Augenblicke der Besinnung

Wir alle müssen uns mit aufrichtiger Liebe
dem Studium der christlichen Lehre hingeben,
um zugleich mit allen übrigen Wahrheiten unserer heiligen Religion zu erkennen,
dass die Eucharistie
der Mittelpunkt unseres Glaubens,
das Endziel jeder anderen Andachtsübung,
die Quelle alles Guten,
die Vollendung aller anderen Sakramente,
der Inbegriff der göttlichen Geheimnisse,
der Strom aller Gnaden,
das Linderungsmittel für alle Schmerzen,
das Brot des Lebens,
die Zehrung für die Reise in die Heimat,
das Unterpfand und der Vorgenuss der Himmelsglorie ist.

Hl. Papst Pius X.













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Updated: 1 hour 55 min ago

Bischof Stephan Ackermann: Aufrüttelndes Schreiben, das zur Erneuerung aufruft

20. August 2018 - 17:11
Papst Franziskus veröffentlicht Brief zum Thema sexueller Missbrauch

Schreiben von Papst Franziskus an das Volk Gottes zum Missbrauch in der katholischen Kirche

20. August 2018 - 14:39

„Wenn darum ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit“ (1 Kor 12,26). Diese Worte des heiligen Paulus hallen mit Macht in meinem Herzen wider, wenn ich mir wieder einmal das Leiden vergegenwärtige, das viele Minderjährige wegen sexuellem wie Macht- und Gewissensmissbrauch seitens einer beträchtlichen Zahl von Klerikern und Ordensleuten erfahren haben. Es ist ein Verbrechen, das tiefe Wunden des Schmerzes und der Ohnmacht erzeugt, besonders bei den Opfern, aber auch bei ihren Familienangehörigen und in der gesamten Gemeinschaft, seien es Gläubige oder Nicht-Gläubige. Wenn wir auf die Vergangenheit blicken, ist es nie genug, was wir tun, wenn wir um Verzeihung bitten und versuchen, den entstandenen Schaden wiedergutzumachen. Schauen wir in die Zukunft, so wird es nie zu wenig sein, was wir tun können, um eine Kultur ins Leben zu rufen, die in der Lage ist, dass sich solche Situationen nicht nur nicht wiederholen, sondern auch keinen Raum finden, wo sie versteckt überleben könnten. Der Schmerz der Opfer und ihrer Familien ist auch unser Schmerz; deshalb müssen wir dringend noch einmal unsere Anstrengung verstärken, den Schutz von Minderjährigen und von Erwachsenen in Situationen der Anfälligkeit zu gewährleisten.


1. „Wenn ein Glied leidet …“
Vor einigen Tagen wurde ein Bericht veröffentlicht, in dem die Erfahrungen von mindestens tausend Personen beschrieben werden, die im Zeitraum der letzten siebzig Jahre Opfer von sexuellem wie Macht- und Gewissensmissbrauch durch Priester wurden. Auch wenn man sagen kann, dass der größte Teil der Fälle die Vergangenheit betrifft, sind wir uns doch im Laufe der Zeit über den Schmerz vieler Opfer bewusst geworden und müssen feststellen, dass die Wunden nie verschwinden und uns mit Nachdruck verpflichten, diese Gräueltaten zu verdammen, wie auch die Anstrengungen zu bündeln, um diese Kultur des Todes auszumerzen; die Wunden „verjähren nie“. Der Schmerz dieser Opfer ist eine Klage, die zum Himmel aufsteigt und die Seele berührt, die aber für lange Zeit nicht beachtet, versteckt und zum Schweigen gebracht wurde. Doch ihr Schrei war stärker als die Maßnahmen all derer, die versucht haben, ihn totzuschweigen, oder sich einbildeten, ihn mit Entscheidungen zu kurieren, welche die Sache verschlimmert haben, weil sie damit in Komplizenschaft gerieten. Ein Schrei, den der Herr gehört hat. Er lässt uns wieder einmal sehen, auf welcher Seite er steht. Der Hochgesang der Maria geht nicht fehl und durchläuft die Geschichte wie eine Hintergrundmusik weiter; denn der Herr denkt an seine Verheißung, die er unseren Vätern gegeben hat: „Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen“ (Lk 1,51–53). Und wir schämen uns, wenn wir uns bewusst werden, dass unser Lebensstil das verleugnet hat und verleugnet, was wir mit unserer Stimme aufsagen.

Mit Scham und Reue geben wir als Gemeinschaft der Kirche zu, dass wir nicht dort gestanden haben, wo wir eigentlich hätten stehen sollen und dass wir nicht rechtzeitig gehandelt haben, als wir den Umfang und die Schwere des Schadens erkannten, der sich in so vielen Menschenleben auswirkte. Wir haben die Kleinen vernachlässigt und allein gelassen. Ich mache mir die Worte des damaligen Kardinal Ratzingers zu eigen, der bei dem für den Karfreitag im Jahr 2005 verfassten Kreuzweg sich mit dem Schmerzensschrei so vieler Opfer verband und mit Nachdruck sagte: „Wie viel Schmutz gibt es in der Kirche und gerade auch unter denen, die im Priestertum ihm ganz zugehören sollten? Wie viel Hochmut und Selbstherrlichkeit? Wie wenig achten wir das Sakrament der Versöhnung, in dem er uns erwartet, um uns von unserem Fall aufzurichten? All das ist in seiner Passion gegenwärtig. Der Verrat der Jünger, der unwürdige Empfang seines Leibes und Blutes, muss doch der tiefste Schmerz des Erlösers sein, der ihn mitten ins Herz trifft. Wir können nur aus tiefster Seele zu ihm rufen: Kyrie, eleison – Herr, rette uns (vgl. Mt 8,25)“ (Neunte Station, Betrachtung).

2. „… leiden alle Glieder mit“
Der Umfang und das Ausmaß der Ereignisse verlangt, sich dieser Sache in umfassender Weise mit vereinten Kräften anzunehmen. Obwohl es bei jedem Prozess der Umkehr wichtig und nötig ist, dass man sich des Vorgefallenen bewusst wird, reicht dies in sich selbst nicht aus. Heute sind wir als Volk Gottes gefragt, uns des Schmerzes unserer an Leib und Seele verwundeten Brüder und Schwestern anzunehmen. Wenn in der Vergangenheit die Unterlassung eine Form der Antwort werden konnte, so wollen wir heute, dass die Solidarität, in ihrer tiefsten und anspruchsvollsten Bedeutung, unsere Weise wird, die heutige und zukünftige Geschichte in einem Umfeld zu schreiben, wo die Konflikte, die Spannungen und besonders die Opfer jeder Form von Missbrauch eine ausgestreckte Hand finden können, die sie beschützt und aus ihrem Schmerz erlöst (vgl. Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium, 228). Diese Solidarität verlangt ihrerseits von uns, all das anzuprangern, was die Unversehrtheit irgendeiner Person in Gefahr bringen könnte. Es ist eine Solidarität, die zum Kampf gegen jede Art von Korruption, insbesondere der spirituellen, aufruft, „weil es sich um eine bequeme und selbstgefällige Blindheit handelt, wo schließlich alles zulässig erscheint: Unwahrheit, üble Nachrede, Egoismus und viele subtile Formen von Selbstbezogenheit – denn schon ,der Satan tarnt sich als Engel des Lichts‘ (2 Kor 11,14)“ (Apostolisches Schreiben Gaudete et exsultate, 165). Der Appell des heiligen Paulus, mit den Leidenden zu leiden, ist das beste Heilmittel gegen jeden Drang, weiterhin unter uns die Worte Kains zu wiederholen: „Bin ich der Hüter meines Bruders?“ (Gen 4,9).

Ich bin mir der Bemühungen und der Arbeit bewusst, die in verschiedenen Teilen der Welt unternommen wurden, um die notwendigen Vermittlungen zu gewährleisten und auszuführen, die Sicherheit geben und die Unversehrtheit der Kinder und der Erwachsenen im Zustand der Anfälligkeit schützen. Dazu gehört auch die Verbreitung der „Null-Toleranz-Haltung“ und der Maßnahmen, Rechenschaft zu fordern von allen, die diese Verbrechen begehen oder decken. Wir haben diese so notwendigen Aktionen und Sanktionen mit Verspätung angewandt, aber ich bin zuversichtlich, dass sie dazu beitragen, eine bessere Kultur des Schutzes in der Gegenwart und in der Zukunft zu gewährleisten.

Verbunden mit diesen Bemühungen ist es nötig, dass jeder Getaufte sich einbezogen weiß in diese kirchliche und soziale Umgestaltung, die wir so sehr nötig haben. Eine solche Umgestaltung verlangt die persönliche und gemeinschaftliche Umkehr. Sie leitet uns an, in die gleiche Richtung zu schauen wie der Herr. So sagte der heilige Johannes Paul II.: „Wenn wir wirklich von der Betrachtung Christi ausgegangen sind, werden wir in der Lage sein, ihn vor allem im Antlitz derer zu erkennen, mit denen er sich selbst gern identifiziert hat“ (Apostolisches Schreiben Novo millennio ineunte, 49). Lernen zu schauen, wohin der Herr geschaut hat. Lernen dort zu stehen, wo der Herr uns haben will, um das Herz, das in seiner Gegenwart steht, zu bekehren. Zu diesem Zweck helfen Gebet und Buße. Ich lade das ganze heilige gläubige Volk Gottes zu dieser Bußübung des Gebets und des Fastens entsprechend der Aufforderung des Herrn(1)  ein. Er weckt unser Gewissen, unsere Solidarität und unseren Einsatz für eine Kultur des Schutzes und des „Nie wieder“ gegenüber jeder Art und jeder Form von Missbrauch.

Es ist unmöglich, sich eine Umkehr des kirchlichen Handelns vorzustellen ohne die aktive Teilnahme aller Glieder des Volks Gottes. Mehr noch: Jedes Mal, wenn wir versucht haben, das Volk Gottes auszustechen, zum Schweigen zu bringen, zu übergehen oder auf kleine Eliten zu reduzieren, haben wir Gemeinschaften, Programme, theologische Entscheidungen, Spiritualitäten und Strukturen ohne Wurzeln, ohne Gedächtnis, ohne Gesicht, ohne Körper und letztendlich ohne Leben geschaffen(2). Das zeigt sich deutlich in einer anomalen Verständnisweise von Autorität in der Kirche – sehr verbreitet in zahlreichen Gemeinschaften, in denen sich Verhaltensweisen des sexuellen Missbrauchs wie des Macht- und Gewissensmissbrauchs ereignet haben –, nämlich als Klerikalismus, jene Haltung, die „nicht nur die Persönlichkeit der Christen zunichte [macht], sondern dazu [neigt], die Taufgnade zu mindern und unterzubewerten, die der Heilige Geist in das Herz unseres Volkes eingegossen hat“(3). Der Klerikalismus, sei er nun von den Priestern selbst oder von den Laien gefördert, erzeugt eine Spaltung im Leib der Kirche, die dazu anstiftet und beiträgt, viele der Übel, die wir heute beklagen, weiterlaufen zu lassen. Zum Missbrauch Nein zu sagen, heißt zu jeder Form von Klerikalismus mit Nachdruck Nein zu sagen.

Es ist immer gut, sich daran zu erinnern, dass der Herr „in der Heilsgeschichte ein Volk gerettet [hat]. Es gibt keine vollständige Identität ohne Zugehörigkeit zu einem Volk. Deshalb kann sich niemand allein, als isoliertes Individuum, retten, sondern Gott zieht uns an, wobei er das komplexe Geflecht zwischenmenschlicher Beziehungen berücksichtigt, das der menschlichen Gemeinschaft innewohnt: Gott wollte in eine soziale Dynamik eintreten, in die Dynamik eines Volkes“ (Apostolisches Schreiben Gaudete et exsultate, 6). Deshalb ist die einzige Möglichkeit, die wir haben, um auf dieses Übel, das so viele Leben geraubt hat, zu antworten, es als Aufgabe zu leben, die uns alle als Volk Gottes einbezieht und betrifft. Dieses Bewusstsein, dass wir uns als Teil eines Volkes und einer gemeinsamen Geschichte fühlen, gestattet uns, unsere Sünden und die Fehler der Vergangenheit in einer bußfertigen Offenheit zu erkennen, die fähig ist, sich von innen her erneuern zu lassen. Alles, was man unternimmt, um die Kultur des Missbrauchs aus unseren Gemeinschaften auszumerzen, ohne alle Glieder der Kirche aktiv daran teilhaben zu lassen, wird nicht dazu in der Lage sein, die nötigen Dynamiken für eine gesunde und wirksame Umgestaltung zu erzeugen. Die büßende Dimension des Fastens und des Gebets wird uns als Volk Gottes helfen, uns vor den Herrn und vor unsere verwundeten Brüder und Schwestern zu stellen – als Sünder, die die Verzeihung sowie die Gnade der Scham und der Umkehr erflehen und somit Maßnahmen erarbeiten, die Dynamiken im Einklang mit dem Evangelium erzeugen. Denn „jedes Mal, wenn wir versuchen, zur Quelle zurückzukehren und die ursprüngliche Frische des Evangeliums wiederzugewinnen, tauchen neue Wege, kreative Methoden, andere Ausdrucksformen, aussagekräftigere Zeichen und Worte reich an neuer Bedeutung für die Welt von heute auf“ (Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium, 11).

Es ist unumgänglich, dass wir als Kirche die von Ordensleuten und Priestern begangenen Gräueltaten wie auch die von all jenen, die den Auftrag hatten, die am meisten Verwundbaren zu behüten und zu beschützen, anerkennen und mit Schmerz und Scham verdammen. Wir bitten um Vergebung für die eigenen und für die Sünden anderer. Das Bewusstsein der Sünde hilft uns, die Fehler, die Vergehen und die in der Vergangenheit verursachten Wunden anzuerkennen, und es gestattet uns, uns zu öffnen und in der Gegenwart stärker für einen Weg erneuerter Umkehr einzusetzen.

Zugleich werden uns die Buße und das Gebet helfen, unsere Augen und unser Herz für das Leiden der anderen zu schärfen und die Begierde des Herrschens und des Besitzens zu besiegen, die so oft die Wurzel dieser Übel sind. Möge das Fasten und das Gebet unsere Ohren öffnen für den leisen Schmerz der Kinder, die Jugendlichen und der Behinderten. Fasten, das uns Hunger und Durst nach Gerechtigkeit schaffen und uns antreiben möge, in der Wahrheit zu wandeln und uns auf alle Rechtsmittel zu stützen, die nötig sind. Ein Fasten, das uns schüttelt und uns dazu bringt, uns mit allen Menschen guten Willens und der Gesellschaft insgesamt in der Wahrheit und in der Liebe zu engagieren, um jede Art von sexuellem wie Macht- und Gewissensmissbrauch zu bekämpfen.

Auf diese Weise werden wir unseren Auftrag deutlich machen können, zu dem wir berufen sind, nämlich „Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit“ (Zweites Vatikanisches Konzil, Dogm. Konst. Lumen gentium, 1) zu sein.

„Wenn darum ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit“, sagte uns der heilige Paulus. Mittels der betenden und büßenden Haltung können wir in persönlichen und gemeinschaftlichen Einklang mit dieser Mahnung eintreten, auf dass unter uns die Gaben des Mitleids, der Gerechtigkeit, der Vorbeugung und der Wiedergutmachung wachsen mögen. Maria hat es vermocht, am Fuß des Kreuzes ihres Sohnes zu stehen. Sie hat es nicht in irgendeiner Weise getan, sondern sie stand aufrecht und direkt daneben. Mit dieser Haltung bekundet sie ihre Weise, im Leben zu stehen. Wenn wir die Trostlosigkeit erfahren, die uns diese kirchlichen Wunden verursacht, wird es uns mit Maria guttun, „mit Maria mehr im Gebet zu verharren“ (Ignatius von Loyola, Geistliche Exerzitien, 319), indem wir versuchen, in der Liebe und der Treue zur Kirche zu wachsen. Sie, die erste Jüngerin, lehrt uns Jünger alle, wie wir uns angesichts des Leidens des Unschuldigen zu verhalten haben, ohne Ausflüchte und Verzagtheit. Auf Maria zu schauen heißt entdecken lernen, wo und wie wir als Jünger Christi zu stehen haben.

Der Heilige Geist schenke uns die Gnade der Umkehr und die innere Stärkung, damit wir unsere Reue angesichts dieser Verbrechen des Missbrauchs zum Ausdruck bringen können und unsere Entscheidung, sie mutig zu bekämpfen.

Aus dem Vatikan, am 20. August 2018
FRANZISKUS

Fußnoten:
(1) „Diese Art kann nur durch Gebet und Fasten ausgetrieben werden“ (Mt 17,21).
(2) Vgl. Schreiben an das pilgernde Volk Gottes in Chile, 31. Mai 2018.
(3) Schreiben an Kardinal Marc Ouellet, Präsident der Päpstlichen Kommission für Lateinamerika, 31. März 2016.

© Copyright – Libreria Editrice Vaticana

Erklärung zur Notfallseelsorge: „Komm zu uns, zögere nicht!“ (Apg 9,38)

17. August 2018 - 11:24
Dokument der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz veröffentlicht

Neunter Workshop der Maximilian-Kolbe-Stiftung in Oświęcim/Auschwitz beendet

16. August 2018 - 11:37
Erzbischof Schick: „Wer nicht an das Gute im Menschen glaubt, wird nicht für Versöhnung wirken“

Neuntes Weltfamilientreffen in Dublin mit Papst Franziskus

13. August 2018 - 10:27
Erzbischof Koch: Engagement für die Familie ist herausragende Aufgabe der Kirche

Arbeitshilfe Katholische Kirche in Deutschland – Zahlen und Fakten 2017/18 veröffentlicht

9. August 2018 - 9:58

Die Deutsche Bischofskonferenz veröffentlicht heute (9. August 2018) in der Broschüre Katholische Kirche in Deutschland – Zahlen und Fakten 2017/18 weitere Daten aus der kirchlichen Statistik. Die Publikation aus der Reihe Arbeitshilfen (Nr. 299) informiert über Zahlen des Jahres 2017 und aktuelle Entwicklungen bis in das Jahr 2018. Die Eckdaten der (Erz-)Bistümer, die die Deutsche Bischofskonferenz bereits am 20. Juli 2018 veröffentlicht hat, wurden für die Broschüre aufbereitet. Einordnende Beschreibungen ergänzen das Gesamtbild der katholischen Kirche in Deutschland und geben so Antworten darauf, was diese in Deutschland leistet.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hebt in seinem Vorwort hervor, dass die Kirche vielfältig in ihrem Handeln und in ihrer Verkündigung sei und „Zahlen und Statistiken bei Weitem nicht alles abbilden (können), was das kirchliche Leben ausmacht“. „Weit mehr als die Statistiken sagt beispielsweise das starke Engagement von Ehrenamtlichen (…) aus über das Wirken der Kirche und die Ausstrahlung des Evangeliums“, würdigt Kardinal Marx den umfassenden Einsatz vieler und ist überzeugt, dass mit der Arbeitshilfe deutlich werde, dass Kirche in der Öffentlichkeit weiter gefragt sei. „Ich will damit nicht Probleme und Krisen kleinreden“, schreibt Kardinal Marx. „Aber ich meine, dass die Zahlen überzeugen mit dem, was wir als Kirche für die Weitergabe des Glaubens, die Gesellschaft und die Welt leisten.“

Schwerpunkte der Arbeitshilfe sind der Blick auf die Jugend in der Kirche – von Papst Franziskus durch die Bischofssynode im kommenden Oktober angeregt –, sowie das ehrenamtliche Engagement, ohne das vieles in den Pfarrgemeinden und darüber hinaus nicht möglich wäre. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Auszeichnungen der Deutschen Bischofskonferenz. Das Kapitel „Leben im Bistum“ präsentiert übersichtlich Daten von der Taufe bis zur Bestattung und erläutert Zusammenhänge. Auch das Thema „Kirche und Geld“ hat mit Angaben zur Kirchensteuer und zu Kirchenfinanzen seinen festen Platz in der Broschüre.

Hinweise:
Die Broschüre kann in der Rubrik Publikationen bestellt oder als pdf-Datei heruntergeladen werden. Weitere Informationen sind in der Rubrik Kirche in Zahlen verfügbar.

Kardinal Marx würdigt Erzbischof em. Robert Zollitsch zum 80. Geburtstag

8. August 2018 - 11:14
„Versöhnung ermöglichen, Dialog fördern“

Neunter Europäischer Workshop der Maximilian-Kolbe-Stiftung in Oświęcim/Auschwitz

7. August 2018 - 13:45
Erzbischof Schick: „Europa braucht Erfahrungsräume“

Abschluss-Pressekonferenz zur XII. Internationalen Ministrantenwallfahrt nach Rom

2. August 2018 - 11:01

Bei der XII. Internationalen Ministrantenwallfahrt sind in dieser Woche (30. Juli bis 3. August 2018) mehr als 60.000 Ministranten aus 19 Ländern in Rom zusammengekommen. Die jungen Pilgerinnen und Pilger haben die Stadt und den Vatikan mit ihrer Begeisterung und ihrem Engagement für den Glauben im Sturm erobert. Neben besonderen Höhepunkten wie der Sonderaudienz mit Papst Franziskus am Dienstagabend (31. Juli 2018), zu der 90.000 junge Menschen kamen, prägten Katechesen und Gottesdienste die Wallfahrt. Aber auch persönliche Begegnungen mit „Ministranten-Kollegen“ aus anderen Ländern kamen nicht zu kurz. So konnten sich Ministranten aus unterschiedlichen Diözesen und Ländern beim Blind Date am Mittwochabend (1. August 2018) kennenlernen. Die Wallfahrt steht in diesem Jahr unter dem Motto „Suche Frieden und jage ihm nach!“ (Ps 34,15b).

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Hinweis: Die Fotos können für die Berichterstattung zur Ministrantenwallfahrt kostenfrei mit dem jeweils angegebenen Copyrighthinweis verwendet werden.

In der heutigen (2. August 2018) Abschluss-Pressekonferenz hat der Präsident des Internationalen Ministrantenbundes CIM, Bischof Dr. Ladislav Nemet SVD (Zrenjanin/Serbien), eine positive Bilanz gezogen: „90.000 junge Menschen haben auf dem Petersplatz gemeinsam für den Frieden gebetet – das ist ein eindrucksvolles Zeugnis für den Glauben und die Gemeinschaft der Weltkirche. Auch wenn einige leider nicht auf den Petersplatz gekommen sind. Papst Franziskus war zu 100 Prozent da. Er war überaus aufmerksam und bemüht mit Jugendlichen, die ihm die Geschenke gebracht haben, ins Gespräch zu kommen. Er hat die Ministranten in ihrem Dienst für die Kirche gestärkt und ermutigt. Wenn die jungen Pilger die Begeisterung, die auf dem Petersplatz unüberhörbar war, weitertragen und gestärkt nach Hause fahren, dann haben wir unser Ziel erreicht.“ Dass sich 60.000 junge Ministranten auf den Weg in die Ewige Stadt gemacht haben, sei ein beeindruckendes Zeichen. „Wir haben gespürt: Der Glaube ist lebendig“, so Bischof Nemet.

Der Vorsitzende der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Stefan Oster SDB (Passau), betonte: „Diese Woche in Rom war und ist eine große Freude. So viele tausend Jugendliche aus 19 Ländern feiern trotz großer Strapazen voller Enthusiasmus ihren Glauben und ihre Gemeinschaft – und sie feiern mit dem Papst. Das ermutigt. Es zeigt uns auch: Die Kirche ist jung, sie hat Zukunft. Aber freilich gilt: Wir wollen den Jugendlichen nicht nur schöne Events anbieten, wir wollen ihnen auch helfen, im Kleinen des Alltäglichen ihren Glauben weiterzupflegen. Dazu brauchen wir auch in Zukunft vor allem Menschen, die bereit sind, echte Weggemeinschaft und Freundschaft mit jungen Menschen zu leben, von ihnen zu lernen. Das hängt natürlich vor allem von einzelnen Menschen ab, die bereit sind, sich einzusetzen für sie. Und wenn es dann gelingt, starke Gemeinschaftserfahrung entstehen zu lassen und eine spürbare Atmosphäre geistlichen Lebens, in die hinein zugleich das Evangelium authentisch verkündet wird – mit allen Herausforderungen und ohne es weichzuspülen, dann gibt es meistens auch Wachstum, nach innen und außen. Dann können Jugendliche in echte gläubige Identität hineinwachsen und auch darin bleiben. Ich erhoffe mir dazu auch einiges von der kommenden Jugendsynode: Antworten auf die drängenden Fragen, wie das heute gelingt, dass Jugendliche auch im guten Sinne bleiben und in der Kirche und mit ihr reifen können.“

Dr. Klára Csiszár, Vizepräsidentin von CIM, hob die verschiedenen Angebote der Länder hervor: „Die Gottesdienste, Katechesen, die Beicht- und Gesprächsangebote haben die Ministranten geprägt. Die Ministranten waren voller Stolz für ihren Dienst.“ Die Ausprägungen des Ministrantendienstes seien deutlich geworden: „Das Österreichfest war wie ein Festival mit Spielen, Interviews und Interaktionen. Ganz anders war es in den ungarischsprachigen Gruppen (Ungarn, Slowakei, Serbien, Rumänien, Ukraine): Der Gottesdienst war traditionell gestaltet. Wobei man wissen muss, dass in diesen Ländern, die Ministrantenpastoral zur Berufungspastoral gehört und nicht zur Jugendpastoral.“ Das Echo der verschiedenen Nationen zu der Audienz mit Papst Franziskus war eindeutig positiv, so Dr. Csiszár. „Viele Nationen waren in die Liturgie eingebunden. Es gab viele Elemente in verschiedenen Sprachen. Trotz aller Verschiedenheit ist die Einheit der Kirche sichtbar geworden. Diese Erfahrung ist die Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben.“

Alexander Bothe von der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) und zuständig für den CIM international wie bundesweit für die Ministrantenwallfahrt nach Rom, weist auf die Verantwortung der Kirche für die Jugend hin: „Drei Jugendliche aus der ganzen Welt haben dem Heiligen Vater die Pilgerzeichen überreicht, durch die er in dieser Woche mit den Ministranten verbunden ist. Die Push-Nachricht, die der Papst am Ende auf die Smartphones gesendet hat, sendet sie aus in ihren Dienst für den Frieden, der Jesus Christus selbst ist. Auch darin ist sichtbar geworden, dass die Kirche jung, bunt und mitten in der Welt unterwegs ist. Unsere Aufgabe als Kirche ist es, sie für diese Erfahrung in ihrer Lebenswirklichkeit zu begleiten, ihnen in Kirche und Gesellschaft Stimme und Raum zu geben. Pastorale und liturgische Begleitung müssen dafür von einer Vision, einer Idee durchzogen sein, was Kirche und Glauben eigentlich sind.“

Hintergrund
Die Teilnehmenden der XII. Internationalen Ministrantenwallfahrt kommen aus 19 Ländern: Antigua und Barbuda, Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kroatien, Luxemburg, Österreich, Portugal, Rumänien, Russland, Schweiz, Serbien, Slowakei, St. Kitts und Nevis, Tschechien, Ukraine, Ungarn, USA. Die rund 50.000 Ministranten aus Deutschland werden begleitet vom Vorsitzenden der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Stefan Oster SDB (Passau), sowie zahlreichen Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz. Die internationale Wallfahrt der Ministranten steht in diesem Jahr unter dem Motto „Suche Frieden und jage ihm nach!“ (Ps 34,15b).

Hinweise:
Fotos der Ministrantenwallfahrt (exklusive Bilder der Papstaudienz, Pressekonferenzen, Blind Date, etc.) in Druckqualität sind kostenfrei verfügbar.
Link zur Foto-Auswahl: www.joernneumann.pixieset.com/ministrantenwallfahrt2018 
Die Copyright-Angabe ist: © Deutsche Bischofskonferenz / Jörn Neumann

Closing Press Conference on the XII International Pilgrimage of altar boys and girls to Rome

2. August 2018 - 11:00

At the XII International Pilgrimage of altar boys and girls, more than 60,000 altar servers from 19 countries have gathered in Rome this week (30 July to 3 August 2018). The young pilgrims have taken the city and the Vatican by storm with their enthusiasm and commitment to faith. In addition to memorable highlights such as the Special Audience with Pope Francis on Tuesday evening (31 July 2018), attended by 90,000 young people, the pilgrimage was marked by catechesis and religious services. But also personal meetings with other altar servers from various countries were possible. Thus, altar boys and girls from different dioceses and countries could get to know each other on the blind date on Wednesday evening (August 1, 2018). This year's motto of the pilgrimage is “Seek peace and pursue it!” (Ps 34:15b).

At today's (August 2, 2018) closing press conference, Bishop Dr Ladislav Nemet SVD (Zrenjanin/Serbia), President of the International Association of Altar Servers (CIM), has given a positive summary: “90,000 young people prayed together for peace on St. Peter’ Square – this is an impressive testimony to the faith and the community of the universal Church. Even if some of them unfortunately did not come to St. Peter's Square, Pope Francis was there all the time. He was very attentive and tried to get into conversation with the young people who brought him gifts. He strengthened and encouraged the altar servers in their service to the Church. If the young pilgrims spread the enthusiasm that was so evident on St. Peter's Square and go home strengthened, then we have reached our goal”. It is an impressive sign that 60,000 young altar boys and girls have set off for the Eternal City. “We have felt that faith is alive,” said Bishop Nemet.

The President of the Commission for Youth Ministry of the German Bishops’ Conference, Bishop Dr Stefan Oster SDB (Passau), emphasized: “The week we have spent in Rome has been and still is a great joy. So many thousands of young people from 19 countries celebrate their faith and community with great enthusiasm, despite great strain – and they celebrate with the Pope. That is reassuring. It also shows us that the Church is young, that she has a future. But of course: We do not only want to offer the young people beautiful events, we also want to help them to cultivate their faith in the small details of everyday life. To this end, also in the future, we need above all people who are prepared to live in true companionship and friendship with young people and to learn from them. This, of course, depends primarily on individuals who are willing to stand up for them. And if we then succeed in creating a strong community experience and a tangible atmosphere of spiritual life, with the Gospel being proclaimed authentically at the same time – with all challenges and without watering it down, then there is usually also growth, both internally and externally. Then young people can develop a true religious identity and keep it. I also hope that the coming Youth Synod will provide some answers to the urgent questions of how young people can remain in the Church in a positive sense and mature in and with her.”

Dr Klára Csiszár, Vice-President of CIM, underlined the different offers of the countries: “The altar servers have shaped the church services, catechesis and the offers of confession and conversation. The altar boys and girls were proud of their service.” The characteristics of the altar service have become clear: “The Austrian Festival was like a festival with games, interviews and interactions. The situation was completely different in the Hungarian-speaking groups (Hungary, Slovakia, Serbia, Romania and Ukraine): the church service was traditionally structured. One should know that in these countries, the ministry of altar servers belongs to the pastoral care of vocations and not to the pastoral care of young people.” The response of the different nations to the Audience with Pope Francis was clearly positive, said Dr Csiszár. “Many nations were involved in the liturgy. There were many elements in different languages. Despite all differences, the unity of the Church has become visible. This experience is the prerequisite for peaceful coexistence.“

Alexander Bothe, in charge of the Office for Youth Ministry of the German Bishops’ Conference (afj) and responsible internationally for CIM and nationwide for the Pilgrimage of altar boys and girls to Rome, stresses the responsibility of the Church for the young people: “Three young people from all over the world presented the Holy Father with the pilgrimage signs that have connected him this week with the altar servers. The push message that the Pope sent to the smartphones at the end, sends the young people out in their service for peace, which is Jesus Christ himself. This also shows that the Church is young, colourful and present in the heart of the world. Our task as a Church is to accompany them in their everyday life so that they can have this experience and give them a voice and space in the Church and in society. Pastoral and liturgical accompaniment must be permeated by a vision, an idea of what Church and faith actually are.”

Background
The participants of the XII International Pilgrimage of altar boys and girls come from 19 countries: Antigua and Barbuda, Austria, Belgium, Croatia, Czech Republic, France, Germany, Hungary, Luxembourg, Portugal, Romania, Russia, Serbia, Slovakia, St. Kitts and Nevis, Switzerland, United Kingdom, Ukraine and the USA. The approximately 50,000 altar servers from Germany are accompanied by Bishop Dr Stefan Oster SDB (Passau), President of the Commission for Youth Ministry of the German Bishops’ Conference, and many members of the German Bishops' Conference. This year’s International Pilgrimage of the altar servers is dedicated to the motto “Seek peace and pursue it!” (Ps 34:15b).

Notes:
Photos of the altar server pilgrimage (exclusive of pictures of the Papal Audience, press conferences, blind date, etc.) in print quality are available free of charge.
Link to photo selection: www.joernneumann.pixieset.com/ministrantenwallfahrt2018
Copyright: © Deutsche Bischofskonferenz / Jörn Neumann

XII. Internationale Ministrantenwallfahrt nach Rom hat begonnen

30. July 2018 - 9:52

Die XII. Internationale Ministrantenwallfahrt nach Rom hat heute (30. Juli 2018) begonnen. Unter dem Motto „Suche Frieden und jage ihm nach!“ (Ps 34,15b) verbringen 60.000 Jugendliche und junge Erwachsene gemeinsam eine Woche in Rom, in der sie über internationale Grenzen hinweg Spiritualität, Gemeinschaft, Zusammenhalt und Freude erleben und dem Papst in einer Audienz begegnen.

Bei der Auftakt-Pressekonferenz in Rom hob Bischof Dr. Ladislav Nemet SVD (Zrenjanin/Serbien), Präsident des Internationalen Ministrantenbundes CIM, hervor, dass Messdiener aus 19 Ländern in Rom seien, aber noch mehr Nationalitäten. „Und trotzdem befinden wir uns hier sozusagen alle unter einem Dach: dem Internationalen Ministrantenbund Coetus Internationalis Ministrantium – CIM. Vor dreißig Jahren war es viel einfacher so etwas zu sagen, aber heute, nachdem die Grenzen auch in Europa langsam aber stetig geschlossen werden, ist es eine mutige Aussage und eine Folge des Glaubens, dass wir Christen – und unter ihnen wir Katholiken – zusammenbleiben und ein Zeugnis unserer lebendigen Gemeinschaft in der Kirche und auch in der ganzen Welt ablegen können.“ Die Programme und Gebete, die diese Wallfahrt begleiten, spiegelten diese Internationalität wider. Er hoffe, dass die farbenfrohe Wallfahrt für alle Teilnehmer bereichernd sein werde. „Wir schätzen bewusst die Gaben und die Einzigartigkeit der anderen. Obwohl wir versuchen, unsere eigene Kultur und unseren Glauben zu vertreten, tun wir dies dennoch nicht auf Kosten anderer, indem wir andere ausgrenzen oder dämonisieren. Wir überbrücken unsere Verschiedenheiten und führen sie hin zu einem harmonischen christlichen Zusammenleben. Wir bauen keine Mauern und Zäune zwischen verschiedenen Gruppen oder Nationen.“

Bischof Dr. Stefan Oster SDB (Passau) betonte, dass die Wallfahrt die eigene gläubige Identität vertiefe, die Gemeinschaft stärke und den Jugendlichen die weltweite Dimension ihres Dienstes zeige. „Und sie lässt hoffentlich jeden Einzelnen erahnen, dass der Zugang zur Liturgie und zur großen Gemeinschaft der Kirche tatsächlich ein wesentlicher Zugang zu einer lebendigen Glaubens- und Christusbeziehung sein kann.“ Als Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz sei er dankbar und froh um diese starke Präsenz junger Menschen in der Kirche und vor allem in den liturgischen Feiern. Das Motto der diesjährigen Ministrantenwallfahrt sei passend für eine Zeit, in der sich so viele Menschen nach Frieden sehnten, in der aber zugleich so viele Gefährdungen für den Frieden am Horizont erscheinen. „Ich bin sicher, dass vor allem auch der internationale Charakter dieser Wallfahrt ein wichtiges Zeichen der Verständigung unter jungen Christen und Christinnen in der ganzen Welt sein wird. Und ich erhoffe mir, dass viele von ihnen ein Sauerteig für Frieden und Verständigung und gegen Spaltung und Fremdenfeindlichkeit in ihren eigenen Ländern und Wohnorten zuhause sein werden“, so Bischof Oster. „Die Freude der Jugend ist ansteckend – und so wünsche ich uns allen, dass wir einen Funken davon auffangen und dann nach Hause in unsere Gemeinden tragen.“

Die Vizepräsidentin von CIM, Dr. Klára Csiszár, hob hervor, dass sich der Internationale Ministrantenbund seit seiner Gründung im Jahre 1960 als eine internationale Gemeinschaft von Interessenten und Verantwortlichen der Ministrantenarbeit auf Diözesan- oder Nationalebene verstehe. „Als solche stärkt CIM die Ministrantenarbeit in Europa auf verschiedensten Wegen mit dem Ziel, sie immer mehr so zu gestalten, dass dadurch die weltverwandelnde Kraft der Liebe Gottes zu den Menschen vom Altar in die Welt getragen wird.“ CIM versuche seiner Verantwortung aus der Überzeugung heraus gerecht zu werden, dass Ministranten Missionare seien. Dr. Csiszár betonte: „Hier liegt die Kraft der Weltverwandlung, die Kraft des Friedens, dem wir hier in Rom mit etwa 60.000 Ministranten und Ministrantinnen in den kommenden Tagen nachgehen/jagen wollen, indem wir unsere kleinen Schritte für ein gutes Leben in Frieden gemeinsam machen.“

Alexander Bothe von der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) und zuständig für den CIM international wie bundesweit für die Ministrantenwallfahrt nach Rom, erklärte die Pilgerzeichen, das nach Ländern und Diözesen differenzierte Pilgertuch, das Pilgerarmband und die Pilgerpins, die für Gemeinschaft und Begegnung miteinander stünden. Diese Erfahrung der Gemeinschaft im Ministrantendienst, im Glauben und im Pilgern werde auch die Woche der Romwallfahrt prägen. „Eine besondere Rolle, um die große Gemeinschaft der Ministranten zu erleben, kommt auch den diözesanen oder Ländergottesdiensten zu sowie den Länderfesten. Auch die Aktion ‚Blind Date‘ der deutschen (Erz-)Diözesen und einiger weiterer Länder setzt auf Begegnung. Am Mittwoch, 1. August um 18.00 Uhr, treffen sich drei zufällig zusammengebrachte Pilgergruppen an über 300 Orten in Rom für Spiel, Segensgebet und Austausch.“ Ebenso würden in dieser Woche einige Teilnehmerländer die mit ihren Nationen in Rom verbundenen Kirchen für die Pilger öffnen: Gottesdienste oder offene Gebete, Begegnung, Erfrischungen, Beicht- und Lebensgespräche sowie Extrapins des Pilgerarmbandes würden dort jeweils zu den Angeboten zählen. Besonders hob Bothe den Höhepunkt der Wallfahrtswoche hervor: die Sonderaudienz mit Papst Franziskus. Bereits am Nachmittag werde ein musikalisches und festivalartiges Vorprogramm die große Vorfreude aller Minis aufgreifen. „So setzen wir gemeinsam auf eine Wallfahrtswoche, die das spürbar macht, was Papst Franziskus gesagt hat: ‚Gott ist jung!‘ –, dass die Ministranten erleben, dass die Kirche jung ist und sie mit ihrem Dienst die Botschaft des Friedens über die Kirchentüren hinaus und alle Grenzen hinweg tragen“, so Bothe.

Hinweise:
Die Papstaudienz wird ab 18.00 Uhr live im Internet unter www.vaticannews.va übertragen. Außerdem wird Vatican News die Audienz übersetzen. Erreichen können Sie die Übertragung über die App Vatican Audio. Ab 18.00 Uhr ist die Audienz im Livestream unter www.ewtn.de und www.katholisch.de zu sehen.

Die Statements von Bischof Dr. Ladislav Nemet SVD, Bischof Dr. Stefan Oster SDB, Dr. Klára Csiszár und Alexander Bothe finden Sie untenstehend als pdf-Dateien.

The XII International Pilgrimage for altar boys and girls to Rome has begun

30. July 2018 - 9:42

The XII International Pilgrimage for altar boys and girls to Rome has started today (30 July 2018). Using the motto “Seek peace and pursue it!” (Ps 34:15b), 60,000 adolescents and young adults will spend a week together in Rome, experiencing spirituality, community, unity and joy across international borders. They will also meet the Pope in an Audience.

At the opening press conference in Rome, Bishop Dr Ladislav Nemet SVD (Zrenjanin/Serbia), President of the International Association of Altar Servers (CIM), emphasized that altar servers from 19 countries are in Rome, but that even more nationalities are present. “And still we are here under one common denomination: CIM –  Coetus Internationalis Ministrantium (International Association of Altar Servers). Thirty years ago it was much easier to say something like this, today, after borders even in Europe are slowly but steadily being closed down, it is a courageous statement and a consequence of the belief that we Christians, and among them we Catholics, we can stay together and give a testimony of our living community in the Church and indeed, in the whole world. The programmes and prayers of this pilgrimage reflect this internationality.” He hoped that the colourful pilgrimage will be truly enriching for all participants. “We consciously appreciate each other’s gifts and uniqueness. Although we try to emphasize our own culture and faith, still we do not do it at the cost of others, through exclusion or demonization of others. We bridge over our diversities, bringing them into a harmony of Christian coexistence. We do not build walls and fences between different groups or nations.”

Bishop Dr Stefan Oster SDB (Passau) emphasized that the pilgrimage deepens the own religious identity, strengthens the community and shows the young people the worldwide dimension of their ministry. “And it will hopefully make everyone feel that an approach to the liturgy and to the great communion of the Church can indeed be an essential approach to a living relationship of faith and with Christ.” As the President of the Commission for Youth Ministry of the German Bishops’ Conference, he was grateful and happy about the strong presence of young people in the Church and especially in liturgical celebrations. The motto of this year’s altar servers pilgrimage is appropriate for a time when so many people are longing for peace, but at the same time so many threats to peace seem to be appearing on the horizon. “I am sure that above all the international character of this pilgrimage will be an important sign of understanding among young Christians all over the world. And I hope that many of them will be like a leaven for peace and understanding and against division and xenophobia in their own countries and places of residence”, said Bishop Oster. “The joy of youth is contagious – and so I wish all of us that we may catch a flicker of it and then carry it home to our communities.”

The Vice-President of CIM, Dr Klára Csiszár, emphasized that since its foundation in 1960, the International Association of Altar Servers has seen itself as an international community of interested parties and persons in charge of the work of altar servers at diocesan or national level. “As such, CIM strengthens the work of altar servers in Europe in various ways with the aim of developing it in a way that will help to carry the world-changing power of God’s love for people from the altar into the world.” CIM tries to meet its responsibility out of the conviction that altar servers are missionaries. Dr Csiszár stressed: “Here lies the power of world transformation, the power of peace, which we here in Rome with about 60,000 altar boys and girls want to pursue/hunt in the coming days by making small steps together towards a good life in peace.”

Alexander Bothe, in charge of the Office for Youth Ministry of the German Bishops’ Conference (afj) and responsible internationally for CIM and nationwide for the Pilgrimage for altar boys and girls to Rome, explained the meaning of the pilgrim signs, the pilgrim scarf designed according to the respective countries and dioceses, the pilgrim bracelet and the pilgrim pins, which stand for community and encounters with one another. This community experience in the service at the altar, in faith and in pilgrimage will also shape the week of the pilgrimage to Rome. “A special role in experiencing the large community of altar servers is also attributed to diocesan or country church services and country festivals. The ‘Blind Date’ campaign of the German (Arch)dioceses and some other countries also focuses on encounters. On Wednesday, August 1, at 6 p.m., three groups of pilgrims gathered at random will meet at over 300 places in Rome for plays, prayer of blessing and exchange.” Also this week, some participating countries will open the churches linked to their nations to the pilgrims in Rome: Services or open prayers, meetings, refreshments, confessions and life talks as well as extra pins of the pilgrim’s bracelet will be offered there. Bothe especially emphasized the highlight of the pilgrimage week: the Special Audience with Pope Francis. Already in the afternoon, a musical and festival-like supporting programme will reflect the great anticipation of all altar servers. “Thus, together, we will focus on a week of pilgrimage that makes us feel what Pope Francis has said: ‘God is young’ – hoping that the altar servers will experience that the Church is young and that their ministry will carry the message of peace beyond the church doors and across all borders,” said Bothe.

Notes:

The Papal Audience will be broadcast live on the Internet from 6 p.m. at www.vaticannews.va. In addition, Vatican News will provide translation services for the Audience. You can access the transmission via the Vatican Audio App. The Audience can be seen in the live stream at www.ewtn.de and www.katholisch.de from 6 p.m.

The statements of Bishop Dr Ladislav Nemet, Bishop Dr Stefan Oster, Dr Klára Csiszár and Alexander Bothe can be found as pdf files below.

Solidarität mit den Menschen und der Kirche in Nicaragua

27. July 2018 - 9:52
„Zeigen Sie der Welt, dass Sie Ihrem Volk dienen und seine Freiheit respektieren!“

App goRome! zur XII. Internationalen Ministrantenwallfahrt nach Rom

26. July 2018 - 11:43
Social-Media-Kanäle – Übertragung der Audienz

App goRome! to the XII International Pilgrimage for altar boys and girls to Rome

26. July 2018 - 10:56
Social media channels – transmission of the Papal Audience