Augenblicke der Besinnung

Die Versuchungen
in unserem Leben
kommen vom Teufel,
das Leiden hingegen
kommt von Gott
und führt zum Paradies.
Verachtet die Versuchungen,
aber nehmt die Prüfungen an.

Pater Pio














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Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 30. August 2017 - 10:48
Die katholische Kirche begeht am kommenden Freitag (1. September 2017) zum dritten Mal den von Papst Franziskus ausgerufenen weltweiten Gebetstag für die Bewahrung der Schöpfung. Er fällt mit dem bereits in Deutschland traditionellen Ökumenischen Tag der Schöpfung zusammen, der ebenfalls am 1. September 2017 begangen wird und in der Verantwortung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) liegt. An vielen Orten versammeln sich Christen, um gemeinsam dem Schöpfer für das Geschenk des vielfältigen Lebens zu danken und sich für die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen.

Der Vorsitzende der ACK, Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann (Speyer), ruft die Gläubigen in Deutschland auf, sich an diesem Schöpfungstag zu engagieren und sich durch Gebet, Gottesdienst und gemeinschaftliche Veranstaltungen an die je eigene Verantwortung für die Schöpfung erinnern zu lassen. „In einer mehr und mehr globalisierten Welt, die von Terror und Angst heimgesucht wird, vergessen wir manchmal den dankbaren Blick auf Gottes gute Schöpfung. Für diese Schöpfung müssen wir eine generationenübergreifende Verantwortung übernehmen“, so Bischof Wiesemann. „Wer heute nicht an morgen denkt, versündigt sich an den kommenden Generationen. Deshalb brauchen wir ein Bewusstsein, das Schöpfung und Ökologie nicht als Themen von gestern abtun, sondern höchste Aktualität haben. Die Schöpfung kann und darf uns nicht gleichgültig sein.“

Die Feier des Schöpfungstages sei ein besonderes Herzensanliegen von Papst Franziskus, der angesichts der ökologischen Krise unermüdlich zur Umkehr aufrufe und alle Christinnen und Christen zur besonderen Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung mahne. „In der Enzyklika Laudato siʼ macht der Papst Handlungsvorschläge, die wir mutig in unseren Gemeinden aber auch auf der überregionalen Ebene aufgreifen sollten. Klimapolitik, gerechte Ressourcenverwendung und eine Versorgung mit sauberem Trinkwasser für jeden, sind nur einige von konkreten Forderungen, denen wir uns verpflichtet fühlen sollten“, betont Bischof Wiesemann. Auch Papst Franziskus liege an einer ökumenischen Ausrichtung dieses Tages. Der Papst habe mit seiner Initiative eine orthodoxe Praxis aufgegriffen und ermutige, in ökumenischer Gemeinschaft Zeugnis für die Schöpfung abzugeben.

Hintergrund

Der Ökumenische Tag der Schöpfung wird seit mehreren Jahren jeweils am ersten Freitag im September von der Gemeinschaft der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) mit einer zentralen Feier begangen. Diese Praxis wurde auf dem Zweiten Ökumenischen Kirchentag 2010 in München angekündigt und hat sich seitdem bewährt. Die gemeinsam vereinbarte Schöpfungszeit, die mit dem 1. September beginnt und am 4. Oktober, dem Fest des heiligen Franz von Assisi endet, will Ansporn sein, einen Schöpfungstag auch in den Regionen und Pfarrgemeinden zu begehen.

Hinweise:
Die zentrale Feier zum Ökumenischen Schöpfungstag findet in diesem Jahr unter dem Leitthema „So weit Himmel und Erde ist“ (Psalm 148,13) am 1. September 2017 in Lübeck statt. Den Gottesdienstablauf, weitere Materialien und Anregungen zur Umsetzung der Initiative auf regionaler oder lokaler Ebene finden sich auf der Internetseite www.schoepfungstag.info.

Die Enzyklika Laudato siʼ – Über die Sorge für das gemeinsame Haus kann in der Rubrik „Veröffentlichungen“ als pdf-Datei heruntergeladen oder als Broschüre bestellt werden. Ausführliche Informationen sind im Dossier „Laudato siʼ“ verfügbar.

Prof. Dr. Peter Kohlgraf in Mainz zum Bischof geweiht

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 27. August 2017 - 10:54
Prof. Dr. Peter Kohlgraf hat heute (27. August 2017) im Hohen Dom St. Martin zu Mainz die Bischofsweihe empfangen und ist als 88. Bischof der Diözese Mainz in sein Amt eingeführt worden. Damit tritt er die Nachfolge von Kardinal Karl Lehmann an, dessen altersbedingtes Rücktrittsgesuch im Mai 2016 von Papst Franziskus angenommen worden war. Zuletzt war Bischof Kohlgraf als Professor für Pastoraltheologie an der Katholischen Hochschule Mainz.

In einem Grußwort erinnerte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, an die bis in die Römerzeit zurückreichende Tradition des Bistums Mainz und gratulierte den Gläubigen zu ihrem neuen Bischof: „Ein Kölner ist nach Mainz gekommen! Freudigen Herzens darf das Bistum Mainz seinen neuen Bischof begrüßen.“ Kardinal Marx nannte Karneval und Fastnacht als Symbole dafür, dass es auch in der Kirche froh und herzlich zugehen könne und sagte an Bischof Kohlgraf gewandt: „Ihr hintergründiger Humor und Ihre Offenheit gegenüber Neuem und vor allem Menschen zeichnen Sie aus.“ Kardinal Marx begrüßte Bischof Kohlgraf außerdem als neuen Mitbruder im Kreis der Deutschen Bischofskonferenz: „Wir sind auch froh, einen weiteren Hochschulprofessor in unseren Reihen zu wissen. Wir freuen uns auf Ihre Mitarbeit und Ihr Engagement.“ Mit Blick auf den Wahlspruch des neuen Bischofs von Mainz – „Das Reich Gottes ist nahe gekommen.“ (Lk 10,9) – betonte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, dass ein Bischof in besonderer Weise Zeuge des Reiches Gottes sei: „Das erwarten die Gläubigen Ihres Bistums! Seien Sie Ihnen ein guter Hirte und Seelsorger, ein Bischof, der zuhört und sich einmischt in öffentliche Debatten in der Kirche und in der Gesellschaft.“

Darüber hinaus würdigte Kardinal Marx die Mainzer Bischöfe, die in der Deutschen Bischofskonferenz „sichtbare und nachhaltige Spuren hinterlassen hätten“ und dankte besonders dem emeritierten Bischof von Mainz, Kardinal Karl Lehmann, für seinen langjährigen und aufopferungsvollen Dienst: „Wir dürfen sicher sein, dass Bischof Kohlgraf das von Dir Begonnene fortführen wird in jenen Zeichen der Zeit, in denen sich die Kirche herausgefordert sieht. … Die Kirche von Mainz und die Deutsche Bischofskonferenz sind Dir zu tiefstem Dank verpflichtet.“ Kardinal Marx forderte Bischof Kohlgraf auf: „Haben Sie Mut, sich in diese Kontinuität hinein zu stellen, was Ihnen mit Gottes Hilfe gelingen wird.“ Kardinal Marx dankte außerdem Prälat Dietmar Giebelmann, der in der Zeit der Vakanz als Diözesanadministrator das Bistum Mainz geleitet und in den Gremien der Deutschen Bischofskonferenz vertreten hat.

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