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30. Maggio 2016
Augenblicke der Besinnung

Wir erkennen den Wert unserer Seele
an den Anstrengungen,
die der Teufel unternimmt,
um sie zugrunde zu richten.
Die Hölle verbündet sich
gegen die Seele,
der Himmel für sie.

Johannes Maria Vianney - Pfarrer von Ars

 
















Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum

Syndicate content DBK: Aktuelle Meldungen
Aktuelle Meldungen
Updated: 1 week 7 hours ago

Cusanuswerk feiert 60-jähriges Bestehen

22. May 2016 - 11:13
Mit dem traditionellen Jahrestreffen von Stipendiaten und Altstipendiaten der Bischöflichen Studienförderung Cusanuswerk ist an diesem Wochenende in Eringerfeld bei Geseke der 60. Gründungstag des Cusanuswerkes gefeiert worden. In seiner Predigt während der Festmesse ermutigte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, die aktiven und ehemaligen Stipendiaten des Cusanuswerkes einen Glauben zu leben, der sich dem Denken stellt: „Vertrauen Sie darauf, das Glaube der denkt, zum Zukunftsprogramm der Welt gehört. Dieser Glaube ist anerkannt, wenn wir ihn überzeugend leben, wenn wir uns mit dem Glauben unseren Aufgaben stellen, sei es in Studium, Beruf, Politik oder Kirche.“ Glaube, der zum reinen Gefühl verkümmere und nicht inspirierend sei, werde kein Baustein für die Welt. „Ich habe die große Hoffnung, dass der christliche Glaube ein Potenzial für die Welt hat. Daran müssen Sie als Cusanerinnen und Cusaner mitbauen“, sagte Kardinal Marx.

Es sorge ihn, so Kardinal Marx, dass sich Stimmen weltweit mehrten, die Religion eher für das Problem in der Welt hielten als Religion als Teil der Lösung zu sehen. „Diskussionen um die Religion, was sie bedeutet und vom Menschen fordert, sind aktueller denn je. Der nächste Wahlkampf wird unter anderem um die Themen Identität und Sicherheit stattfinden. Wir müssen aufpassen, dass Religion nicht für diese Themen missbraucht oder instrumentalisiert wird. Religion muss der Ort des Bewusstseins bleiben, angenommen zu sein, zur Ruhe zu kommen, hineingeführt zu werden in die unendliche Größe Gottes“, sagte Kardinal Marx. Das Fest der Dreifaltigkeit an diesem Sonntag sei geradezu Ausdruck dessen, dass der Glaube denkend sein müsse, „ein Glaube, der sich der Herausforderung der Vernunft stellt und somit jede einseitige Instrumentalisierung ad absurdum führt.“ Das meine auch Papst Benedikt XVI., wenn er Religion als vernunftgeleitete Aufklärung bezeichne.

Kardinal Marx unterstrich in der Predigt, dass die im Alten und Neuen Testament vermittelte Weisheit von besonderer Bedeutung sei: „Die Verbindung von Gott und Mensch in der Verbindung der Weisheit ermöglicht vernünftiges Erkennen, sie gibt Anhaltspunkte, um zu verstehen, was wahr und falsch ist.“ Gott, das absolute Geheimnis, sei immer anders als die menschliche Vorstellung von Gott: „Und doch haben wir Anhaltspunkte, besonders im Antlitz Jesu Christi von Nazareth. Wir können nicht Zugang zu ihm durch unsere Mittel finden, sondern immer nur durch Gottes Handeln selbst“, sagte Kardinal Marx. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz forderte dazu auf, Religion nicht zu banalisieren: „Wir müssen Theologie auf das Denken unserer Zeit bringen und mit der Vernunft verknüpfen. Wir müssen Gott verstehen, damit er nicht missbraucht wird. Es kann nicht von Gott geredet werden, wenn wir nicht zugleich vom Schwachen und Bedürftigen reden.“

Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert, selbst ehemaliger Stipendiat des Cusanuswerkes, ermutigte in seinem Festvortrag die von der Bischöflichen Studienförderung ausgehende Innovationsfähigkeit in Kirche und Staat spürbar zu machen. „Immer wieder habe ich unter den Stipendiatinnen und Stipendiaten des Cusanuswerkes Aufbruch und Innovation erlebt. Das ist der Auftrag, dem das Werk auch heute gerecht werden muss“, so Lammert. Das Cusanuswerk stehe für eine professionelle Befassung mit wichtigen Bereichen in Kirche, Politik und Gesellschaft. „Diese Befassung soll nicht nur temporär, sondern dauerhaft sein, das zeichnet Vernetzung und Nachhaltigkeit aus. Netzwerke sollen aber nicht nur auf die persönliche Karriere ausgerichtet sein, sondern Probleme gemeinschaftlich angehen.“ Bundestagspräsident Lammert forderte im Zeichen einer christlichen Vernetzung verstärkte Anstrengungen im ökumenischen Gespräch: „Die Kirchenspaltung ist und bleibt inakzeptabel, besonders wenn es Stimmen gibt, die sagen, dass das Trennende wichtiger ist als das Verbindende.“ Die Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils seien Schriften der Ermutigung und des Aufbruchs gewesen, an denen es sich auch heute zu orientieren gelte.

Der Direktor des Cusanuswerkes, Prof. Dr. Georg Braungart, dankte den deutschen Bischöfen für das Cusanuswerk, das seit sechs Jahrzehnten besonders begabte junge Menschen intellektuell und spirituell fördere: „Sie übernehmen Verantwortung in Kirche und Gesellschaft. So wirkt das Cusanuswerk für die katholische Kirche in Deutschland mit großer Nachhaltigkeit in alle Bereiche des Gemeinwesens hinein“, sagte Braungart.

Weihbischof Dr. Christoph Hegge (Münster), in der Deutschen Bischofskonferenz für das Cusanuswerk verantwortlich, würdigte das qualifizierte, beratende und geistliche Angebot: In 60 Jahren wurden 8.000 Studentinnen und Studenten gefördert. „Damit hat das Cusanuswerk junge Menschen in die Lage versetzt, in verantwortlichen Positionen die Gesellschaft aus dem katholischen Glauben heraus mit zu gestalten und zu prägen.“ In diesem Engagement des Cusanuswerkes werde zugleich sichtbar, was das Wesen der und die Sendung der Kirche ausmache: „Durch alle Getauften die Welt in den Blick zu nehmen, den Dialog mit der Gesellschaft aufzunehmen und auf der Höhe des aktuellen Zeit- und Geistesgeschehens mit den Menschen in einen Gottes-, Sinn- und Glaubensdiskurs einzutreten, so dass sich in der Art und Weise des dialogischen Geschehens selbst Christusbegegnung im Zu-Hören, Suchen und verstehen und schließlich auch im Zeugnis des eigenen Glaubens ereignen kann“, betonte Weihbischof Hegge.

Hintergrund
Die Bischöfliche Studienförderung Cusanuswerk ist das Begabtenförderungswerk der katholischen Kirche in Deutschland. Mit staatlichen, kirchlichen und privaten Zuwendungen hat das Cusanuswerk bereits mehr als 8.000 hochbegabte Studierende und Promovierende gefördert – ideell und finanziell. Cusanerinnen und Cusaner tragen mit fachlicher Exzellenz und herausragendem Engagement zum Gemeinwohl bei, ein Leben lang und vielfach in besonders verantwortungsvollen Positionen von Kirche und Gesellschaft, von Wissenschaft, Kultur, Politik und Wirtschaft. Das Cusanuswerk wurde 2015 von der European Foundation for Quality Management mit dem Zertifikat „EFQM Committed to Excellence – 2 star“ ausgezeichnet. Während des Jahrestreffens in Eringerfeld wurde erstmals der Ideenpreis des Cusanuswerkes, „Begabungen vernetzen – Kirche und Welt gestalten“, für herausragende Initiativen zur Vernetzung von aktiven und ehemaligen Stipendiatinnen und Stipendiaten verliehen.

Hinweis:
Informationen zum Jahrestreffen, dem 60-jährigen Jubiläum und dem Ideenpreis sind unter www.cusanuswerk.de verfügbar.

Ökumenischer Gottesdienst vor dem DFB-Pokalfinale in Berlin

21. May 2016 - 10:43
Die katholische und die evangelische Kirche in Deutschland haben heute (21. Mai 2016) vor dem DFB-Pokalendspiel gemeinsam mit Vertretern des Deutschen Fußballbundes (DFB), Fans und freiwilligen Helfern in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin einen ökumenischen Gottesdienst unter dem Leitwort „Be-geistert“ gefeiert.

In seiner Predigt betonte Weihbischof Jörg Michael Peters (Trier), der in der Deutschen Bischofskonferenz für Sport zuständig ist, dass Fußball nicht nur durch das Spiel begeistere und fasziniere, „sondern auch durch die unterschiedlichen Persönlichkeiten der Spieler und ihrer Trainer, ihre Besonderheiten, ihre Widerständigkeit, die Konflikte und Brüche, kurz durch den Roman, den man über jede Saison und jede Meisterschaft schreiben könnte. Da geben Menschen voller Energie, Temperament, Lust und Lebensfreude alles; das wirkt ansteckend. Genau das haben wir gerade erst letzten Sonntag an Pfingsten gefeiert, dem Fest der ‚Begeisterung’ vieler, ganz unterschiedlicher Menschen, die eines verbindet: Zu Jesus und seiner Botschaft wollen sie halten. Es ist die Geburtsstunde der Kirche; in ihr ist durch das Wehen des Geistes mit einem Mal Platz und gegenseitiges Verständnis für Menschen ganz unterschiedlicher Nationalität, Sprache und Kultur.“ Als Christen seien wir kein Club, sonst könnte dieser Gottesdienst nicht in ökumenischer Verbundenheit und noch dazu mit den Fans zweier Vereine gemeinsam gefeiert werden. Weihbischof Peters: „Die Begeisterung von Pfingsten schafft eine Einheit, die nicht eine Gleichschaltung oder verordnete Einheitlichkeit meint. Wenn – wie Paulus es im 14. Kapitel des Römerbriefes sagt – das Reich Gottes vor allem Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist ist, dann macht das ein solch großes Ereignis, wie wir es heute Abend mit Spannung erwarten dürfen, und ein im Anschluss friedliches Auseinandergehen überhaupt erst möglich.“

Der Gottesdienst wurde von Pfarrer Peter Burkowski, Leiter der Führungsakademie für Kirche und Diakonie (Berlin), und dem Pfarrer der Gedächtniskirche, Martin Germer (Berlin), gestaltet. Für Pfarrer Burkowski hat das Thema „Begeisterung“ sechs Tage nach Pfingsten eine besondere Bedeutung: „Der Pfingstgeist und die Begeisterung im Stadion sehen ganz ähnlich aus.“ Begeisterung bringe Menschen in Bewegung. „Wer begeistert ist, geht mit, singt laut mit, läuft mit und stellt manches zurück für die Sache, die ihn so gepackt hat.“ Entscheidend sei die Frage nach dem Grund der Begeisterung: „Was treibt uns eigentlich an? Was erfüllt mein Herz und mein Leben?“

Gedächtniskirchen-Pfarrer Martin Germer beschreibt die treibende Kraft so: „Gottes Geist will uns in allen Lebensbereichen zu Frieden, Toleranz, Weltoffenheit und wechselseitiger Verständigung anleiten und helfen. Bezogen auf den Sport ist er jedenfalls auch ein Geist der Fairness und der Freude am Gelingen.“

Der Einladung der beiden Kirchen zum Gottesdienst folgten neben dem DFB-Präsidenten, Reinhard Grindel, die Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer und Peter Gagelmann, Fan-Vertreter von Borussia Dortmund und Bayern München, Vertreter der freiwilligen Helfer und der Polizei sowie zahlreiche Fußballfans.

Hinweis:
Die Predigt von Weihbischof Peters finden Sie  untenstehend als pdf-Datei zum Herunterladen.

Gebetstag für die Kirche in China am 24. Mai 2016

20. May 2016 - 11:52
Am 24. Mai begeht die katholische Kirche jedes Jahr weltweit den Gebetstag für die Kirche in China, den Papst Benedikt XVI. im Jahr 2007 eingeführt hat. Er lädt alle Katholiken ein, im fürbittenden Gebet Solidarität mit den Christen in China zu zeigen.

Auch in diesem Jahr rufen die deutschen Bischöfe die Gemeinden und die Gläubigen dazu auf, sich das Anliegen des Gebetstages zu eigen zu machen. Der 24. Mai ist der Tag der traditionellen Wallfahrt zum größten chinesischen Marienheiligtum Sheshan in der Nähe von Shanghai.

Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, erklärt zum Gebetstag: „Die Religionsfreiheit ist der katholischen Kirche weltweit ein zentrales Anliegen. In China wird sie heute mehr als früher anerkannt, allerdings bestehen weiterhin viele Einschränkungen.“ Für die Kirche stellt nach Angaben des Erzbischofs die staatliche Einmischung in kirchliche Angelegenheiten – unter anderem bei der Ernennung von Bischöfen, der Besetzung von Ämtern und der theologischen Ausbildung – eine große Belastung für das kirchliche Leben dar. Eine befriedigende Einigung mit den staatlichen Behörden über die Verwirklichung des Grundrechts auf Religionsfreiheit stehe noch aus. „Ich hoffe sehr, dass die laufenden Gespräche zwischen Vertretern der chinesischen Regierung und des Heiligen Stuhls zu einer weiteren positiven Entwicklung beitragen“, so Erzbischof Schick.

Papst Franziskus habe vor Kurzem in einem Interview von dem großen Respekt gesprochen, den er für China und seine großartige Kultur sowie sein reiches Erbe an Weisheit empfinde. Erzbischof Schick: „Bitten wir darum, dass der christliche Glaube, der in der Liebe wirksam wird, in diesem großen Land sich frei entfalten und weitergegeben werden kann. Mögen sich auch die Kirche und die Christen in China stärker in die Gesellschaft zum Wohl der Menschen einbringen können. Ebenso soll das kulturelle Erbe Chinas in der internationalen Gemeinschaft sowie in der weltweiten Kirche fruchtbar werden.“

Hinweise:
Das Gebet von Papst Benedikt XVI. zur Muttergottes von Sheshan finden Sie untenstehend als pdf-Datei zum Herunterladen.

Anregungen für Gebete und Fürbitten sowie Hintergrundinformationen über die Lage der Kirche in China sind auf der Internetseite des China-Zentrums e. V. www.china-zentrum.de verfügbar.

Zentrum für Berufungspastoral startet Projekt „Valerie und der Priester“

20. May 2016 - 9:57
Ein ungewöhnliches Projekt startet heute das Zentrum für Berufungspastoral der Deutschen Bischofskonferenz: „Valerie und der Priester“ lässt zwei Menschen aus verschiedenen Lebensrealitäten einander begegnen. Das Konzept: Eine Journalistin begleitet ein Jahr lang einen Priester. Sie dokumentiert seinen Alltag und versucht zu verstehen, warum er heutzutage Priester ist. Das Projekt soll eine Brücke bauen zwischen denen, die wenig mit der katholischen Kirche anfangen können und jenen, die alles für Gott geben, weil ihnen der Glaube so viel gibt.

Die Journalistin ist Valerie Schönian, 25 Jahre alt, gebürtig aus Magdeburg. Dort hat sie ein katholisches Gymnasium besucht. Sie ist evangelisch getauft und konfirmiert. Seit Jahren hat sie aber keinen Bezug mehr zur Kirche. Nach ihrem Schulabschluss studierte sie in Berlin  Germanistik und Politikwissenschaft und besuchte anschließend die Deutsche Journalistenschule in München. Jetzt lebt sie wieder in Berlin.

Der Priester ist Kaplan Franziskus von Boeselager, 38 Jahre alt, geboren in Wickede (Ruhr). Einen Teil seiner Schulzeit verbrachte er in einem benediktinischen Internat in Irland, zurück in Deutschland besuchte er ein Jesuiteninternat. Nach dem Abitur studierte er Betriebswirtschaftslehre in Elmshorn bei Hamburg und in Köln. Daran schloss sich ein Theologiestudium in Bonn, Spanien und Belgien an. 2013 wurde er im Kölner Dom zum Priester geweiht. Seit September 2014 lebt und arbeitet er in Roxel, einem Ortsteil von Münster. Er teilt sich das Pfarrhaus mit zwei anderen Priestern, die wie er zur geistlichen Gemeinschaft Emanuel gehören.

Valerie Schönian hat bereits im April 2016 ihren Lebensmittelpunkt nach Münster-Roxel verlagert. Dort wird sie bis Ostern 2017 Franziskus von Boeselagers Alltag teilen. Sie ist dabei, wenn er den Gottesdienst feiert oder im Gespräch mit Freunden und der Gemeinde ist. Valerie Schönian begleitet ihn zum katholischen Weltjugendtag nach Krakau, beim Mittagessen, beim Morgengebet, bei seinem Weg zum Steuerberater. Denn es geht darum, neben der Kirche und dem Alltag auch den Menschen Franziskus von Boeselager kennenzulernen. Das Zentrum für Berufungspastoral legt Wert darauf, dass die Journalistin völlige Freiheit bei der Beschreibung dessen hat, was sie erlebt und wie sie dies deutet. Valerie Schönian und Kaplan Franziskus von Boeselager werden begleitet von dem Direktor des Zentrums für Berufungspastoral, Pfarrer Michael Maas, der das Projekt verantwortet.

Ab sofort kann man dem Projekt „Valerie und der Priester“ in den sozialen Netzwerken im Internet folgen. Auf der Internetseite www.valerie-und-der-priester.de, auf Facebook, Twitter und YouTube wird Valerie Schönian dokumentieren, was sie in diesem Jahr erlebt.

Hinweise:
Kontakt zu Valerie Schönian und Kaplan Franziskus von Boeselager wird über die Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz (E-Mail: pressestelle@dbk.de) vermittelt. Fotos in Druckqualität können Redaktionen auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden. Bitte schicken Sie eine E-Mail an pressestelle@dbk.de.

Aufruf der deutschen Bischöfe zur Katholikentagskollekte 2016

19. May 2016 - 10:50
Vom 25. bis 29. Mai 2016 findet in Leipzig der 100. Deutsche Katholikentag unter dem Leitwort „Seht, da ist der Mensch!“ statt. Aus diesem Anlass haben die deutschen Bischöfe am vergangenen Wochenende einen Aufruf zum Katholikentag veröffentlicht. Darin schreiben sie: „Seit über 160 Jahren sind die Katholikentage ein Spiegelbild des Lebens in unserer Kirche, bunt und vielfältig, ernst und fröhlich, geistlich und politisch zugleich. Im Jahr der Barmherzigkeit konzentriert sich der Katholikentag auf die bewusste Hinwendung zu den Menschen, die unserer praktischen Solidarität und tätigen Nächstenliebe bedürfen.“

Der 100. Deutsche Katholikentag findet in Leipzig statt, „einer großen, modernen, jungen Handels- und Kulturstadt, in der die katholischen Christen eine vitale Minderheit sind. Hier und im gesamten Bistum Dresden-Meißen haben sich viele Menschen für die Vorbereitung des Jubiläumskatholikentages engagiert“.

Ihren Aufruf zum Katholikentag verbinden die deutschen Bischöfe auch mit der Einladung zu einer Sonderkollekte in den Gottesdiensten am kommenden Wochenende (21./22. Mai 2016) für den Katholikentag: „Für viele von uns ist die Teilnahme an diesem Fest des Glaubens sicher schon eingeplant. Doch auch wenn Sie persönlich nicht kommen können, bitten wir Sie herzlich um Ihre Unterstützung. Der Katholikentag ist Ausdruck der Verantwortung aller Katholikinnen und Katholiken für Kirche und Gesellschaft. Tragen Sie durch Ihr Gebet mit zum Gelingen dieses Ereignisses bei. Und helfen Sie darüber hinaus durch eine großzügige Spende mit, dass der Katholikentag ein Zeugnis für unseren Glauben werden kann, das weit in die Gesellschaft hinausstrahlt.“

Hinweis:
Den Aufruf der deutschen Bischöfe  finden Sie untenstehend als pdf-Datei zum Herunterladen sowie in der Rubrik „Aufrufe der deutschen Bischöfe“.

Olympiaseelsorger in Rio leisten geistlichen Beistand in extremen Situationen

18. May 2016 - 10:56
Bei den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro vom 5. bis 25. August 2016 wird Diakon Rolf Faymonville aus dem Erzbistum Köln als katholischer Seelsorger die deutsche Olympiamannschaft begleiten. Er freue sich auf diese Aufgabe, so Diakon Faymonville: „Manchmal kommt eine solche Chance ganz unverhofft, wie bei mir. Eine Olympiade ist gewiss ein besonderer Höhepunkt einer sportlichen Karriere. Damit sind vermutlich Freude, aber auch seelische Anspannung und Belastungen verbunden. Dabei möchte ich unserer Olympiamannschaft gern zusammen mit meinem evangelischen Kollegen Pfarrer Thomas Weber eine Hilfe anbieten“, so der katholische Olympiaseelsorger.

„Ich denke, dass wir mit persönlichen Gesprächen, Gedankenanregungen, Gottesdienstangeboten und Gebeten oder Meditationen den Sportlerinnen und Sportlern einen Raum geben können, wo einmal nicht die Leistung im Mittelpunkt steht. Und mit solchen Höhepunkten wie der Teilnahme an Olympia werden für Einzelne vielleicht auch neue Lebensentscheidungen verbunden sein oder Wendemarken auftauchen, mit denen das Leben eine neue Ausrichtung erfährt“, so Diakon Faymonville. Dabei könne es auch sein, dass sich in solchen konzentrierten Situationen neu die Frage nach Gott stelle. „Dann möchte ich gern geistlicher Coach und Weggefährte sein.“

Diakon Faymonville sieht Olympia als Verbindung zwischen Menschen aller Länder und Kulturen sowie als Herausforderung für Brasilien: „Wie in Rio Lebensfreude und Kampfgeist im fairen Messen der Kräfte sichtbar werden können, so sollen die Spiele auch Chancen für die Einwohner geben, an der Entwicklung, die dieses Ereignis mit sich bringt, zu partizipieren. Daher ist das Projekt ‚Rio bewegt. Uns.‘, das verschiedene katholische Partner im In- und Ausland ins Leben gerufen haben, ein wichtiger Beitrag für mehr Fairness und Gerechtigkeit – nicht nur im Sport, sondern auch im gesellschaftlichen und sozialen Bereich.“

Rolf Faymonville, für den diese Olympischen Spiele eine Premiere sind, ist als Diakon mit Zivilberuf im Seelsorgebereich Engelskirchen des Erzbistums Köln tätig.

Hintergrund
Olympiaseelsorger bieten geistliche Angebote wie zum Beispiel tägliche Gottesdienste an und stehen den Athletinnen und Athleten, den Betreuerinnen und Betreuern wie den Verantwortlichen der deutschen Olympiamannschaft für Gespräche und Begleitung zur Verfügung. Selten stehen die Aktiven unter einem größeren Fokus der Öffentlichkeit als während der Olympischen Spiele. Wofür jahrelang trainiert wurde, muss punktgenau abgerufen werden. Verletzungen können Ambitionen zerstören. Sportlerkarrieren können zu Ende gehen. Um in diesen Extremsituationen vor und nach den Wettkämpfen für die Sportlerinnen und Sportler da zu sein, sind die Seelsorger bei der Mannschaft. Die evangelische Kirche ist in Rio mit Pfarrer Thomas Weber vertreten.


Hinweise: Ein Foto von Diakon Rolf Faymonville in Druckqualität kann Redaktionen auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden. Bitte schicken Sie eine E-Mail an pressestelle(at)dbk.de. Weitere Informationen zu dem Projekt „Rio bewegt. Uns.“ sind unter www.rio-bewegt-uns.de verfügbar.

„Be-geistert“: Ökumenischer Gottesdienst zum DFB-Pokalfinale am 21. Mai 2016 in Berlin

17. May 2016 - 11:55
Wie in den vergangenen Jahren laden die evangelische und katholische Kirche in Deutschland am Tag des DFB-Pokalfinales zu einem ökumenischen Gottesdienst in die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin ein. Der Gottesdienst steht unter dem Motto „Be-geistert“, das die Begeisterung rund um den Fußball mit der Zusage, dass der Geist Gottes Menschen bewegt, verbindet.

Der ökumenische Gottesdienst findet statt am:

Samstag, 21. Mai 2016,
um 12.00 Uhr
in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche (Breitscheidplatz)
in Berlin.


Der Gottesdienst wird von Pfarrer Peter Burkowski, Leiter der Führungsakademie für Kirche und Diakonie (Berlin), und dem Pfarrer der Gedächtniskirche, Martin Germer (Berlin), gestaltet. Die Predigt hält Weihbischof Jörg Michael Peters (Trier), Sportbischof der Deutschen Bischofskonferenz.

Am Gottesdienst wirken außerdem mit: DFB-Präsident Reinhard Grindel, die Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer und Peter Gagelmann, Fan-Vertreter von Borussia Dortmund und Bayern München, Vertreter der freiwilligen Helfer und der Polizei.

Die Kolleginnen und Kollegen der Medien sind zur Teilnahme am ökumenischen Gottesdienst eingeladen.

Presseeinladung zum 8. Bundeskongress „Katholische Schulen“

17. May 2016 - 9:52
Um Perspektiven für die künftige Schwerpunktsetzung und Weiterentwicklung der katholischen Schulen geht es beim 8. Bundeskongress „Katholische Schulen“ mit dem Thema „Erziehung und Bildung im Geist der Frohen Botschaft: Perspektiven Katholischer Schulen“.

Der Kongress wird an die sieben Thesen zum Selbstverständnis und Auftrag Katholischer Schulen anknüpfen, die die deutschen Bischöfe am 25. April 2016 verabschiedet haben und die in Kürze unter dem Titel „Erziehung und Bildung im Geist der Frohen Botschaft“ veröffentlicht werden. Ein Vortrag des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und die Präsentation einiger Good-practice-Beispiele sind Basis für die Diskussion vielfältiger Facetten der Schulentwicklung. Dazu wird es 16 Arbeitsgruppen zu den vier Schwerpunktthemen Bildungsverständnis, Schulpastoral, Teilhabe und Dialog geben. Interessierte Medienvertreter sind herzlich zu der Tagung eingeladen am:

Freitag, 3. Juni 2016,
von 10.00 bis 16.30 Uhr,
in der Liederhalle (Schiller-Saal)
in Stuttgart (Berliner Platz 1-3, 70174 Stuttgart).

Der Kongress wird mit einem Wortgottesdienst in der Domkirche St. Eberhard eröffnet, dem der Bischof des Bistums Rottenburg-Stuttgart, Dr. Gebhard Fürst, vorsteht.

Der Bundeskongress „Katholische Schulen“ ist die zentrale Veranstaltung des katholischen Schulwesens in Deutschland, zu dem 905 allgemein- und berufsbildende katholische Schulen in freier Trägerschaft mit rund 360.000 Schülerinnen und Schülern gehören. Er wird im Rhythmus von zweieinhalb Jahren vom Arbeitskreis Katholischer Schulen in freier Trägerschaft veranstaltet.

Hinweise:
Interessierte Medienvertreter werden gebeten, sich bei der Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz per E-Mail (pressestelle(at)dbk.de) anzumelden.
Das Programm des Bundeskongresses „Katholische Schulen“ ist untenstehend als pdf-Datei verfügbar.

Kardinal Marx würdigt Kardinal Lehmann zum 80. Geburtstag

16. May 2016 - 10:25
Der ehemalige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, feiert heute (16. Mai 2016) seinen 80. Geburtstag. Bei einer Festmesse im Mainzer Dom würdigte sein Nachfolger im Amt des Vorsitzenden, Kardinal Reinhard Marx, Kardinal Lehmann als engagierten Bischof und Seelsorger, Theologen und Menschenfreund.

„Auch im hohen Alter zeigst Du uns allen, mit welcher Freude und Frische als Theologe und Seelsorger Du gewirkt hast und weiter wirkst. Dafür sind wir alle dem Herrn sehr dankbar“, so Kardinal Marx. „Du hast epochale Umbrüche unseres Landes und in der Kirche miterlebt und mitgestaltet. Wir empfinden großen Respekt und große Dankbarkeit angesichts Deines Wirkens, mit dem Du die Herzen der Menschen erreicht und die Kirche Deutschlands nachhaltig geprägt hast. Wer Dich kennt und erlebt, der erfährt eine große menschliche Verbindlichkeit – einen Menschen, der zuhört und durch seine Umsicht und geistliche Klugheit Vorbild für viele geworden ist.“

Der Wahlspruch von Kardinal Lehmann aus dem Korintherbrief, „Steht fest im Glauben“, sei bis heute für Kardinal Karl Lehmann eine Verpflichtung: „In Predigten und Vorträgen, bei Diskussionen und in Veröffentlichungen hast Du von Deinem Glauben erzählt, von Deinen Erfahrungen, von den Höhen und Tiefen, die Du im kirchlichen und gesellschaftlichen Leben erlebt hast. Es war aber nie ein Klagen oder Lamentieren, sondern grundsätzlich ein Reden aus der Verbundenheit mit Christus heraus und der Hoffnung, die er ermöglicht“, betonte Kardinal Marx.

Die Deutsche Bischofskonferenz sei Kardinal Lehmann dankbar für dessen aufopferungsvollen, bis an den Rand der physischen Kräfte gehenden Dienst. Kardinal Marx: „Dabei denke ich besonders an die prägenden mehr als zwei Jahrzehnte, in denen Du die Konferenz geleitet hast. Ich erinnere aber auch an Deinen Einsatz als Vorsitzender der Glaubenskommission, den Du bis heute wahrnimmst. Wir sind dankbar für Deine theologischen Impulse, gesellschaftlichen Wortmeldungen und theologisch und geistlich tiefen Predigten.“ Weit über die Landesgrenzen hinaus habe Kardinal Lehmann ein leuchtendes Beispiel für eine lebendige Kirche Deutschlands gegeben. „Von Deiner intellektuellen Schaffenskraft zeugen Deine zahlreichen Ehrenpromotionen ebenso wie Dein engagierter Einsatz in verschiedenen römischen Dikasterien. Auf vielen Bischofssynoden in Rom warst Du prägend dabei und hast immer, bis auf den heutigen Tag, aus Deinen römischen Erfahrungen als Seminarist und dem direkten Erleben der Konzilszeit in Rom gelebt und geschöpft. Auch in der Begegnung und Auseinandersetzung mit Kritikern warst Du immer dialogbereit, menschlich weit und gelassen“, so Kardinal Marx. Er fügte hinzu: „Ich habe viel von Dir gelernt und bewundere Deine theologische Brillanz, aber auch Deinen Humor und immer wieder Deine Menschenfreundlichkeit. Für das neue Lebensjahrzehnt wünsche ich Dir Gottes reichen Segen und hoffe, dass Du der Kirche in Deutschland noch lange als Vorbild im Glauben und als Wegbegleiter zur Seite stehst.“

Predigt von Kardinal Reinhard Marx im Gottesdienst am Pfingstsonntag im Münchner Liebfrauendom

15. May 2016 - 8:13
Kardinal Reinhard Marx hat zu Pfingsten dazu aufgerufen, auf die „Kraft des Geistes“ zu bauen, „der Türen öffnet“ und „fähig macht, die Sprachen der anderen zu sprechen“. Christen könnten das Evangelium nicht leben und bezeugen „hinter verschlossenen Türen und in einer feindlichen Abgrenzung zu anderen Religionen und zu denen, die keiner Religion folgen, zu denen, die auf der Suche sind oder den christlichen Glauben aufgegeben haben“, sagte der Erzbischof von München und Freising laut Manuskript in seiner Pfingstpredigt im Münchner Liebfrauendom am Sonntag, 15. Mai.

Das „Wunder vom Pfingstfest ist auch ein Wunder der Kommunikation“, stellte Marx fest. Dieses Wunder bestehe in erster Linie darin, dass „die junge Kirche ihre Angst verliert, die verschlossenen Türen öffnet und sich der Welt stellt mit der Verkündigung, dass Jesus lebt, dass Gott ihm endgültig recht gegeben hat“. Es handle sich um einen „Aufbruch im tiefsten Sinne des Wortes. Türen öffnen sich, Grenzen werden überschritten, Mauern niedergerissen, Brücken zu anderen Kulturen und Völkern gebaut, Entfernungen werden überwunden. Die scheinbar unüberwindliche Trennung von Juden und Heiden wird durchbrochen auf alle Menschen, alle Völker, alle Sprachen und alle Kulturen hin.“

Auch heute noch sei für Christen bei der Verkündigung des Evangeliums entscheidend, dass sie „die Sprache der Menschen sprechen, denen wir begegnen“, betonte der Kardinal. Evangelisation heiße, „sich auf die Lebens- und Erfahrungswelt, auf die verschiedenen Kulturen und Situationen einzulassen. Nur so kann das Christus-Ereignis auch in unserer so vielfältigen und manchmal unübersichtlichen Gesellschaft kraftvoll bezeugt werden.“ Dafür müssten sich Christen vor allem von aller Angst und aller Sorge um die eigene Identität befreien, so Marx: „Wir fragen nicht mehr: Was wird aus uns? Sondern: Was wird aus der Welt? Was wird aus den Menschen, wenn sie nicht die Chance bekommen, die Botschaft vom Leben mit Christus zu hören?“

Im Gegensatz dazu zeichne sich in den gegenwärtigen Debatten häufig die Tendenz ab, „neue Mauern aufzubauen, sich einzuschließen und sogenannte Leitkulturen gesetzlich festzulegen“, kritisierte Kardinal Marx. Man könne den Eindruck gewinnen, „dass zurzeit vielerlei Ängste und Unsicherheiten da sind und sicher auch durch Pauschalisierungen, undifferenzierte Äußerungen und simples Schwarz-Weiß-Denken befördert werden“. Das gelte auch im Blick auf die „sehr vielschichtige Wirklichkeit Islam in unserem Land“. Es gelte, in einem „neuen Aufbruch auf die Erfahrung von Ostern und Pfingsten hin“, die Ängste um die eigenen Identität hinter sich zu lassen und fähig zu werden „zu ,neuen kulturellen Synthesen῾, wie es Papst Franziskus sagt. Pfingsten ist das Fest, das uns dazu neu in Bewegung bringt, das der Kirche neuen Mut macht.“

Das Pfingstfest wird am 50. Tag des Osterfestkreises gefeiert und schließt diesen ab. Traditionell wird in den Wochen davor und danach in zahlreichen Pfarreien die Firmung gespendet, bei der den Firmkandidaten der Heilige Geist zugesprochen wird. Die Kollekte aus allen katholischen Gottesdiensten in Deutschland am Pfingstsonntag ist für die Arbeit des Hilfswerks Renovabis bestimmt. Mit den Geldern wird die pastorale, soziale und gesellschaftliche Erneuerung der Länder in Mittel-, Ost- und Südosteuropa unterstützt.

Quelle: Pressestelle des Erzbistums München und Freising

Internationaler Tag der Familie

13. May 2016 - 9:06
Zum Internationalen Tag der Familie am 15. Mai 2016 erklärt der Vorsitzende der Kommission für Ehe und Familie der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Heiner Koch:

„Auf Initiative der Generalversammlung der Vereinten Nationen wird am 15. Mai der Internationale Tag der Familie begangen. Gerade in diesem Jahr hat die katholische Kirche besonderen Anlass, sich bei diesem Thema zu Wort zu melden.

Papst Franziskus hat vor wenigen Wochen sein Nachsynodales Schreiben Amoris laetitia veröffentlicht, in dem er die Ergebnisse eines zweijährigen synodalen Weges zum Thema Ehe und Familie zusammenfasst und weiterführt. Dabei hat er die Bedeutung von Ehe und Familie einladend und ermutigend bekräftigt: ‚Das Wohl der Familie ist entscheidend für die Zukunft der Welt und der Kirche.‘ (AL 31) Die Christen in aller Welt hatten dem Papst anhand verschiedener Fragebögen in aller Offenheit Auskunft über ihre Ansichten und Lebensverhältnisse gegeben. Dabei wurde deutlich: Familien sind die Grundeinheiten unserer Gesellschaft. In Familien finden Menschen Geborgenheit. Kinder können ihre Talente entfalten und in Verschiedenheit miteinander leben. Papst Franziskus nimmt deshalb die Anliegen dieses synodalen Weges auf, wenn er sagt: ‚Die Freude der Liebe, die in den Familien gelebt wird, ist auch die Freude der Kirche.‘ (AL 1)

Ich möchte den Rückenwind der Bischofssynode und der Worte von Papst Franziskus nutzen und aus Anlass des Internationalen Tages der Familie allen Paaren, Eheleuten und Familien für ihr Lebens- und Glaubenszeugnis und ihren täglichen Einsatz danken. Ich möchte sie auf ihrem Weg ermutigen und bestärken: Ehe und Familie bereichern das Leben und sind ihre Anstrengungen wert. Ich weiß, dass das Leben in Ehe und Familie schön und beglückend sein kann, dass es aber auch Belastungen und Verletzungen mit sich bringt. Ich spreche allen meine Hochachtung aus, die tagtäglich partnerschaftliche Treue, elterliche Liebe und Fürsorge, Solidarität zwischen den Generationen und aufrechte Beziehungen in ihrem familiären Umfeld leben – unter welchen Umständen und in welchen Kontexten auch immer. Danke für dieses menschliche, persönliche und christliche Engagement!

Ich möchte allen Eltern auch ausdrücklich für ihre Erziehungsarbeit danken. Danke, dass Sie sich jeden Tag aufs Neue dafür einsetzen, Ihre Kinder zu selbstverantwortlichen Persönlichkeiten zu erziehen, und ihnen all das mit auf den Weg geben, was für das Leben in einer hochkomplexen Gesellschaft vonnöten ist. Ich möchte Ihnen auch dafür danken, dass Sie Ihre Kinder im Glauben an den dreieinen Gott und Vater aller Menschen erziehen. Ohne Ihr Glaubenszeugnis und Ihre religiöse Erziehung hat die Kirche keine Zukunft.

An alle, die sich in der Politik engagieren, aber auch an alle, die auf andere Weise Einfluss in unserer Gesellschaft haben, richtet sich an diesem Tag der Appell, sich für geeignete Rahmenbedingungen einzusetzen, die den Familien bei der Erfüllung ihrer unverzichtbaren Aufgaben helfen und die junge Menschen ermutigen, eine Ehe einzugehen und eine Familie zu gründen.“

Erzbischof Schick trifft burundischen Erzbischof Ntamwana

12. May 2016 - 11:40
Die schwierige politische und gesellschaftliche Situation im ostafrikanischen Burundi war Thema der gestrigen Begegnung von Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, mit dem burundischen Erzbischof Simon Ntamwana (Gitega). „Die deutschen Bischöfe verfolgen mit großer Sorge die Ereignisse in Burundi und die zunehmende Gewalt zwischen den verschiedenen politischen Gruppierungen“, erklärte Erzbischof Schick nach dem Treffen. Er machte deutlich, dass die Kirche in Deutschland die Anstrengungen der burundischen Bischöfe um einen gesellschaftlichen Ausgleich nachdrücklich unterstützt: „Wir sind auf der Seite all jener, die sich für den Dialog zwischen den Parteien, die Versöhnung zwischen den Volksgruppen und den Frieden einsetzen, damit Burundi wieder auf den Weg der Rechtsstaatlichkeit zurückfindet.“

Erzbischof Ntamwana traf während seiner Deutschlandreise auch mit Bischof Dr. Gregor Maria Hanke OSB (Eichstätt) und mit Vertretern der katholischen Hilfswerke zusammen. Eichstätt ist das Partnerbistum von Gitega. Wiederholt betonte Erzbischof Ntamwana in seinen Gesprächen: „Der Dialog ist der einzige Weg zum Frieden in Burundi.“

In dem ostafrikanischen Land, das in den 1990er Jahren zum Schauplatz blutiger Kämpfe zwischen den Volksgruppen der Hutu und Tutsi wurde, kommt es seit April 2015 immer wieder zu gewalttätig ausgetragenen Auseinandersetzungen zwischen der Regierungspartei, Oppositionellen und Organisationen der Zivilgesellschaft, die das Land in den Abgrund zu reißen drohen. Auslöser war die Ankündigung von Präsident Pierre Nkurunziza, verfassungswidrig für eine dritte Amtszeit zu kandidieren. Im Vorfeld der Präsidentenwahl im Juli 2015 hatte die Burundische Bischofskonferenz sich für den politischen Pluralismus im Land stark gemacht, eine dritte Amtszeit des Präsidenten als unrechtmäßig abgelehnt und die eigenen Wahlbeobachter zurückgezogen. Die Parteien der Opposition boykottierten die Wahl, bei der sich Nkurunziza durchsetzte.

Nach Gewalteskalationen anlässlich der Amtseinführung des international nicht anerkannten Präsidenten appellierten die burundischen Bischöfe mit ihrem Aufruf „Du sollst nicht töten!“ an die verschiedenen politischen Parteien, auf Gewalt zu verzichten und den friedlichen Dialog wieder aufzunehmen. Dennoch haben bei Straßenkämpfen inzwischen mehrere Hundert Menschen ihr Leben verloren. Etwa 250.000 Burundier sind in die Nachbarländer geflohen, die dadurch ihrerseits destabilisiert werden. Die katholische Kirche im Land, die sich weiter für Rechtsstaatlichkeit und Gewaltfreiheit einsetzt, gerät zunehmend unter Druck.

Erzbischof Schick forderte „geschärfte Aufmerksamkeit“ der internationalen Öffentlichkeit und Politik für die Auseinandersetzungen in Burundi und versicherte Erzbischof Ntamwana der Solidarität der deutschen Bischöfe. „Mich beeindruckt, wie die Kirche in Burundi in dieser schwierigen Zeit der Bedrängnis an der Liebesbotschaft Jesu Christi festhält und mutig für einen friedlichen und demokratischen Prozess eintritt. Durch die Arbeit unserer Hilfswerke vor Ort und im Gebet sind wir den Menschen in Burundi eng verbunden“, so Erzbischof Schick.

Hinweis:
Ein ausführliches Interview mit Erzbischof Ntamwana ist auf dem Internetportal Weltkirche zu finden.

Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2016 verliehen

11. May 2016 - 9:45
Zum 27. Mal hat die Deutsche Bischofskonferenz heute (11. Mai 2016) den Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis verliehen. Bei einem Festakt in der Stadtbücherei Bamberg wurde der Autor und Illustrator Reinhard Kleist für sein Werk „Der Traum von Olympia – Die Geschichte von Samia Yusuf Omar“ ausgezeichnet. In diesem Buch erzählt er das authentische Schicksal einer jungen Frau aus Somalia, die auf ihrer Flucht nach Europa umgekommen ist, weil Islamisten ihr in der Heimat das Laufen verbieten wollten. Reinhard Kleist gestaltet auf eindringliche Weise eine Biografie der Olympionikin im Comic-Format und fordert damit Mitgefühl und christliche Handlungsnotwendigkeit heraus. Die Jury unter Vorsitz von Weihbischof Robert Brahm (Trier) hat das diesjährige Preisbuch aus 253 Titeln ausgewählt, die von 75 Verlagen eingereicht wurden.

In seinem Grußwort lobte Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg) die Aktualität des politischen Themas, das „Der Traum von Olympia“ aufgreift. Darüber hinaus stellte Erzbischof Schick die Machart des Buches heraus, das durch seine Gestaltung in Schwarz-Weiß bewusst die Realität von Flucht und die Situation der Flüchtlinge hervorhebe. Erzbischof Schick verwies auf Papst Franziskus, der bei seiner Rede vor dem EU-Parlament in Straßburg deutliche Worte gefunden und das Mittelmeer als „Massengrab“ für viele Flüchtlinge bezeichnet hat. „Mitmenschlicher und energischer Einsatz ist gefordert: Menschenleben und Menschlichkeit dürfen nicht untergehen“, so Erzbischof Schick. „Als ‚reiches Europa‘ müssen wir mithelfen, Fluchtursachen zu beseitigen – Krieg und Terror, Hunger und Umweltschäden – damit jeder Mensch in seiner Heimat gut und ohne Angst leben kann … Das ist das Ziel, oder um es mit dem letzten Wort der Läuferin Samia zu sagen: Das ist das ‚Paradies‘.“

Der Vorsitzende der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart), der den Preis an Reinhard Kleist überreichte, würdigte in seinem Grußwort das Preisbuch: „Sie haben mit bewegenden Worten und in eindringlichen Bildern eine Geschichte erzählt, die nicht nur der jugendlichen Zielgruppe, für die sie eigentlich gedacht ist, sondern Lesern allen Alters lange in Erinnerung bleiben wird.“ Dem Preisträger sei es gelungen, durch das Berichten eines Einzelschicksals auf die gesamte Problematik der Flüchtlingskrise aufmerksam zu machen, der wir uns auch in Deutschland nicht entziehen könnten. „Es braucht oftmals nicht viele Worte, um das Schicksal der Flüchtlinge – ihr Ausgeliefertsein – zu begreifen. … Wieviel Hoffnung können wir wecken durch unsere Hilfsbereitschaft und unser Engagement! Als Christen sind wir herausgefordert, uns für die Menschen zu engagieren, nicht nur bei uns hier in der westlichen Welt, sondern auch in den Herkunftsländern der Flüchtlinge!“, so Bischof Fürst.

In seiner Dankrede sagte Reinhard Kleist, er freue sich sehr über die Auszeichnung mit dem Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2016. Das Thema „Migration“ habe in den vergangenen Jahren sehr stark an Relevanz gewonnen, dies sei nicht abzusehen gewesen als er mit der Arbeit an dem Buch begann. Zum Genre der Graphic Novel führte Kleist aus: „Ich bin jedes Mal verblüfft, … welche Wirkung es auf ein junges Publikum hat, wenn man gezeichnete Bilder zeigt und die Schüler mitbekommen, dass die Figur auf den Seiten tatsächlich gelebt hat. Das gezeichnete Bild ist weiter von der Realität entfernt als ein Foto und doch hat es einen direkteren Draht zu den Herzen der Betrachter. … Wir fiebern mit, wollen, dass Samia es schafft nach London zu kommen und ihren Traum von den Spielen zu erfüllen. Dass dies nicht gelingt, ist leider der harten Realität geschuldet, die an den Außengrenzen der EU herrscht. Was hätten wir doch von einer hervorragenden Sportlerin, wie Samia es war, profitieren können!“ Der Preisträger erinnerte und mahnte: „Ich habe nun versucht, mit diesem Buch einem Gesicht aus der Menge eine Geschichte zu geben. Samia war besonders, weil sie Olympionikin war. Ihre Geschichte ist es nicht, sie wiederholt sich tagtäglich tausendfach auf See und auf dem afrikanischen Kontinent. Es liegt an uns, etwas zu verändern.“

In einem Werkstattgespräch mit Reinhard Kleist würdigte auch Laudator Dr. Felix Giesa, Comic-Experte der Universität Köln, das Preisbuch und ordnete es in den Kontext der anderen Werke des Autors ein. „Reinhard Kleist erzählt in seinen Comics spannende und unterhaltsame Geschichten, die getragen werden von ihren beeindruckenden Protagonisten und einer dichten Atmosphäre“, sagte Dr. Felix Giesa. „Die Auseinandersetzung mit historischen Figuren ist für Reinhard Kleist das zentrale Beschäftigungsfeld. Nach der Musikerbiographie ‚Cash – I see a Darkness‘ folgen mit ‚Castro‘ und ‚Der Boxer. Die wahre Geschichte des Hertzko Haft‘ zwei Biographien, die einen neuen Standard in deutschsprachigen Comicbiographien aufstellen.“ Der Laudator hob hervor, „dass Reinhard Kleist mit ‚Der Traum von Olympia‘ die emphatischen und politischen Möglichkeiten der Comics sehr eindrucksvoll unter Beweis stellt“.

Zum Autor
Reinhard Kleist, geboren 1970 in Hürth bei Köln, studierte Grafik und Design in Münster und lebt und arbeitet seit 1996 in Berlin. Kleist veröffentlichte zahlreiche Comics und Graphic Novels. Darüber hinaus war er als Artdirector für Trickfilme tätig. Reinhard Kleist wurde für seine Werke bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter mit dem Max und Moritz-Preis für „Lovecraft“ (Ehapa) und für „Cash – I see a darkness“ (Carlsen). Mit der Biographie „Der Boxer“ des jüdischen Boxers Hertzko Haft gewann Reinhard Kleist 2013 den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie „Sachbuch“. Sein Werk „Der Traum von Olympia – Die Geschichte von Samia Yusuf Omar“ erschien in veränderter Fassung 2014 als Fortsetzungsgeschichte in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Hinweise:
  • Die Grußworte von Erzbischof Dr. Ludwig Schick und Bischof Dr. Gebhard Fürst sowie die Dankansprache von Reinhard Kleist finden Sie untenstehend als pdf-Datei zum Herunterladen. Weitere Informationen zum Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis sind in der Rubrik „Initiativen“ verfügbar.
  • Zum Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis der Deutschen Bischofskonferenz sind die Arbeitshilfe Nr. 281 „Preisbuch 2016 und empfohlene Bücher“ mit ausführlichen Rezensionen aller empfehlenswerten Titel sowie das Preisträgerplakat 2016 im Format DIN A1 erschienen. Beides kann kostenlos in der Rubrik „Veröffentlichungen“ bestellt oder als pdf-Datei heruntergeladen werden.
  • Fotos der Preisverleihung 2016, aller Preisbücher seit 1979, der Statuette, die dem Preisträger verliehen wird sowie aktuelle Bilder des Preisträgers sind kostenpflichtig abrufbereit bei KNA-Bild, Telefon 0228/26000-192, www.kna-bild.de.

Situation in Flüchtlingseinrichtungen

10. May 2016 - 12:36
Die Deutsche Bischofskonferenz hat in den vergangenen Wochen eine Umfrage in den Bistümern durchgeführt, um Informationen über die Situation von christlichen Flüchtlingen in Flüchtlingseinrichtungen zu erhalten. Auch wurde Kontakt zu katholischen Organisationen, die Flüchtlingseinrichtungen unterhalten (zum Beispiel Caritas, Malteser), sowie zu staatlichen Stellen und privaten Sicherheitsdiensten aufgenommen. Diese Erhebung legt die Einschätzung nahe, dass Einschüchterung und Diskriminierung (bis hin zu Gewalt) gegenüber christlichen Bewohnern von Flüchtlingseinrichtungen kein geläufiges, wohl aber ein immer wieder auftretendes Problem sind, das ernst genommen werden muss. Kirchlich betriebene und generell kleinere Einrichtungen sind dabei offenkundig weniger betroffen als andere. Eine Quantifizierung des Problems, wie sie in einer Pressekonferenz mehrerer Organisationen am 9. Mai 2016 vorgenommen wurde, hält die Deutsche Bischofskonferenz aufgrund der ihr vorliegenden Informationen für nicht möglich.

Die Situation der christlichen Flüchtlinge in Flüchtlingseinrichtungen macht es aus unserer Sicht erforderlich, die generellen Konzepte für den Betrieb dieser Einrichtungen einer kritischen Überprüfung zu unterziehen. Darüber hinaus sollten besondere Schutzmaßnahmen für Angehörige religiöser Minderheiten unter den Asylbewerbern entwickelt werden. Bei dieser Weiterentwicklung von Standards sind insbesondere die Erfahrungen jener zahlreichen Einrichtungen zu berücksichtigen, in denen das Zusammenleben von Menschen verschiedener religiöser und kultureller Prägung gut funktioniert. Die deutschen Bischöfe werden dazu Empfehlungen erarbeiten und vorlegen.

Diskussionsveranstaltung im Bundestag zum 125. Jahrestag der Enzyklika Rerum novarum

9. May 2016 - 14:26
Bei einer Diskussionsveranstaltung im Deutschen Bundestag anlässlich des 125. Jahrestages der Enzyklika Rerum novarum von Papst Leo XIII. betonte Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, in seiner Grundsatzrede, dass der Mensch nicht als Individuum, sondern nur als „Person, als ich und wir zugleich gesehen werden darf“. Und der Staat setze dafür die Rahmenordnung. „Die Kirche kann in ihrer Verkündigung nicht neben der Zeit herlaufen, sondern muss mitten in die Welt hinein und die Zeichen der Zeit im Licht des Evangeliums deuten. Das bedeutet nicht, dass die Kirche sich anpassen soll. Denn wir sagen auch, wenn sich etwas widerspricht. Wichtig ist: Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen – was ihm langfristig und nachhaltig dient, das müssen wir fördern“, so Kardinal Marx. Dies sei der grundlegende Gedanke von Rerum novarum gewesen und sei es bis heute.

Zu der Diskussionsveranstaltung unter dem Leitthema „125 Jahre ‚Rerum Novarum‘ – Die Bedeutung der christlichen Soziallehre für die Gestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft“, an der rund 400 Mitglieder und Gäste teilnahmen, hatte die CDU/CSU-Fraktion eingeladen. An der Veranstaltung nahmen unter anderem Volker Kauder MdB, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Weiß MdB, Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Karl-Josef Laumann, Bundesvorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft Deutschlands (CDA) und Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit sowie Elke Hannack, stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und stellvertretende CDA-Bundesvorsitzende, teil.

Papst Leo XIII. hatte sich 1891 in Rerum novarum, der ersten Sozialenzyklika der katholischen Kirche, umfassend mit der sozialen Frage befasst und damit ein Fundament für die Entwicklung der christlichen Soziallehre gelegt.

Die Leitgedanken der Enzyklika hätten Bedeutung bis in unsere heutige Zeit hinein. Perspektiven der katholischen Soziallehre seien zum einen Eigentum und Freiheit. Der Mensch dürfe nicht abhängig sein von jemand anderem. Die Voraussetzung dazu sei Eigentum. „Dieses Eigentum ist aber nicht grenzenlos, denn die Güter der Erde sind für alle da“, hob Kardinal Marx hervor. Eine weitere Perspektive sei das Verhältnis von Staat und Wirtschaft. Es könne keine freie Wirtschaft ohne eine Ordnung seitens des Staates geben. Außerdem müssten Arbeit und Kapital als eine weitere Perspektive in ein anderes Verhältnis gehen. „Papst Franziskus hat es in seiner Ansprache bei der Verleihung des Karlspreises aufgegriffen: Wirtschaftsmodelle dürften nicht darauf ausgerichtet sein, einigen wenigen zu dienen, sondern vielmehr dem Wohl jedes Menschen und der Gesellschaft. Und das verlange, so Franziskus, den Übergang von einer ‚verflüssigten‘ Wirtschaft zu einer sozialen Wirtschaft.“

In seiner Rede betonte Kardinal Marx die Gegensätze Inklusion und Exklusion. „Wir möchten jedem Menschen eine Chance geben, seine Fähigkeiten einzubringen. Wäre eine Gesellschaft der Exklusion überhaupt zukunftsfähig? Jeder Mensch ist ein Geschenk Gottes an die ganze Welt, das dürfen wir nicht vergessen. Ein zuversichtliches Menschenbild muss im Mittelpunkt stehen.“

Kardinal Marx zur heutigen Verleihung des Internationalen Karlspreises an Papst Franziskus

6. May 2016 - 14:17
Anlässlich der Verleihung des Internationalen Karlspreises an Papst Franziskus für Verdienste um die europäische Einigung erklärt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx:

„Papst Franziskus ermahnt und ermutigt uns zugleich in einer großen Gedankentiefe. Seine Ansprache ist ein starker Appell voll politischer Kraft an uns alle, die europäische Idee zu verlebendigen. Zur Seele Europas gehörten, betont Franziskus, die Kreativität, der Geist und die Fähigkeit, sich wieder aufzurichten und die eigenen Grenzen zu überschreiten. Ich bin dankbar, dass der Papst uns daran erinnert, Mauern einzureißen anstatt sie zu bauen: ‚Die Pläne der Gründerväter, jener Herolde des Friedens und Propheten der Zukunft, sind nicht überholt: Heute mehr denn je regen sie an, Brücken zu bauen und Mauern einzureißen. Sie scheinen einen eindringlichen Aufruf auszusprechen, sich nicht mit kosmetischen Überarbeitungen oder gewundenen Kompromissen zur Verbesserung mancher Verträge zufrieden zu geben, sondern mutig neue, tief verwurzelte Fundamente zu legen.‘ Sein Appell an die humanistischen Ideale der Gründerväter Europas nimmt uns alle in die Pflicht, daran zu arbeiten, dass Europa sich neu entfalten kann. ‚Am Wiederaufblühen eines zwar müden, aber immer noch an Energien und Kapazitäten reichen Europas kann und soll die Kirche mitwirken. Ihre Aufgabe fällt mit ihrer Mission zusammen, der Verkündigung des Evangeliums‘, unterstreicht Papst Franziskus.

Schlüsselbegriffe seiner Ansprache sind die ‚Fähigkeit zur Integration, Fähigkeit zum Dialog und Fähigkeit, etwas hervorzubringen‘. Sie gelten der Politik, der Gesellschaft und der Kirche. Papst Franziskus ruft uns ins Gedächtnis, dass die europäische Identität immer eine ‚dynamische und multikulturelle Identität‘ ist und war. Während wir immer noch diskutieren, was Europa ist und nicht ist, ist Papst Franziskus uns schon einen Schritt voraus. Wir müssen uns anstrengen, Lösungen zu finden, innovative Konzepte zu entwickeln, und vor allem unserer persönlichen und sozialen Verantwortung gerecht werden. Es reicht nicht, Flüchtlingen ein Dach über dem Kopf zu geben – wir müssen sie in unserer Mitte, in unseren Herzen aufnehmen.

Das Schlüsselelement von Integration ist der Dialog, unterstreicht Papst Franziskus: ‚Wenn es ein Wort gibt, das wir bis zur Erschöpfung wiederholen müssen, dann lautet es Dialog … Die Kultur des Dialogs impliziert einen echten Lernprozess sowie eine Askese, die uns hilft, den Anderen als ebenbürtigen Gesprächspartner anzuerkennen, und die uns erlaubt, den Fremden, den Migranten, den Angehörigen einer anderen Kultur als Subjekt zu betrachten, dem man als anerkanntem und geschätztem Gegenüber zuhört.‘ Franziskus appelliert an uns, dass die gegenwärtige Situation ‚keine bloßen Zaungäste der Kämpfe anderer‘ zulasse. Ich bin dankbar, dass Franziskus diese deutlichen Worte findet, die auch wehtun. Doch wir dürfen uns vor dieser Kritik nicht verstecken, sondern müssen sie annehmen und die Probleme angehen. Nur so kann Europa wieder aufblühen. Nur so können wir gemeinsam an einer Gesellschaft arbeiten, die niemanden ausschließt, die menschlich und menschenwürdig ist. Die Poesie und der Optimismus, mit denen Franziskus uns Mut macht, Europa, ja, die Welt zu verändern, soll uns allen ein Ansporn sein!

Explizit richtet Papst Franziskus seinen Blick auch auf die Wirtschaft und fordert ein Modell, das Chancen für alle eröffnet: ‚Wenn wir unsere Gesellschaft anders konzipieren wollen, müssen wir würdige und lukrative Arbeitsplätze schaffen, besonders für unsere jungen Menschen.‘ Und das erfordere auch die Suche nach neuen Wirtschaftsmodellen, die in höherem Maße inklusiv und gerecht sind. ‚Sie sollen nicht darauf ausgerichtet sein, nur einigen wenigen zu dienen, sondern vielmehr dem Wohl jedes Menschen und der Gesellschaft. Und das verlangt den Übergang von einer ‚verflüssigten‘ Wirtschaft zu einer sozialen Wirtschaft‘, so Franziskus. Ich freue mich, dass der Papst in diesem Zusammenhang die Soziale Marktwirtschaft als Beispiel erwähnt, zu der auch seine Vorgänger immer wieder ermutigt haben.

Zum Ende seiner Ansprache gibt Papst Franziskus uns seine Visionen eines ‚neuen europäischen Humanismus‘ mit auf den Weg: ‚Ich träume von einem jungen Europa, das fähig ist, noch Mutter zu sein … Ich träume von einem Europa, das sich um das Kind kümmert, das dem Armen brüderlich beisteht und ebenso dem, der Aufnahme suchend kommt … Ich träume von einem Europa, das die Kranken und die alten Menschen anhört und ihnen Wertschätzung entgegenbringt … Ich träume von einem Europa, in dem das Migrantsein kein Verbrechen ist … Ich träume von einem Europa, wo die jungen Menschen die reine Luft der Ehrlichkeit atmen, … wo das Heiraten und der Kinderwunsch eine Verantwortung wie eine große Freude sind und kein Problem darstellen, weil es an einer hinreichend stabilen Arbeit fehlt. Ich träume von einem Europa der Familien mit einer echt wirksamen Politik, die mehr in die Gesichter als auf die Zahlen blickt und mehr auf die Geburt von Kindern als auf die Vermehrung der Güter achtet. Ich träume von einem Europa, das die Rechte des Einzelnen fördert und schützt, ohne die Verpflichtungen gegenüber der Gemeinschaft außer Acht zu lassen. Ich träume von einem Europa, von dem man nicht sagen kann, dass sein Einsatz für die Menschenrechte an letzter Stelle seiner Visionen stand.‘“

Hinweis:
Die Ansprache von Papst Franziskus ist in deutscher Sprache auf der Internetseite des Vatikans unter www.vatican.va in der Rubrik „Ansprachen“ verfügbar.

Bischöfe rufen zu Spenden für die Renovabis-Pfingstaktion 2016 auf

4. May 2016 - 10:49
Am Pfingstsonntag (15. Mai 2016) wird die Kollekte in den katholischen Kirchengemeinden für die Aktion Renovabis gehalten. Die diesjährige Pfingstaktion des kirchlichen Osteuropa-Hilfswerks steht unter dem Leitwort „Jung – dynamisch – chancenlos? Jugendliche im Osten Europas brauchen Perspektiven!“.

In einem Aufruf zur Kollekte, der in den Gottesdiensten am kommenden Sonntag verlesen werden soll, weisen die deutschen Bischöfe auf die prekäre Situation „vieler junger Menschen im Osten Europas“ hin: „Sie leben unter schwierigen Umständen und sehen oft keine Perspektiven. Armut, Arbeitslosigkeit und Korruption prägen das Umfeld. Die Bildungs- und Verdienstmöglichkeiten sind meistens sehr eingeschränkt. Deshalb verlassen viele junge Leute ihre Heimat in Mittel- und Osteuropa, um sich andernorts eine bessere Zukunft zu erarbeiten. Oft sind dies gerade die Begabten und Engagierten, deren Abwanderung einen herben Verlust für ihre Länder bedeutet.“ Angesichts dieser Auszehrung der osteuropäischen Gesellschaften ist die Kirche bemüht, durch die Seelsorge und das Engagement im Bildungsbereich „Lebens- und Berufschancen für die Jugendlichen zu schaffen“. Renovabis fördert dabei insbesondere die Entwicklung des katholischen Schulwesens, der Berufsbildung und der universitären Ausbildung. Die Bischöfe bitten die Gläubigen um eine großzügige Unterstützung dieser Arbeit und damit um ein „Zeichen der Solidarität mit den Jugendlichen im Osten Europas“.

Die Renovabis-Pfingstaktion wurde am 14. April 2016 mit einem Pontifikalamt im Speyerer Dom von Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann eröffnet. Den Abschluss bildet ein Pfingstgottesdienst (15. Mai 2016, 9.30 Uhr) mit Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger (München und Freising) und dem ukrainischen Weihbischof Bohdan Dzyurakh in Freising.

Hinweise:
Den Aufruf der deutschen Bischöfe finden Sie als pdf-Datei zum Herunterladen in der Rubrik „Aufrufe der deutschen Bischöfe“. Weitere Hintergründe und Fakten zur Renovabis-Pfingstaktion finden Sie unter www.renovabis.de.

Kardinal Marx auf der Jahrestagung des Katholischen Siedlungsdienstes e. V.

3. May 2016 - 14:23
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat heute (3. Mai 2016) bei der Jahrestagung des Katholischen Siedlungsdienstes e. V. (KSD) in Bamberg die aktuelle Bedeutung des Bundesverbandes für Wohnungswesen und Städtebau der katholischen Kirche in Deutschland hervorgehoben: „Bauen ist wichtig für den Menschen! Eine Zivilisation ohne Häuser ist nicht denkbar. Bauen ist ein Kernelement des sozialen Lebens. Welches Bild vom Menschen steht dahinter, wenn wir bauen? Das wird viel zu wenig bedacht. In der Bibel steht am Anfang der Garten und am Ende die Stadt mit offenen Toren, offenen Häusern. Nicht mit geschlossenen Toren!“ Unter dem Leitwort „Wohnbau ist Dombau – einst wie heute!“, das auf ein Zitat von Kardinal Julius Döpfner zurückgeht, trafen sich im Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg rund 100 Mitglieder und Gäste des KSD zu ihrer Jahrestagung.

In seiner Festrede stellte Kardinal Marx die Frage, wie Bauen sozialverträglich gestaltet werden könne: „Bauen muss dem Menschen dienen, dem Zusammenleben. Natürlich gibt es einen Wohnmarkt, aber es muss ein geordneter Markt sein. Bauen muss zur Begegnung einladen. Wir brauchen Überlegungen, wie wir Menschen zueinander bringen. Nicht der Garten ist das Ziel, sondern die offene Stadt! Kirche kennt keine Nationen, sondern Vielfalt der Nationen und auch Einheit.“ Auftrag des KSD solle sein, Wohnungsbau als sozialethische Aufgabe zu begreifen, so Kardinal Marx. Man müsse gute Architekten einladen, internationaler denken, beispielsweise in Zukunftswerkstätten überlegen, was in 50 oder 100 Jahren nötig sein werde. Der Ausgangspunkt sei aber immer der Dienst am Menschen. Kardinal Marx fügte hinzu: „Die Pfarrei ist der Bauträger, nicht das Ordinariat. Man muss die Menschen einbeziehen und mitnehmen. Besonders müssen wir auf die Armen und die Familien schauen. Das gilt auch generationenübergreifend. Wir können nicht Stadtviertel bauen und die Armen an die Ränder drängen. Im Blick haben wir aber auch die Flüchtlinge, die in diesen Tagen bei uns ein neues Zuhause suchen. Migration und Integration sind die Schlüsselthemen unserer Zukunft – in diesem Bereich müssen wir gemeinsam handeln! Unser Bauen soll Partizipation ermöglichen.“ Kardinal Marx hob hervor, dass die Bischöfe und Bistümer zur Kooperation bereit seien.

Der Leiter des Katholischen Büros in Berlin, Prälat Dr. Karl Jüsten, der für die Deutsche Bischofskonferenz Mitglied im Vorstand des KSD ist, betonte die Integration der Flüchtlinge als Aufgabe, die sich dem KSD nach der Frage der Unterbringung verstärkt stelle und die eng mit der Wohnraumfrage verknüpft sei. „Die Siedlungswerke und Wohnungsunternehmen im KSD sind wichtige Partner der Kirche für die Aufgabe der Integration“, sagte Prälat Jüsten. Dafür müsse die Zusammenarbeit von Siedlungswerken, Gemeinden und Bistümern weiter verbessert werden, denn das Thema Migration werde weiterhin mit Nachdruck auf die Kirche zukommen. „Es zwingt uns zu handeln und auch zu fragen, wer wir sind und wie wir unser Handeln begründen. Zwingend damit verknüpft sind auch unsere eigenen Interessen als Kirche. Wer sind wir als Kirche, wo müssen wir uns eindeutiger positionieren und wo können wir auch selbstbewusster als bisher auftreten?“, so Prälat Jüsten.

Hintergrund
Seit mehr als 60 Jahren sind die kirchlichen Wohnungsunternehmen und Siedlungswerke der deutschen (Erz-)Diözesen im Dachverband KSD e. V. zusammengeschlossen, der seinen Sitz in Berlin hat. Gründungsmitglieder sind die 27 deutschen (Erz-)Diözesen. Darüber hinaus gehören 48 katholische Wohnungsunternehmen dem Verband an: 15 Diözesansiedlungswerke, 24 Familienheim-Genossenschaften, die im Siedlungswerk Baden e. V. des Erzbistums Freiburg zusammengeschlossen sind, sowie neun überwiegend örtlich tätige Wohnungsunternehmen. Neben den bauenden Mitgliedern gehören weitere kirchliche Einrichtungen und kirchlich orientierte Verbände und Einzelpersonen dem KSD an, beispielsweise der Deutsche Caritasverband e. V. und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken.

Weihbischof Heinrich Timmerevers wird neuer Bischof von Dresden-Meißen

29. April 2016 - 10:16
Papst Franziskus hat heute den Weihbischof im Bistum Münster, Weihbischof Heinrich Timmerevers, zum neuen Bischof des Bistums Dresden-Meißen ernannt. Er wird Nachfolger von Erzbischof Dr. Heiner Koch, der im vergangenen Jahr zum Erzbischof von Berlin berufen wurde.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, gratuliert dem künftigen Dresdner Bischof und wünscht ihm für die neue Aufgabe Gottes Segen. In einem Glückwunschbrief schreibt Kardinal Marx: „Deine reiche pastorale Erfahrung, die Du in weit über 30 Jahren priesterlichen Dienstes gesammelt hast und Deine segensreiche Zeit als Weihbischof im Bistum Münster, die Du jetzt auch bereits 15 Jahre ausübst, sind beste Voraussetzungen für die Herausforderungen, die vor Dir liegen.“ Der Wechsel von Vechta in die ostdeutsche Diaspora sei ein großer Schritt. „Ich bin überzeugt, dass Dich die Gläubigen im Bistum Dresden-Meißen mit großem Wohlwollen aufnehmen werden“, so Kardinal Marx.

Ausdrücklich dankt Kardinal Marx dem künftigen Dresdner Bischof für sein bisheriges Engagement in der Deutschen Bischofskonferenz, wozu insbesondere die Mitgliedschaft in der Kommission für geistliche Berufe und kirchliche Dienste sowie der Unterkommission für Lateinamerika zählen. „Der bevorstehende 100. Deutsche Katholikentag in Leipzig und der Weltjugendtag in Krakau sind sicherlich gute Gelegenheiten, um sehr bald mit den Gläubigen Deines Bistums in Kontakt zu kommen“, schreibt Kardinal Marx.

Weihbischof Heinrich Timmerevers wurde 1952 in Garrel-Nikolausdorf geboren. Nach dem Studium der Theologie und Philosophie in Münster und Freiburg wurde er 1980 zum Priester geweiht. Stationen führten ihn als Subregens an das Collegium Borromaeum in Münster und als Pfarrer nach Visbek. 2001 wurde er zum Weihbischof im Bistum Münster und zum Bischöflichen Offizial in Vechta ernannt.

Presseeinladung zur 27. Verleihung des Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises 2016

28. April 2016 - 12:59
Für das im Carlsen Verlag erschienene Buch „Der Traum von Olympia – Die Geschichte von Samia Yusuf Omar“ wird Reinhard Kleist mit dem Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis der Deutschen Bischofskonferenz ausgezeichnet. Das Buch basiert auf der realen Geschichte einer auf der Flucht verstorbenen jungen Frau aus Somalia. Die Jury unter Vorsitz von Weihbischof Robert Brahm (Trier) hat das diesjährige Preisbuch aus 253 Titeln, die von 75 Verlagen eingereicht wurden, ausgewählt.

Der Katholische Kinder- und Jugendbuchpreis wird in diesem Jahr zum 27.  Mal vergeben. Der Vorsitzende der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart), würdigt den Preisträger und zeichnet ihn aus. Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg) spricht ein Grußwort. In Form eines Werkstattgesprächs mit dem Autor hält Dr. Felix Giesa, Comic-Experte der Universität Köln, die Laudatio. Die Verleihung findet am 11. Mai 2016 um 19.00 Uhr in der Stadtbücherei Bamberg statt und wird moderiert von Dr. Christina von Ungern-Sternberg (ZDF).

Wir laden Sie herzlich zur Veranstaltung ein und vorab zu einem

Fototermin
am Mittwoch, 11. Mai 2016, um 18.30 Uhr,
in der Stadtbücherei Bamberg (im Deutschen Haus),
Obere Königstraße 4a, 96052 Bamberg.

Reinhard Kleist, Erzbischof Dr. Ludwig Schick, Bischof Dr. Gebhard Fürst, Weihbischof Robert Brahm sowie Dr. Felix Giesa stehen dort der Presse für Fotos zur Verfügung.

Hinweise:
  • Wenn Sie an dem Fototermin und/oder der Preisverleihung teilnehmen möchten, schicken Sie bitte den unten zum Download verfügbaren Antwortbogen bis Montag, 9. Mai 2016, 11.00 Uhr ausgefüllt per Fax: 0228/103-254 oder per E-Mail an pressestelle(at)dbk.de zurück.
  • Weitere Informationen zur Geschichte des Preises sowie zu allen Preisbüchern seit 1979 finden Sie auf der Internetseite des Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises unter www.dbk.de in der Rubrik „Initiativen“.
  • Fotos des Preisbuches 2016, der Titel der Empfehlungsliste 2016, aller Preisbücher seit 1979 sowie der Statuette, die dem Preisträger verliehen wird, sind kostenpflichtig abrufbereit bei KNA-Bild unter www.kna-bild.de, Telefon: 0228/26000-192.