Augenblicke der Besinnung

Allmächtiger, ewiger Gott,
durch eine einzigartige Gnade
hast du den heiligen Priester  Padre Pio gewürdigt,
am Kreuzesleiden deines Sohnes teilzuhaben
und durch seinen Dienst
deine Barmherzigkeit auf wunderbare Weise zu erneuern.
Gewähre uns auf seine Fürsprache,
stets vereint mit den Leiden Christi,
freudig zur Herrlichkeit der Auferstehung zu gelangen














Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum

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Aktuelle Meldungen
Updated: 2 hours 33 min ago

150 Jahre Bischofskonferenz in Fulda

22. September 2017 - 12:59
Anlässlich der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz vom 25. bis 28. September in Fulda erinnern die Stadt und das Bistum Fulda an das 150-jährige Jubiläum der „Wiederkehr der Deutschen Bischofskonferenz“. Mit einem Festakt am Donnerstag, 28. September 2017, um 15.00 Uhr im Stadtschloss zu Fulda wird an die erste große Versammlung der deutschen Bischöfe erinnert.

Das umfangreiche Themendossier „150 Jahre in Fulda“ berichtet über die Geschichte der Deutschen Bischofskonferenz, insbesondere in ihren Anfängen. Als die deutschen Bischöfe sich vom 16. bis 21. Oktober 1867 erstmals zu einer „bischöflichen Conferenz“ in Fulda zusammenfanden, setzten sie ihren gemeinsamen Entschluss vom Frühjahr 1867 in Rom in die Tat um. Dort hatten die Bischöfe beschlossen, eine „Zusammenkunft des gesamten deutschen Episkopates“ zu schaffen. Historisch genau genommen war dies bereits die zweite deutsche Bischofsversammlung, denn vom 22. Oktober bis zum 26. November 1848 tagten die deutschen Bischöfe erstmals in der deutschen Kirchengeschichte als „Versammlung der deutschen Bischöfe“ in Würzburg. Anlass waren damals die politischen Umwälzungen, die Revolutionen von 1830 und 1848, die Paulskirchenbeschlüsse in Frankfurt am Main sowie die sich zunehmend gründenden kirchlichen Laienvereine.

Erst am 2. März 1966 entstand die „Deutschen Bischofskonferenz“ mit einem eigenem Statut. Bis heute bleibt die Stadt Fulda mit der Grabstätte des hl. Bonifatius für die Bischöfe so bedeutend, dass sie jedes Jahr im Herbst dort zu ihrer Vollversammlung zusammenkommen und sich beraten.

Die historische Entwicklung der Deutschen Bischofskonferenz ist im Themendossier „150 Jahre in Fulda“ nachlesbar.


Hinweise: Der Festakt wird per Livestream übertragen und kann auf www.dbk.de und www.katholisch.de verfolgt werden. Die Stadt Fulda und das Bistum Fulda laden bereits am Dienstag. 26. September 2017, um 16.00 Uhr zu einem Pressegespräch in den Marmorsaal des Stadtschlosses Fulda ein. Bischof Heinz-Josef Algermissen und Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld werden dort Sonderbriefmarke und Sondermedaille zum Jubiläum vorstellen.

Welttag des Tourismus am 27. September 2017

22. September 2017 - 10:43
„Nachhaltiger Tourismus: ein Instrument für die Entwicklung” – unter diesem Leitwort steht der diesjährige Welttag des Tourismus am 27. September 2017, der von der Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen ausgerufen wird. Seit Beginn beteiligt sich das vatikanische Dikasterium für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen an dieser Initiative, um auf die Herausforderungen wie auch die Möglichkeiten hinzuweisen, die dieser Tag für die Evangelisierung bietet.

Nach Auffassung der Vereinten Nationen kann ein nachhaltiger Tourismus ein Instrument zur Bekämpfung von Armut, zum Schutz der Umwelt, zur Verbesserung der Lebensqualität und zur wirtschaftlichen Stärkung von Frauen und Jugendlichen sein. Vor diesem Hintergrund wendet sich der Vatikan in seiner Botschaft zum Welttag des Tourismus 2017 an alle Christen, sich für einen Tourismus einzusetzen, der zur Entwicklung der Völker beiträgt. Denn der Tourismus könne ein wichtiges Instrument für das Wachstum und für den Kampf gegen die Armut sein: Tourismus „muss verantwortlich sein, darf weder destruktiv noch schädlich für die Umwelt oder für den sozialen und kulturellen Hintergrund sein, auf den er einwirkt, muss vor allem die jeweilige Bevölkerung und ihr kulturelles Erbe achten, zur Sicherung der Würde des Einzelnen und der Rechte der Arbeitnehmer dienen und nicht zuletzt bedacht sein auf die Benachteiligten und Verwundbaren.“

Entsprechend fordert das Dikasterium zu einer Debatte darüber auf, wie alle Akteure – auch die Kirchen – an einem Tourismus mit menschlichem Antlitz mitwirken können. So gilt es über die Konsequenzen nachzudenken, die sich aus einem nachhaltigen Tourismus für die Touristen, die Unternehmer, die Beschäftigten, die Regierenden – und auch die örtlichen Gemeinden ergeben. Es muss darum gehen, Maßnahmen für einen nachhaltigen Tourismus zu fördern und dabei Verhaltensweisen und Veränderungen in der Lebensweise durch eine neue Form der Beziehungen zu anderen zu begleiten. „In diesem Bewusstsein wollen wir Christen unseren Beitrag leisten, damit der Tourismus zur Entwicklung der Völker, vor allem der besonders Benachteiligten unter ihnen, beitragen kann“, so der Vatikan in seiner Botschaft und weiter: „Die Kirche bietet einen eigenen Beitrag an, indem sie Initiativen einleitet, die den Tourismus wirklich in den Dienst der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen stellen.“In Deutschland beteiligt sich die katholische Kirche aktiv am Welttag des Tourismus. Zum 38. Mal sind mehrere Diözesanmuseen und Schatzkammern am 27. September 2017 kostenfrei für Besucher geöffnet.

Hintergrund
Der Welttag des Tourismus wurde 1980 von der Welttourismusorganisation eingeführt und wird seitdem jährlich vom Päpstlichen Rat der Seelsorge für die Migranten und Menschen unterwegs unterstützt. Seit dem 1. Januar 2017 ist der Päpstliche Rat in das neue vatikanische Dikasterium für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen integriert. Ziel des Welttages ist es, die internationale Gemeinschaft auf die vielfältigen Aspekte des Tourismus hinzuweisen und die Bemühungen um seine friedenstiftende und Völker verbindende Kraft zu stärken.

Hinweis:
Eine Liste der teilnehmenden diözesanen Einrichtungen sowie die Botschaft des Dikasteriums für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen sind untenstehend als pdf-Dateien verfügbar.

Deutsche Bischofskonferenz übermittelt Aleviten Segenswünsche zum Muharrem-Fasten und zum Aşure-Fest 2017

21. September 2017 - 11:59
Der Vorsitzende der Unterkommission der Deutschen Bischofskonferenz für den Interreligiösen Dialog, Bischof Dr. Georg Bätzing (Limburg), hat den Aleviten in Deutschland zum Muharram-Fasten und dem anschließenden Aşure-Fest am 3. Oktober 2017 die Glück- und Segenswünsche der Deutschen Bischofskonferenz in einer Grußbotschaft übermittelt:

„Zu Beginn der zwölftägigen Muharram-Fastenzeit und zum anschließenden alevitischen Aşure-Fest am 3. Oktober sende ich Ihnen im Namen der katholischen Kirche in Deutschland meine herzlichsten Segenswünsche.

Die Fastenzeit ist für viele Menschen eine willkommene Unterbrechung des alltäglichen Lebens. Das gilt auch, wenn sie – wie es beim Fasten der Aleviten der Fall ist – an traurige Ereignisse in der Geschichte der eigenen Religion erinnert. Die Zeit des Fastens bietet die Möglichkeit, über Erlebtes, Gegenwärtiges und Zukünftiges vertieft nachzudenken: Wir ziehen eine Bilanz der Ereignisse des vergangenen Jahres, überdenken unsere gegenwärtige Lage und überlegen, wie wir unsere Zukunft gestalten möchten. Als religiöse Menschen dürfen wir dem Allmächtigen in Demut unsere Bitten, Sorgen und Nöte vortragen und darauf hoffen, erhört zu werden.

Die Zeit des religiös inspirierten Innehaltens kann auch hilfreich sein, sich auf das Verbindende unter den Menschen zu besinnen und das Trennende nicht übermächtig werden zu lassen. Eine alevitische Weisheit lehrt, dass 72 Nationen symbolisch als eine einzige zu betrachten seien. Das erinnert mich an die Zeilen von Nostra aetate, jenem wegweisenden Dokument des Zweiten Vatikanischen Konzils über die Beziehungen der katholischen Kirche zu den anderen Religionen. Dort heißt es: „Alle Völker sind ja eine einzige Gemeinschaft, sie haben denselben Ursprung, da Gott das ganze Menschengeschlecht auf dem gesamten Erdkreis wohnen ließ. […] Deshalb verwirft die Kirche jede Diskriminierung eines Menschen oder jeden Gewaltakt gegen ihn um seiner Rasse oder Farbe, seines Standes oder seiner Religion willen, weil dies dem Geist Christi widerspricht.“

Unsere Überlieferungen und Lehren verlangen von uns, Menschen nicht auf ihre unterscheidenden Merkmale zu reduzieren und gegenüber rassistischen und menschenfeindlichen Ideologien wachsam zu sein. Eine Gesellschaft, in der Menschen aus verschiedenen religiösen Traditionen friedlich zusammenleben, steht für Stärke, nicht für Schwäche! Es liegt an uns allen, eine solche Gesellschaft aufzubauen und aufrechtzuerhalten, damit sie gegenüber hetzerischen Ideologien standhaft bleiben kann.

Liebe alevitische Geschwister, Sie werden am Ende der Fastenzeit gemäß Ihren Überlieferungen aus zwölf verschiedenen Zutaten, die an das Überleben in der Arche Noah erinnern, die Aşure-Suppe zubereiten und sie gemeinsam mit Ihren Familien, Freunden, Nachbarn und Gästen verzehren. Dies ist eine schöne Tradition und wird zu einem lebendigen Zeichen der Gastfreundschaft, wenn auch andere an dieser Feier teilnehmen. Ich freue mich darüber, dass Ihre Einladungen auch von zahlreichen Christen und Vertretern der Gesellschaft angenommen werden.

Möge dieses Zeichen der gelebten Toleranz zu einem friedlichen, freundschaftlichen Miteinander in unserem Lande beitragen!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen persönlich und im Namen der katholischen Christen in unserem Land eine erfüllte Fastenzeit und ein friedliches Aşure-Fest.

Friede sei mit Ihnen!“

Hintergrund Die Fastenzeit der Aleviten im Monat Muharram, dem ersten Monat des islamischen Kalenders, dauert in diesem Jahr vom 21. September bis 2. Oktober. Während dieser zwölf Tage, deren Zahl an die zwölf Imame erinnert, gedenken die Aleviten insbesondere des gewaltsamen Todes des Imam Hüseyin und von 72 seiner Familienangehörigen und Anhänger im Jahr 680. Im Anschluss an das Fasten – in diesem Jahr am 3. Oktober – feiern die Aleviten das Aşure-Fest, an dem traditionell eine Speise aus zwölf Zutaten (Aşure) zubereitet und mit Nachbarn und Freunden geteilt wird. Das alevitische Aşure-Fest ist nicht mit dem Aschura-Tag der Schiiten und der Sunniten zu verwechseln, der in diesem Jahr auf den 30. September fällt und mit dem sich zum Teil ähnliche, zum Teil andere Überlieferungen verbinden.

Kardinal Marx gratuliert zum Jüdischen Neujahrsfest Rosch haSchana

19. September 2017 - 11:59
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, sowie allen jüdischen Mitbürgern anlässlich des Neujahrsfestes Rosch haSchana Friedens- und Segenswünsche übermittelt.

„In den vergangenen Monaten haben wir leider ein Erstarken des Antisemitismus auch in Deutschland erleben müssen. Neben den bekannten antijüdischen Vorurteilen hat vor allem ein israelbezogener Antisemitismus zugenommen“, schreibt Kardinal Marx. Kritik an Entscheidungen israelischer Regierungen etwa in Bezug auf die Besatzungs- oder Siedlungspolitik sei zweifellos legitim. „Diese Kritik aber muss so formuliert werden, dass sie nicht antisemitisch oder antizionistisch missverstanden werden kann und den vorhandenen Antisemitismus nicht verstärkt. Wir sind auch für die politische Wirkung dessen, was wir sagen und tun verantwortlich“, so Kardinal Marx.

Es habe in den vergangenen Wochen aber auch positive Entwicklungen gegeben. Kardinal Marx verwies auf die Erklärung „Zwischen Jerusalem und Rom“, die eine Delegation der Europäischen Rabbinerkonferenz, des Rabbinical Council of America und des Israelischen Oberrabbinats Papst Franziskus am 31. August 2017 in Rom übergeben hat. „Diese Erklärung ist eine Würdigung der Verbesserungen in den christlich-jüdischen Beziehungen seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil und vor allem eine Ermutigung, den christlich-jüdischen Dialog auch zukünftig engagiert fortzuführen“, schreibt Kardinal Marx in seinem Grußwort. Er hoffe, dass diese Erklärung eine weite Verbreitung sowohl in den Kirchen als auch in der jüdischen Gemeinschaft finde und dass „die wegweisenden Aussagen die theologischen Debatten, aber auch das alltägliche Zusammenleben inspirieren“.

Hinweis: Das Grußwort von Kardinal Marx zum Jüdischen Neujahrsfest ist unten als pdf-Datei verfügbar.

Ökumenischer Eröffnungsgottesdienst zur Interkulturellen Woche in Offenbach

18. September 2017 - 17:59
Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Kirche Hl. Dreifaltigkeit in Offenbach ist heute (18. September 2017) die 42. Interkulturelle Woche eröffnet worden. Der Gottesdienst wurde geleitet von Weihbischof
Dr. Udo Bentz (Bistum Mainz), Dr. Volker Jung, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, und Erzpriester Dr. Georgios Basioudis als Vertreter der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland.

In seiner Einführung während des Gottesdienstes nahm Weihbischof Bentz Bezug auf das diesjährige Motto der Interkulturellen Woche. Er betonte, dass ein friedliches Zusammenleben in der Gesellschaft auf Dauer weder durch Abgrenzung noch durch aufgenötigte Assimilierung gelingen könne. Vielmehr komme es auf Begegnung, verantwortliche Teilhabe und Integration als wechselseitigen Prozess an – ein Weg, der nur gemeinsam gegangen werden könne und alle Beteiligten verändere.

Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Dr. Volker Jung führte in seiner Predigt aus, dass Jesus Christus dazu aufrufe, sich am Hoffnungsbild des Reiches Gottes zu orientieren. Dazu gehöre, nach Recht und Gerechtigkeit für alle Menschen zu streben. Nur auf das eigene Interesse oder nationale Wohl bedacht zu sein, gehe mit der göttlichen Botschaft nicht zusammen, so Jung. „Gottes Liebe ist global und gilt allen Menschen gleichermaßen.“ Entsprechend gehe es um das gute und gerechte Miteinander auf der ganzen Welt. Jung kritisierte in seiner Predigt auch die Sammelabschiebungen nach Afghanistan und die anhaltenden Begrenzungen beim Familiennachzug für Schutzsuchende.

Schülerinnen und Schüler der Theodor-Heuss-Schule, einer beruflichen Schule der Stadt Offenbach, setzten unter dem Titel „Schlepper am Meer“ Fluchterfahrungen in Szene. Zum Abschluss des ökumenischen Gottesdienstes übermittelten Vertreter der jüdischen Gemeinde, der muslimischen Gemeinschaft und der Bahai-Gemeinde einen Friedensgruß.

Im Gemeinsamen Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche 2017 betonen der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland, Metropolit Dr. h. c. Augoustinos: „Die aktuelle Debatte um den Umgang mit Flüchtlingen verweist mehr denn je auf die größeren, grundsätzlichen Fragen von respektvollem Miteinander, freiheitlichen Grundrechten und demokratischer Willensbildung. Als christliche Kirchen sagen wir in aller Klarheit: Politik, die Fremdenfeindlichkeit schürt, von Angst gegen Überfremdung lebt, einseitig nationale Interessen betont, ein nationalistisches Kulturverständnis pflegt und Grundfreiheiten in Frage stellt, ist mit einer christlichen Haltung nicht vereinbar. Ausländerfeindlichkeit, Diffamierung anderer Religionsgemeinschaften, die Überhöhung der eigenen Nation, Rassismus, Antisemitismus, Gleichgültigkeit gegenüber der Armut in der Welt – all das führt nicht in eine gute Zukunft.“


Hintergrund
Die Interkulturelle Woche findet 2017 zum 42. Mal statt. Sie ist eine bundesweite Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Deutschlandweit sind während der Interkulturellen Woche mehr als 5.000 Veranstaltungen an über 500 Orten geplant. Der heutige Gottesdienst ist der geistliche Auftakt der Interkulturellen Woche, die vom 24. bis 30. September 2017 stattfindet.


Hinweise: Das Gemeinsame Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche 2017 ist unten als pdf-Datei verfügbar. Für die Vorbereitung der Interkulturellen Wochen hat der Ökumenische Vorbereitungsausschuss eine Reihe von Materialien (Materialheft, Plakate und Postkarten) erstellt, die unter www.interkulturellewoche.de bestellt werden können. Dort finden Sie auch weitere Informationen.

Deutsche Bischofskonferenz dankt Bischof Friedhelm Hofmann

18. September 2017 - 13:12
Papst Franziskus hat heute (18. September 2017) das Rücktrittsgesuch von Bischof Friedhelm Hofmann (Würzburg) angenommen. Erst gestern hatte Bischof Hofmann sein Silbernes Bischofsjubiläum feiern können, bei dem der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Nikola Eterović, bereits bestätigte, dass Papst Franziskus den altersbedingten Rücktritt des Bischofs am Montag annehmen wird. In der Festmesse im Würzburger Dom hatte Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, den Würzburger Bischof gewürdigt und ihm für seinen Dienst gedankt:

„Dein Wort hat in unserer Konferenz Gewicht. Deine theologischen Ausführungen sind stets geschätzt. Dein fester Glaube, die starken Predigten, das tiefe Gottvertrauen und Deine besondere Begabung, Kunst nicht als ästhetisches Ereignis zu sehen, sondern die theologische Perspektive dahinter zu entdecken, zeichnen Dich aus.“ Ausdrücklich hob Kardinal Marx das von Bischof Hofmann initiierte Kunstprojekt der Deutschen Bischofskonferenz anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Zweiten Vatikanischen Konzils hervor: „Freude – Trauer – Angst – Hoffnung waren die Begriffe, die Du aus der Pastoralkonstitution des Konzils herausgenommen hast, um daraus ein in mehreren Bistümern aufgegriffenes Kunstprojekt zu installieren. Das war gewagt, aber gekonnt, und vor allem ein Erfolg“, so Kardinal Marx. Er dankte Bischof Hofmann auch für dessen Mut klare Worte zu finden, wo Kunst die Kirche oder das religiöse Empfinden von Gläubigen verletzt hätten. Über mehrere Generationen hinweg habe Bischof Hofmann das Gespräch zwischen Kirche und Kunst, gerade auch mit jungen Künstlern der Gegenwart, gesucht.

Besonders würdigte Kardinal Marx das Engagement von Bischof Hofmann als Vorsitzender der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz und dessen Arbeit in der Kommission für Wissenschaft und Kultur. „Die Inhalte beider Kommissionen hast Du in besonderer Weise mit geprägt. Dabei denke ich vor allem an Deine Federführung und die damit verbundene Sensibilität für die neue Ausgabe des Gotteslobes“, so Kardinal Marx.

Bischof Friedhelm Hofmann leitete 13 Jahre lang das Bistum Würzburg, zuvor war er zwölf Jahre Weihbischof im Erzbistum Köln. Mehr lesen:
Zur Pressemitteilung vom 17. September 2017

Kardinal Marx würdigt Bischof Hofmann zum 25-jährigen Bischofsjubiläum

17. September 2017 - 15:31
Mit einer Festmesse ist heute (17. September 2017) in Würzburg das 25-jährige Bischofsjubiläum von Bischof Dr. Friedhelm Hofmann gefeiert worden. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, würdigte in einem Grußwort Bischof Hofmann als bodenständig und heimatverbunden.

Kardinal Marx dankte Bischof Hofmann für dessen Dienst in der Deutschen Bischofskonferenz: „Dein Wort hat in unserer Konferenz Gewicht. Deine theologischen Ausführungen sind stets geschätzt. Dein fester Glaube, die starken Predigten, das tiefe Gottvertrauen und Deine besondere Begabung, Kunst nicht als ästhetisches Ereignis zu sehen, sondern die theologische Perspektive dahinter zu entdecken, zeichnen Dich aus.“ Ausdrücklich hob Kardinal Marx das von Bischof Hofmann initiierte Kunstprojekt der Deutschen Bischofskonferenz anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Zweiten Vatikanischen Konzils hervor: „Freude – Trauer – Angst – Hoffnung waren die Begriffe, die Du aus der Pastoralkonstitution des Konzils herausgenommen hast, um daraus ein in mehreren Bistümern aufgegriffenes Kunstprojekt zu installieren. Das war gewagt, aber gekonnt, und vor allem ein Erfolg“, so Kardinal Marx. Er dankte Bischof Hofmann auch für dessen Mut klare Worte zu finden, wo Kunst die Kirche oder das religiöse Empfinden von Gläubigen verletzt hätten. Über mehrere Generationen hinweg habe Bischof Hofmann das Gespräch zwischen Kirche und Kunst, gerade auch mit jungen Künstlern der Gegenwart, gesucht.

Besonders würdigte Kardinal Marx das Engagement von Bischof Hofmann als Vorsitzender der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz und dessen Arbeit in der Kommission für Wissenschaft und Kultur. „Die Inhalte beider Kommissionen hast Du in besonderer Weise mit geprägt. Dabei denke ich vor allem an Deine Federführung und die damit verbundene Sensibilität für die neue Ausgabe des Gotteslobes“, so Kardinal Marx.

Der Seelsorger und Priester Friedhelm Hofmann sei geprägt von seinem bischöflichen Wahlspruch „Das Kreuz – einzige Hoffnung“: „Du bist in all den Jahren ein wahrhaft glaubwürdiger Zeuge und Verkünder des Evangeliums. Für diesen pastoralen und seelsorglichen Dienst sage ich Dir ebenfalls meinen aufrichtigen Dank.“ Als Wunsch für die Zukunft gab Kardinal Marx Bischof Hofmann mit auf den Weg: „Bleib fröhlich und beständig im Glauben. Denn das Kreuz ist unsere einzige Hoffnung!“

Hinweis:
Das Grußwort von Kardinal Marx ist untenstehend als pdf-Datei verfügbar.

Fest in Bochum gibt Rückenwind für die Ökumene

16. September 2017 - 14:58
Mit einem Gottesdienst vor dem Bergbau-Museum in Bochum ist heute (16. September 2017) das eintägige Ökumenische Fest „Wie im Himmel so auf Erden“ zu Ende gegangen. Die Deutsche Bischofskonferenz, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), der Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT) und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hatten dazu in das Ruhrgebiet eingeladen. An der Veranstaltung nahmen rund 850 Gläubige beider Konfessionen teil.

In ihrer Dialogpredigt betonten der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, dass der ökumenische Weg vorangehe.

Landesbischof Bedford-Strohm sagte: „Christen aller Konfessionen verbindet der Horizont der Hoffnung auf einen neuen Himmel und eine neue Erde.“ Dafür, dass dieser Horizont sichtbar werde, müssten die Kirchen verschiedener Konfessionen noch stärker als bisher gemeinsam eintreten: „Ich wünsche mir, dass wir uns gemeinsam einsetzen für eine Welt, in der alle Menschen in Würde leben können.“ Das bedeute auch, „die in der Politik zu unterstützen, die an konkreten Schritten in die richtige Richtung arbeiten, anstatt die Politik pauschal abzukanzeln“, so Landesbischof Bedford-Strohm. „Wir haben nicht die besseren politischen Konzepte, aber wir fordern ein, dass politische Konzepte entwickelt, geprüft und diskutiert werden, die dieser Hoffnung Ausdruck verleihen. Schon allein um der jungen Menschen willen, die heute leben und die eine lebenswerte Zukunft erhoffen“, so der EKD-Ratsvorsitzende in der Dialogpredigt. Das Ökumenische Fest in Bochum bezeichnete er als einen „weiteren wichtigen Meilenstein der Ökumene im Reformationsjahr 2017“. Landesbischof Bedford-Strohm: „Dieses Jahr hat uns ökumenisch vorangebracht, und diesen Weg werden wir weitergehen.“

Kardinal Marx erinnerte an das Kreuz als Hoffnung und Trost: „Das Kreuz ist ein Zeichen dafür, dass Gott keine Träne ungesühnt lässt, keine Ungerechtigkeit, keine Gewalt, keine Ausbeutung, keine Zerstörung, keine Korruption, keine Vergewaltigung. Nichts ist ihm gleichgültig!“ Gleichzeitig warnte Kardinal Marx vor Einzelinteressen und Eigenliebe in der Gesellschaft. Es gebe das Gemeinwohl, das Interesse aller Menschen – besonders der Armen. „Das Haus der Erde ist ein gemeinsames Haus, und deswegen ist es nicht verrückt und töricht, sich dafür einzusetzen, dass dieses Bewusstsein weltweit wach bleibt. Dafür haben wir gemeinsam als Christen eine Verantwortung, dass dies präsent bleibt, dass wir das nicht vergessen, dass wir nicht zurücktreten in die Eigeninteressen und Selbstbezogenheit“, so Kardinal Marx. „Ich habe die große Sorge, dass manche in Gefahr sind, alte Schablonen der nationalen Interessen und damit auch wieder neue Spannungen hervorzurufen, die den Frieden gefährden können.“ Kardinal Marx würdigte das Reformationsjahr als starkes ökumenisches Signal, das positiv wirke. Man könne nicht Christus verkünden, ohne von der Welt und der Heilung der Wunden zu sprechen. Deshalb habe Christsein auch immer eine politische Dimension.

Die Präsidentin des DEKT, Dr. Christina Aus der Au, rief dazu auf, die guten Begegnungen dieses Reformationsjahres mit in die nächsten Jahre zu nehmen: „Lasst uns auf dem Weg zum 3. Ökumenischen Kirchentag 2021 in Frankfurt gottesdienstliche als auch öffentliche Räume so nutzen, dass wir als Christinnen und Christen gemeinsam präsent sein können! Und es ist schön, heute hier in Bochum zehn Minuten entfernt von der kommenden Kirchentagsstadt Dortmund und in der westfälischen Landeskirche zu sein und weitere Schritte in Richtung 2019 zu gehen.“

Der Präsident des ZdK, Prof. Dr. Thomas Sternberg, zog eine positive Bilanz: „Das Ökumenische Fest in Bochum hat in eindrücklicher Weise den Willen der Christen bewiesen, gemeinsam für diese Welt Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig haben sie ihre Sehnsucht zum Ausdruck gebracht, diesen Auftrag in deutlich stärkerer Einheit der Kirchen erfüllen zu können. Bochum hat wieder einmal gezeigt, dass uns Christen mehr verbindet als uns trennt. Ökumene ereignet sich vor Ort: in den Gemeinden und Gemeinschaften. Gemeinsam unseren Dienst tun aus der Kraft des gemeinsamen Gebets, das ist das Signal aus Bochum. Diese Botschaft haben wir auch für den Katholikentag gehört, den wir im kommenden Mai in Münster im ökumenischen Geist weitergehen können.“

Das Ökumenische Fest in Bochum war ein weiteres Element des gemeinsamen Christusfestes 2017. Gegen Ende des Reformationsjahres sollte so ein Zeichen der Verbundenheit untereinander und der Sendung in die Welt gesetzt werden.

Hinweis:
Textbeiträge und Fotostrecken sind auf der Internetseite des Ökumenischen Festes unter www.oekf2017.de verfügbar.

„Marsch für das Leben 2017“

11. September 2017 - 11:59
Erneut ruft der Bundesverband Lebensrecht e. V. für den kommenden Samstag (16. September 2017) zur Teilnahme am jährlich stattfindenden „Marsch für das Leben“ in Berlin auf. Er steht unter dem Leitthema „Die Schwächsten schützen: Ja zu jedem Kind“. Die Aktion plädiert für den Schutz menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod und richtet sich gegen Eingriffe in das vorgeburtliche Leben sowie gegen Praktiken der Sterbehilfe.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, wendet sich in einem Grußwort an die Teilnehmer und erinnert an den Einsatz der katholischen Kirche, die Würde des Menschen vom Augenblick der Zeugung an zu achten und das Leben der ungeborenen Kinder ebenso zu schützen wie das Leben der geborenen. Gerade die modernen vorgeburtlichen Diagnosemethoden entwickelten sich rasant, so Kardinal Marx: „Den vorgeburtlichen diagnostischen Möglichkeiten entsprechen jedoch nicht immer auch therapeutische Handlungsoptionen, so dass nicht selten eine Abtreibung an die Stelle fehlender Therapiemöglichkeiten gestellt wird. Dem gilt es klar zu widersprechen.“

Gleichzeitig kündigt Kardinal Marx an, dass sich die evangelische und katholische Kirche im kommenden Jahr mit der Woche für das Leben erneut mit dem Schutz jedes ungeborenen Kindes befassen werde. „Daher freuen wir uns über die Unterstützung in diesen Anliegen und hoffen darauf, dass die verschiedenen Initiativen je auf ihre Weise dazu beitragen, das gesellschaftliche Bewusstsein für einen umfassenden Schutz des menschlichen Lebens zu fördern und zu erhalten“, so Kardinal Marx.

Hinweise: Das Grußwort von Kardinal Marx ist unten als pdf-Datei verfügbar.
Weitere Informationen zum „Marsch für das Leben“ gibt es unter www.marsch-fuer-das-leben.de.

Erzbischof Schick würdigt Erklärung polnischer Bischöfe

11. September 2017 - 10:29
Die polnischen Bischöfe der Kontaktgruppe zwischen der Polnischen und der Deutschen Bischofskonferenz haben am vergangenen Freitag (8. September 2017) eine Erklärung zum hohen Stellenwert der deutsch-polnischen Versöhnung veröffentlicht, in der sie auch auf aktuelle Spannungen zwischen den Regierungen beider Länder Bezug nehmen. Dazu erklärt der Vorsitzende der Kommission Weltkirche und Vorsitzende der deutschen Bischöfe der Kontaktgruppe, Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg):

„Ich danke den polnischen Mitgliedern der deutsch-polnischen Kontaktgruppe für ihren Appell an die polnische Öffentlichkeit, sorgsam mit dem hohen Gut der deutsch-polnischen Versöhnung umzugehen. Er ist für uns deutsche Bischöfe Ermahnung und Aufforderung, ebenfalls an das gemeinsame Erbe der Aussöhnungs- und Friedensbemühungen seit den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts zu erinnern. Als katholische Kirche in Polen und Deutschland ist es seit Jahrzehnten unser Anliegen, Versöhnung und Frieden zwischen Polen und Deutschland zu fördern. Wir haben dabei gute Fortschritte gemacht. Immer wieder bescheinigen uns Politiker, dass die Kirchen der Politik im Friedensprozess unserer Nationen vorangegangen sind. Wir haben deshalb jetzt die Pflicht und das Recht darauf hinzuweisen, dass diese Errungenschaften nicht aufs Spiel gesetzt werden dürfen, sondern fortgesetzt werden müssen. Die Bürger unserer Länder sehnen sich nach friedvollen Beziehungen und brauchen sie. Als Christen sehen wir es als unseren Auftrag, weiterhin für Versöhnung zu wirken. Wenn Polen und Deutschland im Herzen Europas in Frieden und Solidarität zusammenleben, trägt das auch zur Stabilität ganz Europas bei und ist ein Hoffnungszeichen für alle europäischen Völker und Nationen. Deshalb brauchen wir einen verantwortlichen Umgang mit diesen sensiblen Beziehungen.“

Hintergrund
Die Polnische und die Deutsche Bischofskonferenz arbeiten seit 1995 in einer Kontaktgruppe zusammen, die sich neben kirchlichen Fragen auch mit Initiativen zur Vertiefung der deutsch-polnischen Versöhnung befasst. Derzeit gehören Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg) als deutscher Co-Vorsitzender, Kardinal Rainer Maria Woelki (Köln) und Bischof Wolfgang Ipolt (Görlitz) sowie Bischof Dr. Jan Kopiec (Gleiwitz) als polnischer Co-Vorsitzender, Kardinal Kazimierz Nycz (Warschau) und Bischof Dr. Tadeusz Litynski (Grünberg in Schlesien) der Kontaktgruppe an. Die aktuelle Erklärung der polnischen Bischöfe wurde auch von den früheren polnischen Co-Vorsitzenden der Kontaktgruppe, Erzbischof em. Henryk Muszyński (Gnesen) und Erzbischof Dr. Wiktor Skworc (Kattowitz), unterzeichnet.

Hinweis:
Die Erklärung der polnischen Bischöfe ist unten in einer deutschen Übersetzung als pdf-Datei verfügbar.

„Katholisch in Lutherstadt“

10. September 2017 - 10:30
Mit dem heutigen Ende der Weltausstellung Reformation in Wittenberg werden auch die katholischen Angebote abgeschlossen, die 95 Tage unter dem Motto „Katholisch in Lutherstadt“ stattfanden. Seit Mai war die katholische Kirche als Gast der Weltausstellung Reformation zugleich Gastgeberin für ein vielfältiges geistliches Angebot und mehr als 30 akademische und kulturelle Veranstaltungen.

Der Vorsitzende der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gerhard Feige (Magdeburg), der zugleich auch katholischer Ortsbischof von Wittenberg ist, zieht eine überwiegend positive Bilanz: „Nachdem zu Beginn die Besucherzahlen der Weltausstellung eher verhalten waren, hat sich dies in ihrem Verlauf geändert. Die katholische Mitwirkung in Wittenberg war ein konkreter Ausdruck des gewachsenen ökumenischen Miteinanders in unserem Land. In der Ausrichtung auf Christus konnten wir als Katholiken im Reformationsjahr 2017 gemeinsam mit unseren evangelischen Schwestern und Brüdern ein Christusfest begehen, das die Abgrenzung und das Gegeneinander früherer Jahrhundertjubiläen der Reformation durchbrochen hat. Diese Erfahrung macht uns Mut, ökumenisch weiterzugehen.“

Als offener Raum hieß die katholische Kirche in Wittenberg die Besucher der Weltausstellung sowie viele Einheimische willkommen. Sie war in dieser Zeit ein Ort für Begegnungen und ein Ort der Stille und des Gebets. Das Programm lag wochenweise in der Verantwortung verschiedener deutscher Diözesen und Hilfswerke. Zusätzlich konnte mit dem ortsansässigen ökumenisch getragenen Augustinuswerk e. V., das Menschen mit Hilfebedarf fördert, ein Kirchencafé auf dem Kirchvorplatz installiert werden. Das Institut für Katholische Theologie und ihre Didaktik der Universität Halle-Wittenberg hatte für „Katholisch in Lutherstadt“ zwei Ausstellungen konzipiert: eine Wanderausstellung zur wechselvollen Geschichte der katholischen Pfarrei in der Stadt Luthers und eine Ausstellung, die den katholischen Kirchenraum den Besuchern verschiedener Konfessionen erschloss.

„Ich danke allen, die es ermöglicht haben, das Projekt ‚Katholisch in Lutherstadt‘ zu realisieren“, so Bischof Feige. „Gerade den Vertreterinnen und Vertretern der Bistümer und Hilfswerke sage ich Dank, ohne die eine solche Umsetzung undenkbar gewesen wäre. Das gilt auch für die beiden Kooperationspartner, die zum Gelingen des Projektes auf verschiedenen Ebenen beigetragen haben. Wir waren da! Allein das ist für mich ein wichtiges ökumenisches Signal, das man in seiner Innen- und Außenwirkung nicht unterschätzen darf.“

Hinweis:
Im Dossier www.katholisch-in-lutherstadt.de sind die Veranstaltungen sowie Bilderstrecken der Angebote verfügbar.

Kardinal Marx würdigt Bischof Norbert Trelle

9. September 2017 - 11:31
Papst Franziskus hat das Rücktrittsgesuch von Bischof Norbert Trelle (Hildesheim) heute (9. September 2017) angenommen. Vor wenigen Tagen hatte Bischof Trelle seinen 75. Geburtstag und vor einigen Monaten sein Silbernes Bischofsjubiläum feiern können. Während eines Gottesdienstes im Hildesheimer Dom gab der Apostolische Nuntius, Erzbischof Nikola Eterović, die Entscheidung des Papstes bekannt.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, würdigt Bischof Trelle in einem Brief: „Dankbar schauen wir – damals wie jetzt – auf Dein vielfältiges Wirken in der Kirche: als Seelsorger und Weihbischof im Erzbistum Köln und als engagierter Bischof von Hildesheim. Besonders danke ich Dir  für allen Einsatz im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“, so Kardinal Marx.  Er erinnerte an die Gastgeberschaft des Bistums Hildesheim anlässlich des ökumenischen Gottesdienstes zur „Heilung der Erinnerung“ am 11. März. Von Hildesheim sei so „ein starkes ökumenisches Signal in Kirche und Gesellschaft unseres Landes ausgegangen“.

Kardinal Marx hob in seinem Brief das Engagement von Bischof Trelle in den Gremien des Verbandes der Diözesen Deutschlands hervor, wo er als Vorsitzender des Verwaltungsrates und des Verbandsausschusses tätig war. „Vor allem bist Du als stellvertretender Vorsitzender unserer Bischofskonferenz stets bereit gewesen, zusätzliche Verpflichtungen zu übernehmen und unsere Konferenz innerkirchlich wie nach außen hin zu repräsentieren“, schreibt Kardinal Marx. Ausdrücklich dankte er für den Einsatz von Bischof Trelle als langjähriger Vorsitzender der Kommission für Migrationsfragen der Deutschen Bischofskonferenz: „Beharrlich hast Du das Thema wachgehalten. Nie  warst Du um eine klare Antwort und kenntnisreiche Analyse verlegen. Auf Deine Initiative hin ist der Preis der Deutschen Bischofskonferenz gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus ausgelobt worden.“

Mit Blick auf die Bischofskonferenz erinnerte Kardinal Marx an das einfühlsame Wirken von Bischof Trelle. „Wo in den letzten Jahren manches Mal die Wogen hochschlugen, hast Du vermittelt. Deine ruhige, humorvolle und immer von großem theologischen Ernst geprägte Art hat Dir bei allen Mitbrüdern unserer Konferenz größten Respekt eingebracht.“ Bei allem bischöflichen Wirken sei Norbert Trelle immer Seelsorger und Priester geblieben und auf die Menschen zugegangen. „Deine zugewandte Art, die rheinische Fröhlichkeit in Niedersachsen, heitere Gelassenheit und Offenherzigkeit sind bleibende Wesensmerkmale“, schreibt Kardinal Marx.

Hintergrund
Bischof Norbert Trelle, Priester des Erzbistums Köln, wurde 1992 Weihbischof im Erzbistum Köln und 2005 Bischof von Hildesheim. Seit 2011 war er stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz.

Flüchtlingsbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz beendet viertägige Reise nach Sizilien

8. September 2017 - 11:12
Der Vorsitzende der Migrationskommission und Sonderbeauftragte für Flüchtlingsfragen der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Stefan Heße (Hamburg), hat heute (8. September 2017) seine viertägige Reise nach Sizilien beendet. Im Mittelpunkt standen die Situation der Flüchtlinge an der EU-Außengrenze und die Arbeit kirchlicher Organisationen.

Erzbischof Heße hat mit seiner Delegation den Hotspot in Pozzallo besucht – eines von vier Registrierungs- und Aufnahmezentren für Flüchtlinge in Sizilien. Dort ist er mit Vertretern des italienischen Staates und von EU-Organisationen – wie Europol und der EU-Grenzschutzagentur Frontex – zusammengetroffen, die in Kooperation für die Hotspots verantwortlich sind. Derzeit ist die Situation aufgrund der sinkenden Zahl ankommender Flüchtlinge seit Juli 2017 verhältnismäßig entspannt. In Gesprächen mit Kirchenvertretern und zivilgesellschaftlichen Organisationen wurde jedoch deutlich, dass die Frage der anschließenden Unterbringung und Versorgung weiterhin ungelöst ist. „Flüchtlinge geraten nach der Erstaufnahme regelmäßig in prekäre Verhältnisse, das betrifft die Unterbringung und vielfach auch die Arbeitsbedingungen bis hin zu regelrechter, auch sexueller Ausbeutung“, betont Erzbischof Heße. Die italienische Caritas setzt sich mit unterschiedlichen Projekten – von der Rechtsberatung über medizinische Versorgung bis zur Unterbringung – für die Betroffenen ein.

Eine besondere Gruppe stellen die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge dar, der zwischen 15 und 20 Prozent der ankommenden Flüchtlinge angehören. Diese werden nicht über die verschiedenen Regionen Italiens verteilt, sondern sollen in der Nähe ihrer Ankunftsorte verbleiben. Bei einem Besuch einer Aufnahmeeinrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge der Salesianer Don Boscos in San Gregorio hat sich Erzbischof Heße beeindruckt von dem Engagement der Ordensmänner, Erzieher und Psychologen gezeigt: „Hier wird Großartiges geleistet, ich bin aber auch berührt vom Lebensmut der jungen Flüchtlinge, mit denen ich gesprochen habe. Trotz ihrer schlimmen Erfahrungen und Traumata suchen sie einen neuen Weg in die Zukunft. Dabei darf man nicht vergessen, dass die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Süditalien ein großes Hindernis für die berufliche Integration junger Flüchtlinge ist“, so Erzbischof Heße.

Die Krise der privaten Seenotrettung war Thema intensiver Gespräche mit dem Vertreter der Europäischen Kommission und EU-Agenturen, mit dem bischöflichen Verantwortlichen für die italienische Caritas, Kardinal Francesco Montenegro (Agrigent), dem Präsidenten der Sizilianischen Bischofskonferenz, Erzbischof Salvatore Gristina (Catania), und weiteren sizilianischen Bischöfen sowie der Seenotrettungsinitiative MOAS (Migrant Offshore Aid Station). Mehrere Rettungsinitiativen haben in jüngster Zeit ihre Aktivitäten ausgesetzt, da sie angesichts verstärkter Zusammenarbeit zwischen Italien bzw. der EU mit Libyen ihre Handlungsmöglichkeiten für erheblich und unzulässig eingeschränkt halten. „Libyen ist ein Land ohne funktionierende staatliche Strukturen. Es gibt zahllose Berichte über schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen – gerade gegenüber Flüchtlingen. Milizen sollen sowohl in das Schlepperwesen als auch in die Abwehr von Flüchtlingen verwickelt sein. In seiner derzeitigen Verfassung ist Libyen deshalb kein Partner für die EU-Flüchtlingspolitik“, erklärt Erzbischof Heße.

Zum Abschluss seiner Reise mahnt Erzbischof Heße auch eine verstärkte Solidarität der europäischen Staaten an. „Die Länder an der EU-Außengrenze haben große ökonomische Probleme, sie müssen deshalb bei der Aufnahme von Flüchtlingen dringend entlastet werden. Wir brauchen hier mehr Fairness: Fairness zwischen den europäischen Staaten. Und vor allem: Fairness gegenüber den Flüchtlingen. Dafür sollte auch die Kirche in Europa ihre gemeinsame Stimme erheben.“

Wichtige Hinweise für Medienvertreter:
Alle Informationen zur Reise sind unter www.fluechtlingshilfe-katholische-kirche.de unter „Reise nach Sizilien“ verfügbar.
Fotos der Reise in Druckqualität sind kostenfrei verfügbar. Die Foto-Auswahl ist ständig erweitert worden.
Link zur Foto-Auswahl: https://joernneumann.pixieset.com/dbk/ 
Passwort: Fotos
Die Copyright-Angabe ist: © Deutsche Bischofskonferenz / Jörn Neumann

Aktion zum Welttag der Suizidprävention

8. September 2017 - 9:19
Mit einer Blogparade anlässlich des Welttags der Suizidprävention am 10. September wirbt die TelefonSeelsorge für mehr Sensibilität im Um-gang mit Suizidalität. Eine Blogparade ist eine Aktion bei der Blogger zu einem vorbestimmten Thema, in diesem Fall „Suizidprävention“, Beiträge verfassen. „Wir erhoffen uns, auf diese Weise Verständnis zu erzeugen und zugleich Hilfestellung für Betroffene und ihre Angehörigen zu bieten“, erläutert Ruth Belzner, Vorsitzende der Evangelischen Konferenz für TelefonSeelsorge und Offene Tür e. V.

Durch die Verbreitung der Beiträge im Netz, soll eine möglichst breite Aufmerksamkeitsspanne innerhalb der Bevölkerung erreicht werden. Die unterschiedlichen Herangehensweisen an dieses Thema ermöglicht die Facetten der Suizidalität zu erfassen und zugleich Hilfsansätze für Be-troffene und Angehörige aufzuweisen.

Blogger spiegeln Diversität der Präventionsmaßnahmen
„Wir haben uns für eine Blogparade entschieden, weil wir der Ansicht sind, dass die vielfältigen Ansätze der Blogger am besten spiegeln, wie unterschiedlich Präventivmaßnahmen gestaltet sein können, um für eine suizidale Person richtig zu sein“, begründet Belzner die Aktion. „Zugleich haben Blogger einen hohen Vertrauensgrad in ihrer Leserschaft und er-reichen Betroffene und Angehörige sehr gezielt.“ Am Ende der Aktion werden alle Beiträge auf der Website der TelefonSeelsorge kurz vorge-stellt. Ziel ist, die Beiträge zu einem sinnvollen Fundus zu bündeln und zentral verfügbar zu machen. Die drei besten Beiträge werden gekürt.

Angesprochen sind Blogger aller Couleur, die einen Beitrag zur Suizid-prävention verfassen wollen und auf diese Weise zur Sensibilisierung beitragen. Die Aktion dauert noch bis zum 17. September 2017, nähere Infos zur Aktion finden Sie unter www.telefonseelsorge.de. Hintergrund
Welttag der Suizidprävention
Der Welttag der Suizidprävention findet seit 2004 jährlich am 10. September statt. Das diesjährige Motto ist „Nimm Dir Zeit, sprich an, hör zu – gib Hoffnung“.

TelefonSeelsorge
Mit mehr als 7500 geschulten Ehrenamtlichen in 104 Stellen ist die TelefonSeelsorge deutschlandweit tätig. Über vier Wege ist die TelefonSeel-sorge zu erreichen: Telefon, Webmail, Chat und teilweise Vor Ort. Als eine der ersten Suizidpräventions-Maßnahmen deutschlandweit wurde die TelefonSeelsorge seitens der Evangelischen und Katholischen Kirche 1956 gegründet. Um den Zugang möglichst vielen Menschen zu ermögli-chen, steht die rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr zur Verfügung. Die Seelsorge ist ideologisch, konfessionell und politisch wertneutral.
2016 wurden 724.467 Telefonate und 8266 Chatgespräche geführt sowie 27.036 Webmails geschrieben. Dank Unterstützung der Deutschen Tele-kom sind die Telefonnummern 0800/1110111 und 0800/1110222 gebührenfrei.

Einladung zum Ökumenischen Fest in Bochum

7. September 2017 - 10:47
In der kommenden Woche findet als Initiative im Reformationsgedenkjahr das „Ökumenische Fest“ in Bochum statt. Es steht unter der Überschrift „Wie im Himmel, so auf Erden“. Dazu laden die Deutsche Bischofskonferenz, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), der Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT) und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) am Samstag, den 16. September 2017, gemeinsam ein.

Zur Berichterstattung über dieses Ökumenische Fest am Samstag, den 16. September 2017,
ab 10.00 Uhr
dürfen wir Sie herzlich einladen. Ein Pressebriefing findet um 12.30 Uhr im RuhrCongress statt (bitte Ausschilderung beachten). An diesem Pressebriefing stehen für O-Töne zur Verfügung:
  • Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz;
  • Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der EKD;
  • Prof. Dr. Christina Aus der Au, Präsidentin des 36. Deutschen Evangelischen Kirchentages (DEKT);
  • Prof. Dr. Thomas Sternberg, Präsident des ZdK.
Mehr Informationen zum Ökumenischen Fest finden Sie unter www.oekf2017.de.

Die Akkreditierung erfolgt ab 9.00 Uhr im RuhrCongress Bochum, Stadionring 20, 44791 Bochum. Dort erhalten Sie Presseausweis und Tagungsunterlagen.

Wir würden uns freuen, Sie oder ein anderes Mitglied Ihrer Redaktion beim Ökumenischen Fest begrüßen zu dürfen. Bitte teilen Sie uns per E-Mail presse(at)zdk.de mit, ob wir mit Ihrer Teilnahme rechnen dürfen.

Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz vom 25. bis 28. September 2017 in Fulda

6. September 2017 - 11:04
Vom 25. bis 28. September 2017 findet in Fulda die Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz statt. An ihr nehmen 69 Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz unter Leitung des Vorsitzenden, Kardinal Reinhard Marx, teil.

Im Mittelpunkt der Herbst-Vollversammlung steht der Studientag „Schöpfungsverantwortung nach Laudato siʼ – Umwelt und integrale Entwicklung als Aufgabe der Kirche“. Aktuelle Fragen zur Flüchtlingsarbeit werden die Vollversammlung ebenso prägen wie eine Auseinandersetzung mit den Gefahren des internationalen Terrorismus. Die deutschen Bischöfe werden sich auch mit der von Papst Franziskus für das kommende Jahr geplanten Weltbischofssynode „Jugend, Glaube und Berufungsunterscheidung“ befassen. Außerdem wird in Nachfolge von Bischof Norbert Trelle (Hildesheim) der neue stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz gewählt.

An der Eröffnungssitzung der Vollversammlung am Montag, den 25. September 2017, wird der Apostolische Nuntius, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, teilnehmen. Als Gäste anderer Bischofskonferenzen werden Bischof Dr. Jan Kopiec (Polen/Gleiwitz) sowie Weihbischof Christian Kratz  (Frankreich/Straßburg) anwesend sein.

Heute laden wir Sie herzlich zur Berichterstattung ein. Bitte beachten Sie, dass die Abschlusspressekonferenz wegen des Festaktes zur „150. Wiederkehr der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda“ bereits am Donnerstag, den 28.  September 2017, um 13.00 Uhr stattfindet.

Derzeit sind folgende Pressetermine geplant:

Montag, 25. September 2017:
15.00 Uhr    Pressestatement und Fototermin des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, zum Auftakt der Vollversammlung.     Ort: Auditorium maximum der Theologischen Fakultät

16.30 Uhr    Bildtermin im Sitzungssaal zum Auftakt der Vollversammlung.     Ort: Priesterseminar
Dienstag, 26. September 2017:
07.30 Uhr    Eröffnungsgottesdienst im Dom zu Fulda, Predigt des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx.

13.00 Uhr    Pressegespräch zum Thema „Chancen und Grenzen des Dialogs: Zur Diskussion zwischen Kirche und Islam“ mit
  • Bischof Dr. Georg Bätzing (Limburg), Vorsitzender der Unterkommission für den interreligiösen Dialog der Deutschen Bischofskonferenz;
  • Dr. Timo Güzelmansur (Frankfurt), Leiter der Christlich-Islamischen Begegnungs- und Dokumentationsstelle (CIBEDO) – Arbeitsstelle der Deutschen Bischofskonferenz.

    Ort: Auditorium maximum der Theologischen Fakultät
16.00 Uhr    Pressegespräch der Stadt Fulda und des Bistums Fulda zur Vorstellung einer Sonderbriefmarke und Sondermedaille „150 Jahre Deutsche Bischofskonferenz in Fulda“ mit
  • Bischof Heinz-Josef Algermissen (Fulda);
  • Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (Fulda).

    Ort: Marmorsaal des Stadtschlosses Fulda, Schlossstraße 1, 36037 Fulda.

Mittwoch, 27. September 2017:
07.30 Uhr    Gottesdienst im Dom zu Fulda, Predigt von Kardinal Rainer Maria Woelki (Köln).

13.00 Uhr 
   Pressegespräch zum Studientag der Herbst-Vollversammlung mit dem Thema „Schöpfungsverantwortung nach Laudato siʼ – Umwelt und integrale Entwicklung als Aufgabe der Kirche“ mit
  • Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz;
  • Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Essen), Vorsitzender der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen;
  • Bischof Dr. Stephan Ackermann (Trier), Vorsitzender der deutschen Kommission Justitia et Pax;
  • Weihbischof Dr. Bernd Uhl (Freiburg), Vorsitzender der Arbeitsgruppe für ökologische Fragen der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz;
  • Prof. DDr. Hans-Joachim Schellnhuber (Potsdam), Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK).

    Ort: Auditorium maximum der Theologischen Fakultät

Donnerstag, 28. September 2017:
07.30 Uhr    Gottesdienst im Dom zu Fulda – Gedächtnisgottesdienst für die verstorbenen Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz, Predigt von Erzbischof Stephan Burger (Freiburg).
   
13.00 Uhr    Abschlusspressekonferenz mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und dem Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, Pater Dr. Hans Langendörfer SJ. Ort: Auditorium maximum der Theologischen Fakultät

15.00 Uhr    Festakt „150. Wiederkehr der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda“ mit einem Festvortrag von Prof. em. Dr. Hermann Josef Pottmeyer „Die Bischofskonferenz in der synodalen Kirche“ sowie Grußworten von Kardinal Reinhard Marx, Bischof Heinz-Josef Algermissen und Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld. Ort: Fürstensaal des Stadtschlosses, Schlossstraße 1, 36037 Fulda.

18.00 Uhr    Schlussvesper mit Bonifatiussegen im Dom zu Fulda, Predigt von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer (Regensburg).


Hinweise:
  • Tagungsort: Die Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz tagt im Bischöflichen Priesterseminar in Fulda (Eduard-Schick-Platz 5). Sie ist nicht öffentlich.
  • Akkreditierung: Für die Pressetermine ist eine eigene Akkreditierung der Journalisten erforderlich. Nutzen Sie dazu bitte ausschließlich das Online-Formular. Bitte beachten Sie, dass eine Akkreditierung nur online möglich ist. Die Akkreditierung muss spätestens bis Donnerstag, 21. September 2017, 12.00 Uhr erfolgen. Die Akkreditierungsausweise können Sie ab Montag, den 25. September 2017, ab 10.00 Uhr im Priesterseminar Fulda abholen. Eine Nutzung der Arbeitsräume oder ein Besuch der Pressetermine ist nur mit dem Akkreditierungsausweis möglich!
  • Teilnahme am Festakt „150. Wiederkehr der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda“: Bitte akkreditieren Sie sich dazu unbedingt in dem dazugehörigen Feld des Online-Formulars zur Gesamtakkreditierung der Vollversammlung.

  • Fernsehaufnahmen während der Gottesdienste im Dom zu Fulda: Für die Gottesdienste im Dom zu Fulda (insbesondere für den Eröffnungsgottesdienst am 26. September 2017 um 7.30 Uhr und die Bonifatius-Vesper am 28. September 2017 um 18.00 Uhr) ist eine Dreherlaubnis erforderlich, die über die Bischöfliche Pressestelle Fulda (Postfach 11 53, 36001 Fulda, Tel. 0661/87299, Fax 0661/87568, E-Mail presse(at)bistum-fulda.de) eingeholt werden kann. Um den Ablauf des Gottesdienstes reibungslos zu gestalten, müssen sich die akkreditierten Kamerateams auf zwei abgekordelte Positionen rechts und links vor dem Altarraum verteilen, die am Ende der Predigt geräumt werden. Ein Wechsel zwischen beiden Positionen ist während des Gottesdienstes nicht möglich. In beiden Bereichen können die Kamerateams bis zum Ende der Predigt filmen. Anschließend sind Filmaufnahmen nicht mehr gestattet. Am Ende der Gottesdienste kann beim Auszug der Bischöfe wieder gefilmt werden. Den Anordnungen der Ordnungskräfte im Dom ist unbedingt Folge zu leisten.

  • Fotografieren während der Gottesdienste im Dom zu Fulda: Für das Fotografieren während der Gottesdienste im Dom zu Fulda (insbesondere während des Eröffnungsgottesdienstes am 26. September 2017 um 7.30 Uhr und während der Bonifatius-Vesper am 28. September 2017 um 18.00 Uhr) gelten die gleichen Regeln wie für Fernsehaufnahmen.

  • Eucharistiefeiern: Zur Teilnahme an den weiteren morgendlichen Eucharistiefeiern (Mittwoch und Donnerstag, jeweils um 7.30 Uhr) im Dom zu Fulda sind Sie herzlich eingeladen.

  • Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz: Die Pressestelle ist von Montag, 25. September 2017, 9.00 Uhr, bis Donnerstag, 28. September 2017, 18.00 Uhr, im Bischöflichen Priesterseminar zu erreichen (Tel. 0661/87229, Fax 0661/87543, E-Mail pressestelle(at)dbk.de).

  • Pressearbeitsraum: Der Arbeitsraum für Journalisten befindet sich gegenüber des Priesterseminars in der Theologischen Fakultät, Eduard-Schick-Platz 2 (Tel. 0661/ 90158989, Fax 0661/86976988).

  • Stellplätze: Falls Sie auf dem Gelände einen Stellplatz für einen Ü-Wagen benötigen, melden Sie sich bitte umgehend bei der Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz bzw. vermerken dies im Online-Akkreditierungsformular.
Weitere Informationen zur Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz finden Sie im Pressebereich sowie im Dossier „Vollversammlung“

Bischof Fürst zum 51. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel

5. September 2017 - 18:24
Seit 1967 begeht die katholische Kirche den Welttag der sozialen Kommunikationsmittel. Dieser wird in der Kirche Deutschlands immer am zweiten Sonntag im September begangen. Zum 51. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel am 10. September 2017 erklärt der Vorsitzende der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gebhard Fürst:

„In Zeiten von Nachrichtenflut und dem immer schwieriger werdenden Differenzieren von Wahrheit und Fake-News lädt uns der Mediensonntag 2017 ein, an die ‚gute Nachricht‘ zu denken. Papst Franziskus ruft in seiner Botschaft zum diesjährigen Welttag der sozialen Kommunikationsmittel auf, eine „konstruktive Kommunikation“ zu suchen. Wir sind eingeladen und als Kirche aufgefordert, den vielen negativen Schlagzeilen, der Angst und der Verunsicherung eine positive Botschaft entgegenzusetzen. Ja, wir haben die Verpflichtung, Hoffnung und Zuversicht in unserer Zeit zu verbreiten ohne dabei die Realitäten, so wie sie in der Welt sind, auszublenden.

,Ich glaube, dass es nötig ist, den Teufelskreis der Angst zu durchbrechen und die Spirale der Furcht aufzuhalten, die ein Ergebnis der Angewohnheit ist, sein Augenmerk ganz auf die schlechten Nachrichten … zu richten‘, schreibt Papst Franziskus zum kommenden Sonntag. Als Christen sind wir Menschen der Hoffnung und Zuversicht, des Blicks nach vorne; Menschen, die Ermutigung von ihrer Kirche wünschen und zu Recht erwarten. Wie Papst Franziskus möchte ich dazu ermutigen, Resignation in der Öffentlichkeit – auch in der öffentlichen Wahrnehmung – zu überwinden, für das Gute zu kämpfen und zu werben, auch in den Medien. Gerade da haben unsere kirchlichen Medien eine besondere Verantwortung. Natürlich sind auch sie den Gesetzen des Marktes ausgesetzt und müssen teilweise im Wettbewerb mit anderen umsatzorientiert arbeiten. Aber sollten es nicht gerade kirchliche Medien sein, die vor den ‚bad news‘ die ‚good news‘ setzen? Es geht nicht darum, Nachrichten von Leid und Gewalt auszublenden. Aber es ist ein Unterschied, ob schlechte Nachrichten sachlich übermittelt oder möglichst sensationsgierig breitgetreten werden, ob gesicherte Fakten berichtet oder diffuse Ängste genährt werden. Gerade deshalb bin ich dankbar für das, was unsere kirchlichen Medien leisten, auch daran sollten wir am Mediensonntag denken. Unter hohen Qualitätsansprüchen werden Nachrichten vermittelt, die sich vielleicht nicht immer einfach verkaufen lassen, die aber auch zur menschlichen Realität und letztlich zum kirchlichen Proprium dazugehören.

Lassen wir uns – auch im kirchlichen Kommunikationskosmos – von Papst Franziskus anregen, der mit seinen Hinweisen zum Mediensonntag einen Beitrag leisten will ,zur Suche nach einem offenen und kreativen Kommunikationsstil, der niemals bereit ist, dem Bösen eine Hauptrolle zuzugestehen, sondern versucht, die möglichen Lösungen aufzuzeigen und so die Menschen, denen die Nachricht übermittelt wird, zu einer konstruktiven und verantwortungsvollen Herangehensweise anzuregen. Ich möchte alle dazu einladen, den Frauen und Männern unserer Zeit Berichte anzubieten, die von der Logik der guten Nachricht geprägt sind.‘ Papst Franziskus betont, dass es der Liebe immer gelinge, ,den Weg der Nähe zu finden und Herzen zu entflammen, die sich innerlich anrühren lassen, Menschen, die fähig sind, nicht zu verzagen, und Hände, die bereit sind aufzubauen.‘ Ist das nicht Ausdruck von Qualitätsjournalismus? Ein Journalismus, der – auch – das Gute sucht und nicht müde wird, nach der Wahrheit zu suchen? Vielleicht vermag dieses Wort von Papst Franziskus Anregung für Journalisten von heute und morgen zu sein.

Der Mediensonntag lädt uns ein, als Kirche in Deutschland und als Weltkirche unseren Kommunikationsauftrag in Kirche und Welt zu bedenken. Wir haben eine Botschaft, die nicht in den Kirchenmauern verhallen darf, sondern nach außen getragen werden muss. Die Öffentlichkeit, gerade die säkulare Öffentlichkeit, erwartet diese Stimme von uns. Das ist eine ,konstruktive Kommunikation‘, die der Papst fordert und von der wir hoffen dürfen, dass sie von den Empfängern angenommen wird, dass Kommunikation – ja Dialog – entsteht.

Herzlich lade ich Medienschaffende und Mediennutzende ein, sich auf die guten Nachrichten zu konzentrieren. Papst Franziskus sagt von ihnen: ,Sie sind wie Leuchttürme im Dunkel dieser Welt, die den Kurs erhellen und neue Wege des Vertrauens und der Hoffnung auftun.‘“

Flüchtlingsbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz reist nach Sizilien

5. September 2017 - 11:05
Der Sonderbeauftragte für Flüchtlingsfragen der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Stefan Heße (Hamburg), reist heute (5. September 2017) auf die italienische Insel Sizilien. Bis zum 8. September 2017 wird er sich dort über die Lage der Flüchtlinge und die Situation an den EU-Außengrenzen informieren. Die Reise soll ein Zeichen der Solidarität mit den Flüchtlingen sein und die Leistungen der Helfer würdigen, die sich bei der Aufnahme von Flüchtlingen engagieren. Insbesondere die Caritas Italiana leistet unverzichtbare Hilfe in der Versorgung von Geflüchteten, ebenso eine Reihe von Ordensgemeinschaften.

Die Zahl ist nach wie vor dramatisch: Seit Jahresbeginn sind 2.400 Menschen im Mittelmeer ertrunken. Italien hat 2016 mindestens 181.000 Flüchtlinge aufgenommen, der überwiegende Teil ist von Libyen aus aufgebrochen. Auch für dieses Jahr werden Rekordwerte bei der Zuwanderung prognostiziert. In diesem Zusammenhang ist die Seenotrettung in den zurückliegenden Wochen europaweit in den Mittelpunkt gesellschaftlicher und politischer Aufmerksamkeit geraten. Erzbischof Heße wird dazu Gespräche mit Vertretern der EU-Grenzschutzagentur Frontex und weiterer EU-Organisationen sowie mit der privaten Seenotrettungsinitiative „Migrant Offshore Aid Station“ (MOAS) führen.

Der Sonderbeauftragte für Flüchtlingsfragen wird auf Sizilien zudem mit dem bischöflichen Verantwortlichen für die italienische Caritas, Kardinal Francesco Montenegro (Agrigent), dem Präsidenten der Sizilianischen Bischofskonferenz, Erzbischof Salvatore Gristina (Catania), und weiteren Bischöfen aus der Region zusammenkommen. Mit dem Bürgermeister von Catania, Enzo Bianco, werden die Herausforderungen diskutiert, die süditalienische Kommunen angesichts der großen Zahl von Flüchtlingen zu bestehen haben. Gespräche mit Vertretern der Caritas und  zivilgesellschaftlicher Organisationen sowie der Besuch von Flüchtlingsprojekten runden das Programm ab.
„Ich möchte mit meiner Reise deutlich machen, dass menschenwürdige Lösungen für die Situation an den EU-Außengrenzen gefunden werden müssen“, so Erzbischof Heße. „Europa darf die Verantwortung für Geflüchtete nicht allein den Erstaufnahmeländern im Süden überlassen und aufbürden. Wir brauchen faire Lösungen: fair zwischen den Ländern der EU und fair gegenüber den Flüchtlingen.“


Wichtige Hinweise für Medienvertreter:
Alle Informationen zur Reise sind unter www.fluechtlingshilfe-katholische-kirche.de unter „Reise nach Sizilien“ verfügbar. Kürzere Interviews mit Erzbischof Heße sind während der Reise je nach Programm möglich. Anfragen richten Sie bitte an die Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz (E-Mail: pressestelle(at)dbk.de). Fotos der Reise in Druckqualität sind kostenfrei verfügbar. Die Foto-Auswahl wird während der Reise ständig erweitert.
Link zur Foto-Auswahl: https://joernneumann.pixieset.com/dbk/ 
Passwort: Fotos
Die Copyright-Angabe ist: © Deutsche Bischofskonferenz / Jörn Neumann

Kardinal Marx würdigt 21. Renovabis-Kongress in München

5. September 2017 - 9:02
Vom 6. bis 8. September 2017 findet zum 21. Mal der jährliche Renovabis-Kongress in München statt, auf dem länderübergreifend Entwicklungen in Europa analysiert werden. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, würdigt in einem Grußwort den Kongress als ein wichtiges Forum des Austausches und der Begegnung zwischen dem Westen und dem Osten Europas. In diesem Jahr steht der Kongress unter dem Leitwort „Die Krise als Chance für Europa! Die Verantwortung der Kirchen“.

Dieses Thema sei herausfordernd: Vor allem müssen sich Christen die Frage stellen, was sie leisten können, um der Idee der europäischen Friedensordnung neues Leben einzuhauchen. „Unser Kontinent tritt uns nicht nur als ein politisches und ökonomisches, sondern auch als ein geistiges Konzept entgegen“, so Kardinal Marx. Die Veränderungen zeigten aber, dass die Fundamente der politischen, gesellschaftlichen und sozialen Ordnungen auch in westlichen Ländern nicht mehr selbstverständlich akzeptiert würden. „Vor diesem Hintergrund stellen wir uns die Frage, wie wir Christen mithelfen können, die positiven Errungenschaften der Freiheit und des Rechts für alle zu schützen und zu stärken, und so Entwicklungen zu autoritären und nationalistischen Konzepten wirksam zu begegnen“, schreibt Kardinal Marx in seinem Grußwort.

Der Zustrom von Flüchtlingen und Migranten fordere Europa in bisher unbekannter Weise heraus. Auf die Frage, ob die Solidarität an den Grenzen Europas und im Angesicht der globalen Krisen- und Kriegssituationen enden dürfe, müsse die Kirche als Werkzeug des Friedens, der Versöhnung und der Solidarität antworten. „Hierzu möge auch der bevorstehende Internationale Kongress Renovabis einen fruchtbaren Beitrag leisten“, so Kardinal Marx.

Hinweis:
Das Grußwort von Kardinal Reinhard Marx zum Internationalen Kongress Renovabis ist untenstehend als pdf-Datei verfügbar. Der Kongress wird dokumentiert auf www.renovabis.de.

Die Allianz für Weltoffenheit unterstützt die Woche des bürgerschaftlichen Engagements

4. September 2017 - 15:24
Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt müssen immer wieder neu erarbeitet werden. Dafür braucht es ein starkes bürgerschaftliches Engagement. Deswegen unterstützt die Allianz für Weltoffenheit die 13. Woche des bürgerschaftlichen Engagements. Sie ist Partner des Thementags „Jugendengagement und Demokratie“, der am 13. September 2017 stattfindet.

In Deutschland engagieren sich rund 31 Millionen Bürgerinnen und Bürger in vielfältiger Weise und in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens – wie beispielsweise im Sozialen, im Umweltschutz, in Sport, Migration, Flüchtlingshilfe, Bildung oder Kultur. Sie alle leisten mit ihrem Engagement einen unersetzlichen Beitrag zum Zusammenhalt unserer pluralen und offenen Gesellschaft. Die Aktionswoche findet vom 8. bis 17. September 2017 unter dem Motto „Engagement macht stark!“ statt. Sie macht das vielfältige freiwillige und ehrenamtliche Engagement in Deutschland sichtbar und soll dazu beitragen, die Wertschätzung für ziviles Engagement in Deutschland zu stärken.

Unter dem Dach der „Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat – gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt“ haben sich folgende Partner versammelt: Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Deutsche Bischofskonferenz, Deutscher Gewerkschaftsbund, Deutscher Kulturrat, Deutscher Naturschutzring, Deutscher Olympischer Sportbund, Evangelische Kirche in Deutschland, Koordinierungsrat der Muslime und Zentralrat der Juden in Deutschland.

Die Allianz für Weltoffenheit setzt sich u. a. ein für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, den Schutz aller Menschen vor Gewalt, Menschenfeindlichkeit und Fremdenhass und ein verbessertes Bildungsangebot als Schlüssel für eine erfolgreiche gesellschaftliche Integration. Sie steht für den Schutz der Grundrechte, zu denen die Glaubens- und Gewissensfreiheit und das Recht auf körperliche Unversehrtheit ebenso zählen wie die Gleichberechtigung von Frau und Mann, das Diskriminierungsverbot und die Meinungs- und Kunstfreiheit.

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