Augenblicke der Besinnung

Es ist eine ausgezeichnete und heilige Übung,
die Passion unsere Herrn zu erinnern und zu meditieren,
denn auf diesem Weg
werden wir die Vereinigung mit Gott erreichen.
In dieser Übung,
der heiligsten aller Schulen,
lernen wir die wahre Weisheit,
denn hier sind alle Heiligen weise geworden.

Paul vom Kreuz














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Kardinal Reinhard Marx zum Auftakt der Herbst-Vollversammlung 2017 in Fulda

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 25. September 2017 - 16:33
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat sich heute (25. September 2017) in seinem Auftakt-Statement zur Herbst-Vollversammlung der deutschen Bischöfe in Fulda zu den Themen der Beratungsgespräche und zum Ergebnis der Bundestagswahl geäußert. Mit Blick auf den neu gewählten Bundestag mahnte Kardinal Marx zu „verbaler Abrüstung“ auf allen Seiten. Er betonte, dass das Parlament eine besondere Würde habe und bei aller politischen Auseinandersetzung der Respekt vor dem anderen Vorrang haben müsse. Im gemeinsamen Ringen um einen guten Weg seien Schwarz-Weiß-Schablonen sowie Hass und Ausgrenzung nicht angebracht.

Für die Christen, die es in allen Parteien geben werde, sind aus Sicht des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz diese Themen von grundlegender Bedeutung: der Umgang mit den Fremden, die bei uns Schutz suchen, und ebenso mit den Armen und Benachteiligten in unserer Gesellschaft, Friedensfragen, Lebensschutz sowie der besondere Schutz von Ehe und Familie. Als Leitschnur für Christen, die sich politisch engagieren, nannte Kardinal Marx die Katholische Soziallehre. Besorgt äußerte sich der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der zugleich auch Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft ComECE ist, über einen zunehmenden Populismus in Europa. Nationalismus und der Wunsch nach Abgrenzung und Abschottung seien mit der christlichen Botschaft nicht zu verbinden. Nach dem Evangelium hätten alle Menschen vor Gott den gleichen Wert, unabhängig von Herkunft oder Hautfarbe.

Kardinal Marx nannte auch den Umgang mit dem islamistischen Terrorismus als ein wichtiges Thema der Vollversammlung und erklärte, dass man einen Experten dazu anhören und verstärkt den Dialog mit dem Islam führen wolle. Außerdem sei ein erster Rückblick auf das Reformationsgedenken geplant. Er selbst fühle sich durch viele positive Erfahrungen des Gedenkjahres in der Ökumene ermutigt. Gemeinsam beten, pilgern und auch feiern wie das Fest in Bochum oder der Versöhnungsgottesdienst in Hildesheim seien wichtige ökumenische Erlebnisse gewesen.

Weitere Themen der Vollversammlung sind die Vorbereitung der vatikanischen Jugendsynode im Jahr 2018 und ein Studientag zu Umwelt und Schöpfungsverantwortung mit Blick auf die Enzyklika „Laudato siʼ“ von Papst Franziskus.

150 Jahre Bischofskonferenz in Fulda

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 22. September 2017 - 12:59
Anlässlich der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz vom 25. bis 28. September in Fulda erinnern die Stadt und das Bistum Fulda an das 150-jährige Jubiläum der „Wiederkehr der Deutschen Bischofskonferenz“. Mit einem Festakt am Donnerstag, 28. September 2017, um 15.00 Uhr im Stadtschloss zu Fulda wird an die erste große Versammlung der deutschen Bischöfe erinnert.

Das umfangreiche Themendossier „150 Jahre in Fulda“ berichtet über die Geschichte der Deutschen Bischofskonferenz, insbesondere in ihren Anfängen. Als die deutschen Bischöfe sich vom 16. bis 21. Oktober 1867 erstmals zu einer „bischöflichen Conferenz“ in Fulda zusammenfanden, setzten sie ihren gemeinsamen Entschluss vom Frühjahr 1867 in Rom in die Tat um. Dort hatten die Bischöfe beschlossen, eine „Zusammenkunft des gesamten deutschen Episkopates“ zu schaffen. Historisch genau genommen war dies bereits die zweite deutsche Bischofsversammlung, denn vom 22. Oktober bis zum 26. November 1848 tagten die deutschen Bischöfe erstmals in der deutschen Kirchengeschichte als „Versammlung der deutschen Bischöfe“ in Würzburg. Anlass waren damals die politischen Umwälzungen, die Revolutionen von 1830 und 1848, die Paulskirchenbeschlüsse in Frankfurt am Main sowie die sich zunehmend gründenden kirchlichen Laienvereine.

Erst am 2. März 1966 entstand die „Deutschen Bischofskonferenz“ mit einem eigenem Statut. Bis heute bleibt die Stadt Fulda mit der Grabstätte des hl. Bonifatius für die Bischöfe so bedeutend, dass sie jedes Jahr im Herbst dort zu ihrer Vollversammlung zusammenkommen und sich beraten.

Die historische Entwicklung der Deutschen Bischofskonferenz ist im Themendossier „150 Jahre in Fulda“ nachlesbar.


Hinweise: Der Festakt wird per Livestream übertragen und kann auf www.dbk.de und www.katholisch.de verfolgt werden. Die Stadt Fulda und das Bistum Fulda laden bereits am Dienstag. 26. September 2017, um 16.00 Uhr zu einem Pressegespräch in den Marmorsaal des Stadtschlosses Fulda ein. Bischof Heinz-Josef Algermissen und Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld werden dort Sonderbriefmarke und Sondermedaille zum Jubiläum vorstellen.

Welttag des Tourismus am 27. September 2017

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 22. September 2017 - 10:43
„Nachhaltiger Tourismus: ein Instrument für die Entwicklung” – unter diesem Leitwort steht der diesjährige Welttag des Tourismus am 27. September 2017, der von der Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen ausgerufen wird. Seit Beginn beteiligt sich das vatikanische Dikasterium für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen an dieser Initiative, um auf die Herausforderungen wie auch die Möglichkeiten hinzuweisen, die dieser Tag für die Evangelisierung bietet.

Nach Auffassung der Vereinten Nationen kann ein nachhaltiger Tourismus ein Instrument zur Bekämpfung von Armut, zum Schutz der Umwelt, zur Verbesserung der Lebensqualität und zur wirtschaftlichen Stärkung von Frauen und Jugendlichen sein. Vor diesem Hintergrund wendet sich der Vatikan in seiner Botschaft zum Welttag des Tourismus 2017 an alle Christen, sich für einen Tourismus einzusetzen, der zur Entwicklung der Völker beiträgt. Denn der Tourismus könne ein wichtiges Instrument für das Wachstum und für den Kampf gegen die Armut sein: Tourismus „muss verantwortlich sein, darf weder destruktiv noch schädlich für die Umwelt oder für den sozialen und kulturellen Hintergrund sein, auf den er einwirkt, muss vor allem die jeweilige Bevölkerung und ihr kulturelles Erbe achten, zur Sicherung der Würde des Einzelnen und der Rechte der Arbeitnehmer dienen und nicht zuletzt bedacht sein auf die Benachteiligten und Verwundbaren.“

Entsprechend fordert das Dikasterium zu einer Debatte darüber auf, wie alle Akteure – auch die Kirchen – an einem Tourismus mit menschlichem Antlitz mitwirken können. So gilt es über die Konsequenzen nachzudenken, die sich aus einem nachhaltigen Tourismus für die Touristen, die Unternehmer, die Beschäftigten, die Regierenden – und auch die örtlichen Gemeinden ergeben. Es muss darum gehen, Maßnahmen für einen nachhaltigen Tourismus zu fördern und dabei Verhaltensweisen und Veränderungen in der Lebensweise durch eine neue Form der Beziehungen zu anderen zu begleiten. „In diesem Bewusstsein wollen wir Christen unseren Beitrag leisten, damit der Tourismus zur Entwicklung der Völker, vor allem der besonders Benachteiligten unter ihnen, beitragen kann“, so der Vatikan in seiner Botschaft und weiter: „Die Kirche bietet einen eigenen Beitrag an, indem sie Initiativen einleitet, die den Tourismus wirklich in den Dienst der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen stellen.“In Deutschland beteiligt sich die katholische Kirche aktiv am Welttag des Tourismus. Zum 38. Mal sind mehrere Diözesanmuseen und Schatzkammern am 27. September 2017 kostenfrei für Besucher geöffnet.

Hintergrund
Der Welttag des Tourismus wurde 1980 von der Welttourismusorganisation eingeführt und wird seitdem jährlich vom Päpstlichen Rat der Seelsorge für die Migranten und Menschen unterwegs unterstützt. Seit dem 1. Januar 2017 ist der Päpstliche Rat in das neue vatikanische Dikasterium für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen integriert. Ziel des Welttages ist es, die internationale Gemeinschaft auf die vielfältigen Aspekte des Tourismus hinzuweisen und die Bemühungen um seine friedenstiftende und Völker verbindende Kraft zu stärken.

Hinweis:
Eine Liste der teilnehmenden diözesanen Einrichtungen sowie die Botschaft des Dikasteriums für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen sind untenstehend als pdf-Dateien verfügbar.

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