Augenblicke der Besinnung

Gebet, Barmherzigkeit und Fasten,
diese drei bilden nur eines.
Sie geben einander das Leben.
Denn die Seele des Gebetes ist das Fasten.
Das Leben des Fastens ist die Barmherzigkeit.
Niemand reiße sie auseinander.
Wenn man nur eines von diesen dreien hat,
so hat man nichts.
Wer also betet, der faste!
Wer fastet, der übe Barmherzigkeit!

Petrus Chrysologus













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Dr. Aurica Jax übernimmt Leitung der Arbeitsstelle Frauenseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 27. February 2019 - 9:37

Zum 1. April 2019 übernimmt Dr. Aurica Jax die Leitung der Arbeitsstelle Frauenseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz. Sie tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Hildegund Keul an, die die Arbeitsstelle von 2004 bis 2018 geleitet hat.

Dr. Aurica Jax (geb. Nutt) wurde 1972 in Düsseldorf geboren. Nach dem Studium der Theologie (Diplom/Staatsexamen) und der Geschichte (Staatsexamen) in Münster und Fribourg (Schweiz) promovierte sie 2008 an der Universität Tilburg (Niederlande). Es schlossen sich Tätigkeiten als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit (Universität Bochum) und der Arbeitsstelle Feministische Theologie und Genderforschung (Universität Münster) an. Seit 2013 ist Aurica Jax als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an Forschungsprojekten der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) beteiligt, die am Institut für Katholische Theologie der Universität Köln angesiedelt sind. Außerdem ist sie als Referentin im Bereich der kirchlichen Erwachsenenbildung tätig. Aurica Jax ist unter anderem Mitglied der Bischöflichen Frauenkommission im Bistum Münster und des Vereins „AGENDA – Forum katholischer Theologinnen“.

Die Arbeitsstelle Frauenseelsorge arbeitet im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz. Insbesondere ist ihr die Zusammenarbeit mit den Frauenreferaten in den (Erz-)Diözesen, mit den katholischen Frauenverbänden, mit den Frauenorden (Institute des geweihten Lebens) und den kirchlichen Bewegungen aufgetragen. In diesem Zusammenhang greift sie die vielfältigen Fragen von Frauen in Kirche und Gesellschaft auf und bringt sie in die Arbeit der zuständigen Unterkommission „Frauen in Kirche und Gesellschaft“ ein. Dabei orientiert sie sich vor allem am missionarischen Grundauftrag der Kirche.


Hinweis:

Ein Pressefoto zur freien Verfügung ist untenstehend zum Herunterladen verfügbar.

24-Stunden-Gebet zum Weltgebetstag um geistliche Berufungen

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 25. February 2019 - 10:31

Zum Weltgebetstag um geistliche Berufungen am 12. Mai 2019 plant die Berufungspastoral in Deutschland, mit einem 24-Stunden-Gebet das Gebet um Berufung wieder neu ins Bewusstsein zu rufen. Seit dieser Tag durch Papst Paul VI. 1964 eingeführt wurde, haben sich zahlreiche Pfarreien und Gläubige im Gebet um geistliche Berufungen eingebracht und damit der Bitte Jesu entsprochen, um Arbeiter im Weinberg des Herrn zu beten (vgl. Mt 9,38).

Verantwortlich für den Weltgebetstag ist in Deutschland das Zentrum für Berufungspastoral, eine Arbeitsstelle der Deutschen Bischofskonferenz. Dessen Leiter, Pfarrer Michael Maas, erklärt: „Wir stellen fest, dass das Gebet um Berufungen in den vergangenen Jahrzehnten – wie auch die Berufungen in das Ordensleben oder zum Priesteramt – zurückgegangen ist. An vielen Stellen spüren wir, dass die Kirche in unserem Land der Erneuerung bedarf. Es ist schwieriger geworden, den Glauben lebendig zu halten. Negative Schlagzeilen erschweren die Bemühungen in den Gemeinden. Doch wir vertrauen darauf, dass Erneuerung der Kirche dort gelingen kann, wo wir uns Jesus Christus zuwenden und seinem Auftrag folgen. In diesem Sinne wollen wir ein Zeichen setzen. Wir vertrauen darauf, dass Gott auch in unserer Zeit und durch unser Mittun wirken und lebendig werden will!“

Ziel des 24-Stunden-Gebets zum nächsten Weltgebetstag ist es, dass mindestens an einem Ort in jeder Diözese in Deutschland ein 24 Stunden-Gebet um geistliche Berufungen durchgetragen wird. „Wir hoffen, dass sich viele Gemeinden, Gemeinschaften sowie Einzelpersonen und Familien beteiligen. Wir wollen uns auf diese Weise im Gebet vernetzen und uns gegenseitig stärken“, so Pfarrer Maas.

Das 24-Stunden-Gebet steht unter dem Leitwort „Werft die Netze aus“: Es erinnert daran, wie Jesus Petrus und seine Gefährten aufgefordert hat, das Netz nach einer erfolglosen Nacht des Fischfangs abermals auszuwerfen (vgl. Lk  5,5). Daraufhin wagten es die Fischer erneut – und konnten die Netze vor lauter Ertrag kaum mehr einholen. „Auf das Wort Jesu hin wollen auch wir heute mutig unsere Netze auswerfen, um geistliche Berufungen beten und auf reichen Ertrag hoffen“, so Pfarrer Maas. „Wir sind davon überzeugt, dass Gott auch in unseren Tagen Menschen in seine Nachfolge ruft und dass es erfüllend sein kann, sein Evangelium zu verkünden und sich ganz in seinen Dienst zu stellen.“


Hinweis:

Weitere Informationen zum Weltgebetstag um geistliche Berufungen sind auf der Internetseite www.werft-die-netze-aus.de verfügbar.

Ökumenisches Symposium der Deutschen Bischofskonferenz und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 25. February 2019 - 9:33

Unter der Überschrift „Konsens und Dissens in der Ethik ¬– Wie weit reicht die katholisch-evangelische Ökumene?“ veranstalten die Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Tutzing und der Katholischen Akademie in Bayern vom 7. bis 8. März 2019 ein ökumenisches Symposium.

Gerade in der Ethik sind in den vergangenen Jahren zwischen den Kirchen immer wieder Unterschiede deutlich geworden. Diese zeigen sich zum Beispiel in der Frage der Stammzellenforschung und bei dem Thema der nichtinvasiven Pränataldiagnostik. Besteht in diesem Zusammenhang möglicherweise die Gefahr, dass unterschiedliche Positionierungen in ethischen Einzelfragen die Kirchen voneinander trennen und dadurch die Ökumene beeinträchtigen können? Wie können die Kirchen auch angesichts ihrer teils unterschiedlichen Bewertung von ethischen Einzelfragen gemeinsam ihrer Aufgabe gerecht werden, für die unverlierbare Würde des Menschen und den Schutz der Schwachen einzutreten?

Diesen Fragen geht die Fachtagung nach. Sie nimmt Bezug auf die Studie „Gott und die Würde des Menschen“, die 2017 von der dritten Bilateralen Arbeitsgruppe der Deutschen Bischofskonferenz und der VELKD vorgelegt wurde. In ihr wird die These vertreten, dass ein weitreichender Konsens zwischen den Kirchen in der Anthropologie und in der ethischen Argumentation auch Unterschiede in der Bewertung ethischer Einzelfragen zulasse, die aber diese fundamentalen Gemeinsamkeiten nicht aufheben, sondern von ihnen getragen sind und daher keine trennende Wirkung zwischen den Kirchen haben müssen.

Im Verlauf der Tagung wird zunächst jeweils ein Mitglied der Bilateralen Arbeitsgruppe die Position der Studie zu den Themen „Wer ist der Mensch? Grundelemente des christlichen Menschenbildes“ (Prof. Dr. Thomas Söding), „Prinzipien ethischer Urteilsbildung im Lichte konfessioneller Traditionen“ (Prof. Dr. Miriam Rose) und „Das Modell des differenzierten Konsenses und begrenzten Dissenses in ethischen Einzelfragen“ (Prof. Dr. Wolfgang Thönissen) darstellen und kritisch reflektieren. Ergänzende Beiträge von Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher Konfessionsfamilien (katholisch, evangelisch, orthodox, freikirchlich) werden die Perspektive erweitern. Am Beispiel der „Ehe für alle“ und des Umgangs mit Geflüchteten wird ausgelotet, inwieweit das Prinzip des differenzierten Konsenses auf aktuelle ethische Fragstellungen anwendbar ist.

Die Tagung schließt mit einem Podium über die Perspektiven der Ökumene mit dem Catholica-Beauftragten der VELKD, Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke, und dem Vorsitzenden der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gerhard Feige.


Hinweis:

Das Programm und Informationen zur Anmeldung sind unterstehend als pdf-Datei verfügbar. Anmeldungen zur Tagung sind bis zum 28. Februar 2019 bei der Akademie Tutzing möglich.

Kardinal Marx zum Abschluss der Internationalen Kinderschutz-Konferenz im Vatikan

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 24. February 2019 - 14:14

Zum Abschluss der Internationalen Konferenz „Protection of the minors“ erklärt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx heute (24. Februar 2019):

„Die von Papst Franziskus einberufene Konferenz aller Vorsitzenden der nationalen Bischofskonferenzen weltweit, die vom 21. bis 24. Februar 2019 im Vatikan stattgefunden hat, darf als einzigartig bezeichnet werden. Nie zuvor hat es ein Treffen dieser Art und zu diesem Thema – dem Schutz Minderjähriger vor sexuellem Missbrauch – gegeben.

Die Vorträge und Diskussionen wurden in großer Offenheit und gegenseitigem Vertrauen geführt. Deutlich wurde, dass die Bereitschaft  besteht, die anstehenden Fragen beim Thema sexueller Missbrauch Minderjähriger anzugehen und zwar quer über alle Kontinente. Gerade deshalb ziehe ich eine positive Bilanz dieser Tage.

Natürlich – und das habe ich stets im Vorfeld gesagt – kann ein solches Treffen keinen rasch zusammengestellten Maßnahmenkatalog verabschieden. Vor allem ging es zunächst um den gemeinsamen, ehrlichen und realistischen Blick auf den sexuellen Missbrauch Minderjähriger in der Kirche, der eine schreckliche weltweite Realität ist. Wir tragen Verantwortung gegenüber den Opfern in aller Welt. Während der Konferenz ist deutlich geworden, dass wir Bischöfe eine gleiche Einschätzung der Situation haben. Niemand von uns kann das Problem länger negieren oder gar tabuisieren. Ich bin dankbar, dass ich in meiner Rede und in vielen Einzelgesprächen die Arbeit vorstellen konnte, die wir als deutsche Bischöfe in den zurückliegenden Jahren zum Thema geleistet haben. Gerade das war ein wichtiger Bestandteil dieser Tage: Wir haben voneinander gelernt. Da ist es gut, dass einige Bischofskonferenzen auch vorangehen.

Gelernt habe ich auch bei meiner Begegnung mit den internationalen Opferverbänden ‚Ending clergy abuse‘ am vergangenen Freitag (22. Februar 2019). Mir war es wichtig, durch Zuhören zu verstehen und die Anliegen der Verbände anderen Bischöfen und dem Heiligen Vater zu vermitteln. Dieser Dialog muss weitergeführt werden.

Jetzt sind verschiedene Entscheidungsebenen verantwortlich und gefordert, die Überlegungen von Rom umzusetzen. Es kann nicht sein, dass alle Entscheidungen beim Heiligen Stuhl liegen. Wir Bischöfe tragen eine eigene Verantwortung und der müssen wir uns gerade bei diesem Thema stellen. Papst Franziskus hat deutlich gemacht, dass ihm das ein Anliegen ist. Entscheidend ist, dass Leitlinien verbindlich sind. Nach meiner Meinung ist es notwendig, ihre Einhaltung mit Hilfe eines Monitorings zu überprüfen. Von Rom aus sollten lokale und regionale Aktivitäten unterstützt und auch Fragen des Kirchenrechts entschieden angegangen werden. Ich begrüße die heutige Ankündigung des Vatikans, dass Antimissbrauchsgesetze im Vatikanstaat und beim Heiligen Stuhl eingeführt werden, dass es einen Leitfaden für alle Bischöfe geben soll und dass eine Art ‚Taskforce‘ vorgesehen ist, mit der der Heilige Stuhl Bistümer bei der Bewältigung des Verbrechens sexuellen Missbrauchs unterstützen will und darauf schaut, dass Leitlinien wirklich konsequent umgesetzt werden.“

Dankbar bin ich Papst Franziskus für seine Abschlussansprache am heutigen Sonntag (24. Februar 2019). Sie bestätigt in vielen Aspekten den Weg, den wir als Kirche in Deutschland eingeschlagen haben. Dazu zählen unsere Leitlinien, aber auch die umfangreiche Präventionsarbeit. Durch die Worte des Papstes können wir gestärkt die nächsten notwendigen Schritte in unseren Diözesen gehen. Besonders hebe ich hervor, dass Papst Franziskus betont, dass in der Kirche das Pflichtbewusstsein gewachsen sei, ‚nicht nur danach zu streben, den höchst schwerwiegenden Missbräuchen durch Disziplinarmaßnahmen und zivile und kanonische Prozesse Einhalt zu gebieten, sondern auch sich dem Phänomen mit Entschlossenheit sowohl innerhalb als auch außerhalb der Kirche zu stellen.‘ Dies und die Forderung von Papst Franziskus nach ‚Demut, Selbstanklage, Gebet und Buße‘ müssen uns aufrütteln. In diesem Geist geht es um eine Reform der Kirche, eine wirkliche Erneuerung im Geiste Jesu. Klar formuliert der Heilige Vater als Ziel der Kirche, ‚den missbrauchten, ausgebeuteten und vergessenen Minderjährigen, wo auch immer sie sich befinden, zuzuhören, sie zu bewahren, zu schützen und zu betreuen.‘ Deutlich betont der Papst, dass es eine Pflicht der Kirche sei, den Betroffenen jede notwendige Hilfe zukommen zu lassen. Sein eindringlicher Appell an alle Verantwortungsträger – in Kirche und Gesellschaft – darf nicht ungehört bleiben. Das gilt auch für, wie Franziskus sagt, das ‚Übel des Klerikalismus‘, der ‚den fruchtbaren Boden für all diese Gräuel bildet‘, denn der Missbrauch geistlicher Macht ist oft der Ursprung dieser Verbrechen.

In der Deutschen Bischofskonferenz werden wir diese Tage intensiv beraten und unsere Schlussfolgerungen ziehen. Ich bin zuversichtlich, dass wir den in Fulda im September 2018 eingeschlagenen Weg entschlossen und kontinuierlich fortsetzen werden. Die römische Tagung hat uns dazu ermutigt.“

Kardinal Marx spricht auf der Internationalen Konferenz „On the Protection of Minors in the Church“ im Vatikan

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 23. February 2019 - 9:51

Transparenz und Nachvollziehbarkeit von Verwaltungsvorgängen in der Kirche hat heute (23. Februar 2019) der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, gefordert. Bei der von Papst Franziskus einberufenen Internationalen Konferenz „On the Protection of Minors in the Church“, die seit Donnerstag (21. Februar 2019) im Vatikan tagt und an der alle Vorsitzenden der Bischofskonferenzen weltweit teilnehmen, betonte Kardinal Marx: „Menschen, die mit einer transparenten Verwaltung zu tun haben, können Fehler und Irrtümer im Verwaltungshandeln aufdecken und sich dagegen wehren.“ Das sei insbesondere wegen der negativen Erfahrungen im Zusammenhang mit Missbrauchsfällen wichtig.

Kardinal Marx hob hervor, dass sich das Handeln der Kirche in der Welt nicht strikt und alleine auf das Geistliche beschränken könne. „Ein Vernachlässigung des weltlichen Aspekts der Kirche und dessen eigener Gesetzmäßigkeiten würden der Wirklichkeit der Kirche nicht gerecht werden.“ Um alle Aufgaben, die sich aus dem Sendungsauftrag der Kirche ergeben, erfüllen zu können, brauche es eine funktionierende Verwaltung, „die sich am Ziel der Kirche orientieren muss und an der Leitlinie der Gerechtigkeit“, so Kardinal Marx. Die Macht der Verwaltung könne auch missbraucht werden. „Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn Verwaltung ihre dienende Funktion für das Zusammenleben und Zusammenarbeiten unterschiedlicher Menschen für die Erreichung höherer Ziele vergisst.“ Der sexuelle Missbrauch von Kindern und Jugendlichen, so Kardinal Marx, sei zu einem nicht geringen Teil auf den Machtmissbrauch im Bereich der Verwaltung zurückzuführen. „Verwaltung hat hier nicht dazu beigetragen, dass der Sendungsauftrag der Kirche erfüllt wird, sondern im Gegenteil, dass er verdunkelt, diskreditiert und verunmöglicht wird.“

Gerade deshalb sei Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Verwaltung alternativlos. Sie seien beständige Aufgaben, zu deren Erfüllung es hilfreich sein könne, sich auch von außerhalb der Kirche Unterstützung von entsprechenden Fachleuten zu holen, sagte Kardinal Marx. „Entscheidend ist dabei immer wieder die persönliche Haltung derer, die in der Verwaltung arbeiten und derer, die sie verantworten. Im Kern geht es um die Frage, inwiefern man bereit ist, sein eigenes Handeln vor anderen zu rechtfertigen und sich in gewissem Rahmen kontrollieren zu lassen.“

Hinweise:
Die Rede von Kardinal Marx „Transparency as a Community of Believers“ finden Sie untenstehend zum Herunterladen sowie auch auf der vatikanischen Seite https://www.pbc2019.org.
Weitere Informationen zur Konferenz sind auch auf der Themenseite „sexueller Missbrauch“ verfügbar.

Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2019: Empfehlungsliste veröffentlicht

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 21. February 2019 - 10:54

Die Jury des Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises unter Vorsitz von Weihbischof Robert Brahm (Trier) hat 15 Titel für die diesjährige Empfehlungsliste des Preises ausgewählt. 60 Verlage haben sich mit 190 Büchern am Wettbewerb beteiligt. Die Entscheidung über den Preisträger wird am 19. März 2019 bekanntgegeben.

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Hinweis: Die hochauflösenden Downloaddateien aus der Bildergalerie sind für die Berichterstattung rund um den Preis unter Nennung des Copyrights frei verfügbar.

Der Preis wird im Mai 2019 in Hamburg durch den Vorsitzenden der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart), verliehen. Folgende Bücher hat die Jury, der neben Weihbischof Robert Brahm (Vorsitz), Gabriele Cramer (Münster), Cornelia Klöter (Leipzig), Bettina Kraemer (Bonn), Susanne Kriesmer (Burgbrohl), Dr. Heidi Lexe (Wien), Dr. Klara Asako Sarholz (Bottrop), Prof. Dr. Markus Tomberg (Fulda), Elisabeth Wagner-Engert (Ellgau) und Anna Winkler-Benders (Frankfurt) angehören, auf die Empfehlungsliste 2019 gesetzt:

David Arnold: Herzdenker
Übersetzt von Ulrich Thiele    
Arena Verlag, Würzburg, 2018
ab 13 Jahren

Antje Damm: Was wird aus uns?        
Moritz Verlag, Frankfurt a. M., 2018
für alle

Steven Herrick: Ich weiß, heute Nacht werde ich träumen
Übersetzt von Uwe-Michael Gutzschhahn
Thienemann-Esslinger Verlag, Stuttgart, 2018
ab 14 Jahren

Ulrich Hub: Das letzte Schaf
Mit Bildern von Jörg Mühle
Carlsen Verlag, Hamburg, 2018
ab 6 Jahren und für alle

Nikola Huppertz, Tobias Krejtschi: Meine Mutter, die Fee
Illustration: Tobias Krejtschi
Tulipan Verlag, München, 2018
ab 6 Jahren

Erin Entrada Kelly: Vier Wünsche ans Universum
Übersetzt von Birgitt Kollmann
dtv Verlagsgesellschaft, Reihe Hanser, München, 2018
ab 10 Jahren

Irmgard Kramer: 17 Erkenntnisse über Leander Blum
Loewe Verlag, Bindlach, 2018
ab 14 Jahren

Rose Lagercrantz, Eva Eriksson: Glücklich ist, wer Dunne kriegt
Übersetzt von Angelika Kutsch
Illustration: Eva Eriksson

Moritz Verlag, Frankfurt a. M., 2018
ab 7 Jahren

Agnès de Lestrade, Valeria Docampo: Die Schneiderin des Nebels
Übersetzt von Anna Taube
Illustration: Valeria Docampo
Mixtvision Verlag, München, 2018
ab 5 Jahren

Elisabeth Steinkellner: Dieser wilde Ozean, den wir Leben nennen
Beltz & Gelberg, Weinheim, 2018
ab 15 Jahren

Shaun Tan: Reise ins Innere der Stadt
Übersetzt von Eike Schönfeld
Aladin Verlag, Stuttgart, 2018
Ohne spezielle Altersangabe

Dianne Touchell: Foster vergessen
Übersetzt von Birgit Schmitz
Königskinder im Carlsen Verlag, Hamburg, 2018
ab 16 Jahren

Anja Tuckermann, Mehrdad Zaeri, Uli Krappen: Der Mann, der eine Blume sein wollte
Illustration: Mehrdad Zaeri, Uli Krappen
Tulipan Verlag, München, 2018
ab 5 Jahren und für alle

Jochen Voit, Hamed Eshrat: Nieder mit Hitler! oder Warum Karl kein Radfahrer sein wollte
Illustration: Hamed Eshrat
avant-verlag, Berlin, 2018
ab 12 Jahren

Alex Wheatle: Liccle Bit. Der Kleine aus Crongton
Übersetzt von Conny Lösch
Verlag Antje Kunstmann, München, 2018
ab 14 Jahren


Hinweise:

  •  Zum Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis der Deutschen Bischofskonferenz wird eine Arbeitshilfe „Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2019“ (Arbeitshilfen Nr. 304) mit ausführlichen Rezensionen zu den Titeln der Empfehlungsliste sowie ein Preisträgerplakat im Format DIN A1 erscheinen. Nähere Informationen hierzu werden bei der Bekanntgabe des diesjährigen Preisträgers mitgeteilt.
  • Die Fotos aller Buchtitel sind in einer Collage im Hoch- und Querformat in hoher Auflösung verfügbar. Sie finden sie zum Herunterladen in der Bildergalerie dieser Pressemitteilung.
  • Informationen zur Jury und zur Geschichte des Preises sowie alle Siegertitel inklusive Jurybegründungen seit 1979 finden Sie auf der Themenseite „Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis“ (Rubrik Themen – Auszeichnungen der Deutschen Bischofskonferenz).

Kardinal Marx: Missbrauch weltweit überwinden

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 21. February 2019 - 9:48

Einen Anstoß für die weltweite Überwindung des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen erhofft sich Kardinal Reinhard Marx vom derzeitigen Vatikan-Gipfel zum Thema Kinderschutz. Zum Auftakt des viertägigen Treffens räumte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz am Donnerstagmorgen (21. Februar 2019) in Rom ein, dass in manchen Ländern die Tragweite des Problems noch nicht ausreichend erkannt werde. Der vom Papst einberufene weltweite Gipfel in Vatikan werde aber dazu beitragen, „dass alle Bischöfe der Weltkirche begreifen, dass wir uns dem stellen müssen.“

Ein Ziel müsse sein, dass alle Bischöfe begreifen, dass dies eine Herausforderung sei, der sich alle überall stellen müssten. „Wir dürfen niemals mehr dulden, dass Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht werden“, erklärte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz. „Ich erhoffe mir, dass vielleicht sogar von diesen besonderen Begegnungen jetzt in diesen Tagen auch ein Impuls ausgeht in die gesamte Gesellschaft, dass wir nicht dulden, niemals weiter dulden werden, dass Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht werden. Dafür müssen wir alles tun“, so Kardinal Marx. Das furchtbare Übel des sexuellen Missbrauchs müsse überwunden werden.

An dem viertägigen Gipfeltreffen im Vatikan nehmen die Vorsitzenden aller Bischofskonferenzen, Vertreter der unierten Ostkirchen, 22 männliche und weibliche Ordensobere sowie Behördenleiter und Experten aus dem Vatikan teil. Missbrauchsopfer sollen mit Berichten von ihrem Leiden bei dem Treffen präsent sein.

Quelle: mit KNA

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