Fastenpredigten 2018
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Die Fastenzeit war im frühen Christentum die Zeit der Katechesen zur intensiven Vorbereitung der erwachsenen Taufbewerber auf die Taufe in der Osternacht. Daraus hat sich im Mittelalter der gute Brauch der Fastenpredigten entwickelt, die seit dem Konzil von Trient (1545) ihren festen Platz in der Liturgie der österlichen Bußzeit der Zentralkirchen haben. Mit der Predigtreihe werden die Gläubigen zu einer intensiven Auseinandersetzung mit ihrem Leben angeregt. Das Evangelium soll dabei der Kompass für die Umkehr und Neujustierung des persönlichen Lebens sein.

In Altötting wird 2018 "Die Kreuzesnachfolge von Bruder Konrad, orientiert an seinem Ordensvater Franz von Assisi" in verschiedenen Aspekten betrachtet:

Donnerstag, 22. Februar 2018 - Stiftspfarrkirche St. Philippus und Jakobus
Prediger: Domdekan Msgr. Dr. Hans Bauernfeind aus Passau
Thema:   "Bote des Friedens"

Donnerstag, 01. März 2018 - Stiftspfarrkriche St. Philippus und Jakobus
Prediger: Domkapitular Msgr. Manfred Ertl aus Passau
Thema:   "Aus der Dunkelheit ins Licht"

Donnerstag, 08. März 2018 - Stiftspfarrkirche St. Philippus und Jakobus
Prediger: Generalvikar Dr. Klaus Metzl aus Passau
Thema:   "Bereit sein zum Sterben"

Donnerstag, 15. März 2018 - Pfarrkirche St. Josef in Altötting-Süd
Prediger: Stiftspropst Prälat Günther Mandl
Thema:   "Nachfolgen und Leben finden"

Beginn ist jeweils um 19 Uhr im Rahmen der Abendmesse.

Herzliche Einladung sich auf den Fasten-Impuls und die Orientierung in der Kreuzesnachfolge einzulassen!

Aschermittwoch in Altötting
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... ist ein ganz besonderer Tag im Jahreskreis der Marienverehrung. Wenn Wallfahrtsrektor und Stadtpfarrer Prälat Günther Mandl gemeinsam mit Guardian Pater Norbert Schlenker OFMCap und zahlreichen Marienkinder die Gnadenmutter von der Gnadenkapelle in die Kloster- und Beichtkirche St. Magdalena überträgt, wird Maria zu einer von uns. Sie ist dann in der Mitte ihrer Kinder und (an)fassbar. Es können auch Rosenkränze und andere fromme Gegenstände für die zukünftige Andacht durch den Priester an das Gnadenbild gehalten werden. Der priesterliche Segen und der milde Blick der Gnadenmutter stärken die Gläubigen. Viele sind gekommen und die lange Reihe der Wartenden wollte nicht enden. Beschenkt mit einem Schleierbriefchen von Reinhard Zehentner und getragen von Gebet und Gesang, war die alljährliche Andacht am Beginn der Fastenzeit wieder ein tragendes und stimmungsvolles Erlebnis - das noch weit in die Fastenzeit hineinwirken wird.

In St. Magdalena besinnen sich die Gläubigen nicht nur auf die einfache und demütige Himmelsmama sondern auch auf die Vergänglichkeit des irdischen Lebens. Zur Einstimmung auf die 40tägige österliche Bußzeit wird mit der Aschenauflegung die Bereitschaft zu Buße und Umkehr symbolisiert. Die Tradition des Aschenkreuzes auf die Stirn ist seit dem 11. Jahrhundert bekannt. Mit den Worten "Bedenke Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst" weist der Priester auf die Tatsache von Tod und Leben hin - oder fordert mit den Worten aus dem Markusevangelium "Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium" direkt zur Lebenskorrektur und zur Erneuerung auf. Es geht um die rechte Buße, damit die Herzen sich öffnen, sich wandeln und sich der neue Mensch auf Gott einlassen kann.
Papst Franziskus formulierte es in einer Predigt zum Aschermittwoch einmal so: "Denn Staub bist du, zum Staub musst du zurück" (Gen 3,19) - Das Symbol der Asche führt also zurück zu jenem großen Fresko der Schöpfung, von der gesagt wird, dass in ihr der Mensch eine einzigartige Einheit von Materie und göttlichem Hauch ist, und zwar im Bild des Staubes der Erde, der von Gott geformt und belebt wird durch seinen Atem, den er dem neuen Geschöpf durch die Nasenflügel einhaucht. Die Worte aus dem Buch Genesis werden in der Liturgie des Aschermittwochs aufgegriffen: Als Einladung zur Buße, zur Demut, zur Bewusstwerdung der eigenen Sterblichkeit, aber nicht, um den Menschen in Verzweiflung enden zu lassen, sondern damit er, gerade in seiner Sterblichkeit, die unvorstellbare Nähe Gottes aufnehmen kann, der jenseits des Todes den Weg eröffnet zur Auferstehung und zum endlich wiedergefundenen Paradies.“

Bildergalerie

Fasten tut gut - Der Blick nach innen
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Von Aschermittwoch bis Ostern lautet das Motto "Weniger ist mehr". „Die Fastenzeit ist die Zeit, Nein zu sagen“, so Papst Franziskus. Fasten ist keine Diätform, um rasch ein paar Kilos abzunehmen, sondern ein bewusster Verzicht. Die Gläubigen sind eingeladen, sich in den 40 Tagen wieder auf das Wesentliche - auf Gott und unsere Mitmenschen - auszurichten.

Der Beginn der Fastenzeit ist mit dem Symbol des Aschekreuzes gekennzeichnet. Der katholische Priester bezeichnet die Stirn der Gottesdienstbesucher mit einem Aschenkreuz um auf die geistige Reinigung und die Vergänglichkeit hinzuweisen.
Entgiftung, Entschlackung und Regeneration für Körper, Geist und Seele sind die Ziele in diesen 6 1/2 Wochen der sogenannten "österlichen Bußzeit". Neben der Reduzierung des Speise- und Getränkeangebotes und der (früher vorgeschriebenen) Freitagsabstinenz von Fleisch,  werden seit Papst Paul VI. auch andere Formen der Askese und Buße empfohlen. Ein intensiveres Gebetsleben, die häufigere Teilnahmen an Gottesdiensten und Andachten gehören ebenso zur Fastenzeit, wie Werke der Nächstenliebe und das Geben von Almosen. Diese Bußwerke werden als Fastenopfer bezeichnet. Das Gebet der Fastenzeit ist der Kreuzweg, das Nachgehen des Leidensweges Jesu von der Verurteilung bis zur Kreuzabnahme bzw. Grablegung. Ein wichtiger Meilenstein in der Fastenzeit ist auch die "Seelenhygiene" durch die Beichte.
An den Fastensonntagen und  an Hochfesten, die in die Fastenzeit fallen (beispielsweise dem Josefstag am 19. März oder Mariä Verkündigung am 25. März), wird nicht gefastet.
Fasten wie Jesu - ein Blick auf den biblischen Hintergrund führt uns fast 2000 Jahr zurück. Matthäus berichtet im 4. Kapitel,  dass Jesus 40 Tage und Nächte in der Wüste gefastet hat. Die Zahl 40 begegnet uns in der Bibel auch an anderen Stellen:  an die 40 Tage der Sintflut (Gen 7,4–6); 40 Jahre Wüstenwanderung des Volkes Israel durch die Wüste nach dem Auszug aus Ägypten (Ex 16,35); 40 Tage verbrachte Mose in der Gegenwart Gottes auf dem Berg Sinai und das Volk wendet sich dem goldenen Kalb zu (Ex 24,18); an die Frist von 40 Tagen, die Gott dem Propheten Jona zur Bekehrung der Stadt Ninive auftrug, um den Untergang der Stadt durch Fasten und Büßen abzuwenden (Jona 3,4) und dann wieder in der Zeit von der Auferstehung bis zur Himmelfahrt von Jesus Christus (Apg 1,3). Traditionell wird auch für eine Schwangerschaft der Zeitraum von 40 Wochen angesetzt: um neues Leben entstehen, wachsen und auf die Welt kommen zu lassen.  So dient auch die vierzigtägige Fastenzeit der römisch-katholischen Kirche als österliche Bußzeit der Vorbereitung auf die Feier des Todes und der Auferstehung Christi.

Da es in der Fastenzeit jedenfalls nicht um bloßes Abnehmen geht, werden am Aschermittwoch oft auch alternative Vorsätze für diese 40 Tage des "frei werdens von" und gleichzeitigem "frei werdens für" gefasst: kein Alkohol, keine Zigaretten, kein Smartphone, kein Autofahren, kein Fernsehen.
Die Fastenzeit dauert von Aschermittwoch bis zum Beginn der Messe vom letzten Abendmahl am Gründonnerstag. Ab Karfreitag bis zur Osternachtfeier schließt sich das Osterfasten - als Trauerfasten zum Gedächtnis der Passion und der Grabesruhe Christi - an.  Durch die Feier der Erlösung durch Jesus Christus mit der Erneuerung der Taufversprechen in der Osternacht werden wir wieder neu mit dem Heil und der Freude als Kinder Gottes erfüllt.

Fasten tut gut - Es ist die Einladung "sich aufzuräumen", um für die kommende Fülle Platz zu schaffen

 

Welttag der Kranken am Gedenktag von Unsere Liebe Frau in Lourdes
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Papst Franziskus hat den XXVI. Welttag der Kranken am 11. Februar 2018 unter das Motto Mater Ecclesiae: „‘Sieh e dein Sohn... Siehe deine Mutter ‘. Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich“ (Joh 19,26–27). gestellt:

Die Botschaft von Papst Franziskus zum XXVI. Welttag der Kranken 2018

Der Welttag der Kranken wurde 1993 von Papst Johannes Paul II. als Gedenken an alle von Krankheiten heimgesuchten und gezeichneten Menschen eingeführt. Er wird jährlich am 11. Februar, dem Gedenktag Unserer Lieben Frau in Lourdes, begangen. Neben einem Gottesdienst im Petersdom findt jedes Jahr eine zentrale Veranstaltung in einem anderen Land statt. Im denkwürdigen Jahr 2013 hat Papst Benedikt XVI. Altötting als den zentralen Veranstaltungsort ausgewählt und im Zuge der Feierlichkeiten zum XXI. Weltkrankentag nicht nur seinen päpstlichen Segen sondern auch einen kostbaren Reliquienschatz überbringen lassen: Das Blut seines verehrten Vorgängers des seligen Papst Johannes Paul II., der somit zum ewigen Pilger der Stadt Altötting geworden ist. Die Reliquie fand neben der goldenen Rose in der Gnadenkapelle Unserer Lieben Frau von Altötting einen würdigen Platz.

Papst Benedikt XIV. hat die Bedeutung des Weltkrankentags mit folgenden Worten erklärt: "Mit dem jährlichen Welttag der Kranken will die Kirche in der Tat die kirchliche Gemeinschaft in allen Bereichen für die Bedeutung des pastoralen Dienstes auf dem weiten Feld des Gesundheitswesens sensibilisieren, einem Dienst, der ganz wesentlich zu ihrer Sendung gehört, da er auf der Linie der Heilssendung Christi selbst liegt. Er, der göttliche Arzt, »zog umher, tat Gutes und heilte alle, die in der Gewalt des Teufels waren« (Apg 10,38). Aus dem Geheimnis seines Leidens, seines Todes und seiner Auferstehung erhält das menschliche Leiden Sinn und Erleuchtung. In dem Apostolischen Schreiben Salvifici doloris findet der Diener Gottes Johannes Paul II. dazu erleuchtende Worte. »Im Leiden Christi hat das menschliche Leiden seinen Höhepunkt erreicht. Zugleich ist es in eine völlig neue Dimension und Ordnung eingetreten: Es ist mit der Liebe verbunden worden, mit jener Liebe…, die das Gute schafft, indem sie es sogar aus dem Bösen wirkt, und zwar durch das Leiden, so wie das höchste Gut der Erlösung der Welt vom Kreuz Christi ausgegangen ist und noch ständig von dort ausgeht. Das Kreuz Christi ist zu einer Quelle geworden, aus der Ströme lebendigen Wassers fließen« (Nr. 18). Schon das Zweite Vatikanische Konzil erinnerte an die wichtige Aufgabe der Kirche, sich des menschlichen Leidens anzunehmen. In der dogmatischen Konstitution Lumen gentium lesen wir: »Christus wurde vom Vater gesandt, ›den Armen die frohe Botschaft zu bringen, zu heilen, die bedrückten Herzens sind‹ (Lk 4,18), ›zu suchen und zu retten, was verloren war‹ (Lk 19,10). In ähnlicher Weise umgibt die Kirche alle mit ihrer Liebe, die von menschlicher Schwachheit angefochten sind, ja in den Armen und Leidenden erkennt sie das Bild dessen, der sie gegründet hat und selbst ein Armer und Leidender war. Sie müht sich, deren Not zu erleichtern, und sucht Christus in ihnen zu dienen« (Nr. 8). Dieses humanitäre und geistliche Wirken der kirchlichen Gemeinschaft gegenüber den Kranken und Leidenden ist im Lauf der Jahrhunderte in vielfältigen Formen und auch institutionellen Strukturen im Gesundheitswesen zum Ausdruck gekommen." (Auszug aus der Botschaft zum Weltkrankentag 2010).

Wir empfehlen alle Kranken und Leidenden, alle Menschen mit Einschränkungen sowie ihre Angehörigen und alle, die sich ihrer annehmen, der Gnade Gottes und der Fürsprache Mariens, unserer milden, wirkmächtigen Mutter, an. Mögen sie Heilung an Leib und Seele erfahren!

Das Gnadenbild in der Stiftspfarrkirche

Während in der Heiligen Kapelle geputzt, gesaugt und poliert wird, ist das Bild Unserer Lieben Frau von Altötting in der altehrwürdigen Stiftspfarrkriche St. Philippus und Jakobus zu Hause. Der Schrein mit der Gottesmutter steht rechts vom Volksaltar und gleich neben dem Heiligen Josef. Marienkinder und alle gläubigen Besucher Altöttings können die Litugie nach der Kapellordnung in der großen Stiftspfarrkirche feiern. Auch wenn der Gnadenaltar mit einen Gold- und Silberdarstellungen einzigartig ist, so hat das Gnadenbild in der Stiftspfarrkirche einen würdigen und stimmigen Rahmen. Der klassizistische Hochaltar und das gorße Altargemälde "der himmlischen Rettung" im Hintergrund aber auch die beiden Engelfiguren lassen uns das Geheimnis der demütigen Gottesmagd nachspüren, die immer auf ihren Sohn, unseren Herrn Jesus Christus, blickend uns zu IHM hinführen möchte.
Das Gnadenbild wird am Donnerstag nach der Abendmesse um ca. 19.30 Uhr in ihr strahlend sauberes Haus übertragen. Ab Freitag werden die Heiligen Messen und der Rosenkranz gemäß Kapellordnung in der Gnadenkapelle gefeiert bwz. gebetet.

Einblick in die Kapellreinigung haben Stefanie Hintermayr im Vorjahr mit der Kamera festgehalten: Frühjahrsputz in der Gnadenkapelle Altötting | Saubermachen in der Kirche

Foto: R. Dorfner

Eucharistisches Stundengebet
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Herzliche Einladung am Samstag, 17. und Sonntag, 18. Februar 2018 zur Einstimmung in die österliche Bußzeit in St. Magdalena

Das Eucharistische Stundengebet wird mit Impulsen durch Predigten zum Altöttinger Wallfahrtsmotto 2018 "Jesu Kreuz – unser Buch!“ - Die Kreuzesnachfolge von Bruder Konrad orientiert an seinem Ordensvater Franz von Assisi den Blick auf das Wesentliche im Leben eines jeden Menschen lenken.

Prediger P. Norbert Schlenker OFMCap, Guardian und stellvertretender Wallfahrtsrektor in Altötting erklärt zum Thema:
„Jesu Kreuz – unser Buch!“ ist das Leitwort des 200. Geburtsjahres des Hl. Bruder Konrad von Parzham im Bistum Passau und gleichzeitig das diesjährige Wallfahrtsmotto in Altötting. Es verweist uns auf den bekannten Ausspruch von Bruder Konrad: „Das Kreuz ist mein Buch!“ Mit seiner  Kreuzesfrömmigkeit steht er in der Tradition seines Ordensvaters, des Hl. Franz von Assisi, der am Anfang seiner Berufung in San Damiano vom Gekreuzigten den Auftrag erhielt: „Gehe hin und stelle mein Haus wieder her!“ und der gegen Ende seines Lebens auf dem Berg La Verna durch den Empfang der Wundmale die Liebe des Gekreuzigten in außerordentlicher Weise erfuhr. Wie Franziskus hat auch Bruder Konrad gelernt, im Zeichen des Kreuzes und in der Begegnung mit dem Gekreuzigten und in dessen Nachfolge sein Leben zu sehen und seinen Dienst an der Pforte und im Kloster zu
tun. Darin kann er uns Vorbild und Fürsprecher sein, die Höhen und Tiefen unseres alltäglichen Lebens im Blick auf den Herrn und sein Kreuz anzunehmen und zu gestalten.

Samstag, 17. Februar:
10.00 Uhr Festmesse mit Predigt Thema: Das Evangelium leben
                   Aussetzung – Anbetung
15.00 Uhr Eucharistische Andacht
16.00 Uhr Predigt Thema: Das Zeugnis der Demut
                   Litanei – Eucharistischer Segen

Sonntag, 18. Februar:
09.30 Uhr Festmesse mit Predigt Thema: Abschied nehmen können
                   (musik. Gestaltung: Kapellchor und Orgel)
                   Aussetzung – Anbetung
15.00 Uhr Abschlusspredigt Thema: Kreuzesfrömmigkeit
                   Te Deum – Eucharistischer Segen

Altöttinger Pilgerfahrt 2018 auf den Spuren des Hl. Bruder Konrad
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Die 52. Pilgerfahrt führt von Altötting nach Passau und weiter nach Parzham, dem Geburtsort des Heiligen. In der Bischofsstadt Passau, die zu den schönsten Städten der Welt zählt, feiert der H.H. Diözesanbischof Dr. Stefan Oster um 09.30 Uhr einen Pontifikalgottesdienst im Passauer Dom, dem größten Barockdom nördlich der Alpen. Ein besonderer Moment wird der feierliche Einzug der Wallfahrer aus Altötting mit ihren Fahnenabordnungen und begleitet von der Altöttinger Musikkapelle sein. Die Altöttinger Kapellsingknaben und Mädchenkantorei unter der Leitung von Herbert Hager werden den Gottesdienst musikalisch gestalten und werden von der großen, weltberühmten Orgel begleitet. Nach der leiblichen Stärkung und einer Stadtführung bringen die Busse alle Teilnehmer nach Parzham zur Schlussandacht. In Parzham lassen sich die Wurzeln von Bruder Konrad, seine bäuerliche Abstammung und seine niederbayerische Mentalität nachspüren. Die geistliche Leitung hat Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl, der von seinem Team an Seelsorgern unterstützt wird. Möge die Gnadenmutter die Pilgerfahrt beschützen und begleiten, so dass es ein wunderschöner gemeinsamer Pilgertag wird.
Der Fahrpreis beträgt EUR 25, Kinder sind kostenfrei. Anmeldung im Wallfahrts- und Verkehrsbüro: Tel. 08671/506219 oder per mail unter touristinfo@altoetting.de

Foto Passauer Dom: Bistum Passau

Der Kapellplatz im weißen Winterkleid

07.02.2018 - Der Kapellplatz in Altötting gehört zu den schönsten Plätzen - in der Wallfahrtssaison quirlig durch die zahlreichen Pilger und Pilgerinnen, im Winter oft still und weit. Heute hat uns der Winter dieses schöne Bild des stillen Platzes rund um die Heilige Kapelle beschert. Ein ganz besonderer Anblick ist es wenn die Schneeflocken lautlos, sanft und weich auf diesen wunderbaren Flecken Erde fallen. Es ist ein Moment, der einlädt innezuhalten um das Herz zu Gott dem Schöpfer zu erheben.

Am Aschermittwoch der Gnadenmutter begegnen

Am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit als Vorbereitung auf das große Osterfest. In Altötting ist neben der Aschenauflegung auch die besondere Verehrung der Gnadenmutter eine gute Tradition. An der Hand der Mutter sich ganz auf den Sohn ausrichten und nach ihrem Vorbild sich frei machen, um sich von Gott beschenken und erfüllen zu lassen. Maria begleitet uns durch die österliche Bußzeit und durch unser irdisches Leben, durch alle Tiefen und Höhen, auf den Himmel zu.

Herzliche Einladung am Aschermittwoch, den 14. Februar 2018, zum "Gnadenbildkuss" mit Aschenauflegung:

Um 13.30 Uhr wird das Gnadenbild in die Klosterkirche St. Magdalena übertragen
Von 13.30 bis 16.00 Uhr sind alle Gläubigen aus nah und fern zur Marienverehrung und Aschenauflegung eingeladen. Für die musikalische Umrahmung sorgt der Frauenbundchor.
Um 16.00 Uhr sind alle zur Feier der Heiligen Messe mit Aschenauflegung eingeladen.

Ein Bericht über die historischen Hintergründe und die Verehrung in unserer Zeit von Stefanie Hintermayr

Foto: R. Dorfner

Blasiussegen wird in allen Gottesdiensten erteilt

Am 03. Februar wird in der katholischen Kirche des Heiligen Blasius gedacht. Er war Bischof von Sebaste in Armenien und erlitt um 316 unter Kaiser Licinius ein grausames Martyrium.
Der Heilige zählt seit dem späten Mittelalter zu den vierzehn Nothelfern. Über den Heiligen wird berichtet, dass er im römischen Gefängnis einen jungen Mann oder Knaben, der eine Fischgräte verschluckt hatte und zu ersticken drohte, das Leben gerettet hat. Deshalb  wird an den Tagen um seinen Gedenktag der sogenannte Blasiussegen zum Schutz gegen Halskrankheiten erteilt. Bei der Spendung wird die Kerzensymbolik von Mariä Lichtmess aufgegriffen. Der Priester oder Diakon hält dem Gläubigen zwei gekreuzte brennende Kerzen in Höhe des Halses vor und segnet mit den Worten: "Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheit und allem Bösen. Es segne dich Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist." oder "Der allmächtige Gott schenke dir Gesundheit und Heil. Er segne dich auf die Fürsprache des heiligen Blasius durch Christus, unsern Herrn." Der kniende oder stehende Gläubige besiegelt den Segen mit seinem zustimmenden Amen. Durch die Sakramentale wird das Vertrauen auf die  Heilszusage Gottes für Leib und Seele ausgedrückt.

Der Blasisusegen wird in Altötting am 03. und 04. Februar 2018 in allen Gottesdiensten erteilt. Herzliche Einladung!

Mariä Lichtmess

40 Tage nach dem Weihnachtsfest wird die Darstellung (früher auch Opferung genannt) im Tempel gefeiert. In der Landwirtschaft endete früher an diesem Tag das Wirtschaftsjahr, was für die Mägde und Knechte die Lohnzahlung und die Möglichkeit zum Dienstgeberwechsel bedeutete.

Der Festinhalt geht auf das alttestamentliche Gesetz des Moses zurück. Dieses schreibt die kultische Reinigung der Frauen 40 Tage nach der Geburt eines Sohnes vor. Des Weiteren ist jeder Erstgeborene Gott zu weihen.
Lukas berichtet im 2. Kapital:

22 Als sich für sie die Tage der vom Gesetz des Mose vorgeschriebenen Reinigung erfüllt hatten, brachten sie das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn darzustellen, 23 wie im Gesetz des Herrn geschrieben ist: Jede männliche Erstgeburt soll dem Herrn heilig genannt werden. 24 Auch wollten sie ihr Opfer darbringen, wie es das Gesetz des Herrn vorschreibt: ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.
25 Und siehe, in Jerusalem lebte ein Mann namens Simeon. Dieser Mann war gerecht und fromm und wartete auf den Trost Israels und der Heilige Geist ruhte auf ihm. 26 Vom Heiligen Geist war ihm offenbart worden, er werde den Tod nicht schauen, ehe er den Christus des Herrn gesehen habe. 27 Er wurde vom Geist in den Tempel geführt; und als die Eltern das Kind Jesus hereinbrachten, um mit ihm zu tun, was nach dem Gesetz üblich war, 28 nahm Simeon das Kind in seine Arme und pries Gott mit den Worten: 29 Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. 30 Denn meine Augen haben das Heil gesehen, 31 das du vor allen Völkern bereitet hast, 32 ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel. 33 Sein Vater und seine Mutter staunten über die Worte, die über Jesus gesagt wurden. 34 Und Simeon segnete sie und sagte zu Maria, der Mutter Jesu: Siehe, dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele zu Fall kommen und aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird, - 35 und deine Seele wird ein Schwert durchdringen. So sollen die Gedanken vieler Herzen offenbar werden.
36 Damals lebte auch Hanna, eine Prophetin, eine Tochter Penuëls, aus dem Stamm Ascher. Sie war schon hochbetagt. Als junges Mädchen hatte sie geheiratet und sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt; 37 nun war sie eine Witwe von vierundachtzig Jahren. Sie hielt sich ständig im Tempel auf und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten. 38 Zu derselben Stunde trat sie hinzu, pries Gott und sprach über das Kind zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten.
39 Als seine Eltern alles getan hatten, was das Gesetz des Herrn vorschreibt, kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazaret zurück. 40 Das Kind wuchs heran und wurde stark, erfüllt mit Weisheit und Gottes Gnade ruhte auf ihm.

Das Zeugnis des Simeon wird den Gläubigen in der Komplet, dem Nachtgebet der Kirche, jeden Abend in Erinnerung gerufen. "... denn meine Augen haben das Heil gesehen... ein Licht, das die Heiden erleuchtet und Herrlichkeit für dein Volk Israel"
Dieser Lobgesang des greisen Propheten ist auch die Begründung, dass das Festgeheimnis traditionell mit Kerzenweihen und Lichterprozessionen verbunden wird. Es werden die Kerzen für das kommende Jahr gesegnet, die symbolisch auf das Kommen Jesu deuten. Die Gläubigen gehen durch das Licht erleuchtet Christus entgegen.

Mit dem Blick auf die Mutter von Jesus, ist das Fest im Volksmund auch als "Maria Lichtmess" bekannt. Das Fest ist eines der ältesten Marienfeste und geht auf das 4. Jahrhundert n.Chr. zurück. Seit der Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil wurde die Betonung des Festinhaltes von der Reinigung Mariens auf die Darstellung des Herrn verschoben, und es wird wieder als "Herrenfest" gefeiert.
Seit 1997 wird das Fest auch als Tag des geweihten Lebens begangen.

Kinder beten in der Gnadenkapelle

Herzliche Einladung an alle Kinder und ihre Eltern, Geschwister und Großeltern sowie alle Tanten und Onkeln und insbesondere an alle Taufpaten!

Jeden Freitag wird um 14.30 Uhr in der Gnadenkapelle ein Kinderrosenkranz mit Friedensgebet gestaltet.
Dauer: ca. 15 Minuten

Beten wir gemeinsam um den Frieden in den Familien und den Frieden in der Welt.

Heiliger Bruder Konrad – 200 Jahre in unserer Mitte

Zwei Tage, bevor im rund 80 km entfernten Oberndorf an der Salzach das weltberühmte Weihnachtslied „Stille Nacht“ uraufgeführt wurde, erblickt auf dem Venushof in niederbayerischen Parzham bei Bad Griesbach am 22. Dezember 1818 kurz nach Mitternacht der kleine Hansl das Licht der Welt. Er ist das elfte von zwölf Kindern der Eheleute Bartholomäus und Gertraud Birndorfer. Sein Vater bringt ihn gleich am Morgen in die Kirche St. Wolfgang bei Weng, wo er um 9.00 Uhr auf den Namen des Evangelisten Johannes, dessen Fest die Kirche am 27. Dezember feiert, getauft wird.

Sein 200. Geburts- und Tauftag soll, so ist es die Absicht der Brüder Kapuziner, besonders in Altötting, wo er im damaligen St. Annakloster 41 Jahre gelebt und als Pförtner Gott verbunden und den Menschen zugewandt gewirkt hat, das ganze Jahr 2018 über im Blick sein, ebenso im Bistums Passau, dessen dritter Patron der Hl. Bruder Konrad seit 1984 ist. Dieser 22. Dezember 1818 war für den kleinen Hansl nicht nur Geburtstag für das Leben auf dieser Erde, sondern durch die Taufe auch Geburtstag für das Leben mit Gott und damit für das ewige Leben.

Der kleine Hansl hat seine Taufberufung gelebt. Geprägt war er durch sein religiöses Elternhaus. Dort wurde der Glaube nicht nur durch häufiges gemeinsames Beten in der Familie und den Gottesdienstbesuch praktiziert, sondern auch durch eine großzügige Gastfreundschaft gegenüber Wanderern und Bettlern. Hansl hat auf dem Schulweg regelmäßig den Rosenkranz gebetet, später war er sonntags zu den verschiedensten Kirchen und Kapellen in näheren Umkreis unterwegs, um mehrere Gottesdienste mitzufeiern. So wurde er schon in jungen Jahren zum Pilger und Wallfahrer. Er gehörte verschiedenen Bruderschaften an, die ihm ein großes Gebetspensum vorgaben, eine in unserer Zeit schwer verständliche, aber damals durchaus übliche Frömmigkeitshaltung. Eine Volksmission in Ering St. Anna und die jahrelange geistliche Begleitung und der Empfang des Bußsakramentes beim Benefiziaten Dullinger in Aigen am Inn bestärkten seinen Wunsch, Kapuzinerbruder zu werden.

Im September 1849 bittet er im Altöttinger Kapuzinerkloster St. Anna um Aufnahme. Seinen Besitz verteilt er gleich seinem Ordensvater Franziskus und wie im Evangelium empfohlen, an die Armen und für verschiedene religiöse und soziale Zwecke. Er erhält das Kleid des Hl. Franz von Assisi und den Ordensnamen „Konrad“ Nach dem Noviziat in Laufen an der Salzach und der Feierlichen Profess am 4. Oktober 1852 wird er mit dem Pfortendienst an der am stärksten frequentierten Klosterpforte Bayern beauftragt. Dieser Dienst prägt sein ganzes Ordensleben bis zu seinem Tod am Abend des 21. April 1894.  

Seine Aufnahme in das Verzeichnis der Heiligen am Pfingstfest 1934 durch Papst Pius XI war nach knapp 200 Jahren die erste Heiligsprechung eines Deutschen. Der letzte vor Br. Konrad heiliggesprochene Deutsche war 1746 die von Fidelis von Sigmaringen. Dieser kam 1622 in den religiösen und politischen Wirren der Gegenreformation in Seewies in Graubünden zu Tode und ist damit der Erstlingsmärtyrer des Kapuzinerordens. Beide sind Mitpatrone der Deutschen Kapuzinerprovinz.

Die Heiligsprechung von Br. Konrad war gleichzeitig ein großes Geschenk und eine starke Ermutigung der Kirche an das durch den Nationalsozialismus schwer geprüfte deutsche Volk. Gemäß dem Pauluswort „das Schwache in der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen (1 Kor. 1, 27)“ und dem Wort Mariens in ihrem Lobgesang des Magnifkats „er stürzt die Mächtigen von Thron und erhöht die Niedrigen (Lk 1,52)“ wird hier gegenüber dem deutschen Diktator, dem „Braunen aus Braunau“, mit seinem Größenwahn der einfache schlichte Kapuzinerbruder in der braunen Kutte den Gläubigen vor Augen gestellt, der auf das wirkliche Heil verweist.

Dieses zweiten großen Heiligen der bayerischen Wallfahrtsmetropole neben der Gnadenmutter soll in Altötting und im ganzen Bistum Passau mit verschiedenen Veranstaltungen in seinem 200. Geburtsjahr gedacht werden. Ein Höhepunkt wird sicher das Bruder-Konrad-Fest am 21./22. April sein mit der Wiedereröffnung der renovierten und umgestalteten Klosterkirche St. Konrad mit Altarweihe durch den Passauer Diözesanbischof Dr. Stefan Oster SDB. Als weiterer prominenter Gast wird zum Bruder-Konrad-Fest der Generalminister der Kapuziner Br. Mauro Jöhri aus Rom in Altötting erwartet und eine Woche später am 1. Mai zur Eröffnung der Hauptwallfahrtssaison der Kapuzinerkardinal Séan Patrick O’Malley aus Boston, der in diesem Zusammenhang auch unseren Mitbruder Thomas Maria Schied, der zurzeit als Diakon in München sein Praktikum macht, in der Altöttinger Wallfahrtsbasilika am 30. April zum Priester weihen. Außerdem gibt es in Altötting das ganze Jahr über verschiedene Sonderausstellungen zum Leben und Wirken von Bruder Konrad.

Zum 200. Geburtsjahr des Heiligen, der als einfacher Kapuzinerbruder die Kunst besaß, Gottesfreundschaft und Menschenliebe miteinander zu verbinden und dem heute Konradkirchen auf vier Kontinenten geweiht sind, hat unser Schweizer Mitbruder Niklaus Kuster ein neues Bruder-Konrad-Buch geschrieben mit der Lebensgeschichte Br. Konrads, die spirituell in die Gegenwart spricht und dazu ermutigt, auch einem ganz schlichten Alltag Tiefe und Weite zu geben. Die Lektüre dieses Buch, das im Januar 2018 in der Reihe der Topos-Biographien erscheinen wird, ermöglicht einen neuen zeitgemäßen Zugang zu unserem heiligen Mitbruder.

Br. Norbert Schlenker OFMCap

Nachgefragt - Zum Bruder-Konrad-Jahr 2018 - Domdekan Dr. Hans Bauernfeind antwortet

Foto: R. Dorfner

Nightfire am Herz-Jesu-Freitag

Alle jungen und junggebliebenen Christen treffen sich am Freitag, 02. Februar 2018, wieder zu einem Nightfire-Abend mit Lobpreis und Anbetung in der Klosterkirche St. Magdalena. Den Impuls mit Lebenszeugnis wird Regina Stellner, Autorin und Lehrerin und treue Nightfire-Freundin, geben.

Beginn ist um 20.00 Uhr und das come & see endet gemütlich für Leib und Seele beim Wirten.

Herzliche Einladung an alle! Kommt, lasst uns gemeinsam loben, preisen, feiern.

Kapellreinigung

Die Gnadenkapelle wird alljährlich in der 1. Februarwoche gereinigt und ist daher von Montag, 05. Februar 2018, bis einschließlich Donnerstag, 08. Februar 2018, geschlossen.

Am Sonntag, den 04.02.2018, wird das Gnadenbild nach dem Rosenkranz um ca. 18.45 Uhr in die Stiftspfarrkirche übertragen. Unsere Liebe Frau verbleibt in der Stiftspfarrkirche zur Verehrung, wo auch die Gottesdienste nach der Kapellordnung gefeiert werden.

Das Gnadenbild wird am Donnerstag, 08.02.2018, vor dem Rosenkranz um ca. 17.45 Uhr in einer feierlichen Prozession wieder in die Gnadenkapelle übertragen. Mit dem Rosenkranzgebet am Donnerstag werden auch die Heiligen Messen nach gewohnter Kapellordnung wieder in der Gnadenkapelle gelesen.

Gebetsanliegen des Heiligen Vaters für Februar 2018

Wir beten mit Papst Franziskus und der ganzen Kirche zu Gott, unserem Vater,

dass jene, die über wirtschaftliche, politsche oder religiöse Macht verfügen, ihre Position nicht missbrauchen.

Wallfahrtsprogramm Nr. 2 / 30. Januar - 26 Februar 2018

Das aktuelle Wallfahrtsprogramm Nr. 2 ist nun als PDF-Datei erhältlich.

Wallfahrtsprogramm Nr.2 als PDF-Datei

Eröffnung der Bruder-Konrad-Ausstellungen
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1818 war ein sehr bewegtes Jahr in einer turbulenten Zeit für die Familie Birndorfer am Venushof in Parzham. Das Jahr war erntereich, wodurch es eine Wende nach den Jahren von Krieg und Hunger brachte. Das Haus der Bauernfamilie wurde neu gebaut und am 22. Dezember krönten Geburt und Taufe des kleinen Johannes als 11. Kind das Familienglück. Bruder Georg Greimel OFMCap regt in der Ausstellung im Kloster St. Konrad "Bruder Konrad - Geburt und Taufe" mit den Berichten und Impulstexten zum Nachdenken über den Lebensanfang an. Zwei Tage nach Johannes Birndorfer wurde nur ca. 70km entfernt das berühmte Weihnachtslied "Stille Nacht, Heilige Nacht" uraufgeführt. Die Betrachtung der Zeitschiene im Leben von Bruder Konrad hat Bruder Georg schon bei der ständigen Ausstellung im Kloster St. Konrad meisterhaft dargestellt. In der neu gestalteten Sonderausstellung "Bruder Konrad - sein Leben" im Portal der Stiftspfarrkirche hat er die sehr spannenden Zeiten, in denen der Heilige Bruder Konrad seinen Weg durch das Erdenleben suchte, noch intensiver herausgearbeitet. Der Besucher der Ausstellung wird durch zahlreiche Zitate auf eine Reise in die Vergangenheit begleitet und enthält auch viele geistliche Impulse für seinen eigenen Lebensweg. Die Ausstellung bringt Ausblicke in die geistliche Entwicklung und die Stationen des Lebensweges von Bruder Konrad nahe, damit die Übergänge unseres Lebens gelingen. Bruder Konrad ist unser Helfer. - so hat es Bruder Georg vor der offiziellen Eröffnung der Ausstellungen durch Guardian Pater Norbert Schlenker OFMCap erklärt. Die Sonderausstellungen werden durch einen 3. Teil mit dem Thema "Bruder Konrad - Kust und Schriften", die ab 11. März 2018 im Haus Papst Benedikt XVI. - Schatzkammer und Wallfahrtsmuseum zu sehen ist, ergänzt.
Die Sonderausstellungen mögen ein Anstoß sein, sich mit Bruder Konrad und seiner Zeit auseinanderzusetzen. Kommt und seht!

Neues Buch über Bruder Konrad in Altötting vorgestellt - ein Beitrag von Stefanie Lindner

Lieber Bruder Konrad

Bruder Prof. Dr. Nikolaus Kuster OFMCap ist Autor zahlreicher Bücher. Er hat sich auf Einladung von Pater Norbert Schlenker OFMCap und der Deutschen Kapuzinerprovinz als Schweizer ganz neutral auf die Spuren seines berühmten bayerischen Ordensbruders gemacht. Mit Treffsicherheit und spannenden Einblicken hat Bruder Niklaus seine Reise auf den Spuren des Bauernsohns und einfachen Klosterpförtners nicht nur im Buch "Konrad von Parzham - Menschenfreund und Gottesmann" beschrieben, sondern auch wortgewandt das Buch und seinen "Helden" in der gut gefüllten Stiftspfarrkirche vorgestellt. Auf die Fragen aus dem Publikum ist er im Anschluss ausführlich eingegangen und viele haben sich das sehr lesens- und empfehlenswerte Büchlein vom Autor persönlich signieren lassen. Bruder Konrad hat als Klosterpförtner eine Palette von kleinen und größeren Hoffnungen und Nöten zu Ohren bekommen, die er auch heute noch als Heiliger hört. Bruder Nikolaus spannt im Buch den Bogen zwischen der Zeit von damals und unserer Zeit. Die unterschiedlichen Probleme bespricht er mit Bruder Konrad und lädt so alle Leser ein, es ihm gleich zu tun.

Die neue Wallfahrtsmedaille 2018 ist da

Als Erinnerung an den Besuch bei Unserer Lieben Frau von Altötting sind die bronze- und silberfarbenen Wallfahrtsmedaillen bereits zur guten Tradition geworden und für viele ist die Medaille mit dem Jahresleitwort und einem wechslenden Motiv mittlerweile ein Sammelobjekt. Auf der Vorderseite ist dem Motto "Jesu Kreuz - unser Buch" Bruder Konrad in den Anblick eines Kreuzes vertieft. Auf der Rückseite prangt wie jedes Jahr das Logo der Heiligen Kapelle.

Erhältlich ist die limitierte Wallfahrtsmedaille 2018 in der Sakristei der Gnadenkapelle sowie im Haus Papst Benedikt XVI. - Schatzkammer und Wallfahrtsmuseum der Bischöflichen Administration der Heiligen Kapelle. Der Preis beträgt EUR 3,50.

Konrad von Parzham - Menschenfreund und Gottesmann

ist der Titel des neuen Buches über einen äußerst populären Heilgen, der durch sein Leben auch in unsere Zeit ausstrahlt. Das Buch wird am Samstag, 27. Januar 2018, um 16 Uhr in der Stiftspfarrkirche durch den Autor Kapuzinerbruder Prof. Dr. Nikolaus Kuster vorgestellt. Bruder Nikolaus hat sich aufgemacht, um seinen Ordensbruder kennen zu lernen, und beschreibt seine intensive Spurensuche in ausdrucksstarken, mitreißenden Worten. Eine einfühlsame und inspirierende Pflichtlektüre!

Im Anschluss führt Bruder Georg Greimel OFMCap in die ersten beiden Sonderausstellungen anlässlich des Bruder-Konrad-Jahres in Altötting ein:
"Bruder Konrad - Geburt und Taufe" wird im Bruder-Konrad-Kloster thematisiert und in der Romanischen Eingangshalle der Stiftspfarrkirche wird "Bruder Konrad - sein Leben" präsentiert.

Bruder Konrad feiert am am 22. Dezember 2018 seinen 200. Geburts- und Tauftag. In Altötting hat er mehr als 40 Jahre als einfacher Klosterpförtner gedient. Er wurde in seiner einfachen, stillen und demütigen Art zu einem Symbol gegen den Zeitgeist. Kommt und seht!

Wallfahrtsprogramm Nr. 1 / 09. - 29. Januar 2018

Das aktuelle Wallfahrtsprogramm Nr. 1 ist nun als PDF-Datei erhältlich.

Wallfahrtsprogramm Nr.1 als PDF-Datei

Gebetsanliegen des Heiligen Vaters für Januar 2018

Wir beten mit Papst Franziskus und der ganzen Kirche zu Gott, unserem Vater,

für religiöse Minderheiten in Asien:

Dass Christen und andere religiöse Minderheiten in asiatischen Ländern ihren Glauben in voller Freiheit leben können.

Jesu Kreuz - unser Buch!

Die Auswahl eines Wallfahrtsmottos muss 3 Kriterien erfüllen: Es muss kurz und prägnant sein, es muss sehr aktuell und für die Wallfahrt spirituell förderlich sein. Es ist uns immer gelungen, im Hinblick auf diese Kriterien gute, einprägsame und wirksame Mottos zu finden: 2014 „Wie Gott will“, 2015 „kommt und seht“, 2016 „Mutter der Barmherzigkeit“ und 2017 „mit Maria zu Jesus“.
2018 ist ein Jahr, in dem wieder unser Stadtheiliger und 3. Diözesanpatron, Bruder Konrad von Parzham in den spirituellen Schwerpunkt der Wallfahrt rückt, feiern wir doch seinen 200. Geburtstag.
Bruder Konrad ist aus 3 Gründen für uns alle zeitlos vorbildlich und wichtig: Zum einen, weil er seit seiner Kindheit und Jugend ein Meister des Gebets war; er hatte das Bedürfnis und die Gnade, im verweilenden und betrachtenden Gebet auf den Herrn zu schauen und immer mehr in sein innerstes Wesen vorzudringen im Wissen, dass er da ein an kein Ende kommen werde; zum anderen war er ein Meister der dienenden Liebe, der es verstand, allen Bittstellern an seiner Klosterpforte das Gefühl zu geben, ganz für ihn da zu sein in unerschöpflicher Geduld, Einfühlsamkeit und Hilfsbereitschaft. Schließlich war Bruder Konrad ein Meister der Christusnachfolge, in der Bereitschaft, ihm immer ähnlicher zu werden, besonders auch auf dem Kreuzweg: So wurde er zu einem Kreuzesmystiker, was sich in seinem berühmten Wort „Das Kreuz ist mein Buch“ manifestiert. Er konnte bei der Betrachtung des Kreuzes die göttliche Barmherzigkeit und Liebe ablesen und zugleich Regeln für sein moralisches Handeln finden. Dem Sinne nach sagte er, wenn ich in einer Lage bin, in der ich nicht weiß, wie ich mich verhalten oder entscheiden soll, dann genügt ein Blick zum Kreuz und ich weiß es; es lehrt mich Milde, Demut, Güte, Barmherzigkeit und Liebe und warnt mich vor unangemessener Härte, Gewalt, Rache und der Verbreitung von Angst und Schrecken.
Das sollen und wollen wir alle von Bruder Konrad bei seinem 200. Geburtstag wieder lernen, in kritischen Stresssituationen auf das Kreuz zu schauen und dann die richtige Entscheidung und das rechte Verhalten zu treffen – und so lautet unser Wallfahrtsmotto 2018 „Jesu Kreuz – unser Buch!“
Mögen wir alle dadurch wachsen in der Christusnachfolge, in unserem Charakter und in unserem ethischen Handeln, das von den Werten der Bibel geprägt sein soll.

Prälat Günther Mandl, Stadtpfarrer, Stiftspropst und Wallfahrtsrektor