Augenblicke der Besinnung

Die seligen Jungfrau Maria
ist die Königin des Friedens.
Bei der Geburt ihres Sohnes
verherrlichten die Engel Gott
und wünschten den Menschen guten Willens
Frieden auf Erden.
Bitten wir Maria,
uns leitend voranzugehen.

Papst Franziskus













„Was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?"

„Was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?" Diese Frage überliefert uns Lukas im Evangelium (10,25-28).
Ist sie nicht auch unsere Frage?
„Was muss ich tun„ ." - wenn wir das nur immer so genau wüssten!
Unser eigener Wille ist so oft die Richtschnur unseres Handelns. Wir machen uns selbst zum Maß der Dinge!
Wie viel da kaputt geht, wie oft es Scherben gibt, zeigt sich uns erst hinterher:
Scherben im Umgang und Zusammenleben mit anderen Men­schen,
Scherben im eigenen Leben,
Scherben im Glauben an Gott.

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deiner Kraft und all deinen Gedan­ken
und: Deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst!"

Das ist die Antwort, die Jesus im Evangelium bekräftigt!
Das ist das wichtigste Gebot, das er uns für unser Leben gibt!
Nicht mehr, aber auch nicht weniger!
Überlege, ob du dieses Gebot erfüllst:

1.    „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Her­ zen und ganzer Seele, mit all deiner Kraft und all deinen Gedanken..."
Mit ganzem Herzen Gott lieben - wo doch unser Herz so oft an anderen Sachen hängt!
Da ist uns manchmal so vieles wichtig, unsere Zeit bleibt bei anderem hängen, Gott kommt allzu oft zu kurz.

⦁    Schenkst du Gott etwas von deiner Zeit?
      Suchst du das Gespräch mit ihm im Gebet, im Lesen der HI. Schrift?
      Wel­chen Platz nimmt Gott in deinem Herzen ein?
      „Meine Seele preist die Größe des Herrn..." singt Maria im Lu­ kasevangelium - und wir?
      Wie schwer tun wir uns, Gott zu loben und zu danken.
      Wie oft finden wir Ausreden "' oder sind es wirklich Gründe? - wenn es darum geht, unseren Glauben miteinander zu feiern.

⦁    Dankst du Gott für dein Leben und das Schöne, das du er­ fahren darfst?
      Feierst du gern und bewusst den Gottes­dienst mit?
      Ist dir dein Glaube eine Quelle der Freude?
      Gott lieben mit all unserer Kraft - das meint unsere Glaubenskraft und Überzeugung, mit der wir von ihm Zeugnis geben.
      Wie oft erliegen wir unserem Kleinglauben und der Angst, uns zu ihm zu bekennen.

⦁    Hast du Scheu, über deinen Glauben mit anderen zu re­den?
      Plagen dich Zweifel und Fragen?
      Suchst du nach Antworten auf deine Fragen, damit dein Glaube wachsen kann?
      Es fällt uns oft schwer, unsere Gedanken beisammen zu haben.
      Sie sind den ganzen Tag über gelenkt und gefangen von Erlebnissen, von Sorgen und Fragen, die uns bewegen.
      Gott scheint dann fern und uninteressiert an unserem Schicksal.

⦁    Gestaltest du dein Leben aus dem Bewusstsein, dass Gott dir nahe ist und mit dir geht?
      Setzt du auf ihn deine Hoff­nung?
      Lässt du dich in deinen Gedanken vom Glauben leiten?

Überlege, was du dir als ganz konkreten nächsten Schritt im Glauben vornehmen möchtest! 
In welchem Bereich solltest du dich ändern, um die Liebe zu Gott zu vertiefen?

2.    „ ...Deinen Nächsten sollst du lieben..."
Was fällt uns schwerer, als ein gutes Miteinander mit anderen Menschen?
Selbst in der eigenen Familie leiden wir aneinander, tragen bei zu Streit und Problemen, scheuen uns, einander um Vergebung zu bitten·und Versöhnung zu suchen.

⦁    Bist du lieblos zu deinem Ehepartner, zu deinen Kindern und Eltern?
      Schenkst du deiner Familie die Aufmerksam­keit und Zeit, die ein gutes Miteinander braucht?
      Gibt es Grund zum Streit und gehst du Wege der Versöhnung?
      Es sind die Freunde und Kollegen am Arbeitsplatz, die Nachbarn und Bekannten, an denen wir uns oft „reiben".
      Unsere Ecken und Kanten setzen wir nach Lust und Laune ein.

⦁    Wie redest du über andere?
      Freust du dich über den Scha­den anderer?
      Bist du ehrlich, hilfsbereit, ansprechbar für Menschen, die dich brauchen?
      Doch da sind viel mehr, die unsere Nächstenliebe brauchen: die Kleinen und Schwachen in unserer Umgebung, die Armen im ei­genen Land und in fremden Ländern, die Opfer von Katastrophen und Unglücksfällen, Kranke und Leidende hinter der nächsten Haustür.

⦁    Berührt dich fremde Not?
      Hindern dich Vorurteile oder Aus­reden zu helfen?
      Erinnerst du dich an eine Begebenheit, in der du tatenlos warst, obwohl du hättest helfen können?

Überlege, ob deine Kraft und Bereitschaft zur Nächstenliebe stär­ker werden muss und was du dafür als erstes tun möchtest!
Wel­che schlechte Gewohnheit sollte längst geändert werden?
Welche Versöhnung ist unaufschiebbar?
 

3.    ,,...wie dich selbst!"
Unsere Liebe zu uns selber, gibt uns das Maß, mit dem wir Liebe schenken können!
Nur, wenn wir uns selber so annehmen könnn, wie wir nun einmal sind - mit allen Fähigkeiten und Grenzen, mit allen Schwachen und Fehlern - können wir auch Gott und die anderen Menschen lieben.
Wer sich selbst nicht leiden kann wird niemandem Liebe zeigen können! 

⦁    Bist du zufrieden und dankbar?
      Kannst du dich an deinem Leben und an allem, was du schon erreicht hast, freuen?
      Akzeptierst du, wenn andere etwas besser können?
      Krisen begleiten unser Leben.
      Unvorhersehbare Schwierigkeiten und Krankheiten rauben uns Lebenskraft und Lebensmut.
      Wir suchen nach Sinn und Glück.

⦁    Suchst du nach Schuldigen an deiner schlechten Lage?
      Zermürbt dich Unmut, Ärger und Hass?
      Kannst du dich selber in deinen Krisen annehmen und ertragen?
      Menschen brauchen Pläne und Lebensentwürfe.
      Oft platzen diese wie Seifenblasen.
      Dann müssen wir wieder von vorn anfangen und uns neu orientieren.

⦁    Willst du immer alles aus eigener Kraft schaffen?
      Überfor­derst du dich und schadest dir dadurch?
      Lässt du dir hel­fen?

Überlege, ob es einen Weg gibt, deine Lebenseinstellung po­sitiv zu verandern oder zu verbessern!
Macht dir dein Glaube Mut diesen Weg zu gehen?
Wie könntest du anfangen?

„Handle danach und du wirst leben!"
Dieser Aufruf Jesu gilt jetzt dir!
ER spricht dir Mut zu!
ER will dir die Last nehmen, die dich hindert!
ER will dir vergeben, was du aus eigener Schwäche nicht geschafft oder falsch gemacht hast!
Lass dir seine Vergebung schenken in einer guten Beichte oder einem guten Beichtgespräch!

Gebet vor der Beichte

Gott, du bist mein barmherziger Vater,
zu dem ich trotz aller Fehler und Schwächen
meines Lebens kommen darf. Ich weiß um meine Schuld.
Ich sehe ein, dass ich umkehren
und mich in manchen Dingen ändern soll.
Ich spüre, dass ich dazu deine Kraft und Liebe brauche.
Gib mir jetzt  den Mut, meine Sünden und Fehler zu bekennen.
Vergib mir und löse so die Fesseln, die mich hindern,
dich und die Menschen immer mehr zu lieben! Amen.

 

Ein Impuls zur Vorbereitung auf die Beichte, verfasst von Pfr. Hannes Lorenz.



Fatal error: Allowed memory size of 134217728 bytes exhausted (tried to allocate 38276937 bytes) in /homepages/u65730/neueschatzkammer.de/sites/all/modules/browscap/import.inc on line 115