Anlässe für Votivbilder

 

 

 

Eine beliebte Opfergabe seit den Anfängen der Wallfahrt sind die "Votivbilder", die den ganzen Innenraum des Langhauses und den Umgang der Kapelle auskleiden. Ihre große Zahl ist ein Charakteristikum des Altöttinger Wallfahrtsheiligtum. Etwa 2000 davon kann man heute finden. Insgesamt wird für die über 500 jährige Geschichte der Wallfahrt die Stiftung von rund 50 000 Votivbildern angenommen.

 

 

 

 

 

 

 

Ein Spiegel menschlicher Nöte aller Zeiten sind diese Bilderwände. Sie erzählen von Kriegen, Hungersnöten und Seuchen, von Krankheiten des Leibes und des Geistes, von Unglücksfällen und auch von Verbrechen, von Schuld und Sühne. Von all dem und von der wunderbaren Hilfe Mariens berichtet auch der jüngst restaurierte Zyklus der über 50 großen "Mirakeltafeln" über den Votivbildern im Umgang der Gnadenkapelle. Maler aus dem Umkreis der "Donauschule" haben auf ihnen zwischen 1520 und 1540 eine Auswahl von Wunderberichten aus den ersten Mirakelbüchern im Bild festgehalten, um auch jenen Pilgern, die nicht lesen konnten, Kunde von der mächtigen himmlischen Hilfe zu geben, die in Altötting zu erlangen ist.

 

 

 

 

 

 

 

Dazu kamen für jene, die des Lesens kundig waren, die Mirakelberichte selbst, die schon bald in gedruckter Form erschienen. Das "Büchlein der Zuflucht zu Maria", verfasst von dem Altöttinger Chorherren Jakob Issickemer wurde bereits 1497 in Nürnberg gedruckt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die älteste Altöttinger Votivtafel aus dem Jahr 1501 berichtet über die Heilung aus schwerer Krankheit.
(Das Original ist in der Neuen Schatzkammer ausgestellt.)



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