Augenblicke der Besinnung

Keine Hoffnungslosigkeit
soll deinen Geist bedrücken…
Kein Klagen und Murren
kommt über dein Lippen…
Vielmehr strahle dein Gesicht
frohen Mut aus.
Heiterkeit herrsche in deinem Gemüt,
und aus deinem Mund erklinge Danksagung.

Petrus Damiani















Wort zum Sonntag

Liebe Pfarrangehörige, liebe Pilger und Gäste aus nah und fern!

In der Verkündigung Jesu spielt die Auseinandersetzung mit den Gesetzen eine zentrale Rolle. Man kann es so auf den Punkt bringen: Jesus lehnt die beiden extremen Einstellungen zum Gesetz ab! Vor allem den Legalismus der Schriftgelehrten und Pharisäer, wo es nur um eine äußere, dümmliche Einhaltung der Gebote um jeden Preis geht ohne Berücksichtigung der Umstände und der Situation, zum Beispiel in der Sabbatgestaltung, wo nur 100 Schritte erlaubt waren, unabhängig von berechtigten Ausnahmen, welche manchmal geboten sind. Diese Moral nennt Jesus Heuchelei: Nur die äußere Fassade stimmt, nicht aber die innere Einstellung. Ebenso entschieden wie den Legalismus lehnt Jesus den Laxismus ab, nach dem die Gesetze schlampig, nach Lust und Laune, eben lasch und lax eingehalten werden nach der bekannten Divise: Alles ist erlaubt, man darf sich nur nicht erwischen lassen.

Im heutigen Evangelium fordert de Herr die „größere Gerechtigkeit“, die darin besteht, den wahren Sinn der Gebote zu erfassen und in diesem höheren Sinn einzuhalten. Er führt 3 bekannte Beispiele an: Der Mord beginnt danach nicht erst, wenn ich einem Menschen ein Messer zwischen die Rippen stoße, sondern schon viel früher, wenn ich ihm zürne, wenn ich ihn hasse; ich habe ihn ja in meinem Herzen schon umgebracht und der Ehebruch beginnt auch schon viel früher, nämlich dann, wenn ich meinem Partner die innere Liebe und Treue aufgekündigt habe und die Wahrhaftigkeit ist nicht erst verletzt, wenn ich eine Lüge ausspreche, sondern schon dann, wenn ich mich zweideutig äußere und verhalte: „Euer Ja sei ein Ja und euer Nein ein Nein!“

Bemühen wir uns um eine Gesinnungs- und Verantwortungsmoral! Verstecken wir uns nicht hinter toten Paragraphen; halten wir die Gebote gewissenhaft ein aber in ihrem eigentlichen, von Gott gewollten Sinn!

Mit den besten Wünschen und Grüßen, auch von meinen Mitarbeitern verbleibe ich

Ihr Stadtpfarrer und Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl

28. WELTTAG DER KRANKEN

Alljährlich am 11. Februar gedenkt die Kirche ganz besonders der Kranken und leidenden Mitbrüdern und Schwestern. Für 2020 hat Papst Franziskus den Weltkrankentag unter das Motto »Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken« (Mt 11,28) gestellt.

Hier geht's zur Botschaft von Papst Franziskus...

Gebetsanliegen des Heiligen Vaters für Februar 2020

Wir beten mit Papst Franziskus und der ganzen Kirche zu Gott, unserem Vater:

dass der Hilferuf unserer Schwestern und Brüder auf der Flucht gehört und beachtet wird - insbesondere der Opfer des Menschenhandels.
 

Die Videobotschaft vom Papst...

Fastenpredigten 2020: "Auf Schatzsuche gehen"
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Eine Besonderheit in der Fastenzeit ist die Reihe der Fastenpredigen. Mit den Predigten an vier aufeinander folgenden Donnerstagen in der Fastenzeit soll der Sinn der Bußzeit als Vorbereitung auf das Osterfest vertieft und der Glauben der Zuhörer durch den orientierungsgebenden Fokus auf das Evangelium intensiviert werden. Der Verzicht beim Fasten und die neuerliche Ausrichtung des Leben am Evangelium öffnen das Herz, um sich auf die Suche nach dem wahren Schatz, nach Jesus Christus, zu machen. Das Thema der Altöttinger Fastenpredigen 2020 "Auf Schatzsuche gehen" wird von vier Predigern ausgedeutet:

  • Donnerstag, 05. März 2020, um 19 Uhr in der Stiftspfarrkirche
     Prediger: Domkapitular Dr. Anton Spreitzer, Burghausen
  • Donnerstag, 12. März 2020, um 19 Uhr in der Stiftspfarrkirche
     Prediger: Abtprimas Johannes Perkmann OSB, Michaelbeuern (Österreich)
  • Donnerstag, 19. März 2020, um 19 Uhr in der Pfarrkirche St. Josef / Altötting-Süd
     Prediger: Domvikar und Subregens Christoph Leuchtner, Passau / Regensburg
  • Donnerstag, 26. März 2020, um 19 Uhr in der Stiftspfarrkirche
     Prediger: Abt Dr. Marianus Bieber OSB, Niederaltaich

Herzliche Einladung sich durch die Fastenpredigten zur Schatzsuche ermutigen zu lassen!

Wort zum Sonntag

Liebe Pfarrangehörige, liebe Pilger und Gäste aus nah und fern!
Vielleicht kennen einige von Ihnen den „kategorischen Imperativ“ von I. Kant (1724-1804), welcher dem Sinne nach so lautet: Handle so, dass die Grundsätze (Maximen) deines Handelns jederzeit zur Grundlage einer allgemeinen Gesetzgebung gemacht werden können! Der Philosoph meint, wir sollten in unseren sittlichen Grundsätzen und Motiven so hochwertig und gediegen sein, dass unser Handeln Vorbildcharakter für alle hat. Im heutigen Evangelium sagt Christus etwas Ähnliches, freilich viel einfacher und verständlicher, in seiner wunderbaren Bildsprache: Ihr seid das „LICHT der Welt“, „die STADT auf dem Berg“, „das SALZ der Erde“: Wenn ihr wirklich Christen seid und zu mir gehört und mit mir verbunden seid wie die Rebe mit dem Weinstock, will der Herr zum Ausdruck bringen, dann hat euer Leben und Handeln automatisch eine positive Ausstrahlung und besitzt Vorbildcharakter für alle und verwandelt diese dunkle Welt mehr und mehr ins Reich Gottes, das durch Christus schon angebrochen ist. So wie das Salz die Speisen haltbar und genießbar macht und so wie das Licht die Umgebung hell, vertraut und wohnlich macht, so sollen wir Christen unsere Gesellschaft positiv beeinflussen und verändern. Schon die Kinder und Jugendlichen sollen durch ihre Zugehörigkeit zum Herrn ihre schulische und betriebliche Umwelt prägen.
Wenn wir mit Jesus freundschaftlich verbunden sind, vor allem durch das Gebet und die Eucharistie, brauchen wir uns gar nicht willentlich anstrengen und etwas erzwingen wollen, nein, wir haben automatisch eine wohltuende Aura in unserer Umgebung, unser innerer Friede und unsere Freude wirken ansteckend und authentisch; wir sind dann wirklich „Salz der Erde“ und „Licht der Welt“: Durch uns Christen wird alles schmackhafter, bekömmlicher, heller und optimistischer.
Mit den besten Wünschen und Grüßen, auch von meinen Mitarbeitern verbleibe ich
Ihr Stadtpfarrer und Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl

Reinigung der Gnadenkapelle

Jedes Jahr wird die Gnadenkapelle im Februar gereinigt. Damit die fleißigen Hände gut, flott und ungestört arbeiten können, wird die Gnadenkapelle von Montag, 17. Februar 2020, bis einschließlich Donnerstag, 20. Februar 2020, geschlossen.
Das Gnadenbild wird am Sonntag, 16. Februar 2020 nach dem Rosenkranz in die Stiftspfarrkirche übertragen und verbleibt während der Kapellreinigung in der Stiftspfarrkirche zur Verehrung im Altarbereich.
Die Gottesdienstzeiten nach der Kapellordnung finden in der Stiftspfarrkirche statt.

Das Gnadenbild wird am Donnerstag, 20.02.2020, vor dem Rosenkranz um ca. 17.45 Uhr in einer feierlichen Prozession wieder in die Gnadenkapelle übertragen.
Mit dem Rosenkranzgebet am Donnerstag werden auch die Heiligen Messen nach gewohnter Kapellordnung wieder in der Gnadenkapelle gelesen.

Segensreiche Schleierbriefchen am Aschermittwoch

Dieses Jahr wird es am Aschermittwoch wieder die beliebten "Schleierbriefchen" vom Gnadenbild, die durch Anberührung an der Gnadenstatue mit dem besonderen Segen verbunden sind, geben. Dankenswerterweise hat Restaurator Reinhard Zehentner wieder kleine Briefchen gefaltet, in denen Reste vom schwarzen Schleier der Gottesmutter enthalten sind und die er wieder verteilen wird.

Der fromme Brauch des Schleierbildchens hat in Altötting eine lange Tradition.
Der Altöttinger Stiftsdechant Josef Hagn hat im Jahre 1737 eine sehr schöne und sinnfällige Geste aus dem italienischen Wallfahrtsort Loreto übernommen: Das Gnadenbild wird am Karfreitag mit einem schwarzen Schleier bekleidet, um der Trauer der Mutter ein besonderer Ausdruck zu verleihen. Teile dieses Schleiers wurden dann auf Andachtsbildchen geklebt und galten damals wie heute als Besonderheit.
Weil der Schleier vom Karfreitag für die steigende Nachfrage nicht mehr ausreichte, werden besondere Schleier in Rollen am Gnadenbild berührt.
Bildchen und Schleier stiftete die Administration der Heiligen Kapelle. Die Arbeit übernahmen anfangs die Englischen Fräulein. Seit 2009 hat Reinhard Zehentner aus Mühldorf ehrenamtlich die Aufgabe übernommen.
Von den Resten des kostbaren, segensreichen Stoffes werden dann alljährlich die beliebten Schleierbildchen zum Gnadenbildkuss als besondere Marienverehrung am Aschermittwoch hergestellt.

Wir danken Reinhard Zehentner für die Fortführung dieses Brauches, den wir ebenso wie die zahlreichen Gläubigen aus nah und fern hochzuschätzen wissen.

Mit Maria auf Tuchfühlung
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Einzigartiges kann jedes Jahr am Aschermittwoch in Altötting erlebt werden: Der sogenannte „Gnadenbildkuss“, wenn das Gnadenbild Unserer Lieben Frau von Altötting zur persönlichen Verehrung für ein paar Stunden in die Kirche St. Magdalena einzieht.
In einer feierlichen Prozession wird das Gnadenbild am Aschermittwoch, 26. Februar 2020, um 13.30 Uhr aus der Gnadenkapelle in die nahe Kloster- und Beichtkirche St. Magdalena übertragen. Aufgrund des hohen Alters der Gnadenstatue und zum Schutze wird seit einigen Jahren eine wunderschöne Kopie mit einem Originalsplitter als Abbild der himmlischen Gnadenmutter verwendet. Begleitet wird Unsere Liebe Frau von Altötting von Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl und Bruder Marinus Parzinger OFMCap.
Die Gläubigen haben bis 16 Uhr die einzigartige Möglichkeit, das Gnadenbild bzw. das Kleid der Madonna zu berühren und ganz auf Tuchfühlung mit Maria zu gehen.
Der priesterliche Segen und die besondere Segnung von frommen Gegenständen wie Rosenkränze, Kreuze, Stoffe und Andachtsbildchen durch Berührung mit dem Gnadenbild ergänzen die Marienverehrung in stimmiger Weise.
Nach der persönlichen Ehrbekundung an die Gottesmutter besteht die Möglichkeit, das Aschenkreuz zu empfangen. Die Kanoniker des Kollegiatstiftes St. Rupertus stehen am Seitenaltar bereit, um die Gläubigen mit Asche auf der Stirne zu bezeichnen und so an die Vergänglichkeit allen irdischen Lebens zu erinnern. Damit beginnt die österliche Bußzeit, jene 40 Tage des Verzichtes, der Umkehr und des Gebetes als Vorbereitung auf die Ostertage.
Umrahmt wird die Zeremonie durch Rosenkranzgebet, andächtigen Volksgesang im Wechsel mit klangvollen Weisen durch den Frauenbundchor.
Abschließend wir um 16 Uhr die Heilige Messe mit Aschenkreuzauflegung gefeiert.

Für zahlreiche Gläubige ist der Aschermittwoch in Altötting ein Pflichttermin, denn wie kann man besser in die Fastenzeit starten als an der liebevollen Hand der Mutter?
Maria steht in ihrer guten Stube auch am Aschermittwoch im Zentrum und weist auf ihren Sohn hin. Sie ruft alle zu Umkehr. Sie geht mit uns durch diese Zeit der Reinigung für die Seele bis unters Kreuz!

Herzliche Einladung zu einem Aschermittwoch der eimaligen und ganz besonderen Art!

Weiter zur Einladung zum „Gnadenbildkuss“ am Aschermittwoch als pdf

Monatliches Triduum in Altötting

Herzliche Einladung wieder gemeinsam für die dringenden Anliegen der Welt zu beten:
für den Frieden in der Welt
für die Familien und den Schutz des Lebens
für Priester und geistliche Berufungen
für alle Anliegen unserer Zeit

Priesterdonnerstag - monatl. Gebetstag um geistliche und kirchliche Berufe
09.00 Uhr                Gnadenkapelle           Altöttinger Marienwerk - Hl. Messe für alle lebenden und verstorbenen Mitglieder: Domkapitular Msgr. Josef Fischer
17.30 Uhr                St. Magdalena           Vesper mit Orgel im Anliegen um geistliche und kirchliche Berufe
18.00 Uhr                Gnadenkapelle           Rosenkranz für Priester- und Ordensberufungen
19.00 Uhr                Stiftspfarrkirche          Heilige Messe mit Predigt und Beichtgelegenheit im Anliegen um geistliche und kirchliche Berufe
                                                                 (Orgel / Volksgesang)
22.00 - 23.00 Uhr     Anbetungskapelle       "Ölbergstunde mit Jesus im Garten Gethsemane" - Gestaltete Heilige Stunde mit eucharistischem Segen, mit den Novizen der Legionäre Christi
anschl.                    Anbetungskapelle        stille Nachtanbetung in den Anliegen des Gebetstages

Herz-Jesu-Freitag (immer der 1. Freitag im Monat)
18:00 Uhr                Gnadenkapelle           Rosenkranz für die Familien und den Schutz des Lebens; Litanei zum Hl. Johannes Paul II. mit Möglichkeit zum Einzelsegen mit der Reliquie des Hl. Johannes Paul II.
19:00 Uhr                Stiftspfarrkirche          Herz-Jesu-Messe mit Weihegebet, Beichtgelegenheit, kurze eucharistische Anbetung: Stiftskanonikus Alois Schießl
21.30 - 01.00 Uhr     Anbetungskapelle      "Mit Jesus und Maria durch die Nacht" - Gebetsnacht mit musikalisch gestalteten Anbetungsstunden, Heilungsgebet und eucharistischen Einzelsegen                                                       

Herz-Mariä-Sühne-Samstag
08.00 Uhr                Gnadenkapelle            Friedensmesse mit Friedensgebet (zeitgleich in Lourdes, Kevelaer und Altötting)

Foto: R. Dorfner

Wort zum Sonntag - Mariä Lichtmess 2020

Liebe Pfarrangehörige, liebe Pilger und Gäste aus nah und fern!
Mit dem Fest Mariä Lichtmess geht die Weihnachtszeit im weiteren Sinn zu Ende. Maria und Josef bringen das Jesuskind 40 Tage nach der Geburt von Bethlehem hinauf nach Jerusalem, um ihn als Erstgeburt nach der Vorschrift des Gesetzes dem Herrn zu weihen und zugleich vom Tempeldienst durch ein Tieropfer (Turteltauben) auszulösen. Bei der Zeremonie treten 2 alte Menschen in die Szene, Simeon und die Prophetin Hanna. Simeon nimmt den Jesusknaben in seine Arme und spricht das Abendgebet seines Lebens: „Nun lässt du Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden; denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.“ Dann fügt er den bemerkenswerten Satz hinzu: „Dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele durch ihn zu Fall kommen und viele aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird. Dadurch sollen die Gedanken vieler Menschen offenbar werden.“ Ja, gegenüber Jesus kann man nicht neutral bleiben, man muss sich entscheiden, für oder wider ihn! Er ist das Licht der Welt, die Wahrheit und das Leben: Wer ihm nachfolgt, geht nicht in der Finsternis, er hat den Sinn und das Ziel des Lebens gefunden. Am Schluss des heutiges Evangeliums wendet sich Simeon noch an Maria und sagt zu ihr: „Dir wird ein Schwert durch die Seele dringen.“ Ja, wer zu Christus gehört, wer so eng mit ihm verbunden ist wie seine Mutter, hat auch teil an seinem Kreuz und Leiden, trägt immer ein Schwert in der Seele: „Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, der nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ Die Kreuzesnachfolge gehört unweigerlich zu Maria und zu allen, die durch die Taufe zu Christus gehören. Maria ist die Schmerzensmutter, die Pieta; die 7-Schmerzen-Kapelle im Kreuzgang unserer Stiftspfarrkirche ist ihr geweiht, wo viele Kinder getauft und viele Ehen geschlossen werden im Vertrauen auf die Fürsprache unserer Lieben Frau.
Mit den besten Grüßen und Wünschen, auch von meinen Mitarbeitern, verbleibe ich
Ihr Stadtpfarrer und Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl

Foto: R. Dorfner

Die 54. Altöttinger Pilgerfahrt führt in die Landeshauptstadt München
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Alljährlich machen die Pfarrangehörigen aus Altötting und Umgebung eine gemeinsame Pilgerfahrt in die Quellgebiete der Wallfahrt - jene Orte und Regionen, aus denen seit jeher zahlreiche Pilger und Pilgerinnen den Gnadenort besuchen. Die diesjährige Pilgerfahrt führt die Teilnehmer am Sonntag, 08. März 2020 ist die Landeshauptstadt München. Die geistliche Leitung liegt in den bewährten Händen von Wallfahrtsrektor und Stadtpfarrer Prälat Günther Mandl. Organisation und Abwicklung erfolgt traditionsgemäß durch das Altöttinger Wallfahrts- und Tourismusbüro.
Zwischen Altötting und München gibt es viele geschichtliche und spirituelle Verbindungen. So dient in der Altöttinger Anbetungskapelle, die von Papst Benedikt XVI. 2006 persönlich als erster Beter eröffnet wurde, ein Teil der ehemaligen, von Kurfürst Maximilian I. auf dem Marienplatz in München errichtet Mariensäule, als Träger der Monstranz. In der Jesuitenkirche St. Michael, wo wir unsere Schlussandacht feiern, findet man auch Verknüpfungen zu Altötting: In dieser Kirche befindet sich die Fürstengruft in der 41 Mitglieder des Hauses Wittelsbach bestattet sind, darunter auch König Ludwig II, dessen Herz in der Gnadenkapelle in Altötting in einer kunstvollen Urne beigesetzt ist.

Ablauf der Pilgerfahrt
Die Busse fahren um 8:00 Uhr am Bahnhof Altötting ab. Vorher werden wieder verschiedene Zustiegsmöglichkeiten in der Region angeboten.
Nach einem feierlichen Einzug mit einer Abordnung der Altöttinger Musikkapelle zum Münchner Dom „Zu Unserer Lieben Frau“ wird dort mit S.E. Reinhard Kardinal Marx, Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl, Pater Norbert Schlenker und weiteren Konzelebranten die Pilgermesse gefeiert.
Dieses Jahr begleiten die Altöttinger Kapellsingknaben und Mädchenkantorei unter der Leitung von Herbert Hager die Altöttinger Pilgerfahrt. Sie gestalten gemeinsam mit der Mädchenkantorei am Münchner Dom und den Münchner Domsingknaben unter der Leitung von Benedikt Celler die Pilgermesse in der Münchner Frauenkirche. An der Orgel begleitet Domorganisten Hans Leitner die jungen Sängerinnen und Sänger.
Anschließend sind für ein gemeinsames Mittagessen im weltberühmten Hofbräuhaus ausreichend Plätze reserviert.
Nach dem Mittagessen besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Stadtführung. Alternativ ist freie Zeit, die individuell gestaltet werden kann. Ob einen Cafébesuch oder ein Bummel durch die Innenstadt, München hat viele schöne Plätze, die es zu erkunden gilt. 
Zum Abschluss versammeln sich die Teilnehmer/-innen um 15.30 Uhr zur gemeinsamen Schlussandacht in der Jesuitenkirche St. Michael, die von einer kurzen Kirchenerklärung durch Kirchenrektor Pater Karl Kern abgerundet wird.
Die Abfahrt ist für 16:45 Uhr vorgesehen, sodass die Busse um 18:15 Uhr wieder in Altötting eintreffen werden.

Programm für Familien:
Da der „Familienbus“ in den letzten Jahren erfolgreich angenommen wurde, gibt es für Familien wieder ein eigenes Programm. Damit soll Familien mit Erstkommunionkindern oder Großeltern mit Enkelkindern die Teilnahme an einer traditionsreichen Wallfahrt ermöglicht werden. Kaplan Michael Osterholzer, der auch für die Erstkommunionkinder in der Stiftspfarrei zuständig ist, wird den Bus betreuen. Beim Mittagessen werden die jungen Pilger und Pilgerinnen mit einem speziellen Speisenangebot bedacht und nach der Mittagspause wird in München ein Kinderprogramm angeboten. Nach einem erlebnisreichen Tag tritt der Familienbus tritt bereits um 15:00 Uhr die Heimfahrt an. Die Fahrt und das Kinderprogramm sind für Kinder kostenfrei!

Der Fahrpreis liegt bei 27,- € pro Person (Kinder kostenfrei!)

Die Anmeldung ist ab 03. Februar 2020 im Wallfahrts- und Tourismusbüro (im Rathaus) oder telefonisch unter Tel. 08671/506219 oder per Mail unter touristinfo@altoetting.de möglich.

Weiter zum Flyer....

Foto Frauenkirche München: Tommy Loesch
Foto Jesuitenkirche St. Michael, Innenraum: Anton Brandl

Wallfahrtsprogramm Nr. 3 / 04. - 24. Februar 2020

Das aktuelle Wallfahrtsprogramm Nr. 3  ist nun als PDF-Datei erhältlich:

Wallfahrtsprogramm Nr. 3  als PDF-Datei

2. Adoratio-Kongress in Altötting - Save the date!

Nach den zahlreichen positiven Rückmeldungen zum ersten Adoratio-Kongress im vergangenen November steht nun fest:
Es wird auch dieses Jahr einen Kongress zur eucharistischen Anbetung und Erneuerung des Glaubens geben! Und zwar vom 20. bis 22. November 2020 wieder in Altötting.

Bischof Dr. Stefan Oster freut sich über die Fortsetzung und lädt alle herzlich ein: „Altötting ist ein wunderbar geeigneter Ort für den Kongress. Dort ist Maria zuhause, die Anbeterin schlechthin. Und deshalb sind wir der Überzeugung, dass ‚Adoratio‘ den Glauben für viele in unserem Bistum stärken wird – und weit darüber hinaus“.

Weitere Informationen und Hintergründe rund um "Adoratio", Anbetung und den Kongress in Altötting gibt es unter www.adoratio-altoetting.de
Die Möglichkeit, sich für den Kongress anzumelden, wird es ab dem 19. März 2020 unter www.adoratio-altoetting.de geben.

Unterkünfte können ab sofort über das Wallfahrts- und Tourismusbüro Altötting gebucht werde.
Das Kontingent für Kongressteilnehmer ist im Unterkunftsverzeichnis des Wallfahrts- und Tourismusbüros Altötting zu finden.

Abschiedskonzert
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Herzliche Einladung zum Abschiedskonzert für unseren langjährigen Stiftskapellmeister und Regionalkantor Max Brunner

am Sonntag, 23. Februar 2020, um 16 Uhr in der Stiftspfarrkirche St. Philippus und Jakobus

Piccolominimesse in C / KV 258 von W.A. Mozart
Te Deum / Hob.XXIIIc:2 von J. Haydn

Kapellchor der Bischöflichen Administration
Kapellorchester des Marienwerks
Die Kapellsolisten Altötting
Johanna Kowatschewitsch - Orgel
Anselm Ebner - Orgel
Maximilian Jäger - Leitung

Eintritt frei - Spenden erbeten

 

Eucharistisches Stundengebet zur Einstimmung in die österliche Bußzeit in St. Magdalena
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„Die kostbare Perle finden“ Schatzsuche im Geist des Hl. Franz von Assisi
Predigten zum Wallfahrtsmotto in der österlichen Bußzeit 2020 beim Eucharistischen Stundengebet am Samstag, 29. Feb. und Sonntag, 1. März 2020 in St. Magdalena

„Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz“, sagt Jesus in der Bergpredigt (Mt 6, 21). Ferner erzählt er das Gleichnis vom Schatz im Acker und von der kostbaren Perle: „Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg; und in seiner Freude geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft den Acker. Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte, und da er eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie. (Mt 13, 44 – 46) „Schatzsuche“ am Gnadenort Altötting führt uns unwillkürlich zum Hl. Bruder Konrad von Parzham, der als suchender Bauer seinen Schatz und die edle Perle gefunden hat. Lange Jahre war er dafür gerade auch als Wallfahrer auf dem Weg. Als er Kapuziner wurde, wurde er mehr und mehr mit der Spiritualität seines Ordensvaters, des Hl. Franz von Assisi vertraut, der selber auch ein Suchender war und seinen Schatz gefunden hatte. Unser diesjähriges Eucharistisches Stundengebet will in seinen Predigten zur Schatzsuche im Sinn und Geist des Heiligen von Assisi einladen im Blick auf den Ordensgründer selbst, auf die Hl. Klara von Assisi und den Hl. Bruder Konrad und schließlich auch der Frage nachgehen, wie die Schatzsuche eines Christen in heutiger Zeit aussehen kann. Dazu laden die Altöttinger Kapuziner sehr herzlich ein.

Prediger: P. Norbert Schlenker OFMCap, Guardian und stellvertretender Wallfahrtsrektor, Altötting

Samstag, 29. Februar
10.00 Uhr Festmesse mit Predigt
                Thema: „Das ist es, was ich gesucht habe“ Franziskus und das Evangelium
Aussetzung – Anbetung
15.00 Uhr Eucharistische Andacht
16.00 Uhr Predigt
                 Thema: „Sei gepriesen, Herr, dass du mich erschaffen hast“ Klara von Assisi
Litanei – Eucharistischer Segen

Sonntag, 1. März
09.30 Uhr Festmesse mit Predigt
                 Thema: „Das Kreuz ist mein Buch“ Bruder Konrad – vom Bauern zum Klosterpförtner
Aussetzung – Anbetung
15.00 Uhr Abschlusspredigt
                  Thema: Und wo findet mein Herz seinen Schatz und die kostbare Perle?
Te Deum – Eucharistischer Segen

Herzliche Einladung zum Betertreffen

Am Samstag, 1. Februar 2020 um 19:00 Uhr im Begegnungszentrum St. Christophorus, Holzhauser Str. 25 in Altötting findet das Treffen der Betergemeinschaft für die ewige Anbetung in Altötting statt.

Thema: „Das Gnadenbild von Guadalupe und die Kraft der Auferstehung“

Referentin: Lucy Rivers-Patier (USA/Frankreich)

Ein Vortrag über die faszinierende Geschichte der Tilma, dem Gnadenbild der Muttergottes von Guadalupe, die Hintergründe und die Bedeutung für uns. Eine Replik der Tilma, wurde am 8. Dezember 2018 von Lucy Rivers-Patier und ihrem Mann Benoit im Rahmen der Gnadenstunde in der Basilika St. Anna in Altötting dem Ehepaar Benkert für das Anbetungsapostolat in Originalgröße überreicht. Die Basilika von Guadalupe in Mexiko-City ist der größte Wallfahrtsort der Welt.

Herzliche Einladung!

Kirchenmusikprogramm für Februar 2020
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Das Kirchenmusikprogramm für Februar 2020 ist nun als PDF-Datei erhältlich:

Kirchenmusik in Altötting
 

Musik wäscht die Seele vom Staub des Alltags rein. Berthold Auerbach

Wort zum Sonntag

Liebe Pfarrmitglieder, liebe Pilger und Gäste aus nah und fern!
Was muss Jesus für eine Anziehungskraft auf die Menschen haben, damals wie heute, wenn sie alles liegen und stehen lassen und ihm bedingungslos, gleichsam in „blindem Vertrauen“ nachfolgen; oder ist es ein Vertrauen, das sehr wohl begründet ist, das eben nicht blind ist, sondern auf einer tiefen und sicheren Überzeugung beruht. Ich kann etwas Gutes ja nur aufgeben, wenn ich dafür etwas viel Besseres erhalte, wenn der Tausch sich letztlich „lohnt“! Die beiden Brüderpaare, Petrus und Andreas auf der einen Seite sowie Jakobus und Johannes auf der anderen, verlassen ihre bisherige familiäre und berufliche Sicherheit und Geborgenheit, um bei Jesus die eigentliche und letztgültige Sicherheit und Gebogenheit zu finden. Sie sind sich 100-prozentig sicher, dass ihre Lebenschance, ihr Zukunftstraum in der Begegnung mit Jesus gekommen ist und sich in beglückender Weise erfüllt; er sagt zu ihnen: „Kommt, folgt mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen“; „sofort“, heißt es im heutigen Evangelium, verlassen sie ihr bisherige Leben, weil sie überzeugt sind, in der Freundschaft mit Jesus Christus, in seiner Nachfolge, das wahre Leben, die letztgültige Sinngebung und Orientierung gefunden zu haben. Sie sind überzeugt, dass der Tausch sich auszahlt und lohnt, dass sie auf der Gewinnerstraße sind. Sie brauchen keine Bedenkzeit, keine Abwägungen und Absicherungen: Das Antlitz des Herrn, seine positive Ausstrahlung und seine faszinierende, zugleich fordernde und fördernde Güte ziehen sie magnetisch an; aus einfachen Fischern am See Genezareth werden in einem Augenblick die ersten vier Jünger, die ersten Apostel Jesu.
Auch ich wurde von Jesus berufen, zum Kind Gottes schon bei meiner Taufe, in der meine Eltern für mich sehr spontan entschieden haben; meine Berufungsgeschichte setzte sich fort in meiner Erstkommunion, durch die ich tief in die Freundschaft des Herrn aufgenommen wurde; sie hat sich vollendet in der heiligen Firmung, in der ich Vollmitglied der Kirche wurde, ausgestattet mit der Gabenfülle des Heiligen Geistes. Wer die Berufung zum Diakon, Priester oder Ordenschrist gespürt hat und dieser Berufung gefolgt ist, wird darin immer wieder die Faszination der ersten Jünger erleben dürfen: Es lohnt sich, zu Jesus ganz gehören zu dürfen, für ihn gleichsam alles auf eine Karte setzen zu können, ihm bedingungslos, „sofort“ nachzufolgen; denn nur er enttäuscht uns nicht: Bei ihm finden wir letzte Geborgenheit, Sicherheit und Halt, weil er nicht nur ein großer Mensch ist, sondern die Mensch gewordene Liebe und Treue Gottes. Mit den besten Wünschen und Grüßen, auch von meinen Mitarbeitern, verbleibe ich
Ihr Stadtpfarrer und Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl

 

Altöttinger Liebfrauenbote wird mit dem Passauer Bistumsblatt vereint

"125 Jahre. So lange gibt es heuer den Altöttinger Liebfrauenboten. 1894 erschien die die sogenannte Probeausgabe, seit 1895 nun erscheint Ihre katholische Sonntagszeitung ununterbrochen – abgesehen von einigen unseligen Jahren während des Nationalsozialismus, unter dessen Herrschaft der Liebfrauenbote als eine der ersten Zeitungen überhaupt verboten wurde. Soviel Angst machte den Tyrannen die Freiheit des Christenmenschen.
125 Jahre. Das ist nur ein Augenblick in mehr als 2.000 Jahren Kirchengeschichte – und doch ist es eine lange Zeit: nur wenige Kirchen- oder Bistumszeitungen dürften älter sein. Möglich gemacht haben diese Ausdauer vor allem die Leserinnen und  Leser. Unzählige Abonnenten erfahren seit den Gründungstagen aus dem Liebfrauenboten alles Wichtige aus Kirche und Welt. Vor allem aber halten sie so auch Kontakt zum Gnadenort Altötting, bleiben der Wallfahrt zu Unserer Lieben Frau verbunden. Und das zum Teil seit Generationen. Für sie ist es „wie ein kurzer wöchentlicher Besuch in Altötting“, wie wir aus Zuschriften anlässlich unseres Jubiläums wissen.Die Treue der Leserinnen und Leser ist uns auch in Zukunft Ansporn und Verpflichtung, In Tiefe und Weite aus der bunten Welt des katholischen Glaubens zu informieren und die Wallfahrt nach Altötting in den Leserinnen und Lesern lebendig zu erhalten. Um das noch lange tun zu können, sind wir froh und dankbar, in der Diözese Passau einen starken Partner gefunden zu haben. Gemeinsam mit den Kollegen vom Bistumsblatt Passau wollen wir die Kräfte bündeln, Bewährtes erhalten, aber auch frische Ideen entwickeln. Wolfgang Krinninger als Gesamtverantwortlicher wird es nachgehend beschrieben. So ist der Liebfrauenbote auch nach 125 Jahren nicht müde, die Botschaft Jesu Christi durch das Wirken seiner Kirche in der Welt sichtbar zu machen." beschreibt Wolfgang Terhörst als Redaktionsleiter Altötting die Fusion des Altöttinger Liebfrauenboten mit dem Passauer Bistumsblatt.

Chefredakteur für die Kirchenzeitungen im Bistum Passau ist Wolfgang Krinninger, der die Fusion mit ihren Herausforderungen und Chancen wie folgt beschreibt: "Wie viele Millionen Gebete wurden an diesem Ort schon gesprochen? Flehentlich, dankbar, manchmal bestimmt auch zornig. Wie viele Menschen kamen schon gebückt vor Gram hierher und gin- gen ein wenig aufrechter wieder weg? Bestimmt knieten manche auch vergeblich vor „Unserer Lie- ben Frau“ von Altötting. Und andere konnten ihr Glück kaum fassen. Die Gnadenkapelle in Altötting ist ein heiliger Ort, das Herz Bayerns. Unberührt verlassen wohl die wenigsten diese kleine Kirche. Der Altöttinger Liebfrauenbote ist DER Chronist dieses Ortes.
Und das seit 125 Jahren. Eine Zeitung mit einer unglaublichen Geschichte. Heimatverbunden und weltoffen, unterhaltsam und tiefgehend, informativ und kritisch. Und im Zentrum allen Schaffens steht seit 125 Jahren die heilige Kapelleund die Marienverehrung. - Da ist die Tatsache, dass sich die Eltern von Papst Benedikt XVI. über eine Annonce in dieser Zeitung kennengelernt haben, nur eine kleine Anekdote.
All das ging mir durch den Kopf, als vor wenigen Tagen bei einem Altöttinger Notar die entscheidenden Unterschriften unter einen Vertrag gesetzt wurden, der die Diözese Passau ab dem 1. Januar 2020 zum Herausgeber und mich zum Hauptverantwortlichen für diese Zeitung gemacht hat. Bruder Georg Greimel, viele Jahre geistlicher Beirat des Liebfrauenboten, in diesem Moment auf die Uhr blickte und sagte: „Das ist jetzt ein historischer Augenblick!“ In dem Moment gaben meine Knie ein wenig nach. Ich bin seit elf Jahren Chefredakteur und Verlagsleiter des Passauer Bistumsblatts. Zeit genug, um herauszufinden, dass es eine der interessantesten und zugleich herausforderndsten Aufgaben ist, in Zeiten wie diesen eine Kirchenzeitung zu machen. Frustrationen eingeschlossen. Denn eines haben mein Team und ich trotz aller Mühen, aller Kreativität, aller Neuerungen und aller Schaffensfreude nicht erreicht: genügend neue Abonnenten zu gewinnen.
Ich will mir und Ihnen nichts vormachen: Mit dem Zusammengehen haben das Passauer Bistumsblatt und der Altöttinger Liebfrauenbote erst einmal nur Zeit gewonnen.
Es liegt jetzt an uns, an den Frauen und Männern, die diese beiden Zeitungen Woche für Woche machen. Wir müssen aus der geschenkten Zeit eine neue Perspektive schmieden. Miteinander lassen sich viele Aufgaben besser, effizienter und kostengünstiger erledigen. Gemeinsam werden wir ab jetzt mit unserem ganzen Können und unserer Leidenschaft daran arbeiten, einen guten Weg in die Zukunft zu ebnen. Aber es liegt auch an den Leserinnen und Lesern des Altöttinger Liebfrauenboten und des Passauer Bistumsblatts: Sagen Sie uns, was Sie sich von Ihrer Kirchenzeitung wünschen, sagen Sie uns, wo wir besser werden sollen. Und wenn Ihnen etwas gut gefällt – nur zu, teilen Sie es uns mit, Lob kann ungemein motivierend wirken.
Nur miteinander werden wir über uns hinauswachsen. Und wenn wir dann noch hie und da in ein Gebet in der Gnadenkapelle mit eingeschlossen werden, dann steht einem gelingenden Jahr 2020 eigentlich nichts mehr im Weg."

Wir wünschen dem Team in Passau und in Altötting einen guten Start in die gemeinsame Zukunft!

 

Wort zum Sonntag

Liebe Pfarrmitglieder, liebe Pilger und Gäste aus nah und fern!
„Seht das Lamm Gottes, das hinweg nimmt die Sünden der Welt“; dieses Wort, das der Priester vor jeder Kommunionspendung in der heiligen Messe spricht, kommt im heutigen Evangelium vor und stammt von Johannes d. T.: Ja, Christus ist das Opferlamm, das unsere Schuld auf sich nimmt, für uns trägt und schließlich am Kreuz zu unserem Heil sühnt und tilgt; er ist der alttestamentliche „Sündenbock“, der sich freiwillig unsere Vergehen aufhalsen, aufladen lässt, um sie vor die Stadt hinaus zu tragen und zu „entsorgen“ wie den Müll, den Unrat der Menschheit, zu dem wir alle beigesteuert haben. Matthias Grünewald hat auf dem berühmten Isenheimer Altar den Zeigefinger von Johannes d. T., mit dem er auf Jesus weist, überproportional lang gemalt, um auszudrücken, dass es seine heilsgeschichtliche Aufgabe war und ist, uns auf Christus hin zu führen, der „Wegweiser“ und „Wegbereiter“ für und auf Christus hin zu sein; denn er ist es, „auf dem der Geist Gottes ruht“ und der uns „mit Wasser und mit Heiligem Geist taufen wird“, weil er mit dem Vater wesenhaft verbunden und vereint ist durch und im Heiligen Geist, dem Geist der göttlichen Liebe und Wahrheit, der auch uns in der Taufe gegeben wurde und der uns im Sakrament der Firmung in seiner ganzen Fülle und mit seinen reichen Gaben mitgeteilt wird.
Wer Christus gefunden hat, der hat den Sinn und die Mitte der Geschichte, der Welt uns seines persönlichen Lebens gefunden: Christus ist die Verbindung und Versöhnung von Gott und Mensch, von Zeit und Ewigkeit, von Himmel und Erde; er ist „das lebendige Wasser“, das unsere tiefste Sehnsucht stillt; er ist „das Brot vom Himmel“, das uns ewiges Leben gibt; er ist „der göttliche Weinstock der Fruchtbarkeit“, der der uns eine positive Ausstrahlung verleiht, er ist „der gute Hirt“, der uns kennt und liebt und der uns auf gute Weide führt; er ist „das sterbende Weizenkorn“, das im Sterben neues Leben hervorbringt, er ist „das Licht der Welt“, das die Finsternis in uns und um uns vertreibt; er ist „der Weg, die Wahrheit und das Leben“; in seiner Nachfolge können wir nicht fehlgehen und scheitern. Lassen wir uns also von Johannes auf Jesus hinweisen und hinführen: Auf ihn kommt es letztlich an, durch ihn wird unser Leben reich und substantiell. Mit den besten Wünschen und Grüßen, auch von meinen Mitarbeitern, verbleibe ich
Ihr Stadtpfarrer und Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl

Gebetswoche für die Einheit der Christen 2020

Die ökumensichen Gebetswoche für die Einheit der Christen 2020 steht unter dem Motto: Sie waren uns gegenüber ungewöhnlich freundlich (Apg 28,2)
Die Texte wurden in Malta von der römisch-katholische Bischofskonferenz gemeinsam mit dem Ökumenischen Rat der Kirchen in Malta (Christians Together in Malta) erstellt. Die Schilderung des Apostel Paulus über Schiffbruch und Strandung in Malta aus der Apostelgeschichte wird in den Kontext zur Flucht und Migration heute gebracht. An den selben Küsten wie der Apostel Paulus vor fast 2000 Jahren stranden Flüchtlinge auf ihrer gefahrvollen Reise um Krieg und Armut zu entkommen. Das Motto bezeugt die gastfreundliche Aufnahme der Malteser, die in dieser Geschichte die Wurzeln ihres christlichen Glaubens erkennen. "Unsere Einheit als Christen wird nicht nur dadurch entdeckt, dass wir einander Gastfreundschaft gewähren, so wichtig dies ist, sondern auch durch liebevolle Begegnungen mit denen, die unsere Sprache, unsere Kultur oder unseren Glauben nicht teilen." wird der Hintergrund erläutert.

Mehr zum Motto finden Sie in der Einführung in das Thema der Gebetswoche 2020

Aus der Sorge um die Offenheit gegenüber Notleidenen und Hilfsbedürftigen sowie um die Gemeinschaft, die Fremde verbindet, wurden für die acht Tage Themenschwerpunkte ausformuliert:
Tag 1: Versöhnung – die Last über Bord werfen
Tag 2: Einsicht – das Licht Christi suchen und leuchten lassen
Tag 3: Hoffnung – die Botschaft des Paulus
Tag 4: Vertrauen – habt keine Angst, glaubt nur
Tag 5: Kraft – Brot für die Reise brechen
Tag 6: Gastfreundlichkeit – ungewöhnlich freundlich sein
Tag 7: Umkehr – unsere Herzen und Gedanken verändern
Tag 8: Großzügigkeit – empfangen und geben

Weiter zu den Biblische Meditationen und Gebete zu den acht Tagen der Gebetswoche für die Einheit der Christen 2020

Copyright für das Logo der Gebetswoche besitzt die ACK

Wallfahrtsprogramm Nr. 2 / 21. Januar - 03. Februar 2020

Das aktuelle Wallfahrtsprogramm Nr. 2  ist nun als PDF-Datei erhältlich:

Wallfahrtsprogramm Nr. 2  als PDF-Datei

Wallfahrtsrektorenklausur 2020 in Einsiedeln

Es war gleich zu Beginn meiner Amtszeit mein Anliegen, die 4 etwa gleich großen und bedeutsamsten Marien-Wallfahrtsorte im deutschen Sprachraum Kevelaer, Mariazell, Einsiedeln und Altötting zu vernetzen und einmal im Jahr den Erfahrungsaustausch zu pflegen sowie gemeinsame Anliegen, Visionen und Zielsetzungen zu befördern in einer Wallfahrtsklausur.
So trafen sich die 4 Wallfahrtsrektoren mit ihren engsten Mitarbeitern 2017 zum ersten Mal in Altötting; wir formulierten die sogenannten verbindlichen Leitlinien für unsere Zusammenarbeit und gemeinsame Zielsetzung. Die weiteren Treffen waren immer von Mittwoch bis Freitag nach heilig-drei-König. Dieses Jahr turnusmäßig in Einsiedeln in der Schweiz.
Das Hauptthema war dieses Mal die sinnvolle Nutzung der modernen Medien für eine effektive Seelsorge und Evangelisierung an den geistlichen Zentren; der Erfahrungsaustausch auf diesem Gebiet war besonders ertragreich und befruchtend für alle Teilnehmer.
Ich verabschiedete mich diesmal von meinen Freunden mit meinem Thesenpapier von der Schatzsuche des Lebens, das ich Ihnen vor Augen stellen will. (Nächstes Jahr 2021 wir mein designierter Nachfolger Prälat Dr. Klaus Metzl die Klausur leiten und zwar wieder in Altötting; Thema wird sein: Neuevangelisierung und Adoratio.)

Prälat Günther Mandl, Wallfahrtsrektor

Weiter zum Thesenpapier "10 Thesen zur Schatzsuche des Lebens"....

Jahres- und Wallfahrtsleitwort 2020: „Die kostbare Perle finden“

Jesus hat seine frohe Botschaft niemals theoretisch in Vorträgen oder Vorlesungen verkündet, sondern narrativ, erzählerisch in Form von Gleichnissen, Geschichten und Parabeln. Dabei verwendete er Bilder aus dem Erfahrungshorizont seiner Zuhörer, besonders aus der Landwirtschaft und Viehzucht, z. B. im Gleichnis vom Sämann, vom Weinstock und vom guten Hirten.

Ein besonders tiefsinniges Bild-Wort ist „der Schatz im Acker“ und die „kostbare Perle“, die es im Laufe des Lebens zu erwerben gilt und für die es sich lohnt, alles andere hintanzustellen (Mt 13, 44-46). Mit beiden Bildern ist der Herr selber gemeint: Er ist der Schatz im Acker des Lebens und er ist die kostbare Perle, die es zu erwerben gilt.

Nun werden viele sagen, ich habe den Herrn doch längst gefunden durch das Zeugnis meiner Familie, in der Taufe, Erstkommunion und Firmung, im Religionsunterricht und in der Liturgie. Ja wir alle kennen den Herrn, vielleicht aber nur oberflächlich als Randerscheinung des Lebens; anderes aber ist uns viel wichtiger, z. B. die Karriere, der Besitz oder das Vergnügen.

Den Schatz im Acker des Lebens entdecken und die kostbare Perle finden heißt, voller Begeisterung die Nähe und Freundschaft des Herrn zu suchen, sein Jünger und sein Zeuge zu sein, ihn im Herzen zu tragen als das höchste Gut, aus ihm zu leben und mit ihm zu wirken, sodass wir mit Paulus sagen können: „Nicht mehr ich lebe, Christus lebt in mir.“ (Gal 2,20).

So lautet unser Jahres- und Wallfahrtsmotto 2020 „die kostbare Perle finden“. Kommt nach Altötting und macht euch auf Schatzsuche, findet durch die Fürsprache unserer Gnadenmutter zum Herrn und erlebt ihn neu, tief im Herzen, beglückend und sinnstiftend.
Besonders wollen wir auch die Kinder, Jugendlichen und die jungen Familien ansprechen, dass sie sich auf Schatzsuche machen und hier am Gnadenort fündig werden.

Ja, es gibt in Altötting so viel zu entdecken aus der reichen Geschichte des Gnadenortes, in den einmaligen Kunstzeugnissen aus allen Jahrhunderten und in der besonderen Spiritualität des „offenen Himmels“. Kommt mit euren Sorgen, Problemen und Nöten, Maria wird euch als Knotenlöserin helfen bei der Schatzsuche; unser Stadtheiliger, Bruder Konrad wird euch inspirieren.

Wort zum Sonntag - Taufe des Herrn

Liebe Pfarrmitglieder, liebe Pilger und Gäste aus nah und fern!
„Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; auf ihn sollt ihr hören!“ Diese Stimme des himmlischen Vaters bei der Taufe Jesu im Jordan durch Johannes ist die Kernbotschaft des heutigen Festes. Dazu kommt noch das himmlische Zeichen, dass der Heilige Geist in Gestalt einer Taube zwischen Vater und Sohn erscheint und somit zum ersten Mal in der Heilsgeschichte das trinitarische Wesen Gottes klar zutage tritt und geoffenbart wird. Ja, Gott ist die Liebe, er ist „Leben in Fülle“, das sich im Schenken und Empfangen, in der vollkommener gegenseitigen Hingabe der drei göttlichen Personen vollzieht. In dieses innergöttliche Liebesband sind alle Menschen einbezogen; bei unserer Taufe nimmt uns Gott als seine geliebten Kinder an, werden wir Brüder bzw. Schwestern Jesu Christi, erfüllt mit dem Heiligen Geist, dem Neuen Gebot der Liebe verpflichtet in der Gemeinschaft der Kirche und mitverantwortlich für die ganze Welt in ihren Sorgen und Nöten. „Auf ihn (CHTISTUS) sollt ihr hören!“, mahnt uns der himmlische Vater am heutigen Tag: Seine Lehre und sein Beispiel sind für euch alle bindend und verpflichtend. Dasselbe hat Maria bei der Hochzeit zu Kana als „Mutter des guten Rates“ den Dienern ans Herz gelegt: „Alles, was er (CHRISTUS) euch sagt, das tut!“
Beten wir für alle, die im Neuen Jahr in unserer Pfarrgemeinde das Sakrament der Taufe empfangen werden, dass sie durch ihre Eltern und später durch die Pädagogen im Kindergarten und in der Schule sowie durch uns Seelsorger immer näher zu Christus geführt werden; denn er ist das „lebendige Wasser“, das „Brot vom Himmel“, das „Licht der Welt“, der Heiland, der Erlöser, der Sohn Gottes, „der  Weg, die Wahrheit und das Leben“. Es ist für alle Menschen, besonders aber für uns Christen eine Lebensaufgabe, Christus immer ähnlicher zu werden in unserem Denken, Sprechen und Handeln, in unserer Dienstbereitschaft und in unserem Einsatz für die Alten, Kranken, Behinderten, Gescheiterten und Schuldbeladenen. „Ich bin gekommen, zu suchen, was verloren und zu heilen, was verwundet ist“, spricht der Herr: In der Sorge und Liebe des guten Hirten wissen wir uns geborgen und eingeladen und berufen zur Mitsorge, zum Mitleid und zur selbstlosen Liebe.
Ich wünsche, auch im Namen meiner Mitarbeiter allen Pfarrangehörigen und allen Pilgern und Gästen aus nah und fern alles nur erdenklich Gute!
Ihr Stadtpfarrer und Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl

Foto: M. Jung

Gebetsanliegen des Heiligen Vaters für Januar 2020

Wir beten mit Papst Franziskus und der ganzen Kirche zu Gott, unserem Vater:

Christen, Angehörige anderer Religionen und alle Menschen guten Willens mögen sich für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt einsetzen.

Hier geht's zur Videobotschaft vom Papst ...

Kirchenmusikprogramm für Januar 2020
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Das Kirchenmusikprogramm für Januar 2020 ist nun als PDF-Datei erhältlich:

Kirchenmusik in Altötting

Musik ist ein reines Geschenk und eine Gabe Gottes, sie vertreibt den Teufel, sie macht die Leute fröhlich und man vergißt über sie alle Laster. (Martin Luther)

Wallfahrtsprogramm Nr. 1 / 07. - 20. Januar 2020

Das aktuelle Wallfahrtsprogramm Nr. 1  ist nun als PDF-Datei erhältlich:

Wallfahrtsprogramm Nr. 1 als PDF-Datei

 

Wort zum Sonntag - Fest der Heiligen Familie

Liebe Pfarrangehörige, liebe Pilger und Gäste aus nah und fern!
Jesus, der Sohn Gottes kam nicht als Erwachsener zur Welt, sondern als Kind, um alle Kinder dieser Welt zu ehren und ihre außerordentliche Wichtigkeit und Wertigkeit zu unterstreichen und er wuchs in einer menschlichen Familie auf, in der Heiligen Familie von Nazareth, um alle Familien dieser Welt als die Ur- und Keimzellen der Gesellschaft, des Staates und der Kirche hervorzuheben. Ja, in der Familie lernt der junge Mensch, sich selbst zu finden und zu akzeptieren  (christliche Selbstliebe), die anderen zu respektieren und sich in die Gemeinschaft einzubinden (christliche Nächstenliebe) und die verbindlichen Werte und vor allem den Glauben zu verinnerlichen und zu leben  (Gottesliebe). Die Familie gibt ihm Geborgenheit, Selbstvertrauen und Mut, sodass er leistungsfähig und belastbar ist und mit großer Zuversicht die Probleme und Krisen des Lebens meistern kann. Es ist statistisch erwiesen, dass 1/3 der heutigen Ehen und Familien gestört und ein weiteres Drittel in die Brüche (Scheidung) geht mit oft verheerenden Auswirkungen für die Kinder, die in Verhaltensstörungen, Gewaltbereitschaft, Drogenanfälligkeit und Suizidgefahr kulminieren können. Beten wir heute am Fest der Heiligen Familie, dass unsere Ehen und Familien wieder gesunden und ihre vom Schöpfer in die menschliche Natur gelegte Aufgabe und Verantwortung spüren und annehmen mögen. Ich werde als Stadtpfarrer mit meinen Mitarbeitern und den pfarrlichen Gruppierungen alles tun, um die Eheleute in ihrer schönsten und wichtigsten Funktion als Väter und Mütter zu stärken, weil sie es sind, welche das Leben die Liebe und den Glauben primär an die nächste Generation weitergeben und somit für die Zukunft der Gesellschaft, des Staates und der Kirche eine entscheidende Rolle spielen.
Mit den besten Grüßen verbleibe ich Ihr Prälat Günther Mandl