Augenblicke der Besinnung

Das Kreuz
ist der untrennbare Begleiter
der Heiligen.

Papst Paul VI.













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Kardinal Marx ruft zu Spenden für Indonesien auf

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 12. October 2018 - 11:31

Angesichts der jüngsten Naturkatastrophe in Indonesien ruft der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, die Gläubigen zu Solidarität mit den Opfern auf. „Inzwischen ist klar: Hunderttausende Menschen sind direkt von dem Erbeben und dem anschließenden Tsunami betroffen. Den Überlebenden fehlt es am Nötigsten. Wir dürfen die Menschen in ihrer furchtbaren Notlage nicht alleine lassen. Sie brauchen unsere Solidarität“, erklärte Kardinal Marx heute (12. Oktober 2018) in Rom.

Am 28. September 2018 hatten ein Erdbeben und ein anschließender Tsunami Teile der indonesischen Insel Sulawesi heimgesucht. Besonders betroffen sind die Küstenstadt Palu und viele Dörfer in der Umgebung. Bisher wurden rund 2.000 Todesopfer geborgen, mehr als 5.000 Menschen werden noch vermisst. Tausende Gebäude und mehrere Krankenhäuser sind zerstört und nicht mehr nutzbar. Die Vereinten Nationen schätzen, dass rund 200.000 Menschen direkt von den Auswirkungen der Naturkatastrophe betroffen sind und Hilfe benötigen, darunter rund 46.000 Kinder. „Wir werden diese Menschen, die alles verloren haben, die um ihre Angehörigen trauern und die schwer traumatisiert sind, unterstützen. Jetzt muss vor allem eine Notversorgung sichergestellt werden, damit das Leben auf Sulawesi weitergehen kann. Spenden sind dringend notwendig!“, so Kardinal Marx. Aktuell werden vor allem Nahrungsmittel, medizinische Hilfe und Notunterkünfte benötigt.

Caritas international, das auf Katastrophenhilfe spezialisierte Werk des Deutschen Caritasverbandes, ist bereits mit drei 15-köpfigen Teams aus einheimischen Ärzten, Krankenpflegern, Hebammen und Pharmazeuten sowie medizinischem Gerät und Medikamenten für die Erstversorgung vor Ort. Das Bischöfliche Hilfswerk Misereor ist ebenfalls seit Jahren auf Sulawesi engagiert und unterstützt dort verschiedene Hilfsprojekte.

Kardinal Marx ruft die Gläubigen neben Spenden auch zum Gebet für die Opfer und Hinterbliebenen auf.

Spenden sind unter folgender Bankverbindung möglich:

Deutscher Caritasverband / Caritas international, IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02,
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BIC: BFSWDE33KRL
Stichwort: Erdbebenhilfe Indonesien

Oder online unter: www.caritas-international.de/spendenhelfen

Bischofssynode in Rom

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 11. October 2018 - 17:37

Auf der Bischofssynode in Rom hat am Donnerstag, 11. Oktober 2018, Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, zum Instrumentum laboris gesprochen. Wir dokumentieren seinen Redebeitrag vor der Synode:


1.    Das Instrumentum laboris kritisiert: „Die Wut junger Menschen angesichts von Korruption und zunehmender struktureller Ungleichheit, von Nichtachtung der Menschenwürde, Menschenrechtsverletzungen, Diskriminierung von Frauen [auch in der Kirche] und Minderheiten, organisierter Gewalt und Ungerechtigkeit scheint in den Antworten der BK [= Bischofskonferenzen] nicht genügend berücksichtigt.“ (IL 128)

2.    Die deutschen Bischöfe haben sich 2013 in einer Erklärung dazu verpflichtet,

  • den Anteil von Frauen an den Führungspositionen in der Kirche, die allen Laien zugänglich sind, deutlich zu erhöhen,
  • die Teilhabe von Frauen (und Laien insgesamt) an den Leitungsaufgaben der Kirche theologisch und pastoral weiter zu klären,
  • eine geschlechtersensible Pastoral in Theologie und Praxis zu fördern.


3.    Zur Umsetzung dieser Erklärung wurden verschiedene Projekte angestoßen:

  • Die deutschen Bischöfe haben sich theologisch in „Gemeinsam Kirche sein“ (2015) mit Fragen der Leitung auch von Frauen in der Kirche befasst.
  • Ein Mentoring-Programm für Frauen in der Kirche (Hildegardis-Verein gemeinsam mit der Deutschen Bischofskonferenz) hat die Vielfalt an Leitungsaufgaben in der Kirche deutlich gemacht und fast 100 Frauen auf eine Führungsaufgabe in der Kirche vorbereitet.
  • Bei einem Studientag haben sich die deutschen Bischöfe mit der Genderdebatte befasst und damit weiterreichende Fragen zur Anthropologie und Sexualmoral, zur Sakramenten- und Ämtertheologie und zu mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche jenseits traditioneller Geschlechterrollen und egalitärer Rollenmuster diskutiert.


4.    Die umfangreiche Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ (2018) benennt vor allem „klerikale Strukturen und eine klerikale Amtsführung in der katholischen Kirche“, die zu solch massivem sexuellen Missbrauch und dessen Vertuschung in der Kirche beigetragen haben. Frauen in kirchlichen Führungspositionen tragen entscheidend dazu bei, geschlossene klerikale Zirkel aufzubrechen.

5.    Wenn, wie es das Instrumentum laboris fordert, die Kirche die Würde der Frau unterstützen will (vgl. Nr. 158), dann reicht es nicht, die entsprechenden lehramtlichen Texte zu wiederholen. Wir müssen uns den oft unbequemen und ungeduldigen Fragen der jungen Menschen nach der Gleichberechtigung von Frauen auch in der Kirche stellen. Wir können uns nicht mehr einfach aus den Diskursen der Gegenwart heraushalten und müssen neu eine Streitkultur lernen, um uns argumentativ und orientierend in die gesellschaftlichen Debatten zu zentralen Grundfragen des Menschseins, wie der Sexualität, der Rollen von Frauen und Männern und der menschlichen Beziehungsgestaltung, einzubringen. Und wir müssen um der eigenen Glaubwürdigkeit willen, Frauen auf allen Ebenen der Kirche, von der Pfarrei bis auf die Ebenen von Bistum, Bischofskonferenz und auch im Vatikan selbst, noch weitaus mehr an Führungsaufgaben beteiligen. Wir müssen das wirklich wollen und auch umsetzen!

Der Eindruck, dass die Kirche, wenn es um die Macht geht, letztlich eine Männerkirche ist, muss in der Weltkirche und auch hier im Vatikan überwunden werden. Sonst werden die jungen Frauen bei uns keine wirkliche Gestaltungmöglichkeit finden. Es ist höchste Zeit!


Hinweis:

Eine ausführliche Themenseite informiert über Hintergründe und Texte der Bischofssynode und wird während der Synode kontinuierlich ergänzt. Dort ist der Wortbeitrag von Kardinal Marx auch in englischer Sprache dokumentiert.

Bischofssynode in Rom

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 11. October 2018 - 13:17

Auf der Bischofssynode in Rom hat am Donnerstag, 11. Oktober 2018, Bischof Dr. Felix Genn (Münster) zum Instrumentum laboris gesprochen. Wir dokumentieren seinen Redebeitrag vor der Synode:

Mit herzlichem Dank für das gute Instrumentum laboris möchte ich direkt drei Punkte herausgreifen, die mir wichtig erscheinen. Sie betreffen Teil II und auch schon Teil III:

1. Es wird von konkreten Formen der Katechese gesprochen. Ich möchte kurz erzählen, dass ich in unserer Diözese eine Form gefunden habe, im Laufe des Jahres mit Jugendlichen in Kontakt zu treten. Ich tue dies an verschiedenen Sonntagen um 17.00 Uhr sowie an verschiedenen Freitagabenden.

Die erste Form ist die Form einer Katechese, die mich ins unmittelbare Gespräch mit den Jugendlichen bringt und bei dem wir auch verschiedene digitale Medien einsetzen. Die andere Form sind Jugendgebetsabende, in denen ich das Wort der Verkündigung in katechetischer Weise im Rahmen eines Gebetes an die Jugendlichen richte. Die Uhrzeit am Sonntag scheint bemerkenswert zu sein, aber die Verantwortlichen in der Jugendpastoral haben mir gesagt, dass die Zeit um 17.00 Uhr für Jugendliche Zeit sei, die sie wenig mit Freizeit füllen können. Aber es kommen viele!

2. Ein ausführliches Kapitel im Dokument spricht von der Kunst der Begleitung. In der Nummer 115 ist von der „Folgsamkeit dem Lehrer gegenüber“ die Rede. Ich möchte auf die Gefahren dieser Begleitung hinweisen, die an verschiedenen Stellen angesprochen werden, besonders in der Nummer 130. Im Zusammenhang mit der Debatte um die Formen des Missbrauches möchte ich einen eigenen Akzent benennen. Es ist offenbar geworden, dass sexueller Missbrauch auch in der Beichte geschehen ist: im heiligen Raum des Sakramentes und der Person! Schrecklich! Deshalb ist es wichtig, darauf hinzuweisen: Es gibt auch den geistlichen Missbrauch, dem anderen meine Entscheidung, die ich bei ihm für richtig halte, aufzuzwingen, statt ihm die Freiheit zu lassen. Die Begleitung muss in der Haltung der Nummer 15 des Exerzitienbuches des heiligen Ignatius erfolgen: den Schöpfer mit dem Geschöpf wirken zu lassen.

3. Schließlich möchte ich noch hervorheben, was zur Bedeutung von auctoritas gesagt wird und die mehrmalige Betonung im Dokument, dass die Jugendlichen die Hauptrolle in der Jugendpastoral zu spielen haben. Ich möchte betonen, dass wir die Jugendlichen zu begleiten haben, indem wir durch intensives Zuhören geradezu maieutisch die Wahrheit hervorrufen, die bereits in ihnen lebt, um sie von dort zu einer inneren Umkehr weiterzuführen in die Nachfolge Christi. So werden sie spüren: Christus zu folgen ist schön, ist gut und entspricht der Wahrheit des Lebens.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.

 

 



Hinweis:

Eine ausführliche Themenseite informiert über Hintergründe und Texte der Bischofssynode und wird während der Synode kontinuierlich ergänzt.

Kardinal Marx spricht auf dem St. Michael-Jahresempfang in Berlin

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 11. October 2018 - 9:11

„Ein Glaube ohne kritische Vernunft wird keinen Bestand haben. Deshalb begrüßt die Kirche eine freie, offene und säkulare Gesellschaft, in der die Religionen ihre Überzeugung zum Ausdruck bringen können.“ Diese Auffassung hat gestern Abend (10. Oktober 2018) der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, beim St. Michael-Jahresempfang in Berlin vertreten. Die Kirche lerne so auch aus der Gesellschaft, aus den Wissenschaften und aus der Öffentlichkeit. „Wir dürfen keine Sonderwelt sein, die sich abschottet. Wir müssen aber den Mut haben, Glaube und Vernunft auch kritisch auf das anzuwenden, was in der Kirche läuft“, so Kardinal Marx. Gleichzeitig warnte er vor der Fundamentalisierung von Religion und der Instrumentalisierung des Religiösen für politische Interessen. „Die plurale Gesellschaft kann nur säkular sein – aber mit der Religion. Religion spielt in dieser Gesellschaft eine Rolle, daran müssen wir uns messen lassen.“

Ausführlich ging Kardinal Marx auf die Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ (MHG) ein und forderte vor den mehreren Hundert Zuhörern eine kritische Wegbegleitung der Kirche. Die Untersuchung zeige, dass die Kirche Sonderwelten aufgebaut habe, insbesondere Machtstrukturen, die Verbrechen begünstigten. „Machtstrukturen gefährden alle Religionen, besonders aber uns. Deshalb wollen und müssen wir von der Gesellschaft lernen. Wichtig ist eine konstruktive und begleitende Kritik aus allen Bereichen. Wir wollen die Kritik auf- und ernst nehmen!“ Kritisch fragte Kardinal Marx, ob die Kirche verstanden habe, den Betroffenen zuzuhören und gefährdende Strukturen zu erkennen. „Die Studie fordert uns auf, systemische Zusammenhänge von Missbrauch wahrzunehmen. Das gilt von notwendigen kritischen Anfragen an die Priesterausbildung bis hin zu Fragen im Kirchenrecht.“

Kardinal Marx forderte die Gäste des Empfangs auf, die Kirche kritisch zu hinterfragen: „Lassen Sie nicht nach in Ihrem Fragen! Stoßen Sie uns an, damit wir in unserem dringend notwendigen Handeln nicht nachlassen! Nur weil das öffentliche Interesse vielleicht jetzt etwas geringer sei als vor zwei Wochen, dürfen wir nicht in alte Muster verfallen. Ich verstehe jeden, der sagt, wir wollen Taten sehen“, so Kardinal Marx. Es gehe nicht um die Rettung einer Institution, sondern um Gerechtigkeit für die Betroffenen.

Die Kirche, so Kardinal Marx weiter, müsse den Dialog mit der Welt suchen. Die Studie habe die Frage gestellt, ob die Kirche anschlussfähig und anschlusswillig an die moderne Gesellschaft sei: „Wollen wir lernen? Haben wir die Bereitschaft, auf einen Weg zu gehen, der uns bisher verschlossen erschien? Wir Bischöfe müssen den Moment ergreifen, um den Weg der Glaubwürdigkeit zu erreichen und das zu verändern, was notwendig ist.“

Bereits bei der Begrüßung zum St. Michael-Jahresempfang hatte auch der Leiter des Katholischen Büros, Prälat Dr. Karl Jüsten, auf die notwendigen Konsequenzen der Studie aufmerksam gemacht. Die ehrliche Aufarbeitung des Missbrauchsskandals sei eine dauerhafte Aufgabe. „Das Vertuschen der Taten und das Decken der Täter in der Vergangenheit ist für uns heute inakzeptabel.“ Deshalb sei ein Perspektivwechsel notwendig, von den Erwachsenen zu den Kindern, von den Tätern zu den Opfern, von der Institution zu den Betroffenen. „Diese Aufgabe duldet keinen Aufschub“, so Prälat Jüsten.


Hinweise:

Die Begrüßungsansprache von Prälat Dr. Karl Jüsten ist unten als pdf-Datei verfügbar. Die Ansprache von Kardinal Reinhard Marx finden Sie als Video unter www.domradio.de.

Bischofssynode in Rom

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 10. October 2018 - 18:27

Auf der Bischofssynode in Rom hat am Mittwoch, 10. Oktober 2018, Bischof Dr. Stefan Oster SDB (Passau) zum ersten Teil (Kapitel III, besonders Nrn. 120 ff.) des Instrumentum laboris gesprochen. Wir dokumentieren seinen Redebeitrag vor der Synode:


Heiliger Vater, liebe Schwestern und Brüder,

junge Menschen suchen Freiheit, vor allem die Freiheit von Zwängen und die Freiheit wählen zu können, was ihnen Freude macht. Die Kirche dagegen verbinden viele Jugendliche in unserem Land mit einer Institution, die Freiheit einschränkt und die Verhaltensregeln hat, die beginnen mit „Du musst“, „Du sollst“, „Du darfst nicht“. Trotzdem spüren viele Jugendliche auch, dass eine Freiheit der vielen Möglichkeiten alleine noch nicht zu einem echten und authentischen Leben führt, sondern oft in die Beliebigkeit oder in die Sklaverei der Sucht. Wann aber ist ein Mensch so authentisch, dass man spürt: Diese Person ist wirklich frei – selbst dann, wenn die Lebensbedingungen schwierig sind?

Die Nummer 121 des Instrumentum sagt uns: „Gott nimmt die Freiheit ernst, die er den Menschen geschenkt hat“. Ich möchte dazu einen relationalen Begriff von Freiheit vorschlagen, der die Jugendlichen in ihrer Sehnsucht nach Freiheit ernst nimmt und sie zugleich tiefer in eine existenzielle Dimension von Freiheit führt. Eine erste Bestimmung lautet: „Freiheit ist im Herzen eines anderen ich selbst sein dürfen und ich selbst werden dürfen.“ Der biblische Begriff des Herzens bezeichnet die Mitte der Person. Und wir können diese Mitte auch „räumlich“ denken. Wir sagen, wir haben ein weites Herz und ein tiefes Herz. Und je weiter und tiefer ein menschliches Herz ist, desto mehr kann es einem anderen Menschen in sich Raum geben – einen Raum, in dem sich der andere Mensch bejaht und geliebt fühlen und wachsen kann. Und manche haben ein solches Herz für ganz viele: Die Jugendlichen zum Beispiel, die zu Don Bosco ins Oratorium kamen, die kamen nicht einfach in eine abstrakte Institution mit Regeln, sondern sie kamen an einen Ort, der von der Weite des Herzens Don Boscos erfüllt war. Sie waren bei Don Bosco zu Hause und konnten dort sie selbst sein und lernen, mehr sie selbst zu werden. Don Bosco kannte jeden von ihnen – und hatte ihn im Herzen. Bei ihm waren sie frei. Und sie haben dann auch wie von selbst gelernt, auch seine Regeln zu respektieren und Gemeinschaft zu leben: „Freiheit ist im Herzen eines anderen ich selbst sein und ich selbst werden dürfen.“

Gleichzeitig wissen wir nun, dass wir Menschen alle in der Kapazität unseres eigenen Herzens Grenzen haben. Wir sind selbst oft gebrochen, verwundet, egoistisch. Unser Herz ist oft eng mit wenig Raum für andere. Oder wir benutzen andere für uns und halten sie fest und lassen sie nicht frei – damit sich unser eigenes Herz nicht so leer anfühlt. Junge Menschen spüren das und wünschen sich auch, wie es Nummer 132 sagt, dass sich die Begleiter ihrer eigenen Fehlbarkeit bewusst sein müssen. Auch unser Herz braucht immer neu Heilung und Befreiung.

Christen dürfen aber aus der Erfahrung leben, dass die eigentliche Tiefe unserer Freiheit das Herz Jesu ist. Seine ausgestreckten Arme am Kreuz und sein für uns durchbohrtes Herz sagen uns: „Hier ist der Ort deiner Freiheit, hier ist unendliche, absichtslose Liebe für Dich, hier ist Vergebung aller Sünden. Hier ist das Herz der Welt, hier bist Du wirklich zu Hause.“ Wer im Glauben dorthin findet, der darf von innen her erkennen: Hier kann ich ich selbst sein – und tiefer ich selbst werden. Ohne mich verstellen zu müssen und ohne süchtig zu werden nach oberflächlichem Genuss. Tiefere, existenzielle Freiheit ist also: „Im Herzen Jesu ich selbst sein dürfen und ich selbst werden dürfen“.

Wir leben deshalb Freiheit mit den Jugendlichen und für sie nur dann authentisch, wenn wir selbst im Herzen Jesu zu Hause sind. Und wenn wir selbst unser Herz von seinem Herzen heilen und weiten lassen. Dann können die Jugendlichen durch uns verstehen lernen, wo sie eigentlich zu Hause sind. Und dann auch können wir sie freilassen und freigeben – auf Jesus hin. Und dann müssen wir sie nicht benutzen oder gar missbrauchen für unseren eigenen Ruhm oder unsere eigene Befriedigung. Denn: „Wirkliche Freiheit ist, im Herzen Jesu ich selbst sein und ich selbst werden dürfen“.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.


Hinweise:

Ein Foto der deutschen Synodenteilnehmer ist für die Berichterstattung unter Nennung des Copyrights © Deutsche Bischofskonferenz/Kopp frei verfügbar. Die Datei ist untenstehend als Download verfügbar.

Eine ausführliche Themenseite informiert über Hintergründe und Texte der Bischofssynode. Die Themenseite wird während der Synode kontinuierlich ergänzt. Hier werden auch die Redebeiträge der deutschen Synodenteilnehmer bereitgestellt.

40 Jahre Christlich-Islamische Begegnungs- und Dokumentationsstelle CIBEDO

Die katholische Kirche führt den christlich-islamischen Dialog, wie es das Zweite Vatikanische Konzil formuliert hat, „mit Klugheit und Liebe“. In diesem Sinn sucht die Christlich-Islamische Begegnungs- und Dokumentationsstelle (CIBEDO) seit 40 Jahren das Gespräch mit dem Islam und den Muslimen in Deutschland. Seit 1998 nimmt sie diesen Dienst im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz wahr.

Das Jubiläum wird mit einem Festakt begangen, der am Freitag, 19. Oktober 2018, um 18.00 Uhr in der Katholischen Akademie in Berlin (Hannoversche Straße 5b, 10115 Berlin) stattfindet. Zu diesem Festakt sind die Vertreterinnen und Vertreter der Medien herzlich eingeladen, ebenso zur Vesper zuvor um 16.30 Uhr in der Kirche St. Thomas in der Katholischen Akademie. Die Vesper wird von Bischof Dr. Georg Bätzing (Limburg), Vorsitzender der Unterkommission für den interreligiösen Dialog der Deutschen Bischofskonferenz, gefeiert.

Beim Festakt um 18.00 Uhr spricht Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier. Den Festvortrag zu Perspektiven für den christlich-islamischen Dialog in Deutschland hält der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx. Weitere Grußworte halten Monsignore Dr. Khaled Akasheh (Päpstlicher Rat für den Interreligiösen Dialog), Erol Pürlü (Koordinationsrat der Muslime in Deutschland), Handan Aksünger (Akademie der Weltreligionen Hamburg) und Hamideh Mohagheghi (Universität Paderborn).

Wir bitten die Vertreterinnen und Vertreter der Medien sich bis zum 17. Oktober 2018 (12.00 Uhr) über das Online-Formular zu akkreditieren. Bitte beachten Sie, dass eine Akkreditierung nur online möglich ist. Eine Nachakkreditierung ist nicht möglich!

Deutsche Bischofskonferenz unterstützt erstes inklusives Kinder-Gebetbuch

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 8. October 2018 - 11:06

Mithilfe der Unterstützung der Deutschen Bischofskonferenz ist das inklusive Gebetbuch „Dir kann ich alles sagen“ für Kinder mit und ohne Behinderung erschienen. Es bietet Gebetsimpulse sowie Bausteine für Liturgie und Sakramentenvorbereitung in Gruppenstunden, für Kindertagesstätten und in der Schule. Das Buch ist das erste seiner Art, das umfänglich inklusiv genutzt werden kann. Zitate, Bibelerzählungen, Gebete und die Texte der eigens für das Buch komponierten Lieder sind in einfacher Sprache formuliert. Zudem finden sich Lieder und Texte insbesondere für Menschen mit Sehschädigung auf einer beiliegenden Audio-CD. Die in dem Buch verwendeten Bilder wurden bei einem inklusiven Workshop von Menschen mit Behinderungen gestaltet.

„Dir kann ich alles sagen“ soll ermutigende Anstöße für eine inklusive Gebetspraxis mit Kindern liefern. Der Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz für die Seelsorge für Menschen mit Behinderungen, Weihbischof Dr. Reinhard Hauke (Erfurt), unterstützt das inklusive Anliegen des Gebetbuches: „Gerade für Kinder mit Behinderungen leistet das Buch einen wichtigen Dienst. Denn es hilft ihnen, den Weg in den Glauben zu finden in einer Sprache, die sie verstehen.“ Weihbischof Hauke, der auch das Vorwort des Buches in einfacher Sprache schrieb, würdigt zudem das lebensnahe Konzept des Buches, das „typische Lebenssituationen aus der Alltagswelt von Kindern zum Ausgangspunkt nimmt und Bilder, Bibeltexte, Gebete und Lieder dazu passend in Beziehung setzt“.

Das Gebetbuch „Dir kann ich alles sagen“ wurde von den Autoren Diakon Dr. Christoph Beuers und Jochen Straub zusammengestellt. Beide verfügen über langjährige Erfahrung in der Seelsorge mit Menschen mit Behinderungen im Bistum Limburg.

 


Hinweise:
Eine Abbildung des Covers ist für die Berichterstattung unter Nennung des Copyrights © Butzon & Bercker kostenfrei verfügbar. Die Datei kann untenstehend heruntergeladen werden.
Beuers, Christoph/Straub, Jochen: Dir kann ich alles sagen. Kevelaer: Butzon & Bercker 2018. ISBN 978-3-7666-2287-7.

Bischofssynode in Rom

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 5. October 2018 - 14:47

Auf der Bischofssynode in Rom hat am Freitag, 5. Oktober 2018, Thomas Andonie, Bundesvorsitzender des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), der als Auditor an der Synode teilnimmt, zum Instrumentum laboris gesprochen. Wir dokumentieren seinen Redebeitrag vor der Synode:

Sehr geehrter Papst Franziskus, liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Synode,

vielen Dank für die Möglichkeit, hier sprechen zu dürfen. Mein Name ist Thomas Andonie. Ich bin Vorsitzender des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend und vertrete über 660.000 junge Menschen, die in Deutschland in katholischen Jugendverbänden engagiert sind.

Aktuell treibt uns ein Thema besonders um: In Deutschland werden fünf Prozent aller Diözesanpriester von Mitte des letzten Jahrhunderts bis 2014 beschuldigt, sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ausgeübt zu haben. Die Dunkelziffer liegt wohl noch deutlich höher. Und nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA, in Mexiko, in Australien, in Chile, überall ist es passiert und wir müssen davon ausgehen, dass es weiterhin passiert. Das ist eine Katastrophe.

Es braucht jetzt ein Hören auf und die Sorge um die Betroffenen, angemessene Entschädigungszahlungen, unabhängige Untersuchungen der Vertuschung, Übernahme der Verantwortung, Entfernung der Täter aus dem kirchlichen Dienst und standardisierte und strukturell abgesicherte Präventionsmaßnahmen. Aber: Das reicht nicht! Wir müssen klerikalistische Strukturen aufdecken. Es geht nicht um Einzelfälle, das Problem liegt im System! Keine Begründung für kirchenrechtliche Regelungen kann sich halten, wenn klar wird, dass durch sie sexualisierte Gewalt begünstigt wurde. Es gibt keinen Paragraphen im Kirchenrecht, der heiliger ist als die Würde eines Menschen! Jetzt zählen keine Worte mehr, es zählen nur noch Taten. Wenn die Kirche dieses Unrecht nicht entschlossen bekämpft und beendet, wird sie ihre Glaubwürdigkeit und das Vertrauen der Menschen – besonders der jungen Menschen – nicht wiedererlangen. Dann ist alles umsonst, was wir hier besprechen.

Neben diesem wichtigen Thema möchte ich noch drei weitere ansprechen, die für junge Menschen das Thema „authentisch Kirche sein“ im Kern betreffen: die Rolle der Frau, die Sexualmoral der Kirche und die Begleitung junger Menschen in ihrer Berufung.

1. Zur Rolle der Frau: Wir können nicht weiterhin fünfzig Prozent der Bevölkerung von der Leitung der Kirche ausschließen. Gott hat Mann und Frau geschaffen und ihnen die Sorge für die Welt gemeinsam anvertraut! Viele junge Frauen finden in der Kirche keine Heimat mehr, denn sie fühlen sich schlichtweg ausgeschlossen – ich kann das, auch bei einem Blick hier in den Raum, gut nachvollziehen. Mit der Frage der Leitung hängt auch die Frage der Weihe zusammen: Junge Menschen wollen, dass Frauen ihre Berufung zum Priesteramt endlich leben dürfen. In den Jugendverbänden arbeiten bereits Frauen und Männer, Laien und Priester gleichberechtigt und geschlechterparitätisch zusammen und zeigen, wie bereichernd es ist, so vielfältig Kirche zu sein.

2. Zur Sexualmoral der Kirche: Ein Großteil der jungen Menschen lehnt die Sexualmoral der Kirche, vor allem ihre Haltung zu gleichgeschlechtlichen Partnerschaften und zu vorehelichem Geschlechtsverkehr, ab. Sie verstehen sehr gut, was die Kirche von ihnen fordert, vertreten aber schlichtweg – als getaufte und gefirmte Christinnen und Christen, als Volk Gottes – eine andere Auffassung. Dabei sind ihnen Werte wie Treue und Verantwortung füreinander übrigens besonders wichtig. Nur wenn die Kirche bereit ist, diese Lebenswirklichkeiten anzuerkennen, wird sie neu in diesen wichtigen Fragen mit jungen Menschen ins Gespräch kommen können.

3. Zur Begleitung junger Menschen: In unseren Jugendverbänden unterstützen sich junge Menschen gegenseitig dabei, ihre Berufung zu finden. Dies entspricht unserem Grundsatz: Jugend leitet Jugend! Dazu brauchen sie allerdings eine gute Ausbildung und die Unterstützung guter Seelsorgerinnen und Seelsorger. Es bereitet uns große Sorge, dass in Deutschland immer weniger Menschen bereit sind, einen pastoralen Beruf zu ergreifen. Auch hier braucht es Veränderungen, um ein gutes personales Angebot für junge Menschen vorzuhalten! Ansonsten werden wir den Teufelskreis von immer weniger pastoralem Personal für junge Menschen und weniger Menschen in pastoralen Berufen nicht stoppen können. Berufungspastoral muss in ihrer Breite gedacht werden und selbstverständlicher Bestandteil einer vielfältigen Jugendpastoral sein. Sie ist für uns nicht delegierbar!

Wir wissen, dass die Verwirklichung einer „authentischen Kirche“ auch in unserer Verantwortung liegt. Diesen Auftrag nehmen wir an! Und genau deshalb spreche ich hier offen zu Ihnen: Denn wir brauchen mehr Mitbestimmung von jungen Menschen und vor allem Ihre Unterstützung, liebe Bischöfe! Lassen Sie uns offen diskutieren. Gehen Sie die Probleme, die ich benannt habe, konkret an. Fördern Sie die Dezentralisierung, lassen Sie uns subsidiär handeln. Es ist Zeit, dem Auftrag Jesu und seinem Reich besser zu entsprechen! Junge Menschen sind dazu bereit. Sie sind nicht nur Zukunft der Kirche – sie sind ihre Gegenwart.

Vielen Dank.

 


Hinweise:
Ein Foto der deutschen Synodenteilnehmer ist für die Berichterstattung unter Nennung des Copyrights © Deutsche Bischofskonferenz/Kopp frei verfügbar. Die Datei ist untenstehend als Download verfügbar.

Eine ausführliche Themenseite informiert über Hintergründe und Texte der Bischofssynode. Die Themenseite wird während der Synode kontinuierlich ergänzt. Hier werden auch die Redebeiträge der deutschen Synodenteilnehmer bereitgestellt.

Deutsche Bischofskonferenz verleiht zum 16. Mal den Katholischen Medienpreis

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 4. October 2018 - 17:55

Der Katholische Medienpreis ist heute (4. Oktober 2018) zum 16. Mal verliehen worden. Bei einem Festakt in Frankfurt am Main zeichnete die Deutsche Bischofskonferenz gemeinsam mit dem Katholischen Medienverband e. V. (KM.) und der Gesellschaft Katholischer Publizisten e. V. (GKP) Johannes Böhme (Kategorie Printmedien) sowie Feras Fayyad und Dr. Gudrun Hanke-El Ghomri (Kategorie Elektronische Medien) aus. Den „Sonderpreis der Jury“ erhielten Katja Grundmann und Anna Sprockhoff, die an der Verleihung nicht teilnehmen konnte, für ihr crossmediales Projekt „Aufwachsen als Flüchtlingskind – Ein Jahr danach“ (Landeszeitung für die Lüneburger Heide im Zeitraum vom 15. bis 22. Oktober 2017). Eine sechsköpfige Jury hatte aus 210 Einreichungen die Preisträger ermittelt.

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Der Vorsitzende der Gesellschaft Katholischer Publizisten, Joachim Frank, begrüßte die mehr als 150 Gäste aus Kirche, Politik und Medien: „Vielen, die sich der Kirche verbunden fühlen, ist zurzeit nicht nach Feiern zumute. Der Katholische Medienpreis erinnert daran, wie wichtig kritische, aufklärende und wertorientierte Journalisten für ein Gemeinwesen sind, auch für die Kirche. Die ausgezeichneten Beiträge ehren ihr Metier. Und die Gewinner sind selber ein Gewinn – für uns alle.“

Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart), Vorsitzender der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz und der Jury des Katholischen Medienpreises, würdigte die Preisträger und ihre Beiträge und betonte, was Transparenz im Journalismus bedeutet: „Den Ereignissen auf den Grund gehen, nachforschen und selbst das scheinbar Nebensächliche hinterfragen und aufspüren. Das Verborgene aufdecken und öffentlich machen. Dabei geht es auch, aber nicht ausschließlich um die großen Skandale. Ich meine ebenso das Entdecken und Erzählen von Menschen, die Schicksalhaftes erleben, Besonderes können oder leisten.“ Bischof Fürst hob zudem die steigende Bedeutung von Qualitätsjournalismus hervor: „Die vielen ungeprüften, frei erfundenen und fahrlässig recherchierten Informationen von unklarer Herkunft in den sozialen Medien machen Journalismus noch unverzichtbarer als früher. Dafür sind die Qualitätsmedien als Kitt unserer Gesellschaft, gerade in bewegten Zeiten, notwendig und sogar unersetzlich.“

In der Kategorie „Elektronische Medien“ erhielten Feras Fayyad und Dr. Gudrun Hanke-El Ghormi den Preis für „Die letzten Männer von Aleppo“ (gesendet in Arte/ARD am 6. Juni und am 2. August 2017). „Der Beitrag hilft eine Perspektive einzunehmen, die beim Thema Flüchtlinge viel zu oft vergessen wird. … Der Dokumentarfilm zwingt den Zuschauer zu verstehen, wovor die Menschen in Syrien fliehen. Fayyad thematisiert das, was hierzulande immer seltener in dieser Klarheit bedacht wird: Die Menschen fliehen aus Syrien, weil dort Krieg herrscht! Die Bilder sind im Westen bekannt. Aber der Film zeigt viel mehr als das. Er erzählt die persönlichen Geschichten hinter der Zerstörung“, so die Jurybegründung. Manfred Krupp, Intendant des Hessischen Rundfunks (HR), betonte in seiner Laudatio: „Die Preisträger zeigen mit ihrem Film einer breiten Öffentlichkeit auf berührende und dramatische Weise, was es bedeutet, zur Stelle zu sein, wenn in Aleppo Bomben fallen. Bilder dieser Art und die damit verbundenen Schicksale sollte man bei den Debatten der letzten Jahre in Deutschland im Hinterkopf haben.“

In der Kategorie „Printmedien“ erhielt Johannes Böhme den Katholischen Medienpreis für seinen Beitrag „Sorgenkinder“ (erschienen im Süddeutsche Zeitung Magazin am 6. Juli 2017). „Hervorzuheben sind der hohe Rechercheaufwand und der brillante Schreibstil. Der Beitrag ist auch ein Paradebeispiel für die journalistische Tugend, an einem Thema dranzubleiben und nicht der Versuchung zu erliegen, nach einfachen Lösungen zu suchen. Damit entspricht er in herausragender Weise der Zielsetzung des Katholischen Medienpreises, der für Arbeiten verliehen wird, die sich an christlichen Werten orientieren und das humanitäre und soziale Verantwortungsbewusstsein stärken“, so die Jury. Laudator Prof. Werner D’Inka, Herausgeber der FAZ, lobte insbesondere den Schreibstil: „Johannes Böhme findet mit jedem Satz den richtigen Ton. Schon deswegen wünscht man sich als Leser, sein Beitrag würde nie aufhören.“

Katja Grundmann und Anna Sprockhoff, die an der Verleihung nicht teilnehmen konnte, wurden für ihr crossmediales Projekt „Aufwachsen als Flüchtlingskind – Ein Jahr danach“ (Landeszeitung für die Lüneburger Heide im Zeitraum vom 15. bis 22. Oktober 2017) mit dem „Sonderpreis der Jury“ ausgezeichnet. „Ein eindrucksvoller Einblick in Familien, der möglicherweise Vorurteile abbauen und Verständnis für die Situation von (zunächst) fremden Menschen in Deutschland schaffen kann“, so die Jurybegründung. „Die beiden Journalistinnen befassen sich in einem bemerkenswerten Großprojekt mit der Generation Flüchtlingskinder“, sagte Prof. Dr. Andrea Rübenacker, Deutsche Welle Akademie Bonn, in ihrer Laudatio. „Dabei legen sie emphatisch und doch mit professioneller journalistischer Distanz den Finger in die Wunde: Sie zeigen exemplarisch an ihren Protagonisten die Herausforderungen, vor denen eine ganze Generation Flüchtlingskinder in Deutschland steht und schaffen so Verständnis für die Situation von (zunächst) fremden Menschen.“

Neben den Hauptpreisen vergab die Jury in diesem Jahr mehrfach die Auszeichnung „journalistisch WERTvoll“: im Bereich „Printmedien“ an Dimitri Ladischensky (Beitrag „Was vom Leben übrig bleibt“, erschienen in der Zeitschrift mare am 26. September 2017) sowie an Katharina Frohne (Beitrag „Am Ende“, erschienen im Weser-Kurier am 14. April 2018) und in der Kategorie „Elektronische Medien“ an Frank Meißner (Sendung „Schmidt Max und die Audienz beim Papst“, gesendet im Bayerischen Fernsehen am 19. November 2017) sowie an Renate Bleichenbach (Beitrag „Die Sendung mit dem Elefanten: Planet Willi“, gesendet im KiKa am 1. Dezember 2017).

 
Hintergrund

Der Katholische Medienpreis, der in der Kategorie „Printmedien“ und „Elektronische Medien“ mit jeweils 5.000 Euro dotiert ist, wird seit 2003 jährlich von der Deutschen Bischofskonferenz in Kooperation mit der Gesellschaft Katholischer Publizisten e. V. (GKP) und dem Katholischen Medienverband e. V. (KM.) ausgeschrieben. Die Preisträger wurden von einer sechsköpfigen Jury aus insgesamt 210 Einreichungen ausgewählt. Für die Kategorie „Elektronische Medien“ wurden 130 Beiträge eingereicht, davon waren 75 Fernseh-, 36 Radio- und 18 Internetangebote. Für die Kategorie „Printmedien“ wurden 81 Beiträge eingereicht.


Jury

Zur Jury gehören Katja Auer (Teamleiterin der Bayernredaktion der Süddeutschen Zeitung), Albert Herchenbach (ehem. Chefredakteur stadtgottes, Nettetal), Wolfgang Küpper (Redaktionsleiter Bayerischer Rundfunk Religion und Orientierung, München), Andreas Kuschbert (Chefredakteur Heinrichsblatt, Bamberg), Prof. Dr. Andrea Rübenacker (Deutsche Welle Akademie, Bonn) unter Leitung des Vorsitzenden der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart).


Hinweise:

Die Ansprache von Bischof Dr. Gebhard Fürst sowie die Laudationes von Prof. Dr. Andrea Rübenacker (Deutsche Welle Akademie Bonn) und Prof. Werner D’Inka (Herausgeber der FAZ) sind untenstehend als pdf-Dateien verfügbar.

Fotos aus der Bildergalerie sind unter Nennung des Copyrights für die Berichterstattung frei verfügbar. In der Detailansicht jedes Fotos der Galerie ist ein Downloadlink angegeben, mit dem man das Originalbild herunterladen kann. Bitte beachten Sie die Copyrightangaben.

Alle Jurybegründungen sowie weitere Informationen sind auf der Themenseite Katholischer Medienpreis zu finden.

Bischofssynode in Rom hat Arbeit aufgenommen

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 4. October 2018 - 16:56


Die XV. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode ist gestern (3. Oktober 2018) mit einem feierlichen Gottesdienst auf dem Petersplatz eröffnet worden. Bis zum 28. Oktober 2018 beraten Bischöfe und Laien aus aller Welt das Thema „Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsunterscheidung“. Insgesamt nehmen an der Synode 267 Bischöfe, 23 externe Fachleute und 49 Gasthörer teil. Die Mehrheit von diesen sogenannten Auditores ist zwischen 18 und 29 Jahren alt, Frauen machen etwa die Hälfte aus.

Heute Nachmittag haben die deutschen Synodenteilnehmer bei einem Pressegespräch in Rom ihre Erwartungen an die Synode formuliert. Der Vorsitzende der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Stefan Oster SDB (Passau), ist von drei Phänomenen beeindruckt, nachdem die ersten Statements aus der Weltkirche im Plenum vorgetragen wurden: „Erstens von der Vielzahl der Perspektiven auf die jeweilige soziale, kulturelle, gesellschaftliche Situation der Jugendlichen: es geht um die ganz Armen, um die Gebildeteren und Reichen, um die spirituell Entleerten, um die Süchtigen, aber auch um die Kraft der Hoffnung, der Freude, der Offenheit und Leidenschaft, die von der Jugend ausgeht.“ Zum zweiten sei eine Art Gleichklang der Probleme durch die verschiedenen Perspektiven hindurch sichtbar, zum Beispiel auf den Feldern von Digitalisierung, Globalisierung oder Problemen, den Glauben authentisch mitzuteilen. „Und drittens: Es ist ein unbedingter Wunsch von vielen Bischöfen zu hören, wirklich auf die Jugend zu achten, zu hören, von ihr her zu denken“, so Bischof Oster.

Bischof Dr. Felix Genn (Münster), Vorsitzender der Kommission für geistliche Berufe und kirchliche Dienste, sieht die Synode als Lerngemeinschaft, in die der Papst Bischöfe und Laien hineinschicke. „Das ist eine große Herausforderung, gerade das macht die Synode interessant“, so Bischof Genn. „Ich finde es spannend, was dabei herauskommen kann, wenn die Kirche zuhört und sich auf Überraschungen des Geistes gefasst macht. Das heißt für mich: Wir müssen auf junge Menschen zugehen und zuhören, um zu einer Erneuerung der Kirche zu gelangen.“


Ähnlich sieht es Weihbischof Johannes Wübbe (Osnabrück), Mitglied der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz. Er zeigte sich beeindruckt, die vielen unterschiedlichen Stimmen und Personen wahrzunehmen und ihr Ringen darum, wie die Lebenswirklichkeit und die Anliegen der Jugendlichen ernst zu nehmen seien. „Wir müssen die jungen Menschen als Protagonisten erkennen und Wege zu beschreiben und zu entwickeln suchen, wie sie diese Rolle in Kirche und Welt möglichst konkret ausfüllen können. Wichtig ist, das im Blick auf alle Jugendlichen zu bedenken, aber gerade auch hinsichtlich der vielfältig Benachteiligten und durch Gewalt verletzten jungen Menschen“, so Weihbischof Wübbe.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx (München und Freising), sieht die Synode im Horizont der weltweiten Debatten der zurückliegenden Wochen. Auch wenn das Thema sexueller Missbrauch im Vorbereitungsdokument nicht vorkomme, stehe es während der Synode auf der Tagesordnung. „Diese Bischofsversammlung kann nicht enden, ohne dass deutlich wird, wie wir mit dem Thema weltkirchlich umgehen und die Zukunft der Kirche aussehen soll. Es geht auch um ein neues Miteinander in der Kirche“, so Kardinal Marx. Ein solches erneuertes Bild der Kirche müsse ehrlich nach den Verletzungen und Verfehlungen fragen und darüber sprechen.

Thomas Andonie, Bundesvorsitzender des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), der als Auditor an der Synode teilnimmt, sieht eine große Verantwortung, die Anliegen junger Menschen in die Synode einzubringen. Es sei eine großartige Gelegenheit, gleichzeitig mit Menschen aus allen Ländern ins Gespräch zu kommen. „Dennoch ist es natürlich schade, dass außer mir nur gut 40 weitere junge Menschen mitsprechen, im Verhältnis zu weit über 250 Bischöfen. Ich habe aber den Eindruck, dass sie Interesse an der Lebenswelt junger Menschen haben – das ist ein gutes Zeichen. Aber wir müssen hier auch ansetzen: In der Vorsynode hatten wir eine Kommission junger Menschen im Vatikan gefordert – eine solche repräsentativ besetzte Kommission wäre etwas, was die Synode in meinen Augen gut aufnehmen und dem Papst empfehlen könnte.“ Thomas Andonie lobte, dass gleich am ersten Tag das Thema sexualisierte Gewalt deutlich zur Sprache gekommen sei, und zwar ohne Beschönigung. „Das setzt sich hoffentlich fort und führt zu konkreten Veränderungen.“

Außerdem hat das Generalsekretariat der Bischofssynode den Frankfurter Jesuiten und dortigen Leiter der Zukunftswerkstatt, P. Clemens Blattert SJ, als Experten berufen. Er ist überzeugt, dass die Auseinandersetzung mit der Lebenswelt und den Anliegen junger Menschen die Bischöfe, die Gemeinschaften und Gemeinden beweglicher mache, „dass sie Lust und Mut auf Veränderung finden. Freiräume zu riskieren, in denen das als gut Erkannte umzusetzen und auszuprobieren ist“, so Pater Blattert. „Ich erhoffe mir ein vertieftes Verständnis des Begriffs Berufung. Und daraus eine neue Dynamik und Freude am Glaubensweg für den Einzelnen. Die Hoffnung, dass das Angebot der Kirche, nämlich die Botschaft von einem Leben in Fülle, junge Leute neu entdecken und schätzen können“, fügte er hinzu.


Hinweise:

  • Ein Foto aller deutschen Synodenteilnehmer erhalten Sie kostenfrei zur Mediennutzung mit einer E-Mail an pressestelle(at)dbk.de.
  • Auf www.dbk.de informiert ein ausführliches Dossier über Hintergründe und Texte der Bischofssynode. Dieses Dossier wird während der Synode kontinuierlich ergänzt. Hier werden auch die Redebeiträge der deutschen Synodenteilnehmer bereitgestellt.
  • Bereits heute (4. Oktober 2018) hat als erster deutscher Synodenteilnehmer Weihbischof Johannes Wübbe (Osnabrück) auf der Synode gesprochen. Sein Beitrag ist dieser Pressemitteilung als Anlage beigefügt.
  • Die deutschen Synodenteilnehmer werden zum Abschluss der Synode nochmals zu einem Pressegespräch in Rom zusammenkommen. Über Datum, Uhrzeit und Ort wird frühzeitig informiert.

Ausschreibung des Katholischen Preises gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus 2019

Die Deutsche Bischofskonferenz wird im Jahr 2019 zum dritten Mal den Katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus vergeben. „In unruhigen Zeiten setzen wir ein klares Zeichen: Hass und Hetze widersprechen der christlichen Botschaft. Wer Ressentiments schürt, legt die Axt an die Grundlagen unserer Gesellschaft“, erklärt Erzbischof Dr. Stefan Heße (Hamburg) anlässlich der Veröffentlichung der Preisausschreibung. Als Vorsitzender der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz hat er auch den Vorsitz der Jury des Preises inne.

Mit dem Preis sollen Personen, Gruppen oder Organisationen ausgezeichnet werden, die sich in Deutschland aus dem katholischen Glauben heraus gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus engagieren oder sich prägend an ökumenischen bzw. gesellschaftlichen Initiativen beteiligen. „Die Debatten zum Thema Migration sind derzeit von Ängsten und Vorbehalten geprägt. Dabei geraten die vielen Beispiele eines guten Miteinanders allzu leicht aus dem Blickfeld. Den zahlreichen Ehrenamtlichen, die sich unermüdlich für ein respektvolles Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft einsetzen, möchten wir den Rücken stärken. Gleichzeitig wollen wir alle Christen ermutigen, gegen menschenfeindliche Tendenzen und für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft einzustehen“, so Erzbischof Heße.

Die Deutsche Bischofskonferenz hat den Katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus auf Anregung der Migrationskommission 2015 zum ersten Mal ausgelobt. Er ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und kann auf bis zu drei Preisträger aufgeteilt werden. Verliehen wird der Preis auf Vorschlag einer fachkundigen Jury durch den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx (München).

Personen, Gruppen oder Initiativen können sich entweder selbst um den Preis bewerben oder vorgeschlagen werden. Bewerbungen oder Vorschläge können bis zum 15. Januar 2019 per E-Mail an das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz eingesendet werden (preis-gegen-fremdenfeindlichkeit@dbk.de).
Sie sollten folgendermaßen aufgebaut sein: (1) Kurzbeschreibung des Engagements (max. eine halbe DIN-A4-Seite), (2) ausführlichere Beschreibung (ca. zwei DIN-A4-Seiten), (3) ggf. eine Auswahl weiterer Materialien wie z. B. Bilder oder elektronische Publikationen.

Die Preisverleihung wird im Sommer 2019 in Essen stattfinden. Von dort stammte auch der Gewinner der Preisausschreibung 2017: „Sach wat! Tacheles für Toleranz“. Das von Mitarbeitern des Diözesan-Caritasverbands Essen initiierte Zivilcourage-Projekt hat es sich zur Aufgabe gemacht, auf der Basis des christlichen Menschenbildes innovative Strategien gegen fremdenfeindliche Parolen zu entwickeln.

Die Mitglieder der Jury sind:

  • Erzbischof Dr. Stefan Heße, Vorsitzender der Jury
    Erzbischof von Hamburg, Vorsitzender der Migrationskommission und Sonderbeauftragter für Flüchtlingsfragen
  • Gabriele Erpenbeck
    Vorsitzende des Ökumenischen Vorbereitungsausschusses zur Interkulturellen Woche
  • Bettina Jarasch
    Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, Sprecherin des Sachbereichs „Politische und ethische Grundfragen“ des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK)
  • Prof. Dr. Andreas Lob-Hüdepohl
    Professor für Theologische Ethik an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin, Mitglied des Deutschen Ethikrats
  • Prälat Dr. Peter Neher
    Präsident des Deutschen Caritasverbandes
  • Dr. Heribert Prantl
    Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung
  • Barbara Stamm
    Präsidentin des Bayerischen Landtags
  • Dr. h. c. Wolfgang Thierse
    Bundestagspräsident a. D.


Hinweise:
Print-Versionen des Flyers mit Informationen zur Ausschreibung sowie das Plakat (DIN A3) können kostenfrei in der Rubrik Publikationen bestellt werden. Weitere Informationen zum Preis sind auf der Themenseite Katholischer Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus verfügbar.

Einladung zum St. Michael-Jahresempfang 2018

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 1. October 2018 - 11:41

Am Mittwoch, den 10. Oktober 2018, findet auf Einladung des Leiters des Kommissariats der deutschen Bischöfe, Prälat Dr. Karl Jüsten, um 18.00 Uhr der St. Michael-Jahresempfang im Hotel Aquino (Tagungszentrum Katholische Akademie, Hannoversche Straße 5b) in Berlin statt. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, wird eine Ansprache halten. Erwartet werden neben Mitgliedern des Bundeskabinetts zahlreiche Vertreter aus Kirche, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

Bis zum 8. Oktober 2018 (10.00 Uhr) können sich Medienvertreter ohne persönliche Einladung über das Online-Formular für den St. Michael-Jahresempfang in Berlin akkreditieren. Bitte beachten Sie, dass eine Akkreditierung nur online möglich ist. Eine Nachakkreditierung ist nicht möglich! Am 10. Oktober 2018 können Sie Ihren Akkreditierungsausweis zwischen 16.30 Uhr und 17.30 Uhr im Tagungszentrum Katholische Akademie abholen.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Kardinal Marx würdigt wissenschaftliches Engagement der Görres-Gesellschaft

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 30. September 2018 - 12:40

Anlässlich der 121. Generalversammlung der Görres-Gesellschaft zur Pflege der Wissenschaft ist heute (30. September 2018) dem Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, Pater Dr. Hans Langendörfer SJ, der Ehrenring der Gesellschaft verliehen worden. Das geschehe in Anerkennung der Verdienste von Pater Langendörfer um die Belange der Görres-Gesellschaft, so deren Präsident, Prof. Dr. Bernd Engler.

In seiner Laudatio dankte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, der Görres-Gesellschaft für das vielfältige Engagement im wissenschaftlichen Kontext. „Die Mitglieder der Görres-Gesellschaft und die Arbeit dieses Zusammenschlusses sind notwendiger denn je. Es braucht eine Vernetzung der Wissenschaft, um so in die Gesellschaft mit Glaube und Vernunft hineinzuwirken.“ Die Tradition des Ehrenrings der Görres-Gesellschaft folge nicht nur nach wissenschaftlicher Leistung, häufig wurden auch Wissenschaftsminister oder andere Persönlichkeiten ausgezeichnet. „Ich verstehe die Aufgabe von Pater Langendörfer nicht nur über die Wissenschaft nachzudenken, sondern tatkräftig zu unterstützen wie die wissenschaftliche Forschung vorangetrieben werden kann. Das zeichnet den Ehrenringträger aus“, so Kardinal Marx.

„Wir können uns keine Kirche vorstellen, die sich nicht den Ansprüchen der Vernunft stellt und die sich nicht der Wissenschaft aussetzt. Deshalb ist es notwendig, dass die Kirche sich für die Wissenschaft einsetzt und diese fördert.“ Das sei gesellschaftliches Engagement in besonderer Weise, so Kardinal Marx. „Wir können nicht glauben, ohne zu denken. Beides gehört zusammen. Das leistet die Görres-Gesellschaft, letztlich auch durch internationale Vernetzung.“ Ohne intensives Nachdenken kann man nichts voranbringen. Das leistet Pater Langendörfer in seinem Dienst. „Er steht nicht für eine narzisstische Kirche, die um sich selbst kreist und auf den eigenen Selbsterhalt aus ist. Pater Langendörfer steht für eine Kirche, die eine Sendung hat. Daran erinnert er uns immer wieder mit seiner Arbeit. Man spürt, dass sein Herz, wenn es um Wissenschaft geht, gerne dabei ist. Er denkt nicht von dem was nicht geht, sondern von dem was geht“, sagte Kardinal Marx.

Pater Langendörfer dankte der Görres-Gesellschaft für die Auszeichnung. Der Görres-Gesellschaft gelinge es, den normativen Charakter der Werte in die Wissenschaft einzubringen. Vor allem zeichne die Gesellschaft die generationenübergreifende Arbeit aus. „Die Görres-Gesellschaft erlebt einen tiefgreifenden Wandel der wissenschaftlichen Welt. Umso wichtiger ist es, dass mit der Görres-Gesellschaft der christliche Horizont immer wieder in der Wissenschaft verankert wird.“

25 Jahre Renovabis

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 28. September 2018 - 11:48
Kardinal Marx würdigt katholisches Hilfswerk und Freiheitsgeschichte Europas

Predigt von Erzbischof Dr. Heiner Koch in der Schlussvesper am 27. September 2018

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 27. September 2018 - 16:09
Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz

Abschlusspressekonferenz der Herbst-Vollversammlung 2018 der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 27. September 2018 - 12:28
Pressebericht von Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz

Predigt von Erzbischof Dr. Ludwig Schick in der Eucharistiefeier zur Herbst-Vollversammlung in Fulda

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 27. September 2018 - 7:30

Les.: 1 Kor 1,26–31
Ev.: Mt 9,35–38



Liebe Schwestern und Brüder, liebe Fuldaer!

liebe Mitbrüder im bischöflichen, priesterlichen und diakonischen Dienst, verehrte Ordenschristen, besonders liebe Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul!

1.    Die Kirche wählt für die Gedenktage der Heiligen Schrifttexte als Lesung und Evangelium aus, die etwas mit deren Leben und Sterben zu tun haben. Der heilige Vinzenz von Paul hatte zwei Schwerpunkte für sein Leben gewählt. Für die armen und ungebildeten Kinder war er ein herzensguter und engagierter Seelsorger. Sie sollten bessere Lebenschancen durch Erziehung und Unterrichtung, vor allem auch in der christlichen Religion, erhalten.

Ebenso galt der einfachen Landbevölkerung und den Menschen in den Vorstädten von Paris, die nicht nur materiell arm, sondern auch geistig und geistlich arm waren, seine besondere Fürsorge. Er wusste, dass zur Entwicklung des Menschen auch das Werte- und Tugendwissen der Religion dazugehören. Für diese Aufgaben gründete er seine beiden Orden, die Vinzentiner Vinzenz von Paul und die Barmherzigen Schwestern. Er war davon überzeugt, dass in Jesus Christus Gott uns alle Weisheit und Erkenntnis, alle Werte und Tugenden geschenkt hat. Die Freundschaft mit IHM sollte das Ziel aller Erziehung und Bildung sein.

Deshalb hören wir am Gedenktag des hl. Vinzenz von Paul die letzten Verse aus dem 1. Kapitel des 1. Korintherbriefes: „Das Niedrige und Schwache hat Gott erwählt“. Besonders für sie ist Jesus Christus Weisheit und Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung!

2.    Wir stellen auch heute zu Recht fest, dass das religiöse Wissen über das Christentum, trotz unseres guten Religionsunterrichts in den Schulen und Pfarreien zurückgeht. Aus mangelndem Wissen entsteht mangelnde Praxis: Im Gebetsleben, bei den Gottesdiensten und auch im alltäglichen Umgang miteinander. Wo kein Wissen über die Werte und Tugenden des Evangeliums da ist, gehen sie in Familie, in Politik, Wirtschaft und auch im Sozialwesen zurück; andere Maßstäbe und Vorstellungen dringen ein. Wo der Geist der Nächstenliebe auszieht, machen sich soziale Kälte und eine Ellbogengesellschaft breit. Wo die universale Menschenwürde und die für alle geltenden Menschenrechte, wie sie die christliche Überzeugung vertritt, unbekannt werden, können sich leichter Rassismus, Nationalismus und Populismus breitmachen, wie es derzeit geschieht. Eine Erneuerung und Intensivierung von Unterricht und Bildung im christlichen Glauben sind heute gefordert, wie zur Zeit des hl. Vinzenz im 17. Jahrhundert. Hier liegen Aufgaben und Herausforderungen der Kirche heute.

3.    Die letzten Verse des 9. Kapitels aus dem Matthäusevangelium beziehen sich auf das andere wesentliche Anliegen des hl. Vinzenz von Paul.

Er sorgte sich um gut ausgebildete, charakterlich gefestigte, psychisch gesunde und emotional reife, spirituelle heilige Priester.  Sie waren in seiner Zeit so knapp wie heute. Ihm ging es um die Mehrung der Quantität mit der Steigerung der Qualität. Wir brauchen auch heute mehr Priester, aber mehr heilige Priester. Heiligkeit setzt heil sein voraus in Leib, Geist und Seele, Charakter und Emotionalität und verhindert Klerikalismus und Machtmissbrauch, Bigotterie und Scheinheiligkeit. Der Ruf nach Heiligkeit muss in unserer Kirche in allen Bereichen, aber besonders unter den Diakonen, Priestern und Bischöfen sowie den Ordensleuten lauter werden und überall Wiederhall finden.

Papst Franziskus hat sein letztes veröffentlichtes Apostolisches Schreiben der Heiligkeit gewidmet und es überschrieben: Gaudete et exsultate. Das Große Glaubensbekenntnis lehrt und verpflichtet uns, „eine, heilige, katholische und apostolische Kirche“ zu sein. Solche evangeliumsgemäße Heiligkeit soll der Normalfall des Christenlebens sein. Sie bedeutet, mit allen Kräften und Möglichkeiten Jesus Christus nachzufolgen und entsprechend seinen Geboten sowie seinem Vorbild zu leben.

4.    Die Kirche wird nicht untergehen bis zum Ende der Zeit. Das hat uns Jesus Christus zugesagt. „Ich bin bei euch alle Tage, bis zum Ende der Welt“ (Mt 28,20).

Wenn die Kirche in etlichen Gliedern sündigt – und das ist geschehen – dann wird sie dadurch insgesamt in ihrer Sendung sehr getrübt. Deshalb wird sie von Jesus Christus nicht aufgegeben. Vielmehr schickt er sie ins Fegefeuer, damit sie sich reinigt und heiligt. Denn sie soll Seinem Willen entsprechen und ihre Sendung erfüllen: Zeichen und Werkzeug des Heiles Gottes für die Menschen zu sein, wie das Zweite Vatikanische Konzil sagt. Wirken wir bei der Erneuerung der Kirche mit und fangen wir dabei bei uns selber an. Und beten wir um Priester, wie sie der hl. Vinzenz von Paul gewünscht und geformt hat.

5.    Wir gedenken in diesem Gottesdienst der in diesem Jahr verstorbenen Bischöfe. Auch sie haben Botschaften für uns hinterlassen. Vom französischen Schriftsteller und Poeten Patrice de la Tour du Pin (1911–1975) stammt der Vers: „Jeder Mensch ist eine heilige Geschichte“. Jeder Bischof hat einen Wahlspruch, der für sein Leben und Wirken besonders kennzeichnend ist und der eine Botschaft enthält.

  • Kardinal Karl Lehmann hatte als Wahlspruch: „Steht fest im Glauben“ aus dem 1. Korintherbrief, 16. Kapitel. Lasst uns, Schwestern und Brüder, im Glauben fest stehen durch Lernen, Bildung, die Teilnahme an den Gottesdiensten und am kirchlichen Leben und indem wir unseren Alltag aus dem Glauben, der Hoffnung und der Liebe gestalten.
  • Dazu ermahnt uns auch der Wahlspruch von Weihbischof Manfred Melzer: „Deum diligendo cognoscere – Durch Lieben Gott erkennen“. Durch die Liebe zum Nächsten kommen wir Gott näher. Das hat der hl. Augustinus erkannt und gelehrt. Von ihm stammt der Wahlspruch „Durch Lieben Gott erkennen“.
  • Weihbischof Hans-Reinhard Koch hatte das Motto des hl. Johannes des Täufers über Jesus Christus gewählt, das sich im Johannesevangelium findet: „Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden“. Das ist uns allen aufgetragen, damit Er wachsen kann, kleiner zu werden.
  • Weihbischof Werner Radspieler hat den Zuspruch der Weiheliturgie bei der Diakonenweihe zu seinem Wahlspruch genommen, der lautet: „Der, der es in euch begonnen hat, wird es auch vollenden“. Das ist eine Zusage, die für uns alle und die ganze Kirche gilt. Wir dürfen uns darauf verlassen, dass Gott, trotz unserer Sünden, unserer Schuld und unserer Schwächen, vollenden wird, was er begonnen hat: Heil für alle Menschen, auch durch uns.
  • Deshalb dürfen wir in der Freude des Herrn leben, der unsere Kraft ist. Das war der Wahlspruch von Weihbischof Johannes Kapp, der letzten Samstag verstorben ist. „Die Freude am Herrn ist unsere Kraft“.


Nehmen wir die Botschaften vom Leben des hl. Vinzenz von Paul und der in diesem Jahr verstorbenen Bischöfe mit. Das wird unser Leben und Wirken bereichern und reich machen für die Ehre Gottes und das Heil der Menschen.

Die Bischofssynode in Rom und der Weltjugendtag in Panamá

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 26. September 2018 - 13:15
Pressegespräch zur Herbst-Vollversammlung in Fulda

Predigt von Kardinal Rainer Maria Woelki in der Eucharistiefeier zur Herbst-Vollversammlung in Fulda

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 26. September 2018 - 9:13

Liebe Mitbrüder,
liebe Schwestern und Brüder,

wenn ich am heutigen Tage vor der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz zu den Texten der heutigen Lesungen predigen sollte, dann gäbe es da ein paar Fragen. Können wir alle wirklich von Herzen bekräftigen, was die Heilige Schrift uns heute im Buch der Sprüche sagt:

„Gib mir nicht Armut, nicht Reichtum! Lass mich essen mein zugemessenes Brot!“? Und tun wir wirklich, um das Reich Gottes zu verkünden, das, was Jesus uns im Lukasevangelium aufträgt: „Nehmt nichts mit auf den Weg, weder einen Stab noch eine Tasche, noch Brot, noch Geld“.

Ich bin der Erzbischof von Köln. Ich habe einen Stab. Ich habe eine Tasche. Ich werde gleich gut frühstücken. Der Haushalt des Erzbistums Köln beläuft sich in 2018 auf rund 880 Millionen Euro. Gut, ich kann das alles erklären. Aber ich habe merkwürdigerweise auch Schwierigkeiten, den Menschen das Reich Gottes zu verkünden. Auch das kann ich natürlich erklären. Doch ich weiß nicht, ob all diese Erklärungen den Herrn am Jüngsten Tag überzeugen werden. Ich muss Buße tun.

Gestern hat der Vorsitzende unserer Bischofskonferenz, unser Mitbruder Reinhard Kardinal Marx, mit wirklich guten Worten im Namen von uns allen öffentlich unsere Beschämung über den Missbrauchsskandal zum Ausdruck gebracht. Ich fühle in diesen Stunden in besonderer Weise mit den Betroffenen. Und ich schäme mich für das, was durch uns auch als Kirche geschehen ist. Ich will nicht zum Mittäter werden durch Wegesehen, Vertuschen oder Bagatellisieren.

Fides heißt im Lateinischen nicht nur Glauben, sondern auch Vertrauen. Nicht nur die Bischöfe in den USA oder Australien oder Irland, sondern auch wir Bischöfe in Deutschland haben, dadurch, dass wir Gutes unterlassen und Böses getan haben, das Vertrauen von Kindern und Jugendlichen, von deren Eltern, Freunden und Angehörigen, missbraucht. Dafür müssen wir all diese Menschen um Vergebung bitten und ihnen überzeugend versprechen, alles zu tun, damit das nicht wieder vorkommt.

Damit es aber nicht nur bei Worten bleibt, möchte ich die mir noch zustehenden 5 Minuten meiner Predigt schweigen, damit wir alle in dieser Zeit in uns gehen können und unsere Reue und unseren Vorsatz im demütigen Gebet vor Gott und vor das ganze Volk Gottes tragen können.

Hinweis:
Während des Gottesdienstes wurde in den Fürbitten der Betroffenen sexuellen Missbrauchs gedacht. Hier der Wortlaut:

Herr, Gott, Heiliger Vater, wir wollen in dieser dunklen Stunde für die Betroffenen der schweren Verfehlungen beten, die Vertreter der Kirche in den letzten Jahren und Jahrzehnten begangen haben. Wir haben weggesehen, geschwiegen, zugelassen, Gutes unterlassen und Böses getan. Uns bedrückt das Leid der Betroffenen. Aufgewühlt wenden wir uns voller Hoffnung dir zu.

1.    In unserer Kirche wurde Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen durch Machtmissbrauch, sexualisierte Gewalt und pädophile Verbrechen großes Leid angetan. Wir bitten für all diese Menschen, die von Geistlichen und kirchlichen Mitarbeitern missbraucht, verletzt und gedemütigt wurden. Steh du Ihnen bei und lass sie Wege zurück in ein gesundes und angstfreies Leben finden.

2.    Auch die Familien und Freunde der Betroffenen sind Leidtragende der schändlichen Taten, die in unserer Kirche über so lange Zeit begangen wurden. Wir bitten dich auch für sie: Hilf Ihnen, nicht an der eigenen Wut, Verzweiflung und Enttäuschung zu zerbrechen und stärke sie in ihrer Liebe, ihrer Treue und ihrem Beistand für die Betroffenen.

3.    Vertreter der Kirche haben Menschen schwersten Schaden zugefügt. Vertuschung und Verharmlosung haben das Leid vieler Betroffenen noch verstärkt und weitere Taten möglich gemacht. Demütigt bitten wir dich: Öffne unser Augen und unsere Herzen. Hilf uns, dass wir uns als ganze Kirche der bitteren Realität stellen, unsere Schuld und unsere Verantwortung anerkennen und den Betroffenen und ihren Angehörigen dauerhaft die Unterstützung und Hilfe zukommen lassen, die sie brauchen.

4.    Die Ergebnisse der MHG-Studie weisen uns auch auf institutionellen Gegebenheiten hin, die die schweren Missbrauchstaten in der Kirche möglich gemacht haben. Wir Bischöfe tragen in besonderer Weise Verantwortung für die Kirche, die Zeichen und Werkzeug deiner Liebe unter den Menschen sein soll. Darum bitten wir dich: Sende uns deinen Geist und hilf uns, dieser Verantwortung immer neu gerecht zu werden. Ermutige uns bei der schonungslosen Aufklärung aller Missetaten und Versäumnisse.

Herr, Gott, Heiliger Vater, in einem Moment, wo wir uns selbst hilflos fühlen, haben wir voller Scham unsere Bitten vor dir ausgesprochen. Du bist der, der sein Volk auf dem Weg durch die Zeit begleitet. Wir vertrauen darauf, dass du auch heute bei uns bist, dass du unsere Bitten hörst und sie annimmst. Dafür danken wir dir und preisen dich durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Veröffentlichung des Forschungsprojekts „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ (MHG-Studie)

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 25. September 2018 - 13:12

In einer Pressekonferenz während der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda ist heute (25. September 2018) die MHG-Studie vorgestellt worden. In der Kurzform „MHG-Studie“ ist sie benannt nach den Orten der Universitäten des Forschungskonsortiums – M(annheim)-H(eidelberg)-G(ießen) – und trägt den Titel „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“.

Die Statements von

  • Kardinal Reinhard Marx (München und Freising), Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz,
  • Bischof Dr. Stephan Ackermann (Trier), Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen des sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich und für Fragen des Kinder- und Jugendschutzes,
  • Staatsministerin a. D. Roswitha Müller-Piepenkötter (Remscheid), Mitglied im Beirat der Studie,

sind unten als pdf-Dateien verfügbar.

Dort finden Sie außerdem:

  • den Forschungsbericht (MHG-Studie),
  • eine Zusammenfassung des Forschungsberichts auf Deutsch, Englisch und Italienisch,
  • die Präsentation des Forschungskonsortiums von Prof. Dr. Harald Dreßing (Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim), Verbundkoordinator der Studie,
  • einen Überblick über das Studien-Design (Deutsch und Englisch).

Weitere Informationen zum Thema sowie häufige Fragen und Antworten zum Forschungsprojekt stehen auf der Themenseite Sexueller Missbrauch bereit.

Hinweis:
Berichte rund um das Thema Missbrauch können bei Betroffenen seelische Probleme auslösen, weil plötzlich die Erinnerungen und das Leid wieder spürbar werden (Fachleute sprechen von „Dekompensationen“ oder „Retraumatisierungen“). Wir bitten Sie daher, bei Ihrer Berichterstattung auf die Beratungsangebote hinzuweisen.

Telefon- und Onlineberatung für Betroffene von sexualisierter Gewalt unter www.hilfe-nach-missbrauch.de.

Telefonberatung:

  • Telefonnummer: 0800/0005640
  • anonym und innerhalb Deutschlands kostenfrei im Mobil- und Festnetz
  • verfügbar ab Dienstag, 25. September 2018, 11.00 Uhr, bis zunächst Freitag, 28. September 2018
  • täglich besetzt von 14.00 bis 20.00 Uhr – außerhalb dieser Zeiten rufen die Berater nach Wunsch zurück

Internetberatung:

  • Zugang über www.hilfe-nach-missbrauch.de
  • anonym und 24 Stunden besetzt

Hilfeportal Sexueller Missbrauch des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs:

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