des Bischöflichen Hilfswerkes Misereor

Ort: Erbacher Hof, St. Hildegard-Saal (1. Etage, Zugang über Seiteneingang)


Donnerstag, 5. März 2020:

7.30 Uhr    Gedächtnisgottesdienst für die verstorbenen Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz im Hohen Dom St. Martin zu Mainz (Am Markt 10, 55116 Mainz)
Predigt: Erzbischof Stephan Burger (Freiburg)


14.00 Uhr    Abschlusspressekonferenz mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz und dem Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz

Ort: Erbacher Hof, St. Hildegard-Saal (1. Etage, Zugang über Seiteneingang)


Hinweise:

  • Tagungsort: Die Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz tagt im Erbacher Hof, Grebenstraße 24-26, 55116 Mainz. Sie ist nicht öffentlich.
  • Akkreditierung: Für die Pressetermine ist eine eigene Akkreditierung der Journalisten erforderlich. Nutzen Sie dazu bitte ausschließlich das Online-Formular unter www.dbk.de/presse/akkreditierungs-portal/. Bitte beachten Sie, dass eine Akkreditierung nur online möglich ist. Die Akkreditierung muss spätestens bis zum 27. Februar 2020 (12.00 Uhr) erfolgen. Die Akkreditierungsausweise können Sie ab Montag, 2. März 2020, ab 11.00 Uhr vor dem Büro der Pressestelle (Edith Stein-Raum, Zugang über Seiteneingang) im Erbacher Hof abholen. Eine Nutzung der Arbeitsräume oder ein Besuch der Pressetermine ist nur mit dem Akkreditierungsausweis möglich!
  • Eucharistiefeiern: Zur Teilnahme am Eröffnungsgottesdienst im Hohen Dom St. Martin zu Mainz am 2. März 2020 um 18.30 Uhr sowie an den morgendlichen Gottesdiensten am 3., 4. und 5. März 2020 um 7.30 Uhr sind Sie herzlich eingeladen.
  • Fernsehaufnahmen und Fotografieren während des Eröffnungsgottesdienstes im Hohen Dom St. Martin zu Mainz (2. März 2020, 18.30 Uhr) und während der morgendlichen Gottesdienste am 3., 4. und 5. März 2020 um 7.30 Uhr: Für die Gottesdienste ist eine Dreherlaubnis erforderlich (erfolgt über die Pressestelle des Bistums Mainz (pressestelle(at)bistum-mainz.de). Um den Ablauf der Gottesdienste reibungslos zu gestalten, müssen sich die akkreditierten Kamerateams auf zwei abgekordelten Positionen rechts und links vor dem Altarraum verteilen, die nach der Predigt geräumt werden. Ein Wechsel zwischen beiden Positionen ist während des Gottesdienstes nicht möglich. Am Ende des Gottesdienstes können beim Auszug der Bischöfe wieder Filmaufnahmen gemacht werden.
  • Bildtermin vom Gerüst des Mainzer Domes am 2. März 2020 um 13.00 Uhr: Unmittelbar vor Beginn der Vollversammlung haben Kamerateams und Fotografen die Möglichkeit, Bilder vom Mainzer Dom aus mit Blick über die Stadt zu machen. Zwar ist der große Westturm derzeit eingerüstet und nicht zugänglich, aber die Fahrt auf die Mittelebene des Baugerüstes mit dem Bauaufzug ist möglich. Auch ohne 360-Grad-Panorama besteht von dort ein guter Blick auf die Stadt und den Tagungsort Erbacher Hof. Bitte melden Sie sich zu diesem Termin direkt bei der Bischöflichen Pressestelle Mainz per E-Mail an pressestelle(at)bistum-mainz.de an. Der Zugang zum Bauaufzug erfolgt über den Hof des Chorhauses am Dom (Leichhof, 55116 Mainz). Eine Rückmeldung ist notwendig. Kreuzen Sie dazu bitte das entsprechende Feld im Online-Formular an.
  • Journalistenabend – Einladung des Bistums Mainz: Bischof Dr. Peter Kohlgraf lädt alle akkreditierten Journalisten am Dienstag, 3. März 2020, um 19.30 Uhr zu einem Abendessen mit weiteren Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz im Priesterseminar (Augustinerstraße 34, 55116 Mainz) ein. Eine Rückmeldung ist notwendig. Kreuzen Sie dazu bitte das entsprechende Feld im Online-Formular an.
  • Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz: Die Pressestelle ist von Montag, 2. März 2020, 9.00 Uhr, bis Donnerstag, 5. März 2020, 16.00 Uhr, im Erbacher Hof (Edith Stein-Raum, Zugang über Seiteneingang) zu erreichen (Tel: 06131/257–271, Fax: 06131/257–274, E-Mail: pressestelle(at)dbk.de).
  • Pressearbeitsraum: Der Arbeitsraum für Journalisten befindet sich im Madeleine Delbrêl-Raum im Erbacher Hof (1. Etage, Zugang über Seiteneingang).
  • Stellplätze: Falls Sie beim Erbacher Hof oder in der Nähe des Doms einen Stellplatz für einen Ü-Wagen benötigen, melden Sie sich bitte umgehend bei der Stadt Mainz (alkmene.gruber(at)stadt.mainz.de ).


Weitere Informationen zur Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz finden Sie auf unserer Internetseite im Pressebereich sowie auf der Themenseite Vollversammlung.

Einladung zum Pressegespräch mit Kardinal Reinhard Marx

8. Februar 2020 - 10:00

Der Vatikan hat für kommenden Mittwoch, 12. Februar 2020, die Veröffentlichung des Nachsynodalen Schreibens Querida Amazonia von Papst Franziskus angekündigt. Das Dokument greift die Beratungen der Sonderversammlung der Bischofssynode für den Amazonas auf, die im Oktober vergangenen Jahres in Rom getagt hat.

Die Kolleginnen und Kollegen der Medien sind eingeladen zu einem Pressegespräch am 12. Februar 2020 um 12.30 Uhr im Refektorium des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz (Kaiserstraße 161, 53113 Bonn). Dort wird der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, der selbst an der Synode in Rom teilgenommen hat, das neue Dokument vorstellen.

Wir bitten um eine formlose Anmeldung per E-Mail an pressestelle(at)dbk.de. Der Zugang zum Refektorium ist ab 12.00 Uhr möglich.

Ökumenische Woche für das Leben 2020 nimmt Sorge um Sterbende in den Blick

7. Februar 2020 - 9:57

Im Mittelpunkt der diesjährigen ökumenischen Woche für das Leben steht die Sorge um Sterbende – sei es durch palliative und seelsorgliche Begleitung oder sei es durch die Zuwendung von jedem Menschen. Unter dem Titel „Leben im Sterben“ will die Woche für das Leben, die vom 25. April bis 2. Mai 2020 stattfindet, dazu ermutigen, sich mit dem oft verdrängten Thema „Tod und Sterben“ auseinanderzusetzen.

Im Vorwort zum Themenheft der diesjährigen Woche für das Leben fordern der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, nicht nur eine bedarfsgerechte Palliativ- und Hospizversorgung, sondern rufen auch dazu auf, eine „Kultur des Lebens“ in der ganzen Gesellschaft zu fördern: „Manchmal kehrt bei Menschen, die sich schon nach dem Tod sehnten, sogar der Lebenswille zurück, sobald sie liebevoll umsorgt und ihre Schmerzen wirksam gelindert werden“, so Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm. „Die palliative Fürsorge nimmt den ganzen Menschen mit Körper und Seele in den Blick. Gerade dann, wenn keine Aussicht auf medizinischen Heilungserfolg mehr besteht, gibt sie die Patientinnen und Patienten nicht auf, sondern nimmt sie umfassend in ihren physischen, psychischen, sozialen und spirituellen Bedürfnissen wahr.“ Aus dem Glauben heraus könnten Christen angesichts des Todes von Auferstehung sprechen. Zudem habe Gott den Menschen nach seinem Bild geschaffen und bejahe ihn auch in seiner Schwäche und Gebrechlichkeit. Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm bekräftigen: „Aus der Gottebenbildlichkeit des Menschen folgt seine unantastbare Würde, die weder von seiner Leistungsfähigkeit noch von seinem Vernunftgebrauch oder seinem Nutzen für andere abhängt“. Sie seien nicht nur dankbar für die vielen Initiativen, die sich für Sterbende einsetzen, sondern würdigen vor allem die zahlreichen Menschen, die sich haupt- und ehrenamtlich in der Sterbebegleitung engagieren: „Sie leisten einen unersetzlichen Dienst am Nächsten.“

Das Themenheft, das ab sofort mit weiteren Materialien zur Vorbereitung der Woche für das Leben verfügbar ist, trägt unterschiedliche Ansätze der Palliativversorgung aus medizinischer, ethischer und seelsorglicher Perspektive zusammen. Es informiert, welche Möglichkeiten der palliativmedizinischen Betreuung es ambulant oder in spezialisierten Einrichtungen gibt. Außerdem werden Anregungen für die Gestaltung ökumenischer Gottesdienste vorgestellt.

Der zentrale Auftakt der Woche für das Leben findet am Samstag, 25. April 2020, um 10.30 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst im Hohen Dom zu Augsburg statt, an dem der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, die stellvertretende Ratsvorsitzende der EKD, Präses Dr. Annette Kurschus, sowie Regionalbischof Axel Piper (Kirchenkreis Augsburg) und der künftige Bischof von Augsburg, Prälat Dr. Bertram Meier, teilnehmen. Nach einem anschließenden Empfang auf dem Domplatz beginnt um 13.00 Uhr eine thematische Veranstaltung mit Vertretern aus Kirche, Politik und Wissenschaft im Kolpinghaus Augsburg. Unter dem Titel „Leben im Sterben – und wie?! Perspektiven im Gespräch“ diskutieren Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Vorstandsvorsitzender des Weltärztebundes, Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger (Augsburg), Prof. Dr. Traugott Roser von der Universität Münster und Prof. Dr. Erhard Weiher, Seelsorger aus dem Bistum Mainz. Die Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml, spricht ein Grußwort und Prof. Dr. Claudia Bausewein, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin der Universität München, wird in das Thema einführen. Die Moderation übernimmt Katja Auer von der Süddeutschen Zeitung (München).

Die Woche für das Leben findet zum 26. Mal statt. Seit 1994 ist sie die ökumenische Initiative der katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland zur Anerkennung der Schutzwürdigkeit und Schutzbedürftigkeit des menschlichen Lebens in allen Phasen. Die Aktion, die immer zwei Wochen nach Karsamstag beginnt und sieben Tage dauert, will jedes Jahr Menschen in Kirche und Gesellschaft für die Würde des menschlichen Lebens sensibilisieren.

Hinweise:
Über die Internetseite www.woche-fuer-das-leben.de können ab sofort Informationen und Materialien zur Woche für das Leben kostenfrei bestellt werden. Verfügbar sind das Themenheft, Motivplakate in DIN A3, DIN A4 und eine Plakatvariante mit Freifeld zum Eindrucken von Veranstaltungshinweisen. Alle Materialien stehen auch als Download bereit.
Zur zentralen Eröffnung am 25. April 2020 wird es zu einem späteren Zeitpunkt noch eine eigene Presseeinladung geben.

Kirchen bei der Berlinale

5. Februar 2020 - 9:53

Die evangelische und katholische Kirche werden auch in diesem Jahr mit einer internationalen Ökumenischen Jury und einem Empfang auf den 70. Internationalen Filmfestspielen Berlin vertreten sein, die vom 20. Februar bis 1. März 2020 stattfinden. Über die Internationale Kirchliche Filmorganisation INTERFILM und die Internationale Katholische Vereinigung für Kommunikation SIGNIS entsenden sie in diesem Jahr:

  • Alexander Bothe, Bonn (Deutschland),
  • Paul de Silva, Toronto (Kanada) – Präsident,
  • Rinke Dellebeke-van Hell, Ritthem (Niederlande),
  • Kodjo Ognandou Ayetan, Lomé (Togo),
  • Melanie Pollmeier, Spiegel b. Bern (Schweiz),
  • James Thessin, Washington, DC (USA).

Der Vorsitzende der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gebhard Fürst, begrüßt die Gäste. Der Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Pastor Dr. Johannes Hinrich Claussen, und die Regisseurin Caroline Link führen ein Gespräch, bevor der Jurypräsident, Paul de Silva, die Jury vorstellt.

Der Ökumenische Empfang findet statt am Sonntag, 23. Februar 2020, 18.00 Uhr im Haus der EKD am Gendarmenmarkt, Charlottenstraße 53/54, 10117 Berlin.

Eine Anmeldung ist per E-Mail bei der Pressestelle der EKD möglich unter presse(at)ekd.de.

Podiumsdiskussion der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralrats der Juden

4. Februar 2020 - 10:28

Im März 2020 werden die vatikanischen Archive aus der Zeit von Papst Pius XII. (1939-1958) für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Was bedeutet die Öffnung der Archive für die historische Forschung, für die katholische Kirche und die jüdische Gemeinschaft? Sind neue Erkenntnisse über die Rolle des Papstes in der Shoah zu erwarten? Auch andere Fragen stellen sich, die das katholisch-jüdische Verhältnis betreffen. Dazu zählen die Problematik um Fluchthilfe für Naziverbrecher und die Position des Papstes und des Heiligen Stuhls zur Gründung des Staates Israel.

Aus diesem aktuellen Anlass findet eine öffentliche Podiumsdiskussion unter dem Thema „Neues über Pius XII. und die Shoah?“ am Montag, 17. Februar 2020, um 19.00 Uhr im Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main, statt.

An der Diskussion nehmen teil:

  • Dr. Josef Schuster (Würzburg), Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland
  • Bischof Dr. Ulrich Neymeyr (Erfurt), Vorsitzender der Unterkommission der Deutschen Bischofskonferenz für die religiösen Beziehungen zum Judentum
  • Prof. Dr. Johannes Heil (Heidelberg), Historiker und Universitätsprofessor an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg
  • Prof. Dr. Hubert Wolf (Münster), Kirchenhistoriker und Universitätsprofessor für Mittlere und Neure Kirchengeschichte an der Universität Münster


Wir bitten die interessierten Kolleginnen und Kollegen der Medien um eine formlose Anmeldung per E-Mail an pressestelle(at)dbk.de bis zum 14. Februar 2020.


Hinweise:

Der Einladungsflyer zur Tagung ist als pdf-Datei zum Herunterladen unter www.dbk.de/termine verfügbar.

Volontariat an der katholischen Journalistenschule öffnet den Weg in alle Medienbereiche

3. Februar 2020 - 11:17

Die katholische Journalistenschule ifp (Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses e. V.) bildet junge Leute zu Medienmachern aus, die sich für die Menschen interessieren, über die sie berichten. Sie lernen, als Journalisten keine vorschnellen Antworten zu suchen, sondern auch dem Zweifel Raum zu geben.

Das Volontariat am ifp bietet eine einmalige Kombination aus Journalistenschule und Ausbildung in einer katholischen Redaktion. Bewerbungsschluss hierfür ist der 1. März 2020, Beginn am 1. Oktober 2020. Der Ausbildungsjahrgang trifft sich regelmäßig zu Seminaren, in denen erfahrene Journalisten das grundlegende Handwerk vermitteln. Hinzu kommen vertiefende Module zu Themen wie Datenjournalismus, Social Media, Videojournalismus oder Liveberichterstattung. Die Volontäre arbeiten in ihrer jeweiligen Redaktion mit und absolvieren zudem zwei bis drei Praktika in namhaften Medienhäusern mit einer Gesamtdauer von drei Monaten.

Die katholische Journalistenschule setzt auf Teamarbeit sowie eine intensive Begleitung durch Vorstand und Studienleiter. Internationale Erfahrung lässt sich durch Auslandspraktika, Journalistenreisen oder Europa-Seminare in Brüssel sammeln. Nach Abschluss des Volontariats steht der Weg in alle Medienbereiche offen, wie das Netzwerk von mehr als 3.000 Absolventen zeigt. Mit Blick auf die Berufschancen sagt ifp-Studienleiter Burkhard Schäfers: „Vieles im Journalismus ist im Wandel. Wir sind neugierig auf die Zukunft dieses Berufs und bereiten unsere Auszubildenden darauf vor.“


Hinweise:

Weitere Informationen zum Volontariat gibt es unter www.journalistenschule-ifp.de. Die Volontäre bloggen unter http://voloblog.journalistenschule-ifp.de.

Kontakt und Informationen zum Volontariat: Katholische Journalistenschule ifp, Studienleiter Burkhard Schäfers, Tel. 089/549103-16, E-Mail: schaefers(at)journalistenschule-ifp.de, Internet: www.journalistenschule-ifp.de.

Deutsche Bischofskonferenz richtet Betroffenenbeirat ein

30. Januar 2020 - 8:25

Als Konsequenz aus der im September 2018 veröffentlichten Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ (MHG-Studie) richtet die Deutsche Bischofskonferenz einen Betroffenenbeirat ein. Damit soll die Einbindung von Betroffenen sexualisierter Gewalt weiter ausgebaut und institutionalisiert werden. Der Aufruf wurde im Dezember vergangenen Jahres gestartet. Noch bis zum 7. Februar 2020 können Personen, die von sexuellem Missbrauch im Raum der katholischen Kirche in Deutschland betroffen sind, das Interesse an einer Mitarbeit anmelden. Auch Angehörige und gesetzliche Betreuerinnen und Betreuer sind zur Mitarbeit eingeladen.

Für Betroffene von sexuellem Missbrauch durch Kleriker und sonstige Beschäftigte im kirchlichen Dienst wird es so zukünftig die Möglichkeit geben, ihre Perspektiven und Positionen im Betroffenenbeirat bei der Deutschen Bischofskonferenz einzubringen. Der Beirat orientiert sich an den Standards entsprechender Gremien des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) und der Erzdiözese Köln. Er soll die Arbeit der Deutschen Bischofskonferenz in der Auseinandersetzung mit sexuellem Missbrauch begleiten und gemeinsam mit den zuständigen Gremien über Arbeiten in diesem Bereich beraten. Damit soll sichergestellt werden, dass die Sicht der Betroffenen bei Prävention, Intervention und Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch verstärkt einbezogen wird.

Die Durchführung des Auswahlprozesses liegt in den Händen eines Gremiums, das sich aus unabhängigen Experten der Wissenschaft und der Politik, des Mitarbeiterstabs des UBSKM, Vertreterinnen und Vertretern von Betroffenen sowie Vertreterinnen und Vertretern der Deutschen Bischofs- und Ordensobernkonferenz zusammensetzt.

Ausführliche Informationen sowie ein Formular zur Interessenbekundung sind auf der Themenseite Sexueller Missbrauch verfügbar.

Prälat Dr. Bertram Meier wird neuer Bischof von Augsburg

29. Januar 2020 - 11:16

Papst Franziskus hat heute (29. Januar 2020) Prälat Dr. Bertram Meier zum neuen Bischof von Augsburg ernannt. Er wird Nachfolger von Bischof Dr. Konrad Zdarsa, der im vergangenen Jahr in den Ruhestand getreten ist. Seit dem 8. Juli 2019 ist Prälat Meier Diözesanadministrator des Bistums Augsburg.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, gratuliert dem künftigen Augsburger Bischof. Er empfinde es als besonderes Zeichen der Wertschätzung, dass Papst Franziskus einen Priester des Diözesanklerus zum Bischof von Augsburg ernannt habe. Wörtlich schreibt Kardinal Marx: „Das Bistum Augsburg darf sich über einen Bischof freuen, der mit theologischer Tiefe, seelsorglichem Eifer, einer besonderen Gabe der Predigt und starkem organisatorischen Geschick die Verantwortung im Bistum übernehmen wird.“ Dazu zähle neben der theologischen Ausbildung in Rom, die Prälat Meier stets in der Pastoral seiner Heimat verwurzelt habe, auch die Tätigkeit als Pfarrer in Neu-Ulm und die Verantwortung als Domprediger und Domdekan an der Hohen Domkirche zu Augsburg. „Ihnen geht es um die Verkündigung der Frohen Botschaft, die Sie den Gläubigen, aber gerade auch den Suchenden und Fragenden, nahebringen wollen. Im besten Sinne des Wortes sind Sie so immer Pastor, Hirte geblieben. Gerade das wird jetzt Ihren Hirtendienst im Bistum prägen“, so Kardinal Marx.

Prälat Meier habe mit seinem engagierten Einsatz als Leiter der deutschsprachigen Abteilung im vatikanischen Staatssekretariat fünf Jahre internationale Verantwortung übernommen und in dieser Zeit der Kirche in Deutschland in wichtigen Fragen geholfen. „Mit Ihren verschiedenen Aufgaben im Bischöflichen Ordinariat zu Augsburg, insbesondere den Schwerpunkten Weltkirche, Ökumene und Orden, bringen Sie weitere gute Voraussetzungen für die vor Ihnen liegenden Aufgaben mit. Ich bin überzeugt, dass die vielfältigen Erfahrungen im Bistum Augsburg helfen, rasch in das neue Amt zu wachsen“, schreibt Kardinal Marx.

Prälat Dr. Bertram Meier, 1960 in Buchloe geboren, studierte nach dem Abitur Theologie und Philosophie in Augsburg und Rom. Nach der Priesterweihe 1985 und einer anschließenden Promotion folgten Stationen als Kaplan, Pfarrer und Stadtdekan an verschiedenen Seelsorgeorten im Bistum Augsburg. Von 1996 bis 2001 leitete Meier die deutschsprachige Abteilung im Staatssekretariat des Vatikans. Seit 2002 hat Prälat Meier als Domkapitular verschiedene Leitungsaufgaben im Generalvikariat des Bistums Augsburg wahrgenommen. 2007 wurde er zusätzlich Domprediger und 2012 Domdekan des Augsburger Doms.

Aufklärung und Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen im kirchlichen Bereich

28. Januar 2020 - 9:51

Vor zehn Jahren haben uns die Enthüllungen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger durch Geistliche und Mitarbeiter der Kirche erschüttert. Wir empfinden das bis heute als tiefen Einschnitt, der uns beschämt und herausfordert. Wir werden auch weiterhin entschieden daran arbeiten, durch Achtsamkeit und Prävention solche Verbrechen zu verhindern.

Nach dem Bekanntwerden des Missbrauchsskandals haben wir uns dem Thema auf der Frühjahrs-Vollversammlung im Februar 2010 in Freiburg gestellt und tun dies intensiv bis heute. Seitdem verfolgen wir einen Prozess der Aufarbeitung, Intervention und Prävention. Das ist kein leichter Weg, aber er führt, so hoffen wir, zum Ziel: zu Gerechtigkeit und Frieden für die Betroffenen, zu einer neuen Glaubwürdigkeit und zu neuem Vertrauen in die Kirche. In Freiburg haben wir uns verpflichtet, mit der Hilfe eines neu dafür beauftragten Bischofs alle Fragen der Verantwortung zu untersuchen, die Betroffenen zu hören, die Wahrheit aufzudecken, die vorhandenen Leitlinien zu verschärfen und den Bereich der Prävention auszubauen. Viele Beobachter bescheinigen uns, dass wir diesbezüglich erheblich weitergekommen sind, wenn auch noch vieles vor uns liegt. Unsere Leitlinien sind mittlerweile eine rechtlich bindende Ordnung für die gesamte Kirche in Deutschland. Die Rahmenordnung Prävention wurde mehrfach überarbeitet und ist Grundlage für die diözesanen Anstrengungen. Die konsequente Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden und mit dem Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung sind weitere Elemente der Arbeit in den vergangenen Jahren. Dazu gehören auch der intensive Austausch mit dem Vatikan, die Entwicklung von universitären Lehrangeboten in Rom und die gesellschaftliche Debatte über das Thema, an der wir uns als Kirche selbstverständlich beteiligen.

Dass das Thema nicht abgeschlossen ist, sondern unsere kontinuierliche und volle Kraft fordert, hat die Veröffentlichung der MHG-Studie („Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“) im September 2018 gezeigt. Die dort genannten Ergebnisse haben umfangreiche neue Arbeitsvorhaben nach sich gezogen, an denen wir uns messen lassen werden. Diese komplexen Themen benötigen viel Zeit für ihre Bearbeitung. Diese Zeit brauchen wir und wir hoffen dafür auf Verständnis; aus der Verantwortung werden wir uns nicht nehmen. Zu diesen Vorhaben gehören: ein verbindliches überdiözesanes Monitoring für die Bereiche der Aufarbeitung, Intervention und Prävention; die unabhängige Aufarbeitung, bei der auch geklärt wird, wer über die Täter hinaus institutionell Verantwortung für das Missbrauchsgeschehen in der Kirche getragen hat; die Fortentwicklung des Verfahrens zur materiellen Anerkennung erlittenen Leids; die Schaffung eines Angebotes externer unabhängiger Anlaufstellen zusätzlich zu den diözesanen Ansprechpersonen für Fragen sexuellen Missbrauchs; eine Standardisierung in der Führung der Personalakten von Klerikern sowie die Schaffung kirchlicher Strafgerichte und einer kirchlichen Verwaltungsgerichtsbarkeit. Zu den Konsequenzen aus der MHG-Studie zählt außerdem der jetzt begonnene Synodale Weg der Kirche in Deutschland, mit dem wir auch eine Antwort geben wollen auf Hinweise der Studie zu systemischen Herausforderungen, die sich beim Thema Missbrauch ergeben.

Anlässlich des Jahrestages der Aufdeckung sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen im kirchlichen Bereich betonen wir Bischöfe: Wir stehen zu unseren vor zehn Jahren gemachten Aussagen. Wir arbeiten weiter an der Bekämpfung dieses Verbrechens. Wir werden uns auch künftig zuallererst an der Perspektive und den Bedürfnissen Betroffener orientieren. Unsere Zusammenarbeit mit kirchlichen und zivilen Stellen werden wir kontinuierlich fortsetzen. Wir danken allen, die uns auf diesem Weg unterstützen: in Fachgremien, in der kritischen Begleitung und Beratung, aber auch im Gebet.

Würzburg, den 28. Januar 2020

Mehr lesen: Ständiger Rat der Deutschen Bischofskonferenz

Gemeinsame Erklärung der katholischen und evangelischen Kirche zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz

24. Januar 2020 - 16:11

Mit einer gemeinsamen Erklärung zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar erinnern der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, an die Opfer des Nationalsozialismus. Zugleich rufen sie Politik und Gesellschaft dazu auf, dem wachsenden Antisemitismus entschlossen entgegenzutreten:

„Der Name Auschwitz steht für das systematische Massenmorden, das während des Zweiten Weltkriegs in den von deutschen Truppen besetzten Gebieten Europas verübt wurde. Die Erinnerung an den millionenfachen Mord in Auschwitz erfüllt uns bis heute mit tiefer Trauer.“ Der Gedenktag erinnere aber auch an die Überwindung eines politischen Systems, das keinerlei Respekt für das Leben und die Würde des Menschen kannte und die Ausrottung ganzer Menschengruppen zum Programm erklärte und systematisch organisierte, so Landesbischof Bedford-Strohm und Kardinal Marx.

„Vor allen Opfern verneigen wir uns. Ihr Andenken darf weder den heute lebenden Generationen noch den künftigen gleichgültig werden. Denn es wäre ein Verrat an den geschundenen und ermordeten Menschen und es wäre zugleich ein Verrat an den Werten der menschlichen Zivilisation, würden wir das Leiden und Sterben von Auschwitz im Nebel der Geschichte versinken lassen.“

Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm erinnerten dabei auch an die Schuldgeschichte der Kirchen: Diese dürften nicht darüber hinwegsehen, „dass viele Christen mit dem nationalsozialistischen Regime kollaboriert, zur Verfolgung der Juden geschwiegen oder ihr sogar Vorschub geleistet haben. Auch Verantwortliche und Repräsentanten der Kirchen standen oft mit dem Rücken zu den Opfern. Es besteht kein Zweifel: Zu dieser Schuldgeschichte müssen sich die Kirchen in Deutschland bekennen.“ Der Antijudaismus, die Ablehnung der Juden aus religiösen Gründen, habe über Jahrhunderte hinweg die europäische Kultur geprägt, heißt es in der Erklärung. „Der tief auch in den Kirchen verwurzelte Judenhass der früheren Zeiten nährte den Judenhass der Moderne. Auch diesem Schulderbe müssen sich die Kirchen stellen.“

Angesichts eines heute auch in Deutschland wieder stärker hervortretenden Antisemitismus rufen Landesbischof Bedford-Strohm und Kardinal Marx Politik und Gesellschaft dazu auf, dem Judenhass entschlossen entgegenzutreten: „Als Vertreter unserer Kirchen sagen wir: Unsere jüdischen Brüder und Schwestern müssen angesichts unseres Verhaltens überzeugt sein können, dass die Christen an ihrer Seite stehen, wann immer sie diffamiert, eingeschüchtert oder angegriffen werden. Diese Haltung sind wir der Einsicht in die Geschichte und unserem eigenen Glauben schuldig.“

Hinweise:
Den Wortlaut der gemeinsamen Erklärung finden Sie untenstehend zum Herunterladen.