19. Februar 2017
Augenblicke der Besinnung

In der Heiligen Kommunion
haben wir
Christus
in der Gestalt von Brot.
In unserer Arbeit
finden wir ihn
in der Gestalt von Fleisch und Blut.
Es ist derselbe Christus.  

Mutter Teresa

 
















Sammlung von Newsfeeds

„Goldenes Karussellpferd“ für Erzbischof Hans-Josef Becker

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 8. Februar 2017 - 10:45
Die Arbeitsgemeinschaft der nordrhein-westfälischen Schausteller (ArGe der Schaustellerverbände in NRW) zeichnet im Jahr 2017 den Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker mit ihrem Ehrenpreis, dem „Goldenen Karussellpferd“, aus. Mit dieser einmal im Jahr vergebenen Würdigung ehren die NRW-Schausteller eine Persönlichkeit aus der Politik oder des öffentlichen Lebens, die sich in besonderer Weise um den Erhalt und die Förderung des Kultur- und Wirtschaftsgutes „Volksfest, Weihnachtsmarkt und Kirmes“ eingesetzt hat. Die Preisübergabe findet am 3. März 2017 im „Deutschen Fußballmuseum“ in Dortmund statt.

Dem Paderborner Erzbischof wird diese Ehre zuteil, um die von den Schaustellern geschätzte enge Zusammenarbeit zwischen der Kirche und dem Schaustellerwesen anlässlich des jährlichen „Liborifestes“, des großen Volksfestes rund um das Patronatsfest des Paderborner Bistumsheiligen, des heiligen Liborius, hervorzuheben. Verbunden ist damit auch der Dank an Erzbischof Becker, dass er aus seinem Erzbistum einen Priester für die deutschlandweite Seelsorge in der Katholischen Circus- und Schaustellerseelsorge freigestellt hat.

Erzbischof Becker betont: „Es ist eine große Ehre für mich, als Träger des ‚Goldenen Karussellpferdes‘ für das Jahr 2017 ausgewählt worden zu sein – vor allem angesichts der vielen prominenten Ausgezeichneten vor mir. Ich sage dies aber nicht nur aus persönlichem Stolz. Vielmehr bin ich mir bewusst, dass diese Ehrung in erster Linie einem Aushängeschild unseres Erzbistums gilt: unserem Libori-Fest, das eine jahrhundertealte Tradition hat und das es so im Grunde kein zweites Mal gibt. Paderborns ‚fünfte Jahreszeit‘ macht jedes Jahr aufs Neue deutlich, wie eng Kirche und Kirmes miteinander verbunden sind. Ich bin dankbar dafür, dass ich in meiner fast vierzehnjährigen Amtszeit als Erzbischof von Paderborn immer wieder dieses gewachsene Zusammenwirken mit den Schaustellern erleben durfte. Libori wäre ohne die Schausteller nicht dasselbe. Nicht ohne all die Karussells, die Jung und Alt so viel Freude bereiten. Dieses ganz besondere ‚Karussellpferd‘ wird deshalb für mich das ganze Jahr über symbolisch für die umfassende Freude des Libori-Festes stehen – ich danke herzlich für diese schöne Auszeichnung!“

Die Katholische Circus- und Schaustellerseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz betreut rund 36.000 Angehörige und Mitarbeiter des Schaustellergewerbes sowie 3.500 aus reisenden Zirkusunternehmen und 25.000 Angestellte in Freizeit- und Vergnügungsparks. Aufgrund der Arbeitszeiten und des ständigen Unterwegsseins ist eine Anbindung an die Pfarrgemeinden vor Ort für die Menschen dieser Berufsgruppe unmöglich. Die „Reisende Seelsorge“ stellt sich im Mitreisen auf die unterschiedlichen Bedürfnisse dieser Christen ein und sorgt für eine kontinuierliche seelsorgliche und sakramentale Begleitung. Pfarrer Sascha Ellinghaus ist derzeit der Leiter dieses Seelsorgebereiches und wird von fünf weiteren nebenamtlichen Priestern in ganz Deutschland unterstützt.

Neue Einheitsübersetzung und liturgische Bücher

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 7. Februar 2017 - 10:59
Die neue, revidierte Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift ist seit Dezember 2016 im Buchhandel erhältlich. Da diese Neufassung der Einheitsübersetzung künftig anstelle der bisherigen Fassung als offizieller katholischer Bibeltext in deutscher Sprache genutzt wird, steht auch ihre Übernahme in die liturgischen Bücher an, vorrangig in die Messlektionare.

Im Januar 2017 hat das „Forum Liturgie im deutschen Sprachgebiet“ – ein Gremium liturgieverantwortlicher Vertreter der Bischofskonferenzen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz sowie weiterer (Erz-)Diözesen im deutschen Sprachgebiet – über konkrete Schritte dieser Einführung und die hierfür notwendigen Vorbereitungen beraten. Es hat sich, einem Vorschlag der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz von September 2016 folgend, darauf verständigt, dass das erste neue Lektionar zum 1. Advent 2018 für das dann beginnende Lesejahr C erscheinen soll.

Ansprache von Papst Franziskus anlässlich der Audienz einer Delegation der Evangelischen Kirche in Deutschland

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 6. Februar 2017 - 12:14
Liebe Brüder und Schwestern,

mit Freude heiße ich Sie willkommen und begrüße Sie herzlich. Ich danke Herrn Landesbischof Bedford-Strohm für seine freundlichen Worte und freue mich über die Anwesenheit von Kardinal Marx: Dass der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz die Delegation der evangelischen Kirche in Deutschland begleitet, ist eine Frucht langjähriger Zusammenarbeit und Ausdruck einer im Laufe der Jahre gereiften ökumenischen Beziehung. Ich wünsche Ihnen, dass Sie auf diesem segensreichen Weg des geschwisterlichen Miteinanders vorankommen und mutig und entschlossen auf eine immer vollkommenere Einheit hin fortschreiten. Wir haben die gleiche Taufe: Wir müssen zusammen gehen, ohne müde zu werden!

Es ist bedeutsam, dass anlässlich des 500. Jahrestags der Reformation evangelische und katholische Christen das gemeinsame Gedenken der geschichtsträchtigen Ereignisse der Vergangenheit zum Anlass nehmen, um Christus erneut ins Zentrum ihrer Beziehungen zu stellen. Gerade „die Frage nach Gott“, die Frage: „Wie kriege ich einen gnädigen Gott?“ war „die tiefe Leidenschaft und Triebfeder [des] Lebens und [des] ganzen Weges“ von Martin Luther (BENEDIKT XVI., Begegnung mit den Vertretern der evangelischen Kirche in Deutschland, 23. September 2011). Was die Reformatoren beseelte und beunruhigte, war im Grunde der Wunsch, den Weg zu Christus zu weisen. Das muss uns auch heute am Herzen liegen, nachdem wir dank Gottes Hilfe wieder einen gemeinsamen Weg eingeschlagen haben. Dieses Gedenkjahr bietet uns die Gelegenheit, einen weiteren Schritt vorwärts zu tun, indem wir nicht grollend auf die Vergangenheit schauen, sondern im Sinne Christi und in der Gemeinschaft mit ihm, um den Menschen unserer Zeit wieder die radikale Neuheit Jesu und die grenzenlose Barmherzigkeit Gottes vor Augen zu stellen: genau das, was die Reformatoren in ihrer Zeit anregen wollten. Dass ihr Ruf zur Erneuerung Entwicklungen auslöste, die zu Spaltungen unter den Christen führten, war wirklich tragisch. Die Gläubigen erlebten einander nicht mehr als Brüder und Schwestern im Glauben, sondern als Gegner und Konkurrenten. Allzu lange haben sie Feindseligkeiten gehegt und sich in Kämpfe verbissen, die durch politische Interessen und durch Machtstreben genährt wurden, und scheuten bisweilen nicht einmal davor zurück, einander Gewalt anzutun, Bruder gegen Bruder. Heute hingegen sagen wir Gott Dank, dass wir endlich „alle Last […] abwerfen“ und brüderlich „mit Ausdauer in dem Wettkampf laufen, der uns aufgetragen ist, und dabei auf Jesus blicken“ (Hebr 12,1-2).

Ich bin Ihnen dankbar, weil Sie vorhaben, mit diesem Blick gemeinsam in Demut und mit Freimut eine Vergangenheit anzugehen, die uns schmerzt, und in Kürze miteinander einen bedeutenden Akt der Buße und der Versöhnung zu vollziehen: einen ökumenischen Gottesdienst unter dem Leitwort „Erinnerung heilen – Jesus Christus bezeugen“. So werden Sie – Katholiken und Protestanten in Deutschland – betend auf den starken Ruf antworten können, den Sie im Ursprungsland der Reformation gemeinsam vernehmen: in Gott das Gedächtnis zu reinigen, um innerlich erneuert und vom Heiligen Geist ausgesandt, dem Menschen von heute Jesus zu bringen. Mit diesem Zeichen und weiteren für dieses Jahr vorgesehenen Initiativen – der gemeinsamen Pilgerreise ins Heilige Land, der gemeinsamen Bibeltagung zur Vorstellung der neuen Bibelübersetzungen und dem ökumenischen Tag zum Thema der gesellschaftlichen Verantwortung der Christen – beabsichtigen Sie, dem Christusfest, das Sie anlässlich des Reformationsgedenkens gemeinsam feiern wollen, eine konkrete Gestalt zu verleihen. Mögen die Wiederentdeckung der gemeinsamen Glaubensquellen, die Heilung der Erinnerung in Gebet und Nächstenliebe sowie die praktische Zusammenarbeit bei der Verbreitung des Evangeliums und dem Dienst an den Mitmenschen Impulse sein, um noch rascher auf dem Weg voranzukommen.

Dank der geistlichen Verbundenheit, die sich in diesen Jahrzehnten des ökumenischen Miteinanders gefestigt hat, können wir das beiderseitige Versagen an der Einheit im Kontext der Reformation und der nachfolgenden Entwicklungen heute gemeinsam beklagen. Zugleich wissen wir – in der Wirklichkeit der einen Taufe, die uns zu Brüdern und Schwestern macht, und im gemeinsamen Hören auf den Geist – in einer bereits versöhnten Verschiedenheit die geistlichen und theologischen Gaben zu schätzen, die wir von der Reformation empfangen haben. In Lund habe ich am vergangenen 31. Oktober [2016] dem Herrn dafür gedankt und für die Vergangenheit um Vergebung gebeten. Für die Zukunft möchte ich unsere unwiderrufliche Verpflichtung bekräftigen, gemeinsam das Evangelium zu bezeugen und auf dem Weg zur vollen Einheit voranzuschreiten. Indem wir dies gemeinsam tun, kommt auch der Wunsch auf, neue Wege einzuschlagen. Immer mehr lernen wir, uns zu fragen: Können wir diese Initiative mit unseren Brüdern und Schwestern in Christus teilen? Können wir zusammen eine weitere Wegstrecke zurücklegen?

Die weiter bestehenden Differenzen in Fragen des Glaubens und der Ethik bleiben Herausforderungen auf dem Weg zur sichtbaren Einheit, nach der sich unsere Gläubigen sehnen. Der Schmerz wird besonders von den Eheleuten empfunden, die verschiedenen Konfessionen angehören. Besonnen müssen wir uns mit inständigem Gebet und all unseren Kräften darum bemühen, die noch bestehenden Hindernisse zu überwinden durch eine Intensivierung des theologischen Dialogs und durch eine Stärkung der praktischen Zusammenarbeit unter uns, vor allem im Dienst an denen, die am meisten leiden, und in der Fürsorge für die bedrohte Schöpfung. In einer Zeit, in der die Menschheit durch tiefe Risse verwundet ist und neue Formen von Ausschließung und Ausgrenzung erfährt, ruft die dringende Aufforderung Jesu zur Einheit (vgl. Joh 17,21) uns wie auch die gesamte Menschheitsfamilie auf den Plan. Auch daher ist unsere Verantwortung groß!

In der Hoffnung, dass diese Begegnung die Gemeinschaft zwischen uns weiter stärkt, bitte ich den Heiligen Geist, der Einheit schafft und erneuert, Sie auf Ihrem gemeinsamen Weg mit dem Trost, der von Gott kommt (vgl. 2 Kor 1,4), zu kräftigen und Ihnen seine prophetischen und kühnen Wege aufzuzeigen. Von Herzen rufe ich den Segen Gottes auf Sie alle und auf Ihre Gemeinschaften herab und bitte Sie, im Gebet an mich zu denken. Ich danke Ihnen sehr [und möchte Sie einladen, jetzt zusammen das Vaterunser zu sprechen]. Vatikan, 6. Februar 2017
Copyright: Libreria Editrice Vaticana
Hinweis:
Die Ansprache finden Sie untenstehend auch als pdf-Datei zum Herunterladen.

Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm sprechen mit Papst Franziskus

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 6. Februar 2017 - 12:01
Als sichtbaren Schritt der weiteren ökumenischen Verständigung bewertet der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, seine heutige Begegnung mit Papst Franziskus in Rom. Der Papst empfing eine Delegation des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) unter Leitung ihres Ratsvorsitzenden Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Die evangelische Seite hatte Kardinal Marx eingeladen, an der Begegnung mit Papst Franziskus teilzunehmen.

Kardinal Marx würdigte die Ansprache von Papst Franziskus an die Delegation der EKD als gutes Signal. Papst Franziskus hatte gesagt, dass die Kirchen auf dem „segensreichen Weg des geschwisterlichen Miteinanders“ vorankommen und mutig und entschlossen auf eine immer vollkommenere Einheit hin fortschreiten müssten: „Wir haben die gleiche Taufe: Wir müssen zusammen gehen, ohne müde zu werden“, so Papst Franziskus. „Dieses Wort ist für uns Ermutigung und Auftrag zugleich“, so Kardinal Marx. Das Wort von Papst Franziskus, der für „die Zukunft … unsere unwiderrufliche Verpflichtung bekräftigt“ habe, gemeinsam das Evangelium zu bezeugen, zeige, dass dem Heiligen Vater die Ökumene in besonderer Weise am Herzen liege.„Ich bin dankbar für die ökumenischen Impulse von Papst Franziskus. Und ich bin ebenso dankbar, bei dieser Begegnung der Ökumene in Rom dabei sein zu dürfen“, sagte Kardinal Marx. Es habe einen guten Dialog über aktuelle, gerade auch theologische Fragen, gegeben. „Das heutige Treffen verleiht der Ökumene weiteren Schwung. Wir haben als katholische und evangelische Kirche in Deutschland eine besondere Verantwortung für die Ökumene. Gerade aus dem Land, wo die Trennung begann, sollten weitere Impulse hervorgehen, um zur vollständigen Versöhnung zu gelangen“, so Kardinal Marx.

Kardinal Marx betonte, dass notwendige theologische Überlegungen wie die Frage nach der Taufe und der Eucharistie weiter erörtert werden müssten. „Für uns ist auch deutlich: 2017 ist später nicht einfach vorbei, sondern der ökumenische Weg geht weiter. Daran werden wir arbeiten.“ Positiv hob Kardinal Marx hervor, dass der Ratsvorsitzende und er Papst Franziskus nach Deutschland eingeladen hätten. „Die Tatsache, dass wir als Kirchen gemeinsam den Heiligen Vater nach Deutschland einladen, ist auch ein Zeichen unseres ökumenischen Wegs“, so Kardinal Marx.

Hinweis:
Die Ansprache von Papst Franziskus ist als Aktuelle Meldung verfügbar sowie untenstehend als pdf-Datei. Die Datei ist auch zum Herunterladen auf der Unterseite Ökumene bereitgestellt.

Kirchen bei der Berlinale

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 6. Februar 2017 - 11:14
Mit einer internationalen Ökumenischen Jury und einem Empfang sind die Kirchen wieder auf den 67. Internationalen Filmfestspielen Berlin vertreten, die vom 9. bis 19. Februar 2017 stattfinden. Über die Internationale Katholische Vereinigung für Kommunikation SIGNIS und die Internationale Kirchliche Filmorganisation INTERFILM entsenden sie in diesem Jahr:
  • Annette Gjerde Hansen, Theologin, BI Norwegian Business School Oslo (Norwegen);
  • Pfr. Dr. Hermann Kocher, Langnau i. E. (Schweiz);
  • Dr. Markus Leniger, Studienleiter an der Katholischen Akademie Schwerte;
  • Dr. Charles Martig, Direktor des Katholischen Medienzentrums, Zürich (Schweiz), Präsident;
  • Prof. Brent S. Rodriguez Plate, Hamilton College New York (USA);
  • Zsuzsanna Bányai, Animationsfilmregisseurin, Nagykovácsi (Ungarn).
Die Jury stellt sich vor beim traditionellen Ökumenischen Empfang anlässlich der Berlinale am 12. Februar 2017, 18.00 Uhr in der Katholischen Akademie in Berlin. Die Grußworte sprechen Bischof Dr. Gebhard Fürst, Vorsitzender der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, und Pastor Dr. Johann Hinrich Claussen, Kulturbeauftragter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland. Als Keynote Speaker eingeladen ist Amir Esfandiari, Head of International Affairs beim Fajr International Film Festival Teheran, wo seit 2008 eine interreligiöse Jury mit Beteiligung der christlichen Filmorganisationen etabliert ist.

Der Ökumenische Empfang findet statt:
am 12. Februar 2017, 18.00 Uhr, in der Katholischen Akademie in Berlin,
Hannoversche Straße 5, 10115 Berlin.

Eine Anmeldung ist per E-Mail beim Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz möglich unter p.hasenberg(at)dbk.de.

Akkreditierung für die ökumenische Morgenandacht anlässlich der 16. Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 2. Februar 2017 - 12:00
Anlässlich der 16. Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten am 12. Februar 2017 laden Prälat Karl Jüsten, Leiter des Kommissariats der deutschen Bischöfe in Berlin, und Prälat Dr. Martin Dutzmann, Bevollmächtigter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), zu einer ökumenischen Morgenandacht um 9.00 Uhr in der Kathedrale St. Hedwig in Berlin ein. Achtung: Dieser Gottesdienst ist nicht öffentlich.

Zur Berichterstattung ist eine eigene Akkreditierung erforderlich. Nutzen Sie dazu bitte ausschließlich das Online-Formular unter www.dbk.de. Bitte beachten Sie, dass eine Akkreditierung nur online möglich ist. Die Akkreditierung muss spätestens bis Donnerstag, 9. Februar 2017, 12.00 Uhr erfolgen. Die Akkreditierungsausweise werden am Sonntag, 12. Februar 2017, von 8.00 bis 8.45 Uhr im Bernhard-Lichtenberg-Haus (Hinter der Katholischen Kirche 3, 10117 Berlin) vergeben. Bitte bringen Sie unbedingt Ihren Presse- und Ihren Personalausweis mit. Achtung: Auch Journalisten mit einer Jahresakkreditierung „Bundespressekonferenz“ müssen sich für den Gottesdienst eigens akkreditieren!

Hinweise für Fotografen/TV-Journalisten

Aufgrund des begrenzten Platzangebotes sind innerhalb der Kathedrale St. Hedwig keine Fotografen und Kamerateams zugelassen. Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA-Bild) wird einen Poolfotografen schicken. Vor Beginn des Gottesdienstes gibt es für Fotografen und TV-Journalisten die Möglichkeit, Fotos/Aufnahmen von der Anfahrt zur Kathedrale und ein Erste-Reihe-Foto zu machen.

Für die Überlassung der Pool-Fotos setzen Sie sich bitte bis Donnerstag, 9. Februar 2017, mit KNA-Bild in Verbindung:
KNA-Bild: www.kna-bild.de; redaktion(at)kna-bild.de; Tel. 0228/26000-192.

Bischöfe veröffentlichen Wort zur erneuerten Ehe- und Familienpastoral im Licht von Amoris laetitia

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 1. Februar 2017 - 11:59
Die deutschen Bischöfe haben heute (1. Februar 2017) das Wort „,Die Freude der Liebe, die in den Familien gelebt wird, ist auch die Freude der Kirche‘ – Einladung zu einer erneuerten Ehe- und Familienpastoral im Licht von Amoris laetitia“ veröffentlicht. Papst Franziskus hatte in den Jahren 2014 und 2015 zwei Bischofssynoden zu Fragen von Ehe und Familie durchgeführt. Danach verfasste er das Nachsynodale Apostolische Schreiben Amoris laetitia, das am 8. April 2016 erschien. Die deutschen Bischöfe haben über die Bedeutung und Wegweisung dieses Dokumentes in den vergangenen Monaten intensiv beraten. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage nach den Schlussfolgerungen, die sich für die Ehe- und Familienpastoral in der Kirche Deutschlands ergibt.

Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz hat auf seiner Sitzung am 23. Januar 2017 die Ergebnisse abschließend diskutiert und in einem Dokument zusammengefasst. Darin betonen die Bischöfe den pastoralen und theologischen Nutzen von Amoris laetitia. Vor allem bringen sie ihren Respekt allen gegenüber  zum Ausdruck, die im alltäglichen Leben Ehe und Familie glaubwürdig vorleben. Die Bischöfe nennen als Konsequenzen, die sich aus Amoris laetitia ergeben, insbesondere folgende  Säulen einer Ehe- und Familienpastoral:
  • Die Ehevorbereitung bedarf einer Intensivierung, eines verbindlicheren und zugleich überzeugenderen Charakters.
  • Die Bemühungen um die Ehebegleitung sollen verstärkt werden: Eheleute und Familien, insbesondere auch in konfessionsverbindenden Ehen, sollen in der Kirche Angebote für ihre Lebenssituationen finden.
  • Die Familien sollen als Lernorte des Glaubens unterstützt und in dieser oft schwierigen Aufgabe gestärkt werden.
  • Die Zerbrechlichkeit von Ehe und Familie verlangt ein besonders sensibles Verhalten.  Papst Franziskus hat dafür den Dreiklang von Begleiten, Unterscheiden und Eingliedern ins Gespräch gebracht. Dieser Dreiklang soll die Pastoral bestimmen, woraus ein hoher Anspruch erwächst.
Zum letztgenannten Aspekt merken die Bischöfe an: Katholiken, die nach einer Scheidung zivilrechtlich wieder geheiratet haben, sind zunächst einmal eingeladen, auf die Kirche vor Ort zuzugehen, sich an ihrem Leben zu beteiligen und als lebendige Glieder der Kirche zu reifen. Für die Frage nach dem Empfang der Sakramente sehen die Bischöfe in Amoris laetitia keine allgemeine Regel und keinen Automatismus. Erforderlich sind nach ihrer Überzeugung vielmehr differenzierte Lösungen, die dem Einzelfall gerecht werden. Mit Amoris laetitia gehen die Bischöfe von einem Prozess der Entscheidungsfindung aus, der von einem Seelsorger begleitet wird.

In ihrem Dokument empfehlen die Bischöfe, den Weg von Ehe und Familie mit der Kirche zu gehen und dabei die wegweisenden und lebensnahen Worte von Papst Franziskus zu bedenken.

Hinweise:
Das Wort der Bischöfe „,Die Freude der Liebe, die in den Familien gelebt wird, ist auch die Freude der Kirche‘ – Einladung zu einer erneuerten Ehe- und Familienpastoral im Licht von Amoris laetitia“ ist untenstehend als pdf-Datei sowie im Dossier „Bischofssynode Familie“ verfügbar. Das Dokument erscheint in Kürze in der Schriftenreihe des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz „Die deutschen Bischöfe Nr. 104“ sowie als Flyer zur Auslage in den Pfarrgemeinden und Verbänden.

Kardinal Marx würdigt Bundeskanzlerin Merkel

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 1. Februar 2017 - 11:00
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat das Engagement von Bundeskanzlerin Angela Merkel gewürdigt, die Welt aus christlicher Perspektive mitzugestalten. „Das Wissen, dass sich das Paradies auf Erden nicht herstellen lässt, gibt den Christen Gelassenheit in den vorletzten Dingen. Diese innere Ruhe strahlt Angela Merkel aus. Aber sie weiß: Christen dürfen der Welt nicht einfach ihren Lauf lassen. Wir haben sie mitzugestalten! Dafür gibt uns Angela Merkel ein überzeugendes Beispiel“, sagte Kardinal Marx heute in Stuttgart in seiner Laudatio auf die Bundeskanzlerin, die mit dem Eugen-Bolz-Preis 2017 ausgezeichnet wurde. „Politik betreibt die Bundeskanzlerin aus dem christlichen Glauben heraus. Dabei trägt sie ihre christlichen Glaubensüberzeugungen jedoch nicht vor sich her“, so Kardinal Marx. Sie lebe den Glauben „eher unaufdringlich als politische Grundlage. Man sollte sich aber über ihre christliche Verwurzelung nicht hinwegtäuschen.“

Die Aufnahme der Flüchtlinge in Deutschland und die Förderung der Bereitschaft, Menschen in Not bei uns willkommen zu heißen, seien Ausgangspunkt für die Verleihung des Eugen-Bolz-Preises an die Bundeskanzlerin. „In einer kritischen Phase Europas haben Sie ein wichtiges Zeichen für Humanität gesetzt und in der Politik ein Beispiel christlicher Nächstenliebe gegeben“, betonte der Kardinal. Er warnte vor einem Erstarken populistischer Tendenzen in Europa und weltweit. Dieser Populismus gehe weit über die Kritik an einem bestimmten Politikfeld hinaus und stelle die Systemfrage, indem er die staatlichen Institutionen zu delegitimieren und die Rechtsstaatlichkeit dem vermeintlichen Mehrheitswillen der Nation unterzuordnen versuche. „Dies basiert dann noch auf einem verkrampften Begriff der Nation, der immer wieder auch mit der Religion verbunden wird. Damit werden dann undifferenzierte Schaukämpfe gegen den Islam geführt und man beruft sich auf ein kulturell enggeführtes Verständnis des Christentums“, so Kardinal Marx. Letztlich richteten sich die populistischen Bewegungen vor allem gegen das Konzept einer offenen, freien und pluralen Gesellschaft. Ein Zurück zu geschlossenen Gesellschaften sei aber weder möglich noch wünschenswert. „Und ein Rückzug auf das Nationale, auf das Geschlossene ist keine christliche Option. Der christliche Glaube will den Blick weiten, will auf eine Öffnung hinaus“, sagte Kardinal Marx.
Die Verleihung des Eugen-Bolz-Preises an Bundeskanzlerin Merkel sei Ausdruck dafür, dass ihr Einsatz geschätzt werde und die Kanzlerin nicht allein sei: „Sie stehen mit der politischen Verantwortung Ihres Amtes an einer besonders wichtigen Stelle, wenn wir diese immense politische und gesellschaftliche Herausforderung meistern wollen“. Kardinal Marx fügte hinzu: „Als Kirche begleiten wir Sie und alle, die Verantwortung tragen für unser Gemeinwesen, mit unserem Gebet.“

Der Bischof von Rottenburg-Stuttgart, Bischof Dr. Gebhard Fürst, hob in seinem Grußwort die Bedeutung des Eugen-Bolz-Preises als „ein klares Signal gegen Totalitarismus, Menschenfeindlichkeit und Verfälschung historischer Fakten“ hervor. „Als Bischof schmerzt es mich zu sehen, dass Religion immer wieder missbraucht wird, um Gewalt, Hass und Ausgrenzung zu rechtfertigen. Angesichts dessen ist es wichtiger denn je, das Andenken an jene lebendig zu halten, die – unter Lebensgefahr oder gar dem Verlust ihres Lebens – Widerstand leisteten gegen die menschenvernichtende Ideologie des Nationalsozialismus“, so Bischof Fürst. Ein außerordentliches Vorbild an Zivilcourage, die bis zum Letzten gehe, sei Eugen Bolz. Bischof Fürst wandte sich direkt an die Bundeskanzlerin: „Heute erhalten Sie den Preis für Ihr politisches Handeln in Verantwortung für die Menschen in unserem Land und in Europa. Ihr Eintreten für die Menschen auf der Flucht wurde zum Impuls für unzählige Bürgerinnen und Bürger, solidarisch humanitäre Hilfe zu leisten. Deutlich betonen Sie immer wieder, dass für engstirnigen Egoismus, ausgrenzenden Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit in unserem Land kein Platz ist.“ Mit Hochachtung verfolge er den Kurs der Bundeskanzlerin in der Flüchtlingspolitik. „In der Diözese Rottenburg-Stuttgart handeln wir bezogen auf die große Zahl von vertriebenen, flüchtenden, Schutz suchenden und vom Tode bedrohten Menschen auf analoge Weise“, so Bischof Fürst.

Hinweise:
Das Grußwort von Bischof Fürst und die Laudatio von Kardinal Marx finden Sie untenstehend als
pdf-Dateien zum Herunterladen.
Weitere Informationen zum Preis und der Veranstaltung sind unter www.eugen-bolz-stiftung.de verfügbar.

Bischof Gerhard Feige wirbt für vertieftes Verständnis von Martin Luther und dem ökumenischen Weg der Kirchen

Der Vorsitzende der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gerhard Feige (Magdeburg) wirbt für ein vertieftes Verständnis von Martin Luther. Mit der Vorbereitungsdekade auf das Reformationsgedenken und gerade im jetzigen Jahr 2017 seien dafür zahlreiche Chancen gegeben. Diese Auffassung hat Bischof Feige gestern Abend (Montag, 30. Januar 2017) anlässlich der Montagsakademie an der Theologischen Fakultät Paderborn vertreten. Die Akademie steht im Wintersemester 2016/2017 unter dem Thema „Ökumene 2017 – Grundlagen, Wege und Visionen“.

In seinem Vortrag „Von der ‚Lutherdekade‘ zum 500. Reformationsgedenken – Ein ökumenischer Lernprozess mit Perspektive?“ würdigte Bischof Feige die Bemühungen des ökumenischen Dialogs zwischen der katholischen und evangelischen Kirche. Dazu gehöre insbesondere neben der Rechtfertigungserklärung aus dem Jahre 1999 der im vergangenen Jahr veröffentlichte Text des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Deutschen Bischofskonferenz „Erinnerung heilen – Jesus Christus bezeugen“. Bischof Feige: „Davon ausgehend, dass es nach all dem, was Katholiken und Protestanten einander an Leid und Verletzungen angetan haben, noch immer zwischen ihnen manches Misstrauen und Unverständnis gibt, geht es darin um den Versuch, die negativen wie positiven Erfahrungen, die man miteinander gemacht hat, zur Sprache zu bringen und die dringend einer Klärung bedürfenden offenen Fragen zu benennen.“

Bischof Feige erinnerte auch an die vielfältigen Bemühungen der katholischen Kirche, auf dem Weg der Ökumene mutig voranzuschreiten. „Dadurch, dass sich die katholische Kirche im Laufe des Zweiten Vatikanischen Konzils ausdrücklich darauf besonnen hat, eine ‚ecclesia semper reformanda‘ – das heißt eine Kirche, die permanent der Erneuerung bedarf – zu sein, ist sie nicht etwa eine ‚Kirche der Reformation‘ geworden“, so Bischof Feige. Vielleicht könne man, wie der Jesuit und Publizist Mario von Galli 1962 gesagt habe, „davon sprechen, dass sie sich von der ‚Gegenreformation‘ verabschiedet und auf den Weg einer ‚Mitreformation‘ begeben hat. Diesen gilt es nach den ermutigenden Erfahrungen im Vorfeld des 500. Reformationsgedenkens beherzt weiter zu gehen. Das aber bedeutet, im Bemühen um eine Heilung der Erinnerungen und eine andauernde Versöhnung nicht nachzulassen, selbstkritisch die eigenen Grenzen und Schwächen wahrzunehmen und zuzugeben sowie auf die Herausforderungen des reformatorischen Erbes in und um sich kreativ einzugehen“, betonte Bischof Feige. Das bedeute auch, sich gegenseitig noch mehr im Lichte Jesu Christi zu betrachten und neidlos ins Wort zu fassen, was man aneinander schätze und vielleicht sogar bewundere, worin man spezielle Begabungen erkenne und den Geist Gottes eindrucksvoll wirken sehe. „Vor allem wäre es wirklich wichtig, die noch offenen kontroversen Fragen demütig, zielorientiert und hoffnungsvoll anzugehen … Es gibt erfreuliche Anzeichen dafür, dass der ökumenische Lernprozess der letzten Zeit uns auf dem Weg zu Christus und zueinander ein weiteres Stück vorangebracht hat. Welche Perspektive vor uns liegt, hängt freilich auch davon ab, ob wir wirklich an der Einheit der Kirche interessiert sind, wie es uns gelingt, sich in den theologischen Vorstellungen und kirchlichen Lebensvollzügen zu verständigen, und was wir letztlich dem Wirken des Heiligen Geistes zutrauen“, so Bischof Feige.

Hinweis:
Den Vortrag von Bischof Dr. Gerhard Feige finden Sie untenstehend als pdf-Datei zum Herunterladen sowie auf der Unterseite Ökumene.

Katholische Schulen präsentieren sich mit neuem Internetportal www.katholische-schulen.de

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 30. Januar 2017 - 11:59
Die deutschlandweit über 900 Katholischen Schulen in freier Trägerschaft präsentieren sich ab sofort mit einem neuen Internetportal. Unter der Adresse www.katholische-schulen.de erscheint das Angebot in einem völlig neuen Design und ist zugleich inhaltlich deutlich umfassender als bisher. „Die Seite bietet jetzt vielfältige interessante Einblicke in das Leben unserer Katholischen Schulen“, erklärt Erzbischof Hans-Josef Becker (Paderborn), Vorsitzender der Kommission für Erziehung und Schule der Deutschen Bischofskonferenz. „Es werden immer wieder neue Projekte, Konzepte und Ereignisse vorgestellt, die für das katholische Profil der Schulen typisch sind.“

Die Kommission für Erziehung und Schule der Deutschen Bischofskonferenz ist die Auftraggeberin des neuen Internetportals, das als Partnerportal von www.katholisch.de unter dem Dach der Allgemeinen gemeinnützigen Programmgesellschaft mbH (APG) betrieben wird. Die Seite www.katholische-schulen.de richte sich „an Eltern und alle Interessierten, die sich über das Angebot Katholischer Schulen informieren möchten – auch Lehrer, die sich überlegen, ob sie an einer Katholischen Schule arbeiten möchten“, so Erzbischof Becker.

Der „Schulfinder“ ermöglicht es, jede Katholische Schule in Deutschland zu finden und sich schnell einen Überblick über die Katholischen Schulen der eigenen Region zu verschaffen. Besonders interessant für Lehrkräfte dürfte der neu und komfortabel gestaltete Stellenmarkt sein, auf dem alle Träger Katholischer Schulen die Möglichkeit haben, ihre Stellenangebote zu inserieren. Neu ist auch die Rubrik „Fortbildungen“, die den Nutzer über eine Vielzahl profilspezifischer Fortbildungsangebote für Lehrerinnen und Lehrer an Katholischen Schulen informiert.

Katholische Schulen erfreuen sich in Deutschland einer ungebrochen hohen Beliebtheit. Sie werden von rund 360.000 Schülerinnen und Schülern besucht und bilden damit die größte Gruppe unter den Schulen in freier Trägerschaft. Schwerpunkte ihres Profils bilden neben der religiösen und ethischen Bildung der Einsatz für gesellschaftliche Teilhabe und Gerechtigkeit  sowie der Dialog in einer durch Vielfalt charakterisierten Gemeinschaft.

Neue Studie der Deutschen Bischofskonferenz und der VELKD

Die von der Deutschen Bischofskonferenz und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) eingesetzte Bilaterale Arbeitsgruppe (BILAG) hat in einem mehrjährigen Dialogprozess eine Studie über „Gott und die Würde des Menschen“ erarbeitet. Diese Studie wird von den beiden Vorsitzenden der Bilateralen Arbeitsgruppe, Bischof Dr. Gerhard Feige (Magdeburg), Vorsitzender der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz, und Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg), Catholica-Beauftragter der VELKD, vorgestellt. Herzlich laden wir die Kolleginnen und Kollegen der Medien zu einem Pressegespräch ein am Mittwoch, den 15. Februar 2017 um 11.00 Uhr
im „Haus am Dom“ (Domplatz 3, 60311 Frankfurt).


Neben Bischof Feige und Landesbischof Manzke werden Prof. Dr. Miriam Rose (Jena) und Prof. Dr. Wolfgang Thönissen (Paderborn), beide Mitglieder der Arbeitsgruppe, zur Methode und zu den Inhalten der Studie Auskunft geben.

Das Dokument behandelt unter anderen im Schnittfeld von Anthropologie und Ethik eine Fragestellung, die im bilateralen katholisch-lutherischen Dialog bislang noch keine intensivere Aufmerksamkeit gefunden hat, jedoch angesichts der Differenzen in manchen ethischen Einzelfragen große Aktualität besitzt. Die Studie erprobt neue Wege für den ökumenischen Umgang mit ethischen Themen und Kontroversen, indem es in Weiterführung der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre prüft, ob sich die Methode des differenzierten Konsenses auch in der ethischen Urteilsfindung bewährt und wie sich dazu der begrenzte Dissens in einzelnen ethischen Fragen verhält. Die Arbeitsgruppe hofft, dass sie mit ihrer Studie einen zukunftsweisenden Weg aufzeigt, die Gemeinsamkeiten in der Anthropologie und der Ethik zu stärken und gleichzeitig mögliche Konflikte besser zu verstehen und sachgemäß mit ihnen umzugehen. Wir bitten Medienvertreter, uns ihre Teilnahme per E-Mail an pressestelle(at)dbk.de zu bestätigen.

Journalistenausbildung in spannenden Zeiten

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 27. Januar 2017 - 10:48
Wahlen zum Bundestag, im Saarland, in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen: Deutschland steht politisch ein spannendes Jahr bevor. Gefragt sind Journalisten, die sauber recherchieren, darstellen und einordnen. Dafür ist ein solides Handwerk ebenso notwendig wie Persönlichkeitsbildung und ethische Leitlinien. All das können angehende Journalisten im Volontariat der katholischen Journalistenschule ifp (Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses) lernen. Bewerbungsschluss ist der 1. März 2017.

Die Volontäre werden fundiert und vielseitig ausgebildet. In ihren katholischen Redaktionen arbeiten sie als Teil des Teams an den jeweiligen Publikationen und Medien mit. Hinzu kommen drei Monate Praktikum in Redaktionen, die sich die Volontäre selbst suchen – sowohl in kirchlichen als auch in säkularen Medien. Weitere zwei Monate verbringen sie in multimedial angelegten Seminaren der Journalistenschule in München.

Mentorenprogramm, Sprechtraining und persönliche Begleitung Während der Ausbildung werden die Volontäre nach Tarif bezahlt. Zusatzangebote wie ein Mentorenprogramm, Journalistenreisen oder Sprechtraining erweitern die Kompetenzen. „Nach Ende des Volontariats steht der Weg in sämtliche Medien offen“, erklärt Bernhard Remmers, Journalistischer Direktor des ifp. Zentral ist die persönliche Begleitung der Volontäre in den Beruf. „Was das ifp charakterisiert, ist zudem ein geistlich-spirituelles Angebot und die besondere Atmosphäre im Haus“, so Wolfgang Sauer, Geistlicher Direktor des ifp. Bisher haben mehr als 2.000 Journalisten und Medienschaffende die Ausbildung im ifp absolviert.

Hinweise:
Weitere Informationen zum Volontariat gibt es unter www.journalistenschule-ifp.de. Die Volontäre bloggen unter http://voloblog.journalistenschule-ifp.de. Kontakt und Informationen zum Volontariat: Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses (ifp), Studienleiter Burkhard Schäfers, Telefon: 089/549 103-16, E-Mail: schaefers(at)journalistenschule-ifp.de.

Verband der Diözesen Deutschlands berät Haushaltsfragen

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 24. Januar 2017 - 12:50
Seit zwei Jahren wird der Haushalt des Verbands der Diözesen Deutschlands (VDD) auf seine Zukunftsfähigkeit hin geprüft. Dabei werden alle Institutionen und Projekte sowie deren Mitfinanzierung durch den VDD berücksichtigt. In diesem Revisionsprozess hat sich ergeben, dass bei einigen Institutionen und Projekten der Zuschuss ganz oder teilweise in nächster Zukunft entfällt.

In der Vollversammlung des VDD haben die (Erz-)Bischöfe gestern (Montag, 23. Januar 2017) den Fortgang dieses Revisionsprozesses erörtert und dabei auch über die vielfältigen  Reaktionen gesprochen, die auf den Revisionsprozess hin eingegangen sind.

Die VDD-Projektgruppe Haushalt wird beauftragt, der Vollversammlung des VDD konkrete Vorschläge für die Umsetzung der Kürzungsbeschlüsse vorzulegen. Der bereits beschlossene Weg wird fortgesetzt. Die Argumente der eingegangenen, teilweise auch öffentlichen, Reaktionen werden dabei mit in Betracht gezogen. Gleichzeitig sollen im weiteren Revisionsprozess möglichst Härten vermieden werden.
Hintergrund
Der Vollversammlung des VDD gehören die 27 (Erz-)Bischöfe der 27 (Erz-)Bistümer in Deutschland an. Vorsitzender der Vollversammlung des VDD ist Kardinal Reinhard Marx. Der VDD-Projektgruppe Haushalt gehören an: Erzbischof Dr. Heiner Koch (Berlin), Bischof Dr. Franz Josef Bode (Osnabrück), Bischof Dr. Gregor-Maria Hanke OSB (Eichstätt), Bischof Wolfgang Ipolt (Görlitz), Generalvikar Alfons Hardt (Paderborn), Generalvikar Dr. Franz Jung (Speyer), Generalvikar Dr. Clemens Stroppel (Rottenburg-Stuttgart), Finanzdirektor Hermann Josef Schon (Köln), Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz Pater Dr. Hans Langendörfer SJ (Bonn), Stellv. Geschäftsführer des VDD Dr. Matthias Meyer (Bonn).

Kritik an Sammelabschiebung nach Afghanistan

Gestern Abend (23. Januar 2017) ist die zweite Sammelabschiebung von abgelehnten Asylbewerbern nach Afghanistan durchgeführt worden. Der Vorsitzende der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Stefan Heße (Hamburg), und der Vorsitzende der Kammer für Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Manfred Rekowski (Evangelische Kirche im Rheinland), kritisieren die Rückführungen nach Afghanistan: „Kein Mensch darf in eine Region zurückgeschickt werden, in der sein Leben durch Krieg und Gewalt bedroht ist. Die Sicherheit der Person muss stets Vorrang haben gegenüber migrationspolitischen Erwägungen.“

Erzbischof Heße wies darauf hin, dass sich die Sicherheitslage in Afghanistan im Verlauf des letzten Jahres weiter verschlechtert habe: „Die innerstaatlichen bewaffneten Konflikte in Afghanistan haben sich zugespitzt, zugleich hat auch die Zahl der innerhalb des Landes in die Flucht getriebenen Menschen zugenommen.“ Da immer mehr Binnenvertriebene in der afghanischen Hauptstadt Kabul Schutz suchten, sei auch dort die Situation schwieriger geworden. „Die Berichte des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen und weiterer internationaler Organisationen deuten darauf hin, dass Rückführungen nach Afghanistan humanitär unverantwortlich sind. Wenn die Sicherheitslage prekär ist, sind auch die Menschenrechte in Gefahr“, betonte Präses Rekowski. Auch die Internationale Organisation für Migration und das Europäische Unterstützungsbüro für Asylfragen würden von einer erheblichen Verschlechterung der Sicherheitslage in Afghanistan und teilweise bürgerkriegsähnlichen Zuständen berichten.

Die beiden Kirchen sprechen sich nicht grundsätzlich dagegen aus, dass Personen, die in Deutschland keine Bleibeperspektive haben, in ihre Heimat zurückgeführt werden. Abschiebungen in lebensgefährliche Gebiete seien jedoch inakzeptabel, so Erzbischof Heße und Präses Rekowski. „Wenn ein Asylbewerber infolge eines fairen rechtsstaatlichen Verfahrens in seine Heimat zurückkehren muss, trägt unser Land die Verantwortung für sein Wohlergehen. Es muss in jedem Einzelfall geprüft werden, ob Gefahren für Leib und Leben drohen und ob eine Rückkehr tatsächlich zumutbar ist“, hoben Erzbischof Heße und Präses Rekowski hervor. Rückgeführte Personen sollten weiterhin dabei unterstützt werden, für sich und ihre Familien ein menschenwürdiges Leben aufzubauen.

Abschluss des 17. Internationalen Bischofstreffens

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 19. Januar 2017 - 10:58
Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann hat als Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz zum Einsatz für die Realisierung einer Zwei-Staaten-Lösung für Israel und Palästina aufgerufen. Anlässlich des 17. Internationalen Bischofstreffens zur Solidarität mit den Christen im Heiligen Land, das heute (Donnerstag, 19. Januar 2017) zu Ende geht, betonte Bischof Ackermann die Berufung der Christen, sich für Frieden und Gerechtigkeit im Nahen Osten einzusetzen. „Ich erlebe unter den Palästinensern im Heiligen Land weit verbreitet Lethargie und Hoffnungslosigkeit, weil auch nach Jahrzehnten noch keine stabile Friedensregelung gefunden wurde. Dieser Zustand ist unhaltbar. Er kann jederzeit wieder in unkontrollierbare Gewalt umschlagen.“

Schwerpunkt des Bischofstreffens, an dem seit Samstag (14. Januar 2017) Vertreter von zwölf Bischofskonferenzen aus europäischen und nordamerikanischen Ländern sowie aus Südafrika teilnahmen, war die Lage in den palästinensischen Gebieten. Vor 50 Jahren wurden diese Gebiete im sogenannten „Sechstagekrieg“ durch die israelische Armee besetzt.

Im Gebiet zwischen Bethlehem und Hebron konnten die Bischöfe in Augenschein nehmen, wie der fortgesetzte israelische Siedlungsbau und der Verlauf der Sicherheitsmauer die Lebensbedingungen der Palästinenser drastisch verschlechtern. So droht auch die Möglichkeit einer Zwei-Staaten-Lösung zunichtegemacht zu werden. Die Bischöfe richteten ihre Aufmerksamkeit erneut auf die schwierige Situation im Cremisan-Tal zwischen Bethlehem und Jerusalem. Der Bau der israelischen Sperranlage, durch christliche Proteste jahrelang verzögert, ist im vergangenen Jahr weit fortgeschritten. Nach Auskunft von Menschenrechtsgruppen wird damit der Zugang der dort lebenden christlichen Familien zu ihren Ländereien nahezu unmöglich gemacht.

Die Bischöfe besuchten auch die schrumpfende christliche Gemeinde in Gaza. Durch die Hilfsmaßnahmen der in Jerusalem ansässigen katholischen Organisationen ist es gelungen, die Kräfte der verbliebenen Christen stärker zu aktivieren und die Zusammenarbeit mit der muslimischen Bevölkerung zu verbessern.

Zu den geistlichen Akzenten des Bischofstreffens gehörten Gottesdienste in der Geburtskirche in Bethlehem, der Grabeskirche in Jerusalem sowie das gemeinsame Gebet mit der lokalen anglikanischen Gemeinschaft im Rahmen der Gebetswoche für die Einheit der Christen. Am Ort des jüngsten Jerusalemer Terroranschlags gedachten die Bischöfe der getöteten israelischen Soldaten.

Das Gespräch mit Menschenrechtsaktivisten wie dem früheren israelischen Parlamentspräsidenten Avraham Burg hatte die zerstörerischen Rückwirkungen der jahrzehntelangen militärischen Konfrontation auf die Psyche auch vieler Israelis und die Friedensfähigkeit ihrer Gesellschaft zum Thema. „Der Dauerzustand der Besatzung macht beide krank – Besatzer und Besetzte“, so Bischof Ackermann.

In ihrer Abschlusserklärung bezeichnen die Bischöfe die seit 50 Jahren andauernde Besatzung als „einen Skandal, an den wir uns nie gewöhnen dürfen“. Sie sprachen sich in Übereinstimmung mit Papst Franziskus und entgegen weitverbreiteter Skepsis auch weiterhin für eine Zwei-Staaten-Lösung aus, die den Lebensbedürfnissen und berechtigten Sicherheitsinteressen beider Seiten entspricht. „Die Befreiung aller Notleidenden und Bedrängten in diesem geschundenen Land bleibt unser Ziel, Gewaltlosigkeit das Mittel“, betonte Bischof Ackermann am Ende des Bischofstreffens.

Hintergrund

An der Konferenz nahmen unter Vorsitz von Bischof Declan Lang (Clifton, England) neben Bischof Dr. Stephan Ackermann teil: Bischof em. Pierre Bürcher (Rejkjavik, Island); Bischof Oscar Cantú (Las Cruces, USA); Bischof Michel Dubost (Évry, Frankreich); Erzbischof Riccardo Fontana (Arezzo-Cortona-Sansepolcro, Italien); Bischof Lionel Gendron (Saint-Jean-Longueuil, Kanada); Bischof Dr. Felix Gmür (Basel, Schweiz); Weihbischof William Kenney (Birmingham, England); Bischof William Nolan (Galloway, Schottland) sowie Weihbischof Nicholas Hudson (Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union ComECE). Darüber hinaus waren Repräsentanten der Bischofskonferenz von Südafrika sowie des Rats der Europäischen Bischofskonferenzen CCEE vertreten.

Hinweis:
Die Abschlusserklärung des 17. Internationalen Bischofstreffens ist untenstehend als pdf-Datei zum Herunterladen verfügbar.

Bischofssynode 2018: Vorbereitungsdokument vorgestellt

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 13. Januar 2017 - 13:15
Im Vatikan ist heute das Vorbereitungsdokument zur Bischofssynode 2018 vorgestellt worden. Sie steht unter dem Leitwort „Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsentscheidung“. In einer ersten Stellungnahme erklären der Vorsitzende der Kommission für Geistliche Berufe und kirchliche Dienste, Bischof Dr. Felix Genn (Münster), und der Vorsitzende der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Stefan Oster (Passau):

„Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird“ (Joh 15,11): Das ist der Plan Gottes für die Frauen und Männer jeden Zeitalters und daher auch für alle Jugendlichen des dritten Jahrtausends – ohne Ausnahme. So heißt es in der Einleitung zum Dokument, das der Synode „Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsentscheidung“ vorangeht. Damit wird der synodale Weg eröffnet, die Freude der Liebe Jesu Christi als Plan für die Jugend im dritten Jahrtausend zu entdecken. Das Dokument geht vielfach von den Jugendlichen selbst aus und beschreibt eine Kirche, die sie auf ihrem Entscheidungs- und Unterscheidungsweg zur Fülle des Lebens begleitet. Mit großer Freude wollen wir uns diesem Weg in der Berufungs- und Jugendpastoral in Deutschland anschließen. Der besondere Blick dieser Synode geht nicht nur auf die Jugend in der Welt von heute, sondern er kommt von den Jugendlichen her. Die Kirche soll durch diesen Blick „die Stimme des Herrn vernehmen, der auch heute noch spricht. Wie früher Samuel und Jeremia, so gibt es auch heute Jugendliche, die in der Lage sind, die Zeichen der Zeit zu erkennen, die der Geist uns schenkt“.

Das Dokument beginnt im ersten Teil mit einer knappen Beschreibung der „Jugendlichen in der Welt von heute“. Die Schnelligkeit der Prozesse und des Wandels, die Globalisierung, die von der Technik beherrschte Kultur und die Multireligiosität werden als Herausforderungen der Gegenwart benannt. Junge Menschen sind vielfach kritisch gegenüber Institutionen, dennoch sehnen sie sich nach festen Bezugspersonen und sind bereit, Verantwortung in Kirche und Gesellschaft zu übernehmen.

Der zweite Teil befasst sich mit dem Prozess der Berufungsfindung junger Menschen. Die Quelle für eine Entscheidung stellt dabei der Dialog mit Gott dar. Dem eigenen Gewissen kommt eine besondere Bedeutung zu. Zur Unterscheidung schlägt das Dokument den Dreischritt Erkennen, Interpretieren und Wählen vor. Die Kirche hat den Auftrag, auf diesem Weg die Jugendlichen mit Gott und zu Gott zu begleiten und an dieser Freude mitzuarbeiten. Erkennbar ist, dass Papst Franziskus diesen Weg der Kirche, wie schon in den Dokumenten Amoris laetitia und Evangelii gaudium, als einen Weg beschreibt, der froh macht und Freude schenken soll.

Der letzte große Abschnitt blickt auf die konkrete Pastoral vor Ort. Zunächst ist es dabei Aufgabe der Kirche, in mutiger Kreativität zu jungen Menschen hinauszugehen, sie zu sehen und sie zu rufen, sodass junge Menschen der Freude des Evangeliums begegnen können. Durch glaubwürdige Bezugspersonen und einladende Räume kann die Kirche Jugendlichen helfen, in der Entscheidungs- und Unterscheidungsfähigkeit im Licht des Evangeliums zu wachsen.

Den Abschluss des Dokumentes bildet ein Fragebogen zur Situation der Jugendpastoral in den einzelnen Ländern. Die große Überraschung aber erwartet einen direkt zu Beginn: Erstmals in der über 50-jährigen Geschichte der Bischofssynode wird sich der Vatikan mit einer Online-Umfrage direkt an junge Menschen wenden.

„Wir rufen – gerade die junge Generation – in unserem Land auf, sich daran zu beteiligen. Papst Franziskus wendet Euch sein Ohr zu. Nutzt diese Chance! Erhebt Eure prophetische Stimme und bringt Euch in die Kirche ein! Erfahrt die Freude, die Christus jedem Menschen im Evangelium schenkt!“

Wir hoffen sehr, dass wir auch für die westliche Kirche neue Wege finden und nicht einfach in plakativen Antworten und Forderungen stecken bleiben. Die Synode soll ein gemeinsamer Weg sein, die Freude der verschiedenen Berufungen und die Freude des Glaubens zu entdecken.

Hinweise: Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz wird sich mit dem Dokument und dem Fragebogen befassen. Auf der Internetseite des Vatikans sind das Synodendokument und der Fragebogen verfügbar. Jugendliche sind aufgerufen, sich bis Oktober 2017 im Internet direkt an der Umfrage zu beteiligen. Die Seite www.sinodogiovani2018.va soll laut dem Generalsekretär der Bischofssynode, Kardinal Lorenzo Baldisseri, am 1. März 2017 freigeschaltet werden. Den Brief des Papstes an die Jugendlichen anlässlich der Vorstellung des Vorbereitungsdokumentes der XV. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode finden Sie untenstehend als pdf-Datei zum Herunterladen.

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