Augenblicke der Besinnung

Die wirklichen Zentren der Welt- und Heilsgeschichte
sind nicht die betriebsamen Hauptstädte von Politik und Wirtschaft,
von Geld und irdischer Macht.
Die wahren Mittelpunkte der Geschichte sind
die stillen Gebetsorte der Menschen.
Hier vollziehen sich in besonders dichter Weise
die Begegnung der irdischen Welt mit der überirdischen Welt,
der pilgernden Kirche auf Erden mit der ewigen und siegreichen Kirche des Himmels.
Hier geschieht Größeres
und für Leben und Sterben Entscheidenderes
als in den großen Hauptstädten,
wo man meint, am Puls der Zeit zu sitzen
und am Rad der Weltgeschichte zu drehen.

Papst Johannes Paul II.













Geleitwort Wallfahrtsrektor

Geschätzte WallfahrerInnen!

„Vertrauen von Grund auf „ – das Wallfahrtsmotto ist ein einladender Zuruf an alle unsere PilgerInnen.
Sie kommen, weil sie Vertrauen von Grund auf haben. Ihr Vertrauen ist wohl begründet und gnadenhaft geschenkt. Es ist stets ergreifend, wenn sie singend und betend in den vertrauten und vertrauen erweckenden Gnadenort Einzug halten. Für viele ist das Heiligtum Zu Unserer Lieben Frau wie eine Insel des Vertrauens. „Das gläubige Vertrauen der Menschen in die Fürbitte und Hilfe Mariens prägt dieses Gehen zur Gottesmutter bis hinein in unsere Tage.“ (Papst Benedikt XVI.)
Das Vertrauen ist die Lebensader der Wallfahrt.
„ Der Glaube, das Vertrauen, dass an einem gesegneten Ort Hilfe, Trost, Gnade zu erhoffen   ist, dieser Anruf ist die Seele, Herzwärme und Herzkraft eines Wallfahrtsortes.“ (R. Bauer)
Im Altöttinger Wallfahrtslied wird gesungen:
„ Ganz voll Vertrauen kommen wir in der Gefahren Mitte,
   zu dir, Maria rufen wir,…
   bewahre unsere Schritte.“
Der Grund, warum der Gnadenort aufgesucht wird, liegt in der Sehnsucht der Menschen nach Mütterlichkeit, Schutz und Geborgenheit.
Schon das erste Mirakel von 1489 ist getragen vom Wort „ Großes Vertrauen “:
Die Mutter trägt ihr dreijähriges Kind aus großem Vertrauen zur Mutter Gottes in die Heilige Kapelle und legt es auf den Altar. Sie fällt auf ihre Knie nieder und bittet um Erlangung des Lebens des toten Kindes.
Am Samstagabend, den 7. Mai 2011 werden unsere bayerischen (Erz-)Bischöfe die Weihe der sieben bayerischen Bistümer an die Gottesmutter Maria auf dem Kapellplatz erneuern.
Papst Benedikt XV. hat zum 1. Mai 1917 das Fest der Schutzfrau Bayerns eingeführt.
Die Bischöfe wollen mit einer gemeinsamen Feier auf das 100-jährige Bestehen des Festes Patrona Bavariae im Jahr 2017 vorbereiten.
Herzliche Einladung zu dieser Stunde des großen Vertrauens.
Vergelt’s + Gott für die vielfältig gesetzten Vertrauensbezeigungen von Grund auf, die wiederum viele zum Leben und zur Glaubensfreude ermutigen:
„ Christus, meine Zuversicht…auf Dich vertraue ich und fürcht mich nicht “.

Prälat Ludwig Limbrunner
Wallfahrtsrektor und Administrator der Hl. Kapelle