27. September 2016
Augenblicke der Besinnung

Das Brot,
das du einem Dürftigen reichst,
vermag sein Leben
nur einen Tag zu fristen.
Die Art aber,
wie du es reichst,
kann ihm zum ewigen Heil gereichen.

Vinzenz von Paul

 
















Diözesanadministrator


Prälat Dr. Klaus Metzl leitet vorübergehend die Diözese

Nachdem Papst Franziskus Bischof Wilhelm Schraml vom Amt als Apostolischer Administrator des Bistums entpflichtet hatte, musste das Passauer Domkapitel entsprechend dem Kirchenrecht einen Diözesanadministrator wählen.

Das Domkapitel wählte am Montag, 9. September 2013, Prälat Dr. Klaus Metzl.

Diesem obliegt als Diözesanadministrator die Leitung der Diözese bis der neue Bischof das Amt übernimmt. Das hat Dompropst Hans Striedl bekanntgegeben. Prälat Dr. Klaus Metzl dankte dem Domkapitel für das Vertrauen. Die Zeit der Sedisvakanz werde man miteinander gut bewältigen. Es gehe darum, dem künftigen Bischof den Weg zu bereiten und mit dem bisherigen Bischof und Apostolischen Administrator die aktuell anstehenden Termine zu klären. Diözesanadministrator Dr. Metzl dankte Bischof Wilhelm Schraml für dessen großen Einsatz. Der Dank des Bistums werde in absehbarer Zeit seinen feierlichen Ausdruck finden.

Dr. Klaus Metzl (47) gehört seit 2008 dem Domkapitel an und war von 2005 bis 2012 Generalvikar der Diözese. Das Amt des Generalvikars endete automatisch als im Oktober der Rücktritt Bischof Schraml angenommen wurde. In dessen Zeit als Apostolischer Administrator war Prälat Metzl Ständiger Vertreter. Er ist damit seit Jahren verantwortlich in der Leitung der Diözese tätig. Die Verwaltung des Bistums liegt in seinen Händen. Maßgeblich hat er die Grundlagen für die Reform der Dekanate und der Pfarrverbände erarbeitet. Nach dem Studium der katholischen Theologie an der Ludwig-Maximilian-Universität München und Philosophie an der Jesuitenhochschule in München wurde er 1993 in Passau zum Priester geweiht und war dann drei Jahre Kaplan in Altötting. 1996 stellte ihn das Bistum zum Studium an der Universität München frei. Klaus Metzl promovierte beim jetzigen Präfekten der Glaubenskongregation, Erzbischof, Dr. Gerhard Ludwig Müller, im Fach Dogmatik und war zugleich Subregens im Studienseminar Georgianum, in dem er bereits als Priesteramtkandidat wohnte. 2001 kehrte er zurück in seine Heimatdiözese und wurde Stadtpfarrer in Landau. 2005 ernannte ihn Bischof Schraml zum Generalvikar.
 

Die Wahl war gemäß Kirchenrecht innerhalb von acht Tagen nach der Entpflichtung Bischof Schramls als Apostolischer Administrator nötig geworden. Während der Sedisvakanz darf der Diözesanadministrator nichts verändern, was eine Beeinträchtigung der Diözese oder der bischöflichen Rechte mit sich bringen könnte. Der Diözesanadministrator hat bei seinen Leitungsaufgaben eine Fülle von Vertretungen und Terminen wahrzunehmen; auch auf Ebene der Bischofskonferenz. Wenn etwa Altarweihen, Priester- oder Diakonweihen anstehen, die dem bischöflichen Weihesakrament vorbehalten sind, ist es naheliegend Bischof emeritus Wilhelm Schraml um diese zu bitten. Das Amt des Diözesanadministrators erlischt mit der Besitzergreifung der Diözese durch den neuen Bischof.

Zum Stellvertreter des Diözesanadministrators wurde Dompropst Hans Striedl ernannt.