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Kardinal Reinhard Marx, Präsident der ComECE und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, zum Pariser Weltklimaschutzabkommen

Zur Entscheidung des US-amerikanischen Präsidenten zur Aufkündigung des Pariser Weltklimaschutzabkommens erklärt der Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (ComECE) und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx:

„Auch wenn die Entscheidung des US-amerikanischen Präsidenten zu erwarten war, bleibt sie ein herber Rückschlag für den internationalen Klimaschutz und trübt die weltweite Zuversicht nach der Einigung auf der Pariser Klimakonferenz. Bis zum Schluss hatte man gehofft, dass die Gespräche im Rahmen der G7 und das Zusammentreffen mit Papst Franziskus die Entscheidung positiv beeinflussen könnten. In der Enzyklika Laudato si‘, die der Papst dem Präsidenten beim Treffen in der letzten Woche mitgegeben hatte, betont Franziskus, dass die Schwäche internationaler Politik darin liegt, dass allzu viele Sonderinteressen die Oberhand über das Gemeinwohl gewinnen. Es ist bedauerlich, dass sich diese Analyse erneut bestätigt und globale Verantwortung an der Landesgrenze endet. Die internationale Staatengemeinschaft darf sich davon nicht entmutigen lassen, insbesondere die Europäer sind aufgefordert, geschlossen eine Vorreiterrolle bei der Bewahrung der Schöpfung einzunehmen.“

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