Gebetswoche für die Einheit der Christen

Frau, dein Glaube ist groß (Matthäus 15,28)

Gnädiger Gott,
du bist die Quelle der menschlichen Würde.
Durch deine Gnade und Macht
erweichten Hannas Worte das Herz des Priesters Eli.
Durch deine Gnade und Macht
berührten die Worte der Kanaaniterin Jesus,
und er heilte ihre Tochter.
Schenke uns in unserem Bemühen,
die Einheit der Kirche sichtbar zu machen,
den Mut, alle Formen der Gewalt gegen Frauen zurückzuweisen.
Hilf uns, die Geistesgaben zu würdigen,
die Frauen in den Dienst der Kirche einbringen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn,
der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und regiert
von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Amen.













Grußworte des Wallfahrtsrektors

Das erste Wunder von Altötting war 1489: Ein Junge war im Möhrenbach ertrunken; die verzweifelte Mutter trug den toten Buben in die Gnadenkapelle und legte ihn auf den Altartisch; nach intensiven, vertrauensvollen Gebeten richtete sich der Bub auf und sagt „Mutter“ in einem doppelten Sinn: Mama, schau ich bin wieder bei dir und danke Muttergottes durch deine Fürsprache darf ich weiterleben. Bald darauf wurde ebenfalls eine Junge vom Erntewagen überrollt und erlitt lebensbedrohliche Verletzungen und Quetschungen; auch er durfte durch die Fürsprache der Gnadenmutter weiterleben. Seither reiht sich wie an einer Perlenkette Wunder an Wunder bis zum heutigen Tag; seither ist über Altötting der Himmel offen, seither strömen Gnade und Segen auf alle Menschen, die sich in ihren vielfältigen Anliegen und Sorgen an die Gnadenmutter wenden. Seither sind Millionen von Pilgern, fdarunter Päpste BKönigen, Bischöfe, Ordensleute und vor allem das einfache Volk in das Herz und Nationalheiligtum Bayerns geströmt, um ihre Sorgen, Anliegen und Bitten Maria vertrauensvoll vorzutragen. Vielen wurde geholfen, das bezeugen die 2000 Votivtafeln in und um die Heilige Kapelle, die in naiver Malerei Krankheitsfälle aller Art, Naturkatastrophen, Arbeitsunfälle, Kriegsgefahren und vieles andere darstellen immer mit dem dankbaren Hinweis: Maria hat geholfen.

Wir verwalten hier am Gnadenort kein Wundermuseum, sondern eine lebendige Glaubens- und Gebetserfahrung: Jedes Jahr erreichen mich etwa 30 Wunderberichte; einige von ihnen sind auch trefflich dokumentiert und finden Aufnahme in der Votivtafelgalerie. Sehr beeindruckt hat mich, als vor einiger Zeit überglückliche Eltern mit ihren 9jährigen Zwillingmädchen zu mir kamen: Die beiden wurden, so sagten sie vom Arzt auf Grund eines angeborenen Herzfehlers als nicht überlebensfähig erklärt; nach einer Wallfahrt zur Gnadenmutter verschwand in wunderbarer Weise der Organschaden und die Mädchen sind heute quicklebendige Erstkommunionkinder. Die dazugehörige Votivtafel befindet sich im Ostteil des Kapellumgangs.

Wir haben uns aufgrund der langjährigen Heilungsgeschichte Altöttings zu dem Wallfahrtsmotto „Heilen was verwundet ist“ in Anlehnung an ein Jesuswort entschlossen: Hier am Gnadenort wird vielen Menschen durch die Fürsprache Mariens das Heil unseres Herrn Jesus Christus zuteil, vielen auch die Heilung an Seele und Leib und allen die Aufforderung, den Weg zur Heiligung entschlossen weiterzugehen.

Prälat Günther Mandl
Stadtpfarrer, Stiftspropst, Wallfahrtsrektor