Der Kongregationssaal

 

Im Jahre 1599 habe die Jesuiten von Altötting - St. Magdalena die marianische Männerkongregation gegründet. Hundert Jahre später war es notwendig, die St. Magdalenakirche größer zu bauen und für die Sodalen der Männerkongregation einen eigenen Saal zu errichten. Die Baumaßnahme war notwendig, weil der geplante Bau einer riesigen Rundkirche aufdem Kapellplatz nicht zustande kam. Er sollte der gewachsenen Zahl der Wallfahrer gerecht werden. Im Verlauf von zwei Jahren waren Kirche und Saal vollendet (1696/97).

Zur Zeit der Redemptoristen in St. Magdalena wurde der Saalbau um die große Hohlkehle erhöht (1870/71). Damals entstand das Deckengemälde, darstellend Mariä Himmelfahrt und die heiligen Franz von Assisi und Ignatius von Loyola. Auch der Zyklus des Lebens des heiligen Nährvaters Joseph war von Anfang an der Kirchepatron (Josefisaal). Die acht rechteckigen Bilder, darstellend marianische Lebenswerte (Marianische Arbeit - Marianische Hoffnung - Marianische Hilfe - Marianische Liebe - Marianische Eifer - Marianischer Trost - Marianische Andacht - Marianische Treue) gehören zum Anfgangsbestand des Saales - außer dem Bild des seligen P. Rupert, das bei der letzten Renovierung 1983/84 von Seb. Brabdstetter gemalt wurde, von dem auch die Reihe von Putten mit Spruchbändern aufgedeckt und ergänzt wurden.

Das erste der rechteckigen Bilder gleich neben der Sakristeitüre stellt den prominentesten Sodalen der Altöttinger Kongregation dar: Kurfürst Maximilian, der seine ganz persönliche Weihe an Maria in einer Urkunde niedergeschrieben hat, buchstäblich mit seinem Herzblut geschrieben hat und sein Herz begraben wissen wollte zu Füßen des Altares vor dem Gnadenbild Unserer Lieben Frau in Altötting. Auf der linken Seiten des Saales ist an der Stirnwand eine Figur des heiligen Antonius von Padua aufgestellt, die gerne vom pilgerden Volk aufgesucht wird und mit vielen Votiv-Kerzen geschmückt ist. Der heilige Joseph und der heilige Bruder Konrad stehen seit den dreißiger Jahren als Figuren an den Seiten der Altarnische. Bruder Konrad war ja seit seinen jungen Jahren Mitglied der Altöttinger Kongregation. Der Altar selbst ist eine Meisterarbeit der Goldschmiedekunst des 17. Jahrhunderts. Vom Unterteil des originalen Altares schmückt eine Kopie den Volksaltar. Dargestellt ist die Verkündigung der Menschwerdung Gottes durch den Erzengel Gabriel an Maria. Auch das große Bild über der Sakristeitüre ist dem Thema gewidmet, das der Titel der Kongregation ist: Mariae Verkündigung.

 

 

Fassungsvermögen:
ca. 200 Sitzplätze