24. Luglio 2016
Augenblicke der Besinnung

Herr, lass mich rasten,
wo ich hasten will.
Lass mich plaudern,
wo ich vorübereilen will.
Lass mich freundlich sein,
wo ich verdrossen bin.
Damit alle, die meine Wege kreuzen,
von Deiner Frohbotschaft erfahren.
Amen.

P. Bosmans

 
















Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum

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Aktuelle Meldungen
Updated: 2 days 2 hours ago

Schwäbische Zeitung und Christian Wölfel erhalten den Katholischen Medienpreis 2016

21. July 2016 - 10:20
Preisverleihung am 14. November 2016 in Berlin Der Katholische Medienpreis wird in diesem Jahr an das Redaktionsteam der Schwäbischen Zeitung in Ravensburg unter Koordination von Ludger Möllers (Kategorie Printmedien) sowie an Christian Wölfel, Chef vom Dienst der „Rundschau“ des Bayerischen Fernsehens (Kategorie Elektronische Medien), verliehen. Die Preisträger erhalten jeweils 5.000 Euro. Der Vorsitzende der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gebhard Fürst, überreicht den Katholischen Medienpreis bei einem Festakt am 14. November 2016 in Berlin.

Seit 2003 wird der Katholische Medienpreis jährlich von der Deutschen Bischofskonferenz zusammen mit der Gesellschaft Katholischer Publizisten e. V. (GKP) und dem Katholischen Medienverband e. V. (KM.) ausgeschrieben. „Ausgezeichnet werden Beiträge, die die Orientierung an christlichen Werten sowie das Verständnis für Menschen und gesellschaftliche Zusammenhänge fördern, das humanitäre und soziale Verantwortungsbewusstsein stärken und zum Zusammenleben unterschiedlicher Gemeinschaften, Religionen, Kulturen und Einzelpersonen beitragen“, hieß es in der diesjährigen Ausschreibung.

Die Jury besteht aus sechs Personen und wird von Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart) geleitet. Die weiteren Mitglieder sind Albert Herchenbach (Chefredakteur stadtgottes, Nettetal), Wolfgang Küpper (Redaktionsleiter Bayerischer Rundfunk Religion und Orientierung, München), Stefan Kläsener (Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, Flensburg), Andreas Kuschbert (Chefredakteur Heinrichsblatt, Bamberg) und Frank Windeck  von der Konrad- Adenauer-Stiftung in Bonn.

Kategorie Printmedien
Schwäbische Zeitung: Das Redaktionsteam unter der Leitung von Chefredakteur Dr. Hendrik Groth wird für die umfangreiche Artikelserie „Menschenwürdig leben bis zuletzt“ ausgezeichnet. Sie ist in der Zeitung im Zeitraum vom 21. November bis 24. Dezember 2015 erschienen.

Im Mittelpunkt der Serie standen die anspruchsvollen Themen Sterbebegleitung, Hospizarbeit und Palliativversorgung. In über 40 Beiträgen in Mantel- und Lokalteilen, online und im Regionalfernsehen sowie bei Diskussionsveranstaltungen leuchteten die Redakteure eine Problematik aus, die durch die Bundestagsentscheidung zur Sterbehilfe im November 2015 besondere Bedeutung erlangt hatte. Die Projektleitung für diese Serie und eine damit verbundene Weihnachtsspendenaktion in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart lag beim Chefreporter Ulm/Alb-Donau, Ludger Möllers. Den Erlös von fast 180.000 Euro haben Hospizgruppen und Hospize erhalten. Nach Auffassung der Jury gehört besonderer Mut dazu, ausgerechnet in der Adventszeit über das Sterben zu schreiben. Mit dem Preis würdigt die Jury den Mut der Zeitung, sich einem unbequemen Thema selbstbewusst und raumgreifend zu stellen.

Kategorie Elektronische Medien
Christian Wölfel (Jahrgang 1976) erhält den Preis für seinen Film „Kirchenasyl und dann? – Vom Bangen, Hoffen und Warten“, gesendet im Bayerischen Rundfunk, Redaktion Religion und Orientierung (Fernsehen), am 13. Januar 2016.

Der Autor zeigt ein eindringliches Portrait über Menschen, die Gewalt und Krieg erlebt haben, die Flucht und Vertreibung erdulden mussten. Der Film geht nur vordergründig auf die Themen Kirche und Asyl ein, sondern vielmehr auf das Schicksal von Menschen und auf gelebte Nächstenliebe. Er zeigt Menschen, die nicht daneben stehen wollen, wenn Leiden offensichtlich ist, sondern die tatkräftig zupacken, ohne Ansehen von Person, Geschlecht oder Herkunft. Wölfel zeigt Menschen, die krank an Körper und Seele in Europa angekommen sind, deren Not vom Staat aber nicht erkannt wird. Erst durch die Aufmerksamkeit ihrer Helfer bekommen diese Menschen eine Chance. Am Ende bleiben Einzelschicksale, die die Katastrophe der Vertreibung greifbar machen, und die Erkenntnis, dass Kirchenasyl, wenn auch nicht immer unumstritten, etwas bewegen kann.

Auszeichnung „journalistisch WERTvoll“
Für weitere herausragende Beiträge wird im Jahr 2016 sechs Mal die undotierte Auszeichnung „journalistisch WERTvoll“ verliehen.

In der Kategorie Printmedien geht die Auszeichnung an Dominik Stawski und Ingrid Eißele (Jahrgänge 1984 und 1962) für den Beitrag „Der Mörder dieses Mädchens könnte bald freikommen. Aber soll er das?“, erschienen im Stern am 30. Juli 2015, und an Lara Meißner (Jahrgang 1990) für eine Artikelserie zur Schulintegration, erschienen in der Main-Post, Würzburg, im Zeitraum vom 16. September 2015 bis 19. Februar 2016.

Im Bereich Elektronische Medien erhalten die Auszeichnung: Dr. Nicola Albrecht (Jahrgang 1975) für den Film „Leben in der Falle – Die vielen Gesichter Gazas“, gesendet im ZDF am 23. September 2015, Nina und Oliver Buschek (Jahrgänge 1975 und 1967) für das Radio-Feature „Fünfzig Prozent Zukunft. Unser Leben mit der Huntington-Krankheit“, gesendet im Bayerischen Rundfunk, Redaktion Hörbild und Feature, am 5. März 2016, sowie Jeannine Apsel (Jahrgang 1971) für den Film „Neuanfang in Hamburg – Vom Flüchtling zum Flüchtlingshelfer“, gesendet im ZDFinfo am 23. Dezember 2015. Darüber hinaus erhält  Jan Lindenau (Jahrgang 1990) mit dem Team 17 der Axel Springer Akademie die Auszeichnung für das Internetprojekt „Je reste Charlie. Warum wir weitermachen. Müssen“, erschienen unter www.jerestecharlie.eu/de am 7. Juli 2015.
Hinweise: Die Jurybegründungen zu den Preisträgern und zu den Auszeichnungen „journalistisch WERTvoll“ sind untenstehend als Downloads verfügbar. Weitere Informationen finden Sie auf der Initiativen-Seite zum Katholischen Medienpreis.

Katholische und evangelische TelefonSeelsorge veröffentlichen Thesen zur Suizidprävention

20. July 2016 - 11:37
Anlässlich des derzeit in Aachen stattfindenden internationalen Telefonseelsorge-Kongresses hat die TelefonSeelsorge der katholischen und evangelischen Kirche in Deutschland heute ihre neue Broschüre „Suizidprävention – Damit das Leben weitergeht“ veröffentlicht. Mit ihr unterstreichen die beiden Kirchen den Einsatz zur Suizidprävention, die insbesondere im ökumenischen Angebot der TelefonSeelsorge eine große Rolle spielt.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, schreiben im gemeinsamen Vorwort: „Als Christen glauben wir, dass das menschliche Leben ein kostbares Geschenk Gottes, unseres Schöpfers ist, für das wir gemeinsam Verantwortung tragen.“ Die acht Thesen zur Prävention von Suizid wiesen auf die Begründung dieses Engagements und die Bedeutung der mitmenschlichen Hilfe der TelefonSeelsorge hin. „Sie machen deutlich und nachvollziehbar, warum uns als Christen das Engagement zur Prävention von Suizid ein besonderes Anliegen ist“, so Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm. In knapper Form umschrieben die Thesen „ein Ethos, das das Geschenk des menschlichen Lebens bejaht, aber auch die Verletzlichkeit und Hilfsbedürftigkeit des Menschen einbezieht“.

Im Jahr 2015 nahm die TelefonSeelsorge in Deutschland etwa 56.000 Gespräche entgegen, in denen Menschen von Suizid, suizidalen Absichten oder Erfahrungen sprachen. In rund 60 Prozent dieser Gespräche wurde mit Anrufenden wiederholt gesprochen. Die TelefonSeelsorge erlebt dabei, wie eng Suizidalität mit fehlenden sozialen Kontakten und Erfahrungen von Ausgeschlossensein verbunden sind. Der größte Anteil der Anrufenden lebt allein (72 Prozent), etwa die Hälfte der Anrufe kommt von Menschen, die entweder erwerbsunfähig (31 Prozent) oder arbeitslos (19 Prozent) sind. In 55 Prozent der Gespräche benennen die Anrufenden eine diagnostizierte psychische Erkrankung.

Hinweis:
Die Broschüre „Suizidprävention – Damit das Leben weitergeht“ finden Sie untenstehend als pdf-Datei zum Herunterladen.

Erstmalig Pilger-App für den Weltjugendtag 2016 in Krakau

20. July 2016 - 9:18
Mit den heute beginnenden „Tagen der Begegnung“ in den polnischen Bistümern steht zum XXXI. Weltjugendtag in Krakau den deutschsprachigen Pilgern erstmals eine Pilger-App zur Verfügung, die sowohl online als auch offline nutzbar ist. Die App ist von der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) mit Unterstützung des Hilfswerks RENOVABIS entwickelt worden. Sie bietet vor allem die Möglichkeit einer Offline-Navigation zu Veranstaltungsorten und den Begegnungen mit Papst Franziskus. Damit wird das traditionelle Weltjugendtags-Pilgern mit Programmbuch und Karte um die „digitale Pilgerreise“ erweitert.

Zusätzlich enthält die App Informationen zum Programm, zum Weltjugendtag und zur Stadt Krakau sowie Gebete, tägliche spirituelle Impulse und Anregungen zum Thema „Barmherzigkeit“. Ein kleines deutsch-polnisches Wörterbuch soll die Kommunikation der Pilger mit den polnischen Gastgebern erleichtern. Mittels eines Newsfeeds können sich die Pilger zudem über aktuelle Ereignisse rund um den Weltjugendtag informieren. Die App ist vorerst nur für das Betriebssystem Android verfügbar und kann im Google-Playstore unter dem Stichwort „Weltjugendtag Krakau 2016“ heruntergeladen werden.

Pressetermine der Deutschen Bischofskonferenz in Krakau
Herzlich laden wir alle Medienvertreter ein zu folgenden Terminen:

Auftakt-Pressekonferenz
am Dienstag, 26. Juli 2016, um 13.00 Uhr
im Goethe-Institut Krakau
(Rynek Główny 20, Krakau)


Abschluss-Pressekonferenz
am Samstag, 30. Juli 2016, um 11.00 Uhr
im Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Krakau
(ul. Stolarska 7, Krakau).


Bei den Pressekonferenzen stehen Ihnen als Gesprächspartner zur Verfügung:
  • Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann (Speyer), Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz,
  • Paul Metzlaff, Referent für Glaubensbildung in der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj),
  • Pfarrer Dirk Bingener, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ),
  • sowie zwei junge Erwachsene aus dem Bistum Rottenburg-Stuttgart, die beim Weltjugendtag in Krakau teilnehmen: Magdalena Hartmann (19 Jahre) und Jonas Lixenfeld (19 Jahre).
Hinweise:
  • Wir bitten um eine kurze formlose Anmeldung, wenn Sie an den Pressekonferenzen teilnehmen möchten per E-Mail an pressestelle@dbk.de.
  • Ausführliche Informationen rund um den Weltjugendtag, die Liste der teilnehmenden deutschen Bischöfe, die Programmstruktur sowie Hintergrundinformationen sind im Dossier „Weltjugendtag 2016“ verfügbar.
  • Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen deutschen Internetseite des Weltjugendtages unter www.wjt.de sowie auf der polnischen Internetseite des Weltjugendtags – www.krakow2016.com/de.

Jubiläum 60 Jahre TelefonSeelsorge

19. July 2016 - 11:30
In Aachen hat der internationale Weltkongress der TelefonSeelsorge begonnen: 1.600 Ehrenamtliche aus 33 Ländern befassen sich unter dem Leitwort „for life to go on“ bis kommenden Freitag in Vorträgen und Workshops mit den Möglichkeiten zur Hilfe und Unterstützung von Menschen in suizidalen Krisen. Am kommenden Samstag (23. Juli 2016) begeht die TelefonSeelsorge Deutschland ihr 60-jähriges Jubiläum. Dazu sind die Kolleginnen und Kollegen der Medien herzlich eingeladen. Das Programm sieht wie folgt aus:
  • 11.00 Uhr: Ökumenischer Festgottesdienst im Hohen Dom zu Aachen mit Bischof Dr. Franz-Josef Bode (Osnabrück),  Vorsitzender der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz, und Pfarrer Ulrich Lilie (Berlin), Präsident der Diakonie Deutschland.
  • 13.00 Uhr: Festakt im Krönungssaal des Rathauses Aachen.
Das 60-jährige Jubiläum geht auf die Anfänge der TelefonSeelsorge in Deutschland zurück. Aus den ersten Anfängen 1956 in Berlin ist ein ökumenisches Netzwerk mit über 100 TelefonSeelsorge-Stellen entstanden, in dem rund 200 Hauptamtliche und 8.000 Ehrenamtliche aktiv sind. Dieser Dienst wird von der evangelischen und katholischen Kirche in Deutschland in ökumenischer Zusammenarbeit seit Jahrzehnten getragen.
Hinweise:
Die Kolleginnen und Kollegen der Medien werden gebeten, sich für den Gottesdienst und den Festakt am 23. Juli 2016 formlos per E-Mail an pressestelle@dbk.de anzumelden. Insbesondere für Filmaufnahmen und Fotografen im Aachener Dom ist die Anmeldung notwendig. Bereits im Vorfeld zum Weltkongress und zum Jubiläum gab es ein Pressegespräch. Die Statements zu diesem Pressegespräch finden Sie hier als pdf-Dateien zum Herunterladen. Weitere Informationen zum Weltkongress in Aachen sind unter www.ifotescongress2016.org verfügbar.

Erzbischof Heße beendet viertägige Reise in den Libanon

18. July 2016 - 13:59
Der Sonderbeauftragte für Flüchtlingsfragen der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Stefan Heße (Hamburg), hat heute einen viertägigen Besuch (15. bis 18. Juli 2016) im Libanon beendet. Ziel der Reise war es, kirchliche Hilfsprojekte für syrische und irakische Flüchtlinge zu besuchen, sich aus erster Hand über die humanitäre und politische Situation vor Ort zu informieren und den geflüchteten Menschen Solidarität zu zeigen. „Am meisten berührt haben mich die Besuche gemeinsam mit der Caritas bei Flüchtlingen in einer Zeltsiedlung in der Bekaa-Ebene und der Gottesdienst mit assyrisch-orthodoxen Christen in Beirut, die aus dem Nordosten Syriens vor dem so genannten ‚Islamischen Staat‘ geflüchtet sind“, so Erzbischof Heße. „Den leeren Blick einer jungen Mutter, die mir nach dem Gottesdienst berichtete, wie sie mitsamt aller 85 Einwohner ihres Dorfes vom IS entführt und ein Jahr gefangen gehalten wurde – den werde ich nicht vergessen. Bei der psycho-sozialen Begleitung traumatisierter Flüchtlinge, besonders von Frauen und Kindern, müssen wir in allen Aufnahmeländern, auch bei uns in Deutschland, das Engagement noch weiter verstärken.“

„Die Lage im Libanon ist insgesamt eine ganz andere als in Europa: Seit Beginn des Krieges haben mehr als 1,2 Millionen Syrer hier Zuflucht gefunden – wobei man bedenken muss, dass der Libanon bis vor zehn Jahren von syrischen Truppen besetzt war. Auch wenn noch nicht alle damaligen Wunden der Libanesen verheilt sind, leisten die hiesigen Kirchen und andere Hilfsorganisationen großartige Unterstützung“, erklärt Erzbischof Heße. Da längst nicht alle Flüchtlinge Zugang zur staatlichen Gesundheitsversorgung haben, sind die Malteser in den Gebieten nahe der syrischen Grenze mit mobilen Kliniken unterwegs. „Wenn ein Imam durch die Lautsprecher der Moschee die Ankunft der mobilen Klinik ankündigt und das Malteser-Kreuz auf dem Fahrzeug und der Halbmond auf der Moschee gemeinsam zu sehen sind, so ist das ein Beispiel gelungener interreligiöser Zusammenarbeit.“

Im Austausch mit Pater Prof. Dr. Fadi Daou und Dr. Nayla Tabbara von der Adyan-Stiftung für den interreligiösen Dialog wurde deutlich, wie durch Bildungsprogramme ein Beitrag zur Wertschätzung von religiöser und kultureller Diversität geleistet werden kann. „Interreligiöse und interkulturelle Kompetenz ist auch in Deutschland ein entscheidender Faktor für gelingende Integration“, so Erzbischof Heße zum Abschluss seiner Reise. „Hier können wir einiges von den Libanesen lernen.“ In Gesprächen mit dem Apostolischen Nuntius im Libanon, Erzbischof Gabriele Caccia, dem stellvertretenden deutschen Botschafter, Carsten Meyer-Wiefhausen, Vertretern verschiedener kirchlicher Hilfswerke sowie Mitgliedern der libanesischen Regierung und zivilgesellschaftlichen Akteuren informierte sich Erzbischof Heße über laufende Projekte und Strategien zur nachhaltigen Stabilisierung der politischen und religiösen Situation in der Region. Mit dem maronitischen Patriarchen, Kardinal Bechara Boutos Raї, sprach er über die komplexen Zusammenhänge in den Beziehungen zwischen Christen und Muslimen verschiedener Denominationen im Libanon. Kardinal Raї betonte die Bedeutung der Kirchen für eine werteorientierte Politik und den sozialen Frieden im Land.


Hinweise:
  • Weitere Informationen sind auf der Internetseite www.fluechtlingshilfe-katholische-kirche.de unter „Reise in den Libanon“ verfügbar.
  • Fotomaterial der Reise ist kostenpflichtig abrufbereit bei KNA-Bild, Tel.: 0228/26000-192, www.kna-bild.de.

Erzbischof Heße besucht Syrien-Flüchtlinge im Libanon

17. July 2016 - 0:58
Der Hamburger Erzbischof Dr. Stefan Heße hat am Samstag (16. Juli 2016) mehrere Flüchtlingsunterkünfte in der libanesischen Bekaa-Ebene besucht. Dabei erkundigte sich der Flüchtlingsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz eingehend über die Lage der meist schon seit einigen Jahren im Libanon lebenden Syrer.

Die von Erzbischof Heße besuchten Unterkünfte sind alle ohne Beteiligung der libanesischen Regierung organisiert. Während christliche Flüchtlinge in privaten Wohnungen unterkamen, leben hunderte muslimische Syrer in improvisierten Camps auf Feldern oder Obstplantagen, wo sie für ihre Zelte Miete zahlen.

Der Direktor der christlich-muslimischen Nichtregierungsorganisation Adyan, Pater Fadi Daou, erklärte gegenüber dem Erzbischof, im Libanon trage mangels einer funktionierenden Regierung die Zivilgesellschaft die Hauptlast der Flüchtlingsarbeit. Unterstützt werde sie dabei von UN-Organisationen wie dem Flüchtlingshilfswerk UNHCR oder dem Welternährungsprogramm, die wiederum vor Ort oft mit kirchlichen Institutionen wie der Caritas zusammenarbeiteten.

Daou beklagte, dass die politische Elite im Land versuche, die Flüchtlingskrise zu ignorieren. Man verschließe die Augen vor rund 1,6 Millionen nicht legal anerkannten Syrern im Land, um nicht den konfessionellen Proporz im Libanon zu gefährden. Dies könne aber mittelfristig dazu führen, dass aus der jetzigen Krise eine Katastrophe werde.

Am Sonntag stehen ein Gottesdienst mit christlichen Flüchtlingen sowie eine Begegnung mit dem maronitischen Patriarchen Boutros Rai auf dem Besuchsprogramm der Delegation.

Quelle: Katholische Nachrichtenagentur (KNA), alle Rechte vorbehalten.

Hinweise für Medienvertreter:
Weitere Informationen sind auf der Internetseite www.fluechtlingshilfe-katholische-kirche.de unter „Reise in den Libanon“ verfügbar. Während der Reise von Erzbischof Dr. Stefan Heße sind kürzere Interviews je nach Programm möglich. Anfragen richten Sie bitte an die Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz (E-Mail: pressestelle@dbk.de). Fotomaterial der Reise ist kostenpflichtig abrufbereit bei KNA-Bild, Telefon: 0228/26000-192, www.kna-bild.de.

Kardinal Marx würdigt Bundesminister Schäuble

15. July 2016 - 15:49
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble als überzeugten Europäer, der aus dem christlichen Glauben heraus lebt, gewürdigt. Anlässlich der heutigen Verleihung des Europäischen St.-Ulrich-Preises in Dillingen an der Donau erinnerte Kardinal Marx auch an die Verdienste Schäubles als entscheidendem Wegbereiter der Wiedervereinigung: „Ob der Einigungsvertrag wirklich der Höhepunkt seiner Karriere war, kann man angesichts der Bedeutung, die Wolfgang Schäuble heute als Bundesfinanzminister in Europa und der Welt hat, durchaus stellen. Auch diese Phase seines Wirkens inmitten europäischer Krisen wird sich, davon bin ich überzeugt, im Rückblick als historisch herausstellen“, so Kardinal Marx laut Redemanuskript.

Wolfgang Schäuble steht für die Haltung, dass Religion politisch sei. „Der christliche Glaube fordert zum Engagement für das Gemeinwohl auf. Wolfgang Schäuble ergänzt dies durch die Forderung, man dürfe Religion nicht zur Politik und Politik nicht zur Religion machen. Das ist eine Warnung, die – in der heutigen Zeit in beide Richtungen auszusprechen – ihre Berechtigung hat“, so Kardinal Marx.

In den europapolitischen Fragen der Krisenbewältigung der vergangenen Jahre hätten die ordnungspolitische Position Wolfgang Schäubles und seine Überzeugung als protestantischer Christ viel Positives bewirkt. Es gehe in Zukunft darum, ob es eine gemeinsame christliche Perspektive für den Weg Europas geben könnte und müsste. An der Schnittstelle vieler europäischer Krisen stelle der Brexit den größten historischen Einschnitt für die Europäische Union dar. „Die Entscheidung der britischen Wähler ist selbstverständlich zu respektieren, auch wenn wir sie zutiefst bedauern. Und wir bedauern sie, weil die Europäische Union ein solidarisches Gemeinschaftsprojekt ist. Der bewusste Austritt eines Mitglieds ist deshalb schmerzhaft und hat Konsequenzen für alle. Europa ist eben eine Familie, und da lässt es die anderen nicht kalt, wenn ein Familienmitglied aus dem gemeinsamen Haus ausziehen will“, so Kardinal Marx. Die Überlegungen über die weitere Entwicklung der Europäischen Union müssten deshalb auf eine breite gesellschaftliche Grundlage gestellt werden. Kardinal Marx betonte in seiner Laudatio: „Es ist nicht nur die Aufgabe der Politik, sondern auch der Kirche, ihren Beitrag zu leisten, um sich diesen Entwicklungen entgegenzustellen und die notwendige Diskussion über die Zukunft Europas zu führen. Die Christen sind in dieser schwierigen Situation unseres Kontinents besonders herausgefordert, sich zu engagieren. Christlicher Glaube und Nationalismus schließen sich aus!“

Wolfgang Schäuble, so Kardinal Marx, sei kein „Europa-Träumer“. „Es geht nicht darum, die Europäische Integration als Selbstzweck zu betrachten, wie es viele Kritiker oft denjenigen vorwerfen und als Ideologie unterstellen, die auch in der Krise dem gemeinsamen europäischen Weg das Wort reden. Die Europäische Einigung ist vielmehr im Interesse der Nationalstaaten. Das ist die Überzeugung von Wolfgang Schäuble.“ Deshalb dürfe die Europäische Union in der aktuellen Krise auch nicht in der Selbstreflexion stecken bleiben. „Die europäischen Völker und Nationen haben eine moralische Verantwortung für die Welt, für die ärmeren Länder, für die Bewahrung der Schöpfung und die Begrenzung des Klimawandels. Rechtsstaatlichkeit und die Aussicht auf ein Leben in Frieden und ein hoher Lebensstandard machen Europa zu einem Anziehungspunkt für viele Menschen. Dieser globalen Verantwortung muss die Europäische Union auch unter den geänderten politischen Bedingungen gerecht werden“, betonte Kardinal Marx.

Hintergrund: 1993 wurde von der Stadt und dem Landkreis Dillingen an der Donau die Europäische St.-Ulrichs-Stiftung gegründet. Anlass dafür war die damals im Bistum Augsburg begangene 1000-jährige Wiederkehr der Heiligsprechung von Bischof Ulrich. Mit der Stiftung soll die Einheit Europas in christlich-abendländischer Tradition im Geiste des hl. Ulrich gefördert werden. Dazu wird alle zwei Jahre der mit € 10.000 dotierte Europäische St.-Ulrichs-Preis an Persönlichkeiten verliehen, die insbesondere in den Bereichen Politik, Kirche, Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und sozialem Engagement tätig sind und waren und sich für den europäischen Gedanken einsetzen. Die heutige Preisverleihung wurde mit einem ökumenischen Gottesdienst eröffnet, der von Bischof Dr. Konrad Zdarsa (Augsburg) und dem evangelischen Regionalbischof Michael Grabow gefeiert wurde. Hinweis:
Die Laudatio von von Kardinal Reinhard Marx auf Bundesminister Dr. Wolfgang Schäuble anlässlich der Verleihung des Europäischen St-Ulrich-Preises am 15. Juli 2016 in Dillingen a. d. Donau finden Sie untenstehend als pdf-Datei zum Herunterladen.

Kardinal Marx zum Anschlag in Nizza

15. July 2016 - 14:59
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft ComECE. Kardinal Reinhard Marx, erklärt zum gestrigen Anschlag in Nizza (14. Juli 2016):

„Frankreich ist gestern Abend erneut zum Ort eines offensichtlich terroristischen Anschlags geworden. Mehr als 80 Menschen haben den Tod gefunden. Entsetzt und traurig stehen wir vor diesem Akt der Gewalt. Meine Gedanken und Gebete sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und Freunden.

Und ich bleibe überzeugt: Die europäische Zivilisation, die Kultur der Freiheit, zu der die französische Nation so vieles beigetragen hat, lässt sich durch die Gewalt nicht unterkriegen.“

Kirchenstatistik 2015

15. July 2016 - 11:58
Die 27 deutschen (Erz-)Diözesen und die Deutsche Bischofskonferenz veröffentlichen heute (15. Juli 2016) die aktuelle Kirchenstatistik für das Jahr 2015. Demnach machen die Katholiken in Deutschland 29 Prozent der Gesamtbevölkerung aus (23.761.806 Kirchenmitglieder).

Die Zahl der Pfarreien in Deutschland beträgt 10.817 (2014: 10.911). Erstmals seit mehreren Jahren ist die Zahl der Taufen mit 167.226 leicht gestiegen (2014: 164.833), ebenso die Zahl der Trauungen mit 44.298 (2014: 44.158). Bei den anderen Sakramenten sind leichte Rückgänge zu verzeichnen. Im vergangenen Jahr konnte die katholische Kirche in Deutschland 2.685 Eintritte (-124 im Vergleich zu 2014) und 6.474 Wiederaufnahmen (+160 im Vergleich zu 2014) verzeichnen.

Die Zahl der Kirchenaustritte ist in 2015 auf 181.925 (2014: 217.716) gesunken. Die Gesamtzahl der Priester liegt bei 11.963 (2014: 12.219). Die Zahl der Ständigen Diakone ist mit 3.304 leicht gestiegen (2014: 3.236).

Zur Statistik erklärt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx:
„Die Statistik 2015 zeigt, dass die Kirche in Deutschland nach wie vor eine starke Kraft ist, deren Botschaft gehört und angenommen wird. Es gibt offensichtlich nicht nur ein Interesse, sondern auch einen aktiven Wunsch nach den Sakramenten der Kirche, wie das leichte Plus bei Taufen und Trauungen belegt. Auch wenn die Zahl der Kirchenaustritte im Vergleich zum Jahr 2014 durchaus zurückgegangen ist, muss uns die dennoch hohe Ziffer weiterhin anhalten, in unserem seelsorglichen Bemühen nicht nachzulassen. Wir brauchen eine ‚anspruchsvolle Pastoral‘, die den unterschiedlichen Lebenswelten der Menschen gerecht werden will und die Hoffnung des Glaubens überzeugend weitergibt. Der Abschluss der Bischofssynode im vergangenen Jahr und das Apostolische Schreiben Amoris laetitia von Papst Franziskus sind dazu wichtige Wegweiser.

Die nüchternen Zahlen drücken aber auch aus, dass die Kirche in unserem Land ein integraler Bestandteil der Gesellschaft ist. Auf der Grundlage dieser Statistik werden wir unseren pastoralen Einsatz weiterentwickeln. Dazu ist bereits viel in den Bistümern geschehen. Ich denke auch an den im vergangenen Jahr abgeschlossenen Dialogprozess, der zu einer inneren Erneuerung der Kirche beigetragen hat. Papst Franziskus macht uns Mut, wenn er sagt, dass der Weg der künftigen Kirche der Weg einer ‚synodalen Kirche‘ ist. Das bedeutet: Alle Gläubigen sind gefragt, Laien und Priester! Gemeinsam werden wir auch in Zukunft Zeugnis von unserem Glauben ablegen und das Evangelium mit Überzeugungskraft verkündigen.“

Hinweise: Die Eckdaten des Jahres 2015 finden Sie untenstehend zum Herunterladen. Die Datei „Eckdaten des Kirchlichen Lebens in den Bistümern Deutschlands“ sowie die vergleichende Tabelle „Eckdaten des Kirchlichen Lebens in den Bistümern Deutschlands, 1995 und 2015“ sind auch in der Rubrik Zahlen und Fakten verfügbar. Die Arbeitshilfe „Katholische Kirche in Deutschland. Zahlen und Fakten 2015/2016“ (= Arbeitshilfen Nr. 287) erscheint Anfang August 2016.

Jugendliche aus aller Welt diskutieren beim Weltjugendtag

14. July 2016 - 13:17
Wie können sich junge Christinnen und Christen aus ihrem Glauben heraus für eine gerechte Zukunft einsetzen? Diese Frage diskutieren Jugendliche und junge Erwachsene aus der ganzen Welt beim International Youth Hearing des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und der polnischen katholischen Jugendorganisation Katolickie Stowarzyszenie Młodzieży (KSM) in Kooperation mit Renovabis und Misereor während des Weltjugendtags, der vom 26. bis zum 31. Juli 2016 in Krakau (Polen) stattfindet. Am Mittwoch, 27. Juli 2016, von 14.00 bis 17.00 Uhr wird dabei das Leitwort des Weltjugendtags „Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden“ (Mt 5,7) Ausgangspunkt der Diskussion sein.

„Als junge Katholikinnen und Katholiken leben wir nicht im luftleeren Raum, sondern in einer Welt, die an vielen Stellen ungerecht ist. Auf Grundlage des Evangeliums wollen junge Menschen aktiv daran arbeiten, dass die Welt besser wird. Dafür bietet das International Youth Hearing ein Forum“, erläutert Wolfgang Ehrenlechner, BDKJ-Bundesvorsitzender.

Die Dialogveranstaltung fügt den geistlichen und katechetischen Dimensionen des Weltjugendtags eine politische hinzu. „Junge Menschen können hier erfahren, dass sie in ihrem Engagement nicht allein sind. Auf der ganzen Welt setzen junge Menschen die Barmherzigkeit Gottes in konkrete Taten um“, erläutert Magdalena Orańska, Diözesansekretärin des polnischen Partners KSM im Erzbistum Wrocław. „Junge Menschen haben einen ausgeprägten Sinn für Recht und Unrecht in der Welt. Wir sind gespannt auf ihre Meinungen und Lösungen für eine gerechtere und barmherzige Welt“, ergänzt Wolfgang Ehrenlechner.

Das International Youth Hearing ist Teil des offiziellen Programms des Weltjugendtags und lädt die Teilnehmenden zum Dialog ein. Nach einem Impuls, der die Verbindung zwischen Glauben und dem Einsatz für eine gerechte Welt aufzeigt,  präsentieren Gruppen aus Syrien, Brasilien, Polen und Deutschland ihr Engagement in verschiedenen Bereichen. Später tauschen sich die jungen Menschen in kleineren Gruppen zu den Themen Gleichberechtigung, Frieden, Integration und Umwelt aus. Die Veranstaltung endet mit der Präsentation der Gruppenergebnisse.

Der BDKJ lädt seit dem Weltjugendtag 2005 in Köln Jugendliche während des Weltjugendtags zum International Youth Hearing ein. Programm, Ablauf und Informationen sind auf der Internetseite des BDKJ unter www.bdkj.de/IYH und auf der Facebook-Veranstaltung verfügbar.

Hinweise:
  • Ort: University of Science and Technology, AGH, Gebäude D-14, ul. Antoniego Gramatyka 10, 30-962 Krakau, Polen.
  • Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Teile davon werden simultan auf Deutsch und Polnisch übersetzt.
  • Um eine Voranmeldung per E-Mail an presse(at)bdkj.de wird gebeten.
  • Ausführliche Informationen rund um den Weltjugendtag, die Liste der teilnehmenden deutschen Bischöfe, die Programmstruktur sowie Hintergrundinformationen sind im Dossier „Weltjugendtag 2016“ verfügbar.
  • Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen deutschen Internetseite des Weltjugendtages unter www.wjt.de sowie auf der polnischen Internetseite des Weltjugendtags – www.krakow2016.com/de.

Erzbischof Dr. Stefan Heße reist in den Libanon

14. July 2016 - 12:23
Der Sonderbeauftragte für Flüchtlingsfragen der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Stefan Heße, reist vom 15. bis zum 18. Juli 2016 nach Beirut (Libanon). Erzbischof Heße will sich vor Ort darüber informieren, wie die Aufnahme der Flüchtlinge organisiert ist und welche Herausforderungen und Schwierigkeiten es gibt. Darüber hinaus möchte er den Flüchtlingen Solidarität zeigen und die Leistung der Menschen und Hilfswerke würdigen. Insbesondere die Caritas leistet vor Ort eine unverzichtbare Hilfe, ebenso sind die Malteser stark engagiert.

Der Libanon hat seit Beginn des Krieges in Syrien mehr als 1,2 Millionen Flüchtlinge aufgenommen – bei einer Bevölkerung von gut 4,6 Millionen Menschen. Schwerpunkt der Reise wird der Besuch von verschiedenen Flüchtlingsunterkünften in der Bekaa-Ebene sein, wo Erzbischof Heße mit Flüchtlingsfamilien zusammentrifft. Weitere Begegnungen sind unter anderem mit der „Adyan-Stiftung“ für interreligiöse Studien und spirituelle Solidarität und dem „Jesuit Refugee Service“ geplant.

„Ich möchte mit der Reise ein Zeichen der Solidarität und Unterstützung setzen“, so Erzbischof Heße. Die starke Präsenz der katholischen Kirche im Libanon mit Unterstützung aus zahlreichen Ländern zeigt, dass wir die Menschen vor Ort nicht allein lassen. Gleichzeitig ist es gut, das Ausmaß der Hilfsbereitschaft der libanesischen Gesellschaft selbst zu erleben“, so Erzbischof Heße.

Hinweise für Medienvertreter: Weitere Informationen sind auf der Internetseite www.fluechtlingshilfe-katholische-kirche.de unter „Reise in den Libanon“ verfügbar. Während der Reise von Erzbischof Dr. Stefan Heße sind kürzere Interviews je nach Programm möglich. Anfragen richten Sie bitte an die Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz (E-Mail: pressestelle@dbk.de). Fotomaterial der Reise ist kostenpflichtig abrufbereit bei KNA-Bild, Telefon: 0228/26000-192, www.kna-bild.de.

Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm nehmen zur Situation von Christen in Asylbewerberunterkünften Stellung

12. July 2016 - 11:59
In einer gemeinsamen Stellungnahme vom heutigen Tag (12. Juli 2016) äußern sich die Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zur Situation von christlichen Flüchtlingen und Angehörigen religiöser Minderheiten in deutschen Asylbewerberunterkünften. Um ein genaueres Bild der Lage zu gewinnen, haben die Deutsche Bischofskonferenz und die EKD in den zurückliegenden Monaten Umfragen unter den (Erz-)Diözesen und Landeskirchen sowie bei den kirchlichen Organisationen, die mit der Unterbringung von Flüchtlingen befasst sind, unternommen.

Die Stellungnahme der Vorsitzenden präsentiert auch eine Reihe von Empfehlungen, die darauf abzielen, die Voraussetzungen für ein friedliches Zusammenleben in den Flüchtlingsunterkünften zu verbessern. Die Vorschläge richten sich sowohl an die Verantwortlichen in Flüchtlingsunterkünften als auch an Bund, Länder und Kommunen. Die Vorsitzenden bitten nachdrücklich darum, „dass Missstände abgestellt und problematische Strukturen überwunden werden. So wird dem friedlichen Zusammenleben in unserem Land ein guter Dienst erwiesen“.

Hinweise:
  • Die Stellungnahme von Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm ist untenstehend als pdf-Datei verfügbar.
  • Alle Informationen rund um das kirchliche Engagement für Flüchtlinge sind auf der Internetseite www.fluechtlingshilfe-katholische-kirche.de zu finden.

XXXI. Weltjugendtag 2016 in Krakau

8. July 2016 - 9:52
In 18 Tagen startet im polnischen Krakau der XXXI. Weltjugendtag unter dem Leitthema „Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden“ (Mt 5,7). Neben Papst Franziskus werden rund 1,5 Millionen junge Pilger in Krakau erwartet. Rund 16.000 deutsche Teilnehmer werden gemeinsam mit 27 Bischöfen in das Nachbarland reisen. Der Weltjugendtag beginnt offiziell mit einem Eröffnungsgottesdienst am Dienstag, 26. Juli 2016, dem der Erzbischof von Krakau, Kardinal Stanisław Dziwisz, vorsteht. Papst Franziskus feiert am Sonntag, 31. Juli 2016, mit allen Pilgern gemeinsam den Abschlussgottesdienst. Alle deutschen Pilger werden am Mittwoch, 27. Juli 2016, am Sanktuarium der Göttlichen Barmherzigkeit in Krakau-Łagiewniki einen Deutschen Pilgerabend mit anschließender Jugendvesper feiern mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann (Speyer), Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz. „Papst Franziskus hat die Botschaft der Barmherzigkeit dieses Jahr in den Fokus des Weltjugendtages gerückt“, betont Bischof Wiesemann. „Ich hoffe, dass davon ein starker Impuls des Aufbruchs und der Erneuerung ausgehen wird.“

Herzlich laden wir alle Medienvertreter ein zu folgenden Terminen:

Auftakt-Pressekonferenz
am Dienstag, 26. Juli 2016, um 13.00 Uhr
im Goethe-Institut Krakau
(Rynek Główny 20, Krakau)
Abschluss-Pressekonferenz
am Samstag, 30. Juli 2016, um 11.00 Uhr
im Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Krakau
(ul. Stolarska 7, Krakau).

Bei den Pressekonferenzen stehen Ihnen als Gesprächspartner zur Verfügung:
  • Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann (Speyer), Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz,
  • Paul Metzlaff, Referent für Glaubensbildung in der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj),
  • Pfarrer Dirk Bingener, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ),
  • sowie zwei junge Erwachsene aus dem Bistum Rottenburg-Stuttgart, die beim Weltjugendtag in Krakau teilnehmen: Magdalena Hartmann (19 Jahre) und Jonas Lixenfeld (19 Jahre).
Ausführliche Informationen rund um den Weltjugendtag, die Liste der teilnehmenden deutschen Bischöfe, die Programmstruktur sowie Hintergrundinformationen sind im Dossier „Weltjugendtag 2016“ und untenstehend als Download verfügbar. Bischof Wiesemann freut sich besonders auf die Momente des gemeinsamen Betens. „Wenn so viele junge Menschen auf einmal ganz still werden, dann entsteht dieses wunderbare Gefühl der Gemeinschaft im Glauben.“ Kein Wort sei mehr nötig, keine großen Gesten, sondern allein die Besinnung auf Gott und sein Erbarmen. „Ich wünsche mir, dass ein bisschen von diesem Frieden und dieser Eintracht in die Welt hinausstrahlt. Wir wollen ein Zeichen setzen für alle Menschen“, so Bischof Wiesemann. Für ihn persönlich sei zudem die Gestalt des hl. Johannes Paul II. mit dem Weltjugendtag in Polen verbunden. „Für mich war dieser Papst ein großes Vorbild und Motivator, als ich selbst noch junger Theologiestudent war.“ Die Kirche verdanke ihm die Initiative für die Weltjugendtage. „Dieser polnische Papst war ein Kämpfer für die europäische Integration“, betont der Jugendbischof. „Es tut uns gut, in Zeiten der wachsenden Nationalismen immer wieder an Lichtgestalten und Vorkämpfer des länderübergreifenden Dialogs erinnert zu werden.“ Paul Metzlaff, Referent für Glaubensbildung in der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj), freut sich über die große Zahl der jugendlichen Teilnehmer. „Viele haben sich intensiv auf das Gastgeberland Polen, die deutsch-polnische Geschichte, aber vor allem auch auf das Thema der Barmherzigkeit Gottes vorbereitet.“ Die Auslieferung der Pilgerhüte und -bücher hat vergangene Woche begonnen – die Vorfreude steige bei den Beteiligten jetzt spürbar. „In Krakau laufen die Vorbereitungen in vollen Zügen, um für die Ankunft der Pilger bestens vorbereitet zu sein“, ergänzt Bianka Mohr, Leiterin der afj, und weist auf die Möglichkeit einer Last-Minute-Registrierung für den Weltjugendtag hin. Der Bundespräses des BDKJ, Pfarrer Dirk Bingener, betont die gesellschaftliche Dimension des Weltjugendtags. „Die derzeitigen politischen Ereignisse machen deutlich, wie wichtig es ist, sich auf europäischer und internationaler Ebene zu begegnen, um gemeinsam und solidarisch die Herausforderungen zu meistern, die vor uns liegen“, stellt Pfarrer Bingener fest. „Der Austausch, das Gebet und die Begeisterung so vieler junger Menschen auf dem bevorstehenden Weltjugendtag werden dazu ein wichtiges und ermutigendes Zeichen aussenden.“ Unmittelbar vor dem Weltjugendtag in Krakau finden die „Tage der Begegnung“ (20. bis 25. Juli 2016) in den polnischen (Erz-)Bistümer statt. Die Pilger können während dieser Zeit die Menschen aus den unterschiedlichen polnischen (Erz-)Bistümern kennenlernen und werden jungen Menschen aus vielen Nationen begegnen. Das Organisationskomitee des Weltjugendtags versteht sein Land in dieser Zeit als „Campus Misericordiae“ – „Feld der Barmherzigkeit“. Das International Youth Hearing vom BDKJ und dem polnischen Jugendverband Katolickie Stowarzyszenie Młodzieży (KSM) in Kooperation mit Renovabis und Misereor ist eine Dialogveranstaltung für die Teilnehmenden des Weltjugendtags und findet am Mittwoch, 27. Juli 2016, von 14.00 bis 17.00 Uhr in der Wissenschaftlich-Technischen Universität Krakau statt. Beim International Youth Hearing diskutieren junge Menschen entwicklungspolitische Themen und deren Verknüpfung zum eigenen Glauben und Handeln. Thematische Grundlage ist der Zusammenhang von Barmherzigkeit und Gerechtigkeit. Der Austausch mit jungen Menschen aus der ganzen Welt soll Inspiration und Motivation für die Teilnehmenden sein, sich weiter in ihren Bezügen zu engagieren. Die Veranstaltung ist in englischer Sprache.

Hinweise:
  • Wir bitten um eine kurze formlose Anmeldung, wenn Sie an den Pressekonferenzen teilnehmen möchten per E-Mail an pressestelle(at)dbk.de.
  • Ausführliche Informationen rund um den Weltjugendtag, die Liste der teilnehmenden deutschen Bischöfe, die Programmstruktur sowie Hintergrundinformationen sind im Dossier „Weltjugendtag 2016“ verfügbar.
  • Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen deutschen Internetseite des Weltjugendtages unter www.wjt.de sowie auf der polnischen Internetseite des Weltjugendtags – www.krakow2016.com/de.
  • Weitere Informationen zum International Youth Hearing sind unter www.bdkj.de/iyh verfügbar.
  • Unter www.renovabis.de sind weitere Informationen sowie Gesprächspartner zu finden.

44. Treffen der Generalsekretäre der Europäischen Bischofskonferenzen beendet

4. July 2016 - 15:20
Schwerpunktthema des 44. Treffens der Generalsekretäre der Europäischen Bischofskonferenzen war die Solidarität als konkrete Form der Barmherzigkeit. Vom 30. Juni bis 3. Juli 2016 befassten sich die Generalsekretäre in Berlin mit drei Fragen der Solidarität der Kirche in Europa: 1. Aufnahme und Integration von Migranten und Flüchtlingen, 2. Familien im Licht des Nachsynodalen Schreibens Amoris laetitia und der beiden vergangenen römischen Bischofssynoden sowie 3. die Solidarität unter den einzelnen Bischofskonferenzen. Darüber hinaus wurde über aktuelle Fragestellungen zum Brexit und zur Zukunft der Europäischen Union diskutiert.

Die Tagung wurde am Donnerstag, 30. Juni 2016, vom Generalsekretär des Rates der Europäischen Bischofkonferenzen (CCEE), Msgr. Duarte da Cunha, eröffnet. In seiner Begrüßung betonte er, dass der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen nicht nur allgemein eine kirchliche Einrichtung sei, sondern einen spezifischen Raum biete, in dem Repräsentanten der Kirche in Europa Fragestellungen aus verschiedenen Perspektiven diskutieren könnten. Eine grundsätzliche Herausforderung sei es, die soziale und kirchliche Einigkeit in einer pluralistischen Welt zu fördern. Der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, P. Dr. Hans Langendörfer SJ, stellte den Generalsekretären die Kirche in Deutschland vor.

Bei einem Austausch mit Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz und Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (ComECE), betonte dieser die engen Beziehungen, die seit jeher das Christentum mit der europäischen Kirche verbinde: „Was wir brauchen, ist eine Erneuerung der Evangelisierung. Dazu müssen wir das Evangelium und unseren Einsatz für Europa miteinander verbinden. Das Evangelium ist eine, ja die zentrale Botschaft für den europäischen Kontinent. Wir können Europa nicht verstehen ohne unseren Glauben, das Evangelium. Und: Wir können die Kirche nicht verstehen ohne die Geschichte der Freiheit, die wir auf diesem Kontinent erlebt haben. Der Weg der Kirche ist der Auftrag, Menschen zum verantwortlichen Umgang mit der Freiheit zu ermutigen und anzuleiten. Dazu ist es notwendig, die Qualität unserer Arbeit immer im Blick zu haben. Denn nur von dieser Qualität aus können wir die Menschen erreichen.“

Der Freitagvormittag (1. Juli 2016) diente der Vertiefung des Themas Flüchtlingshilfe. Der Bundesminister des Innern, Dr. Thomas de Maizière, erläuterte die deutsche Einwanderungspolitik und die Schwierigkeiten, sich auf eine gemeinsame, europaweite Einwanderungspolitik zu einigen – auch im Hinblick auf die größer gewordene, unbegründete Angst vor Flüchtlingen, die teils zu Ausbrüchen echten Fremdenhasses führten. De Maizière wies darauf hin, dass manche Schwierigkeiten auch von der Sprache herrührten, mit der die Flüchtlingsbewegung beschrieben würde. „Sie berührt nicht mehr die Herzen und den Geist der Menschen“, sowohl der Bürger Europas als auch der Migranten auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Viel zu oft, darin waren sich die Generalsekretäre einig, werde das Phänomen der Migranten als „Krise“ anstatt als Chance für die Länder bezeichnet. Ebenso wie in Deutschland werde auch in anderen Ländern der „außergewöhnliche“ und großzügige Beitrag anerkannt, mit dem die Kirche auf die Notsituation der Flüchtlinge antworte, so de Maizière.

In ihren Vorträgen berichteten der Patriarch von Antiochien, Ignazio Giuseppe III. Younan, und der Delegierte des SCEAM-SECAM (Symposium der Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar), Bischof Jean-Vincent Ondo Eyene (Oyem/Gabun), von dem Leid und der Not derer, die sich in der Hoffnung auf Zuflucht auf den Weg nach Europa machen.

Am Freitagnachmittag berichtete Erzbischof Dr. Heiner Koch (Berlin), Vorsitzender der Kommission für Ehe und Familie der Deutschen Bischofskonferenz, von seinen Erfahrungen bei der Bischofssynode über die Familie (Oktober 2015). Für ihn liege die größte Herausforderung darin, den Menschen das Sakrament der Ehe und das Verständnis einer christlichen Ehe nahezubringen. Der Generalsekretär des CCEE, Msgr. Duarte da Cunha, berichtete, wie die einzelnen Bischofskonferenzen die Vorgaben umsetzen wollen, die Papst Franziskus in seinem Nachsynodalen Schreiben Amoris laetitia benennt. Es zeige sich, dass die Bischofskonferenzen den Fokus auf die Ehevorbereitung legen. Dabei sei die Familie als Ursprung und Ziel einer zentralen seelsorgerischen Handlung der Kirche hervorzuheben.

Zum Thema der Solidarität unter den einzelnen Bischofskonferenzen, wie es sich in der Dynamik der kirchlichen Synodentätigkeit ausdrückt, hielt der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, einen Vortrag. „Die Synodalität ist kirchliche Haltung und Praxis zugleich, die mit der Einrichtung der Bischofssynode konkrete Form annimmt. Sie ist eine Dimension des kirchlichen Lebens, die die Wahrung der Einheit der Kirche auch in der Diversität des Ausdrucks und der seelsorgerischen Antworten ermöglicht.“ Die Diskussion wurde am Samstag, 2. Juli 2016, fortgesetzt. Darüber hinaus berichteten auch die CCEE, die ComECE sowie einzelne Generalsekretäre zum Thema der Solidarität zwischen den einzelnen Bischofskonferenzen. Sie betonten, dass Freude, Leid und Hoffnungen einer Bischofskonferenz auch für alle anderen von Interesse seien und somit ebenfalls in deren Verantwortung liegen. Das Treffen endete am Sonntag, 3. Juli 2016, mit einer Heiligen Messe in der St.-Hedwigs-Kathedrale, der Erzbischof Koch vorstand.

Generalvikar Dr. Georg Bätzing wird neuer Bischof von Limburg

1. July 2016 - 11:30
Papst Franziskus hat heute (1. Juli 2016) den Generalvikar des Bistums Trier, Msgr. Dr. Georg Bätzing, zum neuen Bischof des Bistums Limburg ernannt.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, gratuliert dem künftigen Bischof von Limburg. Er sei froh, dass mit der Ernennung die lange Vakanz des Bistums Limburg ein Ende finde. Mit der Ernennung von Msgr. Dr. Bätzing habe der Heilige Stuhl eine Persönlichkeit ausgewählt, „die für diese in vielfacher Hinsicht besonders herausfordernde Aufgabe die besten Voraussetzungen mitbringt. Deine solide theologische Ausbildung und Promotion, Deine verschiedenen Tätigkeiten in der Pfarreiseelsorge und Deine langjährige Erfahrung in der Priesterausbildung sind gute Grundlagen für den künftigen Dienst“, schreibt Kardinal Marx. Er erinnert in seinem Brief auch an die Arbeit als Generalvikar und hebt seine Tätigkeit als Wallfahrtsleiter der Trierer Heilig-Rock-Tage hervor, bei denen es ihm überzeugend gelungen sei, „in Predigt und Gebet die Menschen anzusprechen: Gläubige wie Suchende, über die Generationen hinweg“.

Kardinal Marx geht in seinem Brief auch auf die Situation im Bistum Limburg ein. „Nach den schweren Zeiten für das Bistum Limburg, das durch die öffentlichen Debatten wegen mancher Fehlentscheidungen in der Leitung und des damit verbundenen menschlichen Versagens tief gezeichnet ist, bin ich dankbar, dass Du zur Wahl durch das Domkapitel Ja gesagt hast und Dich der neuen Verantwortung stellst.“ Er fügt hinzu: „Ich vertraue darauf, dass mit Deinen reichen Erfahrungen die gute Konsolidierung des Bistums, die der Apostolische Administrator Weihbischof Manfred Grothe begonnen hat, fortgesetzt werden kann. Gleichzeitig bin ich mir sicher, dass Du in einem guten Dialog mit den Gläubigen und den verantwortlichen Gremien im Bistum Deine Leitungsverantwortung in einer Atmosphäre des wechselseitigen Respekts ausüben wirst, wonach sich die Diözese so sehr sehnt.“

Msgr. Dr. Georg Bätzing wurde 1961 in Kirchen geboren und wuchs in Niederfischbach an der Sieg auf. Nach der Priesterweihe 1987 war er Kaplan in Klausen und Koblenz, drei Jahre später wurde er Subregens am Priesterseminar in Trier, das er mehr als zehn Jahre als Regens leitete. 2007 übernahm Msgr. Dr. Bätzing die Leitung der Heilig-Rock-Wallfahrt in Trier, seit 2012 ist er Generalvikar des Bistums Trier.

Impulsheft „Mittendrin“ bietet Augenblicke der Besinnung

1. July 2016 - 9:09
Erneut veröffentlichen die katholische und evangelische Kirche in Deutschland ein geistliches Begleitbuch für die deutschen Athleten bei den Olympischen Sommerspielen (5. bis 21. August 2016) und den Paralympics (7. bis 18. September 2016) im brasilianischen Rio de Janeiro. „Wer die Anspannung und Hektik der Spiele kennt, weiß, wie wichtig Augenblicke der Ruhe und Besinnung sind, um neue Kräfte zu sammeln“, heißt es in dem Impulsheft „Mittendrin“. Das Heft wird allen Sportlern in diesen Tagen bei der Einkleidung des olympischen Teams in Hannover ausgehändigt.

Olympische Spiele und Paralympics seien mehr als Sportereignisse, schreiben der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strom, im Vorwort. „Sie finden nicht im luftleeren Raum statt, sondern haben stets auch etwas mit dem Land zu tun, das sie ausrichtet.“ Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strom verweisen auf die doppelte Seite Brasiliens: Neben Stränden, wertvollen Naturschutzgebieten und Sambagruppen seien auch die Favelas – voller Menschen mit geringen Chancen im Leben – Teil des Landes. Beide Kirchen weisen mit eigenen Projekten wie „Olympia in Brasilien – Menschen im Fokus“ und „Rio bewegt. Uns.“ darauf hin, dass Hoffnung und Frieden, Fairness und Nachhaltigkeit, Erfolg und Leistung erhofft werden „in einem Land großer sozialer Spannungen“.

Das Impulsheft „Mittendrin“ ist als geistliches Trainingsbuch gedacht und bietet den Sportlern biblische Texte, Gebete und Meditationen. „Mögen Sie Ihnen eine Anregung zur Besinnung und zum Innehalten und Verweilen sein“, wünschen Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strom im Geleitwort und erklären: „Wer in Momenten höchster Anspannung lebt, braucht Augenblicke der Entspannung und Ruhe, um neue Kraft zu tanken. Deshalb haben die Olympiaseelsorger diese Mittendrin-Broschüre zusammengestellt.“

Auch in diesem Jahr werden Seelsorger beider Kirchen den Sportlern zur Seite stehen. „Sie sind jederzeit für Sie da, bieten Gottesdienste im Athletendorf und im Deutschen Haus an und stehen auch für vertrauliche Gespräche zur Verfügung“, heißt es dazu im Vorwort. Für die katholische Kirche sind Diakon Rolf Faymonville und der deutsche Auslandspfarrer in Rio de Janeiro Georg Pettinger präsent, von evangelischer Seite die Pfarrer Thomas Weber und Christian Bode. Seit 1972 entsenden die katholische und evangelische Kirche Seelsorger zu den Olympischen Spielen.

Hinweise:
Die Broschüre „Mittendrin“ kann in der Rubrik „Veröffentlichungen“ sowie unter www.ekd.de als pdf-Datei heruntergeladen werden. Medienkontakte zu den Olympiaseelsorgern können über die Pressestellen der Deutschen Bischofskonferenz und der EKD angefragt werden.

Jahrestagung Weltkirche und Mission diskutierte über christlich-muslimischen Dialog

29. June 2016 - 12:42
Der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), fordert von Christen und Muslimen ein verstärktes gemeinsames Engagement für den Frieden. „Wir müssen die guten Kräfte aus dem Islam, dem Christentum und anderen Religionen, die sich für den Frieden einsetzen, zusammenbringen.“ Diese Auffassung vertrat Erzbischof Schick bei der Jahrestagung Weltkirche und Mission, die vom 27. bis 29. Juni 2016 unter dem Thema „Der Dialog mit dem Islam – Grundlegung, Chancen und Herausforderungen“ in Würzburg stattfand. „Wir müssen zeigen, dass wir keine Gewalt, keinen Terror, kein Morden, keinen Krieg im Namen irgendeiner Religion wollen und auch nicht wollen dürfen. Denn Religion bedeutet ‚Bindung an Gott‘ – und der ist ein Gott des Friedens“, so Erzbischof Schick.

Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz sowie aller in der weltkirchlichen Arbeit in Deutschland tätigen Ordensgemeinschaften, Bistümer, Werke und Verbände diskutierten bei der diesjährigen Tagung Fragen des christlich-muslimischen Dialogs. Dessen Grundlegung wurde von Pater Prof. Dr. Felix Körner SJ (Rom) skizziert. Ausgehend von Papst Paul VI. und dem Zweiten Vatikanischen Konzil zog er eine Linie bis hin zu Papst Franziskus. In einer zunehmend säkularen Welt lebe dieser eine Solidarisierung der Glaubenden exemplarisch vor, wenn er Muslime bitte, für ihn zu beten. Für eine solche Solidarisierung sei das interreligiöse Gespräch eine Voraussetzung. „Der Dialog mit Muslimen hat meinen Wunsch bestärkt, die Welt gemeinsam aus dem Glauben heraus zu gestalten“, so Pater Körner.

Anschließend debattierten die beiden katholischen Theologen Pater Körner und Dr. Timo Güzelmansur (Christlich-Islamische Begegnungs- und Dokumentationsstelle CIBEDO, Frankfurt) mit ihren muslimischen Kolleginnen Prof. Dr. Armina Omerika (Universität Frankfurt) und Hamideh Mohagheghi (Universität Paderborn) über theologische und praktische Aspekte des Dialogs. Prof. Omerika würdigte das Entstehen von Lehrstühlen für islamische Theologie an staatlichen deutschen Hochschulen in den vergangenen 15 Jahren als weltweit einzigartiges Projekt. Die Tatsache, dass heute christlich-muslimischer Dialog auf Augenhöhe in deutscher Sprache geführt werden könne, bezeichnete Pater Körner als „Meilenstein“ auf dem Weg des Dialogs.

Beispiele aus der weltkirchlichen Praxis bereicherten die Jahrestagung. „Es geht um mehr als nur Dialog, es geht um umfassende Beziehungen auf der Basis gemeinsamer Menschen- und Bürgerrechte“, sagte Pater Prof. Dr. Fadi Daou, Präsident der in Beirut (Libanon) ansässigen „Adyan“-Stiftung zur Förderung des interreligiösen Dialogs. Die ebenfalls aus dem Libanon angereiste muslimische Theologin Dr. Nayla Tabbara formulierte Ansätze einer islamischen Theologie der anderen Religionen, die sie aus einer Zusammenstellung aller relevanten Koranstellen ableitete: „Diversität ist der Wille Gottes“, so Dr. Tabbara. Pater Adrien Sawadogo MAfr aus Mali berichtete von einer Erosion des traditionellen afrikanischen Islam, die er als „Entafrikanisierung“ bezeichnete. Dadurch gehe, so der Direktor des Instituts für Christlich-Islamische Bildung in Bamako, der gastfreundliche und tolerante Charakter des afrikanischen Islam verloren. Durch den Einfluss eines puristischen und rigoristischen Islam arabischer Prägung würden der soziale Zusammenhalt und das bislang gute Zusammenleben von Christen und Muslimen gefährdet.

In einer aktuellen Stunde wurde die momentane Situation in Syrien und im Irak beleuchtet. Dr. Oliver Müller (Caritas international, Freiburg), Erzbischof Schick und Prof. Dr. Harald Suermann (Missionswissenschaftliches Institut, Aachen) berichteten über ihre jüngsten Reisen in die Region. Hervorgehoben wurden das Engagement internationaler katholischer Hilfsorganisationen vor Ort sowie die enormen Kraftanstrengungen der lokalen christlichen Gemeinden bei der Unterstützung der vielen Flüchtlinge.

Beim Festgottesdienst zum Hochfest Peter und Paul wurde besonders der Opfer der Terroranschläge vom vergangenen Montag in dem von Christen bewohnten libanesischen Dorf al-Qaa sowie des gestrigen Anschlags am Flughafen in Istanbul gedacht. Erzbischof Schick verurteilte die Anschläge als barbarische Akte der Gewalt. Christen und Muslime seien aufgerufen, sich gemeinsam jeglichen Verbrechen entschieden entgegen zu stellen, die unter missbräuchlicher Berufung auf Gott begangen würden. Auch hier spiele der Dialog eine wichtige Rolle, so Erzbischof Schick in seiner Predigt. „Im Dialog wächst die Anerkennung der Würde eines jeden und seiner Rechte. Im Dialog entwickeln sich Frieden und Liebe.“

Hinweise:
Veranstalter der Jahrestagung ist die „Konferenz Weltkirche“, in der die Deutsche Bischofskonferenz, die deutschen (Erz-)Bistümer, die Hilfswerke, die Deutsche Ordensobernkonferenz (DOK), die Verbände, das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und andere weltkirchlich tätige Einrichtungen zusammenarbeiten.

Weitere Informationen zur Jahrestagung und zum Thema „Interreligiöser Dialog“ sind auf der Internetseite der „Konferenz Weltkirche“ unter www.weltkirche.katholisch.de verfügbar.

TelefonSeelsorge wird 60 Jahre alt

28. June 2016 - 13:59
Die von der katholischen und evangelischen Kirche getragene TelefonSeelsorge wird 60 Jahre alt. 1956 in Berlin gegründet, ist daraus heute ein bundesweites Netzwerk mit 105 örtlichen Stellen geworden. Etwa 7.500 Ehrenamtliche, die durch Fachkräfte umfassend ausgebildet und begleitet werden, leisten in den Stellen rund um die Uhr den Dienst am Telefon. Sie führen rund 1.800.000 Seelsorge- und Beratungsgespräche im Jahr mit Menschen in akuten Krisen oder längerfristig schwierigen Lebenssituationen: Ängste, seelische und körperliche Einschränkungen und Beziehungsfragen sind die häufigsten Themen der Gespräche. Wichtigster Partner der TelefonSeelsorge ist seit 1997 die Deutsche Telekom, die die Anrufe zu den Notrufleitungen kostenfrei zur Verfügung stellt.

Aus Anlass des Weltkongresses der TelefonSeelsorge vom 19. bis 22. Juli 2016 in Aachen und einem Festakt zum 60-jährigen Bestehen der TelefonSeelsorge am 23. Juli 2016 haben die Verantwortlichen der TelefonSeelsorge heute in Köln in einem Pressegespräch ihre Arbeit vorgestellt. Dabei betonte die Vorsitzende der evangelischen Konferenz für TelefonSeelsorge, Ruth Belzner, dass es trotz aller Veränderungen in der täglichen Arbeit vor allem um das Engagement von Ehrenamtlichen gehe: „Das Eigentliche, Wertvolle dieses Angebots ist im Grundsatz seit 60 Jahren so zu beschreiben: Hier stellt ein Mensch ehrenamtlich seine Aufmerksamkeit und seine Erfahrung für die Zeit eines Gesprächs ausschließlich seinem Gegenüber zur Verfügung, denkt und fühlt mit und tut das nicht im eigenen Interesse sondern um des Anderen willen.“

Der Sprecher der katholischen TelefonSeelsorge, Michael Hillenkamp, appellierte an eine weitere breitgefächerte Unterstützung für das Angebot. Die TelefonSeelsorge sehe sich immer öfter am Rand der Wahrnehmung, „aber immer im Zentrum des christlichen Auftrags, sich den Nöten und Sorgen der Menschen zuzuwenden. Auch in der Zukunft werden die weit über 7.000 aktiven Seelsorgerinnen und Seelsorger sich mit Herz, Verstand und professioneller Kompetenz für Empathie und Solidarität einsetzen.“ Das Jubiläum der TelefonSeelsorge „ist ein Dank an die vielen ehrenamtlich Tätigen, die Tag für Tag und Nacht für Nacht ihre Zeit und ihre Energie zur Verfügung stellen“.

Im Pressegespräch informierte Dr. Stefan Schumacher, Präsident der Internationalen TelefonSeelsorge (International Federation of Telephone Emergency Services IFOTES), über den 1967 gegründeten, europäischen Verband. „Über 420 TelefonSeelsorge-Stellen mit rund 25.000 Freiwilligen sind innerhalb von IFOTES engagiert. Etwa 90 Prozent der Telefonseelsorger arbeiten 24 Stunden an allen Tagen im Jahr. Neben 4,9 Millionen Anrufen pflegen die Mitglieder von IFOTES seit 2012 jährlich über 51.000 Chatkontakte.“

Der Leiter der TelefonSeelsorge Aachen und Verantwortliche für den Weltkongress der TelefonSeelsorge, Pfarrer Frank Ertel, informierte über das Leitwort des Kongresses: „Damit das Leben weitergeht …“. Im Mittelpunkt steht in Aachen die Auseinandersetzung mit suizidalen Situationen. Allein 25 Personen werden am Kongress teilnehmen, die aus Ländern kommen, die keine TelefonSeelsorge haben. „Ziel ist, dass bei der weltweiten Vernetzung auch in Ländern wie Indien, Kamerun und Sierra Leone die Technik zur emotionalen Unterstützung und Suizidprävention genutzt werden soll“, so Ertel.

Hinweise: Die Statements zum Pressegespräch finden Sie untenstehend als pdf-Dateien zum Herunterladen sowie unter www.ekd.de, www.diakonie.de und www.telefonseelsorge.de. Weitere Informationen zum Weltkongress in Aachen sind unter www.ifotescongress2016.org verfügbar.

Forschungsverbundprojekt „Sexueller Missbrauch“ – Zwischenstand

28. June 2016 - 12:24
Die Deutsche Bischofskonferenz hat am 24. März 2014 in Bonn das interdisziplinäre Forschungsverbundprojekt „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ vorgestellt. Seitdem sind mehrere Teilprojekte angelaufen, die jetzt in einer ersten Zwischeninformation vom Forschungskonsortium um Prof. Dr. Harald Dreßing (Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim) vorgestellt wurden. Im Folgenden dokumentieren wir die Präsentation des Forschungskonsortiums, in der die Teilprojekte und Erkenntnisse aus internationalen Studien vorgestellt werden. Die Präsentation ist untenstehend als pdf-Datei verfügbar. Weitere Informationen sind im Dossier „Thema: Sexueller Missbrauch“ zu finden.

Statement von Reinhard Kardinal Marx, Präsident der ComECE, zum Referendum im Vereinigten Königreich Großbritannien

27. June 2016 - 15:29
Am vergangenen Donnerstag hat sich die Mehrheit der britischen Wähler in einem Referendum für einen Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union entschieden. Diese Entscheidung der britischen Wähler ist selbstverständlich zu respektieren, auch dann, wenn wir sie als ComECE zutiefst bedauern. Die Europäische Union ist ein solidarisches Gemeinschaftsprojekt. Ein bewusster Austritt eines Mitglieds ist deshalb schmerzhaft und hat Konsequenzen für alle. Die vielfältig bestehenden kulturellen und geistigen Bande gilt es auch in der Zukunft beizubehalten, zu nutzen und auszubauen. Wir wissen: Europa ist mehr als die Europäische Union. Die nun folgenden Schritte der konkreten Verhandlungen über den Austritt und seine Modalitäten verlangen von allen betroffenen Parteien Verantwortung und das rechte Augenmaß. Vor allem dürfen die Schwächsten und die am leichtesten Verwundbaren weder im Vereinigten Königreich noch in der Europäischen Union Opfer dieses Prozesses werden.

Nach dem Referendum ist es nun an der Zeit für Europa, nach vorne zu schauen. Die Entscheidung der britischen Wähler stellt die Europäische Union und ihre Mitgliedsstaaten vor Fragen nach ihren Zielen und ihren Aufgaben. Die Europäische Union braucht einen neuen Aufbruch. Wir müssen Europa in gewisser Weise „neu denken“. Die Überlegungen über die weitere Entwicklung der Europäischen Union müssen deshalb auf eine breite gesellschaftliche Grundlage gestellt werden. Europa und die EU sind Aufgabe aller, denn nur im Miteinander der Völker Europas werden wir eine gute Zukunft finden können. Dabei geht es auch um die Frage, wie wir den Weg zu jenem „wahren europäischen Humanismus“ wiederfinden können, den zu gehen Papst Franziskus in seiner Rede zum Karlspreis die Europäer ermuntert hat. Die Kirche will ihren Beitrag zu dieser notwendigen Diskussion über die Zukunft Europas leisten. Im Oktober 2017 wird die ComECE deshalb einen Kongress aus Anlass des 60. Jahrestags der Unterzeichnung der Römischen Verträge abhalten, um kirchliche Impulse in die Debatte über die Zukunft der Europäischen Union einzubringen.

Gleichzeitig darf die Europäische Union nicht in der Selbstreflexion stecken bleiben. Ob miteinander oder nebeneinander: Die europäischen Völker und Nationen haben eine moralische Verantwortung für die Welt, für die ärmeren Länder, für die Bewahrung der Schöpfung und die Begrenzung des Klimawandels. Rechtstaatlichkeit und die Aussicht auf ein Leben in Frieden und ein hoher Lebensstandard machen Europa zu einem Anziehungspunkt für viele Menschen. Dieser globalen Verantwortung muss die EU auch unter den geänderten politischen Bedingungen gerecht werden.

Der in manchen Ländern stärker werdende Nationalismus darf nicht noch einmal zum Schwungrad der Abgrenzung, der Feindschaft und des Unfriedens werden. Dafür werden wir als Kirche mit ganzer Kraft eintreten.

Quelle: Pressemitteilung ComECE vom 27. Juni 2016