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30. Juni 2016
Augenblicke der Besinnung

Schaue immer wieder
zu Gott auf,
ob ihm dein Tun
und Wandel recht ist.
Hüte dich vor allem,
seine Hand loszulassen.

Franz von Sales

 
















Goldene Rose


Das Brauchtum, dass der Papst eine Rose verleiht, geht zurück auf eine mittelalterliche Prozession in Rom am 4. Fastensonntag, "Laetare" genannt. An diesem Sonntag in der Mitte der Fastenzeit – der Höhepunkt des Fastens war überschritten, der Blick richtete sich hoffnungsvoll auf das Osterfest – trug der Papst zunächst eine natürliche, später eine goldene Rose zur Kirche Santa Croce. Die Rose erhielt der Stadtpräfekt Roms.

Die Rose symbolisiert Christus. Das Gold steht für Auferstehung, die Dornen für die Passion. Die kunstvolle Blüte unterstreicht den Glanz der Auferstehung und soll die Trauer über das Leiden Christi mildern.

Im Lauf der Jahrhunderte wurde dieses Zeichen päpstlichen Wohlwollens nicht nur an Personen, sondern auch an Klöster oder Städte verliehen. Für alle Empfänger war und ist die Rose immer auch Mahnung und Verpflichtung. Die Päpste im 20. Jahrhundert haben nur bedeutende Gotteshäuser, überwiegend Heiligtümer der Mutter Gottes ausgezeichnet. Papst Benedikt XVI. führt diese Tradition fort.

Der Bischofsring, den der Papst beim Besuch im September 2006 vor das Gnadenbild gelegt hat und die "Goldene Rose" zeigen seine persönliche Wertschätzung und Verbundenheit mit dem Marienheiligtum. Papst Benedikt XVI. weiß sich bei der Gnadenmutter von Altötting wirklich daheim.