1. March 2017
Augenblicke der Besinnung

Mit wie viel Liebe schaut Jesus auf uns!
Mit wie viel Liebe heilt er unser sündiges Herz!
Niemals erschreckt er vor unseren Sünden.

Papst Franziskus

 
















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Aktuelle Meldungen
Updated: 2 hours 25 min ago

Justitia et Pax ZWISCHENRUFE im Wahljahr 2017

7 hours 15 min ago
Die Deutsche Kommission Justitia et Pax, getragen von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken, begleitet mit Zwischenrufen aktuelle Fragen im Wahljahr 2017. „In sieben Zwischenrufen für eine gemeinwohlorientierte Politik wollen wir die öffentliche Aufmerksamkeit auf die großen Herausforderungen in Deutschland, in Europa und weltweit lenken.“ So kündigt Bischof Dr. Stephan Ackermann, Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax, gemeinsam mit Prof. DDr. Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) heute die Initiative zum Wahljahr 2017 an.

In einem ersten „Zwischenruf“ betonen Bischof Ackermann und Präsident Sternberg, dass der Blick über den Tellerrand hinaus lebensnotwendig sei, sowohl in der Analyse von Bedrohungen und Abwehr von Gefahren als auch im Einsatz für eine gerechte und friedliche Entwicklung weltweit. „Ein gutes Leben für alle, saubere Luft, Sicherheit und Wohlstand können wir nur erreichen und nachhaltig sichern, wenn wir das Gemeinwohl an die erste Stelle setzen und zwar das globale Gemeinwohl“, so Bischof Ackermann und Prof. Sternberg in ihrem gemeinsamen Statement.

In dieser Perspektive gelte es, die Anliegen von Frieden und Sicherheit, von Menschenrechten sowie von Entwicklung und Migration anzugehen. Die Fluchtursachenbekämpfung dürfe nicht zur Bekämpfung von Flüchtlingen werden. Junge Menschen in Afghanistan, in Nigeria oder anderen afrikanischen Ländern, aber auch in der Europäischen Union, wie etwa Rumänien und Griechenland, müssten die Chance auf qualifizierte Ausbildung und menschenwürdige Arbeit haben, so dass sie sich und ihre Familien davon ernähren können. Diese Themen sollten die internationale Debatte prägen, nicht die Frage nach einer möglichst wirksamen Abwehr von Menschen.

„Wir stellen uns gegen einen Wahlkampf zulasten von Minderheiten, wir sprechen uns aus gegen Diskriminierung und rassistische Hetze. Der Hass von wenigen darf nicht die Atmosphäre der gesamten politischen Debatte bestimmen und Extremismus, Aggression und Feindschaft unter uns verbreiten. Politische Debatten sollen sachlich klar und respektvoll im Umgang miteinander ausgetragen werden“, so Bischof Ackermann und Prof. Sternberg.

Hinweis: Den Gesamttext des „Zwischenrufs“ finden Sie ab sofort regelmäßig monatlich auf www.katholisch.de. Außerdem wird er über den Facebook-Kanal von katholisch.de zur Diskussion gestellt. Den ersten Zwischenruf finden Sie hier: www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/das-gemeinwohl-zuerst-weltweit.

Deutsche Bischofskonferenz und die EKD rufen zur Teilnahme am Weltgebetstag der Frauen auf

28. February 2017 - 11:59
Weltweit wird am kommenden Freitag, 3. März 2017, der ökumenische Weltgebetstag der Frauen begangen. Unter dem Leitwort „Was ist denn fair?“ wird die globale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt gestellt. Christinnen der Philippinen haben den Tag vorbereitet. Allein in Deutschland werden Hunderttausende Mitfeiernde in zahlreichen Gottesdiensten erwartet.

Anlässlich des Reformationsjahres 2017 laden die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) gemeinsam zur Teilnahme an dem Weltgebetstag ein. Die Vizepräsidentin des Kirchenamtes der EKD, Bischöfin Petra Bosse-Huber, und der Vorsitzende der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Franz-Josef Bode, erklären dazu:

„In Gemeinden in ganz Deutschland veranstalten Frauen seit vielen Jahrzehnten mit bewundernswertem ehrenamtlichem Einsatz den Weltgebetstag. Über Konfessions-, Alters- und Ländergrenzen hinweg treten sie ein für globale Gerechtigkeit, Frieden und Geschlechtergerechtigkeit in Kirche und Gesellschaft. Damit bringen sie wichtige Impulse in die Gemeindearbeit ein und leisten einen wertvollen Beitrag für die Ökumene insgesamt. Nicht nur im Reformationsjahr 2017 ist dieses Engagement von großer Bedeutung für die Einheit der Christen und für ein respektvolles Miteinander der Menschen weltweit.“

Im Vorschlag zum Gottesdienst kommen drei philippinische Frauen zu Wort, die über Armut, Ausbeutung und Migration aus wirtschaftlicher Not in ihrem Land berichten, aber auch die dramatischen Folgen von Taifunen, Überschwemmungen und Klimawandel beschreiben. Der Weltgebetstag setzt als Kontrast zu den ungerechten Strukturen das biblische Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (Mt 20,1–16).

„Der Weltgebetstag der Frauen fordert uns auf, die Ausbeutung von Natur und Mensch zu beenden. Die ökumenischen Vorbereitungsgruppen in den Gemeinden zeigen, wie unser konsumorientierter Lebenswandel ungerechte Strukturen stärkt. Zugleich ermutigen sie jeden von uns dazu, sich im Sinne des Evangeliums für Gerechtigkeit und ein Leben in Fülle für alle stark zu machen. Für diese immer wieder ,not-wendigen‘ Impulse danken wir allen in der Weltgebetstagsbewegung engagierten Frauen sehr“, so Bischöfin Petra Bosse-Huber und Bischof Dr. Franz-Josef Bode.


Hintergrund Der Weltgebetstag ist eine weltweite, ökumenische Basisbewegung christlicher Frauen. Immer am ersten Freitag im März feiern in über 100 Ländern der Erde Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche Gottesdienste zum Weltgebetstag. Deren Gebete, Texte und Lieder werden jedes Jahr von Frauen aus einem anderen Land zusammengestellt. Im Jahr 2017 kommen sie von den Philippinen. In vielen Gemeinden Deutschlands organisieren und gestalten Frauen verschiedener christlicher Konfessionen und Altersgruppen ehrenamtlich den Weltgebetstag. Unterstützt werden sie dabei vom Deutschen Weltgebetstagskomitee, in dem Vertreterinnen zwölf kirchlicher Frauenverbände und -organisationen aus neun verschiedenen Konfessionen zusammenschlossen sind. Christlicher Glaube, Gebet und Handeln für eine gerechte Welt gehören beim Weltgebetstag untrennbar zusammen. Ein sichtbares Zeichen dafür sind die Kollekten aus den Gottesdiensten in Deutschland, die neben der Internationalen Weltgebetstagsbewegung vor allem Frauen- und Mädchenprojekte weltweit unterstützen. Darunter sind acht Partnerorganisationen auf den Philippinen, die sich unter anderem für politische und gesellschaftliche Teilhabe sowie die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Kinder engagieren.
Hinweis: Weitere Informationen zum Weltgebetstag sind auf den Internetseiten www.weltgebetstag.de sowie unter www.facebook.com/weltgebetstag zu finden.

Ökumenischer Buß- und Versöhnungsgottesdienst in Hildesheim

24. February 2017 - 13:14
2017 wird erstmals seit dem Reformationszeitalter ein Reformationsjubiläum in ökumenischer Gemeinschaft gefeiert. Unter dem Leitmotiv „Christusfest“ haben die evangelische und katholische Kirche in Deutschland zahlreiche gemeinsame Projekte für das Jahr 2017 verabredet. Zentrale Bedeutung hat die Heilung der Erinnerungen, die durch eine gemeinsame schuldbehaftete Geschichte belastet sind. Daraus erwachsen Versöhnung und die Stärkung des gemeinsamen Zeugnisses. Rückblick und Zukunftsperspektive: Beide Aspekte prägen den zentralen Ökumenischen Buß- und Versöhnungsgottesdienst, den die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland in Hildesheim feiern.

Der Gottesdienst findet am Samstag, 11. März 2017, in der Kirche St. Michaelis in Hildesheim statt; er beginnt um 17.00 Uhr. Gern laden wir Sie zu diesem Gottesdienst ein.

Gemeinsam geleitet wird der Gottesdienst von dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und dem Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm. Weitere Mitwirkende sind als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), Bischöfin Rosemarie Wenner und Erzpriester Constantin Miron, außerdem die Präses des Rates der EKD, Irmgard Schwaetzer, und der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg.

Bundespräsident Joachim Gauck, Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie Bundestagspräsident Norbert Lammert, der Präsident des Bundesverfassungsgerichtes, Andreas Voßkuhle, und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil haben ihre Teilnahme an diesem Gottesdienst angekündigt.

Über Ihre Teilnahme und Berichterstattung würden wir uns freuen. Bitte melden Sie sich mit dem untenstehenden Formular an. Die Anmeldung muss bis spätestens Montag, 6. März 2017, erfolgt sein. Eine spätere Nachakkreditierung ist nicht möglich.

Die für den Einlass erforderlichen Unterlagen und Informationen werden Ihnen schriftlich mit Ihrer Akkreditierung zugesandt.

Der gesamte Gottesdienst wird als Fernsehgottesdienst der ARD live übertragen. Für Bildberichterstatter gibt es vor dem Gottesdienst die Möglichkeit, ein Foto der am Gottesdienst beteiligten Personen zu machen.

Während des Gottesdienstes sind keine Bild-Aufnahmen möglich. Fotos vom Gottesdienst werden als Pool-Lösung angeboten. Bewegtbildaufnahmen stellt die ARD kosten- und rechtefrei zur Verfügung. Arbeitsmöglichkeiten für Journalisten sind in der angrenzenden Tagungsstätte vorhanden.

Hinweis:
Den Rückmeldebogen finden Sie untenstehend als pdf-Datei zum Herunterladen.

Sozialwahl 2017

22. February 2017 - 9:57
Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, erklären zur anstehenden Sozialwahl 2017:

„Im kommenden April/Mai findet nach sechs Jahren wieder die Sozialwahl statt. Gewählt werden die Vertreterinnen und Vertreter der Versicherten in den gesetzlichen Sozialversicherungen wie beispielsweise den Kranken- und Rentenversicherungen. Dazu kandidieren die drei christlichen Sozialverbände – das Kolpingwerk Deutschland, die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und der Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen (BVEA) – auf einer gemeinsamen Liste.

Die Kandidatinnen und Kandidaten aus den drei christlichen Sozialverbänden verfolgen das Anliegen, christliche Werte in die Entscheidungen der Sozialversicherungsträger einzubringen. Sie treten ein für die Solidarität der Jungen mit den Alten, der Gesunden mit den Kranken und der Leistungsstärkeren mit den Leistungsschwächeren. Als Christinnen und Christen haben wir Entscheidendes beizutragen, wenn es um die Mitgestaltung der sozialen Sicherungssysteme geht: die Orientierung am Wohl und der Würde des Einzelnen – ohne Ansehen der Person, die Sorge um gerechte Strukturen und die Stärkung der sozialen Selbstverwaltung als Ausdruck gesellschaftlicher Verantwortung.

Darum unsere herzliche Bitte: Beteiligen Sie sich an der Sozialwahl 2017. Unterstützen Sie die Selbstverwaltung der Sozialversicherungen durch Vertreterinnen und Vertreter aus christlichen Organisationen. Tragen Sie mit Ihrer Wahl zur Solidarität der Versicherten untereinander bei.“

Ökumenisches Fest am 16. September 2017 in Bochum

16. February 2017 - 11:59
Die Deutsche Bischofskonferenz, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), der Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT) und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) laden am Samstag, 16. September 2017, gemeinsam zu einem großen Ökumenischen Fest nach Bochum ein.

Als einen weiteren Schritt im Rahmen des gemeinsamen Christusfestes 2017 und gegen Ende des Reformationsjahres setzen sie unter dem Leitwort „Wie im Himmel, so auf Erden“ ein Zeichen der Verbundenheit untereinander und der Sendung in die Welt. Im Mittelpunkt der eintägigen Veranstaltung wird das gemeinsame, aus dem Glauben getragene Engagement der Christen für die Gestaltung von Politik und Gesellschaft in Deutschland und der Welt stehen.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, feiern zum Abschluss des Tages einen Ökumenischen Gottesdienst.

Weitere prominente Teilnehmende sind unter anderem Bundestagspräsident Norbert Lammert, Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Essen), und die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, der Präsident des ZdK, Prof. Dr. Thomas Sternberg, und die Präsidentin des DEKT, Christina Aus der Au.

Über den Tag verteilt finden an verschiedenen Orten in Bochum Workshops zu Fragen der Zukunftsgestaltung in den Bereichen Wirtschaft und Arbeitswelt, Klima und Umwelt, internationale soziale Gerechtigkeit, Bildung, interreligiöser Dialog und Frieden statt. Die christlichen Gemeinden aus der Region Bochum nehmen das Ökumenische Fest zum Anlass für ein umfangreiches Begleitprogramm.

Weitere Informationen zum Programm und zur Teilnahme finden Sie in Kürze unter www.oekf2017.de.

Neue Studie einer gemeinsamen Arbeitsgruppe von Deutscher Bischofskonferenz und VELKD

15. February 2017 - 11:59
Mit der Studie „Gott und die Würde des Menschen“ liegt das Abschlussergebnis der dritten Bilateralen Arbeitsgruppe (BILAG III) der Deutschen Bischofskonferenz  und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) vor. Die Arbeitsgruppe unter dem Vorsitz von Bischof Dr. Gerhard Feige (Magdeburg) und Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg) hat sich in einem mehrjährigen Dialogprozess mit Fragen von Anthropologie und ethischer Urteilsbildung beschäftigt.

„Wir sind in unserem langen und intensiven Gesprächsprozess zu dem Ergebnis gekommen, dass es eine grundlegende Übereinstimmung in der Anthropologie und ebenso eine breite Gemeinsamkeit in der Ethik gibt. Auch hier gilt: Uns eint mehr als uns trennt“, erklärt Bischof Feige, Vorsitzender der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz. „Die bestehenden Unterschiede in ethischen Einzelfragen werden in der Studie als ein begrenzter Dissens qualifiziert, der aber die fundamentalen Gemeinsamkeiten nicht aufhebt und von der gemeinsamen Verantwortung zum Schutz der Menschenwürde nicht entbindet.“

Seit 2009 hat sich die dritte Bilaterale Arbeitsgruppe im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz und der Kirchenleitung der VELKD mit dem Thema „Gott und die Würde des Menschen“ befasst. Die Studie zeigt die Gemeinsamkeiten beider Konfessionen in der Anthropologie und der ethischen Urteilsbildung auf. Sie hilft, mögliche Konflikte besser zu verstehen und sachgemäß mit ihnen umzugehen und zeigt, dass  trotz einzelner Differenzen in ethischen Fragen ein überzeugendes gemeinsames Eintreten der Kirchen für Menschenwürde möglich ist.

„Angesichts der aktuellen gesellschaftspolitischen Debatten wollen wir auf der Grundlage des biblischen Zeugnisses die gemeinsamen anthropologischen Grundlagen des christlichen Glaubens stark machen“, betont Bischof Manzke, Landesbischof von Schaumburg-Lippe und Catholica-Beauftragter der VELKD. „Ich bin überzeugt, dass die Ausführungen unseres Abschlussberichtes unseren Kirchen neue Impulse geben können, gemeinsam für die Würde des Menschen einzutreten, wo immer sie in Frage gestellt oder gar mit Füßen getreten wird.“

Die Studie wird von der Bilateralen Arbeitsgruppe verantwortet und mit der Veröffentlichung den auftraggebenden Kirchen zur Prüfung vorgelegt. Bischof Feige und Landesbischof Manzke hoffen, dass sie darüber hinaus zu einer breiten Diskussion in Kirche und Gesellschaft anregt.

Seit 1976 führt die VELKD mit der Deutschen Bischofskonferenz Lehrgespräche, um zur Klärung kontroverstheologischer Fragen beizutragen. In den ökumenischen Lehrgesprächen spiegelt sich die intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem Lutherischen Weltbund und dem Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen. Die nun erscheinende Studie ist die dritte nach dem Studiendokument „Kirchengemeinschaft in Wort und Sakrament“ (1984) und der Studie „Communio Sanctorum – Die Gemeinschaft der Heiligen“ (2000).

Mitglieder der Arbeitsgruppe Katholische Mitglieder:
  • Bischof Dr. Gerhard Feige (Vorsitzender) (ab 2012)
  • Bischof Prof. Dr. Gerhard Ludwig Müller (Vorsitzender) (bis 2012)
  • Prof. Dr. Johannes Reiter
  • Prof. Dr. Dorothea Sattler
  • Prof. Dr. Thomas Söding
  • Prof. Dr. Wolfgang Thönissen
  • Prof. Dr. Eberhard Tiefensee (bis 2013)
  • Dr. Dorothee Kaes (Geschäftsführerin)
Evangelisch-lutherische Mitglieder:
  • Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Vorsitzender) (ab 2015)
  • Landesbischof i.R. Prof. Dr. Friedrich Weber + (Vorsitzender) (bis 2014)
  • Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm (ab 2010)
  • Prof. Dr. Hans-Martin Gutmann (bis 2010)
  • Landespastor Heiko Naß (ab 2010)
  • OKR i.R. Dr. Ernst Öffner (bis 2010)
  • Prof. Dr. Miriam Rose
  • Prof. Dr. Christiane Tietz
  • Prof. Dr. Joachim Track (bis 2013)
  • OKR Dr. Oliver Schuegraf (Geschäftsführer)
Hinweise: Die Studie „Gott und die Würde des Menschen“ ist als pdf-Datei auf der Internetseite des Bonifatius Verlags verfügbar. Anfang März erscheint die Studie als Buch im Bonifatius-Verlag in Kooperation mit der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig. Die Statements zur Vorstellung der Studie von Bischof Dr. Gerhard Feige, Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke sowie den beiden Mitgliedern der Arbeitsgruppe, Prof. Dr. Miriam Rose (Jena) und Prof. Dr. Wolfgang Thönissen (Paderborn), sind untenstehend sowie unter www.velkd.de als pdf-Dateien zum Herunterladen verfügbar.

Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz im Kardinal Schulte Haus in Bensberg

14. February 2017 - 13:59
Vom 6. bis 9. März 2017 findet im Kardinal Schulte Haus in Bensberg (Erzbistum Köln) die Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz statt. An ihr nehmen 66 Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz unter Leitung des Vorsitzenden, Kardinal Reinhard Marx, teil. Das Auftaktpressestatement mit Kardinal Marx wird in diesem Jahr bereits um 14.30 Uhr stattfinden.

Während der Frühjahrs-Vollversammlung werden die Bischöfe einen Studienhalbtag unter dem Thema „Zukunft und Lebensweise des priesterlichen und bischöflichen Dienstes“ durchführen. Im Mittelpunkt der weiteren Beratungen stehen ein Bericht des Sonderbeauftragten für Flüchtlingsfragen und die Auswertung der bisherigen ökumenischen Ereignisse im Jahr des Reformationsgedenkens. Außerdem informieren sich die Bischöfe über den kommenden Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung sowie neue kirchliche Formate im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

An der Eröffnungssitzung der Vollversammlung am 6. März 2017 werden der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, sowie als Gäste Kardinal Nakellentuba Philippe Ouédraogo, Erzbischof von Ouagadougou (Burkina Faso), Bischof Justin Kientega, Bischof von Ouahigouya (Burkina Faso) und Präsident von Caritas Burkina Faso, sowie Kardinal Rubén Salazar Gómez (Kolumbien), Präsident der Lateinamerikanischen Bischofskonferenz CELAM, teilnehmen.

Heute laden wir Medienvertreter herzlich zur Berichterstattung ein. Derzeit sind folgende Pressetermine geplant:

Montag, 6. März 2017 14.30 Uhr    Pressestatement des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, zum Auftakt der Vollversammlung.
Ort: Kardinal Schulte Haus, Raum K3 (Erdgeschoss)
15.30 Uhr    Bildtermin im Sitzungssaal zum Auftakt der Vollversammlung. Treffpunkt: 15.20 Uhr vor Raum K3 (Erdgeschoss)
Ort: Kardinal Schulte Haus, Sitzungssaal
18.30 Uhr    Eröffnungsgottesdienst der Vollversammlung im Kölner Dom.
Predigt: Kardinal Reinhard Marx (München und Freising), Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz Dienstag, 7. März 2017 7.30 Uhr    Gottesdienst in der Edith-Stein-Kapelle (Kardinal Schulte Haus Bensberg).
Predigt: Kardinal Rainer Maria Woelki (Köln)
13.00 Uhr    Pressegespräch zum Thema „Gesellschaftlicher Zusammenhalt oder Auflösung des Gemeinwohls? Aktuelle Fragen im Spannungsfeld von sozialer Gerechtigkeit, wachsendem Populismus und dem Auftrag der Kirche“ mit
  • Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Essen), Vorsitzender der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz;
  • Prälat Dr. Peter Neher (Freiburg), Präsident des Deutschen Caritasverbandes;
  • Prof. Dr. Gerhard Kruip (Mainz), Professor für Anthropologie und Christliche Sozialethik an der Universität zu Mainz.
Ort: Kardinal Schulte Haus, Raum K3 (Erdgeschoss)
19.00 Uhr    Einladung des Erzbistums Köln für die akkreditierten Journalisten zu einem Abendessen mit weiteren Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz. Treffpunkt: 18.50 Uhr vor Raum K3 (Erdgeschoss)
Ort: Kardinal Schulte Haus Mittwoch, 8. März 2017 7.30 Uhr    Gottesdienst in der Edith-Stein-Kapelle (Kardinal Schulte Haus Bensberg).
Predigt: Erzbischof Dr. Heiner Koch (Berlin)
13.00 Uhr    Pressegespräch zum Thema „Jugend – Glaube – Kirche: Jugendpastorale Herausforderungen und die Bischofssynode in Rom 2018“ mit
  • Bischof Dr. Stefan Oster SDB (Passau), Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz;
  • Bianka Mohr (Düsseldorf), Leiterin der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj);
  • Pfarrer Dirk Bingener (Düsseldorf), Präses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).
Ort: Kardinal Schulte Haus, Raum K3 (Erdgeschoss) Donnerstag, 9. März 2017 7.30 Uhr    Gottesdienst in der Edith-Stein-Kapelle (Kardinal Schulte Haus Bensberg).
Predigt: Bischof Norbert Trelle (Hildesheim)
14.00 Uhr    Abschlusspressekonferenz mit:
  • Kardinal Reinhard Marx (München und Freising), Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz;
  • P. Dr. Hans Langendörfer SJ, Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz.
Ort: Kardinal Schulte Haus, Sitzungssaal Hinweise
Tagungsort Die Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz tagt im Kardinal Schulte Haus, Overather Straße 51–53, 51429 Bergisch Gladbach. Sie ist nicht öffentlich.

Akkreditierung Für die Pressetermine ist eine eigene Akkreditierung der Journalisten erforderlich. Nutzen Sie dazu bitte ausschließlich das Online-Formular unter www.dbk.de/presse/akkreditierungs-portal. Bitte beachten Sie, dass eine Akkreditierung nur online möglich ist. Die Akkreditierung muss spätestens bis zum 1. März 2017 (12.00 Uhr) erfolgen. Die Akkreditierungsausweise können Sie ab Montag, den 6. März 2017, ab 10.00 Uhr im Büro der Pressestelle im Kardinal Schulte Haus abholen. Eine Nutzung der Arbeitsräume oder ein Besuch der Pressetermine ist nur mit dem Akkreditierungsausweis möglich! Fernsehaufnahmen während des Eröffnungsgottesdienstes im Kölner Dom Für den Eröffnungsgottesdienst am 6. März 2017 um 18.30 Uhr ist eine Dreherlaubnis (erfolgt über den Dompropst) erforderlich. Ein entsprechendes Feld finden Sie im Online-Akkreditierungsformular. Fernsehaufnahmen und Fotografieren während der morgendlichen Gottesdienste Während der morgendlichen Gottesdienste (7. bis 9. März 2017) um 7.30 Uhr in der Edith-Stein-Kapelle (Kardinal Schulte Haus): Aufgrund des begrenzten Platzangebotes sind während der morgendlichen Gottesdienste um 7.30 Uhr innerhalb der Edith-Stein-Kapelle (Kardinal Schulte Haus) keine Fotografen und Kamerateams zugelassen.
  • Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA-Bild) wird einen Poolfotografen stellen. Für die Überlassung der Pool-Fotos setzen Sie sich bitte bis zum 1. März 2017 mit KNA-Bild in Verbindung: www.kna-bild.de; redaktion(at)kna-bild.de; Tel. 0228/26000-192.
  • Das domradio wird den Ton während der morgendlichen Gottesdienste zur Verfügung stellen. Für die Überlassung des Signals wird eine Splitbox bereitstehen.

Eucharistiefeiern Zur Teilnahme an den morgendlichen Eucharistiefeiern (7. bis 9. März 2017, jeweils um 7.30 Uhr) in der Edith-Stein-Kapelle (Kardinal Schulte Haus) sind Sie herzlich eingeladen. Journalistenabend – Einladung des Erzbistums Köln Kardinal Rainer Maria Woelki lädt alle akkreditierten Journalisten am Dienstag, 7. März 2017, um 19.00 Uhr zu einem Abendessen mit weiteren Mitgliedern der Deutschen Bischofskonferenz in das Kardinal Schulte Haus ein. Eine Rückmeldung ist notwendig. Kreuzen Sie dazu bitte das entsprechende Feld im Online-Formular an. Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz Die Pressestelle ist von Montag, 6. März 2017, 9.00 Uhr, bis Donnerstag, 9. März 2017, 17.00 Uhr, im Kardinal Schulte Haus zu erreichen (Tel: 02204 408-1047, Fax: 02204 408-1041, E-Mail: pressestelle(at)dbk.de). Pressearbeitsraum Der Arbeitsraum für Journalisten befindet sich im Erdgeschoss im Restaurant Domblick des Kardinal Schulte Hauses. Stellplätze Falls Sie auf dem Gelände des Kardinal Schulte Hauses einen Stellplatz für einen Ü-Wagen benötigen, melden Sie sich bitte umgehend bei der Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz bzw. vermerken dies im Online-Akkreditierungsformular.
Weitere Informationen zur Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz finden Sie im Pressebereich sowie im Dossier „Vollversammlung“.

Empfehlungsliste Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2017 veröffentlicht

13. February 2017 - 11:59
Die Jury des Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises unter Vorsitz von Weihbischof Robert Brahm (Trier) hat 15 Titel für die diesjährige Empfehlungsliste des Preises ausgewählt. 64 Verlage haben sich mit 241 Büchern am Wettbewerb beteiligt. Die Entscheidung über den Preisträger wird am 15. März 2017 bekanntgegeben.

Die Preisverleihung des Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises durch den Vorsitzenden der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart), findet in diesem Jahr anlässlich des 70-jährigen Bestehens der STUBE, Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur der Erzdiözese Wien, im Rahmen eines gemeinsamen Festaktes am 11. Mai 2017 im Erzbischöflichen Palais in Wien statt. Auch der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz, Kardinal Christoph Schönborn, wird daran teilnehmen. Die STUBE steht seit Jahren in engem Austausch mit dem Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis und stellt traditionell ein Jurymitglied.

Folgende Bücher hat die Jury, der neben Weihbischof Robert Brahm (Vorsitz), Ute Auweiler (Bergisch Gladbach), Professor Dr. Norbert Brieden (Wuppertal), Gabriele Cramer (Münster), Cornelia Klöter (Leipzig), Bettina Kraemer (Bonn), Professor Dr. Georg Langenhorst (Augsburg), Dr. Heidi Lexe (Wien), Dr. Klara Asako Sarholz (Bottrop) und Anna Winkler-Benders (Rödermark) angehören, auf die Empfehlungsliste 2017 gesetzt:

Tamara Bach: Vierzehn
Carlsen Verlag, Hamburg, 2016
Ab 13 Jahre

Sarah Crossan: Eins
Mixtvision Verlag, München, 2016
Übersetzt von Cordula Setsman
Ab 13 Jahre

Esther Ehrlich: NEST
Aladin Verlag, Hamburg, 2016
Übersetzt von André Mumot
Ab 11 Jahre

Hubert Gaisbauer, Leonora Leitl: Ein Brief für die Welt. Die Enzyklika Laudato si von Papst Franziskus für Kinder erklärt
Tyrolia-Verlag, Innsbruck-Wien, 2016
Illustration von Leonora Leitl
Ab 9 Jahre

Karin Gruß, Tobias Krejtschi: Was WÜRDEst du tun?
Minedition, Michael Neugebauer Edition, Bargteheide, 2016
Illustration von Tobias Krejtschi
Ab 6 Jahre

Stian Hole: Morkels Alphabet
Carl Hanser Verlag, München, 2016
Übersetzt von Ina Kronenberger
Ab 7 Jahre

Heinz Janisch, Lisbeth Zwerger: Geschichten aus der Bibel
NordSüd Verlag, Zürich / Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart, 2016
Illustration von Lisbeth Zwerger
Kommentare und Nachwort von Mathias Jeschke
Für alle

Ingrid Olsson: Neuschnee. Erzählungen
Mixtvision Verlag, München, 2016
Übersetzt von Cordula Setsman
Ab 16 Jahre

Kenneth Oppel, Jon Klassen: Das Nest
Dressler Verlag, Hamburg, 2016
Illustration von Jon Klassen
Übersetzt von Jessika Komina und Sandra Knuffinke
Ab 13 Jahre

Alois Prinz: Ein lebendiges Feuer. Die Lebensgeschichte der Milena Jesenská
Beltz & Gelberg, Weinheim, 2016
Ab 16 Jahre

Francesca Sanna: Die Flucht
NordSüd Verlag, Zürich, 2016
Übersetzt von Thomas Bodmer
Ab 5 Jahre

Andreas Steinhöfel: Wenn mein Mond deine Sonne wäre
Carlsen Verlag, Hamburg, 2016
Illustration von Nele Palmtag
Mit Hörbuch-CD und Musik
Ab 8 Jahre

Elisabeth Steinkellner, Michaela Weiss: die Nacht der Falter und ich
Tyrolia-Verlag, Innsbruck-Wien, 2016
Illustration von Michaela Weiss
Ab 15 Jahre

Bette Westera, Sylvia Weve: Überall & Nirgends
Susanna Rieder Verlag, München, 2016
Illustration von Sylvia Weve
Übersetzt von Rolf Erdorf
Für alle

Anna Woltz: Gips oder Wie ich an einem einzigen Tag die Welt reparierte
Carlsen Verlag, Hamburg, 2016
Übersetzt von Andrea Kluitmann
Ab 10 Jahre

Hinweise:
  • Zum Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis der Deutschen Bischofskonferenz wird eine Arbeitshilfe „Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2017“ mit ausführlichen Rezensionen zu den Titeln der Empfehlungsliste sowie ein Preisträgerplakat im Format DIN A1 erscheinen. Nähere Informationen hierzu werden bei der Bekanntgabe des diesjährigen Preisträgers mitgeteilt.
  • Informationen zur Jury und zur Geschichte des Preises sowie alle Siegertitel inklusive Jurybegründungen seit 1979 finden Sie auf der Seite „Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis“ (Rubrik Initiativen).
  • Fotos der Titel der Empfehlungsliste 2017 sowie aller Preisbücher seit 1979 sind kostenpflichtig abrufbereit bei KNA-Bild, www.kna-bild.de, Tel. 0228 26000-0, Fax 0228 26000-196.

Ökumenischer Empfang bei der 67. Berlinale

12. February 2017 - 17:59
Für ein Kino, das die Werte einer offenen und freien Gesellschaft in Zeiten einer globalen Verunsicherung bekräftigt, plädierten die Kirchenvertreter beim traditionellen Ökumenischen Empfang anlässlich der 67. Berlinale. In seinem Grußwort ging der Vorsitzende der Publizistischen Kommission, Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart), auf verstörende Entwicklungen in der Medienwelt ein, die er als Gefährdung der Grundlagen unserer Demokratie bezeichnete. Es sei einiges in der Gesellschaft in Schieflage geraten „wenn viele Menschen fragwürdigen Tweets mehr vertrauen als unabhängigen Medien“. Der Film erhalte in diesem Zusammenhang einen besonderen Wert als ein Gegengewicht, weil er „Impulse für eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit“ geben könne. Diese führe „nicht zu einer Verengung des Blicks, sondern zu einer größeren Offenheit und Differenziertheit“, so Bischof Fürst.

Zu den aktuellen Spardiskussionen in der Deutschen Bischofskonferenz, von der auch die Zeitschrift FILMDIENST betroffen sei, bemerkte er, dass die hohe Reputation der Zeitschrift in Fachkreisen nicht das Absinken der Abonnentenzahlen ausgleichen könne. Es müsse Ziel der kirchlichen Bemühungen sein, „möglichst viele Menschen zu erreichen und für den anspruchsvollen Film zu gewinnen“. Dafür werde er sich einsetzen.

Der Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Dr. Johann Hinrich Claussen, würdigte in seinem Grußwort den Beitrag der Filmschaffenden für eine offene Gesellschaft. „So lange viele andere Meinungsführer den Mund nicht aufmachen oder aber keine Aufmerksamkeit erhalten, ist es unerlässlich, dass berühmte Schauspielerinnen nicht nur funkelnde Roben über rote Teppiche schieben, sondern den Wert der Demokratie öffentlich bekräftigen“, sagte Claussen bei dem traditionellen Empfang der Kirchen. Zwar sei das Kino „keine moralische Anstalt“, dennoch gehe es nicht nur in politischen Filmen darum, auch die Feinde einer offenen Gesellschaft „für die gute Sache zu gewinnen“. Claussen wünschte der diesjährigen Berlinale, dass sie sich mit Filmen aus aller Welt „über alle Hassgrenzen hinwegsetzt und die Armseligkeit von Einreisebeschränkungen beweist – und darin ein gutes Festival wird – für die Filmindustrie und darüber weit hinaus für unsere globale Gesellschaft und ihre Kultur“.

Als Zeichen der weltweiten Vernetzung kirchlicher Filmarbeit und des Dialogs mit nichtchristlichen Religionen hatten die Kirchen einen Vertreter des Fajr International Film Festival in Teheran geladen. Amir Esfandiar, Head of International Affairs beim Festival, berichtete über die Filmkultur im Iran und das Festival, bei dem es seit 2003 auch eine interreligiöse Jury gibt, in der Christen und Muslime zusammenwirken.

Die Ökumenische Jury, deren Mitglieder von der Internationalen Katholischen Vereinigung für Kommunikation SIGNIS und der Internationalen Kirchlichen Filmorganisation INTERFILM entsendet werden, wurde vom diesjährigen Präsidenten, dem Leiter des Katholischen Mediendienstes in Zürich, Dr. Charles Martig, vorgestellt. An seiner Seite stehen in diesem Jahr Annette Gjerde Hansen (Oslo, Norwegen), Pfarrer Dr. Hermann Kocher (Langnau im Emmental, Schweiz), Dr. Markus Leniger (Schwerte, Deutschland), Professor Brent S. Rodriguez Plate (New York, USA) und Zsuzsanna Bányai (Nagykovácsi, Ungarn). Der Preis der Ökumenischen Jury, der Filme in den Sektionen Internationaler Wettbewerb, Panorama und Forum des Internationalen Jungen Films auszeichnet, wird im Rahmen der Vorstellung der Entscheidungen der unabhängigen Jurys am 18. Februar 2017 bekanntgegeben.

Hinweise: Die Begrüßung von Bischof Dr. Gebhard Fürst finden Sie untenstehend zum Herunterladen. Das Grußwort des EKD-Kulturbeauftragten Johann Hinrich Claussen steht auf www.ekd.de zum Download bereit.

Deutsche Bischofskonferenz gratuliert Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

12. February 2017 - 14:44
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat dem früheren Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier zu seinem neuen Amt als Bundespräsident gratuliert. Mit seiner langjährigen politischen Erfahrung, gerade auch als Außenminister der Bundesrepublik Deutschland in oft schwierigen Zeiten, übernehme er das neue Amt. „Für diesen Mut und die Entschlossenheit, die Bereitschaft und die Ideen, die Sie mit dieser Aufgabe verbinden, danke ich Ihnen herzlich“, schreibt Kardinal Marx an den neuen Bundespräsidenten.

Die katholische Kirche wisse in Bundespräsident Steinmeier seit Langem einen geschätzten und gesprächsoffenen Partner. „Sie dürfen sicher sein, dass die katholische Kirche Deutschlands Ihre Arbeit gerne und engagiert unterstützt. Es ist uns ein Anliegen, als starke und sichtbare gesellschaftliche Kraft unser Land mitzugestalten“, so Kardinal Marx. Hier sehe er eine Verpflichtung der Kirche, „nicht nur von ihrem caritativen Grundauftrag her, sondern auch dann, wenn es um ethische Fragen, soziale Gerechtigkeit oder die barmherzige Fürsorge für Menschen geht, die Flucht und Vertreibung erlitten haben“.

In seiner Gratulation würdigt Kardinal Marx den öffentlichen Einsatz von Frank-Walter Steinmeier als Christ und die bisherige politische Leistung des Bundespräsidenten, sowie „Ihren oft selbstlosen Einsatz im Alltag und die hohe Sensibilität, mit der Sie auf Probleme in unserer Gesellschaft aufmerksam gemacht haben. Als überzeugter Europäer treten Sie für die Überwindung von Grenzen und Mauern ebenso ein, wie für die freiheitliche Ordnung, die Grundlage unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens ist“. Für Frank-Walter Steinmeier sei das immer wieder geäußerte Bekenntnis zum Sozialstaat ebenso wie die Demokratie kein Relikt des 20. Jahrhunderts. „Freiheit und Verantwortung sind für Sie keine bloßen Worte, sondern Verpflichtung und Grundlage Ihres politischen Handelns“, so Kardinal Marx.

Ökumenische Morgenandacht zum Auftakt der 16. Bundesversammlung in Berlin

12. February 2017 - 8:59
Zum Auftakt der Bundesversammlung haben die evangelische und katholische Kirche auf Einladung von Prälat Karl Jüsten, Leiter des Kommissariats der deutschen Bischöfe in Berlin, und Prälat Dr. Martin Dutzmann, Bevollmächtigter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), gemeinsam eine ökumenische Morgenandacht in der Kathedrale St. Hedwig in Berlin gefeiert.

Prälat Jüsten lud zu Beginn ein, einen Augenblick bei sich selbst zu verweilen: „Wie sieht unsere Beziehung zu Gott aus? Richten wir uns nach seinen Geboten in unserem Alltag aus? Sind wir ihm treu geblieben?“ Für viele seien die Gebote nicht nur Richtschnur für das persönliche Leben, „sie sind Richtschnur auch im beruflichen Handeln und viele, die für unser Land, für unser Gemeinwesen Verantwortung tragen, richten sich nach den Geboten aus – so wie Sie es heute Morgen bei der Andacht anlässlich der Bundesversammlung tun.“ Prälat Jüsten betonte, dass viele dieser Werte für die Stabilität unserer Demokratie fester Bestandteil seien. „Der Glaube und die Befolgung der Gebote kann aber auch Halt und Gelassenheit schenken. Er hilft uns so mit den Unzulänglichkeiten des Lebens besser klar zu kommen. Auch bei Verunsicherungen, die sich einstellen, weil ungeahnte Herausforderungen auf uns einstürzen, weil Schicksalsschläge uns ereilen, weil die Welt immer komplizierter geworden ist, können wir aus ihm Zuversicht schöpfen. Zum Glauben gehört die Hoffnung. Sie vertreibt Ängste. Deshalb kann der Glaube helfen das richtige Maß zu finden. Wer glaubt, braucht nicht in innerweltlichen Heilzusagen und Ideologien Halt zu suchen. Im Glauben finde ich die Sinnstiftung für mein Leben.“

In seiner Predigt vor der Bundesversammlung wünschte Prälat Martin Dutzmann dem künftigen Bundespräsidenten den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Dutzmann erinnerte dabei an das biblische Gleichnis von den „Arbeitern im Weinberg“ (Mt 20.1–16) und deutete es in Bezug auf die darin beschriebene Rolle des Hausherrn. Dieser habe sein Handeln konsequent am Gebot der Nächstenliebe ausgerichtet. „Viele Bürgerinnen und Bürger unseres Landes hoffen sehr, dass der Gewählte dem Hausherrn aus der Gleichniserzählung gleichen möge.“ Auch ein Staatsoberhaupt bleibe aber ein Mensch mit Stärken und Schwächen, mit Gaben und Fehlern, mit guten und mit schlechten Tagen. „Es ist himmlisch, wenn Menschen nach dem Vorbild des guten Hausherrn aufeinander achten und füreinander da sind“, schloss Prälat Dutzmann.

Hinweis: Die Einführung von Prälat Karl Jüsten sowie die Predigt von Prälat Dr. Martin Dutzmann finden Sie untenstehend als pdf-Dateien zum Herunterladen.

Ökumenische Bibeltagung: „Das Wort – ganz nahe bei dir“

9. February 2017 - 15:02
In einem ökumenischen Gottesdienst haben sich der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, offiziell gegenseitig die beiden neuen Bibelübersetzungen überreicht. Lutherbibel und Einheitsübersetzung sollen künftig zusammen in ökumenischen Gottesdiensten verwendet werden.

Kardinal Marx betonte in seiner Einführung in der Konkathedrale St. Eberhard in Stuttgart, dass die Beschäftigung mit der Bibel keine Saisonaufgabe sei. „Sie ist eine sprudelnde Quelle. Das Wasser, das aus ihr geschöpft wird, wird nicht weniger, sondern mehr. Je mehr wir uns mit der Heiligen Schrift auseinandersetzen, desto mehr erfahren wir das Geheimnis Christi“, so Kardinal Marx. Beide Kirchen hätten sich in den vergangenen Jahren der Aufgabe gestellt, die Heilige Schrift in ihrer deutschen Übersetzung zu überarbeiten. „Es freut mich sehr, dass wir in einem solch ökumenisch bedeutsamen Jahr 2017, in dem wir uns gemeinsam an die Ereignisse der Reformation vor 500 Jahren erinnern und sie heute als Christusfest feiern, Gottes Wort in unsere Mitte stellen.“

In seiner Predigt hob Landesbischof Bedford-Strohm hervor: „Es gibt nichts, was es nicht in der Bibel gibt, sie schreitet den Rand und die Mitte der menschlichen Existenz ab und stellt alles vor Gott. Deswegen gilt für mich: Die Bibel ist das Buch der Bücher und die Quelle der Humanität, ja die Quelle allen erfüllten Lebens, denn sie kennt den diesseitigen Menschen in allen Aspekten, aber sie reduziert ihn nicht auf‘s Diesseits, sondern erschließt die Quellen des Lebens, die aus der Ewigkeit kommen. Christlicher Glaube heute heißt, sich auf diese Geschichten einzulassen, diese Geschichten in die eigene Biographie hineinzuschreiben und umgekehrt das eigene Leben zum Teil der großen Geschichte Gottes mit den Menschen werden zu lassen und sein Leben im Lichte dieser Geschichte zu deuten. In dieser Geschichte ist ein Geist der Freiheit aufbewahrt, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft erschließt.“

In den vergangenen Jahren wurden die Einheitsübersetzung und die Lutherbibel jeweils einer eingehenden Überprüfung und Revision unterzogen. Bei der Überreichung der neuen Bibeln sagten Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm: „Mit den neuen Übersetzungen erinnern wir uns an unsere gemeinsame Grundlage – die Heilige Schrift – und bringen gleichzeitig unsere Wertschätzung für die jeweils andere Übersetzung zum Ausdruck. Für die ökumenischen Gottesdienste auf den verschiedenen Ebenen empfehlen wir, auf die Texte der revidierten Einheitsübersetzung und Lutherbibel zurückzugreifen und wenn möglich auch beide Übersetzungen zu Gehör zu bringen.“ Einheitsübersetzung und Lutherbibel sind damit gemeinsame Grundlage für die ökumenische Arbeit insgesamt.

Mit einer Ökumenischen Bibeltagung, die unter dem Leitwort „Das Wort – ganz nahe bei dir“ (Dtn 30,14) stand, wurde die Einführung der Bibelausgaben in Stuttgart begleitet. Der frühere Bischof von Erfurt, Bischof em. Dr. Joachim Wanke, und der frühere Landesbischof von Thüringen, Dr. Christoph Kähler, berichteten vor rund 200 Teilnehmern über die Revisionsprozesse der Bibel. Die Journalistin Dr. Christiane Florin führte ein Gespräch mit der Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff über die Rolle der Bibel für die kulturelle und religiöse Selbstvergewisserung der Gesellschaft. Ziel der Tagung war es, über die für die evangelische Kirche grundlegende Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers und die in allen deutschsprachigen katholischen Bistümern verwendete Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift in ihren nun vorliegenden neuen Ausgaben miteinander ins Gespräch zu kommen. In Stuttgart wurden die beiden Bibelübersetzungen gewürdigt und deren gesamtgesellschaftliche Bedeutung hervorgehoben.

Die Tagung wurde von der EKD, der Deutschen Bischofskonferenz und der Deutschen Bibelgesellschaft sowie dem Katholischen Bibelwerk veranstaltet und organisiert.

Hinweis:
Redebeiträge der Tagung sowie die Predigt von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm finden Sie untenstehend zum Herunterladen sowie auf www.ekd.de, www.bibelwerk.de und www.die-bibel.de.

„Goldenes Karussellpferd“ für Erzbischof Hans-Josef Becker

8. February 2017 - 10:45
Die Arbeitsgemeinschaft der nordrhein-westfälischen Schausteller (ArGe der Schaustellerverbände in NRW) zeichnet im Jahr 2017 den Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker mit ihrem Ehrenpreis, dem „Goldenen Karussellpferd“, aus. Mit dieser einmal im Jahr vergebenen Würdigung ehren die NRW-Schausteller eine Persönlichkeit aus der Politik oder des öffentlichen Lebens, die sich in besonderer Weise um den Erhalt und die Förderung des Kultur- und Wirtschaftsgutes „Volksfest, Weihnachtsmarkt und Kirmes“ eingesetzt hat. Die Preisübergabe findet am 3. März 2017 im „Deutschen Fußballmuseum“ in Dortmund statt.

Dem Paderborner Erzbischof wird diese Ehre zuteil, um die von den Schaustellern geschätzte enge Zusammenarbeit zwischen der Kirche und dem Schaustellerwesen anlässlich des jährlichen „Liborifestes“, des großen Volksfestes rund um das Patronatsfest des Paderborner Bistumsheiligen, des heiligen Liborius, hervorzuheben. Verbunden ist damit auch der Dank an Erzbischof Becker, dass er aus seinem Erzbistum einen Priester für die deutschlandweite Seelsorge in der Katholischen Circus- und Schaustellerseelsorge freigestellt hat.

Erzbischof Becker betont: „Es ist eine große Ehre für mich, als Träger des ‚Goldenen Karussellpferdes‘ für das Jahr 2017 ausgewählt worden zu sein – vor allem angesichts der vielen prominenten Ausgezeichneten vor mir. Ich sage dies aber nicht nur aus persönlichem Stolz. Vielmehr bin ich mir bewusst, dass diese Ehrung in erster Linie einem Aushängeschild unseres Erzbistums gilt: unserem Libori-Fest, das eine jahrhundertealte Tradition hat und das es so im Grunde kein zweites Mal gibt. Paderborns ‚fünfte Jahreszeit‘ macht jedes Jahr aufs Neue deutlich, wie eng Kirche und Kirmes miteinander verbunden sind. Ich bin dankbar dafür, dass ich in meiner fast vierzehnjährigen Amtszeit als Erzbischof von Paderborn immer wieder dieses gewachsene Zusammenwirken mit den Schaustellern erleben durfte. Libori wäre ohne die Schausteller nicht dasselbe. Nicht ohne all die Karussells, die Jung und Alt so viel Freude bereiten. Dieses ganz besondere ‚Karussellpferd‘ wird deshalb für mich das ganze Jahr über symbolisch für die umfassende Freude des Libori-Festes stehen – ich danke herzlich für diese schöne Auszeichnung!“

Die Katholische Circus- und Schaustellerseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz betreut rund 36.000 Angehörige und Mitarbeiter des Schaustellergewerbes sowie 3.500 aus reisenden Zirkusunternehmen und 25.000 Angestellte in Freizeit- und Vergnügungsparks. Aufgrund der Arbeitszeiten und des ständigen Unterwegsseins ist eine Anbindung an die Pfarrgemeinden vor Ort für die Menschen dieser Berufsgruppe unmöglich. Die „Reisende Seelsorge“ stellt sich im Mitreisen auf die unterschiedlichen Bedürfnisse dieser Christen ein und sorgt für eine kontinuierliche seelsorgliche und sakramentale Begleitung. Pfarrer Sascha Ellinghaus ist derzeit der Leiter dieses Seelsorgebereiches und wird von fünf weiteren nebenamtlichen Priestern in ganz Deutschland unterstützt.

Neue Einheitsübersetzung und liturgische Bücher

7. February 2017 - 10:59
Die neue, revidierte Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift ist seit Dezember 2016 im Buchhandel erhältlich. Da diese Neufassung der Einheitsübersetzung künftig anstelle der bisherigen Fassung als offizieller katholischer Bibeltext in deutscher Sprache genutzt wird, steht auch ihre Übernahme in die liturgischen Bücher an, vorrangig in die Messlektionare.

Im Januar 2017 hat das „Forum Liturgie im deutschen Sprachgebiet“ – ein Gremium liturgieverantwortlicher Vertreter der Bischofskonferenzen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz sowie weiterer (Erz-)Diözesen im deutschen Sprachgebiet – über konkrete Schritte dieser Einführung und die hierfür notwendigen Vorbereitungen beraten. Es hat sich, einem Vorschlag der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz von September 2016 folgend, darauf verständigt, dass das erste neue Lektionar zum 1. Advent 2018 für das dann beginnende Lesejahr C erscheinen soll.

Ansprache von Papst Franziskus anlässlich der Audienz einer Delegation der Evangelischen Kirche in Deutschland

6. February 2017 - 12:14
Liebe Brüder und Schwestern,

mit Freude heiße ich Sie willkommen und begrüße Sie herzlich. Ich danke Herrn Landesbischof Bedford-Strohm für seine freundlichen Worte und freue mich über die Anwesenheit von Kardinal Marx: Dass der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz die Delegation der evangelischen Kirche in Deutschland begleitet, ist eine Frucht langjähriger Zusammenarbeit und Ausdruck einer im Laufe der Jahre gereiften ökumenischen Beziehung. Ich wünsche Ihnen, dass Sie auf diesem segensreichen Weg des geschwisterlichen Miteinanders vorankommen und mutig und entschlossen auf eine immer vollkommenere Einheit hin fortschreiten. Wir haben die gleiche Taufe: Wir müssen zusammen gehen, ohne müde zu werden!

Es ist bedeutsam, dass anlässlich des 500. Jahrestags der Reformation evangelische und katholische Christen das gemeinsame Gedenken der geschichtsträchtigen Ereignisse der Vergangenheit zum Anlass nehmen, um Christus erneut ins Zentrum ihrer Beziehungen zu stellen. Gerade „die Frage nach Gott“, die Frage: „Wie kriege ich einen gnädigen Gott?“ war „die tiefe Leidenschaft und Triebfeder [des] Lebens und [des] ganzen Weges“ von Martin Luther (BENEDIKT XVI., Begegnung mit den Vertretern der evangelischen Kirche in Deutschland, 23. September 2011). Was die Reformatoren beseelte und beunruhigte, war im Grunde der Wunsch, den Weg zu Christus zu weisen. Das muss uns auch heute am Herzen liegen, nachdem wir dank Gottes Hilfe wieder einen gemeinsamen Weg eingeschlagen haben. Dieses Gedenkjahr bietet uns die Gelegenheit, einen weiteren Schritt vorwärts zu tun, indem wir nicht grollend auf die Vergangenheit schauen, sondern im Sinne Christi und in der Gemeinschaft mit ihm, um den Menschen unserer Zeit wieder die radikale Neuheit Jesu und die grenzenlose Barmherzigkeit Gottes vor Augen zu stellen: genau das, was die Reformatoren in ihrer Zeit anregen wollten. Dass ihr Ruf zur Erneuerung Entwicklungen auslöste, die zu Spaltungen unter den Christen führten, war wirklich tragisch. Die Gläubigen erlebten einander nicht mehr als Brüder und Schwestern im Glauben, sondern als Gegner und Konkurrenten. Allzu lange haben sie Feindseligkeiten gehegt und sich in Kämpfe verbissen, die durch politische Interessen und durch Machtstreben genährt wurden, und scheuten bisweilen nicht einmal davor zurück, einander Gewalt anzutun, Bruder gegen Bruder. Heute hingegen sagen wir Gott Dank, dass wir endlich „alle Last […] abwerfen“ und brüderlich „mit Ausdauer in dem Wettkampf laufen, der uns aufgetragen ist, und dabei auf Jesus blicken“ (Hebr 12,1-2).

Ich bin Ihnen dankbar, weil Sie vorhaben, mit diesem Blick gemeinsam in Demut und mit Freimut eine Vergangenheit anzugehen, die uns schmerzt, und in Kürze miteinander einen bedeutenden Akt der Buße und der Versöhnung zu vollziehen: einen ökumenischen Gottesdienst unter dem Leitwort „Erinnerung heilen – Jesus Christus bezeugen“. So werden Sie – Katholiken und Protestanten in Deutschland – betend auf den starken Ruf antworten können, den Sie im Ursprungsland der Reformation gemeinsam vernehmen: in Gott das Gedächtnis zu reinigen, um innerlich erneuert und vom Heiligen Geist ausgesandt, dem Menschen von heute Jesus zu bringen. Mit diesem Zeichen und weiteren für dieses Jahr vorgesehenen Initiativen – der gemeinsamen Pilgerreise ins Heilige Land, der gemeinsamen Bibeltagung zur Vorstellung der neuen Bibelübersetzungen und dem ökumenischen Tag zum Thema der gesellschaftlichen Verantwortung der Christen – beabsichtigen Sie, dem Christusfest, das Sie anlässlich des Reformationsgedenkens gemeinsam feiern wollen, eine konkrete Gestalt zu verleihen. Mögen die Wiederentdeckung der gemeinsamen Glaubensquellen, die Heilung der Erinnerung in Gebet und Nächstenliebe sowie die praktische Zusammenarbeit bei der Verbreitung des Evangeliums und dem Dienst an den Mitmenschen Impulse sein, um noch rascher auf dem Weg voranzukommen.

Dank der geistlichen Verbundenheit, die sich in diesen Jahrzehnten des ökumenischen Miteinanders gefestigt hat, können wir das beiderseitige Versagen an der Einheit im Kontext der Reformation und der nachfolgenden Entwicklungen heute gemeinsam beklagen. Zugleich wissen wir – in der Wirklichkeit der einen Taufe, die uns zu Brüdern und Schwestern macht, und im gemeinsamen Hören auf den Geist – in einer bereits versöhnten Verschiedenheit die geistlichen und theologischen Gaben zu schätzen, die wir von der Reformation empfangen haben. In Lund habe ich am vergangenen 31. Oktober [2016] dem Herrn dafür gedankt und für die Vergangenheit um Vergebung gebeten. Für die Zukunft möchte ich unsere unwiderrufliche Verpflichtung bekräftigen, gemeinsam das Evangelium zu bezeugen und auf dem Weg zur vollen Einheit voranzuschreiten. Indem wir dies gemeinsam tun, kommt auch der Wunsch auf, neue Wege einzuschlagen. Immer mehr lernen wir, uns zu fragen: Können wir diese Initiative mit unseren Brüdern und Schwestern in Christus teilen? Können wir zusammen eine weitere Wegstrecke zurücklegen?

Die weiter bestehenden Differenzen in Fragen des Glaubens und der Ethik bleiben Herausforderungen auf dem Weg zur sichtbaren Einheit, nach der sich unsere Gläubigen sehnen. Der Schmerz wird besonders von den Eheleuten empfunden, die verschiedenen Konfessionen angehören. Besonnen müssen wir uns mit inständigem Gebet und all unseren Kräften darum bemühen, die noch bestehenden Hindernisse zu überwinden durch eine Intensivierung des theologischen Dialogs und durch eine Stärkung der praktischen Zusammenarbeit unter uns, vor allem im Dienst an denen, die am meisten leiden, und in der Fürsorge für die bedrohte Schöpfung. In einer Zeit, in der die Menschheit durch tiefe Risse verwundet ist und neue Formen von Ausschließung und Ausgrenzung erfährt, ruft die dringende Aufforderung Jesu zur Einheit (vgl. Joh 17,21) uns wie auch die gesamte Menschheitsfamilie auf den Plan. Auch daher ist unsere Verantwortung groß!

In der Hoffnung, dass diese Begegnung die Gemeinschaft zwischen uns weiter stärkt, bitte ich den Heiligen Geist, der Einheit schafft und erneuert, Sie auf Ihrem gemeinsamen Weg mit dem Trost, der von Gott kommt (vgl. 2 Kor 1,4), zu kräftigen und Ihnen seine prophetischen und kühnen Wege aufzuzeigen. Von Herzen rufe ich den Segen Gottes auf Sie alle und auf Ihre Gemeinschaften herab und bitte Sie, im Gebet an mich zu denken. Ich danke Ihnen sehr [und möchte Sie einladen, jetzt zusammen das Vaterunser zu sprechen]. Vatikan, 6. Februar 2017
Copyright: Libreria Editrice Vaticana
Hinweis:
Die Ansprache finden Sie untenstehend auch als pdf-Datei zum Herunterladen.

Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm sprechen mit Papst Franziskus

6. February 2017 - 12:01
Als sichtbaren Schritt der weiteren ökumenischen Verständigung bewertet der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, seine heutige Begegnung mit Papst Franziskus in Rom. Der Papst empfing eine Delegation des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) unter Leitung ihres Ratsvorsitzenden Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Die evangelische Seite hatte Kardinal Marx eingeladen, an der Begegnung mit Papst Franziskus teilzunehmen.

Kardinal Marx würdigte die Ansprache von Papst Franziskus an die Delegation der EKD als gutes Signal. Papst Franziskus hatte gesagt, dass die Kirchen auf dem „segensreichen Weg des geschwisterlichen Miteinanders“ vorankommen und mutig und entschlossen auf eine immer vollkommenere Einheit hin fortschreiten müssten: „Wir haben die gleiche Taufe: Wir müssen zusammen gehen, ohne müde zu werden“, so Papst Franziskus. „Dieses Wort ist für uns Ermutigung und Auftrag zugleich“, so Kardinal Marx. Das Wort von Papst Franziskus, der für „die Zukunft … unsere unwiderrufliche Verpflichtung bekräftigt“ habe, gemeinsam das Evangelium zu bezeugen, zeige, dass dem Heiligen Vater die Ökumene in besonderer Weise am Herzen liege.„Ich bin dankbar für die ökumenischen Impulse von Papst Franziskus. Und ich bin ebenso dankbar, bei dieser Begegnung der Ökumene in Rom dabei sein zu dürfen“, sagte Kardinal Marx. Es habe einen guten Dialog über aktuelle, gerade auch theologische Fragen, gegeben. „Das heutige Treffen verleiht der Ökumene weiteren Schwung. Wir haben als katholische und evangelische Kirche in Deutschland eine besondere Verantwortung für die Ökumene. Gerade aus dem Land, wo die Trennung begann, sollten weitere Impulse hervorgehen, um zur vollständigen Versöhnung zu gelangen“, so Kardinal Marx.

Kardinal Marx betonte, dass notwendige theologische Überlegungen wie die Frage nach der Taufe und der Eucharistie weiter erörtert werden müssten. „Für uns ist auch deutlich: 2017 ist später nicht einfach vorbei, sondern der ökumenische Weg geht weiter. Daran werden wir arbeiten.“ Positiv hob Kardinal Marx hervor, dass der Ratsvorsitzende und er Papst Franziskus nach Deutschland eingeladen hätten. „Die Tatsache, dass wir als Kirchen gemeinsam den Heiligen Vater nach Deutschland einladen, ist auch ein Zeichen unseres ökumenischen Wegs“, so Kardinal Marx.

Hinweis:
Die Ansprache von Papst Franziskus ist als Aktuelle Meldung verfügbar sowie untenstehend als pdf-Datei. Die Datei ist auch zum Herunterladen auf der Unterseite Ökumene bereitgestellt.

Kirchen bei der Berlinale

6. February 2017 - 11:14
Mit einer internationalen Ökumenischen Jury und einem Empfang sind die Kirchen wieder auf den 67. Internationalen Filmfestspielen Berlin vertreten, die vom 9. bis 19. Februar 2017 stattfinden. Über die Internationale Katholische Vereinigung für Kommunikation SIGNIS und die Internationale Kirchliche Filmorganisation INTERFILM entsenden sie in diesem Jahr:
  • Annette Gjerde Hansen, Theologin, BI Norwegian Business School Oslo (Norwegen);
  • Pfr. Dr. Hermann Kocher, Langnau i. E. (Schweiz);
  • Dr. Markus Leniger, Studienleiter an der Katholischen Akademie Schwerte;
  • Dr. Charles Martig, Direktor des Katholischen Medienzentrums, Zürich (Schweiz), Präsident;
  • Prof. Brent S. Rodriguez Plate, Hamilton College New York (USA);
  • Zsuzsanna Bányai, Animationsfilmregisseurin, Nagykovácsi (Ungarn).
Die Jury stellt sich vor beim traditionellen Ökumenischen Empfang anlässlich der Berlinale am 12. Februar 2017, 18.00 Uhr in der Katholischen Akademie in Berlin. Die Grußworte sprechen Bischof Dr. Gebhard Fürst, Vorsitzender der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, und Pastor Dr. Johann Hinrich Claussen, Kulturbeauftragter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland. Als Keynote Speaker eingeladen ist Amir Esfandiari, Head of International Affairs beim Fajr International Film Festival Teheran, wo seit 2008 eine interreligiöse Jury mit Beteiligung der christlichen Filmorganisationen etabliert ist.

Der Ökumenische Empfang findet statt:
am 12. Februar 2017, 18.00 Uhr, in der Katholischen Akademie in Berlin,
Hannoversche Straße 5, 10115 Berlin.

Eine Anmeldung ist per E-Mail beim Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz möglich unter p.hasenberg(at)dbk.de.

Akkreditierung für die ökumenische Morgenandacht anlässlich der 16. Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten

2. February 2017 - 12:00
Anlässlich der 16. Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten am 12. Februar 2017 laden Prälat Karl Jüsten, Leiter des Kommissariats der deutschen Bischöfe in Berlin, und Prälat Dr. Martin Dutzmann, Bevollmächtigter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), zu einer ökumenischen Morgenandacht um 9.00 Uhr in der Kathedrale St. Hedwig in Berlin ein. Achtung: Dieser Gottesdienst ist nicht öffentlich.

Zur Berichterstattung ist eine eigene Akkreditierung erforderlich. Nutzen Sie dazu bitte ausschließlich das Online-Formular unter www.dbk.de. Bitte beachten Sie, dass eine Akkreditierung nur online möglich ist. Die Akkreditierung muss spätestens bis Donnerstag, 9. Februar 2017, 12.00 Uhr erfolgen. Die Akkreditierungsausweise werden am Sonntag, 12. Februar 2017, von 8.00 bis 8.45 Uhr im Bernhard-Lichtenberg-Haus (Hinter der Katholischen Kirche 3, 10117 Berlin) vergeben. Bitte bringen Sie unbedingt Ihren Presse- und Ihren Personalausweis mit. Achtung: Auch Journalisten mit einer Jahresakkreditierung „Bundespressekonferenz“ müssen sich für den Gottesdienst eigens akkreditieren!

Hinweise für Fotografen/TV-Journalisten

Aufgrund des begrenzten Platzangebotes sind innerhalb der Kathedrale St. Hedwig keine Fotografen und Kamerateams zugelassen. Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA-Bild) wird einen Poolfotografen schicken. Vor Beginn des Gottesdienstes gibt es für Fotografen und TV-Journalisten die Möglichkeit, Fotos/Aufnahmen von der Anfahrt zur Kathedrale und ein Erste-Reihe-Foto zu machen.

Für die Überlassung der Pool-Fotos setzen Sie sich bitte bis Donnerstag, 9. Februar 2017, mit KNA-Bild in Verbindung:
KNA-Bild: www.kna-bild.de; redaktion(at)kna-bild.de; Tel. 0228/26000-192.