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Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2019: Empfehlungsliste veröffentlicht

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 21. Februar 2019 - 10:54

Die Jury des Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises unter Vorsitz von Weihbischof Robert Brahm (Trier) hat 15 Titel für die diesjährige Empfehlungsliste des Preises ausgewählt. 60 Verlage haben sich mit 190 Büchern am Wettbewerb beteiligt. Die Entscheidung über den Preisträger wird am 19. März 2019 bekanntgegeben.

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Hinweis: Die hochauflösenden Downloaddateien aus der Bildergalerie sind für die Berichterstattung rund um den Preis unter Nennung des Copyrights frei verfügbar.

Der Preis wird im Mai 2019 in Hamburg durch den Vorsitzenden der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart), verliehen. Folgende Bücher hat die Jury, der neben Weihbischof Robert Brahm (Vorsitz), Gabriele Cramer (Münster), Cornelia Klöter (Leipzig), Bettina Kraemer (Bonn), Susanne Kriesmer (Burgbrohl), Dr. Heidi Lexe (Wien), Dr. Klara Asako Sarholz (Bottrop), Prof. Dr. Markus Tomberg (Fulda), Elisabeth Wagner-Engert (Ellgau) und Anna Winkler-Benders (Frankfurt) angehören, auf die Empfehlungsliste 2019 gesetzt:

David Arnold: Herzdenker
Übersetzt von Ulrich Thiele    
Arena Verlag, Würzburg, 2018
ab 13 Jahren

Antje Damm: Was wird aus uns?        
Moritz Verlag, Frankfurt a. M., 2018
für alle

Steven Herrick: Ich weiß, heute Nacht werde ich träumen
Übersetzt von Uwe-Michael Gutzschhahn
Thienemann-Esslinger Verlag, Stuttgart, 2018
ab 14 Jahren

Ulrich Hub: Das letzte Schaf
Mit Bildern von Jörg Mühle
Carlsen Verlag, Hamburg, 2018
ab 6 Jahren und für alle

Nikola Huppertz, Tobias Krejtschi: Meine Mutter, die Fee
Illustration: Tobias Krejtschi
Tulipan Verlag, München, 2018
ab 6 Jahren

Erin Entrada Kelly: Vier Wünsche ans Universum
Übersetzt von Birgitt Kollmann
dtv Verlagsgesellschaft, Reihe Hanser, München, 2018
ab 10 Jahren

Irmgard Kramer: 17 Erkenntnisse über Leander Blum
Loewe Verlag, Bindlach, 2018
ab 14 Jahren

Rose Lagercrantz, Eva Eriksson: Glücklich ist, wer Dunne kriegt
Übersetzt von Angelika Kutsch
Illustration: Eva Eriksson

Moritz Verlag, Frankfurt a. M., 2018
ab 7 Jahren

Agnès de Lestrade, Valeria Docampo: Die Schneiderin des Nebels
Übersetzt von Anna Taube
Illustration: Valeria Docampo
Mixtvision Verlag, München, 2018
ab 5 Jahren

Elisabeth Steinkellner: Dieser wilde Ozean, den wir Leben nennen
Beltz & Gelberg, Weinheim, 2018
ab 15 Jahren

Shaun Tan: Reise ins Innere der Stadt
Übersetzt von Eike Schönfeld
Aladin Verlag, Stuttgart, 2018
Ohne spezielle Altersangabe

Dianne Touchell: Foster vergessen
Übersetzt von Birgit Schmitz
Königskinder im Carlsen Verlag, Hamburg, 2018
ab 16 Jahren

Anja Tuckermann, Mehrdad Zaeri, Uli Krappen: Der Mann, der eine Blume sein wollte
Illustration: Mehrdad Zaeri, Uli Krappen
Tulipan Verlag, München, 2018
ab 5 Jahren und für alle

Jochen Voit, Hamed Eshrat: Nieder mit Hitler! oder Warum Karl kein Radfahrer sein wollte
Illustration: Hamed Eshrat
avant-verlag, Berlin, 2018
ab 12 Jahren

Alex Wheatle: Liccle Bit. Der Kleine aus Crongton
Übersetzt von Conny Lösch
Verlag Antje Kunstmann, München, 2018
ab 14 Jahren


Hinweise:

  •  Zum Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis der Deutschen Bischofskonferenz wird eine Arbeitshilfe „Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2019“ (Arbeitshilfen Nr. 304) mit ausführlichen Rezensionen zu den Titeln der Empfehlungsliste sowie ein Preisträgerplakat im Format DIN A1 erscheinen. Nähere Informationen hierzu werden bei der Bekanntgabe des diesjährigen Preisträgers mitgeteilt.
  • Die Fotos aller Buchtitel sind in einer Collage im Hoch- und Querformat in hoher Auflösung verfügbar. Sie finden sie zum Herunterladen in der Bildergalerie dieser Pressemitteilung.
  • Informationen zur Jury und zur Geschichte des Preises sowie alle Siegertitel inklusive Jurybegründungen seit 1979 finden Sie auf der Themenseite „Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis“ (Rubrik Themen – Auszeichnungen der Deutschen Bischofskonferenz).

Kardinal Marx: Missbrauch weltweit überwinden

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 21. Februar 2019 - 9:48

Einen Anstoß für die weltweite Überwindung des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen erhofft sich Kardinal Reinhard Marx vom derzeitigen Vatikan-Gipfel zum Thema Kinderschutz. Zum Auftakt des viertägigen Treffens räumte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz am Donnerstagmorgen (21. Februar 2019) in Rom ein, dass in manchen Ländern die Tragweite des Problems noch nicht ausreichend erkannt werde. Der vom Papst einberufene weltweite Gipfel in Vatikan werde aber dazu beitragen, „dass alle Bischöfe der Weltkirche begreifen, dass wir uns dem stellen müssen.“

Ein Ziel müsse sein, dass alle Bischöfe begreifen, dass dies eine Herausforderung sei, der sich alle überall stellen müssten. „Wir dürfen niemals mehr dulden, dass Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht werden“, erklärte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz. „Ich erhoffe mir, dass vielleicht sogar von diesen besonderen Begegnungen jetzt in diesen Tagen auch ein Impuls ausgeht in die gesamte Gesellschaft, dass wir nicht dulden, niemals weiter dulden werden, dass Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht werden. Dafür müssen wir alles tun“, so Kardinal Marx. Das furchtbare Übel des sexuellen Missbrauchs müsse überwunden werden.

An dem viertägigen Gipfeltreffen im Vatikan nehmen die Vorsitzenden aller Bischofskonferenzen, Vertreter der unierten Ostkirchen, 22 männliche und weibliche Ordensobere sowie Behördenleiter und Experten aus dem Vatikan teil. Missbrauchsopfer sollen mit Berichten von ihrem Leiden bei dem Treffen präsent sein.

Quelle: mit KNA

Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz vom 11. bis 14. März 2019 in Lingen

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 20. Februar 2019 - 11:10

Vom 11. bis 14. März 2019 findet im Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen (Bistum Osnabrück) die Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz statt. An ihr nehmen 66 Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz unter Leitung des Vorsitzenden, Kardinal Reinhard Marx, teil.

Im Mittelpunkt der Vollversammlung stehen weitere Beratungen zu den fachlichen und den übergreifenden Fragen im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch in der Kirche, das Treffen der Vorsitzenden aller Bischofskonferenzen in Rom (Februar 2019) sowie damit verbunden ein Studientag zum Thema „Die Frage nach der Zäsur. Studientag zu übergreifenden Fragen, die sich gegenwärtig stellen“. Außerdem werden die Bischöfe den Weltjugendtag in Panama auswerten.

An der Eröffnungssitzung der Vollversammlung am 11. März 2019 werden der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, sowie als Gast Kardinal Gregorio Rosa Chávez (Erzbistum San Salvador, El Salvador) teilnehmen.

Zur Berichterstattung laden wir Sie herzlich ein. Derzeit sind folgende Pressetermine geplant:


Montag, 11. März 2019:
14.30 Uhr    Pressestatement des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, zum Auftakt der Vollversammlung.
Ort: Ludwig-Windthorst-Haus, Seminarraum 1 (Hauptgebäude, 1. Etage)

15.45 Uhr    Bildtermin im Sitzungssaal zum Auftakt der Vollversammlung.
Treffpunkt: Ludwig-Windthorst-Haus, Büro Pressestelle (Seminarraum 12 im Haus C, gegenüber dem Hauptgebäude, Erdgeschoss)

18.30 Uhr    Eröffnungsgottesdienst der Vollversammlung in St. Bonifatius (Burgstraße 21C , 49808 Lingen).
Predigt: Kardinal Reinhard Marx (München und Freising), Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz


Dienstag, 12. März 2019:
7.30 Uhr     Gottesdienst in der Kapelle des Ludwig-Windthorst-Hauses.
Predigt: Kardinal Rainer Maria Woelki (Köln)

13.00 Uhr    Pressegespräch zum Thema „Studie Frauen in Leitungspositionen“ mit

  • Bischof Dr. Franz-Josef Bode (Osnabrück), Vorsitzender der Pastoralkommission und der Unterkommission Frauen in Kirche und Gesellschaft der Deutschen Bischofskonferenz;
  • Dr. Andrea Qualbrink (Münster), Leiterin des Studienprojekts „Frauen in Leitungspositionen deutscher Ordinariate/Generalvikariate 2018“;
  • Birgit Mock (Bonn), Geschäftsführerin des Hildegardis-Vereins und Koordinatorin des Projekts „Mentoringprogramm für Frauen“.

Ort: Ludwig-Windthorst-Haus, Seminarraum 1 (Hauptgebäude, 1. Etage)

19.30 Uhr    Einladung des Bistums Osnabrück für die akkreditierten Journalisten zu einem Abendessen mit weiteren Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz.
Ort: Ludwig-Windthorst-Haus, Speisesaal 2


Mittwoch, 13. März 2019:
7.30 Uhr     Gottesdienst in der Kapelle des Ludwig-Windthorst-Hauses.
Predigt: Bischof Dr. Franz-Josef Bode (Osnabrück), stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz

13.00 Uhr    Pressegespräch zum Thema „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen: Aufarbeitung und Prävention – Informationen zum aktuellen Stand“ mit

  • Bischof Dr. Stephan Ackermann (Trier), Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen des sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich und für Fragen des Kinder- und Jugendschutzes.

Ort: Ludwig-Windthorst-Haus, Seminarraum 1 (Hauptgebäude, 1. Etage)


Donnerstag, 14. März 2019:
7.30 Uhr    Gedächtnisgottesdienst für die verstorbenen Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz in der Kapelle des Ludwig-Windthorst-Hauses.
Predigt: Erzbischof Hans-Josef Becker (Paderborn)

14.00 Uhr    Abschlusspressekonferenz mit

  • dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und
  • dem Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, Pater Dr. Hans Langendörfer SJ.

Ort: Ludwig-Windthorst-Haus, Seminarraum 1 (Hauptgebäude, 1. Etage)



Hinweise:

  • Tagungsort: Die Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz tagt im Ludwig-Windthorst-Haus, Gerhard-Kues-Str. 16, 49808 Lingen. Sie ist nicht öffentlich.
  • Akkreditierung: Für die Pressetermine ist eine eigene Akkreditierung der Journalisten erforderlich. Nutzen Sie dazu bitte ausschließlich das Online-Formular unter www.dbk.de/presse/akkreditierungs-portal/. Bitte beachten Sie, dass eine Akkreditierung nur online möglich ist. Die Akkreditierung muss spätestens bis zum 7. März 2019 (12.00 Uhr) erfolgen. Die Akkreditierungsausweise können Sie ab Montag, 11. März 2019, ab 11.00 Uhr im Foyer des Ludwig-Windthorst-Hauses abholen. Eine Nutzung der Arbeitsräume oder ein Besuch der Pressetermine ist nur mit dem Akkreditierungsausweis möglich!
  • Eucharistiefeiern: Zur Teilnahme am Eröffnungsgottesdienst in der St. Bonifatiuskirche am 11. März 2019 um 18.30 Uhr sowie an den morgendlichen Gottesdiensten am 12., 13. und 14. März 2019 um 7.30 Uhr in der Kapelle des Ludwig-Windthorst-Hauses sind Sie herzlich eingeladen.
  • Fernsehaufnahmen und Fotografieren während des Eröffnungsgottesdienstes in St. Bonifatius (11. März 2019, 18.30 Uhr) und während der morgendlichen Gottesdienste am 12., 13. und 14. März 2019 um 7.30 Uhr in der Kapelle des Ludwig-Windhorst-Hauses: Für die Gottesdienste in St. Bonifatius und in der Kapelle des Ludwig-Windthorst-Hauses ist eine Dreherlaubnis erforderlich (erfolgt über die Pressestelle des Bistums Osnabrück pressestelle(at)bistum-os.de). Um den Ablauf der Gottesdienste reibungslos zu gestalten, müssen sich die akkreditierten Kamerateams auf zwei abgekordelten Positionen rechts und links vor dem Altarraum verteilen, die nach der Predigt geräumt werden. Ein Wechsel zwischen beiden Positionen ist während des Gottesdienstes nicht möglich. Am Ende des Gottesdienstes können beim Auszug der Bischöfe wieder Filmaufnahmen gemacht werden.
  • Journalistenabend – Einladung des Bistums Osnabrück: Bischof Dr. Franz-Josef Bode lädt alle akkreditierten Journalisten am Dienstag, 12. März 2019, um 19.30 Uhr zu einem Abendessen mit weiteren Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz im Ludwig-Windthorst-Haus ein. Eine Rückmeldung ist notwendig. Kreuzen Sie dazu bitte das entsprechende Feld im Online-Formular an.
  • Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz: Die Pressestelle ist von Montag, 11. März 2019, 9.00 Uhr, bis Donnerstag, 14. März 2019, 17.00 Uhr, im Ludwig-Windthorst-Haus Lingen zu erreichen (Tel: 0591 610972–16, Fax: 0591 610972–19, E-Mail: pressestelle(at)dbk.de).
  • Pressearbeitsraum: Der Arbeitsraum für Journalisten befindet sich im Seminarraum 14 im Haus C, gegenüber dem Hauptgebäude des Ludwig-Windthorst-Hauses (Erdgeschoss).
  • Stellplätze: Falls Sie auf dem Gelände des Ludwig-Windthorst-Hauses einen Stellplatz für einen Ü-Wagen benötigen, melden Sie sich bitte umgehend bei der Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz bzw. vermerken dies im Online-Akkreditierungsformular.


Weitere Informationen zur Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz finden Sie im Pressebereich sowie auf der Themenseite Vollversammlung.

Die katholische Journalistenschule ifp bildet Volontäre aus: Bewerbungsschluss ist der 1. März 2019

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 20. Februar 2019 - 9:01

Ob als Reporter, Datenjournalistin oder Blattmacher – Absolventen der katholischen Journalistenschule ifp (Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses e. V.) prägen die Medien. Sie blicken hinter die Kulissen des Kanzleramts, begleiten Krisenhelfer bei der Arbeit und sprechen mit denen, die öffentlich wenig Gehör finden. Dafür sind ein solides Handwerk, eine gestandene Persönlichkeit und ethische Leitlinien notwendig. All dies lernen angehende Journalisten im Volontariat beim ifp. Bewerbungsschluss für die nächste Ausbildungsrunde ist der 1. März 2019. Für ein weiteres Ausbildungsangebot, die Studienbegleitende Journalistenausbildung, endet die Bewerbungsfrist am 31. Mai 2019.

Redaktion plus Journalistenschule

Die Volontäre werden multimedial ausgebildet und nach Tarif bezahlt. In ihren Redaktionen arbeiten sie an den jeweiligen Publikationen mit. Hinzu kommen drei Monate Praktikum, vor allem in säkularen Medien. In den Seminaren am ifp mit einer Gesamtdauer von zwei Monaten vermitteln erfahrene Referenten die journalistischen Grundlagen. Anschließend steht den Volontären der Weg in alle Medien offen. Neu ist, dass sich die Volontäre schon während der Ausbildung spezialisieren können, etwa auf Datenjournalismus, Mobile Reporting oder Unternehmerjournalismus.

Mentorenprogramm, Sprechtraining, persönliche Begleitung

Zusatzangebote wie ein Mentorenprogramm, Journalistenreisen und Sprechtraining erweitern die Kompetenzen der Volontäre. „Medien müssen sich das Vertrauen der Menschen immer wieder erarbeiten. Dazu braucht es einen qualitätsorientierten Journalismus. Den gibt es nur mit einer guten Ausbildung. Das ifp leistet diese erfolgreich seit über 50 Jahren“, erklärt Bernhard Remmers, Journalistischer Direktor der katholischen Journalistenschule. Zentral ist die individuelle Begleitung der Volontäre: „So findet jeder seinen persönlichen Weg in den Beruf“, sagt Studienleiter Burkhard Schäfers.


Hinweise:

Weitere Informationen zum Volontariat gibt es unter www.journalistenschule-ifp.de. Die Volontäre bloggen unter http://voloblog.journalistenschule-ifp.de.
Kontakt und Informationen zum Volontariat: Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses e. V. (ifp), Studienleiter Burkhard Schäfers, Telefon: 089/549103–16, E-Mail: schaefers(at)journalistenschule-ifp.de.

Deutsche Bischofskonferenz gibt Stellungnahme zu jüdisch-orthodoxen Erklärungen zum Christentum ab

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 13. Februar 2019 - 11:32

Gott wirkt weiterhin im Volk des alten Bundes.“ Unter dieses Leitwort von Papst Franziskus stellt die Deutsche Bischofskonferenz eine aktuelle Stellungnahme zu zwei jüdisch-orthodoxen Erklärungen zum Christentum. Sie ist die erste Bischofskonferenz, die eine Stellungnahme zu diesen Erklärungen veröffentlicht.

2017 hatten die Europäische Rabbinerkonferenz, der Amerikanische Rabbinerrat und das Israelische Oberrabbinat das 50-jährige Jubiläum der Konzilserklärung Nostra aetate zum Anlass genommen, um eine gemeinsame Erklärung über die christlich-jüdischen Beziehungen „Zwischen Jerusalem und Rom“ abzugeben. Schon zwei Jahre zuvor hatte eine Gruppe von Rabbinern, die seit vielen Jahren im Dialog mit der katholischen Kirche engagiert sind, die Erklärung „Den Willen unseres Vaters im Himmel tun: Hin zu einer Partnerschaft zwischen Juden und Christen“ veröffentlicht.

Die deutschen Bischöfe äußern in dem heute veröffentlichten Dokument ihre Dankbarkeit, dass die orthodoxen Rabbiner die positive Entwicklung der christlich-jüdischen Beziehungen seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil würdigen und Christen als „Partner, enge Verbündete und Brüder bei unserer gemeinsamen Suche nach einer besseren Welt“ anerkennen. Sie sprechen sich für eine engagierte Fortsetzung des Dialogs mit den Rabbinern aus, der theologische Fragen ebenso umfasst wie die gemeinsame Wahrnehmung von sozialer und politischer Verantwortung.

Mit Blick auf die politische Aktualität erklären die Bischöfe: „Wir sind dankbar, dass die Rabbiner auf die schwierige Lage der Christen im Mittleren Osten und anderen Teilen der Welt aufmerksam machen, deren Religionsfreiheit stark eingeschränkt ist, die sozial diskriminiert und nicht selten offen verfolgt werden. Der Verurteilung ‚jede(r) Gewalt gegen Personen aufgrund ihres Glaubens oder ihrer Religion‘ sowie ‚alle(r) Akte von Vandalismus, mutwilliger Zerstörung und/oder Entweihung von heiligen Stätten aller Religionen‘ stimmen wir vorbehaltlos zu und versichern unseren jüdischen Partnern, dass auch wir uns weiterhin gegen jede Form von Antisemitismus und für die Förderung jüdischen Lebens einsetzen werden – eingedenk des Wortes des Propheten Sacharja: ‚Wer euch antastet, tastet meinen Augapfel an.‘ (Sach 2,12)“



Hinweise:
Die Stellungnahme der Deutschen Bischofskonferenz ist untenstehend als pdf-Datei verfügbar.

Die Erklärung „Zwischen Jerusalem und Rom“ ist auf der Internetseite der Israelitischen Kultusgemeinde Wien und die Erklärung „Den Willen unseres Vaters im Himmel tun“ auf der Internetseite The Center for Jewish-Christian Understanding & Cooperation verfügbar.

Bund, Länder und Kirchen verlängern Anmeldefrist der Stiftung Anerkennung und Hilfe

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 12. Februar 2019 - 11:39

Die Stiftung Anerkennung und Hilfe erbringt Anerkennungs- und Unterstützungsleistungen an Betroffene, die zwischen 1949 und 1975 als Kinder oder Jugendliche in der Bundesrepublik Deutschland bzw. im Zeitraum von 1949 bis 1990 in der ehemaligen DDR in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe oder stationären Einrichtungen der Psychiatrie Leid und Unrecht erfahren haben und heute noch an den Folgen leiden. Um Stiftungsleistungen erhalten zu können, war es bisher erforderlich, dass Betroffene sich spätestens bis zum 31. Dezember 2019 an eine Anlauf- und Beratungsstelle wenden und sich dort für Leistungen anmelden.

Bund, Länder und Kirchen haben sich nun als Errichter der Stiftung gemeinsam dazu entschlossen, die Anmeldefrist zum Erhalt von Stiftungsleistungen um ein Jahr bis zum 31. Dezember 2020 zu verlängern.

Bundesminister Hubertus Heil: „Die Verlängerung der Anmeldefrist ist wichtig, da viele Betroffene den Weg zur Stiftung noch nicht gefunden haben. Auch Betroffene, die erst spät von der Stiftung erfahren haben oder noch Zeit brauchen, um innere Widerstände gegen eine Offenbarung ihres Schicksals zu überwinden, sollen nicht ausgeschlossen bleiben.“

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx: „Die Stiftung wurde von Bund, Ländern und Kirchen errichtet, um möglichst viele Betroffene von Unrecht und Leid zu erreichen und ihnen das zu bieten, was sie im Namen trägt – Anerkennung und Hilfe. Mit der Verlängerung der Anmeldefrist verbinden wir die Hoffnung, dass sich nun auch Betroffene an die Stiftung wenden und die Hilfsangebote wahrnehmen können, die dazu aus den unterschiedlichsten Gründen bisher noch nicht in der Lage waren.“

Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm: „Kirchliche Einrichtungen stehen für das Evangelium und damit für die Botschaft der Liebe Gottes. Wo diese Liebe mit Füßen getreten wurde, indem Schutzbefohlene Unrecht und Leid erfahren haben, erfüllt uns das mit Scham. Ihr Leid muss anerkannt werden. Und wo es möglich ist, muss ihnen geholfen werden. Es ist deswegen gut, dass die Anmeldefrist nun verlängert wurde.“

Die Ministerin für Soziales, Integration und Gleichstellung in Mecklenburg-Vorpommern und Vorsitzende der 96. Arbeits- und Sozialministerkonferenz, Stefanie Drese: „Die Unterstützungen der Stiftung sind Ausdruck der staatlichen und gesellschaftlichen Anerkennung des Unrechts, welches den Betroffenen widerfahren ist. Deshalb freue ich mich sehr, dass sie nun mehr Zeit erhalten, sich bei der Anlauf- und Beratungsstelle zu melden. Mit der Verlängerung der Anmeldefrist wird der Beitrag zur öffentlichen und individuellen Anerkennung sowie zu finanziellen Hilfen für Menschen, die in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe oder der Psychiatrie Leid und Unrecht erfahren mussten, aufrechterhalten.“

Der überregionale Fachbeirat der Stiftung Anerkennung und Hilfe, der sich aus Betroffenen, Interessenvertreterinnen und Interessenvertretern von Betroffenen sowie Sachverständigen zusammensetzt, begrüßt es sehr, dass die Anmeldefrist um ein Jahr verlängert und die Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung intensiviert wurde. Aus seiner Sicht sollte der Öffentlichkeitsarbeit auch in Zukunft eine hohe Bedeutung beigemessen werden. Ein besonderes Augenmerk muss dabei auf die Betroffenen, die heute immer noch in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe oder der Psychiatrie leben, gelegt werden. Der Fachbeirat geht davon aus, dass insbesondere durch motivierende Zeitungsartikel, Radio- oder Fernsehbeiträge Betroffenen die Angst davor genommen werden könnte, erlebtes Leid und Unrecht gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Anlauf- und Beratungsstellen zu offenbaren – und so der Eine oder die Andere ermutigt wird, sich bei der Stiftung anzumelden.

Anlauf- und Beratungsstellen der Stiftung sind seit 2017 in allen 16 Bundesländern eingerichtet. Genauere Informationen zu den Anlauf- und Beratungsstellen und zur Stiftung Anerkennung und Hilfe bieten der barrierefreie Internetauftritt www.stiftung-anerkennung-hilfe.de und das Infotelefon der Stiftung (0800/ 221 2218).

Ökumenischer Empfang der Kirchen bei der 69. Berlinale

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 10. Februar 2019 - 15:04

Bei ihrem traditionellen ökumenischen Empfang anlässlich der 69. Internationalen Filmfestspiele Berlin haben die katholische und evangelische Kirche heute den scheidenden Leiter der Berlinale, Dieter Kosslick, geehrt. Von der Internationalen Kirchlichen Filmorganisation INTERFILM und der Internationalen Katholischen Vereinigung für Kommunikation SIGNIS erhielt Kosslick den Ehrenpreis der Ökumenischen Jury.

In seiner Begrüßung mahnte der Vorsitzende der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart), als Basis allen Handelns in der demokratischen Gesellschaft ein wahrheitsgetreues Bild der Wirklichkeit an. „Wir müssen alle Sachverhalte kennen, um eine Grundlage für unser Handeln zu haben, für unsere Entscheidungen darüber, wie wir unsere Gesellschaft gestalten wollen. Wir können dabei nicht alle Sachverhalte selbst prüfen, um so ein wahrheitsgetreues Bild von der Wirklichkeit zu gewinnen, sondern wir brauchen dazu Vermittler. Die Medien haben hier ihre wichtige gesellschaftliche Funktion“, so Bischof Fürst. Ausdrücklich ging er auch auf den bei der Berlinale gezeigten Film Grâce à Dieu von Francois Ozon ein, der sich mit sexuellem Missbrauch in der Kirche beschäftigt. „Den Blick darauf zu werfen ist unbestreitbar schmerzhaft, aber wir haben uns seitens der katholischen Kirche für den Weg der rückhaltlosen Aufklärung entschieden. Wir müssen die realen Probleme hier in Deutschland lösen, aber damit wir uns ein Bild machen können, was Missbrauch bedeutet, vor allem für die Opfer, sind auch Filme wichtig, die hier Impulse geben“, sagte Bischof Fürst. Die Wahrnehmung einer fremden Welt sei kein Zeitvertreib.

Der Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Pastor Dr. Johann Hinrich Claussen, hob hervor: „Das deutsche Kino befindet sich in einer Krise, nicht nur wirtschaftlich oder technologisch. Als Teil des deutschen Kulturlebens muss es sich auch inhaltlich und politisch in einem raueren Klima behaupten. Es gibt gezielte Angriffe von Rechtsextremen gegen Kulturschaffende, auch aus der Welt des Films. Da braucht es mehr Solidarität untereinander, ein Einstehen füreinander. Zugleich sollte der Zivilgesellschaft deutlich sein, was für ein Kulturgut das Kino darstellt und welchen Beitrag es für eine demokratische Kultur leisten kann, wenn es den Blick öffnet, Grenzen überwindet, Verbindungen stiftet, Unbekanntes und Unerhörtes ins Bild setzt.“

In ihrer Laudatio auf Dieter Kosslick sagte die Präsidentin von INTERFILM, Pastorin Prof. Dr. Julia Helmke, dass der Preis „ein Zeichen der Dankbarkeit für die dauerhafte und substantielle Unterstützung der von INTERFILM und SIGNIS getragenen Ökumenischen Jury bei den Filmfestspielen und damit für die Bemühungen der beiden Filmorganisationen, für herausragende Werke der Filmkunst in Kirche und Gesellschaft Aufmerksamkeit, Verständnis und Anerkennung zu erzeugen“ sei. Die Berlinale unter Dieter Kosslick habe sich auch zu einem politischen Festival entwickelt: „Man erkennt vielleicht erst heute, nach der Erschütterung zahlreicher politischer, moralischer und kulturell-kommunikativer Gewissheiten, den Wert und die Bedeutung dieser entschiedenen Positionierung.“ Die Laudatorin betonte, dass Dieter Kosslicks Berlinale den „Bogen der Wahrnehmung, der Erfahrung, der Erkenntnis und des Widerspruchs so weit wie möglich gespannt hat, als Anwältin kultureller Vielfalt und Anteilnahme, als ein Leuchtturm des weitesten Horizonts“.

Beim Empfang wurde auch die diesjährige Ökumenische Jury vorgestellt. Ihr gehören an: Dr. Anna Grebe (Jurypräsidentin, Medienwissenschaftlerin, Deutschland), Pamela Aleman (Pressesprecherin der Diözese Hamilton, Kanada), Rev. Micah Bucey (Pfarrer, USA), Sr. Dr. Dominic Dipio (Literaturprofessorin, Uganda), Dr. Margrit Frölich (Studienleiterin Evangelische Akademie Frankfurt am Main, Deutschland) und Kristine Greenaway (Autorin und Übersetzerin, Kanada).



Hinweise:

Das Grußwort von Bischof Dr. Gebhard Fürst sowie die Laudatio von Prof. Dr. Julia Helmke sind untenstehend als pdf-Dateien verfügbar.

Internationaler Tag des Gebets und der Reflexion gegen den Menschenhandel

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 7. Februar 2019 - 10:00

Der 8. Februar ist der Gedenktag der hl. Josephine Bakhita (1869-1947), Schutzpatronin der Opfer von Sklaverei. Aus diesem Anlass begehen katholische Christen in aller Welt einen Tag des Gebets und der Reflexion gegen den Menschenhandel. Weihbischof Ansgar Puff (Köln), stellvertretender Vorsitzender der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz, der in deren Auftrag das kirchliche Engagement in diesem Bereich begleitet, unterstreicht die Bedeutung des Gedenktages: „Das Fest der hl. Josephine Bakhita führt uns die Grausamkeit des Menschenhandels schonungslos vor Augen: Ein Mädchen wird verschleppt und misshandelt, für ihre Besitzer ist es nichts als ein Gebrauchsgegenstand; das Leid, das Menschen ihm zufügen, schreit zum Himmel. Und zugleich zeigt sich an seinem Beispiel: Gott steht auf der Seite derer, die sich gegen die Sklaverei erheben und die Würde des Menschen verteidigen.“

Josephine Bakhita war bereits als Kind im sudanesischen Darfur versklavt worden; schließlich gelangte sie nach Italien, wo sie mit Hilfe einer Ordensgemeinschaft die Freiheit errang. Sie ließ sich taufen, wurde selbst Ordensschwester und erfuhr im norditalienischen Schio schon zu Lebzeiten Verehrung. Papst Johannes Paul II. hat sie im Jahr 2000 heiliggesprochen. In seiner Enzyklika Spe salvi veranschaulicht Papst Benedikt XVI. an ihrem Beispiel die Reichweite der christlichen Hoffnung: „Nun hatte sie ‚Hoffnung‘ – nicht mehr bloß die kleine Hoffnung, weniger grausame Herren zu finden, sondern die große Hoffnung: Ich bin definitiv geliebt, und was immer mir geschieht – ich werde von dieser Liebe erwartet. ... Durch diese Hoffnungserkenntnis war sie ‚erlöst‘, nun keine Sklavin mehr, sondern freies Kind Gottes.“

Weihbischof Puff betont die Aktualität des Schicksals von Josephine Bakhita: „Der Skandal der Sklaverei ereignet sich mitten unter uns. In Deutschland leiden Tausende von Menschen unter Zwangsprostitution und Arbeitsausbeutung. Der heutige Gebetstag ist ein Tag der Solidarität mit den Opfern.“ Kirchengemeinden und kirchlichen Initiativen, die sich an dem Gebetstag beteiligen, wird der Gebetstext empfohlen, den der Heilige Vater anlässlich des diesjährigen Bakhita-Tages sprechen wird.

Papst Franziskus räumt dem Kampf gegen den Menschenhandel einen besonderen Stellenwert ein. 2014 wurde in seiner Anwesenheit die „Santa Marta Group“ gegründet, in der Bischöfe, Ordensschwestern und leitende Polizeibeamte zur Bekämpfung des Menschenhandels und Unterstützung der Opfer zusammenarbeiten. Im gleichen Jahr unterzeichnete er mit hochrangigen Würdenträgern anderer Religionsgemeinschaften im Vatikan eine Erklärung, die dazu aufruft, die „moderne Sklaverei weltweit bis 2020 und für alle Zeiten abzuschaffen“. Eine aktuelle Initiative des Papstes ist die pastorale Orientierungshilfe, die die vatikanische Abteilung für Migranten und Flüchtlinge im Januar 2019 veröffentlicht hat (Pastoral Orientations on Human Trafficking). Darin werden Ursachen und Formen des Menschenhandels analysiert und konkrete Empfehlungen zur Bekämpfung der „modernen Sklaverei“ gegeben.


Hintergrund

Unter „moderner Sklaverei“ bzw. „Menschenhandel“ versteht man verschiedene Formen der Unterwerfung und Ausbeutung. Laut den „Global Estimates of Modern Slavery” waren 2017 mehr als 40 Millionen Menschen Opfer moderner Sklaverei (v. a. sexuelle Ausbeutung und Arbeitsausbeutung); mehr als zwei Drittel waren Frauen. Für Deutschland wird geschätzt, dass bis zu 167.000 Personen von moderner Sklaverei betroffen sind.

Für das internationale kirchliche Engagement gegen den Menschenhandel ist die Santa Marta Group von Relevanz. Sie geht auf eine Initiative der Bischofskonferenz von England und Wales zurück und wurde 2014 im vatikanischen Gästehaus Domus Sanctae Marthae gegründet. Aus Deutschland sind Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz, der katholischen Frauenrechtsorganisation Solwodi und des Bundeskriminalamts beteiligt.

Die katholischen Organisationen, die sich in Deutschland gegen den Menschenhandel engagieren, haben sich 2014 auf Anregung der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz in der „Arbeitsgruppe Menschenhandel“ zusammengeschlossen. Neben dem Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz und dem Katholischen Büro in Berlin sind darin der Deutsche Caritasverband, die Deutsche Kommission Justitia et Pax, Renovabis, Solwodi, IN VIA und das Fraueninformationszentrum Stuttgart vertreten. Seit 2018 ist der stellvertretende Vorsitzende der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz, Weihbischof Ansgar Puff (Köln), für die Thematik zuständig.



Hinweise:

Das Gebet zur Heiligen Josephine Bakhita und ihre Vita (Auszug aus der Enzyklika Spe salvi von Papst Benedikt XVI.) ist untenstehend als pdf-Datei verfügbar. Die Pastoralen Orientierungen des Vatikans zum Thema Menschenhandel (Pastoral Orientations on Human Trafficking) finden Sie auf der Internetseite der vatikanischen Abteilung für Migranten und Flüchtlinge.

Weitere Informationen zum Thema Menschenhandel sind unter weltkirche.katholisch.de, santamartagroup.com und migrants-refugees.va verfügbar.

Bischöfliche Kommission Adveniat besuchte Ecuador

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 4. Februar 2019 - 10:12

Das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat wird die Amazonassynode, zu der Papst Franziskus für den Herbst 2019 nach Rom eingeladen hat, intensiv begleiten und die Themen nach Deutschland bringen. Das kündigte Weihbischof Dr. Reinhard Hauke (Erfurt), stellvertretender Vorsitzender der Adveniat-Kommission, zum Abschluss einer Reise der Kommission nach Ecuador an. „Der Schutz des gemeinsamen Hauses im Amazonasbecken ist eine Überlebensfrage für die gesamte Welt. Die Amazonassynode hat daher auch eine große Bedeutung für Deutschland“, sagte Weihbischof Hauke. „Es geht aber nicht nur um die ökologische Frage, sondern auch um den Schutz der mehr als 400 indigenen Völker, die dort leben.“ Weihbischof Hauke betonte, dabei gehe es nicht um Folklore, sondern auch um die Bewahrung des Wissens und der Spiritualität der Indigenen.
 
Mit dem panamazonischen kirchlichen Netzwerk Repam (Red Eclesial PanAmazonia), das seinen Sitz in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito hat, verfüge die Kirche über ein innovatives Instrument, das auch politisch wirke und die Menschenrechte der Indigenen einklage. „Es ist gut, dass Adveniat das Netzwerk nicht nur fördert, sondern gleichzeitig auch aktives Mitglied des Netzwerkes ist“, sagte Weihbischof Hauke. Adveniat helfe auf diese Weise auch, das Kreuz, das die Armen in Lateinamerika tragen müssen, mitzutragen.

Die Bischöfliche Kommission Adveniat hatte eine Woche lang Ecuador bereist und sich dabei intensiv über die Situation im Amazonasraum informiert. In Puyo, wo 2014 der Beschluss zur Gründung von Repam gefallen war, besuchte die Kommission Siedlungen der Kichwa-Indigenen und Adveniat-Projekte, die insbesondere der Bildung dienen. „Die Indigenen müssen befähigt werden, ihre Rechte auch international selbst einzufordern“, so Weihbischof Hauke.

Ein weiteres Thema der Dialogreise der Kommission war die Situation der Flüchtlinge aus Venezuela. Mehr als eine halbe Million Menschen aus dem krisengeschüttelten Venezuela sind derzeit in Ecuador. Das Land Ecuador zählt 16,7 Millionen Einwohner. Kirchliche Einrichtungen und Orden betreuen viele der Flüchtlinge. Adveniat unterstützt Flüchtlingsprojekte zum Beispiel in Quito.

In einer Unterkunft für Flüchtlinge bei Maristenbrüdern in Quito traf die Delegation auch den stellvertretenden Vorsitzenden der Venezolanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Mario Moronta Rodríguez von San Cristóbal de Venezuela, sowie den Apostolischen Nuntius in Venezuela, Andrés Carrascosa Coso. Mehrere Flüchtlinge aus Venezuela berichteten von ihren Erfahrungen auf der Flucht aus dem Land sowie von den Gründen für ihre Flucht. „Ich habe 31 Jahre als Lehrer in einer kirchlichen Schule gearbeitet“, berichtete ein Flüchtling. „Aber der Lohn von mir und meiner Frau reichte einfach nicht mehr zum Überleben für meine Familie.“

In der Basilica del Voto Nacional in Quito feierten die Bischöfe gemeinsam mit Erzbischof Moronta und Nuntius Carrascosa einen Gottesdienst mit Flüchtlingen aus Venezuela. „Der Einsatz und Schutz für Flüchtlinge aus Venezuela ist eine wesentliche Aufgabe für Adveniat“, betonte Weihbischof Hauke.

In Esmeraldas an der Pazifikküste Ecuadors informierte sich die Kommission über die Lebensumstände der Menschen 30 Monate nach dem verheerenden Erdbeben. Das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat hatte hier Wiederaufbauhilfe geleistet. Bischof Eugenio Arellano Fernández, Apostolischer Vikar von Esmeraldas, berichtete zudem von der wichtigen Arbeit der Kirche in den Bereichen Erziehung und Afropastoral.

Man habe einen guten Einblick über die Kirche in Ecuador bekommen, so Weihbischof Hauke. Die ganzheitliche Pastoralarbeit der Kirche sei insbesondere dort wichtig, wo es um die Sorge für die Armen gehe. Gerade in der Erdbebenregion und unter den Indigenen im Tiefland liege die Armutsquote über 90 Prozent, das heißt, sie verfügen über weniger als zwei Dollar am Tag. „Die diakonische Pastoralarbeit ist hier ebenso wichtig wie die Bildungsarbeit, damit es gelingen kann, Menschen aus der Armut zu holen“, so Weihbischof Hauke.

An der Dialogreise nach Ecuador nahmen neben Weihbischof Dr. Reinhard Hauke (Erfurt) die Weihbischöfe Dr. Udo Bentz (Mainz), Matthias König (Paderborn), Rolf Steinhäuser (Köln), weitere Berater der Kommission sowie die Adveniat-Geschäftsführer teil.

Ökumenische Woche für das Leben 2019 stellt Suizidprävention in den Mittelpunkt

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 31. Januar 2019 - 11:27

Vom 4. bis 11. Mai 2019 findet die diesjährige ökumenische Woche für das Leben statt. Sie widmet sich unter dem Titel „Leben schützen. Menschen begleiten. Suizide verhindern.“ der Suizidprävention und stellt die vielfältigen Beratungsangebote beider Kirchen für suizidgefährdete Menschen und ihre Angehörigen in den Mittelpunkt. Vor dem Hintergrund von etwa 10.000 Suiziden und noch deutlich mehr Suizidversuchen in Deutschland pro Jahr will sie den Gründen von Depression und Todeswünschen nachgehen und Wege für eine bessere Prävention und Versorgung suizidgefährdeter Menschen aufzeigen.

Der zentrale Auftakt der Woche für das Leben findet am Samstag, den 4. Mai 2019, um 11.00 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Marktkirche in Hannover statt, an dem der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm sowie Landesbischof Ralf Meister (Hannover) und Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ (Hildesheim) teilnehmen.

Im Vorwort zum Themenheft der diesjährigen Woche für das Leben schreiben Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm, dass es wichtig sei, Wege für eine bessere Versorgung suizidgefährdeter Menschen zu eröffnen: „Als Christen wollen wir unseren Mitmenschen beistehen in ihrem Nachdenken über das, was sie hält und trägt, und über das, was brüchig und dunkel ist“. Dafür sollen die vielfältigen Beratungsstellen beider Kirchen in der Öffentlichkeit stärker bekannt gemacht werden. „In den Hilfsangeboten zum Beispiel der Telefonseelsorge, der Caritas und der Diakonie stellen sich gut ausgebildete, zum Teil ehrenamtliche Mitarbeiter ihren Mitmenschen als Gesprächspartner zur Verfügung, da sie wissen, wie wichtig der persönliche Beistand in schweren Krisen sein kann“, so Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm. Mit der Woche für das Leben wird gezeigt, welche Hilfe und Orientierung der christliche Glaube in ausweglosen Situationen bieten kann und wie wichtig die Solidarität des Umfeldes mit dem Mitmenschen, der selbst keinen Ausweg mehr sieht, ist. Um das Thema zu enttabuisieren und die Sensibilität für betroffene Menschen und ihre Nöte zu erhöhen, will die Woche für das Leben einen Beitrag zu einer breiten gesellschaftlichen Beschäftigung mit diesem Thema leisten.

Das Themenheft, das ab sofort mit weiteren Materialien zur Vorbereitung der Woche für das Leben verfügbar ist, trägt unterschiedliche Ansätze der Suizidprävention aus medizinischer, psychologischer, pädagogischer und pastoraler Perspektive zusammen. Es zeigt auf, welche Hilfen und Perspektiven der christliche Glaube in Verbindung mit professioneller Unterstützung anbietet. Außerdem werden Anregungen für die Gestaltung ökumenischer Gottesdienste vorgestellt.

Die Woche für das Leben jährt sich in diesem Jahr zum 25. Mal. Seit 1994 ist sie die ökumenische Initiative der katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland für die Anerkennung der Schutzwürdigkeit und Schutzbedürftigkeit des menschlichen Lebens in allen Phasen. Die Aktion, die immer zwei Wochen nach Ostersamstag beginnt und sieben Tage dauert, will jedes Jahr Menschen in Kirche und Gesellschaft für den Schutz des menschlichen Lebens sensibilisieren.


Hinweise:

Über die Internetseite www.woche-fuer-das-leben.de können ab sofort Informationen und Materialien zur Woche für das Leben kostenfrei bestellt werden. Verfügbar sind das Themenheft, Motivplakate in DIN A3, DIN A4 und eine Plakatvariante mit Freifeld zum Eindrucken von Veranstaltungshinweisen, sowie eine Postkarte, die sich zum Auslegen in Kirchen oder Institutionen eignet. Alle Materialien stehen auch als Download bereit.

Zur zentralen Eröffnung am 4. Mai 2019 wird es zu einem späteren Zeitpunkt noch eine eigene Presseeinladung geben.

Ständiger Rat der Deutschen Bischofskonferenz

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 30. Januar 2019 - 11:15

Der Ständige Rat hat sich auf seiner Sitzung (29./30. Januar 2019) in Kontinuität zu den Beratungen der Bischofskonferenz im September und November 2018 mit dem weiteren Umgang mit den Konsequenzen aus der Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ (MHG-Studie) befasst.

Bischof Dr. Stephan Ackermann (Trier), Beauftragter für Fragen des sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich und für Fragen des Kinder- und Jugendschutzes der Deutschen Bischofskonferenz, hat dem Ständigen Rat über die Arbeit an den in Fulda benannten und zuletzt in Würzburg beschlossenen fünf Teilprojekten, die bei der Herbst-Vollversammlung aufgrund der Ergebnisse der MHG-Studie beschlossen wurden, berichtet. Insbesondere wird Bischof Dr. Ackermann in der nächsten Zeit das Gespräch mit dem Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Missbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, suchen und gemeinsam mit ihm über die Kriterien und Standards für eine unabhängige Aufarbeitung sowie zur Überprüfung des Verfahrens für Leistungen in Anerkennung zugefügten Leids beraten.

Breiten Raum der Beratungen in Würzburg nahmen die in der Erklärung der Herbst-Vollversammlung 2018 genannten spezifischen Herausforderungen ein, die sich für die Kirche ergeben. Diese werden in Themenfelder eingeteilt, für die Arbeitsgruppen gebildet werden, auch unter Mitwirkung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Verantwortlich dafür sind im Themenfeld Glaube und Pastoral mit den Fragen nach der priesterlichen Lebensform, Macht und Partizipation sowie der Sexualmoral Bischof Dr. Franz-Josef Bode, Bischof Dr. Felix Genn und Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann. Im kirchlichen Recht (Leitung: Erzbischof Dr. Ludwig Schick) müssen die kirchliche Strafgerichtsbarkeit, das Prozessrecht und die Verwaltungsgerichtsbarkeit berücksichtigt werden. Außerdem sind Fragen der kirchlichen Verwaltung zu klären, zu denen Verwaltungsstrukturen, die Finanzverfassung und das Personalwesen gehören. Der Ständige Rat hat für dieses Projekt einen Steuerungskreis beschlossen, dessen Mitglieder demnächst berufen werden und dem ebenfalls Vertreter des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und weitere Personen angehören sollen.

Freiheit für Asia Bibi – Hoffnungsvolles Zeichen für den Rechtsstaat

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 29. Januar 2019 - 16:11

Zur höchstrichterlichen Bestätigung des Freispruchs für Asia Bibi in Pakistan erklärt der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg):

„Das Oberste Gericht in Pakistan hat die Revision des Freispruchs von Asia Bibi abgelehnt. Diese Entscheidung ist für mich sowie unzählige Menschen in aller Welt, die die Geschehnisse über Jahre hinweg verfolgt haben, eine große Erleichterung. Sie kann nun in Freiheit leben und auch das Land verlassen. Gemeinsam mit ihrer Familie kann sie beginnen, die schwere Zeit von Haft und Ungewissheit hinter sich zu lassen.

Die Ablehnung der Revision des am 31. Oktober 2018 verkündeten Freispruchs ist ein gutes Zeichen für den Rechtsstaat und den Mut der Richter in Pakistan. Sie haben sich nicht einschüchtern lassen durch die von Islamisten im letzten Herbst angezettelten gewaltsamen Proteste. Sie haben dem Druck der Straße erfolgreich die Kraft des Rechtsstaats entgegengestellt.

Seit Jahren setzt sich die Kirche in Pakistan dafür ein, die Blasphemiegesetze abzuschaffen oder wenigstens neu zu regeln. Die Anklage und der Freispruch Asia Bibis nach fast einem Jahrzehnt zeigen, dass solche Änderungen dringend notwendig sind. Die Blasphemiegesetze in Pakistan werden missbraucht, um Menschen einzuschüchtern und grundlos anzuklagen. Gemeinsam mit den Bischöfen in Pakistan werden deshalb auch die Deutsche Bischofskonferenz und kirchliche Organisationen in unserem Land weiterhin auf die gravierenden Probleme hinweisen, die durch die Blasphemiegesetze hervorgerufen werden. Wir stehen solidarisch zu den Christen in Pakistan und fordern für sie die uneingeschränkte Ausübung ihres Glaubens.“


Hintergrund

Nach dem Freispruch von Asia Bibi durch den Obersten Gerichtshof in Islamabad am 31. Oktober 2018 waren heftige Straßenproteste radikaler Islamisten in Pakistan ausgebrochen. Eine Petition drängte auf die Revision des Urteils, die die Richter am heutigen Tag endgültig abgelehnt haben, da die Antragsteller keine Verfahrensmängel nachweisen konnten. Die 51-jährige Asia Bibi war vor neun Jahren inhaftiert und wegen Gotteslästerung zum Tode verurteilt worden. Ihr wurde vorgeworfen, sich bei einem Streit mit muslimischen Frauen in ihrem Dorf abfällig über den Propheten Mohammed geäußert zu haben.

Erklärung zum Kompromiss zu § 219a StGB

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 29. Januar 2019 - 13:33

Zu dem seit heute (29. Januar 2019) vorliegenden Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums betreffend des Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche (§ 219a StGB) erklärt der Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp:

„Zentraler Bestandteil des Konzepts zum Schutz des ungeborenen Lebens ist eine gute Beratung von Frauen in Konfliktlagen, die selbstverständlich alle notwendigen Informationen einschließen muss. Aus unserer Sicht ist hierfür die geplante Öffnung des § 219a StGB überflüssig, da Frauen bereits heute vielfältige Informationen aus unterschiedlichsten Informationsquellen erhalten können. Die jetzt geplanten Listen, die über die Ärzte und Methoden des Schwangerschaftsabbruchs informieren sollen, wären nach unserem Dafürhalten am besten im geschützten Raum der Beratung aufgehoben. Da die Beratung für den Schwangerschaftsabbruch verpflichtend ist, wäre auch gewährleistet, dass alle Frauen Zugang zu diesen Informationen erhalten.

Das Katholische Büro hat Gelegenheit erhalten, zu dem Entwurf schriftlich Stellung zu nehmen und wird dies auch tun.“

Kirchen bei der Berlinale: Die 28. Ökumenische Jury stellt sich beim Ökumenischen Empfang vor

Wie in den vergangenen Jahren, so sind auch in 2019 die evangelische und katholische Kirche mit einer internationalen Ökumenischen Jury und einem Empfang auf den 69. Internationalen Filmfestspielen Berlin vertreten, die vom 7. bis 17. Februar 2019 stattfinden. Über die Internationale Kirchliche Filmorganisation INTERFILM und die Internationale Katholische Vereinigung für Kommunikation SIGNIS entsenden sie in diesem Jahr:

•    Dr. Anna Grebe, Jurypräsidentin, Medienwissenschaftlerin (Deutschland)
•    Pamela Aleman, Pressesprecherin der Diözese Hamilton (Kanada)
•    Rev. Micah Bucey, Pfarrer (USA)
•    Sr. Dr. Dominic Dipio, Literaturprofessorin (Uganda)
•    Dr. Margrit Frölich, Studienleiterin Ev. Akademie Frankfurt/M. (Deutschland)
•    Kristine Greenaway, Autorin und Übersetzerin (Kanada).

Während des Empfangs wird der Ehrenpreis von INTERFILM und SIGNIS an den Leiter der Berlinale, Dieter Kosslick, verliehen. Der Vorsitzende der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gebhard Fürst, und der Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Pastor Dr. Johannes Hinrich Claussen, begrüßen die Gäste. Die Laudatio hält die Präsidentin von INTERFILM, Pastorin Dr. Julia Helmke, Jurypräsidentin, Dr. Anna Grebe, stellt die Ökumenische Jury vor.

Der Ökumenische Empfang findet statt
am Sonntag, 10. Februar 2019, 18.30 Uhr
in der Katholischen Akademie
Hannoversche Straße 5
10115 Berlin.

Eine Anmeldung ist per E-Mail bei der Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz möglich unter pressestelle(at)dbk.de.

Weltjugendtag in Panama

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 27. Januar 2019 - 11:43

Als überwältigendes Erlebnis für viele Jugendliche aus Deutschland wie auch für das Land Panama hat Bischof Dr. Stefan Oster SDB (Passau) den XXXIV. Weltjugendtag in Panama bezeichnet. Der Vorsitzende der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz erklärte zum heutigen (27. Janaur 2019) Abschluss des Treffens: „Unsere jungen Pilgerinnen und Pilger aus Deutschland haben die großartige Gastfreundschaft gespürt, die überschwängliche Freude und die von gläubiger, jugendlicher Begeisterung erfüllte Atmosphäre.“

2.300 deutsche Pilgerinnen und Pilger aus Deutschland haben am Weltjugendtag in Panama teilgenommen – nach den Polen die zweitgrößte Nationengruppe aus Europa. „Damit hatte von uns noch vor einem Jahr niemand gerechnet“, so Bischof Oster. Diese erfreuliche Zahl zeige, dass der Weltjugendtag und auch Papst Franziskus für die jungen Gläubigen in Deutschland weiterhin eine enorme Anziehungskraft hätten.

„Dieser Weltjugendtag war mehr noch als frühere von dem Wunsch des Papstes geprägt, dass die Jugendlichen an die Ränder der Gesellschaft gehen“, sagte Bischof Oster. „Freilich haben sie auch die Schattenseiten zu sehen bekommen oder wollten sie bewusst kennenlernen: Die Situation der Indigenas, die Lebensrealität junger Menschen, die mit HIV infiziert und deshalb marginalisiert sind, die Situation von Armut und Migration, von Ausgrenzung und Drogensucht.“ Die Reichtümer Panamas seien ungleich verteilt, ungleicher als in zahlreichen anderen Ländern. Viele Menschen sähen die Korruption als Hauptproblem der Politik in Zentralamerika – so habe es auch Papst Franziskus in mehreren Ansprachen in Panama betont.

Begegnungen an den Rändern der Gesellschaft

Zum festen Programm der Weltjugendtage gehören die Tage der Begegnung in den Diözesen, die nicht nur in Panama stattfanden. Gemeinsam mit Jugendlichen aus anderen Ländern realisierten sie unter anderem Sozialprojekte. Zusätzlich besuchten rund 600 deutsche Jugendliche in Panama-Stadt Projekte, die das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat unterstützt, darunter auch ein Projekt der Aids-Pastoral, das Papst Franziskus während seiner Reise kennenlernte. Die Begegnungen mit Indigenen, mit Aids-Kranken, mit Obdachlosen und Drogenabhängigen bewegten die Jugendlichen besonders.

Bei den Katechesen, die für die deutschen Jugendlichen von Bischöfen aus Deutschland gestaltet wurden, ging es um das Thema der Berufung, das bereits während der Weltbischofssynode im Herbst 2018 in Rom im Zentrum gestanden hatte. Jugendliche und Bischöfe redeten gemeinsam über die Frage, wie eine Berufung gehört und gelebt werden könne. In den Gesprächen wurden auch kontroverse Themen nicht ausgeklammert. Es sei normal, dass junge Gläubige kritische Fragen an Kirche und Gesellschaft stellen, sagte Bischof Oster und fügte hinzu: „Sie müssen das sogar.“ Der Jugendbischof betonte: „Unsere deutschen Jugendlichen haben hier realisiert: Gelebter Glaube und gelebtes Engagement sind nicht voneinander zu trennen. Wenn Sie mit dieser Erfahrung der Völkerverständigung und als Brückenbauer heimgehen, ist es ziemlich unmöglich, dass aus ihnen beispielsweise später einmal Nationalisten oder gar Rassisten werden.“

Youth Hearing von BDKJ und Adveniat

Gerechtigkeit in Kirche und Gesellschaft waren auch die Themen des Youth Hearing, das der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) gemeinsam mit Adveniat durchführte. 250 Jugendliche aus Deutschland diskutierten mit Fachleuten, Politikern und jungen Menschen aus Panama sowie Verantwortlichen aus der deutschen Jugendpastoral. Gemeinsam die Schöpfung zu bewahren und dafür während dieses Weltjugendtags ein sichtbares Zeichen zu setzen, war eines der wichtigen Anliegen der Teilnehmer. „Die deutschen Pilgerinnen und Pilger konnten auf unserem Youth Hearing und im Austausch mit Jugendlichen aus Panama und der ganzen Welt erfahren, wie sehr es auf sie alle ankommt“, sagte BDKJ-Bundespräses Pfarrer Dirk Bingener. „Eine soziale und politische Veränderung der Welt im Sinne Jesu ist dringend notwendig, vor allem aber mit diesen engagierten jungen Menschen auch wirklich möglich.“

Am Weltjugendtag in Panama haben während der Woche rund 120.000 Jugendliche teilgenommen. „Es war vielleicht von der Teilnehmerzahl ein kleinerer Weltjugendtag, dafür aber war er stärker politisch geprägt“, sagte Stephan Jentgens, Geschäftsführer von Adveniat. „Wir müssen als Christen an einer neuen, friedlichen Welt mitarbeiten. Gerechtigkeit, Menschenwürde und Bewahrung der Schöpfung, das sind die Themen für die die Jugendlichen brennen.“

Die Begegnungen mit Papst Franziskus standen für die Jugendlichen im Mittelpunkt des Weltjugendtags. „Welche Jugendlichkeit Papst Franziskus ausstrahlt, welche Dialogfähigkeit mit den Jugendlichen, die von seiner Bühne so weit weg stehen“, so Bischof Oster. Der Papst rufe die Jugendlichen auf, sich lautstark bemerkbar zu machen und mit ihm den Traum zu träumen, für den Jesus gestorben sei: „Den Traum einer Kultur der Begegnung, des Herzens.“ Kein Programm oder Abschlussdokument werde verabschiedet, sondern die jungen Menschen selbst würden von Franziskus ermutigt, in ihren Ländern die Protagonisten, die Künstler und Gestalter einer Kultur der Begegnung zu sein.

Thema der Berufung im Mittelpunkt

Die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) hatte zwei Ordensleute zur spirituellen Begleitung der jungen Pilgerinnen und Pilger nach Panama entsandt, die bei den Katechesen mit den Jugendlichen über ihre Berufung sprachen. Der Weltjugendtag sei ein Ort der Begegnung mit Christus, betonte Bischof Oster: „Ich bin sicher, dass viele mit neuer Begeisterung heimgehen werden, dass viele Herzen berührt werden, dass viele ihr eigenes Leben und das der anderen neu sehen werden – bewegt vom Geist Gottes, der uns immer wieder zu einem neuen Miteinander ruft. Verfügbar auf den Anruf Jesu wie Maria, die ihr Ja gesprochen und damit dem Weltjugendtag auch sein Motto gegeben hat.“ Bianka Mohr, Leiterin der afj, ergänzte: „Der Weltjugendtag ist für die jungen Menschen eine ‚Tankstelle‘, die sie im persönlichen Glauben stärkt und ihnen Motivation gibt, sich in den Gemeinden, Jugendverbänden und Bewegungen zu engagieren. Wir freuen uns, dass die Pilgerinnen und Pilger Erfahrungen machen durften, die sie verändert haben: bei den Tagen der Begegnung, den großen Veranstaltungen mit dem Papst, den Projektbesuchen, dem Youth Hearing oder beim Nightfever-Abend. Sie berichten uns, dass sie beschenkt nach Hause fahren.“

In Panama waren die Bischöfe aus Deutschland gemeinsam mit den Fachleuten aus der Jugendpastoral und von Adveniat an einem Ort untergebracht. „Der tägliche Austausch über die Erlebnisse sowie das gemeinsame Morgengebet waren für uns eine Bereicherung“, sagte Bischof Oster.


Hintergrund

Der XXXIV. Weltjugendtag fand vom 22. bis 27. Januar 2019 in Panama statt und stand unter dem Leitwort „Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast“ (Lk 1,38). Rund 120.000 junge Menschen aus 155 Ländern, darunter rund 2.300 aus Deutschland, nahmen daran teil. Bisherige internationale Weltjugendtage fanden unter anderem in Krakau (2016), Rio de Janeiro (2013), Madrid (2011), Sydney (2008) und Köln (2005) statt.

Aus Deutschland nahmen folgende Bischöfe am Weltjugendtag in Panama teil:
Bischof Dr. Stefan Oster SDB (Vorsitzender der Jugendkommission, Passau), Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Vorsitzender der Unterkommission für Lateinamerika/Adveniat, Essen), Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Vorsitzender der Kommission Weltkirche, Bamberg), Diözesanadministrator Weihbischof Dr. Karlheinz Diez (Fulda), Weihbischof Dr. Udo Bentz (Mainz), Weihbischof Jörg Michael Peters (Trier), Weihbischof Rolf Steinhäuser (Köln), Weihbischof Wilfried Theising (Münster), Weihbischof Florian Wörner (Augsburg) und Weihbischof Johannes Wübbe (Osnabrück).

Hinweise:

Kostenfreies Bildmaterial zur Berichterstattung über den Weltjugendtag finden Sie auf der Homepage des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat: www.medien.adveniat.de. Bitte geben Sie als Fotohinweis den Namen des Fotografen/Adveniat an. Bei Fragen können Sie sich melden bei: presse(at)adveniat.de.

Ausführliche Informationen gibt es auf der offiziellen deutschen Internetseite des Weltjugendtags unter www.wjt.de sowie auf der panamaischen Internetseite des Weltjugendtags panama2019.pa/en/home. Weitere Informationen sind auf der Themenseite der Deutschen Bischofskonferenz unter https://www.dbk.de/themen/kirche-und-jugend/weltjugendtag-2019 verfügbar. Über das Youth Hearing von Adveniat und BDKJ informiert www.bdkj.de/aktionen/weltjugendtag.

Erzbischof Schick zum Attentat auf den Philippinen

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 27. Januar 2019 - 10:51

Der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), hat am Rande des XXXIV. Weltjugendtags in Panama sein „tiefes Entsetzen“ über den Anschlag auf die Kathedrale in Jolo (Philippinen) zum Ausdruck gebracht. „Mein Gebet gilt in dieser Stunde jenen, die grausam aus dem Leben gerissen wurden, und ihren Angehörigen“, erklärte der Erzbischof. Am heutigen Sonntag (27. Januar 2019) hatten sich während eines Gottesdienstes in der Kirche und auf dem Parkplatz davor Explosionen ereignet. Mindestens 27 Menschen sollen ums Leben gekommen sein, etwa 80 wurden verletzt. Unter den Opfern befinden sich viele philippinische Soldaten. „Mit dem Abkommen, das die philippinische Regierung und die Rebellenorganisation MILF (Moro Islamic Liberation Front) geschlossen haben, und der dadurch möglich gewordenen Volksabstimmung hat sich nach Jahrzehnten gewaltsamer Auseinandersetzungen endlich ein Horizont der Hoffnung auf Frieden und Versöhnung in dieser Region aufgetan. Gemeinsam mit der Kirche in Mindanao bete ich, dass der Friedensprozess durch die Gewalttat nicht in Gefahr gerät.“

Im Augenblick steht noch nicht fest, wer für den Anschlag verantwortlich ist. Vor wenigen Tagen hatte sich die Bevölkerung in Teilen Mindanaos in einer Abstimmung auf der Grundlage einer Vereinbarung mit der Regierung in Manila für die Schaffung einer autonomen muslimischen Region Bangsamoro ausgesprochen. Einige extremistische Gruppen – darunter auch islamistische Terrororganisationen, die dort aktiv sind – lehnen die Autonomieregelung jedoch ab.

Erzbischof Schick hatte im Juni 2017 Mindanao besucht, um sich über die Bemühungen der Kirche für einen dauerhaften Frieden in Mindanao zu informieren. Er war dabei auch mit Vertretern des Staates und der MILF zusammengetroffen.