Augenblicke der Besinnung

Es gibt einen Hunger
nach dem täglichen Brot
und einen Hunger nach Liebe,
Freundlichkeit und gegenseitiger Achtung.
Eben dies ist die große Armut,
unter der die Menschen heute so leiden.

Mutter Teresa














Sammlung von Newsfeeds

Kardinal Marx zu den Anschlägen in Barcelona und Cambrils

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 18. August 2017 - 11:12
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft ComECE, Kardinal Reinhard Marx, schreibt in seiner Kondolenz an den Erzbischof von Barcelona, Kardinal Juan José Omella Omella, zu den Anschlägen in Barcelona und Cambrils:

„Die Nachrichten über die Anschläge in Barcelona und in Cambrils machen mich fassungslos. Schon wieder werden unschuldige Menschen Opfer von Terror und Gewalt. Bei den Anschlägen wurden mehr als 100 Menschen verletzt, 13 getötet. Menschen, die Familie hatten und Freunde, die gelacht oder miteinander Pläne geschmiedet haben, Menschen mit Träumen und Visionen. Sie alle wurden ohne Vorwarnung und ohne Anlass aus dem Leben gerissen. Ich übermittle Ihnen, den Verletzten und den Angehörigen im Namen der Deutschen Bischofskonferenz, der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft und persönlich mein tief empfundenes Mitgefühl in diesen schweren Stunden.

Die Brutalität der Anschläge, die der sogenannte Islamische Staat für sich beansprucht hat, entsetzt mich. Dass die Terroristen im Namen der Religion „Ungläubige“ töten, ist unerträglich. Der Zusammenhalt in unseren Gesellschaften ist wichtiger denn je. Wir Christen sind herausgefordert, aufeinander Acht zu geben, destruktiven Ideologien entgegenzutreten und für Menschenwürde und Solidarität einzustehen. Die Staatengemeinschaft muss jetzt weiter intensiv darüber nachdenken, wie mit dieser Form des Terrors umgegangen werden kann.

Meine Gedanken sind bei den Opfern der Gewalt und ihren Angehörigen. Im Gebet bin ich Ihnen allen verbunden.“

Begegnung, Dialog und Bereitschaft zur selbstkritischen Reflexion

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 16. August 2017 - 13:56
Der Achte Europäische Workshop zum Umgang mit der gewaltbelasteten Vergangenheit von Auschwitz ist heute (16. August 2017) zu Ende gegangen. Auf Einladung der mit Unterstützung der Deutschen und der Polnischen Bischofskonferenz gegründeten Maximilian-Kolbe-Stiftung haben sich 30 Teilnehmer aus Europa sowie Russland und den USA getroffen, um gemeinsam über Fragen von Erinnerung, Frieden und Versöhnung nachzudenken. Der Polnische Primas Erzbischof Wojciech Polak (Gnesen) machte in seinem Vortrag am 13. August 2017 deutlich, dass Versöhnungshandeln für die Kirche nicht optional, sondern unverzichtbarer Bestandteil der kirchlichen Identität ist. Er unterstrich dies mit einer eindrücklichen Darstellung wesentlicher Erfahrungen aus dem deutsch-polnischen, polnisch-russischen sowie polnisch-ukrainischen Versöhnungsprozess: „Eine der wesentlichen Herausforderungen besteht darin, geduldig zu sein, ohne sich an die problematischen Verhältnisse zu gewöhnen.“ Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, betonte die Bedeutung des konkreten praktischen Zeugnisses der Kirche: „Begegnung und Dialog – gerade in schwierigen Situationen – sowie die Bereitschaft zur selbstkritischen Reflexion sind wesentliche Voraussetzungen zur Bewältigung von Konflikten. Es besteht kein Zweifel, dass wir nur insofern Teil der Lösung werden können, als wir verstehen, inwiefern wir Teil des Problems sind.“

Die Teilnehmenden brachten in die Gespräche Erfahrungen der Auseinandersetzung mit den Wunden der Jugoslawienkriege oder mit dem Erbe der kommunistischen Herrschaft ein. Dabei wurde deutlich, wie hilfreich und ermutigend der europäische Erfahrungsaustausch ist. Gerade an den Unterschieden in der Bewertung einiger historischer Vorgänge zeigte sich die konstruktive, auf gegenseitiges Verständnis zielende Gesprächsatmosphäre. Die bisweilen spannungsreiche Perspektivenvielfalt machte es möglich, ein tieferes Verständnis der Auswirkungen von Gewalterfahrungen zu entwickeln. Die mit dem Workshop gewonnenen bzw. vertieften Beziehungen werden bei der Entwicklung gemeinsamer Projekte eine wichtige Rolle spielen.

Hintergrund
Die Maximilian-Kolbe-Stiftung wurde 2007 mit Unterstützung der Polnischen und der Deutschen Bischofskonferenz gegründet. 2015 haben die Vorsitzenden der beiden Bischofskonferenzen das Ziel bekräftigt, die Stiftung weiterzuentwickeln. Aufgabe der Stiftung ist es, Beiträge zur Stärkung der (kirchlichen) Versöhnungsarbeit in Europa zu leisten und sich für Opfer von Unrecht und Gewalt zu engagieren. Der heilige Maximilian Kolbe gab 1941 sein Leben stellvertretend für einen Mithäftling im Konzentrationslager Auschwitz und setzte damit ein Zeichen, dass Hass und Gewalt nicht das letzte Wort haben. Weitere Informationen unter www.maximilian-kolbe-stiftung.de.

„Gott im Abseits“

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 16. August 2017 - 11:59
Mit dem Projekt „Gott im Abseits“ startet die Deutsche Bischofskonferenz heute (16. August 2017) das Anschlussformat des Projekts „Valerie und der Priester“, das vor wenigen Monaten mit einer positiven Bilanz endete. Mit neuen Protagonisten werden neue Begegnungen geplant: Junge, kirchenferne Journalisten treffen auf Menschen, die ihre Berufung zum Lebensinhalt machen und das persönliche Leben an ihrem Glauben ausrichten. Im Fokus steht hierbei das Engagement für Menschen im gesellschaftlichen Abseits. Die Akteure des Folgeprojektes sind Ordensleute und pastorale Mitarbeiter, die sich zum Beispiel für Obdachlose, Prostituierte, Strafgefangene oder Drogenabhängige einsetzen und als Seelsorger an ungewöhnlichen Orten tätig sind. So entstehen unterschiedliche Seelsorge-Portraits und Dokumentationen. Bei dem Projekt erfahren junge Medienschaffende eine ihnen bisher unbekannte Seite der Kirche.

„Gott im Abseits “ ist ein Projekt der Deutschen Bischofskonferenz und wird begleitet von Pfarrer Michael Maas, Leiter des Zentrums für Berufungspastoral der Deutschen Bischofskonferenz. „Aus zahlreichen Rückmeldungen, die wir zum Projekt ‚Valerie und der Priester‘ erhalten hatten, konnten wir ablesen, dass es tatsächlich gelungen ist, junge Menschen über Kirche und das Wirken eines Priesters ins Gespräch zu bringen“, so Pfarrer Maas. Mit „Gott im Abseits“ würden authentische Zeugen präsentiert, „die davon berichten, wie ihr Glaube sie dazu motiviert, Jesus Christus gerade dort zu bekennen, wo man es nicht vermutet und von außen betrachtet Gott kaum erwarten würde. Dies wird etwa bei der begleitenden Seelsorge in der Bundeswehr genauso wie im Gefängnis oder bei Suchtabhängigen sein.“ Im Mittelpunkt stehe dabei immer die Berufung der jeweiligen Person, die an diesen Orten den Glauben bezeuge. „Es wird die Frage sein, was sie für eine solche aufopferungsvolle Arbeit motiviert und woraus sie für ihren Dienst Kraft schöpft. Zugleich wird auch deutlich, wie die Kirche dem Auftrag des Evangeliums nachkommt und sich für die Benachteiligten und Bedürftigen einsetzt – oder um es mit den Worten von Papst Franziskus zu sagen: ‚hinausgeht an die Ränder der Gesellschaft‘“, so Pfarrer Maas.

In der heute beginnenden ersten Staffel geht es um die Straßenambulanz in Frankfurt am Main: „Gott im Abseits – Gott am Straßenrand“. Bis Mitte November 2017 berichtet der Fernseh- und Radiojournalist Timm Giesbers über seine Erlebnisse in der Elisabeth-Straßenambulanz in Frankfurt am Main und portraitiert Schwester Karin Knötig und ihre Mitschwestern der katholischen Ordensgemeinschaft der Missionsärztlichen Schwestern (MMS). Die Ordensgemeinschaft engagiert sich für die körperliche und seelische Gesundheit der Menschen am Rande unserer Gesellschaft. Sie ermöglicht in Frankfurt medizinische Angebote für Obdachlose und Geflüchtete. Für seine Dokumentation hat Timm Giesbers im Sommer 2017 in der Kommunität der Missionsärztlichen Schwestern Frankfurt gelebt.

Hintergrund zum Auftakt „Gott im Abseits – Gott am Straßenrand“
Schwester Karin Knötig stammt aus einem Dorf im Bayerischen Wald und hatte schon früh Kontakt zum katholischen Glauben. Sie besuchte die Sonntagsmessen mit ihren Eltern, der Weg zu einem Leben in einer Ordensgemeinschaft war jedoch nicht vorbestimmt. In ihren Teenagerjahren haben sich die Worte des Priesters in ihrer Gemeinde plötzlich inhaltsleer angehört: Schwester Karin hatte ihren Bezug zum Glauben ein Stück weit verloren. Sie machte eine Ausbildung zur Krankenschwester, denn anderen Menschen zu helfen, war immer ihr Wunsch. Die heute 39-Jährige hat dann über ihre Patienten wieder einen Bezug zu Gott gefunden. „Zu oft erzählten mir gerade ältere Patienten, sie hätten ihr Leben lang nur gearbeitet, jetzt seien sie endlich in Rente und krank. Das hat mich zum Nachdenken gebracht und ich dachte: Nein, da muss es doch noch mehr geben im Leben. Ich möchte mein Leben anders gestalten.“ So begann für Schwester Karin die Suche nach einem „Mehr“ in ihrem Leben und dabei kam sie an der Frage nach Gott nicht vorbei. „Als mir mit der Zeit klar wurde, wie lebensförderlich die Nachfolge Jesu im Charisma der Heilung für mich ist, habe ich Kontakt zur Frankfurter Kommunität der Missionsärztlichen Schwestern aufgenommen und bin schließlich 2010 eingetreten.“ Heute steht sie kurz vor ihrer Ewigen Profess, also ihrer endgültigen Aufnahme in die Gemeinschaft. Das Projekt ist für Schwester Karin auch eine Herausforderung. „Jemandem zu erklären, wieso ich glaube und dann noch dazu, warum ich das Ordensleben gewählt habe, das ist gar nicht so einfach. Ich muss versuchen, eine verständliche Sprache zu finden für etwas, das sich gar nicht leicht erklären lässt.“ Aber sie ist auch froh darüber, bei einem Projekt mitwirken zu können, das zeigt, welche Stärke sich aus dem Glauben ergibt. „Meine Arbeit für Menschen am Rand der Gesellschaft bringt mich oft an die eigenen Grenzen. Aber mein Glaube gibt mir die Kraft und das Vertrauen, dass gerade dann Gott ins Spiel kommen kann.“ Timm Giesbers arbeitet als Reporter in Köln. Er kommt aus Cuxhaven und ist in Norddeutschland in einer atheistischen, der Kirche gegenüber kritisch eingestellten Familie aufgewachsen. Das hat ihn trotzdem nicht davon abgehalten, sich konfirmieren zu lassen. Gotteshäuser besucht der 24-Jährige nur als Tourist – eine Kerze anzuzünden, gehört für ihn dazu. Ein Leben für den Glauben wäre für den Journalisten nie infrage gekommen. Viel zu sehr fühlt er sich verwurzelt in einer zunehmend individualistischen Gesellschaft, der gerne Egoismus unterstellt wird, die aber gleichzeitig dem Einzelnen auch größtmöglichen Freiraum einräumt. Dieser Freiraum macht ihn glücklich, ein anderes Leben wäre für ihn völlig unvorstellbar. Umso mehr war es ein Abenteuer, sich eine Zeit lang in eine Welt zu begeben, in der Regeln und klare Abläufe eine wichtige Rolle spielen. „Das ist natürlich das Reizvolle an meinem Beruf: Nicht nur, dass ich eine Weile mit den Schwestern lebe, sondern gleichzeitig bekomme ich die Möglichkeit, sie bei ihrer Arbeit mit Flüchtlingen und Obdachlosen – also Menschen, die auf ihre Hilfe angewiesen sind – zu begleiten.“ Timm Giesbers sagt, er wolle verstehen, wieso sich die Schwestern für dieses Leben entschieden haben und ob bei all der Aufopferung in ihrem Leben noch Platz für sie selbst ist. „Mir ist es wichtig zu verstehen, was den Menschen in seinem Leben glücklich macht – und in diesem Fall, ob ein Leben für Gott noch Freiheit zulässt.“

Hinweise: Die primären Kanäle der Dokumentation sind die Sozialen Netzwerke: Auf Facebook, in dem Blog auf www.gott-im-abseits.de, Twitter und YouTube dokumentieren die Journalisten ihre Erlebnisse. Fotos von Schwester Karin Knötig und Timm Giesbers in Druckqualität können den Medien auf Anfrage per E-Mail an pressestelle(at)dbk.de kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Solidaritätsbesuch von Erzbischof Schick in der Zentralafrikanischen Republik vom 16. bis 23. August 2017

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 14. August 2017 - 11:26
Der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), reist am 16. August 2017 zu einem mehrtägigen Solidaritätsbesuch in die Zentralafrikanische Republik. Im ärmsten Land der Welt ist in den vergangenen Monaten die Gewalt zwischen verschiedenen Milizen untereinander und mit der internationalen Blauhelmtruppe MINUSCA erneut aufgeflammt. In den Regionen um die Städte Bria, Alindao und Bangassou sind rund 180.000 Menschen vor den Kämpfen auf der Flucht.

Mit seinem Besuch beabsichtigt Erzbischof Schick, den Menschen im Land die Solidarität der Kirche in Deutschland auszudrücken – eine Solidarität, die sich auch im wachsenden Engagement der deutschen katholischen Hilfswerke äußert. Der stellvertretende Vorsitzende der Zentralafrikanischen Bischofskonferenz, Bischof Nestor-Désiré Nongo-Aziagbia (Diözese Bossangoa), wird Erzbischof Schick über die jüngsten Entwicklungen informieren. Bei einem Besuch in der Stadt Bambari kann sich der Erzbischof selbst ein Bild über die Notlage machen. Dort sind auch Gespräche mit Bischof Bertrand Appora-Ngalanibé OP geplant. Die Möglichkeiten des friedlichen Zusammenlebens der Religionsgemeinschaften im Land stehen im Vordergrund einer Begegnung mit dem muslimischen Oberhaupt Imam Kobine Layama und der „Plattform der Religionen in Zentralafrika“. Die Plattform wurde nach den Unruhen im Jahr 2013 von katholischer, protestantischer und muslimischer Seite ins Leben gerufen, um den interreligiösen Dialog zu stärken. Auf politischer Ebene sind Begegnungen mit dem Außenminister der Zentralafrikanischen Republik (Charles Armel Doubane), dem Leiter der UN-Blauhelmmission MINUSCA, mit Parlamentariern und dem deutschen Botschafter geplant.

Auf dem Weg in die Zentralafrikanische Republik legt Erzbischof Schick einen Zwischenstopp in Kamerun ein. Er wird sich dort in Gesprächen mit Kardinal Christian Tumi und weiteren Vertretern der Kamerunischen Bischofskonferenz (CENC) über die aktuellen Entwicklungen im Konflikt zwischen der anglophonen Minderheit im Norden des Landes und der Zentralregierung des mehrheitlich frankophonen Landes informieren.
Hintergrund
Lage in der Zentralafrikanischen Republik: Seit 2013 kommt es zu massiver Gewalt in der Zentralafrikanischen Republik. Mehrheitlich muslimische Séléka-Milizen stürzten im Frühjahr 2013 den Präsidenten François Bozizé. In der Folge begann ein blutiger Konflikt zwischen den Séléka-Rebellen und den christlich bzw. animistisch geprägten Anti-Balaka-Milizen, unter dem vor allem die Zivilbevölkerung erheblich zu leiden hat. Kardinal Dieudonné Nzapalainga, Erzbischof der Hauptstadt Bangui, rief daraufhin zusammen mit protestantischen und muslimischen Führern die „Plattform der Religionen in Zentralafrika“ ins Leben. Die religiösen Führer betonen, dass es sich nicht um einen religiösen Konflikt, sondern um einen politisch-militärischen handele. Der Gewalt im Land setzt seitdem die „Plattform der Religionen in Zentralafrika“ das interreligiöse Engagement für Frieden und sozialen Zusammenhalt entgegen. Mit seinem Besuch Ende 2015 unterstützte auch Papst Franziskus den Versöhnungsprozess in dem krisengeschüttelten Land. Vor einigen Monaten sind jedoch die Kämpfe zwischen den verschiedenen Milizen mit neuer Heftigkeit ausgebrochen. Ein von der katholischen Laiengemeinschaft Sant’Egidio vermitteltes Friedensabkommen zeigte nicht die erhoffte Wirkung. Seit Beginn des Konflikts 2013 kämpfen mehr als eine halbe Million Flüchtlinge im Land um ihr Überleben. Die Hälfte der rund fünf Millionen Einwohner ist auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.

Situation im anglophonen Teil Kameruns:
Seit Oktober 2016 finden im anglophonen Nordwesten des Landes Demonstrationen gegen Benachteiligungen im Schul- und Rechtssystem statt. Blutige Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei sind die Folge. Die Bischöfe der anglophonen Diözesen Kameruns richteten bereits im Dezember 2016 ein Memorandum an den Staatspräsident Paul Biya, in dem sie zu einer friedlichen Lösung des Konflikts aufrufen. Das Memorandum blieb bislang unbeantwortet.

Hinweis:
Interviewmöglichkeiten kurz nach der Reise werden durch die Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz vermittelt. Schicken Sie dazu bitte eine E-Mail an pressestelle(at)dbk.de .

Arbeitshilfe „Katholische Kirche in Deutschland – Zahlen und Fakten 2016/17“ veröffentlicht

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 10. August 2017 - 11:59
Die Deutsche Bischofskonferenz veröffentlicht heute (10. August 2017) in der Broschüre „Katholische Kirche in Deutschland – Zahlen und Fakten 2016/17“ weitere Daten aus der kirchlichen Statistik. Die Publikation aus der Reihe „Arbeitshilfen“ (Nr. 294) informiert über das vielfältige Leben der katholischen Kirche in Deutschland. Die Eckdaten der (Erz-)Bistümer, die die Deutsche Bischofskonferenz bereits am 21. Juli 2017 veröffentlicht hat, wurden für die Broschüre aufbereitet. Schaubilder und Diagramme helfen, die Daten zu überblicken und einzuordnen.

„Die thematischen Schwerpunkte sind ergänzt durch kurze Wortbeiträge von Christen, die ihren Dienst in Kirche und Gesellschaft tun“, so Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz. In einem Vorwort der Broschüre dankt er den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der katholischen Kirche in Deutschland: „Ich möchte die Gelegenheit nutzen, aufrichtig Danke zu sagen: Danke für alles Engagement. Danke für die Verkündigung des Evangeliums. Danke für den Dienst am Nächsten. Danke, dass Sie alle mitbauen an der Kirche Jesu Christi.“ Die Kirche, so Kardinal Marx, sei für die Menschen da. „Das müssen wir überzeugend leben. Wir werden mit den Zahlen und Wirklichkeiten dieses Jahres entschlossen umgehen, um an einer Kirche zu bauen, die menschendienlich ist und ihren Grundauftrag nicht vergisst.“

In der Arbeitshilfe werden gesellschaftlich-politische Themen aufgegriffen. Schwerpunkte der Arbeitshilfe sind die Integration von Flüchtlingen sowie das Thema „Notfallseelsorge“. Zusätzlich bietet das Heft einen Blick auf eine neue Erhebung zu den rund 360.000 jungen Ministrantinnen und Ministranten, die in den Pfarreien ehrenamtlich liturgische Dienste übernehmen. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Auszeichnungen der Deutschen Bischofskonferenz. Im Kapitel „Leben im Bistum“ werden Daten von der Taufe bis zur Bestattung übersichtlich dargestellt. Darüber hinaus bietet die Broschüre einen Abschnitt zu Kirchenfinanzen und Erläuterungen zur Kirchensteuer.

Hinweis:
Die Broschüre steht unten als pdf-Datei zum Download zur Verfügung und kann in der Rubrik „Veröffentlichungen“ auch bestellt oder als pdf-Datei heruntergeladen werden.

Achter Europäischer Workshop der Maximilian-Kolbe-Stiftung in Oświęcim/Auschwitz

Die mit Unterstützung der Deutschen und der Polnischen Bischofskonferenz 2007 gegründete Maximilian-Kolbe-Stiftung führt vom 11. bis 16. August 2017 in Oświęcim/Auschwitz zum achten Mal ihren jährlichen europäischen Workshop zum Umgang mit der gewaltbelasteten Vergangenheit von Auschwitz durch. Im Zentrum der Veranstaltung steht die Frage nach den bis heute andauernden Prägungen und Verletzungen, die von Auschwitz und dem Zweiten Weltkrieg ausgehen, sowie nach einem angemessenen Umgang mit der Gegenwart dieser Geschichte. Der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofkonferenz, Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), erinnert im Vorfeld des Workshops daran, wie wichtig der Blick auf die Vergangenheit für die Versöhnung ist: „Diesbezüglich ist in Europa noch viel zu tun. Es gibt keinen Frieden und Erhalt des Friedens ohne ständige Bemühungen darum. Versöhnung und Friede sind ein Dauerauftrag und haben kein Verfallsdatum. Wer darin nachlässt, verliert den Frieden.“ Die Maximilian-Kolbe-Stiftung wolle mit dem Workshop in Auschwitz zu Versöhnung, Friede und Erhalt des Friedens beitragen. „Junge Europäerinnen und Europäer sollen zu Liebhabern und Promotern des Friedens werden“, so Erzbischof Schick. „Dabei schauen sie auch über Europa hinaus, zum Beispiel nach Afrika, Asien und Südamerika.“ Erzbischof Schick fügt hinzu: „Auschwitz ist ein Ort, wo die schrecklichen Folgen von Unfrieden zwischen Menschen, Rassen und Völkern sichtbar werden. Auschwitz macht wie kein anderer Ort auf der Welt deutlich, was Menschen einander antun können und ruft jedem Menschen weltweit zu: Auschwitz darf sich nie und nirgendwo wiederholen! Der heilige Maximilian Kolbe ist uns dabei Patron und Vorbild.“

An dem Workshop nehmen Vertreter aus 14 Ländern, darunter Russland, die Ukraine, die USA, die baltischen Staaten sowie Deutschland und Polen teil. Der Interreligiöse Rat in Bosnien-Herzegowina hat vier Teilnehmer entsandt, die die serbisch-orthodoxe, die katholische, die muslimische sowie die jüdische Gemeinschaft repräsentieren. Ein besonderer Höhepunkt des Workshops wird der Vortrag des polnischen Primas, Erzbischof Wojciech Polak (Gnesen), sein, der am 13. August 2017 vor dem Hintergrund der aktuellen Lage in Polen über die Rolle der Kirche beim Umgang mit gewaltbelasteter Vergangenheit sprechen wird. Erzbischof Schick wird ebenfalls am Workshop teilnehmen und am Sonntag (14. August 2017) eine mehrstündige Prozession von der Innenstadt Oświęcim zum Lager Auschwitz begleiten bis an den Platz, an dem Maximilian Kolbe sich für den Mithäftling opferte.

Ausgehend von den unterschiedlichen Erfahrungen in ihren Ländern und Regionen diskutieren die Teilnehmenden über die grundlegenden Perspektiven von Gewaltüberwindung und Versöhnung sowie über die Schwierigkeiten auf dem Weg dahin. Dabei stoßen sie immer wieder auf gravierende Unterschiede in der Wahrnehmung der Geschichte. Durch den angemessenen, respektvollen Austrag der daraus resultierenden Konflikte, zum Beispiel zwischen Ukrainern und Russen, trägt der Workshop zu einem vertieften gegenseitigen Verständnis bei. Zugleich setzt er ein Zeichen europäischer Gemeinsamkeit.

Der jährliche Workshop leistet einen Beitrag zur Stärkung eines europäischen, auf Heilung und Versöhnung zielenden Diskurses. Die Begegnungen der Teilnehmenden helfen zugleich, ein europäisches Netzwerk zu bilden, durch das sie vielfältige Aktivitäten gegenseitig unterstützen.


Hintergrund
Die Maximilian-Kolbe-Stiftung wurde 2007 mit Unterstützung der Polnischen und der Deutschen Bischofskonferenz gegründet. 2015 haben die Vorsitzenden der beiden Bischofskonferenzen das Ziel bekräftigt, die Stiftung weiterzuentwickeln. Die Aufgabe der Stiftung besteht darin, Beiträge zur Stärkung der (kirchlichen) Versöhnungsarbeit in Europa zu leisten und sich für Opfer von Unrecht und Gewalt zu engagieren. Der heilige Maximilian Kolbe gab 1941 sein Leben stellvertretend für einen Mithäftling im Konzentrationslager Auschwitz und setzte damit ein Zeichen, dass Hass und Gewalt nicht das letzte Wort haben. Weitere Informationen unter www.maximilian-kolbe-stiftung.de.


Umsetzung der Entsendeordnung für die Vertreter der tariffähigen Arbeitnehmerkoalitionen

Bekanntmachung über die Umsetzung der Entsendeordnung für die Vertreter der tariffähigen Arbeitnehmerkoalitionen (Gewerkschaften) in die Kommission zur Ordnung des Arbeitsvertragsrechts des Verbandes der Diözesen Deutschlands und Aufruf zur Beteiligung der Gewerkschaft(en).

Mit Inkrafttreten der neuen Verbands-KODA-Ordnung in Verbindung mit der Entsendeordnung für den/die Vertreter der Gewerkschaften in die arbeitsrechtliche Kommission des Verbandes der Diözesen Deutschlands (Verbands-KODA) vom 1. Januar 2017 ruft die Verbands-KODA die tariffähigen Arbeitnehmerkoalitionen (Gewerkschaften) auf, sich am Entsendeverfahren zu beteiligen. Die Entsendung erfolgt nach dem Ende der siebten Amtsperiode frühestens ab dem 14. Mai 2018 mit der konstituierenden Sitzung für die neue Amtsperiode.

Die tariffähigen Arbeitnehmerkoalitionen (Gewerkschaften) haben gemäß § 5 Abs. 2 i. V. m. § 8 der Kommission zur Ordnung des Arbeitsvertragsrechts des Verbandes der Diözesen Deutschlands (Verbands-KODA-Ordnung) in Verbindung mit der Entsendeordnung für die Vertreter der Gewerkschaften die Möglichkeit, Vertreter in diese Kommission auf Mitarbeiterseite für die neue Amtsperiode zu entsenden. Die Gewerkschaften werden hiermit aufgerufen, sich innerhalb von zwei Monaten nach der Bekanntmachung (Anzeigefrist) an der Entsendung von Vertretern in die Kommission zu beteiligen.

Berechtigt zur Entsendung von Vertretern sind Gewerkschaften, die nach ihrer Satzung für Regelungsbereiche oder Teile der Regelungsbereiche der Verbands-KODA örtlich und sachlich zuständig sind.

Gewerkschaften, die sich an der Entsendung von Vertretern in die Verbands-KODA beteiligen wollen, zeigen dies gegenüber dem Wahlvorstand über die Kommissionsgeschäftsstelle schriftlich an. Diese Anzeige ist zu richten an: Frau Gabriele Marks, Verband der Diözesen Deutschlands, Kaiserstr. 161, 53113 Bonn.

Die Anzeige muss bis zum Ablauf der Anzeigefrist – spätestens am 6. November 2017 – erfolgen. Anzeigen, die nach dieser Frist eingehen, können nicht mehr berücksichtigt werden.

Die Anzahl der Vertreter, die von den Gewerkschaften entsandt werden, richtet sich grundsätzlich nach dem zahlenmäßigen Verhältnis der zum Zeitpunkt der Entsendung in den Gewerkschaften zusammengeschlossenen kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Zuständigkeitsbereich der Verbands-KODA (Organisationsstärke). Ungeachtet der Organisationsstärke ist gewährleistet, dass mindestens ein Sitz für die Arbeitnehmerkoalition vorbehalten wird. Dies gilt nicht, wenn die Mitarbeit in der Kommission von keiner Arbeitnehmerkoalition beansprucht wird. Weitere Einzelheiten zur Entsendung regeln die §§ 5 Abs. 2 und 8 der Verbands-KODA-Ordnung und die Entsendeordnung (vgl. Amtsblatt für das Erzbistum München und Freising, 28. Februar 2017).

Wahljahr 2017: Achter Zwischenruf von Justitia et Pax

In diesen Tagen jähren sich die Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki. In der Reihe der „Zwischenrufe im Wahljahr 2017“ analysiert Professor em. Dr. Heinz-Günther Stobbe die durch Weiterverbreitung von Kernwaffen und die Modernisierung der Potenziale wachsenden Gefahren. Er fordert verstärkte Anstrengungen „auf dem Weg zu einer vom Albtraum der nuklearen Abschreckung befreiten Welt“. „Unsere Kirche in Deutschland sollte sich in die Bewegung einreihen, die dieses Ziel anstrebt, und die Bundesregierung auffordern, ihre bisherige Haltung freundlicher Distanzierung aufzugeben und sich ebenfalls anzuschließen“, so Professor Stobbe. Niemand solle sich dabei Illusionen hingeben, denn der politische Widerstand gegen diese Bewegung sei machtvoll, hartnäckig und einfallsreich. „Es braucht einen langen demokratischen Atem, um ihn zu überwinden. Aber gerade die Kirche darf das nicht entmutigen.“

Der Atompilz sei zum Symbol, „zum Menetekel der drohenden Selbstvernichtung der Menschheit“ des 20. Jahrhunderts geworden. Die atomare Aufrüstung in West und Ost habe sich im Kalten Krieg vollzogen, dessen Umschlag in einen heißen Krieg auf diese Weise verhindert werden sollte. „Das ist tatsächlich gelungen, der Große Krieg blieb aus, aber der Dritte Weltkrieg spielte sich, was die Zahl der Opfer betrifft, unterhalb der nuklearen Schwelle in Gestalt vieler kleinerer Kriege oder Konflikte ab“, analysiert Professor Stobbe. Nach dem Ende des Kalten Krieges seien Kernwaffen in erheblichem Umfang abgebaut worden, doch werde diese Abrüstung durch einen weltweiten Modernisierungsschub und die Entwicklung neuer Waffensysteme ausgeglichen.

Es sei, so Professor Stobbe in seinem Zwischenruf, „ein schwer verständlicher und auf Dauer nicht hinnehmbarer Widerspruch, dass biologische und chemische Massenvernichtungswaffen völkerrechtlich verboten sind, nicht aber die nuklearen Kampfmittel. Es ist schwer nachzuvollziehen, mit welchem Recht einige Staaten für sich das Recht beanspruchen, Atomwaffen zu besitzen, allen anderen Staaten aber dieses Recht verweigern.“ Der atomare Status quo zementiere ein machtpolitisches Gefälle, das entweder durch eine für alle gültige Ächtung der Atomwaffen ausgeglichen werde, oder aber einen beständigen Faktor politischer und militärischer Instabilität darstelle.

Professor Stobbe hebt in seinem Zwischenruf hervor, dass insbesondere der päpstlichen Diplomatie das Verdienst zukomme, sich kontinuierlich für nukleare Rüstungsbegrenzung, Abrüstung und das Verbot von Atomwaffen einzusetzen. Vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen erklärte Papst Franziskus im November 2015: „Man muss sich für eine Welt ohne Atomwaffen einsetzen, indem man den Nichtverbreitungsvertrag dem Buchstaben und dem Geiste nach gänzlich zur Anwendung bringt bis zu einem völligen Verbot dieser Instrumente.“

Hintergrund
Dieser Zwischenruf ist auf der Internetseite katholisch.de verfügbar. Außerdem wird er wie die anderen Zwischenrufe über den Facebook-Kanal von katholisch.de zur Diskussion gestellt. Prof. i. R. Dr. Heinz-Günther Stobbe ist Mitglied der Deutschen Kommission Justitia et Pax und dort Moderator des Sachbereichs Frieden sowie Leiter der Arbeitsgruppe Gerechter Friede. Von 1996 bis 2013 hatte er die Professur für Systematische Theologie und theologische Friedensforschung an der Universität Siegen inne. Die Deutsche Kommission Justitia et Pax, eine Einrichtung der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), begleitet mit Zwischenrufen für eine gemeinwohlorientierte Politik aktuelle Debatten im Wahljahr 2017. Anfang März hatten der Vorsitzende der Deutschen Kommission Justitia et Pax, Bischof Dr. Stephan Ackermann (Trier), und der Präsident des ZdK, Prof. Dr. Thomas Sternberg, die Reihe eröffnet.

Diözesane Seelsorgeamtsleiterinnen

Vor 15 Jahren hat die erste Seelsorgeamtsleiterin in einem deutschen Bistum ihren Dienst aufgenommen. Damals übernahm Dr. Daniela Engelhard die Leitung des Seelsorgeamtes im Bistum Osnabrück. Heute leiten bereits zehn Frauen die Hauptabteilung Pastoral bzw. das Seelsorgeamt eines Bistums in Deutschland. Sie tragen in vielfältigen pastoralen Feldern Mitverantwortung. Dazu gehören unter anderem die Neugestaltung pastoraler Räume, die Intensivierung der Ehe-, Familien- und Lebensberatung sowie die Notfallseelsorge, die Migrantenpastoral oder der Dialog der Religionen. Die Seelsorgeamtsleiterinnen sind Mitglieder in Führungsgremien ihrer Bistümer und beraten die Bischöfe. Viele von ihnen bringen auch ihre theologischen und pastoralen Kompetenzen in eine der 14 Kommissionen der Deutschen Bischofskonferenz mit ein.

Der Vorsitzende der Pastoralkommission und der Unterkommission Frauen der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Franz-Josef Bode, zeigt sich erfreut über diese Entwicklung: „Die Zahl der diözesanen Seelsorgeamtsleiterinnen ist ein Erfolg bei der Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen. Um eine nachhaltige Kulturveränderung zu bewirken, braucht es etwa ein Drittel der Beteiligten. Ich bin froh darüber, dass wir auf Bundesebene im Bereich der Leitung eines diözesanen Seelsorgeamtes inzwischen sogar einen Frauenanteil von 40 Prozent haben.“ Das sei gut für die Kirche, betont Bischof Bode: „Das Gesicht der Kirche verändert sich, wenn Frauen in Führungspositionen aktiv sind und Frauen wie auch Männer der Kirche ein Gesicht geben. Ich hoffe, dass dies auch junge Frauen ermutigt, in der Kirche Verantwortung und Leitungsaufgaben zu übernehmen.“ Bereits während der Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Trier verabschiedeten die deutschen Bischöfe am 21. Februar 2013 die Erklärung „Das Zusammenwirken von Frauen und Männern im Dienst und Leben der Kirche“. Ziel ist es, den Anteil von Frauen in Leitungspositionen weiter zu erhöhen.

Profile der Seelsorgeamtsleiterinnen sind auf der neu gestalteten Internetseite der Arbeitsstelle für Frauenseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz verfügbar: www.frauenseelsorge.de/seelsorgeamtsleitung.html 

Die Seelsorgeamtsleiterinnen in den einzelnen Bistümern haben unterschiedliche berufliche Werdegänge und wissenschaftliche Qualifikationen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie aktiv an den gegenwärtigen Veränderungen mitwirken und sie zukunftsweisend gestalten wollen. „Die Pastoral wird vielfältiger, experimenteller, projektorientierter. Wichtig ist mir, die Praxis der Kirche an den verschiedenen Orten mit unseren vielen Kompetenzträgern und Kompetenzträgerinnen dienstleistend, impulsgebend und effektiv zu unterstützen“, sagt Direktorin Mechthild Schabo, Leiterin des Zentralbereichs Pastoral und Gesellschaft im Bistum Trier. „Die Kirche der Zukunft ist für mich, Kirche jeden Tag neu als Sakrament der Liebe Gottes für die Menschen erlebbar zu machen“, ergänzt Sr. Gudrun Steiß, Leiterin der Pastoralen Dienststelle des Erzbistums Hamburg. Ordinariatsrätin Elisabeth Neuhaus, Leiterin der Hauptabteilung Pastoral und Verkündigung im Bistum Dresden-Meißen, möchte „die mit der Funktion gegebene Macht lebensdienlich einsetzen und auf dem Hintergrund des Evangeliums möglichst viele – auch widerstreitende – Stimmen innerhalb von Kirche, zwischen den Konfessionen, aus Politik und Gesellschaft hören“.