Augenblicke der Besinnung

Die seligen Jungfrau Maria
ist die Königin des Friedens.
Bei der Geburt ihres Sohnes
verherrlichten die Engel Gott
und wünschten den Menschen guten Willens
Frieden auf Erden.
Bitten wir Maria,
uns leitend voranzugehen.

Papst Franziskus













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Deutsche Bischofskonferenz trauert um Bischof em. Dr. Anton Schlembach

Die Deutsche Bischofskonferenz trauert um den heute (15. Juni 2020) verstorbenen früheren Bischof von Speyer, Bischof Dr. Anton Schlembach. In einem Beileidsschreiben an den Bischof von Speyer, Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, würdigt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, den Verstorbenen als vorbildlichen Priester und großen Freund des Heiligen Landes.

„Mit dem Tod von Bischof Schlembach geht ein fürsorglicher Hirte, geschätzter Seelsorger und treuer Zeuge des Evangeliums von uns. Wenngleich das hohe Alter ihn in den zurückliegenden Jahren nur noch selten seinen bischöflichen Dienst hat ausüben lassen, so hat er trotzdem aktiv am Leben der Kirche teilgenommen“, schreibt Bischof Bätzing. Fast ein Vierteljahrhundert habe er der Deutschen Bischofskonferenz angehört. „Für diesen Einsatz sind wir dem Verstorbenen dankbar, vor allem für seine über die vielen Jahre wechselnde Arbeit als Mitglied der Ökumenekommission, den Kommissionen für Publizistik und Weltkirche und der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen, deren stellvertretender Vorsitzender er war.“ Anton Schlembach habe lange eine besondere Mitverantwortung getragen für die Weltmission. Oft sei er bereit gewesen, die Bischofskonferenz nach außen hin zu vertreten: „So war er als Gast bei den Vollversammlungen der Italienischen Bischofskonferenz in Rom. Ein Anliegen waren ihm auch die großen Eucharistischen Weltkongresse, deren Vorbereitung er mitgetragen hatte, und wo er auch die Deutsche Bischofskonferenz präsent machte“, so Bischof Bätzing.

In seiner Kondolenz betont Bischof Bätzing den Einsatz Bischof Schlembachs für das Heilige Land. Von 1991 bis 2006 war er Großprior des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem: „Diese Verantwortung nutzte er, um die Solidarität vieler Katholiken Deutschlands mit den Christen in Israel und Palästina zu bekunden. Mit großem Engagement hat er sich in der Ordensgemeinschaft um deren geistliche Prägung verdient gemacht.“

Bischof Schlembach sei ein „nachdenklicher, gewissenhafter und unerschrockener Mensch und Bischof. So habe ich ihn auch persönlich kennengelernt – als Bischof der Nachbardiözese meiner Heimat und besonders als Visitator während der Apostolischen Visitation der deutschen Priesterseminare Mitte der 90er Jahre. Dabei konnte ich erleben, wie gut er zuhörte, aber auch, wie entschieden er sich positionierte“, schreibt Bischof Bätzing. Mit seinem wachen Sinn für Geschichte und Tradition habe er gut nach Speyer gepasst: „Der Kaiser- und Mariendom bot viele Anlässe, um dieses bedeutende Bauwerk bei Besuchen Staatsmännern und dem Papst bekannt zu machen. Anton Schlembach wusste um das große Erbe, das uns aus der Geschichte unseres Glaubens anvertraut ist. Dabei ging es ihm stets um die lebendige Wahrung der Mitte des christlichen Glaubens und des kirchlichen Lebens. Dies verlieh ihm und seinem Wirken eine große Stetigkeit und Verlässlichkeit.“

In Trauer, aber auch in großer Dankbarkeit schaue die Deutsche Bischofskonferenz zurück auf das bewegte Leben des Bischofs von Speyer: „Seinem Wahlspruch, ‚Deus salus!‘, blieb er in allen Jahren des priesterlichen und bischöflichen Dienstes treu. Diesen Gott hat er verkündet, dieser Gott möge ihn nun im Himmlischen Jerusalem empfangen“, so Bischof Bätzing.

Bischof em. Dr. Anton Schlembach wurde am 7. Februar 1932 geboren. 1956 empfing er die Priesterweihe, 1983 wurde er zum Bischof von Speyer geweiht, wo er bis zu seiner Emeritierung 2007 wirkte.

Erzbischof Stephan Burger dankt Beratungsdiensten für Engagement in schwieriger Zeit

Seit den Kontaktbeschränkungen während der Corona-Pandemie nutzen immer mehr Menschen die Möglichkeit der Online-Beratung. Erzbischof Stephan Burger (Freiburg), Vorsitzender der Kommission für caritative Fragen der Deutschen Bischofskonferenz, macht in diesem Zusammenhang auf die katholischen Beratungsdienste und besonders die Schwangerschaftsberatung aufmerksam: „In den Diskussionen der vergangenen Wochen und Monate wurde die Frage gestellt, ob die Kirche in dieser Krise noch ausreichend und angemessen auf die Nöte und Bedürfnisse der Menschen reagieren kann. Daher möchte ich auf die gerade in der jetzigen Krise vielfach von Ratsuchenden genutzte Möglichkeit des Online Verfahrens unserer Beratungsdienste hinweisen“, so Erzbischof Burger. Die Möglichkeit, sich online beraten zu lassen, werde – nicht nur coronabedingt – in Zukunft an Bedeutung gewinnen.

„Ich möchte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dieser Dienste – in der Erziehungsberatung, der Ehe-, Familien- und Lebensberatung, in der Suchtberatung, der Schuldnerberatung oder der Schwangerschaftsberatung, um nur einige zu nennen, – für ihr großes Engagement in dieser ‚anderen Zeit‘ herzlich danken“, sagt Erzbischof Burger. Was die Schwangerschaftsberatung im Speziellen betreffe, so haben der Deutsche Caritasverband und der Sozialdienst katholischer Frauen diese Beratungsform bereits seit 2001 entwickelt und weiter ausgebaut. Wie Erzbischof Burger in einem Gespräch mit Mitgliedern der AG Katholische Schwangerschaftsberatung auf Bundesebene erfahren konnte, werde dieses Angebot von immer mehr Ratsuchenden in Anspruch genommen.

„Die Online-Beratung ist ein Leuchtturm der Digitalen Agenda der verbandlichen Caritas und wird beständig weiterentwickelt“, betont Erzbischof Burger. Es werde daran gearbeitet, die Online-Beratung und die persönliche Beratung „Face to Face“ auf Grundlage des Beratungskonzepts des „Blended Counseling“ qualifiziert zu verbinden. Das komme der Kommunikationspraxis gerade der jüngeren Generation sowie dem Kontaktverhalten vieler Ratsuchender entgegen. Dabei gehe es um alle Themen und Aufgabenfelder der katholischen Schwangerschaftsberatung.

Erzbischof Burger unterstreicht: „Die katholische Online-Beratung dient hier dem Schutz des ungeborenen Lebens. Ich bin dankbar für dieses seit Jahren kreative Engagement, das über die Corona-Zeit, so hoffe ich, hinausweist.“



Hinweis:

Die Online-Beratung der Caritas finden Sie auf der Internetseite der Caritas unter www.caritas.de.

Texte zu Frauen in Leitungspositionen und Ökumene

Das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz hat in seiner Schriftenreihe „Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz“ zwei Texte des ehemaligen Vorsitzenden, Kardinal Reinhard Marx, herausgegeben.

Ein Beitrag thematisiert die Beteiligung von Frauen in kirchlichen Leitungspositionen. „In diesem Feld sind Veränderungen dringlich und müssen weiter vorangetrieben werden. Wir sprechen viel von einer neuen Sozialgestalt der Kirche. An keinem anderen Punkt wird das in unserer Zeit deutlicher als in dieser Frage“, sagt Kardinal Marx anlässlich der Veröffentlichung der Schriften. Erst vor wenigen Tagen schloss ein weiterer Kurs des Programms „Kirche im Mentoring – Frauen steigen auf“ ab, das der Steigerung des Anteils von Frauen in Leitungspositionen in der katholischen Kirche dient und vom Hildegards-Verein in Kooperation mit der Deutschen Bischofskonferenz für die (Erz-)Bistümer durchgeführt wird.

Der zweite Beitrag widmet sich der Ökumene. Kardinal Marx: „Nicht nur – oder vielleicht gerade – in unserem Kulturraum können wir uns eine Zukunft des Christentums nicht vorstellen ohne ökumenische Verbundenheit. Gerade die Gefahren der politischen und kulturellen Vereinnahmung und Instrumentalisierung von Religionen, auch des Christentums, ermutigen uns dazu, die Stimme des Evangeliums gemeinsam hörbar zu machen und nicht Spaltungen zu vertiefen, sondern Brücken zu bauen.“ Nach dem Jahr 2017 mit den vielen ökumenischen Impulsen dürfe die Kirche nicht müde werden, sondern brauche ein engagiertes Weitergehen in der Ökumene, so Kardinal Marx. Beide Themen, die er zu unterschiedlichen Anlässen behandelt habe, sind für die Zukunft der Kirche von großer Bedeutung.

Die beiden Texte Frauen in kirchlichen Leitungspositionen. Vortrag von Kardinal Reinhard Marx beim Kardinalsrat in Rom am 2. Dezember 2019 und Sichtbare Einheit in versöhnter Verschiedenheit – Zum Ziel der Ökumene aus katholischer Sicht stehen als Broschüre und zum Download bereit.

Hinweise:
Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Hg.): Frauen in kirchlichen Leitungspositionen. Vortrag von Kardinal Reinhard Marx beim Kardinalsrat in Rom am 2. Dezember 2019 (Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Nr. 32, Bonn 2020). Download und Bestellung in der Rubrik Publikationen.

Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Hg.): Sichtbare Einheit in versöhnter Verschiedenheit – Zum Ziel der Ökumene aus katholischer Sicht. Beitrag von Kardinal Rein-hard Marx zum 80. Geburtstag von Metropolit Augoustinos (Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Nr. 33, Bonn 2020). Download und Bestellung in der Rubrik Publikationen.

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