21. Februar 2017
Augenblicke der Besinnung

Keine Hoffnungslosigkeit
soll deinen Geist bedrücken…
Kein Klagen und Murren
kommt über dein Lippen…
Vielmehr strahle dein Gesicht
frohen Mut aus.
Heiterkeit herrsche
in deinem Gemüt,
und aus deinem Mund
erklinge Danksagung.

Hl. Petrus Damiani

 
















Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum

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Aktualisiert: vor 5 Stunden 17 Minuten

Ökumenisches Fest am 16. September 2017 in Bochum

16. Februar 2017 - 11:59
Die Deutsche Bischofskonferenz, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), der Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT) und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) laden am Samstag, 16. September 2017, gemeinsam zu einem großen Ökumenischen Fest nach Bochum ein.

Als einen weiteren Schritt im Rahmen des gemeinsamen Christusfestes 2017 und gegen Ende des Reformationsjahres setzen sie unter dem Leitwort „Wie im Himmel, so auf Erden“ ein Zeichen der Verbundenheit untereinander und der Sendung in die Welt. Im Mittelpunkt der eintägigen Veranstaltung wird das gemeinsame, aus dem Glauben getragene Engagement der Christen für die Gestaltung von Politik und Gesellschaft in Deutschland und der Welt stehen.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, feiern zum Abschluss des Tages einen Ökumenischen Gottesdienst.

Weitere prominente Teilnehmende sind unter anderem Bundestagspräsident Norbert Lammert, Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Essen), und die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, der Präsident des ZdK, Prof. Dr. Thomas Sternberg, und die Präsidentin des DEKT, Christina Aus der Au.

Über den Tag verteilt finden an verschiedenen Orten in Bochum Workshops zu Fragen der Zukunftsgestaltung in den Bereichen Wirtschaft und Arbeitswelt, Klima und Umwelt, internationale soziale Gerechtigkeit, Bildung, interreligiöser Dialog und Frieden statt. Die christlichen Gemeinden aus der Region Bochum nehmen das Ökumenische Fest zum Anlass für ein umfangreiches Begleitprogramm.

Weitere Informationen zum Programm und zur Teilnahme finden Sie in Kürze unter www.oekf2017.de.

Neue Studie einer gemeinsamen Arbeitsgruppe von Deutscher Bischofskonferenz und VELKD

15. Februar 2017 - 11:59
Mit der Studie „Gott und die Würde des Menschen“ liegt das Abschlussergebnis der dritten Bilateralen Arbeitsgruppe (BILAG III) der Deutschen Bischofskonferenz  und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) vor. Die Arbeitsgruppe unter dem Vorsitz von Bischof Dr. Gerhard Feige (Magdeburg) und Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg) hat sich in einem mehrjährigen Dialogprozess mit Fragen von Anthropologie und ethischer Urteilsbildung beschäftigt.

„Wir sind in unserem langen und intensiven Gesprächsprozess zu dem Ergebnis gekommen, dass es eine grundlegende Übereinstimmung in der Anthropologie und ebenso eine breite Gemeinsamkeit in der Ethik gibt. Auch hier gilt: Uns eint mehr als uns trennt“, erklärt Bischof Feige, Vorsitzender der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz. „Die bestehenden Unterschiede in ethischen Einzelfragen werden in der Studie als ein begrenzter Dissens qualifiziert, der aber die fundamentalen Gemeinsamkeiten nicht aufhebt und von der gemeinsamen Verantwortung zum Schutz der Menschenwürde nicht entbindet.“

Seit 2009 hat sich die dritte Bilaterale Arbeitsgruppe im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz und der Kirchenleitung der VELKD mit dem Thema „Gott und die Würde des Menschen“ befasst. Die Studie zeigt die Gemeinsamkeiten beider Konfessionen in der Anthropologie und der ethischen Urteilsbildung auf. Sie hilft, mögliche Konflikte besser zu verstehen und sachgemäß mit ihnen umzugehen und zeigt, dass  trotz einzelner Differenzen in ethischen Fragen ein überzeugendes gemeinsames Eintreten der Kirchen für Menschenwürde möglich ist.

„Angesichts der aktuellen gesellschaftspolitischen Debatten wollen wir auf der Grundlage des biblischen Zeugnisses die gemeinsamen anthropologischen Grundlagen des christlichen Glaubens stark machen“, betont Bischof Manzke, Landesbischof von Schaumburg-Lippe und Catholica-Beauftragter der VELKD. „Ich bin überzeugt, dass die Ausführungen unseres Abschlussberichtes unseren Kirchen neue Impulse geben können, gemeinsam für die Würde des Menschen einzutreten, wo immer sie in Frage gestellt oder gar mit Füßen getreten wird.“

Die Studie wird von der Bilateralen Arbeitsgruppe verantwortet und mit der Veröffentlichung den auftraggebenden Kirchen zur Prüfung vorgelegt. Bischof Feige und Landesbischof Manzke hoffen, dass sie darüber hinaus zu einer breiten Diskussion in Kirche und Gesellschaft anregt.

Seit 1976 führt die VELKD mit der Deutschen Bischofskonferenz Lehrgespräche, um zur Klärung kontroverstheologischer Fragen beizutragen. In den ökumenischen Lehrgesprächen spiegelt sich die intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem Lutherischen Weltbund und dem Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen. Die nun erscheinende Studie ist die dritte nach dem Studiendokument „Kirchengemeinschaft in Wort und Sakrament“ (1984) und der Studie „Communio Sanctorum – Die Gemeinschaft der Heiligen“ (2000).

Mitglieder der Arbeitsgruppe Katholische Mitglieder:
  • Bischof Dr. Gerhard Feige (Vorsitzender) (ab 2012)
  • Bischof Prof. Dr. Gerhard Ludwig Müller (Vorsitzender) (bis 2012)
  • Prof. Dr. Johannes Reiter
  • Prof. Dr. Dorothea Sattler
  • Prof. Dr. Thomas Söding
  • Prof. Dr. Wolfgang Thönissen
  • Prof. Dr. Eberhard Tiefensee (bis 2013)
  • Dr. Dorothee Kaes (Geschäftsführerin)
Evangelisch-lutherische Mitglieder:
  • Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Vorsitzender) (ab 2015)
  • Landesbischof i.R. Prof. Dr. Friedrich Weber + (Vorsitzender) (bis 2014)
  • Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm (ab 2010)
  • Prof. Dr. Hans-Martin Gutmann (bis 2010)
  • Landespastor Heiko Naß (ab 2010)
  • OKR i.R. Dr. Ernst Öffner (bis 2010)
  • Prof. Dr. Miriam Rose
  • Prof. Dr. Christiane Tietz
  • Prof. Dr. Joachim Track (bis 2013)
  • OKR Dr. Oliver Schuegraf (Geschäftsführer)
Hinweise: Die Studie „Gott und die Würde des Menschen“ ist als pdf-Datei auf der Internetseite des Bonifatius Verlags verfügbar. Anfang März erscheint die Studie als Buch im Bonifatius-Verlag in Kooperation mit der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig. Die Statements zur Vorstellung der Studie von Bischof Dr. Gerhard Feige, Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke sowie den beiden Mitgliedern der Arbeitsgruppe, Prof. Dr. Miriam Rose (Jena) und Prof. Dr. Wolfgang Thönissen (Paderborn), sind untenstehend sowie unter www.velkd.de als pdf-Dateien zum Herunterladen verfügbar.

Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz im Kardinal Schulte Haus in Bensberg

14. Februar 2017 - 13:59
Vom 6. bis 9. März 2017 findet im Kardinal Schulte Haus in Bensberg (Erzbistum Köln) die Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz statt. An ihr nehmen 66 Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz unter Leitung des Vorsitzenden, Kardinal Reinhard Marx, teil. Das Auftaktpressestatement mit Kardinal Marx wird in diesem Jahr bereits um 14.30 Uhr stattfinden.

Während der Frühjahrs-Vollversammlung werden die Bischöfe einen Studienhalbtag unter dem Thema „Zukunft und Lebensweise des priesterlichen und bischöflichen Dienstes“ durchführen. Im Mittelpunkt der weiteren Beratungen stehen ein Bericht des Sonderbeauftragten für Flüchtlingsfragen und die Auswertung der bisherigen ökumenischen Ereignisse im Jahr des Reformationsgedenkens. Außerdem informieren sich die Bischöfe über den kommenden Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung sowie neue kirchliche Formate im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

An der Eröffnungssitzung der Vollversammlung am 6. März 2017 werden der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, sowie als Gäste Kardinal Nakellentuba Philippe Ouédraogo, Erzbischof von Ouagadougou (Burkina Faso), Bischof Justin Kientega, Bischof von Ouahigouya (Burkina Faso) und Präsident von Caritas Burkina Faso, sowie Kardinal Rubén Salazar Gómez (Kolumbien), Präsident der Lateinamerikanischen Bischofskonferenz CELAM, teilnehmen.

Heute laden wir Medienvertreter herzlich zur Berichterstattung ein. Derzeit sind folgende Pressetermine geplant:

Montag, 6. März 2017 14.30 Uhr    Pressestatement des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, zum Auftakt der Vollversammlung.
Ort: Kardinal Schulte Haus, Raum K3 (Erdgeschoss)
15.30 Uhr    Bildtermin im Sitzungssaal zum Auftakt der Vollversammlung. Treffpunkt: 15.20 Uhr vor Raum K3 (Erdgeschoss)
Ort: Kardinal Schulte Haus, Sitzungssaal
18.30 Uhr    Eröffnungsgottesdienst der Vollversammlung im Kölner Dom.
Predigt: Kardinal Reinhard Marx (München und Freising), Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz Dienstag, 7. März 2017 7.30 Uhr    Gottesdienst in der Edith-Stein-Kapelle (Kardinal Schulte Haus Bensberg).
Predigt: Kardinal Rainer Maria Woelki (Köln)
13.00 Uhr    Pressegespräch zum Thema „Gesellschaftlicher Zusammenhalt oder Auflösung des Gemeinwohls? Aktuelle Fragen im Spannungsfeld von sozialer Gerechtigkeit, wachsendem Populismus und dem Auftrag der Kirche“ mit
  • Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Essen), Vorsitzender der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz;
  • Prälat Dr. Peter Neher (Freiburg), Präsident des Deutschen Caritasverbandes;
  • Prof. Dr. Gerhard Kruip (Mainz), Professor für Anthropologie und Christliche Sozialethik an der Universität zu Mainz.
Ort: Kardinal Schulte Haus, Raum K3 (Erdgeschoss)
19.00 Uhr    Einladung des Erzbistums Köln für die akkreditierten Journalisten zu einem Abendessen mit weiteren Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz. Treffpunkt: 18.50 Uhr vor Raum K3 (Erdgeschoss)
Ort: Kardinal Schulte Haus Mittwoch, 8. März 2017 7.30 Uhr    Gottesdienst in der Edith-Stein-Kapelle (Kardinal Schulte Haus Bensberg).
Predigt: Erzbischof Dr. Heiner Koch (Berlin)
13.00 Uhr    Pressegespräch zum Thema „Jugend – Glaube – Kirche: Jugendpastorale Herausforderungen und die Bischofssynode in Rom 2018“ mit
  • Bischof Dr. Stefan Oster SDB (Passau), Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz;
  • Bianka Mohr (Düsseldorf), Leiterin der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj);
  • Pfarrer Dirk Bingener (Düsseldorf), Präses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).
Ort: Kardinal Schulte Haus, Raum K3 (Erdgeschoss) Donnerstag, 9. März 2017 7.30 Uhr    Gottesdienst in der Edith-Stein-Kapelle (Kardinal Schulte Haus Bensberg).
Predigt: Bischof Norbert Trelle (Hildesheim)
14.00 Uhr    Abschlusspressekonferenz mit:
  • Kardinal Reinhard Marx (München und Freising), Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz;
  • P. Dr. Hans Langendörfer SJ, Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz.
Ort: Kardinal Schulte Haus, Sitzungssaal Hinweise
Tagungsort Die Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz tagt im Kardinal Schulte Haus, Overather Straße 51–53, 51429 Bergisch Gladbach. Sie ist nicht öffentlich.

Akkreditierung Für die Pressetermine ist eine eigene Akkreditierung der Journalisten erforderlich. Nutzen Sie dazu bitte ausschließlich das Online-Formular unter www.dbk.de/presse/akkreditierungs-portal. Bitte beachten Sie, dass eine Akkreditierung nur online möglich ist. Die Akkreditierung muss spätestens bis zum 1. März 2017 (12.00 Uhr) erfolgen. Die Akkreditierungsausweise können Sie ab Montag, den 6. März 2017, ab 10.00 Uhr im Büro der Pressestelle im Kardinal Schulte Haus abholen. Eine Nutzung der Arbeitsräume oder ein Besuch der Pressetermine ist nur mit dem Akkreditierungsausweis möglich! Fernsehaufnahmen während des Eröffnungsgottesdienstes im Kölner Dom Für den Eröffnungsgottesdienst am 6. März 2017 um 18.30 Uhr ist eine Dreherlaubnis (erfolgt über den Dompropst) erforderlich. Ein entsprechendes Feld finden Sie im Online-Akkreditierungsformular. Fernsehaufnahmen und Fotografieren während der morgendlichen Gottesdienste Während der morgendlichen Gottesdienste (7. bis 9. März 2017) um 7.30 Uhr in der Edith-Stein-Kapelle (Kardinal Schulte Haus): Aufgrund des begrenzten Platzangebotes sind während der morgendlichen Gottesdienste um 7.30 Uhr innerhalb der Edith-Stein-Kapelle (Kardinal Schulte Haus) keine Fotografen und Kamerateams zugelassen.
  • Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA-Bild) wird einen Poolfotografen stellen. Für die Überlassung der Pool-Fotos setzen Sie sich bitte bis zum 1. März 2017 mit KNA-Bild in Verbindung: www.kna-bild.de; redaktion(at)kna-bild.de; Tel. 0228/26000-192.
  • Das domradio wird den Ton während der morgendlichen Gottesdienste zur Verfügung stellen. Für die Überlassung des Signals wird eine Splitbox bereitstehen.

Eucharistiefeiern Zur Teilnahme an den morgendlichen Eucharistiefeiern (7. bis 9. März 2017, jeweils um 7.30 Uhr) in der Edith-Stein-Kapelle (Kardinal Schulte Haus) sind Sie herzlich eingeladen. Journalistenabend – Einladung des Erzbistums Köln Kardinal Rainer Maria Woelki lädt alle akkreditierten Journalisten am Dienstag, 7. März 2017, um 19.00 Uhr zu einem Abendessen mit weiteren Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz in das Kardinal Schulte Haus ein. Eine Rückmeldung ist notwendig. Kreuzen Sie dazu bitte das entsprechende Feld im Online-Formular an. Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz Die Pressestelle ist von Montag, 6. März 2017, 9.00 Uhr, bis Donnerstag, 9. März 2017, 17.00 Uhr, im Kardinal Schulte Haus zu erreichen (Tel: 02204 408-1047, Fax: 02204 408-1041, E-Mail: pressestelle(at)dbk.de). Pressearbeitsraum Der Arbeitsraum für Journalisten befindet sich im Erdgeschoss im Restaurant Domblick des Kardinal Schulte Hauses. Stellplätze Falls Sie auf dem Gelände des Kardinal Schulte Hauses einen Stellplatz für einen Ü-Wagen benötigen, melden Sie sich bitte umgehend bei der Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz bzw. vermerken dies im Online-Akkreditierungsformular.
Weitere Informationen zur Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz finden Sie im Pressebereich sowie im Dossier „Vollversammlung“.

Empfehlungsliste Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2017 veröffentlicht

13. Februar 2017 - 11:59
Die Jury des Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises unter Vorsitz von Weihbischof Robert Brahm (Trier) hat 15 Titel für die diesjährige Empfehlungsliste des Preises ausgewählt. 64 Verlage haben sich mit 241 Büchern am Wettbewerb beteiligt. Die Entscheidung über den Preisträger wird am 15. März 2017 bekanntgegeben.

Die Preisverleihung des Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises durch den Vorsitzenden der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart), findet in diesem Jahr anlässlich des 70-jährigen Bestehens der STUBE, Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur der Erzdiözese Wien, im Rahmen eines gemeinsamen Festaktes am 11. Mai 2017 im Erzbischöflichen Palais in Wien statt. Auch der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz, Kardinal Christoph Schönborn, wird daran teilnehmen. Die STUBE steht seit Jahren in engem Austausch mit dem Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis und stellt traditionell ein Jurymitglied.

Folgende Bücher hat die Jury, der neben Weihbischof Robert Brahm (Vorsitz), Ute Auweiler (Bergisch Gladbach), Professor Dr. Norbert Brieden (Wuppertal), Gabriele Cramer (Münster), Cornelia Klöter (Leipzig), Bettina Kraemer (Bonn), Professor Dr. Georg Langenhorst (Augsburg), Dr. Heidi Lexe (Wien), Dr. Klara Asako Sarholz (Bottrop) und Anna Winkler-Benders (Rödermark) angehören, auf die Empfehlungsliste 2017 gesetzt:

Tamara Bach: Vierzehn
Carlsen Verlag, Hamburg, 2016
Ab 13 Jahre

Sarah Crossan: Eins
Mixtvision Verlag, München, 2016
Übersetzt von Cordula Setsman
Ab 13 Jahre

Esther Ehrlich: NEST
Aladin Verlag, Hamburg, 2016
Übersetzt von André Mumot
Ab 11 Jahre

Hubert Gaisbauer, Leonora Leitl: Ein Brief für die Welt. Die Enzyklika Laudato si von Papst Franziskus für Kinder erklärt
Tyrolia-Verlag, Innsbruck-Wien, 2016
Illustration von Leonora Leitl
Ab 9 Jahre

Karin Gruß, Tobias Krejtschi: Was WÜRDEst du tun?
Minedition, Michael Neugebauer Edition, Bargteheide, 2016
Illustration von Tobias Krejtschi
Ab 6 Jahre

Stian Hole: Morkels Alphabet
Carl Hanser Verlag, München, 2016
Übersetzt von Ina Kronenberger
Ab 7 Jahre

Heinz Janisch, Lisbeth Zwerger: Geschichten aus der Bibel
NordSüd Verlag, Zürich / Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart, 2016
Illustration von Lisbeth Zwerger
Kommentare und Nachwort von Mathias Jeschke
Für alle

Ingrid Olsson: Neuschnee. Erzählungen
Mixtvision Verlag, München, 2016
Übersetzt von Cordula Setsman
Ab 16 Jahre

Kenneth Oppel, Jon Klassen: Das Nest
Dressler Verlag, Hamburg, 2016
Illustration von Jon Klassen
Übersetzt von Jessika Komina und Sandra Knuffinke
Ab 13 Jahre

Alois Prinz: Ein lebendiges Feuer. Die Lebensgeschichte der Milena Jesenská
Beltz & Gelberg, Weinheim, 2016
Ab 16 Jahre

Francesca Sanna: Die Flucht
NordSüd Verlag, Zürich, 2016
Übersetzt von Thomas Bodmer
Ab 5 Jahre

Andreas Steinhöfel: Wenn mein Mond deine Sonne wäre
Carlsen Verlag, Hamburg, 2016
Illustration von Nele Palmtag
Mit Hörbuch-CD und Musik
Ab 8 Jahre

Elisabeth Steinkellner, Michaela Weiss: die Nacht der Falter und ich
Tyrolia-Verlag, Innsbruck-Wien, 2016
Illustration von Michaela Weiss
Ab 15 Jahre

Bette Westera, Sylvia Weve: Überall & Nirgends
Susanna Rieder Verlag, München, 2016
Illustration von Sylvia Weve
Übersetzt von Rolf Erdorf
Für alle

Anna Woltz: Gips oder Wie ich an einem einzigen Tag die Welt reparierte
Carlsen Verlag, Hamburg, 2016
Übersetzt von Andrea Kluitmann
Ab 10 Jahre

Hinweise:
  • Zum Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis der Deutschen Bischofskonferenz wird eine Arbeitshilfe „Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2017“ mit ausführlichen Rezensionen zu den Titeln der Empfehlungsliste sowie ein Preisträgerplakat im Format DIN A1 erscheinen. Nähere Informationen hierzu werden bei der Bekanntgabe des diesjährigen Preisträgers mitgeteilt.
  • Informationen zur Jury und zur Geschichte des Preises sowie alle Siegertitel inklusive Jurybegründungen seit 1979 finden Sie auf der Seite „Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis“ (Rubrik Initiativen).
  • Fotos der Titel der Empfehlungsliste 2017 sowie aller Preisbücher seit 1979 sind kostenpflichtig abrufbereit bei KNA-Bild, www.kna-bild.de, Tel. 0228 26000-0, Fax 0228 26000-196.

Ökumenischer Empfang bei der 67. Berlinale

12. Februar 2017 - 17:59
Für ein Kino, das die Werte einer offenen und freien Gesellschaft in Zeiten einer globalen Verunsicherung bekräftigt, plädierten die Kirchenvertreter beim traditionellen Ökumenischen Empfang anlässlich der 67. Berlinale. In seinem Grußwort ging der Vorsitzende der Publizistischen Kommission, Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart), auf verstörende Entwicklungen in der Medienwelt ein, die er als Gefährdung der Grundlagen unserer Demokratie bezeichnete. Es sei einiges in der Gesellschaft in Schieflage geraten „wenn viele Menschen fragwürdigen Tweets mehr vertrauen als unabhängigen Medien“. Der Film erhalte in diesem Zusammenhang einen besonderen Wert als ein Gegengewicht, weil er „Impulse für eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit“ geben könne. Diese führe „nicht zu einer Verengung des Blicks, sondern zu einer größeren Offenheit und Differenziertheit“, so Bischof Fürst.

Zu den aktuellen Spardiskussionen in der Deutschen Bischofskonferenz, von der auch die Zeitschrift FILMDIENST betroffen sei, bemerkte er, dass die hohe Reputation der Zeitschrift in Fachkreisen nicht das Absinken der Abonnentenzahlen ausgleichen könne. Es müsse Ziel der kirchlichen Bemühungen sein, „möglichst viele Menschen zu erreichen und für den anspruchsvollen Film zu gewinnen“. Dafür werde er sich einsetzen.

Der Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Dr. Johann Hinrich Claussen, würdigte in seinem Grußwort den Beitrag der Filmschaffenden für eine offene Gesellschaft. „So lange viele andere Meinungsführer den Mund nicht aufmachen oder aber keine Aufmerksamkeit erhalten, ist es unerlässlich, dass berühmte Schauspielerinnen nicht nur funkelnde Roben über rote Teppiche schieben, sondern den Wert der Demokratie öffentlich bekräftigen“, sagte Claussen bei dem traditionellen Empfang der Kirchen. Zwar sei das Kino „keine moralische Anstalt“, dennoch gehe es nicht nur in politischen Filmen darum, auch die Feinde einer offenen Gesellschaft „für die gute Sache zu gewinnen“. Claussen wünschte der diesjährigen Berlinale, dass sie sich mit Filmen aus aller Welt „über alle Hassgrenzen hinwegsetzt und die Armseligkeit von Einreisebeschränkungen beweist – und darin ein gutes Festival wird – für die Filmindustrie und darüber weit hinaus für unsere globale Gesellschaft und ihre Kultur“.

Als Zeichen der weltweiten Vernetzung kirchlicher Filmarbeit und des Dialogs mit nichtchristlichen Religionen hatten die Kirchen einen Vertreter des Fajr International Film Festival in Teheran geladen. Amir Esfandiar, Head of International Affairs beim Festival, berichtete über die Filmkultur im Iran und das Festival, bei dem es seit 2003 auch eine interreligiöse Jury gibt, in der Christen und Muslime zusammenwirken.

Die Ökumenische Jury, deren Mitglieder von der Internationalen Katholischen Vereinigung für Kommunikation SIGNIS und der Internationalen Kirchlichen Filmorganisation INTERFILM entsendet werden, wurde vom diesjährigen Präsidenten, dem Leiter des Katholischen Mediendienstes in Zürich, Dr. Charles Martig, vorgestellt. An seiner Seite stehen in diesem Jahr Annette Gjerde Hansen (Oslo, Norwegen), Pfarrer Dr. Hermann Kocher (Langnau im Emmental, Schweiz), Dr. Markus Leniger (Schwerte, Deutschland), Professor Brent S. Rodriguez Plate (New York, USA) und Zsuzsanna Bányai (Nagykovácsi, Ungarn). Der Preis der Ökumenischen Jury, der Filme in den Sektionen Internationaler Wettbewerb, Panorama und Forum des Internationalen Jungen Films auszeichnet, wird im Rahmen der Vorstellung der Entscheidungen der unabhängigen Jurys am 18. Februar 2017 bekanntgegeben.

Hinweise: Die Begrüßung von Bischof Dr. Gebhard Fürst finden Sie untenstehend zum Herunterladen. Das Grußwort des EKD-Kulturbeauftragten Johann Hinrich Claussen steht auf www.ekd.de zum Download bereit.

Deutsche Bischofskonferenz gratuliert Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

12. Februar 2017 - 14:44
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat dem früheren Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier zu seinem neuen Amt als Bundespräsident gratuliert. Mit seiner langjährigen politischen Erfahrung, gerade auch als Außenminister der Bundesrepublik Deutschland in oft schwierigen Zeiten, übernehme er das neue Amt. „Für diesen Mut und die Entschlossenheit, die Bereitschaft und die Ideen, die Sie mit dieser Aufgabe verbinden, danke ich Ihnen herzlich“, schreibt Kardinal Marx an den neuen Bundespräsidenten.

Die katholische Kirche wisse in Bundespräsident Steinmeier seit Langem einen geschätzten und gesprächsoffenen Partner. „Sie dürfen sicher sein, dass die katholische Kirche Deutschlands Ihre Arbeit gerne und engagiert unterstützt. Es ist uns ein Anliegen, als starke und sichtbare gesellschaftliche Kraft unser Land mitzugestalten“, so Kardinal Marx. Hier sehe er eine Verpflichtung der Kirche, „nicht nur von ihrem caritativen Grundauftrag her, sondern auch dann, wenn es um ethische Fragen, soziale Gerechtigkeit oder die barmherzige Fürsorge für Menschen geht, die Flucht und Vertreibung erlitten haben“.

In seiner Gratulation würdigt Kardinal Marx den öffentlichen Einsatz von Frank-Walter Steinmeier als Christ und die bisherige politische Leistung des Bundespräsidenten, sowie „Ihren oft selbstlosen Einsatz im Alltag und die hohe Sensibilität, mit der Sie auf Probleme in unserer Gesellschaft aufmerksam gemacht haben. Als überzeugter Europäer treten Sie für die Überwindung von Grenzen und Mauern ebenso ein, wie für die freiheitliche Ordnung, die Grundlage unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens ist“. Für Frank-Walter Steinmeier sei das immer wieder geäußerte Bekenntnis zum Sozialstaat ebenso wie die Demokratie kein Relikt des 20. Jahrhunderts. „Freiheit und Verantwortung sind für Sie keine bloßen Worte, sondern Verpflichtung und Grundlage Ihres politischen Handelns“, so Kardinal Marx.

Ökumenische Morgenandacht zum Auftakt der 16. Bundesversammlung in Berlin

12. Februar 2017 - 8:59
Zum Auftakt der Bundesversammlung haben die evangelische und katholische Kirche auf Einladung von Prälat Karl Jüsten, Leiter des Kommissariats der deutschen Bischöfe in Berlin, und Prälat Dr. Martin Dutzmann, Bevollmächtigter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), gemeinsam eine ökumenische Morgenandacht in der Kathedrale St. Hedwig in Berlin gefeiert.

Prälat Jüsten lud zu Beginn ein, einen Augenblick bei sich selbst zu verweilen: „Wie sieht unsere Beziehung zu Gott aus? Richten wir uns nach seinen Geboten in unserem Alltag aus? Sind wir ihm treu geblieben?“ Für viele seien die Gebote nicht nur Richtschnur für das persönliche Leben, „sie sind Richtschnur auch im beruflichen Handeln und viele, die für unser Land, für unser Gemeinwesen Verantwortung tragen, richten sich nach den Geboten aus – so wie Sie es heute Morgen bei der Andacht anlässlich der Bundesversammlung tun.“ Prälat Jüsten betonte, dass viele dieser Werte für die Stabilität unserer Demokratie fester Bestandteil seien. „Der Glaube und die Befolgung der Gebote kann aber auch Halt und Gelassenheit schenken. Er hilft uns so mit den Unzulänglichkeiten des Lebens besser klar zu kommen. Auch bei Verunsicherungen, die sich einstellen, weil ungeahnte Herausforderungen auf uns einstürzen, weil Schicksalsschläge uns ereilen, weil die Welt immer komplizierter geworden ist, können wir aus ihm Zuversicht schöpfen. Zum Glauben gehört die Hoffnung. Sie vertreibt Ängste. Deshalb kann der Glaube helfen das richtige Maß zu finden. Wer glaubt, braucht nicht in innerweltlichen Heilzusagen und Ideologien Halt zu suchen. Im Glauben finde ich die Sinnstiftung für mein Leben.“

In seiner Predigt vor der Bundesversammlung wünschte Prälat Martin Dutzmann dem künftigen Bundespräsidenten den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Dutzmann erinnerte dabei an das biblische Gleichnis von den „Arbeitern im Weinberg“ (Mt 20.1–16) und deutete es in Bezug auf die darin beschriebene Rolle des Hausherrn. Dieser habe sein Handeln konsequent am Gebot der Nächstenliebe ausgerichtet. „Viele Bürgerinnen und Bürger unseres Landes hoffen sehr, dass der Gewählte dem Hausherrn aus der Gleichniserzählung gleichen möge.“ Auch ein Staatsoberhaupt bleibe aber ein Mensch mit Stärken und Schwächen, mit Gaben und Fehlern, mit guten und mit schlechten Tagen. „Es ist himmlisch, wenn Menschen nach dem Vorbild des guten Hausherrn aufeinander achten und füreinander da sind“, schloss Prälat Dutzmann.

Hinweis: Die Einführung von Prälat Karl Jüsten sowie die Predigt von Prälat Dr. Martin Dutzmann finden Sie untenstehend als pdf-Dateien zum Herunterladen.

Ökumenische Bibeltagung: „Das Wort – ganz nahe bei dir“

9. Februar 2017 - 15:02
In einem ökumenischen Gottesdienst haben sich der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, offiziell gegenseitig die beiden neuen Bibelübersetzungen überreicht. Lutherbibel und Einheitsübersetzung sollen künftig zusammen in ökumenischen Gottesdiensten verwendet werden.

Kardinal Marx betonte in seiner Einführung in der Konkathedrale St. Eberhard in Stuttgart, dass die Beschäftigung mit der Bibel keine Saisonaufgabe sei. „Sie ist eine sprudelnde Quelle. Das Wasser, das aus ihr geschöpft wird, wird nicht weniger, sondern mehr. Je mehr wir uns mit der Heiligen Schrift auseinandersetzen, desto mehr erfahren wir das Geheimnis Christi“, so Kardinal Marx. Beide Kirchen hätten sich in den vergangenen Jahren der Aufgabe gestellt, die Heilige Schrift in ihrer deutschen Übersetzung zu überarbeiten. „Es freut mich sehr, dass wir in einem solch ökumenisch bedeutsamen Jahr 2017, in dem wir uns gemeinsam an die Ereignisse der Reformation vor 500 Jahren erinnern und sie heute als Christusfest feiern, Gottes Wort in unsere Mitte stellen.“

In seiner Predigt hob Landesbischof Bedford-Strohm hervor: „Es gibt nichts, was es nicht in der Bibel gibt, sie schreitet den Rand und die Mitte der menschlichen Existenz ab und stellt alles vor Gott. Deswegen gilt für mich: Die Bibel ist das Buch der Bücher und die Quelle der Humanität, ja die Quelle allen erfüllten Lebens, denn sie kennt den diesseitigen Menschen in allen Aspekten, aber sie reduziert ihn nicht auf‘s Diesseits, sondern erschließt die Quellen des Lebens, die aus der Ewigkeit kommen. Christlicher Glaube heute heißt, sich auf diese Geschichten einzulassen, diese Geschichten in die eigene Biographie hineinzuschreiben und umgekehrt das eigene Leben zum Teil der großen Geschichte Gottes mit den Menschen werden zu lassen und sein Leben im Lichte dieser Geschichte zu deuten. In dieser Geschichte ist ein Geist der Freiheit aufbewahrt, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft erschließt.“

In den vergangenen Jahren wurden die Einheitsübersetzung und die Lutherbibel jeweils einer eingehenden Überprüfung und Revision unterzogen. Bei der Überreichung der neuen Bibeln sagten Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm: „Mit den neuen Übersetzungen erinnern wir uns an unsere gemeinsame Grundlage – die Heilige Schrift – und bringen gleichzeitig unsere Wertschätzung für die jeweils andere Übersetzung zum Ausdruck. Für die ökumenischen Gottesdienste auf den verschiedenen Ebenen empfehlen wir, auf die Texte der revidierten Einheitsübersetzung und Lutherbibel zurückzugreifen und wenn möglich auch beide Übersetzungen zu Gehör zu bringen.“ Einheitsübersetzung und Lutherbibel sind damit gemeinsame Grundlage für die ökumenische Arbeit insgesamt.

Mit einer Ökumenischen Bibeltagung, die unter dem Leitwort „Das Wort – ganz nahe bei dir“ (Dtn 30,14) stand, wurde die Einführung der Bibelausgaben in Stuttgart begleitet. Der frühere Bischof von Erfurt, Bischof em. Dr. Joachim Wanke, und der frühere Landesbischof von Thüringen, Dr. Christoph Kähler, berichteten vor rund 200 Teilnehmern über die Revisionsprozesse der Bibel. Die Journalistin Dr. Christiane Florin führte ein Gespräch mit der Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff über die Rolle der Bibel für die kulturelle und religiöse Selbstvergewisserung der Gesellschaft. Ziel der Tagung war es, über die für die evangelische Kirche grundlegende Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers und die in allen deutschsprachigen katholischen Bistümern verwendete Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift in ihren nun vorliegenden neuen Ausgaben miteinander ins Gespräch zu kommen. In Stuttgart wurden die beiden Bibelübersetzungen gewürdigt und deren gesamtgesellschaftliche Bedeutung hervorgehoben.

Die Tagung wurde von der EKD, der Deutschen Bischofskonferenz und der Deutschen Bibelgesellschaft sowie dem Katholischen Bibelwerk veranstaltet und organisiert.

Hinweis:
Redebeiträge der Tagung sowie die Predigt von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm finden Sie untenstehend zum Herunterladen sowie auf www.ekd.de, www.bibelwerk.de und www.die-bibel.de.

„Goldenes Karussellpferd“ für Erzbischof Hans-Josef Becker

8. Februar 2017 - 10:45
Die Arbeitsgemeinschaft der nordrhein-westfälischen Schausteller (ArGe der Schaustellerverbände in NRW) zeichnet im Jahr 2017 den Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker mit ihrem Ehrenpreis, dem „Goldenen Karussellpferd“, aus. Mit dieser einmal im Jahr vergebenen Würdigung ehren die NRW-Schausteller eine Persönlichkeit aus der Politik oder des öffentlichen Lebens, die sich in besonderer Weise um den Erhalt und die Förderung des Kultur- und Wirtschaftsgutes „Volksfest, Weihnachtsmarkt und Kirmes“ eingesetzt hat. Die Preisübergabe findet am 3. März 2017 im „Deutschen Fußballmuseum“ in Dortmund statt.

Dem Paderborner Erzbischof wird diese Ehre zuteil, um die von den Schaustellern geschätzte enge Zusammenarbeit zwischen der Kirche und dem Schaustellerwesen anlässlich des jährlichen „Liborifestes“, des großen Volksfestes rund um das Patronatsfest des Paderborner Bistumsheiligen, des heiligen Liborius, hervorzuheben. Verbunden ist damit auch der Dank an Erzbischof Becker, dass er aus seinem Erzbistum einen Priester für die deutschlandweite Seelsorge in der Katholischen Circus- und Schaustellerseelsorge freigestellt hat.

Erzbischof Becker betont: „Es ist eine große Ehre für mich, als Träger des ‚Goldenen Karussellpferdes‘ für das Jahr 2017 ausgewählt worden zu sein – vor allem angesichts der vielen prominenten Ausgezeichneten vor mir. Ich sage dies aber nicht nur aus persönlichem Stolz. Vielmehr bin ich mir bewusst, dass diese Ehrung in erster Linie einem Aushängeschild unseres Erzbistums gilt: unserem Libori-Fest, das eine jahrhundertealte Tradition hat und das es so im Grunde kein zweites Mal gibt. Paderborns ‚fünfte Jahreszeit‘ macht jedes Jahr aufs Neue deutlich, wie eng Kirche und Kirmes miteinander verbunden sind. Ich bin dankbar dafür, dass ich in meiner fast vierzehnjährigen Amtszeit als Erzbischof von Paderborn immer wieder dieses gewachsene Zusammenwirken mit den Schaustellern erleben durfte. Libori wäre ohne die Schausteller nicht dasselbe. Nicht ohne all die Karussells, die Jung und Alt so viel Freude bereiten. Dieses ganz besondere ‚Karussellpferd‘ wird deshalb für mich das ganze Jahr über symbolisch für die umfassende Freude des Libori-Festes stehen – ich danke herzlich für diese schöne Auszeichnung!“

Die Katholische Circus- und Schaustellerseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz betreut rund 36.000 Angehörige und Mitarbeiter des Schaustellergewerbes sowie 3.500 aus reisenden Zirkusunternehmen und 25.000 Angestellte in Freizeit- und Vergnügungsparks. Aufgrund der Arbeitszeiten und des ständigen Unterwegsseins ist eine Anbindung an die Pfarrgemeinden vor Ort für die Menschen dieser Berufsgruppe unmöglich. Die „Reisende Seelsorge“ stellt sich im Mitreisen auf die unterschiedlichen Bedürfnisse dieser Christen ein und sorgt für eine kontinuierliche seelsorgliche und sakramentale Begleitung. Pfarrer Sascha Ellinghaus ist derzeit der Leiter dieses Seelsorgebereiches und wird von fünf weiteren nebenamtlichen Priestern in ganz Deutschland unterstützt.

Neue Einheitsübersetzung und liturgische Bücher

7. Februar 2017 - 10:59
Die neue, revidierte Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift ist seit Dezember 2016 im Buchhandel erhältlich. Da diese Neufassung der Einheitsübersetzung künftig anstelle der bisherigen Fassung als offizieller katholischer Bibeltext in deutscher Sprache genutzt wird, steht auch ihre Übernahme in die liturgischen Bücher an, vorrangig in die Messlektionare.

Im Januar 2017 hat das „Forum Liturgie im deutschen Sprachgebiet“ – ein Gremium liturgieverantwortlicher Vertreter der Bischofskonferenzen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz sowie weiterer (Erz-)Diözesen im deutschen Sprachgebiet – über konkrete Schritte dieser Einführung und die hierfür notwendigen Vorbereitungen beraten. Es hat sich, einem Vorschlag der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz von September 2016 folgend, darauf verständigt, dass das erste neue Lektionar zum 1. Advent 2018 für das dann beginnende Lesejahr C erscheinen soll.

Ansprache von Papst Franziskus anlässlich der Audienz einer Delegation der Evangelischen Kirche in Deutschland

6. Februar 2017 - 12:14
Liebe Brüder und Schwestern,

mit Freude heiße ich Sie willkommen und begrüße Sie herzlich. Ich danke Herrn Landesbischof Bedford-Strohm für seine freundlichen Worte und freue mich über die Anwesenheit von Kardinal Marx: Dass der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz die Delegation der evangelischen Kirche in Deutschland begleitet, ist eine Frucht langjähriger Zusammenarbeit und Ausdruck einer im Laufe der Jahre gereiften ökumenischen Beziehung. Ich wünsche Ihnen, dass Sie auf diesem segensreichen Weg des geschwisterlichen Miteinanders vorankommen und mutig und entschlossen auf eine immer vollkommenere Einheit hin fortschreiten. Wir haben die gleiche Taufe: Wir müssen zusammen gehen, ohne müde zu werden!

Es ist bedeutsam, dass anlässlich des 500. Jahrestags der Reformation evangelische und katholische Christen das gemeinsame Gedenken der geschichtsträchtigen Ereignisse der Vergangenheit zum Anlass nehmen, um Christus erneut ins Zentrum ihrer Beziehungen zu stellen. Gerade „die Frage nach Gott“, die Frage: „Wie kriege ich einen gnädigen Gott?“ war „die tiefe Leidenschaft und Triebfeder [des] Lebens und [des] ganzen Weges“ von Martin Luther (BENEDIKT XVI., Begegnung mit den Vertretern der evangelischen Kirche in Deutschland, 23. September 2011). Was die Reformatoren beseelte und beunruhigte, war im Grunde der Wunsch, den Weg zu Christus zu weisen. Das muss uns auch heute am Herzen liegen, nachdem wir dank Gottes Hilfe wieder einen gemeinsamen Weg eingeschlagen haben. Dieses Gedenkjahr bietet uns die Gelegenheit, einen weiteren Schritt vorwärts zu tun, indem wir nicht grollend auf die Vergangenheit schauen, sondern im Sinne Christi und in der Gemeinschaft mit ihm, um den Menschen unserer Zeit wieder die radikale Neuheit Jesu und die grenzenlose Barmherzigkeit Gottes vor Augen zu stellen: genau das, was die Reformatoren in ihrer Zeit anregen wollten. Dass ihr Ruf zur Erneuerung Entwicklungen auslöste, die zu Spaltungen unter den Christen führten, war wirklich tragisch. Die Gläubigen erlebten einander nicht mehr als Brüder und Schwestern im Glauben, sondern als Gegner und Konkurrenten. Allzu lange haben sie Feindseligkeiten gehegt und sich in Kämpfe verbissen, die durch politische Interessen und durch Machtstreben genährt wurden, und scheuten bisweilen nicht einmal davor zurück, einander Gewalt anzutun, Bruder gegen Bruder. Heute hingegen sagen wir Gott Dank, dass wir endlich „alle Last […] abwerfen“ und brüderlich „mit Ausdauer in dem Wettkampf laufen, der uns aufgetragen ist, und dabei auf Jesus blicken“ (Hebr 12,1-2).

Ich bin Ihnen dankbar, weil Sie vorhaben, mit diesem Blick gemeinsam in Demut und mit Freimut eine Vergangenheit anzugehen, die uns schmerzt, und in Kürze miteinander einen bedeutenden Akt der Buße und der Versöhnung zu vollziehen: einen ökumenischen Gottesdienst unter dem Leitwort „Erinnerung heilen – Jesus Christus bezeugen“. So werden Sie – Katholiken und Protestanten in Deutschland – betend auf den starken Ruf antworten können, den Sie im Ursprungsland der Reformation gemeinsam vernehmen: in Gott das Gedächtnis zu reinigen, um innerlich erneuert und vom Heiligen Geist ausgesandt, dem Menschen von heute Jesus zu bringen. Mit diesem Zeichen und weiteren für dieses Jahr vorgesehenen Initiativen – der gemeinsamen Pilgerreise ins Heilige Land, der gemeinsamen Bibeltagung zur Vorstellung der neuen Bibelübersetzungen und dem ökumenischen Tag zum Thema der gesellschaftlichen Verantwortung der Christen – beabsichtigen Sie, dem Christusfest, das Sie anlässlich des Reformationsgedenkens gemeinsam feiern wollen, eine konkrete Gestalt zu verleihen. Mögen die Wiederentdeckung der gemeinsamen Glaubensquellen, die Heilung der Erinnerung in Gebet und Nächstenliebe sowie die praktische Zusammenarbeit bei der Verbreitung des Evangeliums und dem Dienst an den Mitmenschen Impulse sein, um noch rascher auf dem Weg voranzukommen.

Dank der geistlichen Verbundenheit, die sich in diesen Jahrzehnten des ökumenischen Miteinanders gefestigt hat, können wir das beiderseitige Versagen an der Einheit im Kontext der Reformation und der nachfolgenden Entwicklungen heute gemeinsam beklagen. Zugleich wissen wir – in der Wirklichkeit der einen Taufe, die uns zu Brüdern und Schwestern macht, und im gemeinsamen Hören auf den Geist – in einer bereits versöhnten Verschiedenheit die geistlichen und theologischen Gaben zu schätzen, die wir von der Reformation empfangen haben. In Lund habe ich am vergangenen 31. Oktober [2016] dem Herrn dafür gedankt und für die Vergangenheit um Vergebung gebeten. Für die Zukunft möchte ich unsere unwiderrufliche Verpflichtung bekräftigen, gemeinsam das Evangelium zu bezeugen und auf dem Weg zur vollen Einheit voranzuschreiten. Indem wir dies gemeinsam tun, kommt auch der Wunsch auf, neue Wege einzuschlagen. Immer mehr lernen wir, uns zu fragen: Können wir diese Initiative mit unseren Brüdern und Schwestern in Christus teilen? Können wir zusammen eine weitere Wegstrecke zurücklegen?

Die weiter bestehenden Differenzen in Fragen des Glaubens und der Ethik bleiben Herausforderungen auf dem Weg zur sichtbaren Einheit, nach der sich unsere Gläubigen sehnen. Der Schmerz wird besonders von den Eheleuten empfunden, die verschiedenen Konfessionen angehören. Besonnen müssen wir uns mit inständigem Gebet und all unseren Kräften darum bemühen, die noch bestehenden Hindernisse zu überwinden durch eine Intensivierung des theologischen Dialogs und durch eine Stärkung der praktischen Zusammenarbeit unter uns, vor allem im Dienst an denen, die am meisten leiden, und in der Fürsorge für die bedrohte Schöpfung. In einer Zeit, in der die Menschheit durch tiefe Risse verwundet ist und neue Formen von Ausschließung und Ausgrenzung erfährt, ruft die dringende Aufforderung Jesu zur Einheit (vgl. Joh 17,21) uns wie auch die gesamte Menschheitsfamilie auf den Plan. Auch daher ist unsere Verantwortung groß!

In der Hoffnung, dass diese Begegnung die Gemeinschaft zwischen uns weiter stärkt, bitte ich den Heiligen Geist, der Einheit schafft und erneuert, Sie auf Ihrem gemeinsamen Weg mit dem Trost, der von Gott kommt (vgl. 2 Kor 1,4), zu kräftigen und Ihnen seine prophetischen und kühnen Wege aufzuzeigen. Von Herzen rufe ich den Segen Gottes auf Sie alle und auf Ihre Gemeinschaften herab und bitte Sie, im Gebet an mich zu denken. Ich danke Ihnen sehr [und möchte Sie einladen, jetzt zusammen das Vaterunser zu sprechen]. Vatikan, 6. Februar 2017
Copyright: Libreria Editrice Vaticana
Hinweis:
Die Ansprache finden Sie untenstehend auch als pdf-Datei zum Herunterladen.

Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm sprechen mit Papst Franziskus

6. Februar 2017 - 12:01
Als sichtbaren Schritt der weiteren ökumenischen Verständigung bewertet der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, seine heutige Begegnung mit Papst Franziskus in Rom. Der Papst empfing eine Delegation des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) unter Leitung ihres Ratsvorsitzenden Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Die evangelische Seite hatte Kardinal Marx eingeladen, an der Begegnung mit Papst Franziskus teilzunehmen.

Kardinal Marx würdigte die Ansprache von Papst Franziskus an die Delegation der EKD als gutes Signal. Papst Franziskus hatte gesagt, dass die Kirchen auf dem „segensreichen Weg des geschwisterlichen Miteinanders“ vorankommen und mutig und entschlossen auf eine immer vollkommenere Einheit hin fortschreiten müssten: „Wir haben die gleiche Taufe: Wir müssen zusammen gehen, ohne müde zu werden“, so Papst Franziskus. „Dieses Wort ist für uns Ermutigung und Auftrag zugleich“, so Kardinal Marx. Das Wort von Papst Franziskus, der für „die Zukunft … unsere unwiderrufliche Verpflichtung bekräftigt“ habe, gemeinsam das Evangelium zu bezeugen, zeige, dass dem Heiligen Vater die Ökumene in besonderer Weise am Herzen liege.„Ich bin dankbar für die ökumenischen Impulse von Papst Franziskus. Und ich bin ebenso dankbar, bei dieser Begegnung der Ökumene in Rom dabei sein zu dürfen“, sagte Kardinal Marx. Es habe einen guten Dialog über aktuelle, gerade auch theologische Fragen, gegeben. „Das heutige Treffen verleiht der Ökumene weiteren Schwung. Wir haben als katholische und evangelische Kirche in Deutschland eine besondere Verantwortung für die Ökumene. Gerade aus dem Land, wo die Trennung begann, sollten weitere Impulse hervorgehen, um zur vollständigen Versöhnung zu gelangen“, so Kardinal Marx.

Kardinal Marx betonte, dass notwendige theologische Überlegungen wie die Frage nach der Taufe und der Eucharistie weiter erörtert werden müssten. „Für uns ist auch deutlich: 2017 ist später nicht einfach vorbei, sondern der ökumenische Weg geht weiter. Daran werden wir arbeiten.“ Positiv hob Kardinal Marx hervor, dass der Ratsvorsitzende und er Papst Franziskus nach Deutschland eingeladen hätten. „Die Tatsache, dass wir als Kirchen gemeinsam den Heiligen Vater nach Deutschland einladen, ist auch ein Zeichen unseres ökumenischen Wegs“, so Kardinal Marx.

Hinweis:
Die Ansprache von Papst Franziskus ist als Aktuelle Meldung verfügbar sowie untenstehend als pdf-Datei. Die Datei ist auch zum Herunterladen auf der Unterseite Ökumene bereitgestellt.

Kirchen bei der Berlinale

6. Februar 2017 - 11:14
Mit einer internationalen Ökumenischen Jury und einem Empfang sind die Kirchen wieder auf den 67. Internationalen Filmfestspielen Berlin vertreten, die vom 9. bis 19. Februar 2017 stattfinden. Über die Internationale Katholische Vereinigung für Kommunikation SIGNIS und die Internationale Kirchliche Filmorganisation INTERFILM entsenden sie in diesem Jahr:
  • Annette Gjerde Hansen, Theologin, BI Norwegian Business School Oslo (Norwegen);
  • Pfr. Dr. Hermann Kocher, Langnau i. E. (Schweiz);
  • Dr. Markus Leniger, Studienleiter an der Katholischen Akademie Schwerte;
  • Dr. Charles Martig, Direktor des Katholischen Medienzentrums, Zürich (Schweiz), Präsident;
  • Prof. Brent S. Rodriguez Plate, Hamilton College New York (USA);
  • Zsuzsanna Bányai, Animationsfilmregisseurin, Nagykovácsi (Ungarn).
Die Jury stellt sich vor beim traditionellen Ökumenischen Empfang anlässlich der Berlinale am 12. Februar 2017, 18.00 Uhr in der Katholischen Akademie in Berlin. Die Grußworte sprechen Bischof Dr. Gebhard Fürst, Vorsitzender der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, und Pastor Dr. Johann Hinrich Claussen, Kulturbeauftragter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland. Als Keynote Speaker eingeladen ist Amir Esfandiari, Head of International Affairs beim Fajr International Film Festival Teheran, wo seit 2008 eine interreligiöse Jury mit Beteiligung der christlichen Filmorganisationen etabliert ist.

Der Ökumenische Empfang findet statt:
am 12. Februar 2017, 18.00 Uhr, in der Katholischen Akademie in Berlin,
Hannoversche Straße 5, 10115 Berlin.

Eine Anmeldung ist per E-Mail beim Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz möglich unter p.hasenberg(at)dbk.de.

Akkreditierung für die ökumenische Morgenandacht anlässlich der 16. Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten

2. Februar 2017 - 12:00
Anlässlich der 16. Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten am 12. Februar 2017 laden Prälat Karl Jüsten, Leiter des Kommissariats der deutschen Bischöfe in Berlin, und Prälat Dr. Martin Dutzmann, Bevollmächtigter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), zu einer ökumenischen Morgenandacht um 9.00 Uhr in der Kathedrale St. Hedwig in Berlin ein. Achtung: Dieser Gottesdienst ist nicht öffentlich.

Zur Berichterstattung ist eine eigene Akkreditierung erforderlich. Nutzen Sie dazu bitte ausschließlich das Online-Formular unter www.dbk.de. Bitte beachten Sie, dass eine Akkreditierung nur online möglich ist. Die Akkreditierung muss spätestens bis Donnerstag, 9. Februar 2017, 12.00 Uhr erfolgen. Die Akkreditierungsausweise werden am Sonntag, 12. Februar 2017, von 8.00 bis 8.45 Uhr im Bernhard-Lichtenberg-Haus (Hinter der Katholischen Kirche 3, 10117 Berlin) vergeben. Bitte bringen Sie unbedingt Ihren Presse- und Ihren Personalausweis mit. Achtung: Auch Journalisten mit einer Jahresakkreditierung „Bundespressekonferenz“ müssen sich für den Gottesdienst eigens akkreditieren!

Hinweise für Fotografen/TV-Journalisten

Aufgrund des begrenzten Platzangebotes sind innerhalb der Kathedrale St. Hedwig keine Fotografen und Kamerateams zugelassen. Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA-Bild) wird einen Poolfotografen schicken. Vor Beginn des Gottesdienstes gibt es für Fotografen und TV-Journalisten die Möglichkeit, Fotos/Aufnahmen von der Anfahrt zur Kathedrale und ein Erste-Reihe-Foto zu machen.

Für die Überlassung der Pool-Fotos setzen Sie sich bitte bis Donnerstag, 9. Februar 2017, mit KNA-Bild in Verbindung:
KNA-Bild: www.kna-bild.de; redaktion(at)kna-bild.de; Tel. 0228/26000-192.

Bischöfe veröffentlichen Wort zur erneuerten Ehe- und Familienpastoral im Licht von Amoris laetitia

1. Februar 2017 - 11:59
Die deutschen Bischöfe haben heute (1. Februar 2017) das Wort „,Die Freude der Liebe, die in den Familien gelebt wird, ist auch die Freude der Kirche‘ – Einladung zu einer erneuerten Ehe- und Familienpastoral im Licht von Amoris laetitia“ veröffentlicht. Papst Franziskus hatte in den Jahren 2014 und 2015 zwei Bischofssynoden zu Fragen von Ehe und Familie durchgeführt. Danach verfasste er das Nachsynodale Apostolische Schreiben Amoris laetitia, das am 8. April 2016 erschien. Die deutschen Bischöfe haben über die Bedeutung und Wegweisung dieses Dokumentes in den vergangenen Monaten intensiv beraten. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage nach den Schlussfolgerungen, die sich für die Ehe- und Familienpastoral in der Kirche Deutschlands ergibt.

Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz hat auf seiner Sitzung am 23. Januar 2017 die Ergebnisse abschließend diskutiert und in einem Dokument zusammengefasst. Darin betonen die Bischöfe den pastoralen und theologischen Nutzen von Amoris laetitia. Vor allem bringen sie ihren Respekt allen gegenüber  zum Ausdruck, die im alltäglichen Leben Ehe und Familie glaubwürdig vorleben. Die Bischöfe nennen als Konsequenzen, die sich aus Amoris laetitia ergeben, insbesondere folgende  Säulen einer Ehe- und Familienpastoral:
  • Die Ehevorbereitung bedarf einer Intensivierung, eines verbindlicheren und zugleich überzeugenderen Charakters.
  • Die Bemühungen um die Ehebegleitung sollen verstärkt werden: Eheleute und Familien, insbesondere auch in konfessionsverbindenden Ehen, sollen in der Kirche Angebote für ihre Lebenssituationen finden.
  • Die Familien sollen als Lernorte des Glaubens unterstützt und in dieser oft schwierigen Aufgabe gestärkt werden.
  • Die Zerbrechlichkeit von Ehe und Familie verlangt ein besonders sensibles Verhalten.  Papst Franziskus hat dafür den Dreiklang von Begleiten, Unterscheiden und Eingliedern ins Gespräch gebracht. Dieser Dreiklang soll die Pastoral bestimmen, woraus ein hoher Anspruch erwächst.
Zum letztgenannten Aspekt merken die Bischöfe an: Katholiken, die nach einer Scheidung zivilrechtlich wieder geheiratet haben, sind zunächst einmal eingeladen, auf die Kirche vor Ort zuzugehen, sich an ihrem Leben zu beteiligen und als lebendige Glieder der Kirche zu reifen. Für die Frage nach dem Empfang der Sakramente sehen die Bischöfe in Amoris laetitia keine allgemeine Regel und keinen Automatismus. Erforderlich sind nach ihrer Überzeugung vielmehr differenzierte Lösungen, die dem Einzelfall gerecht werden. Mit Amoris laetitia gehen die Bischöfe von einem Prozess der Entscheidungsfindung aus, der von einem Seelsorger begleitet wird.

In ihrem Dokument empfehlen die Bischöfe, den Weg von Ehe und Familie mit der Kirche zu gehen und dabei die wegweisenden und lebensnahen Worte von Papst Franziskus zu bedenken.

Hinweise:
Das Wort der Bischöfe „,Die Freude der Liebe, die in den Familien gelebt wird, ist auch die Freude der Kirche‘ – Einladung zu einer erneuerten Ehe- und Familienpastoral im Licht von Amoris laetitia“ ist untenstehend als pdf-Datei sowie im Dossier „Bischofssynode Familie“ verfügbar. Das Dokument erscheint in Kürze in der Schriftenreihe des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz „Die deutschen Bischöfe Nr. 104“ sowie als Flyer zur Auslage in den Pfarrgemeinden und Verbänden.

Kardinal Marx würdigt Bundeskanzlerin Merkel

1. Februar 2017 - 11:00
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat das Engagement von Bundeskanzlerin Angela Merkel gewürdigt, die Welt aus christlicher Perspektive mitzugestalten. „Das Wissen, dass sich das Paradies auf Erden nicht herstellen lässt, gibt den Christen Gelassenheit in den vorletzten Dingen. Diese innere Ruhe strahlt Angela Merkel aus. Aber sie weiß: Christen dürfen der Welt nicht einfach ihren Lauf lassen. Wir haben sie mitzugestalten! Dafür gibt uns Angela Merkel ein überzeugendes Beispiel“, sagte Kardinal Marx heute in Stuttgart in seiner Laudatio auf die Bundeskanzlerin, die mit dem Eugen-Bolz-Preis 2017 ausgezeichnet wurde. „Politik betreibt die Bundeskanzlerin aus dem christlichen Glauben heraus. Dabei trägt sie ihre christlichen Glaubensüberzeugungen jedoch nicht vor sich her“, so Kardinal Marx. Sie lebe den Glauben „eher unaufdringlich als politische Grundlage. Man sollte sich aber über ihre christliche Verwurzelung nicht hinwegtäuschen.“

Die Aufnahme der Flüchtlinge in Deutschland und die Förderung der Bereitschaft, Menschen in Not bei uns willkommen zu heißen, seien Ausgangspunkt für die Verleihung des Eugen-Bolz-Preises an die Bundeskanzlerin. „In einer kritischen Phase Europas haben Sie ein wichtiges Zeichen für Humanität gesetzt und in der Politik ein Beispiel christlicher Nächstenliebe gegeben“, betonte der Kardinal. Er warnte vor einem Erstarken populistischer Tendenzen in Europa und weltweit. Dieser Populismus gehe weit über die Kritik an einem bestimmten Politikfeld hinaus und stelle die Systemfrage, indem er die staatlichen Institutionen zu delegitimieren und die Rechtsstaatlichkeit dem vermeintlichen Mehrheitswillen der Nation unterzuordnen versuche. „Dies basiert dann noch auf einem verkrampften Begriff der Nation, der immer wieder auch mit der Religion verbunden wird. Damit werden dann undifferenzierte Schaukämpfe gegen den Islam geführt und man beruft sich auf ein kulturell enggeführtes Verständnis des Christentums“, so Kardinal Marx. Letztlich richteten sich die populistischen Bewegungen vor allem gegen das Konzept einer offenen, freien und pluralen Gesellschaft. Ein Zurück zu geschlossenen Gesellschaften sei aber weder möglich noch wünschenswert. „Und ein Rückzug auf das Nationale, auf das Geschlossene ist keine christliche Option. Der christliche Glaube will den Blick weiten, will auf eine Öffnung hinaus“, sagte Kardinal Marx.
Die Verleihung des Eugen-Bolz-Preises an Bundeskanzlerin Merkel sei Ausdruck dafür, dass ihr Einsatz geschätzt werde und die Kanzlerin nicht allein sei: „Sie stehen mit der politischen Verantwortung Ihres Amtes an einer besonders wichtigen Stelle, wenn wir diese immense politische und gesellschaftliche Herausforderung meistern wollen“. Kardinal Marx fügte hinzu: „Als Kirche begleiten wir Sie und alle, die Verantwortung tragen für unser Gemeinwesen, mit unserem Gebet.“

Der Bischof von Rottenburg-Stuttgart, Bischof Dr. Gebhard Fürst, hob in seinem Grußwort die Bedeutung des Eugen-Bolz-Preises als „ein klares Signal gegen Totalitarismus, Menschenfeindlichkeit und Verfälschung historischer Fakten“ hervor. „Als Bischof schmerzt es mich zu sehen, dass Religion immer wieder missbraucht wird, um Gewalt, Hass und Ausgrenzung zu rechtfertigen. Angesichts dessen ist es wichtiger denn je, das Andenken an jene lebendig zu halten, die – unter Lebensgefahr oder gar dem Verlust ihres Lebens – Widerstand leisteten gegen die menschenvernichtende Ideologie des Nationalsozialismus“, so Bischof Fürst. Ein außerordentliches Vorbild an Zivilcourage, die bis zum Letzten gehe, sei Eugen Bolz. Bischof Fürst wandte sich direkt an die Bundeskanzlerin: „Heute erhalten Sie den Preis für Ihr politisches Handeln in Verantwortung für die Menschen in unserem Land und in Europa. Ihr Eintreten für die Menschen auf der Flucht wurde zum Impuls für unzählige Bürgerinnen und Bürger, solidarisch humanitäre Hilfe zu leisten. Deutlich betonen Sie immer wieder, dass für engstirnigen Egoismus, ausgrenzenden Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit in unserem Land kein Platz ist.“ Mit Hochachtung verfolge er den Kurs der Bundeskanzlerin in der Flüchtlingspolitik. „In der Diözese Rottenburg-Stuttgart handeln wir bezogen auf die große Zahl von vertriebenen, flüchtenden, Schutz suchenden und vom Tode bedrohten Menschen auf analoge Weise“, so Bischof Fürst.

Hinweise:
Das Grußwort von Bischof Fürst und die Laudatio von Kardinal Marx finden Sie untenstehend als
pdf-Dateien zum Herunterladen.
Weitere Informationen zum Preis und der Veranstaltung sind unter www.eugen-bolz-stiftung.de verfügbar.

Bischof Gerhard Feige wirbt für vertieftes Verständnis von Martin Luther und dem ökumenischen Weg der Kirchen

31. Januar 2017 - 9:59
Der Vorsitzende der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gerhard Feige (Magdeburg) wirbt für ein vertieftes Verständnis von Martin Luther. Mit der Vorbereitungsdekade auf das Reformationsgedenken und gerade im jetzigen Jahr 2017 seien dafür zahlreiche Chancen gegeben. Diese Auffassung hat Bischof Feige gestern Abend (Montag, 30. Januar 2017) anlässlich der Montagsakademie an der Theologischen Fakultät Paderborn vertreten. Die Akademie steht im Wintersemester 2016/2017 unter dem Thema „Ökumene 2017 – Grundlagen, Wege und Visionen“.

In seinem Vortrag „Von der ‚Lutherdekade‘ zum 500. Reformationsgedenken – Ein ökumenischer Lernprozess mit Perspektive?“ würdigte Bischof Feige die Bemühungen des ökumenischen Dialogs zwischen der katholischen und evangelischen Kirche. Dazu gehöre insbesondere neben der Rechtfertigungserklärung aus dem Jahre 1999 der im vergangenen Jahr veröffentlichte Text des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Deutschen Bischofskonferenz „Erinnerung heilen – Jesus Christus bezeugen“. Bischof Feige: „Davon ausgehend, dass es nach all dem, was Katholiken und Protestanten einander an Leid und Verletzungen angetan haben, noch immer zwischen ihnen manches Misstrauen und Unverständnis gibt, geht es darin um den Versuch, die negativen wie positiven Erfahrungen, die man miteinander gemacht hat, zur Sprache zu bringen und die dringend einer Klärung bedürfenden offenen Fragen zu benennen.“

Bischof Feige erinnerte auch an die vielfältigen Bemühungen der katholischen Kirche, auf dem Weg der Ökumene mutig voranzuschreiten. „Dadurch, dass sich die katholische Kirche im Laufe des Zweiten Vatikanischen Konzils ausdrücklich darauf besonnen hat, eine ‚ecclesia semper reformanda‘ – das heißt eine Kirche, die permanent der Erneuerung bedarf – zu sein, ist sie nicht etwa eine ‚Kirche der Reformation‘ geworden“, so Bischof Feige. Vielleicht könne man, wie der Jesuit und Publizist Mario von Galli 1962 gesagt habe, „davon sprechen, dass sie sich von der ‚Gegenreformation‘ verabschiedet und auf den Weg einer ‚Mitreformation‘ begeben hat. Diesen gilt es nach den ermutigenden Erfahrungen im Vorfeld des 500. Reformationsgedenkens beherzt weiter zu gehen. Das aber bedeutet, im Bemühen um eine Heilung der Erinnerungen und eine andauernde Versöhnung nicht nachzulassen, selbstkritisch die eigenen Grenzen und Schwächen wahrzunehmen und zuzugeben sowie auf die Herausforderungen des reformatorischen Erbes in und um sich kreativ einzugehen“, betonte Bischof Feige. Das bedeute auch, sich gegenseitig noch mehr im Lichte Jesu Christi zu betrachten und neidlos ins Wort zu fassen, was man aneinander schätze und vielleicht sogar bewundere, worin man spezielle Begabungen erkenne und den Geist Gottes eindrucksvoll wirken sehe. „Vor allem wäre es wirklich wichtig, die noch offenen kontroversen Fragen demütig, zielorientiert und hoffnungsvoll anzugehen … Es gibt erfreuliche Anzeichen dafür, dass der ökumenische Lernprozess der letzten Zeit uns auf dem Weg zu Christus und zueinander ein weiteres Stück vorangebracht hat. Welche Perspektive vor uns liegt, hängt freilich auch davon ab, ob wir wirklich an der Einheit der Kirche interessiert sind, wie es uns gelingt, sich in den theologischen Vorstellungen und kirchlichen Lebensvollzügen zu verständigen, und was wir letztlich dem Wirken des Heiligen Geistes zutrauen“, so Bischof Feige.

Hinweis:
Den Vortrag von Bischof Dr. Gerhard Feige finden Sie untenstehend als pdf-Datei zum Herunterladen sowie auf der Unterseite Ökumene.

Katholische Schulen präsentieren sich mit neuem Internetportal www.katholische-schulen.de

30. Januar 2017 - 11:59
Die deutschlandweit über 900 Katholischen Schulen in freier Trägerschaft präsentieren sich ab sofort mit einem neuen Internetportal. Unter der Adresse www.katholische-schulen.de erscheint das Angebot in einem völlig neuen Design und ist zugleich inhaltlich deutlich umfassender als bisher. „Die Seite bietet jetzt vielfältige interessante Einblicke in das Leben unserer Katholischen Schulen“, erklärt Erzbischof Hans-Josef Becker (Paderborn), Vorsitzender der Kommission für Erziehung und Schule der Deutschen Bischofskonferenz. „Es werden immer wieder neue Projekte, Konzepte und Ereignisse vorgestellt, die für das katholische Profil der Schulen typisch sind.“

Die Kommission für Erziehung und Schule der Deutschen Bischofskonferenz ist die Auftraggeberin des neuen Internetportals, das als Partnerportal von www.katholisch.de unter dem Dach der Allgemeinen gemeinnützigen Programmgesellschaft mbH (APG) betrieben wird. Die Seite www.katholische-schulen.de richte sich „an Eltern und alle Interessierten, die sich über das Angebot Katholischer Schulen informieren möchten – auch Lehrer, die sich überlegen, ob sie an einer Katholischen Schule arbeiten möchten“, so Erzbischof Becker.

Der „Schulfinder“ ermöglicht es, jede Katholische Schule in Deutschland zu finden und sich schnell einen Überblick über die Katholischen Schulen der eigenen Region zu verschaffen. Besonders interessant für Lehrkräfte dürfte der neu und komfortabel gestaltete Stellenmarkt sein, auf dem alle Träger Katholischer Schulen die Möglichkeit haben, ihre Stellenangebote zu inserieren. Neu ist auch die Rubrik „Fortbildungen“, die den Nutzer über eine Vielzahl profilspezifischer Fortbildungsangebote für Lehrerinnen und Lehrer an Katholischen Schulen informiert.

Katholische Schulen erfreuen sich in Deutschland einer ungebrochen hohen Beliebtheit. Sie werden von rund 360.000 Schülerinnen und Schülern besucht und bilden damit die größte Gruppe unter den Schulen in freier Trägerschaft. Schwerpunkte ihres Profils bilden neben der religiösen und ethischen Bildung der Einsatz für gesellschaftliche Teilhabe und Gerechtigkeit  sowie der Dialog in einer durch Vielfalt charakterisierten Gemeinschaft.

Neue Studie der Deutschen Bischofskonferenz und der VELKD

30. Januar 2017 - 9:59
Die von der Deutschen Bischofskonferenz und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) eingesetzte Bilaterale Arbeitsgruppe (BILAG) hat in einem mehrjährigen Dialogprozess eine Studie über „Gott und die Würde des Menschen“ erarbeitet. Diese Studie wird von den beiden Vorsitzenden der Bilateralen Arbeitsgruppe, Bischof Dr. Gerhard Feige (Magdeburg), Vorsitzender der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz, und Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg), Catholica-Beauftragter der VELKD, vorgestellt. Herzlich laden wir die Kolleginnen und Kollegen der Medien zu einem Pressegespräch ein am Mittwoch, den 15. Februar 2017 um 11.00 Uhr
im „Haus am Dom“ (Domplatz 3, 60311 Frankfurt).


Neben Bischof Feige und Landesbischof Manzke werden Prof. Dr. Miriam Rose (Jena) und Prof. Dr. Wolfgang Thönissen (Paderborn), beide Mitglieder der Arbeitsgruppe, zur Methode und zu den Inhalten der Studie Auskunft geben.

Das Dokument behandelt unter anderen im Schnittfeld von Anthropologie und Ethik eine Fragestellung, die im bilateralen katholisch-lutherischen Dialog bislang noch keine intensivere Aufmerksamkeit gefunden hat, jedoch angesichts der Differenzen in manchen ethischen Einzelfragen große Aktualität besitzt. Die Studie erprobt neue Wege für den ökumenischen Umgang mit ethischen Themen und Kontroversen, indem es in Weiterführung der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre prüft, ob sich die Methode des differenzierten Konsenses auch in der ethischen Urteilsfindung bewährt und wie sich dazu der begrenzte Dissens in einzelnen ethischen Fragen verhält. Die Arbeitsgruppe hofft, dass sie mit ihrer Studie einen zukunftsweisenden Weg aufzeigt, die Gemeinsamkeiten in der Anthropologie und der Ethik zu stärken und gleichzeitig mögliche Konflikte besser zu verstehen und sachgemäß mit ihnen umzugehen. Wir bitten Medienvertreter, uns ihre Teilnahme per E-Mail an pressestelle(at)dbk.de zu bestätigen.

Journalistenausbildung in spannenden Zeiten

27. Januar 2017 - 10:48
Wahlen zum Bundestag, im Saarland, in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen: Deutschland steht politisch ein spannendes Jahr bevor. Gefragt sind Journalisten, die sauber recherchieren, darstellen und einordnen. Dafür ist ein solides Handwerk ebenso notwendig wie Persönlichkeitsbildung und ethische Leitlinien. All das können angehende Journalisten im Volontariat der katholischen Journalistenschule ifp (Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses) lernen. Bewerbungsschluss ist der 1. März 2017.

Die Volontäre werden fundiert und vielseitig ausgebildet. In ihren katholischen Redaktionen arbeiten sie als Teil des Teams an den jeweiligen Publikationen und Medien mit. Hinzu kommen drei Monate Praktikum in Redaktionen, die sich die Volontäre selbst suchen – sowohl in kirchlichen als auch in säkularen Medien. Weitere zwei Monate verbringen sie in multimedial angelegten Seminaren der Journalistenschule in München.

Mentorenprogramm, Sprechtraining und persönliche Begleitung Während der Ausbildung werden die Volontäre nach Tarif bezahlt. Zusatzangebote wie ein Mentorenprogramm, Journalistenreisen oder Sprechtraining erweitern die Kompetenzen. „Nach Ende des Volontariats steht der Weg in sämtliche Medien offen“, erklärt Bernhard Remmers, Journalistischer Direktor des ifp. Zentral ist die persönliche Begleitung der Volontäre in den Beruf. „Was das ifp charakterisiert, ist zudem ein geistlich-spirituelles Angebot und die besondere Atmosphäre im Haus“, so Wolfgang Sauer, Geistlicher Direktor des ifp. Bisher haben mehr als 2.000 Journalisten und Medienschaffende die Ausbildung im ifp absolviert.

Hinweise:
Weitere Informationen zum Volontariat gibt es unter www.journalistenschule-ifp.de. Die Volontäre bloggen unter http://voloblog.journalistenschule-ifp.de. Kontakt und Informationen zum Volontariat: Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses (ifp), Studienleiter Burkhard Schäfers, Telefon: 089/549 103-16, E-Mail: schaefers(at)journalistenschule-ifp.de.