Augenblicke der Besinnung

Gottes versorgendes,
Gottes heilendes Wirken
wird angezogen durch ein Vertrauen,
das sich wirklich auf ihn verlässt;
durch einen Glauben,
der im Vertrauen auf seine Gegenwart
und seine Fürsorge lebt.
Es ist ein Vertrauen,
das nicht alles andere in unserem Leben
wichtiger sein lässt als Ihn,
sondern Ihm die erste Stelle
in unserem Herzen geben will.

Bischof Stefan Oster (aus dem Hirtenbrief zum 1. Fastensonntag 2017)













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Aktuelle Meldungen der Deutschen Bischofskonferenz
Aktualisiert: vor 2 Stunden 6 Minuten

Generalvikar Dr. Franz Jung wird neuer Bischof von Würzburg

16. Februar 2018 - 12:00

Papst Franziskus hat heute (16. Februar 2018) Domkapitular Dr. Franz Jung, bisher Generalvikar im Bistum Speyer, zum neuen Bischof von Würzburg ernannt. Er wird Nachfolger von Bischof Dr. Friedhelm Hofmann, der im vergangenen Jahr in den Ruhestand getreten ist.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, gratuliert dem künftigen Würzburger Bischof und heißt ihn im Kreis der Deutschen Bischofskonferenz willkommen. „Es ist schön, dass das Bistum Würzburg vor einem Ende der Vakanz des Bischöflichen Stuhls steht und Sie die Nachfolge unseres geschätzten Mitbruders Bischof Dr. Friedhelm Hofmann antreten. Sicherlich wird Ihr Weggang aus Speyer ein Verlust sein, aber die Gläubigen des Bistums Würzburg dürfen sich auf ihren neuen Oberhirten freuen“, so Kardinal Marx. Zehn Jahre habe er als Generalvikar in Speyer wichtige Weichenstellungen für die Entwicklung des Bistums getroffen. „Ich weiß, wie sehr Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann Sie, Ihren Dienst und Ihre stete Loyalität schätzt. Nicht nur als Generalvikar mit umsichtiger und weitsichtiger Perspektive haben Sie sich einen Namen gemacht. Ausdrücklich möchte ich Ihr Engagement in den Gremien des Verbandes der Diözesen Deutschlands hervorheben und Ihnen für diesen Dienst danken“, so Kardinal Marx. Der neue Bischof von Würzburg sei ein erfahrener Mann der Verwaltung aber auch der Seelsorge: „Bei aller notwendigen Bürokratie steht für Sie der priesterliche Dienst immer an erster Stelle“, schreibt Kardinal Marx.

Domkapitular Dr. Franz Jung wurde 1966 in Mannheim geboren. Nach dem Abitur studierte er Theologie und Philosophie in Rom. 1992 wurde Franz Jung in Rom zum Priester geweiht und war in Pirmasens und der Speyrer Dompfarrei tätig. 2003 übernahm er die Abteilung „Gemeindeseelsorge“ im Bischöflichen Ordinariat Speyer. 2008 folgte die Wahl zum Domkapitular. Seit 1. Januar 2009 ist Franz Jung Generalvikar im Bistum Speyer.

Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2018: Empfehlungsliste veröffentlicht

15. Februar 2018 - 17:33

Die Jury des Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises unter Vorsitz von Weihbischof Robert Brahm (Trier) hat 15 Titel für die diesjährige Empfehlungsliste des Preises ausgewählt. 76 Verlage haben sich mit 280 Büchern am Wettbewerb beteiligt. Die Entscheidung über den Preisträger wird am 15. März 2018 bekanntgegeben.

Die Preisverleihung des Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises durch den Vorsitzenden der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart), findet am 24. Mai 2018 im Haus der Geschichte in Bonn statt.

Folgende Bücher hat die Jury, der neben Weihbischof Robert Brahm (Vorsitz), Ute Auweiler (Bergisch Gladbach), Jun.-Prof. Dr. Norbert Brieden (Wuppertal), Gabriele Cramer (Münster), Cornelia Klöter (Leipzig), Bettina Kraemer (Bonn), Elisabeth Wagner-Engert (Ellgau), Dr. Heidi Lexe (Wien), Dr. Klara Asako Sarholz (Bottrop) und Anna Winkler-Benders (Frankfurt) angehören, auf die Empfehlungsliste 2018 gesetzt:

Clémentine Beauvais: Die Königinnen der Würstchen
Carlsen Verlag, Hamburg 2017
Übersetzt von Annette von der Weppen
Ab 13 Jahre

Emmanuel Bourdier: Haselnusstage
Michael Neugebauer Edition, Bargteheide 2017
Illustration von Zaü
Übersetzt von Maren Illinger
Ab 5 Jahre

Ari Folmann, David Polonsky: Das Tagebuch der Anne Frank
S. Fischer Verlag, Frankfurt a. M. 2017 – Graphic Diary
Übersetzt von Mirjam Pressler, Ulrike Wasel und Klaus Timmermann
Ab 12 Jahre

Zana Fraillon: Wenn nachts der Ozean erzählt
cbt Kinder- und Jugendbuchverlag, München 2017
Übersetzt von Claudia Max
Ab 13 Jahre

Hubert Gaisbauer, Birgitta Heiskel: Franz von Assisi
Verlagsanstalt Tyrolia, Innsbruck 2017
Illustration von Birgitta Heiskel
Ab 6 Jahre

Stefanie Höfler: Tanz der Tiefseequalle
Beltz & Gelberg, Weinheim 2017
Ab 12 Jahre

Gabi Kreslehner, Verena Ballhaus: Duhuu? Hast Du mich lieb?
Verlagsanstalt Tyrolia, Innsbruck 2017
Illustration Verena Ballhaus
Ab 4 Jahre

Mette Eike Neerlin: Pferd Pferd Tiger Tiger
Dressler Verlag, Hamburg 2017
Übersetzt von Friederike Buchinger
Ab 12 Jahre

Alois Prinz: Bonhoeffer – Wege zur Freiheit
Gabriel Verlag, Stuttgart 2017
Ab 16 Jahre

Willy Puchner: Willy Puchners fabelhaftes Meer
G & G Verlagsgesellschaft, Wien 2017
Für alle

Margriet Ruurs, Nizar Ali Badr: Ramas Flucht
Gerstenberg Verlag, Hildesheim 2017
Übersetzt von Ulli und Herbert Günther
Ab 6 Jahre

Andreas Steinhöfel: Rico, Oscar und das Vomhimmelhoch
Carlsen Verlag, Hamburg 2017
Illustration von Peter Schössow
Ab 10 Jahre

Angie Thomas: The Hate U Give
cbt Kinder- und Jugendbuchverlag, München 2017
Übersetzt von Henriette Zeltner
Ab 14 Jahre

Bette Westera: Omas Rumpelkammer
Susanna Rieder Verlag, München 2017
Illustration von Joanne Lew-Vriethoff
Übersetzt von Rolf Erdoff
Ab 8 Jahre

Lauren Wolk: Das Jahr, in dem ich lügen lernte
Carl Hanser Verlag, München 2017
Übersetzt von Birgitt Kollmann
Ab 13 Jahre


Hinweise:

Zum Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis der Deutschen Bischofskonferenz wird eine Arbeitshilfe „Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2018“ mit ausführlichen Rezensionen zu den Titeln der Empfehlungsliste sowie ein Preisträgerplakat im Format DIN A1 erscheinen. Nähere Informationen hierzu werden bei der Bekanntgabe des diesjährigen Preisträgers mitgeteilt.

Die Fotos aller Buchtitel sind in einer Collage im Hoch- und Querformat in hoher Auflösung verfügbar. Sie finden sie zum Herunterladen in der Bildergalerie dieser Pressemitteilung.

Informationen zur Jury und zur Geschichte des Preises sowie alle Siegertitel inklusive Jurybegründungen seit 1979 finden Sie unter auf der Themenseite „Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis“ (Rubrik Themen – Auszeichnungen der Deutschen Bischofskonferenz).

Deutsche Bischofskonferenz würdigt Bischof Heinz Josef Algermissen

15. Februar 2018 - 12:14

Bischof Heinz Josef Algermissen, seit 2001 Bischof von Fulda, feiert heute (15. Februar 2018) mit einem Gottesdienst im Hohen Dom zu Fulda seinen 75. Geburtstag. Bei einem Festakt würdigte der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Franz-Josef Bode (Osnabrück), seinen Mitbruder als glaubensfest. Es gebe manches, was Bischof Algermissen mit seinem frühesten Vorgänger als Bischof von Fulda, dem heiligen Bonifatius, unmittelbar verbinde: „Die Standhaftigkeit im Glauben gehört dazu, der Mut zur Glaubensweitergabe, zur Mission, und nicht zuletzt der Einsatz für das Ganze der Kirche in Deutschland“, so Bischof Bode.

Die Deutsche Bischofskonferenz sei dankbar für sein Wirken und die deutschen Bischöfe fühlten sich wohl, wenn sie sich zu ihren Herbst-Vollversammlungen am Grab des heiligen Bonifatius versammelten. Bischof Algermissen sei in Fulda heimisch geworden. „Dein Wort wird geschätzt in Kirche und Gesellschaft, in der Stadt Fulda, aber auch bei Deinen Pastoralvisitationen, Firmreisen und bei den ungezählten Vorträgen, die Du gerne und engagiert weit über das Bistum hinaus hältst.“ Bischof Bode hob den Einsatz seines Mitbruders in der Deutschen Bischofskonferenz hervor, wozu insbesondere die Mitgliedschaft in der Liturgiekommission, in der Unterkommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum und der Ökumenekommission zählen, deren stellvertretender Vorsitzender er ist.

Bischof Algermissen sei ein Mann der Glaubensstärke, der mutig das christliche Zeugnis in der Öffentlichkeit vertrete, betonte Bischof Bode. „Seine klaren Positionen schätzen wir, gerade auch dann, wenn es ihm – ein Herzensanliegen – um den Schutz des ungeborenen Lebens geht, aber auch um das Leben bis zuletzt, bis zum Tod.“ Gleichzeitig sei der Bischof von Fulda Seelsorger, Priester und Bischof, der auf die Menschen zugehe. „Das Bistum Fulda darf sich glücklich schätzen, dass es Bischof Heinz Josef gelungen ist, gerade in seiner Anfangszeit manches, was auseinanderzudriften drohte, wieder zusammenzuführen“, sagte Bischof Bode. Mit Blick auf das bischöfliche Leitwort, „Der Schatz in zerbrechlichen Gefäßen“ (2 Kor 4,7), das Bischof Algermissen präge, hob Bischof Bode hervor: „Wir danken Dir, dass Du den Schatz des Glaubens weiterträgst. Wir danken Dir, dass Du die Botschaft des Evangeliums in allen Unzulänglichkeiten der Kirche immer wieder mit neuem Elan und überzeugend nach vorne gebracht hast. Wir danken Dir, dass Du das glaubwürdige Zeugnis einer christlichen Existenz lebst.“

Hinweis:

Das Grußwort von Bischof Dr. Franz-Josef Bode ist als pdf-Datei untenstehend zum herunterladen verfügbar.

Kirchen laden zur ökumenischen Woche für das Leben 2018 ein

15. Februar 2018 - 9:40

Vom 14. bis 21. April 2018 findet die diesjährige ökumenische Woche für das Leben statt. Sie steht unter dem Motto „Kinderwunsch. Wunschkind. Unser Kind!“ und lädt zu einer kritischen Auseinandersetzung mit den Methoden der Pränataldiagnostik ein. Zur Woche für das Leben laden die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Deutsche Bischofskonferenz ein. Der Gottesdienst zur bundesweiten Eröffnung wird am Samstag, 14. April 2018, um 11.00 Uhr im Dom St. Peter zu Trier mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und dem Ratsvorsitzenden der EKD, Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, sowie dem Bischof von Trier, Bischof Dr. Stephan Ackermann, und dem Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, gefeiert.

Seit 1994 ist die Woche für das Leben die ökumenische Initiative der katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland für die Schutzwürdigkeit und Schutzbedürftigkeit des menschlichen Lebens in allen seinen Phasen. Die Aktion, die immer zwei Wochen nach Ostersamstag beginnt und sieben Tage dauert, will jedes Jahr Menschen in Kirche und Gesellschaft für den Lebensschutz sensibilisieren.

Im Vorwort zum Themenheft der diesjährigen Woche für das Leben schreiben Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm von der „Kehrseite“ der diagnostischen Möglichkeiten und davon, „dass Frauen und Paare gerade zu Beginn einer Schwangerschaft einem inneren oder auch äußeren Druck ausgesetzt sind“. Müttern und Vätern begegne zuweilen eine gesellschaftliche Mentalität, „die das neugeborene Leben nach anderen Kriterien bemisst. Etwa wenn es heißt, dass ein mit Krankheit oder Behinderung geborenes Kind ‚heute nicht mehr nötig‘ sei.“ Eine solche Haltung werde durch die diagnostischen Möglichkeiten in der vorgeburtlichen Phase unterstützt und bringe Frauen und Paare oft in tiefe Konflikte. „Jedem Kind kommt die gleiche Würde zu, unabhängig von allen Diagnosen und Prognosen“, so Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm. „Jedes Kind ist ein Bild Gottes und wird von ihm geliebt.“ Die Kirchen ermutigen Eltern dazu, ihr Kind ohne Vorbehalt anzunehmen: „Ja, du bist unser Kind!“ Sie bieten Möglichkeiten der Unterstützung, Beratung und Begleitung an, die Eltern in Krisensituationen in Anspruch nehmen können.

Die Woche für das Leben präsentiert sich 2018 in einem neuen und frischen Layout. Das Hauptmotiv der Aktion zeigt zwei lachende Mädchen. Die ältere der beiden Schwestern trägt die jüngere – ein Kind mit Down-Syndrom – auf dem Rücken. Auf der neu gestalteten Internetseite www.woche-fuer-das-leben.de steht das aktuelle Logo der Aktion im Mittelpunkt. Der moderne und dynamische Schriftzug „Woche für das Leben“ in einem klaren Blau und kräftigen Orangerot steht dabei für Lebendigkeit; zudem findet sich in der Bildmarke sowohl ein stilisiertes Kreuz als auch ein Mensch. Im Themenheft zur Aktion kommen katholische und evangelische Experten zu Wort, die Pränataldiagnostik aus medizinischen, ethischen und sozialen Perspektiven erläutern. Außerdem haben sich Menschen mit Down-Syndrom vom Magazin „Ohrenkuss“ in einem Workshop mit dem Thema Schwangerschaftsabbruch beschäftigt und berichten über ihre Eindrücke und Sorgen in einem Interview. Elemente für einen ökumenischen Gottesdienst als Vorschlag für Kirchengemeinden ergänzen die Broschüre.

Interessierte aus Kirchengemeinden, Verbänden und Organisationen können über die Internetseite www.woche-fuer-das-leben.de Informationen und Materialien zur Woche für das Leben kostenfrei bestellen. Verfügbar sind das Themenheft, Motivplakate in DIN A3 und DIN A4 sowie eine Plakatvariante mit Freifeld zum Eindrucken von Veranstaltungshinweisen sowie zwei unterschiedlich gestaltete Postkarten (gebündelt zu 20 Stück), die sich zum Auslegen an Schriftenständen, in Kirchen oder Institutionen eignen. Alle Materialien stehen auch als Download bereit.

Kirchen bei der Berlinale: Die 27. Ökumenische Jury stellt sich beim Ökumenischen Empfang vor

14. Februar 2018 - 14:42

Mit einer internationalen Ökumenischen Jury und einem Empfang sind die evangelische und katholische Kirche wieder auf den 68. Internationalen Filmfestspielen Berlin vertreten, die vom 15. bis 25. Februar 2018 stattfinden. Über die Internationale Kirchliche Filmorganisation INTERFILM und die Internationale Katholische Vereinigung für Kommunikation SIGNIS  entsenden sie in diesem Jahr:

  • Inge Kirsner, Jurypräsidentin, Theologin (Deutschland)
  • Joachim Opahle, Theologe (Deutschland)
  • Jeffrey H. Mahan, Theologe (USA)
  • Vesna Andonovic, Journalistin (Luxemburg)
  • Winifred Loh, Pädagogin (Singapur)
  • Freek L. Bakker, Theologe (Niederlande).

Die Jury stellt sich vor beim traditionellen Ökumenischen Empfang anlässlich der Berlinale am 18. Februar 2018, 18.00 Uhr, im Haus der EKD am Gendarmenmarkt in Berlin. Das Grußwort spricht Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart), Vorsitzender der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz. Im Anschluss daran findet ein Gespräch statt mit Pastor Johann Hinrich Claussen, Kulturbeauftragter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und Andreas Veiel, Regisseur.

Der Ökumenische Empfang findet statt
am 18. Februar 2018, 18.00 Uhr,
im Haus der EKD am Gendarmenmarkt,
Charlottenstraße 53/54,
10117 Berlin.

Eine Anmeldung ist per E-Mail bei der Pressestelle der EKD möglich unter presse(at)ekd.de.

Leitbild der Bischöflichen Studienförderung Cusanuswerk veröffentlicht

13. Februar 2018 - 11:36

Zum Abschluss eines breit angelegten Diskussionsprozesses hat die Bischöfliche Studienförderung Cusanuswerk heute (13. Februar 2018) ein neues Leitbild vorgelegt. In knapper Form wird darin programmatisch formuliert, worin die Idee und der Auftrag des Förderwerks bestehen. Das Leitbild versteht sich als ein wichtiger Markstein in der Entwicklung der katholischen Begabtenförderung in Deutschland und zugleich eine Wegweisung für die Zukunft.

Der Text des Leitbildes ist das Ergebnis der Arbeit einer Kommission, in der neben dem Vor-stand und der Leitung des Cusanuswerk e. V. sowie dem Vorsitzenden der Kommission für Wissenschaft und Kultur der Deutschen Bischofskonferenz alle Gruppen vertreten waren, die an der Arbeit des Cusanuswerks teilhaben. Dazu zählen aktuell geförderte und ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten des Cusanuswerks – einschließlich der Gründergeneration, vertreten durch den früheren Bundesforschungsminister Prof. Dr. Dr. h. c. Heinz Riesenhuber –, die Auswahlgremien, die Katholische Hochschulpastoral, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Geistlichen Begleiterinnen und Begleiter im Bildungsprogramm des Cusanuswerks – sie alle wirkten mit am neuen Leitbild. „Die gemeinsame Entwicklung des Leitbildes überzeugt nicht nur im Resultat“, so der Vorsitzende des Beirats, Prof. Dr. Peter Funke: „Es war zudem für alle auch im Beirat vertretenen Gruppen ein ganz wichtiger Prozess der Selbstvergewisserung und Neuorientierung.“

„Mit den Leitlinien vergewissert sich das Cusanuswerk seines Auftrags, festigt und erneuert seine Prinzipien und stellt sich der Öffentlichkeit vor. Unser Selbstverständnis ist uns Verpflichtung“, sagt Prof. Dr. Dr. h. c. Paul Kirchhof, der die Leitung der Kommission innehatte.

Das Cusanuswerk, so heißt es im Text des Leitbildes, habe den Auftrag, „herausragend begabte katholische Studierende und Promovierende“ zu fördern. „Die Geförderten sollen befähigt werden, ihre Talente und ihr Gestaltungsvermögen in christlicher Verantwortung dort einzubringen, wo die Zukunft des Gemeinwesens entschieden wird: in Staat, Gesellschaft und Familie, Wissenschaft und Kirche, Wirtschaft, Kultur und Medien.“ Das Cusanuswerk verstehe sich als „Ort der Kirche“ und sei sich „der Bedeutung des christlichen Glaubens für das Gelin¬gen einer freiheitlichen Gesellschaft bewusst“. „Die Geförderten des Cusanuswerks“, so der Schlusssatz des Leitbildes, „wollen in christlichem Verantwortungsbewusstsein der Kirche und der Welt dienen.“

Der Vorsitzende der Kommission für Wissenschaft und Kultur der Deutschen Bischofskonferenz, Weihbischof Dr. Christoph Hegge (Münster), äußerte sich erfreut über das neue Leitbild: „Auf prägnante Weise beschreibt es den hohen Anspruch unseres Begabtenförderungswerks – es steht für wissenschaftliche Exzellenz, Glaubenszeugnis und Verantwortungsbewusstsein.“

Das Leitbild markiert Eckpunkte für die drei Handlungsfelder der Begabtenförderung: die Auswahl, die Förderung sowie die Ehemaligen- und Netzwerkarbeit. Bei der Auswahl achte man v. a. darauf, dass die geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten „ihren christlichen Glauben leben, in ausgeprägtem Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl handeln und hervorragende akademische Leistungen erwarten lassen.“ Das umfassende interdisziplinäre Bildungsprogramm, das die Geförderten absolvieren, und die vielfältigen geistlichen Angebote, die das Cusanuswerk seinen Stipendiatinnen und Stipendiaten macht, fördern „die Entfaltung der Persönlichkeit“ eines jeden der jungen Menschen in besonderer Weise.

Ein Fokus liegt zudem darauf, dass sich die verschiedenen Stipendiatengenerationen miteinander austauschen und vernetzen. „Dadurch entstehen an vielen Orten in Deutschland Kraftzentren cusanischen Engagements, die positiv ausstrahlen in die Gesellschaft“, so der Generalsekretär des Cusanuswerks, Dr. Thomas Scheidtweiler. Der Leiter des Cusanuswerks, Prof. Dr. Georg Braungart, fasst zusammen: „Das ist die Magna Charta bischöflicher Begabtenförderung in Deutschland: prägnant erfasster Konsens aus jahrzehntelanger Erfahrung und Programm für eine Zukunft, in der Intellektualität und katholischer Glaube aufs Schönste zusammenwirken.“


Hintergrund

Die Bischöfliche Studienförderung Cusanuswerk ist das Begabtenförderungswerk der katholischen Kirche in Deutschland. Mit staatlichen, kirchlichen und privaten Zuwendungen hat das Cusanuswerk bereits mehr als 8000 hochbegabte katholische Studierende und Promovierende gefördert – ideell und finanziell. Cusanerinnen und Cusaner tragen mit fachlicher Exzellenz und herausragendem Engagement zum Gemeinwohl bei, ein Leben lang und vielfach in besonders verantwortungsvollen Positionen von Kirche und Gesellschaft, von Wissenschaft, Politik und Wirtschaft. Das Cusanuswerk wurde 2015 von der European Foundation for Quality Management mit dem Zertifikat „EFQM Committed to excellence – 2 stars“ ausgezeichnet.

Hinweis:

Das Leitbild der Bischöflichen Studienförderung Cusanuswerk ist untenstehend zum herunterladen verfügbar.

Weihbischof Ansgar Puff bei der internationalen Konferenz der Santa Marta Group im Vatikan

9. Februar 2018 - 12:18

Heute (Freitag, 9. Februar 2018) ist in der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften im Vatikan die fünfte internationale Konferenz der Santa Marta Group zu Ende gegangen. Verantwortungsträger aus Kirche und Polizei, Ordensschwestern, Vertreter der Zivilgesellschaft sowie weitere Fachleute und Praktiker tauschten sich über ihre Erfahrungen im Kampf gegen „moderne Sklaverei“ aus. Im Fokus standen verschiedene Strategien zur Prävention von Menschenhandel und zum Schutz der Opfer. Für die Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz nahm Weihbischof Ansgar Puff (Köln) an der Konferenz teil. Unter den insgesamt 130 Delegierten aus über 30 Ländern waren auch zwei Vertreter des Bundeskriminalamts und eine Ordensschwester der Frauenrechtsorganisation SOLWODI aus Berlin. Geleitet wird die Santa Marta Group von Kardinal Vincent Nichols (Westminster), dem Vorsitzenden der Bischofskonferenz von England und Wales.

Weihbischof Ansgar Puff zeigte sich beeindruckt von den starken Netzwerken, die mit Hilfe der Santa Marta Group entstanden sind: „Von dieser Konferenz geht eine klare Botschaft aus: Um Menschenhandel wirksam zu verhindern und den Opfern zu helfen, müssen staatliche, kirchliche und zivilgesellschaftliche Akteure eng zusammenarbeiten – einer allein kann dieser Aufgabe nicht gerecht werden.“ Zugleich erinnerte der Weihbischof an die Situation in Deutschland: „Auch in unserem Land fristen Menschen ein Dasein als Sklaven. Ich denke etwa an die Frauen, die inmitten unserer Gesellschaft sexuell ausgebeutet werden. Viele Zwangsprostituierte sind als Migrantinnen in einem besonderen Abhängigkeitsverhältnis gefangen. Oft sind es Ordensschwestern und kirchliche Sozialarbeiterinnen, die diesen entrechteten Frauen mit großer Empathie beistehen, ihnen ihre Würde zurückgeben und sie auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben begleiten. Der Platz der Kirche ist an der Seite der Schutzlosen, Versklavten und Ausgebeuteten. Wir nehmen die Perspektive der Opfer ein und verleihen jenen eine Stimme, die allzu oft überhört werden. Unser Ziel muss nicht weniger als ein gesellschaftlicher Bewusstseinswandel sein: Kein Mensch darf als Ware oder Gebrauchsgegenstand betrachtet werden.“

Bei der Gründungskonferenz der Santa Marta Group im April 2014 hatte Papst Franziskus die Weltgemeinschaft aufgerufen, durch „gemeinsame und effektive Strategien“ dafür zu sorgen, dass „überall auf der Welt Männer und Frauen nicht mehr als Mittel zum Zweck missbraucht werden und ihre unantastbare Würde geschützt wird“. In einer Abschlusserklärung hatten sich die Teilnehmer dazu verpflichtet, sich in ihren Ländern und Organisationen für die Verwirklichung dieses Ziels einzusetzen. Wie bereits im Oktober 2016 konnten die Mitglieder der Santa Marta Group Papst Franziskus nun von Fortschritten und Herausforderungen bei der Bekämpfung des Menschenhandels berichten. In seiner Ansprache sagte der Papst: „Initiativen zur Bekämpfung des Menschenhandels, die konkret darauf abzielen, kriminelle Strukturen zu zerschlagen, müssen sich zunehmend mit umfassenderen Fragen befassen. Dazu zählen beispielsweise der verantwortungsvolle Einsatz von Technologien und Kommunikationsmedien, ganz zu schweigen von den ethischen Zusammenhängen der Modelle wirtschaftlichen Wachstums, die den Profit über die menschliche Person stellen.“ Papst Franziskus forderte eine bessere Unterstützung der Opfer moderner Sklaverei, die Wiedereingliederung in die Gesellschaft und die Rückgewinnung der Menschenwürde.

Im Rahmen der diesjährigen Konferenz wurde auch der „Internationale Tag des Gebets und der Reflexion gegen den Menschenhandel“ mit einem Gottesdienst im Petersdom begangen.  Papst Franziskus hatte den neuen Weltgebetstag gegen Menschenhandel 2015 eingeführt und den Todestag der sudanesischen hl. Josephine Bakhita (8. Februar) als Datum bestimmt. Die 1868 geborene Bakhita wurde als junges Mädchen verschleppt und versklavt. Nach ihrer Befreiung ließ sie sich in Italien taufen und schloss sich dem Orden der Canossa-Schwestern an. 2000 sprach Papst Johannes Paul II. Josephine Bakhita heilig.


Hintergrund

Laut den „Global Estimates of Modern Slavery”, die von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und der Walk Free Foundation in Zusammenarbeit mit der Internationalen Organisation für Migration (IOM) erstellt werden, lebten 2017 mehr als 40 Mio. Menschen in einer Form von moderner Sklaverei (vor allem sexuelle Ausbeutung und Arbeitsausbeutung). Mehr als zwei Drittel der Opfer waren Frauen.

Papst Franziskus hat den Kampf gegen Menschenhandel und andere Formen der Sklaverei zu einem Schwerpunktthema erhoben. Im Dezember 2014 unterzeichnete er gemeinsam mit hochrangigen Vertretern anderer Religionsgemeinschaften im Vatikan eine Erklärung, die dazu aufruft, die „moderne Sklaverei weltweit bis 2020 und für alle Zeiten abzuschaffen“.

Die katholischen Organisationen, die sich in Deutschland im Kampf gegen den Menschenhandel engagieren, haben sich 2014 auf Anregung der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz in der „Arbeitsgruppe Menschenhandel“ zusammengeschlossen. Neben dem Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz und dem Katholischen Büro in Berlin sind in der Arbeitsgruppe der Deutsche Caritasverband e. V., die Deutsche Kommission Justitia et Pax, das Osteuropa-Hilfswerk Renovabis und die Frauenrechtsorganisation SOLWODI vertreten. Zudem wird durch das von der Diakonie getragene Fraueninformationszentrum Stuttgart eine ökumenische Perspektive eingebracht.

Weitere Informationen sind unter http://weltkirche.katholisch.de/Themen/Menschenhandel bzw. http://santamartagroup.com verfügbar.

Kardinal Marx würdigt Metropolit Augoustinos

7. Februar 2018 - 9:11

Der Metropolit der Griechisch-Orthodoxen Kirche von Deutschland, Augoustinos Labardakis, wird heute 80 Jahre alt. Aus diesem Anlass würdigt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, die ökumenischen Verdienste von Metropolit Augoustinos. „Die katholische Kirche in Deutschland ist Ihnen dankbar für Ihren aufopferungsvollen Dienst und das aus christlicher Überzeugung gelebte ökumenische Zeugnis, das Sie geben. Ich danke Ihnen für die guten Beziehungen, unseren brüderlichen Austausch und das offene Wort, das wir pflegen“, schreibt Kardinal Marx in einem Glückwunschbrief.

Metropolit Augoustinos kenne Deutschland schon seit jungen Jahren. Seit über drei Jahrzehnten leite er die Metropolie, um deren Aufbau und Organisation er sich verdient gemacht habe. Auch sei es ein besonderes Anliegen von Metropolit Augoustinos, sich für die Integration der in Deutschland lebenden orthodoxen Christen einzusetzen. Kardinal Marx würdigt den Einsatz von Metropolit Augoustinos für die Förderung der Beziehungen zwischen den christlichen Kirchen. „Ihr Herzensanliegen ist der Dialog sowohl mit der Deutschen Bischofskonferenz, als auch mit der Evangelischen Kirche in Deutschland.“ In der Gemeinsamen Kommission der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland und der Deutschen Bischofskonferenz pflege Augoustinos das theologische Gespräch und baue ökumenische Brücken. Seitdem er mit der Gründung der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland 2010 den Vorsitz übernommen habe, stehe Augoustinos mehr als schon zuvor in der Verantwortung, die Einheit der Orthodoxen Kirche in Deutschland zu stärken.

Kardinal Marx schreibt in seinem Glückwunschbrief weiter: „Die Deutsche Bischofskonferenz dankt Ihnen für Ihren Einsatz. Wir schätzen uns glücklich, in Ihnen nicht nur einen Verfechter der Ökumene zu sehen, sondern auch eine Persönlichkeit, die die Stimme der orthodoxen Christen zu Gehör in unserem Land bringt.“

Multimediales Volontariat an der katholischen Journalistenschule ifp

5. Februar 2018 - 10:24

Regierungsbildung in Berlin, Papstreise nach Südamerika, Seenotrettung im Mittelmeer: Wo es etwas zu berichten gibt, sind Absolventen der katholischen Journalistenschule ifp (Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses e. V.) dabei. Sie blicken hinter die Kulissen des Kanzleramts, begleiten Krisenhelfer bei der Arbeit und sprechen mit denen, die öffentlich wenig Gehör finden. Dafür sind solides Handwerk notwendig, eine gestandene Persönlichkeit und ethische Leitlinien. All dies lernen angehende Journalisten im Volontariat beim ifp. Bewerbungsschluss für die nächste Ausbildungsrunde ist der 1. März 2018.

Redaktion und Journalistenschule

Die Volontäre werden multimedial ausgebildet und nach Tarif bezahlt. In ihren Redaktionen arbeiten sie an den jeweiligen Publikationen mit. Hinzu kommen drei Monate Praktikum bei einem anderen Medium. In den Seminaren beim ifp mit einer Gesamtdauer von zwei Monaten vermitteln erfahrene Referenten die journalistischen Grundlagen. Am Ende steht den Volontären der Weg in alle Medien offen. „Volo bei einer Nachrichtenagentur, Praktika im Lokaljournalismus, Hörfunk- und Videokurse, Austausch mit erfahrenen Kollegen und ein geistlich-spirituelles Angebot – beim ifp kann ich mein ganz eigenes journalistisches Profil entwickeln“, sagt Volontärin Dana Kim Hansen. Und ihr Kollege Sebastian Kirschner ergänzt: „Ich bin jedes Mal wieder über das Netzwerk erstaunt, wenn ich sehe, wer alles beim ifp war.“

Mentorenprogramm, Sprechtraining und persönliche Begleitung

Zusatzangebote wie ein Mentorenprogramm, Journalistenreisen oder Sprechtraining erweitern die Kompetenzen der Volontäre. „Medien müssen sich das Vertrauen der Menschen immer wieder erarbeiten. Dazu braucht es einen qualitätsorientierten Journalismus. Den gibt es nur mit einer guten Ausbildung. Das ifp leistet diese erfolgreich seit 50 Jahren“, erklärt Bernhard Remmers, Journalistischer Direktor der Katholischen Journalistenschule. Zentral ist die individuelle Begleitung der Volontäre: „So findet jeder seinen persönlichen Weg in den Beruf“, sagt Studienleiter Burkhard Schäfers.


Hinweise:

Weitere Informationen zum Volontariat gibt es unter www.journalistenschule-ifp.de. Die Volontäre bloggen unter http://voloblog.journalistenschule-ifp.de.
Kontakt und Informationen zum Volontariat: Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses e. V. (ifp), Studienleiter Burkhard Schäfers, Telefon: 089/549103–16, E-Mail: schaefers(at)journalistenschule-ifp.de.

8. Künstlerisches Werkstattgespräch in Siegburg

2. Februar 2018 - 13:13

Unter dem Leitwort „Begegnung mit dem ANDEREN in Dichtung und Kirche“ findet derzeit in der Abtei Michaelsberg / Katholisch-Soziales Institut in Siegburg das achte künstlerische Werkstattgespräch statt. Es wird von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) veranstaltet und endet morgen (Samstag, 3. Februar 2018). Seit 1995 sucht die Reihe „Künstlerische Werkstattgespräche“ den Dialog zwischen Kirche und Kunst in wechselnden Kultursparten.

Die Tagung geht von dem Literatur und Theologie Verbindenden aus, um das Andere und das Fremde zur Sprache zu bringen. Die Tagungsteilnehmer diskutieren über die Spannung von Fremdheitserfahrung und Identitätsfindung in der Literatur sowie über ihre Zusammenhänge und Differenzen zur Rede von Gott in Theologie und Liturgie. Dabei fragten sie nach gelingendem Erzählen angesichts unterschiedlichster Entwicklungen im Zuge der Digitalisierung und nach einem angemessenen Sprechen von Transzendenz, das nicht banal oder überkomplex und doch verständlich wie zeitgemäß bleibt.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, stellte die Frage, wie der Mensch heute mit dem jeweils anderen umgehe. Dabei müsse man für das gegenseitige Verstehen des Anderen werben, um aus Fremdheit Vertrauen wachsen zu lassen: „Letztlich geht es im mitmenschlichen Tun und im gesellschaftlichen Handeln immer um Kommunikation. Das gilt auch für die Kirche, die ein zutiefst kommunikatives Geschehen mit Gott ist. Im Hören und Sprechen mit Gott kann ich ihn erkennen. Im Hören auf den Anderen, kann ich – trotz möglicher Fremdheit und Unsicherheit – den anderen erfahren.“ Gerade deshalb sollten Predigten keine abgeschlossenen Abhandlungen sein, sondern immer offen für Begegnung. „Wir brauchen Texte und Worte, die neugierig machen und die uns anspornen, uns auf die Suche nach dem Anderen zu begeben“, so Kardinal Marx. Dabei könne man vielleicht nicht alles mit Worten sagen, auch nicht in der Literatur. „Aber man kann Worte so formulieren und nach ihnen suchen, dass sie helfen, das Unaussprechliche auszusprechen.“

Prof. Dr. Thomas Sternberg, Präsident des ZdK, stellte heraus: „Die Gegenwartsliteratur hat uns in der vergangenen Zeit viele Texte des Ringens um Worte angesichts einer Suche nach Gott geschenkt. Ich sage bewusst geschenkt, denn ich empfinde es als Gabe, dass die Gottesfrage und der Gotteszweifel viele Autorinnen und Autoren nicht loslassen und in ihren Werken einen sprachlichen Ausdruck finden.“ Dies geschehe nicht im Sinne eines affirmativen Sprechens, als vielmehr im Modus des Tastens, des Zweifelns und Suchens und sei für ihn, so Sternberg, die angemessenste Form, heute von religiösen Erfahrungen und einer Hoffnung auf Transzendenz zu sprechen.

Das künstlerische Werkstattgespräch widmet sich dem theoretischen Diskurs und dem praxisbezogenen Erleben der Kunst. Damit entsteht der typische Werkstatt-Charakter. Wichtige Bestandteile sind Lesungen, Impulsreferate, Diskussionen und Gottesdienste. Unter den rund 50 Teilnehmenden waren neben Bischöfen und Vertretern des ZdK unter anderem auch Autoren, Literaturwissenschaftler, Buchblogger, Lyriker, Slammer, Storyteller und Verleger.

Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz vom 19. bis 22. Februar 2018 in Ingolstadt

2. Februar 2018 - 10:00

Vom 19. bis 22. Februar 2018 findet im „Hotel NH Ingolstadt“ in Ingolstadt (Bistum Eichstätt) die Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz statt. An ihr nehmen 64 Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz unter Leitung des Vorsitzenden, Kardinal Reinhard Marx, teil.

Während der Frühjahrs-Vollversammlung werden die Bischöfe einen Studientag zum Thema „Verständnisgrundlagen des Dialogs mit den Kirchen in Mittel- und Osteuropa“ durchführen. Im Mittelpunkt der Beratungen stehen des Weiteren die Vorbereitungen für die Bischofssynode im Oktober 2018 in Rom sowie aktuelle Fragen der Flüchtlingsarbeit und ein Bericht über Art und Umfang der kirchlichen Flüchtlingshilfe im Jahr 2017. Die Entwicklungen in der Notfallseelsorge sowie der weitere Umgang mit der Schöpfungs- und Sozialenzyklika Laudato si’ von Papst Franziskus stehen ebenfalls auf der Tagesordnung.

An der Eröffnungssitzung der Vollversammlung am 19. Februar 2018 werden der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, sowie als Gäste Bischof Niranjan Sualsingh (Sambalpur, Indien) und Weihbischof Theodore Mascarenhas, (Ranchi, Indien), Generalsekretär der Indischen Bischofskonferenz (CBCI), teilnehmen.

Heute laden wir Sie herzlich zur Berichterstattung ein. Derzeit sind folgende Pressetermine geplant:


Montag, 19. Februar 2018:

14.30 Uhr    Pressestatement des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz,  Kardinal Reinhard Marx, zum Auftakt der Vollversammlung.

Ort: Hotel NH Ingolstadt, Raum Nibelungen (Erdgeschoss)


15.45 Uhr    Bildtermin im Sitzungssaal zum Auftakt der Vollversammlung.

Ort: Hotel NH Ingolstadt, Raum Nibelungen (Erdgeschoss)


18.30 Uhr    Eröffnungsgottesdienst der Vollversammlung im Ingolstädter Liebfrauenmünster (Kreuzstraße 1, 85049 Ingolstadt).
Predigt: Kardinal Reinhard Marx (München und Freising), Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz


Dienstag, 20. Februar 2018:

7.30 Uhr    Gottesdienst in St. Moritz (Moritzstraße 2, 85049 Ingolstadt).
                    Predigt: Kardinal Rainer Maria Woelki (Köln)

11.00 Uhr    Pressegespräch zur Internationalen Ministrantenwallfahrt nach Rom im Juli/August 2018 mit

  • Bischof Dr. Stefan Oster SDB (Passau), Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz;
  • Johanna Funk (Eichstätt), Teilnehmerin bei der Internationalen Ministrantenwallfahrt aus dem Bistum Eichstätt;
  • Jonas Ferstl (Preith), Teilnehmer bei der Internationalen Ministrantenwallfahrt aus dem Bistum Eichstätt;
  • Alexander Bothe (Düsseldorf), Referent der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj), für den CIM international wie bundesweit zuständig für die Ministrantenwallfahrt nach Rom;
  • Dr. Klára Csiszár (Rumänien) Vizepräsidentin des Internationalen Ministrantenbundes CIM.

Zur Internationalen Ministrantenwallfahrt werden allein aus Deutschland mehr als 50.000 Teilnehmer erwartet. Im Pressegespräch werden die aktuellen Planungen vorgestellt.

Ort: Hotel NH Ingolstadt, Raum Nibelungen (Erdgeschoss)


13.00 Uhr    Pressegespräch zum Thema „Jugend und Kirche: Von der Bischofssynode zum Weltjugendtag“ mit

  • Bischof Dr. Stefan Oster SDB (Passau), Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz;
  • N. N. – Die gewählten Vertreter der Vollversammlung für die Bischofssynode;
  • Thomas Andonie (Regensburg), Bundesvorsitzender BDKJ und Delegierter der Deutschen Bischofskonferenz für die Vorsynode in Rom;
  • Magdalena Hartmann (Rottenburg-Oberndorf), Delegierte der Deutschen Bischofskonferenz für die Vorsynode in Rom;
  • Paul Metzlaff (Düsseldorf), Referent der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) und zuständig für den Weltjugendtag in Panama.

Für die vom 3. bis 28. Oktober 2018 in Rom tagende Weltbischofssynode wählt die Vollversammlung ihre Vertreter, die sich im Pressegespräch vorstellen. Bereits vom 19. bis 24. März 2018 findet in Rom eine so genannte „Vorsynode“ statt, zu der die Deutsche Bischofskonferenz zwei junge Erwachsene nominieren konnte. Diese werden in Ingolstadt mit Blick auf die Vorsynode erstmals vor die Presse treten.

Ort: Hotel NH Ingolstadt, Raum Nibelungen (Erdgeschoss)


19.30 Uhr    Einladung des Bistums Eichstätt für die akkreditierten Journalisten zu einem Abendessen mit weiteren Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz.

Ort: Kolping Akademie Ingolstadt, Johannesstr. 11, 85049 Ingolstadt


Mittwoch, 21. Februar 2018:

7.30 Uhr    Gottesdienst in St. Moritz (Moritzstraße 2, 85049 Ingolstadt).
Predigt: Erzbischof Dr. Stefan Heße (Hamburg)

13.00 Uhr    Pressegespräch zum Studientag der Frühjahrs-Vollversammlung mit dem Thema „Verständnisgrundlagen des Dialogs mit den Kirchen in Mittel- und Osteuropa“ mit

  • Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz;
  • Prof. Dr. Tomáš Halík (Prag); Professor für Soziologie an der Philosophischen Fakultät der Karlsuniversität Prag;
  • Prof. Dr. András Máté-Tóth (Szeged), Professor für Religionswissenschaft an der Universität Szeged;
  • Pfarrer Dr. Christian Hartl (Freising), Hauptgeschäftsführer Renovabis.

Ort: Hotel NH Ingolstadt, Raum Nibelungen (Erdgeschoss)


Donnerstag, 22. Februar 2018:

7.30 Uhr    Gottesdienst im Ingolstädter Liebfrauenmünster (Kreuzstraße 1, 85049 Ingolstadt).
Predigt: Bischof Dr. Franz-Josef Bode (Osnabrück), stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz


14.00 Uhr    Abschlusspressekonferenz mit:

  • Kardinal Reinhard Marx (München und Freising), Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz;
  • Pater Dr. Hans Langendörfer SJ, Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz.

Ort: Hotel NH Ingolstadt, Raum Nibelungen (Erdgeschoss)


Hinweise:

  • Tagungsort: Die Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz tagt im Hotel NH Ingolstadt, Goethestraße 153, 85055 Ingolstadt. Sie ist nicht öffentlich.
  • Akkreditierung: Für die Pressetermine ist eine eigene Akkreditierung der Journalisten erforderlich. Nutzen Sie dazu bitte ausschließlich das Online-Formular unter www.dbk.de/presse/akkreditierungs-portal/. Bitte beachten Sie, dass eine Akkreditierung nur online möglich ist. Die Akkreditierung muss spätestens bis zum 14. Februar 2018 (12.00 Uhr) erfolgen. Die Akkreditierungsausweise können Sie ab Montag, 19. Februar 2018, ab 10.00 Uhr im Foyer des Hotel NH Ingolstadt abholen. Eine Nutzung der Arbeitsräume oder ein Besuch der Pressetermine ist nur mit dem Akkreditierungsausweis möglich!
  • Fernsehaufnahmen und Fotografieren während des Eröffnungsgottesdienstes im Ingolstädter Liebfrauenmünster (19. Februar 2018, 18.30 Uhr) und während der morgendlichen Gottesdienste am 20. und 21. Februar 2018 um 7.30 Uhr in St. Moritz sowie am 22. Februar 2018 um 7.30 Uhr im Ingolstädter Liebfrauenmünster: Für die Gottesdienste im Ingolstädter Liebfrauenmünster und in St. Moritz ist eine Dreherlaubnis erforderlich (erfolgt über die Pressestelle des Bistums Eichstätt pressestelle(at)bistum-eichstaett.de). Um den Ablauf der Gottesdienste reibungslos zu gestalten, müssen sich die akkreditierten Kamerateams auf zwei abgekordelten Positionen rechts und links vor dem Altarraum verteilen, die am Ende der Predigt geräumt werden. Ein Wechsel zwischen beiden Positionen ist während des Gottesdienstes nicht möglich. Am Ende des Gottesdienstes können beim Auszug der Bischöfe wieder Filmaufnahmen gemacht werden.
  • Eucharistiefeiern: Zur Teilnahme am Eröffnungsgottesdienst im Ingolstädter Liebfrauenmünster/„Zur Schönen Unserer Lieben Frau“ am 19. Februar 2018 um 18.30 Uhr sowie an den morgendlichen Gottesdiensten am 20. und 21. Februar 2018 um 7.30 Uhr in St. Moritz und am 22. Februar 2018 um 7.30 Uhr im Ingolstädter Liebfrauenmünster sind Sie herzlich eingeladen.
  • Journalistenabend – Einladung des Bistums Eichstätt: Bischof Dr. Gregor Maria Hanke OSB lädt alle akkreditierten Journalisten am Dienstag, 20. Februar 2018, um 19.30 Uhr ein zu einem Abendessen mit weiteren Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz in die Kolping Akademie Ingolstadt (Johannesstr. 11, 85049 Ingolstadt). Eine Rückmeldung ist notwendig. Kreuzen Sie dazu bitte das entsprechende Feld im Online-Formular an.
  • Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz: Die Pressestelle ist von Montag, 19. Februar 2018, 9.00 Uhr, bis Donnerstag, 22. Februar 2018, 17.00 Uhr, im Hotel NH Ingolstadt zu erreichen (Tel: 0841/503–155, Fax: 0841/503–159,E-Mail: pressestelle(at)dbkdbk.dbkde).
  • Pressearbeitsraum: Der Arbeitsraum für Journalisten befindet sich in der 6. Etage im Hotel NH Ingolstadt.
  • Stellplätze: Falls Sie auf dem Gelände des Hotel NH Ingolstadt einen Stellplatz für einen Ü-Wagen benötigen, melden Sie sich bitte umgehend bei der Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz bzw. vermerken dies im Online-Akkreditierungsformular.


Weitere Informationen zur Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz finden Sie auf unserer im Pressebereich sowie auf der Themenseite „Vollversammlung“.

Deutsche Bischofskonferenz präsentiert sich neu im Internet – für Kirchennahe und Kirchenferne

1. Februar 2018 - 10:59

Die Deutsche Bischofskonferenz hat ihren offiziellen Internetauftritt komplett überarbeitet: www.dbk.de zeigt sich im zeitgemäßen Layout sowie mit einer neuen und klaren Struktur. Die Internetseite der Deutschen Bischofskonferenz richtet sich an Kirchennahe, aber auch an die breite Zielgruppe derer, die der Kirche fern stehen oder sich weniger mit religiösen Themen auskennen. Die Nutzer können sich auf www.dbk.de über wichtige Initiativen und Ereignisse, Dokumente und Entwicklungen der katholischen Kirche in Deutschland informieren. Das moderne, leichtere Layout mit einer stärkeren Bildsprache soll dabei auch eine jüngere Zielgruppe ansprechen.

Der Einstiegsbereich der Startseite verweist direkt auf umfangreiche Themenseiten, die häufig diskutierte Fragen rund um Kirche, Glaube und Gesellschaft aufgreifen – wie beispielsweise „Kirche und Geld“, „Bischofssynoden“ oder die „Flüchtlingshilfe der katholischen Kirche“ in Deutschland. Zahlreiche weitere Themenseiten sind nur einen Mausklick entfernt. Aktuelle Pressemitteilungen und Erklärungen der Bischöfe sind ebenfalls unmittelbar auf der Startseite von www.dbk.de zu finden. Im Servicebereich weisen acht Bildsymbole unter anderem auf das Lexikon „Kirche A–Z“ mit über 160 Begriffen, auf den Terminkalender oder eine neu gestaltete Bistumskarte hin. Onlineausgaben von Bibel und Katechismus werden dort ebenso verlinkt wie das „Adressbuch für das katholische Deutschland“. Ein neues Element der Startseite ist der Gebetsimpuls. Jede Woche findet sich dort entweder ein selbstverfasstes Zitat, ein Bibelspruch oder Worte von Heiligen beziehungsweise Philosophen, die ein Mitglied der Deutschen Bischofskonferenz ausgewählt hat. Im ersten Gebetsimpuls greift Bischof Heinz Josef Algermissen (Fulda) den Sendungsauftrag der Bischöfe aus Sicht des heiligen Bonifatius auf: „Die Kirche fährt über das Meer dieser Welt wie ein großes Schiff und wird von den Wogen hin und her geworfen. Wir dürfen das Schiff nicht verlassen, wir müssen es lenken.“

Da immer mehr Menschen über mobile Endgeräte wie Tablets oder Smartphones online unterwegs sind, wurde der Internetauftritt auch für diese Art der Nutzung optimiert. Zudem können sich Menschen, deren Seh- oder Lesefähigkeiten eingeschränkt sind, mit der Funktion „Readspeaker“ Webseiten, pdf-Dokumente und Formulare vorlesen lassen. Inhalte werden damit besser zugänglich und können schneller erfasst werden. Bei der Realisierung des neuen Internetauftritts wurde die Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz unterstützt von der Kölner Agentur i-gelb GmbH.

50 Jahre Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses

30. Januar 2018 - 11:06
Vor 50 Jahren, im Jahre 1968, riefen die deutschen Bischöfe die katholische Journalistenschule, das Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses (ifp) ins Leben. Zum Auftakt der Feierlichkeiten anlässlich des 50-jährigen Jubiläums diskutierten gestern Abend (29. Januar 2018) der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und einer der ersten Absolventen der katholischen Journalistenausbildung, Thomas Gottschalk, in München. Sie gingen unter der Moderation von Anne Reidt (ZDF, Mainz) der Frage nach: „Reden wir über Gott?!“

Kardinal Marx wünschte dem ifp und dessen Absolventen, dass sie auch trotz künftiger Herausforderungen der Zeit ausharren: „Das ifp muss ein attraktiver Ausbildungsort für junge Menschen bleiben, die sich fragen, wie wir – auch als Kirche – Öffentlichkeit gestalten können. Wenn die Kommunikation und damit Öffentlichkeit in der Gesellschaft nicht mehr gelingt, ist das eine Gefährdung für unsere Demokratie“, so Kardinal Marx. Die Professionalität aber auch die Spiritualität, die im ifp vermittelt würden, zeichneten die Journalistenschule aus. Dazu gehöre auch eine kritische Auseinandersetzung mit kirchlichen und politischen Themen. „Ich wünsche mir, dass es dem ifp und seinen Absolventen gelingt, eine mediale Öffentlichkeit herzustellen, in der ein – auch intellektueller – Diskurs möglich ist. Hierzu zählt für mich auch die Frage nach Gott und seiner Beziehung zu den Menschen zu stellen“, sagte Kardinal Marx. Gerade bei der Frage, wie die Welt gestaltet werden könne, damit sie den Menschen diene, spielten Medien eine wichtige Rolle. Für die Zukunft des ifp hoffe er auf Journalisten, die Neugierde und Interesse am Menschen hätten, um den Dingen auf den Grund zu gehen, wie sie seien: „Was ist die Wirklichkeit, wie ist etwas zu erklären, was ist die Wahrheit – um diese Fragen muss es gehen“, so Kardinal Marx.

Thomas Gottschalk erinnerte daran, dass sich Journalismus der Wahrhaftigkeit verpflichtet wissen müsse. „Damals als ich im ifp begann, spürte ich: jetzt bist Du in der dunklen Welt der Medien da draußen und musst lernen, mit ihnen umzugehen.“ Was er an Wertevermittlung durch das ifp erlebt habe, präge ihn bis heute, bekannte Gottschalk. Deshalb brauche es in der Gegenwart mehr Mut, in der Öffentlichkeit über Gott zu reden. „An dieser Vermittlung von Gott in der Gesellschaft und den Medien trägt das ifp einen Anteil“, sagte er.

Während der Veranstaltung in München wurde auch der neue Geistliche Direktor des ifp, Bruder Helmut Rakowski OFMCap begrüßt. Der Journalistische Direktor des ifp, Bernhard Remmers, betonte, dass Journalismus auch 50 Jahre nach der Gründung des ifp in der Verpflichtung bleibe, wahrhaftig zu berichten, „damit Menschen besser verstehen, was sich tut und sie sich im Idealfall motiviert fühlen zum Engagement in dieser Welt. Dann kann der Journalismus dazu beitragen, dass die Welt ein bisschen besser wird, sich zum Guten entwickelt“. Mitarbeiter, Schüler und Absolventen des ifp, so Remmers, wollten daran auch in Zukunft mitwirken.

Die 50-jährige Geschichte des ifp ist in einer Online-Festschrift nachlesbar in der 50 Personen, die mit dem ifp in Verbindung stehen, über die Journalistenschule berichten: www.50jahre.journalistenschule-ifp.de.

50 Jahre Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses

30. Januar 2018 - 10:34

Vor 50 Jahren, im Jahre 1968, riefen die deutschen Bischöfe die katholische Journalistenschule, das Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses (ifp) ins Leben. Zum Auftakt der Feierlichkeiten anlässlich des 50-jährigen Jubiläums diskutierten gestern Abend (29. Januar 2018) der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und einer der ersten Absolventen der katholischen Journalistenausbildung, Thomas Gottschalk, in München. Sie gingen unter der Moderation von Anne Reidt (ZDF, Mainz) der Frage nach: „Reden wir über Gott?!“

Kardinal Marx wünschte dem ifp und dessen Absolventen, dass sie auch trotz künftiger Herausforderungen der Zeit ausharren: „Das ifp muss ein attraktiver Ausbildungsort für junge Menschen bleiben, die sich fragen, wie wir – auch als Kirche – Öffentlichkeit gestalten können. Wenn die Kommunikation und damit Öffentlichkeit in der Gesellschaft nicht mehr gelingt, ist das eine Gefährdung für unsere Demokratie“, so Kardinal Marx. Die Professionalität aber auch die Spiritualität, die im ifp vermittelt würden, zeichneten die Journalistenschule aus. Dazu gehöre auch eine kritische Auseinandersetzung mit kirchlichen und politischen Themen. „Ich wünsche mir, dass es dem ifp und seinen Absolventen gelingt, eine mediale Öffentlichkeit herzustellen, in der ein – auch intellektueller – Diskurs möglich ist. Hierzu zählt für mich auch die Frage nach Gott und seiner Beziehung zu den Menschen zu stellen“, sagte Kardinal Marx. Gerade bei der Frage, wie die Welt gestaltet werden könne, damit sie den Menschen diene, spielten Medien eine wichtige Rolle. Für die Zukunft des ifp hoffe er auf Journalisten, die Neugierde und Interesse am Menschen hätten, um den Dingen auf den Grund zu gehen, wie sie seien: „Was ist die Wirklichkeit, wie ist etwas zu erklären, was ist die Wahrheit – um diese Fragen muss es gehen“, so Kardinal Marx.

Thomas Gottschalk erinnerte daran, dass sich Journalismus der Wahrhaftigkeit verpflichtet wissen müsse. „Damals als ich im ifp begann, spürte ich: jetzt bist Du in der dunklen Welt der Medien da draußen und musst lernen, mit ihnen umzugehen.“ Was er an Wertevermittlung durch das ifp erlebt habe, präge ihn bis heute, bekannte Gottschalk. Deshalb brauche es in der Gegenwart mehr Mut, in der Öffentlichkeit über Gott zu reden. „An dieser Vermittlung von Gott in der Gesellschaft und den Medien trägt das ifp einen Anteil“, sagte er.

Während der Veranstaltung in München wurde auch der neue Geistliche Direktor des ifp, Bruder Helmut Rakowski OFMCap begrüßt. Der Journalistische Direktor des ifp, Bernhard Remmers, betonte, dass Journalismus auch 50 Jahre nach der Gründung des ifp in der Verpflichtung bleibe, wahrhaftig zu berichten, „damit Menschen besser verstehen, was sich tut und sie sich im Idealfall motiviert fühlen zum Engagement in dieser Welt. Dann kann der Journalismus dazu beitragen, dass die Welt ein bisschen besser wird, sich zum Guten entwickelt“. Mitarbeiter, Schüler und Absolventen des ifp, so Remmers, wollten daran auch in Zukunft mitwirken.

Die 50-jährige Geschichte des ifp ist in einer Online-Festschrift nachlesbar in der 50 Personen, die mit dem ifp in Verbindung stehen, über die Journalistenschule berichten: http://50jahre.journalistenschule-ifp.de/.

Vorbereitung zum Weltjugendtag in Panama

30. Januar 2018 - 9:41

„Oh, wie schön ist Panama! Das kann ich vollends bestätigen“, hat Weihbischof Jörg Michael Peters (Trier), stellvertretender Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, zum Abschluss einer Pilgerfahrt zur Vorbereitung des XXXIV. Weltjugendtags 2019 in Panama gesagt. Vom 17. bis 29. Januar 2018 hatten sich 21 Vertreter der Jugendpastoral aus den deutschen (Erz-)Diözesen, Verbänden und Bewegungen auf den Weg nach Panama und Nicaragua gemacht, um gemeinsam mit der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) und Adveniat, dem Lateinamerika-Hilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland, die kirchliche und soziale Realität des Gastlandes zu erleben.

Die Delegierten hatten Gelegenheit, Absprachen mit den Verantwortlichen vor Ort für ihre Fahrten zu den „Tagen der Begegnung“ zu treffen. Diese „Tage der Begegnung“ – unmittelbar vor dem zentralen Programm in der Weltjugendtagsstadt – sind ein fester Bestandteil des Glaubensfestes, bei dem die jungen Pilger das Leben in den Pfarrgemeinden kennenlernen. 2019 werden diese „Tage der Begegnung“ nicht nur in Panama, sondern auch in den Nachbarländern Nicaragua und Costa Rica stattfinden. Paul Metzlaff, Referent für Glaubensbildung in der afj, ist sicher: „Unsere Pilgerinnen und Pilger können sich auf eine lebendige und junge Kirche, auf rhythmische Glaubensfreude und beeindruckende Persönlichkeiten freuen. Dieser Weltjugendtag lohnt sich besonders!“

In Panama-Stadt sprach die Delegation mit dem lokalen Organisationskomitee über pastorale und logistische Aspekte und besichtigte zentrale Orte des Weltjugendtags. Im Fokus von Gesprächen mit der deutschen Botschaft standen wirtschaftliche, soziale und gesellschaftliche Facetten des Landes. Zudem besuchte die Gruppe die ärmere Diözese Colón und eine überwiegend aus Indigenen aus dem Volk der Kuna bestehende Gemeinde am Rand von Panama-Stadt. „Panama ist ein Land mit sehr großen Unterschieden zwischen Arm und Reich. Das zeigt, dass auch in den weiterentwickelten Ländern Lateinamerikas die Armut noch nicht besiegt ist“, fasste Stephan Jentgens, Geschäftsführer von Adveniat, zusammen. Mit seinen Projekten in Panama (44) und Nicaragua (166) habe Adveniat im vergangenen Jahr mit mehr als zwei Millionen Euro die Arbeit der Kirche bei den Armen unterstützt, berichtete Jentgens.

Im Anschluss reiste die Delegation nach Nicaragua und kam dort mit Kardinal Leopoldo José Brenes Solórzano, dem Erzbischof von Managua, Jugendbischof David Albin Zywiec Sidor OFMCap und Verantwortlichen der Jugendpastoral zusammen. Die Delegation um Weihbischof Peters informierte sich in der Hauptstadt Managua über die Planungen für die „Tage der Begegnung“, das speziell entwickelte zweijährige Jugendpastoralprogamm und die soziale Realität junger Menschen. Er zeigte sich beeindruckt von der Lebenssituation der Menschen in der Diözese Estelí im Norden Nicaraguas, ihrer Gastfreundschaft und der intensiven Vorbereitung auf den Empfang der Pilgerinnen und Pilger im Jahr 2019.

Pfarrer Dirk Bingener, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend, stellte mit Hinblick auf den kommenden Weltjugendtag fest: „Die Teilnehmenden des Weltjugendtags werden erleben können, wie unterschiedlich die Realitäten sind, in denen Menschen hier leben und was es heißt, sich am Evangelium auszurichten, um an der Seite der Benachteiligten auf junge Art und Weise Kirche zu sein: glaubend, konkret, politisch. Und die Lebensfreude und Gastfreundschaft der Menschen wird unsere Jugendlichen sicher begeistern.“

Den Abschluss der Pilgerfahrt bildete die Teilnahme am „Encuentro Nacional de Renovación Juvenil“ in der panamaischen Stadt Chitré, zu dem rund 10.000 junge Menschen, zahlreiche (Erz-)Bischöfe und die Verantwortlichen für die „Tage der Begegnung“ aus 23 (Erz-)Diözesen Panamas, Costa Ricas und Nicaraguas angereist waren. Für Weihbischof Peters wurde auf dem Festival und in den zahlreichen Gesprächen deutlich, dass sich eine ganze Region auf den Weltjugendtag freut und vorbereitet: „Das Jugendfestival hat die Begeisterung der jungen Menschen spürbar werden lassen, sich als Kirche zu zeigen. Ich lade alle jungen Menschen aus Deutschland ein, die Hindernisse zu überwinden, die sich durch den Termin im Januar ergeben, und sich auf den Weg zu diesem Glaubensfest und in die Realität dieser Länder zu begeben!“

Hintergrund

Der Weltjugendtag wurde von Papst Johannes Paul II. ins Leben gerufen und findet alle zwei bis drei Jahre auf internationaler Ebene statt – zuletzt 2016 in Krakau und nun vom 22. bis 27. Januar 2019 in Panama. Die Tage der Begegnung in den (Erz-)Diözesen gehen dem zentralen Weltjugendtag in Panama-Stadt voraus und finden diesmal auch in den Nachbarländern Nicaragua und Costa Rica statt. In Deutschland wird der Weltjugendtag durch die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) koordiniert.

Vorbereitung zum Weltjugendtag in Panama

30. Januar 2018 - 9:03
„Oh, wie schön ist Panama! Das kann ich vollends bestätigen“, hat Weihbischof Jörg Michael Peters (Trier), stellvertretender Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, zum Abschluss einer Pilgerfahrt zur Vorbereitung des XXXIV. Weltjugendtags 2019 in Panama gesagt. Vom 17. bis 29. Januar 2018 hatten sich 21 Vertreter der Jugendpastoral aus den deutschen (Erz-)Diözesen, Verbänden und Bewegungen auf den Weg nach Panama und Nicaragua gemacht, um gemeinsam mit der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) und Adveniat, dem Lateinamerika-Hilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland, die kirchliche und soziale Realität des Gastlandes zu erleben.

Die Delegierten hatten Gelegenheit, Absprachen mit den Verantwortlichen vor Ort für ihre Fahrten zu den „Tagen der Begegnung“ zu treffen. Diese „Tage der Begegnung“ – unmittelbar vor dem zentralen Programm in der Weltjugendtagsstadt – sind ein fester Bestandteil des Glaubensfestes, bei dem die jungen Pilger das Leben in den Pfarrgemeinden kennenlernen. 2019 werden diese „Tage der Begegnung“ nicht nur in Panama, sondern auch in den Nachbarländern Nicaragua und Costa Rica stattfinden. Paul Metzlaff, Referent für Glaubensbildung in der afj, ist sicher: „Unsere Pilgerinnen und Pilger können sich auf eine lebendige und junge Kirche, auf rhythmische Glaubensfreude und beeindruckende Persönlichkeiten freuen. Dieser Weltjugendtag lohnt sich besonders!“

In Panama-Stadt sprach die Delegation mit dem lokalen Organisationskomitee über pastorale und logistische Aspekte und besichtigte zentrale Orte des Weltjugendtags. Im Fokus von Gesprächen mit der deutschen Botschaft standen wirtschaftliche, soziale und gesellschaftliche Facetten des Landes. Zudem besuchte die Gruppe die ärmere Diözese Colón und eine überwiegend aus Indigenen aus dem Volk der Kuna bestehende Gemeinde am Rand von Panama-Stadt. „Panama ist ein Land mit sehr großen Unterschieden zwischen Arm und Reich. Das zeigt, dass auch in den weiterentwickelten Ländern Lateinamerikas die Armut noch nicht besiegt ist“, fasste Stephan Jentgens, Geschäftsführer von Adveniat, zusammen. Mit seinen Projekten in Panama (44) und Nicaragua (166) habe Adveniat im vergangenen Jahr mit mehr als zwei Millionen Euro die Arbeit der Kirche bei den Armen unterstützt, berichtete Jentgens.

Im Anschluss reiste die Delegation nach Nicaragua und kam dort mit Kardinal Leopoldo José Brenes Solórzano, dem Erzbischof von Managua, Jugendbischof David Albin Zywiec Sidor OFMCap und Verantwortlichen der Jugendpastoral zusammen. Die Delegation um Weihbischof Peters informierte sich in der Hauptstadt Managua über die Planungen für die „Tage der Begegnung“, das speziell entwickelte zweijährige Jugendpastoralprogamm und die soziale Realität junger Menschen. Er zeigte sich beeindruckt von der Lebenssituation der Menschen in der Diözese Estelí im Norden Nicaraguas, ihrer Gastfreundschaft und der intensiven Vorbereitung auf den Empfang der Pilgerinnen und Pilger im Jahr 2019.

Pfarrer Dirk Bingener, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend, stellte mit Hinblick auf den kommenden Weltjugendtag fest: „Die Teilnehmenden des Weltjugendtags werden erleben können, wie unterschiedlich die Realitäten sind, in denen Menschen hier leben und was es heißt, sich am Evangelium auszurichten, um an der Seite der Benachteiligten auf junge Art und Weise Kirche zu sein: glaubend, konkret, politisch. Und die Lebensfreude und Gastfreundschaft der Menschen wird unsere Jugendlichen sicher begeistern.“

Den Abschluss der Pilgerfahrt bildete die Teilnahme am „Encuentro Nacional de Renovación Juvenil“ in der panamaischen Stadt Chitré, zu dem rund 10.000 junge Menschen, zahlreiche (Erz-)Bischöfe und die Verantwortlichen für die „Tage der Begegnung“ aus 23 (Erz-)Diözesen Panamas, Costa Ricas und Nicaraguas angereist waren. Für Weihbischof Peters wurde auf dem Festival und in den zahlreichen Gesprächen deutlich, dass sich eine ganze Region auf den Weltjugendtag freut und vorbereitet: „Das Jugendfestival hat die Begeisterung der jungen Menschen spürbar werden lassen, sich als Kirche zu zeigen. Ich lade alle jungen Menschen aus Deutschland ein, die Hindernisse zu überwinden, die sich durch den Termin im Januar ergeben, und sich auf den Weg zu diesem Glaubensfest und in die Realität dieser Länder zu begeben!“

Hintergrund
Der Weltjugendtag wurde von Papst Johannes Paul II. ins Leben gerufen und findet alle zwei bis drei Jahre auf internationaler Ebene statt – zuletzt 2016 in Krakau und nun vom 22. bis 27. Januar 2019 in Panama. Die Tage der Begegnung in den (Erz-)Diözesen gehen dem zentralen Weltjugendtag in Panama-Stadt voraus und finden diesmal auch in den Nachbarländern Nicaragua und Costa Rica statt. In Deutschland wird der Weltjugendtag durch die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) koordiniert.

Tagung der katholischen Vertreter in den Gremien der Rundfunksender

26. Januar 2018 - 12:00

Die katholischen Vertreter in den Gremien der öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfundsender sowie der Landesmedienanstalten sind gestern (25. Januar 2018) zu einer Konferenz auf Einladung des Sekretärs der Deutschen Bischofskonferenz, Pater Dr. Hans Langendörfer SJ, in Bonn zusammengekommen. Bei dem Austausch ging es vor allem um die medienpolitischen Herausforderungen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten im digitalen Medienmarkt. Hintergrund ist die gegenwärtig kontrovers geführte Diskussion um eine Strukturreform der öffentlich-rechtlichen Sender sowie die bevorstehende Änderung des 22.  Rundfunkstaatsvertrags. Die Gremienvertreter hielten dazu fest: „Ein starker öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist unverzichtbar. Er muss sich daher weiterentwickeln und auch neu entstehende Kommunikationsräume adäquat nutzen dürfen. Gleichzeitig sind faire Wettbewerbsbedingungen für die Privatsender und Verlage notwendig.“ Der Gesetzgeber sei gefordert, die unterschiedlichen Interessen zu berücksichtigen.

Mit Blick auf die zunehmende Hetze und Verrohung in den sozialen Netzwerken machten die Gremienvertreter deutlich: „Öffentlich-rechtliche und private Sender sowie die Verleger sollten sich gemeinsam für Qualitätsjournalismus und eine differenzierte Debattenkultur engagieren.“ Die Gesellschaft spalte sich mehr und mehr in Teilöffentlichkeiten. Dem müsse gemeinsam gegengesteuert werden: „Es ist eine übergreifende Aufgabe der Medienunternehmen, Meinungsvielfalt zu organisieren, Werte zu vermitteln und zur gesellschaftlichen Integration beizutragen.“ Den öffentlich-rechtlichen Sendern komme aufgrund des spezifischen Auftrags eine besondere Verantwortung zu. Ihre Bestands- und Entwicklungsgarantie sowie eine solide Finanzausstattung müssten daher dauerhaft gesichert werden.

Während der Tagung informierte funk-Programmgeschäftsführer Florian Hager über die bisherige Bilanz des jungen Contentangebots von ARD und ZDF. Die Kirchen sind seit dem Sendestart am 1. Oktober 2016 mit eigenen Programmen dabei. Die Gremienvertreter würdigten die Kooperation als vorbildliche kreative Zusammenarbeit. Man wolle junge Menschen mit werteorientierten Inhalten erreichen. Das gelinge mit funk zielgruppengerecht.

Tagung der katholischen Vertreter in den Gremien der Rundfunksender

26. Januar 2018 - 9:12
Die katholischen Vertreter in den Gremien der öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfundsender sowie der Landesmedienanstalten sind gestern (25. Januar 2018) zu einer Konferenz auf Einladung des Sekretärs der Deutschen Bischofskonferenz, Pater Dr. Hans Langendörfer SJ, in Bonn zusammengekommen. Bei dem Austausch ging es vor allem um die medienpolitischen Herausforderungen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten im digitalen Medienmarkt. Hintergrund ist die gegenwärtig kontrovers geführte Diskussion um eine Strukturreform der öffentlich-rechtlichen Sender sowie die bevorstehende Änderung des 22.  Rundfunkstaatsvertrags. Die Gremienvertreter hielten dazu fest: „Ein starker öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist unverzichtbar. Er muss sich daher weiterentwickeln und auch neu entstehende Kommunikationsräume adäquat nutzen dürfen. Gleichzeitig sind faire Wettbewerbsbedingungen für die Privatsender und Verlage notwendig.“ Der Gesetzgeber sei gefordert, die unterschiedlichen Interessen zu berücksichtigen.

Mit Blick auf die zunehmende Hetze und Verrohung in den sozialen Netzwerken machten die Gremienvertreter deutlich: „Öffentlich-rechtliche und private Sender sowie die Verleger sollten sich gemeinsam für Qualitätsjournalismus und eine differenzierte Debattenkultur engagieren.“ Die Gesellschaft spalte sich mehr und mehr in Teilöffentlichkeiten. Dem müsse gemeinsam gegengesteuert werden: „Es ist eine übergreifende Aufgabe der Medienunternehmen, Meinungsvielfalt zu organisieren, Werte zu vermitteln und zur gesellschaftlichen Integration beizutragen.“ Den öffentlich-rechtlichen Sendern komme aufgrund des spezifischen Auftrags eine besondere Verantwortung zu. Ihre Bestands- und Entwicklungsgarantie sowie eine solide Finanzausstattung müssten daher dauerhaft gesichert werden.

Während der Tagung informierte funk-Programmgeschäftsführer Florian Hager über die bisherige Bilanz des jungen Contentangebots von ARD und ZDF. Die Kirchen sind seit dem Sendestart am 1. Oktober 2016 mit eigenen Programmen dabei. Die Gremienvertreter würdigten die Kooperation als vorbildliche kreative Zusammenarbeit. Man wolle junge Menschen mit werteorientierten Inhalten erreichen. Das gelinge mit funk zielgruppengerecht.

Ständiger Rat der Deutschen Bischofskonferenz debattiert Vaterunser-Bitte

25. Januar 2018 - 11:35
Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz hat sich auf seiner jüngsten Sitzung mit der Vaterunser-Bitte „Und führe uns nicht in Versuchung“ befasst. Papst Franziskus hatte in einem Interview angeregt, über die Übersetzung dieser Bitte und eine mögliche Missverständlichkeit nachzudenken. Eine Diskussion um die Vaterunser-Bitte ist daraufhin in den vergangenen Wochen breit in der Öffentlichkeit geführt worden.

Nach einer ausführlichen Erörterung der diesbezüglichen theologischen und insbesondere exegetischen Fragen sind die deutschen Bischöfe der Auffassung, dass die vorhandene Übersetzung – nicht zuletzt mit Sicht auf die konfessions- und länderübergreifende Einheitlichkeit – beibehalten werden soll. Dem Anliegen von Papst Franziskus entsprechend soll verstärkt darauf gesetzt werden, in Gesprächen, Diskussionen und Textbeiträgen die Bedeutung und den theologischen Hintergrund dieser Vaterunser-Bitte zu verdeutlichen. Die deutschen Bischöfe schließen sich damit einem Votum der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz an, das unter ihrem Vorsitzenden, Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann (Speyer), erstellt wurde.
Hinweis:
Die Stellungnahme der Glaubenskommission ist untenstehend als pdf-Datei zum Herunterladen verfügbar.

Ständiger Rat der Deutschen Bischofskonferenz debattiert Vaterunser-Bitte

25. Januar 2018 - 9:15

Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz hat sich auf seiner jüngsten Sitzung mit der Vaterunser-Bitte „Und führe uns nicht in Versuchung“ befasst. Papst Franziskus hatte in einem Interview angeregt, über die Übersetzung dieser Bitte und eine mögliche Missverständlichkeit nachzudenken. Eine Diskussion um die Vaterunser-Bitte ist daraufhin in den vergangenen Wochen breit in der Öffentlichkeit geführt worden.

Nach einer ausführlichen Erörterung der diesbezüglichen theologischen und insbesondere exegetischen Fragen sind die deutschen Bischöfe der Auffassung, dass die vorhandene Übersetzung – nicht zuletzt mit Sicht auf die konfessions- und länderübergreifende Einheitlichkeit – beibehalten werden soll. Dem Anliegen von Papst Franziskus entsprechend soll verstärkt darauf gesetzt werden, in Gesprächen, Diskussionen und Textbeiträgen die Bedeutung und den theologischen Hintergrund dieser Vaterunser-Bitte zu verdeutlichen. Die deutschen Bischöfe schließen sich damit einem Votum der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz an, das unter ihrem Vorsitzenden, Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann (Speyer), erstellt wurde.


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Die Stellungnahme der Glaubenskommission ist untenstehend als pdf-Datei zum Herunterladen verfügbar.

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