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Verfolgte und bedrängte Christen: Deutsche Bischofskonferenz veröffentlicht Arbeitshilfe zur Lage der Christen in Nigeria

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 20. November 2017 - 12:01
Seit mehreren Jahren macht die Deutsche Bischofskonferenz mit ihrer Initiative „Solidarität mit verfolgten und bedrängten Christen unserer Zeit“ auf die Probleme der Christen in zahlreichen Ländern aufmerksam. Nachdem zuletzt die Arabische Halbinsel, Irak, Syrien und Indonesien im Mittelpunkt standen, stellt der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Ludwig Schick am Mittwoch, den 29. November 2017 um 10.30 Uhr in Berlin (Ort: Katholisches Büro, Hannoversche Str. 5, 10115 Berlin) die neue Arbeitshilfe zur Situation der Christen im Norden Nigerias vor.

Die Arbeitshilfe gibt einen Überblick über die Geschichte des Christentums und des Islam in Nigeria, erklärt aktuelle Konfliktlinien und analysiert die Hintergründe der andauernden Gewalt. Sie lässt Fachleute aus Nigeria zu Wort kommen und erläutert mit Beiträgen der Bischöfe von Jos und Sokoto die Situation im Norden des Landes. Die deutschen Bischöfe wollen durch ihre jährliche Initiative die Auseinandersetzung mit der Diskriminierung und Verfolgung von Christen, die in vielen Teilen der Welt weiter anhält, auf möglichst breiter Ebene lebendig halten.

Die Kolleginnen und Kollegen der Medien sind zur Vorstellung der Arbeitshilfe in einem Pressegespräch herzlich eingeladen. An diesem Gespräch nehmen teil:
  • Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, stellt die Arbeitshilfe vor und berichtet von seinem Besuch in Nigeria;
  • Bischof Matthew Kukah (Bistum Sokoto im Norden Nigerias) erläutert das Zusammenleben der Gläubigen der verschiedenen Religionsgemeinschaften in einer vom sunnitischen Islam geprägten Region;
  • Prälat Dr. Klaus Krämer (Aachen), Präsident des katholischen Hilfswerks Missio, informiert über das Engagement von Missio in Nigeria und über den christlich-islamischen Dialog.
Die Kolleginnen und Kollegen der Medien sind gebeten, sich für dieses Pressegespräch mit einer formlosen E-Mail (pressestelle(at)dbk.de) anzumelden.


Hintergrund: Nigeria gehört mit rund 200 Millionen Einwohnern und mehr als 400 verschiedenen ethnischen Gruppen zum bevölkerungsreichsten und kulturell vielfältigsten Land des afrikanischen Kontinents. Die Einwohner bekennen sich etwa zur Hälfte zum Christentum und zur anderen Hälfte zum Islam. Während der Süden des Landes mehrheitlich christlichen Konfessionen angehört, ist im Norden der Islam vorherrschend. Nigeria steht heute vor vielfältigen Herausforderungen. Terroranschläge und brutale Gewalt destabilisieren besonders den Norden. Trotz einiger Erfolge der Armee hat die islamistische Terrororganisation Boko Haram noch immer weite Teile des Nordostens Nigerias im Griff. Daneben tragen Überfälle nomadischer Hirten auf die Dörfer sesshafter Bauern zur Verschärfung der Situation bei.

7. Fachtagung der Deutschen Bischofskonferenz zu Fragen sexuellen Missbrauchs

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 16. November 2017 - 14:10
Mit einem Aufruf das Thema sexueller Missbrauch weiterhin aufmerksam zu verfolgen, ist heute die 7. Fachtagung der Deutschen Bischofskonferenz zu Fragen sexuellen Missbrauchs zu Ende gegangen. Unter dem Thema „,Irritierte Systeme‘ – Die Auswirkungen (des Verdachts) von sexuellem Missbrauch auf die betroffenen ‚Systeme‘ und Möglichkeiten einer qualifizierten Hilfestellung“ waren auf Einladung von Bischof Dr. Stephan Ackermann, Beauftragter für Fragen des sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich und für Fragen des Kinder- und Jugendschutzes, rund 90 Generalvikare, Personalverantwortliche sowie die Missbrauchs- und Präventionsbeauftragten der deutschen Bistümer und Ordensgemeinschaften in Köln zusammengekommen.

„Wir dürfen nicht nachlassen in unserem Bemühen, die Aufmerksamkeit für das Thema wachzuhalten, insbesondere vor dem Hintergrund von Personalwechseln in den Bistümern. Auch neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – Bischöfe eingeschlossen – müssen sich ihrer Verantwortung für dieses Thema bewusst sein und weiterhin engagiert daran arbeiten, Kirche zu einem sicheren Raum für Kinder und Jugendliche zu machen“, sagte Bischof Ackermann.

Der emeritierte Sozialpsychologe Prof. Dr. Heiner Keupp, Mitglied der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs, stellte die Frage nach der Tiefenwirkung von Präventionsinitiativen. „Schaffen diese Maßnahmen eine neue Kultur der Achtsamkeit, sind sie gelebte Wirklichkeit, die den Alltag in der Einrichtung bestimmen oder haben sie vor allem oder nur eine plakative Bedeutung nach außen?“ Gleichzeitig betonte Prof. Keupp: „Institutionen müssen sich ihrer Geschichte stellen und dafür Verantwortung übernehmen.“ Der Psychologe und Psychiater Prof. Dr. Frank Löhrer hob hervor, dass Intaktheit oder Irritation von Systemen in der Psychologie keine Gegensätze darstellten. „Eine gelingende Kommunikation ist in vielen Fällen ein geeignetes Mittel, um Irritationen erst gar nicht aufkommen zu lassen“, so Prof. Löhrer, der als Missbrauchsbeauftragter mehrerer Ordensgemeinschaften über jahrelange Erfahrungen im Bereich sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Umfeld und der damit einhergehenden Irritation von Systemen verfügt.

Die während der Fachtagung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den Diözesen vorgestellten Praxisbeispiele veranschaulichten die Problematik der tief- und weitgreifenden Erschütterung von Systemen durch den Verdacht eines sexuellen Missbrauchs. Dabei kamen auch Hilfestellungen und Möglichkeiten des Umgangs mit und der Überwindung von Irritationen zur Sprache. Die Teilnehmer waren sich dabei einig, dass ein partizipativ erarbeitetes Konzept Irritationen von Systemen positiv bewältigen kann, insbesondere dann, wenn es bereits in ein institutionelles Schutzkonzept eingebettet ist.

Pater Prof. Dr. Hans Zollner SJ, Leiter des Kinderschutzzentrums an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom, nahm die Kirche als traumatisierende und traumatisierte Institution in den Blick: „Sexueller Missbrauch im kirchlichen Raum sollte nicht zu einer Selbststilisierung als Opferinstitution führen. Die Auseinandersetzung mit einem institutionellen Trauma erfordert eine nachhaltige Aufarbeitung.“ Der Missbrauchsskandal treffe die Kirche im Kern ihres Selbstbildes und ihrer Glaubwürdigkeit. „Manche meinen, es werde schon irgendwann vorübergehen. Es geht aber darum, das Wurzelgeflecht aufzudecken, in dem Missbrauch entstehen und vertuscht werden konnte. Sexuelle Gewalt und andere Arten von Missbrauch sind systemisch gesehen Symptome für tiefliegende Missstände“, so Pater Zollner. Er fügte hinzu: „Die entscheidende Frage lautet: Wer und was will die Kirche sein? Geht es ihr um sich und ihre Sicherheiten, oder geht ihr im Angesicht des Leids von Menschen das Herz auf?“

Zum Abschluss der Tagung zeigte sich Bischof Ackermann beeindruckt von den erarbeiteten Lösungsansätzen. Er bat die Anwesenden sich weiterhin mit Engagement für die Prävention gegen sexuelle Gewalt einzusetzen. Außerdem äußerte sich Bischof Ackermann dankbar für die Arbeit des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) und der unabhängigen Aufarbeitungskommission. Er plädierte mit Blick auf die anstehenden Koalitionsverhandlungen in Berlin dafür, beides weiterzuführen: „Es sei unverzichtbar auf nationaler Ebene dauerhaft eine unabhängige Stelle im Kampf gegen sexuelle Gewalt zu haben. Denn diese trägt dazu bei, die öffentliche Auseinandersetzung mit dem Thema fortzuführen und die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen im Bemühen um Aufarbeitung und Prävention in die Pflicht zu nehmen.“

Erklärung zum ersten von Papst Franziskus ausgerufenen Welttag der Armen

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 15. November 2017 - 10:06
Auf Initiative von Papst Franziskus begeht die katholische Kirche am kommenden Sonntag (19. November 2017) den ersten Welttag der Armen. Der Papst hat diesen Welttag zum Abschluss des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit verkündet. Er soll jährlich am Sonntag vor dem Christkönigsfest begangen werden. Aus Anlass des Welttags der Armen erklären der Vorsitzende der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Franz-Josef Bode (Osnabrück), der Vorsitzende der Kommission Weltkirche, Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), und der Vorsitzende der Kommission für caritative Fragen, Erzbischof Stephan Burger (Freiburg):

„Als Vorsitzende der Pastoralkommission, der Kommission Weltkirche und der Kommission für caritative Fragen der Deutschen Bischofskonferenz unterstreichen wir die Bedeutung und Wichtigkeit des Aufrufs von Papst Franziskus zum Welttag der Armen, den er unter das Motto ‚Liebt nicht mit Worten, sondern in Taten‘ stellt. In seiner Botschaft lädt der Papst ‚die gesamte Kirche sowie alle Menschen guten Willens ein, an diesem Tag ihren Blick auf die zu richten, die mit ausgestreckter Hand um Hilfe bitten und auf unsere Solidarität hoffen.‘

Auch in Deutschland, einem der reichsten Länder der Erde, gibt es Armut. Mit Sorge sehen wir, dass nahezu jeder Fünfte in unserem Land von Armut oder dem Risiko in Armut zu fallen betroffen ist. Mit der Armut sind nicht nur finanzielle Nöte verbunden, sondern auch gesundheitliche Beeinträchtigungen, mangelndes Selbstwertgefühl und soziale Ausgrenzung, da mit materieller Armut oft der Verlust an gesellschaftlicher Teilhabe einhergeht. Politik und Gesellschaft müssen ein entschiedenes Interesse daran haben, dieser Armut entgegenzutreten.

In Jesu Worten finden wir zahlreiche Aufrufe, sich den Armen zuzuwenden und ihnen unterstützend beizustehen. Dieser Auftrag gilt für die Gesellschaft insgesamt wie für jeden persönlich. Die Nächstenliebe, die zum Teilen einlädt, ist neben der Gottesliebe das höchste Gebot. Dieses Gebot ruft uns dazu auf, die Nähe zu den Armen zu suchen und nicht darauf zu warten, bis uns diese nahekommen. Wir sind aufgefordert, uns zum Nächsten des Bedürftigen zu machen. Allzu oft stehen wir dem Armen entweder distanziert oder als generöser Almosenspender gegenüber, statt ihm auf Augenhöhe zu begegnen. Doch niemand, der selbst- oder unverschuldet in Armut geraten ist, sollte von uns gering geschätzt werden.

Am kommenden Sonntag, dem 19. November, gedenkt die katholische Kirche in Deutschland auch der hl. Elisabeth von Thüringen, die ein Leben reich an Hingabe und Aufopferung für die Armen geführt hat. Ihr Zeugnis und die Zeugnisse vieler bekannter und unbekannter Helfer können uns Vorbild sein, an die Ränder der Gesellschaft zu gehen und dort hilfreich zu wirken. Diese Ränder finden wir nicht nur in unserem Land, sondern in oft noch dramatischerer Ausprägung in der ganzen Welt. So trägt der Welttag der Armen seinen Namen nicht nur, weil ihn Katholiken weltweit begehen, sondern auch, weil er unseren Blick über die Grenzen Deutschlands und Europas hinaus lenkt.

Viele Menschen leben in bitterster Armut, oft chancenlos und jenseits staatlicher oder ziviler Hilfe. Um dies zu ändern, müssen auf nationaler und internationaler Ebene die Entscheidungen und Strukturen in Politik, Wirtschaft und Verwaltung stärker am Gemeinwohl orientiert werden. Frieden, gute Regierungsführung und eine faire Wirtschafts- und Handelspolitik sind zur Armutsbekämpfung unabdingbar. Wir müssen uns auch kritisch fragen, wo unser Wohlstand auf Kosten anderer erwirtschaftet wird. Wir brauchen Einsicht und Maßnahmen, die dazu führen, die Güter dieser Erde gerechter unter den Völkern zu verteilen.

Neben politischen und strukturellen Reformen zugunsten einer stärkeren Armenorientierung sind auch eine Bewusstseins- und Verhaltensänderung jedes Einzelnen notwendig. Wir laden alle ein, diesen Tag zum Anlass zu nehmen, uns selbst und unsere Konsumgewohnheiten zu überprüfen. Papst Franziskus fordert uns auf, der Wegwerfkultur und der Kultur des Überflusses eine ‚wahre Kultur der Begegnung‘ entgegenzustellen. Denn die Zuwendung zu den Armen kann nicht nur materiell geschehen: Gerade die persönliche Begegnung, ein Gespräch, ein aufrichtiges Interesse am Gegenüber können eine große Hilfe sein. Eine solche Offenheit gegenüber den Armen kann uns helfen, vom Betrachter zum Beteiligten zu werden. Der Papst weist in seiner Botschaft zum Welttag der Armen darauf hin, dass ‚das Teilen mit den Armen es uns ermöglicht, das Evangelium in seiner tiefsten Wahrheit zu verstehen‘. In der Begegnung mit den Armen begegnen wir Christus selbst. Ergreifen wir an diesem Welttag der Armen die Chance, uns evangelisieren zu lassen, indem wir auf die Armen zugehen und mit ihnen solidarisch sind!

Viele Ehren- und Hauptamtliche in Deutschland leisten Tag für Tag ihren aufopferungsvollen und unverzichtbaren Dienst am Nächsten. Ihnen allen gelten unser besonderer Dank und die Versicherung, dass die Kirche sie bei ihrer Arbeit weiterhin unterstützen wird. In vielen Gemeinden und Einrichtungen wurde und wird dieser Tag zum Anlass genommen, besondere Aktivitäten im Dienst an den Armen zu unternehmen. Auch hierfür sagen wir herzlichen Dank. Zugleich möchten wir alle ermutigen, die in sich den Wunsch verspüren zu helfen, nicht zu zögern, dieses Anliegen in die Tat umzusetzen und sich im Dienst an den Armen einzubringen.“

Hinweis:
Weitere Informationen zum Welttag der Armen (wie das Logo in deutscher Sprache zum Herunterladen) sind auf der Internetseite des Vatikans zum Welttag der Armen verfügbar.

Kardinal Marx zu den Verhandlungen der UN-Klimakonferenz

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 14. November 2017 - 11:13
Mit Blick auf die nun beginnende entscheidende Phase des in Bonn stattfindenden UN-Klimagipfels hofft der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, auf einen Erfolg der Klimaverhandlungen. „Es müssen endlich weitere Schritte zur Reduktion der klimaschädlichen Emissionen getan werden. Ebenso sind seitens der Industrieländer Maßnahmen zu finanzieren, die zur Eindämmung der durch den Klimawandel bedingten Schäden und Verluste in ärmeren Ländern notwendig sind.“

Kardinal Marx erinnert in diesem Zusammenhang an die Enzyklika Laudato si’, in der Papst Franziskus unterstreicht, dass „die wirtschaftlichen und sozialen Kosten für die Benutzung der allgemeinen Umweltressourcen offen dargelegt sowie von den Nutznießern voll getragen werden [müssen] und nicht von anderen Völkern oder zukünftigen Generationen“ (Laudato si’ 195). Die Sorge um das „gemeinsame Haus“, die der Papst einfordert, sei auch allen Politikern aufgetragen. „Weder bei den Koalitionsverhandlungen in Berlin noch bei den Weltklimaverhandlungen in Bonn dürfen Partikularinteressen einseitig im Vordergrund stehen. Es geht um nichts weniger als um das Weltgemeinwohl, das durch den ungehemmten CO2-Ausstoß gefährdet ist. Wir können nicht länger auf Zeit spielen, sondern müssen beherzt handeln.“

Zu der seit dem 6. November 2017 tagenden Weltklimakonferenz (COP 23) werden ab Mittwoch Staats- und Regierungschefs aus der ganzen Welt erwartet. Ziel ist, für das 2015 in Paris beschlossene Klimaabkommen ein Regelwerk zu erarbeiten, das die Überprüfung der Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels ermöglicht.

Medieneinladung zum Kunst- und Kulturpreis der deutschen Katholiken

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 13. November 2017 - 12:49
Die Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) verleihen den „Kunst- und Kulturpreis der deutschen Katholiken“ an den deutsch-französischen Komponisten Mark Andre, den die Wochenzeitung „DIE ZEIT“ als „Metaphysiker unter den Komponisten“ bezeichnet hat. Bei dem Festakt um 18.00 Uhr, zu dem zahlreiche Persönlichkeiten aus Kirche, Politik und Medien erwartet werden, überreichen der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Präsident des ZdK, Prof. Dr. Thomas Sternberg, die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung für herausragende künstlerische und kulturelle Leistungen. Die Laudationes halten der Komponist und Klarinettist Prof. Jörg Widmann und die Bibelwissenschaftlerin Schwester Prof. Dr. Margareta Gruber. Prof. Widmann hat mehrere Kompositionen des Preisträgers mit der Klarinette uraufgeführt, so das Stück „atemwind“ in der neuen Elbphilharmonie, das der Laudator auch beim Kunst- und Kulturpreis in Leipzig darbieten wird. Schwester Margareta Gruber ist Mark Andre mehrfach in Jerusalem begegnet, die Stadt spielt im Werk des Preisträgers eine zentrale Rolle.

Die Kollegen der Medien sind herzlich zur Preisverleihung eingeladen sowie vorab zu einem Fototermin mit Preisträger Mark Andre, Kardinal Marx und Prof. Sternberg:

Montag, 27. November 2017, um 17.45 Uhr,
in der Propsteikirche St. Trinitatis in Leipzig.


Der „Kunst- und Kulturpreis der deutschen Katholiken“ ist die höchste Auszeichnung der katholischen Kirche im Bereich Kultur. Mit dieser Stiftung leisten die Deutsche Bischofskonferenz und das ZdK einen Beitrag zur Förderung der Begegnung von Kirche und moderner Kultur. Der Preis wird seit 1990 alle zwei bis vier Jahre abwechselnd in den Bereichen Literatur, Architektur, Musik, Film, Bildende Kunst und Theater verliehen; 2017 erfolgt die neunte Vergabe. Unter den bisherigen Preisträgern waren Gerhard Richter (2004), Tankred und Ursula Dorst (2008), Peter Zumthor (2011) und Ralf Rothmann (2014).

Hinweise:
Wenn Sie am Fototermin und der Preisverleihung teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte bis Freitag, 24. November 2017, per E-Mail unter pressestelle(at)dbk.de an. Das Programm ist untenstehend als pdf-Datei verfügbar. Ein Foto des Preisträgers in druckfähiger Qualität erhalten Sie auf Anfrage per E-Mail (pressestelle(at)dbk.de). Im Anschluss an die Preisverleihung stellt die Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz kostenfreie Pressefotos zur Verfügung. Weitere Informationen sind auf der Initiativen-Seite „Kunst- und Kulturpreis der deutschen Katholiken“ verfügbar.

Grußwort des Erzbischofs von Köln, Kardinal Rainer Maria Woelki, bei der vierten Tagung der 12. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Bonn

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 12. November 2017 - 11:29
Sehr geehrte Präses der Synode, liebe Frau Dr. Schwaetzer! Sehr geehrter, lieber Vorsitzender des Rates der EKD! Verehrte Synodale! Sehr geehrten Damen und Herren!

Sagt Ihnen der Name „Chidher“ (1) etwas? Er bezeichnet eine im arabischen Raum beheimatete, mythische Gestalt, der es zu eigen ist, nicht zu altern und folglich unsterblich zu sein. Deshalb kann Chidher Entwicklungen überblicken, die menschliche Lebensspannen weit übersteigen. Der deutsche Dichter Friedrich Rückert hat diesen Stoff 1839 zu einer Ballade verarbeitet. Darin findet Chidher an einem Ort zunächst eine Stadt vor, lange Zeit später eine Weide, dann ein Meer, einen Wald und schließlich wieder eine Stadt. Jeder Mensch, mit dem er während seiner Besuche spricht, schwört Stein und Bein, alles sei immer so gewesen wie jetzt und werde auch ewig so bleiben. Der Refrain, der diese Szenen miteinander verbindet, lautet: „Und aber nach fünfhundert Jahren kam ich desselbigen Wegs gefahren“.

„Und aber nach fünfhundert Jahren“: Ich brauche wohl nicht zu erklären, liebe Schwestern und Brüder, warum mir gerade diese Ballade in den Sinn gekommen ist, als ich die ehrenvolle Einladung erhielt, 500 Jahre nach dem Beginn der Reformation ein Grußwort bei Ihrer Synode zu sprechen. Das Reformationsgedenken stellt ja ein positives Gegenbild zu der Geschichtsvergessenheit dar, die unbedacht davon ausgeht, dass der schöne Augenblick auf ewig verweilen wird. Was würde wohl Martin Luther denken, käme er heute des Wegs gefahren? Würde er die Kirche der Reformation noch wiedererkennen? Und was würde Martin Luther tun und sagen in einer Gesellschaft, die den gnädigen Gott und dessen Erlösung, um die er so hart gerungen hat, nicht mehr zu brauchen glaubt? In diesem Sinne ist Ihre Besinnung auf die Anfänge des Protestantismus zugleich ein Blick nach vorne:

Bilanzierung der Vergangenheit und Entwurf der Zukunft schließen einander nicht aus, sondern müssen Hand in Hand gehen. So verstehe ich auch Ihr diesjähriges Leitmotiv, dessen Genese ich freilich nicht kenne. Aber ich liege sicherlich nicht falsch, wenn ich die „Zukunft auf gutem Grund“ mit Jesu Gleichnis vom Sämann in Verbindung bringe. Dieser geht aufs Feld, um zu säen – indes mit wechselndem Erfolg: Ein Teil der Körner fällt auf den Weg, wo ihn die Vögel fressen, ein anderer Teil auf felsigen Boden, wo er alsbald verdorrt, wieder ein anderer Teil in die Dornen, wo er erstickt wird. Nur der letzte Teil der Saat fällt auf guten Boden und bringt Frucht: dreißigfach, ja sechzigfach und hundertfach. Christus selbst erklärt in diesem Fall sein Gleichnis: Der Sämann sät das Wort, aber nicht überall trägt es nachhaltig Frucht. Einen Teil nimmt der Satan weg, ein weiterer geht in Bedrängnissen oder Verfolgungen zugrunde, ein anderer erstickt unter den Sorgen der Welt, dem trügerischen Reichtum und der Gier. Nur bei denen, die das Wort hören und dauerhaft aufnehmen, fällt es auf guten Boden und bringt Frucht: dreißigfach, ja sechzigfach und hundertfach.

Und nun, liebe Synodale, schauen wir uns doch einmal um in unserem Land und in unseren Gemeinden! „Zukunft auf gutem Grund“: Was hat dieses Motto mit unserer postmodernen Realität zu tun? Nach steinigem Boden und Dornen müssen wir nicht lange suchen, aber wie viel guten Grund und Boden erleben Sie denn in Ihren Landeskirchen? Machen Sie wirklich andere Erfahrungen als wir in unseren Bistümern? Ich glaube kaum. Es ist eine ungeliebte ökumenische Gemeinsamkeit, dass Gottes Wort in unserer Zeit seltener Frucht bringt und häufiger weggenommen wird, zugrunde geht und erstickt. Hand aufs Herz: Taugt Ihr Leitmotiv unter diesen Umständen zu mehr als zum sprichwörtlichen „Pfeifen im Walde“?

Bevor ich diese Frage selbst beantworte, möchte ich einen Perspektivwechsel vornehmen. Sie haben sich einen Kardinal eingeladen, und eine von dessen vornehmsten Aufgaben ist es bekanntlich, den Papst zu wählen. So will ich auf Christi Verheißung an Simon Petrus zu sprechen kommen – nicht um ausgerechnet bei Ihnen die Werbetrommel für das Petrusamt zu rühren, sondern weil auch darin von einem „guten Grund“ die Rede ist. „Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen“ (Mt 16,17–18). Die kurze, eher unspektakuläre Wendung „nicht Fleisch und Blut“ ist es, an der ich mich hier festhalte. Das vorausgehende Messiasbekenntnis des Petrus beruht nicht auf menschlichem, sondern auf göttlichem Werk. Das kommt bei genauerem Hinsehen auch in dem Felsentitel zum Ausdruck: Meiner festen Überzeugung nach ist damit nicht nur die allgemeine Metapher von der Beständigkeit des Felsenbodens gemeint, wie Jesus sie am Ende der Bergpredigt verwendet. „Der Fels“ ist vielmehr nichts weniger als ein Gottesname! Überall da kommt er – buchstäblich! – zum Tragen, wo Israel vom Untergang bedroht wird, wo die „Mächte der Unterwelt“ es zu überwältigen drohen. In solchen Bedrängnissen macht das Volk immer wieder neu die Erfahrung, dass Gott es „auf guten Grund“ stellt, auf soliden Felsen, ja, dass Er für Israel selbst dieser rettende, unerschütterliche Fels ist. „Herr, du mein Fels, meine Burg, mein Retter, mein Gott, meine Feste, in der ich mich berge, mein Schild und sicheres Heil, meine Zuflucht. Ich rufe: Der Herr sei gepriesen!, und ich werde vor meinen Feinden gerettet“, jubelt der Psalmist. So entsteht förmlich ein Gottesname, wie das Buch Deuteronomium lapidar festhält: „Preist die Größe unseres Gottes! Er heißt: der Fels ...“ (32,3–4). Aus solchen Worten kann man auch dann Hoffnung schöpfen, wenn man nicht daran glaubt, dass Gottes Schutzfunktion in Petrus und dessen Nachfolgern sozusagen hypostasiert ist. Man muss eigentlich nur daran festhalten, dass der gute Grund, auf dem unsere Zukunft aufruht, nicht menschliches Werk ist, nicht Fleisch und Blut, sondern Gottes Gnade allein. Das glauben katholische Christen ebenso wie evangelische, und nicht erst seit der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre!

Darum können wir das Reformationsgedenken ja auch gemeinsam begehen: Weil die Evangelische Kirche in Deutschland nicht Spaltung und Zwietracht zelebriert, sondern ein Fest Christi und seiner Gnade feiert, zu dem wir uns herzlich gerne haben einladen lassen. Und so erweist sich Ihr Motto eben nicht als Pfeifen im Walde, nicht als realitätsferne Durchhalteparole, sondern als Zeugnis dafür, dass Christus uns auch und gerade im finstern Tal an der Hand nimmt, begleitet und trägt. Unsere Zukunft steht auf gutem Grund, auch wenn uns Krisen nicht erspart bleiben. Denn wie schrieb doch der Apostel Paulus den Korinthern: „… einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist: Jesus Christus“ (1 Kor 3,11).

Ich wünsche Ihnen und Ihren Beratungen den Segen des allmächtigen und gnädigen Gottes!


Fußnote:
(1) Das „Ch“ am Anfang des Namens wird wegen dessen arabischer Herkunft guttural ausgesprochen (wie im deutschen „Ach“).

Erzbischof Koch verabschiedet Msgr. Wolfgang Sauer, den Geistlichen Direktor der katholischen Journalistenschule ifp

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 11. November 2017 - 15:59
Im Rahmen eines Festakts beim Jahrestreffen der katholischen Journalistenschule ifp in Potsdam verabschiedet Erzbischof Dr. Heiner Koch den Geistlichen Direktor Msgr. Wolfgang Sauer. In seiner Würdigung dankte Erzbischof Koch Msgr. Sauer, dass er seinen Titel eines Geistlichen Direktors „begeistert und begeisternd“ mit Leben erfüllt hat. „Sie waren ein durch und durch geistlicher Direktor, nicht nur aufgrund ihrer Priesterweihe und ihrer hohen theologischen Expertise. Ihre spirituelle Aufrichtigkeit beeindruckt und macht neugierig. Als Seelsorger sind Sie auch von denen gefragt, die (noch) keine Verbundenheit zur katholischen Kirche haben.“

Zu den Aufgaben eines Geistlichen Direktors gehört es auch, den Kontakt zur Deutschen Bischofskonferenz, die das 1968 gegründete „Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses (ifp)“ als katholische Journalistenschule gegründet hatte: „Auch im Namen von uns Bischöfen danke ich Ihnen sehr herzlich für Ihr unermüdliches Einstehen für die Notwendigkeit und Unersetzlichkeit unserer Journalistenschule. Je unübersichtlicher und schneller die medialen Abläufe werden, je unsicherer und fragwürdiger die journalistische Arbeitsweise wird, desto wichtiger ist es, neben dem journalistischen Handwerkszeug auch Halt und Orientierung, Begleitung und Gottvertrauen mit auf den Weg zu geben. Dafür stehen Sie, Msgr. Sauer mit jeder Faser ein.“

Zum 1. Januar 2018 folgt Bruder Helmut Rakowski OFMCap auf Msgr. Sauer nach.

Wolfgang Sauer, Jahrgang 1948, war seit 2011 Geistlicher Direktor des ifp in München. Als Diözesanpriester des Erzbistums Freiburg war er zunächst in der Gemeindeseelsorge, als Spiritual und Hochschulseelsorger tätigt, bevor er 1992 in das Erzbischöfliche Ordinariat Freiburg berufen und bald darauf zum residierenden Domkapitular des Metropolitankapitels Freiburg und 1995 zum „Päpstlichen Kaplan“ (Monsignore) ernannt wurde. Zunächst zuständig für Weltkirche wurde ihm 2001 die Leitung der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit übertragen.

Bruder Helmut Rakowski OFMCap, Jahrgang 1962, folgt Wolfgang Sauer als Geistlicher Direktor nach. 1989 zum Priester geweiht arbeitete er als Kaplan in Oberhausen, als Pfarrer in den Bergen Mexicos und als Hausoberer des Studienklosters der Kapuziner in Münster. Für seine neue Tätigkeit zieht er von Rom nach München um. In Rom arbeitete er im Generalat seines Ordens und seit 2013 als deutschsprachiger Mitarbeiter im Päpstlichen Rat zur Förderung der Neuevangelisierung im Vatikan.

Ökumenische Begegnung mit Vertretern der orientalisch-orthodoxen Kirchen

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 10. November 2017 - 9:46
Der Vorsitzende der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gerhard Feige (Magdeburg), ist gestern (9. November 2017) in Paderborn mit Repräsentanten der orientalisch-orthodoxen Kirchen in Deutschland zusammengetroffen. Ziel war ein Austausch über die aktuelle Situation dieser Kirchen und die Folgen der großen Zahl christlicher Flüchtlinge, die aus den Krisengebieten des Nahen Ostens und Nordafrikas nach Deutschland gekommen sind.

Bischof Feige zeigte sich beeindruckt von den großen Anstrengungen der orientalisch-orthodoxen Kirchen, Flüchtlinge aufzunehmen und zu ihrer Integration beizutragen. „Es ist schmerzlich, dass unzählige Menschen ihre Heimat verlassen müssen, weil ihnen dort die Lebensgrundlage entzogen wird. Dies nicht schweigend hinzunehmen und den Menschen, die zu uns kommen, beizustehen ist unsere gemeinsame Pflicht als Christen“, sagte Bischof Feige. „Gefordert sind unsere Solidarität im Handeln und unsere Verbundenheit im Gebet“, so sein Appell, den er mit einem Dank für das Engagement der Kirchen verband.

Bischof Feige würdigte außerdem die gute und offene Atmosphäre, in der die Gespräche stattfanden: „Nach vielen Jahren geschwisterlicher Beziehungen zwischen unseren Kirchen kennen wir einander gut. In einem Klima des Vertrauens können wir offen darüber reden, was unsere Kirchen berührt.“ Nach 2015 in Bonn fand die Begegnung des Vorsitzenden der Ökumenekommission mit Repräsentanten mehrerer orientalisch-orthodoxer Kirchen zum zweiten Mal statt. Ort war diesmal das Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn. Der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker unterstrich in seinem Grußwort die nachbarschaftlichen Beziehungen mit der Koptisch-Orthodoxen Kirche und der Syrisch-Orthodoxen Kirche, deren Bischofssitze auf dem Gebiet des Erzbistums Paderborn liegen. Er bekräftigte seine Unterstützung für das Stipendienprogramm der Deutschen Bischofskonferenz für orthodoxe und orientalisch-orthodoxe Theologen. Seit 2013 ist dieses Programm am Johann-Adam-Möhler-Institut angesiedelt. Die Teilnehmer der Begegnung nutzten die Gelegenheit, das Studienkolleg St. Irenäus, in dem die Stipendiaten untergebracht sind, zu besuchen und dort gemeinsam das Mittagsgebet zu halten.

Während der Gespräche wurde auch an die Begegnung von Bischof Feige und Kardinal Reinhard Marx mit den Oberhäuptern der koptisch-orthodoxen, der syrisch-orthodoxen, der armenisch-apostolischen und der malankarischen orthodoxen syrischen Kirche am 19. Oktober 2017 in Berlin erinnert. Dabei hatte Kardinal Marx angesichts der teils bedrückenden Situationen in den Heimatregionen dieser Kirchen die solidarische Verbundenheit der Deutschen Bischofskonferenz zum Ausdruck gebracht. Weitere Schwerpunkte waren in Paderborn unter anderem Fragen der Zusammenarbeit der orientalisch-orthodoxen Kirchen in Deutschland und des Religionsunterrichtes.

Die orientalisch-orthodoxen Kirchen waren in Paderborn vertreten durch Bischof Anba Damian (Koptisch-Orthodoxe Kirche), Erzbischof Philoxenos Mathias Nayiş (Syrisch-Orthodoxe Kirche), Erzbischof Dr. Julius Hanna Aydin (Syrisch-Orthodoxe Kirche), Archimandrit Serovpe Isakhanyan (Armenische Apostolische Kirche) und Erzpriester Dr. Merawi Tebege (Äthiopisch-Orthodoxe Kirche). Im Anschluss an das Treffen war die der Ökumenekommission zugeordnete Arbeitsgruppe „Kirchen des Ostens“, deren Vorsitzender ebenfalls Bischof Feige ist, bei ihrer turnusmäßigen Sitzung im Kloster St. Jakob von Sarug der Syrisch-Orthodoxen Kirche in Warburg zu Gast.

Hinweis:
Ein Foto der Begegnung kann kostenfrei bei der Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz (E-Mail: pressestelle(at)dbk.de) angefordert werden.

3. katholisches Arbeitsschutz-Symposium beendet

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 9. November 2017 - 11:59
Mit einem Aufruf, den Arbeitsschutz als notwendige und unternehmensverantwortliche Maßnahme in kirchlichen Einrichtungen zu betrachten, ist heute (9. November 2017) in Berlin das 3. katholische Arbeitsschutz-Symposium zu Ende gegangen. Seit Dienstag hatten rund 200 Teilnehmer, insbesondere Entscheidungsträger aus kirchlichen Einrichtungen, über weitere strategische Schwerpunkte des Arbeitsschutzes beraten.

Der Erzbischof von Berlin und Schirmherr des Symposiums, Erzbischof Dr. Heiner Koch, unterstrich die Bedeutung menschenwürdiger Arbeit und Arbeitsverhältnisse. Für viele Menschen sei Arbeit etwas, das sie hinter sich brächten, um Geld zu verdienen. „Doch der Mensch ist nicht primär für die Arbeit da, sondern die Arbeit für den Menschen. Arbeit schafft Wert und ist zugleich Teil des Schöpfungsauftrags Gottes“, so Erzbischof Koch. Hierfür müssten die Rahmenbedingungen stimmen und den Arbeitenden vor „gesundheitlichen und geistig-sittlichen Schäden bewahren. Es geht nicht um Rahmenbedingungen zur Förderung der Arbeitskraft oder Effektivität. Die Bedingungen müssen eine würdevolle und bereichernde Arbeit ermöglichen“. Arbeitsschutz, so Erzbischof Koch, sei daher ein verantwortungsvolles Feld und müsse von allen mitgetragen werden.

Das Symposium verstand sich als interdisziplinärer Diskurs von Arbeitswissenschaft, juristischen Fragen, Medizin, Psychologie und Theologie. Arbeit und Gesundheit aus christlicher Verantwortung ergebe sich, so die Teilnehmer, aus der Katholischen Soziallehre. Gerade deshalb sei die Sorge für die haupt- und ehrenamtlich Beschäftigten der Kirche ein zentrales Anliegen, zu dem auch die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz zählten.

In den verschiedenen Diskussionen wurde deutlich, dass bereits in den Bistümern vorhandene Pilotprojekte zum Arbeitsschutzmanagement und Gesundheitsschutz im Transfer in andere Bistümer und kirchliche Arbeitgeber übertragen würden. Dabei habe sich das Arbeitsschutzmobil Plus mit seinen Modulen als wichtiges Hilfsinstrument erwiesen, mit dem das Thema in den Bistümern und bei Veranstaltungen beworben wird. Das Arbeitsschutzmobil Plus mit dem Leitthema „Katholische Kirche – Mobil für den Arbeitsschutz“ ist ein Projekt des Arbeitsschutzkonzepts der katholischen Kirche. Es handelt sich dabei um einen umgebauten Kleinbus mit Modulen zu den Hauptunfallschwerpunkten. So kann das Fahrzeug von Helfern direkt zu den Menschen vor Ort gefahren werden. Themen sind unter anderem sichere Leitern, Sicherheit beim Gehen und Laufen, die Gefahren von Alkohol am Steuer, das Heben von Lasten, aber auch Hautschutzmaßnahmen, das Vermeiden von schleichenden Gesundheitsgefährdungen wie Stress sowie die Bedeutung von Erste-Hilfe-Maßnahmen. Sie laden zur aktiven Auseinandersetzung ein. Die Arbeitsgruppe Arbeitsschutz des Verbandes der Diözesen Deutschlands hat das Arbeitsschutzmobil Plus bislang in Deutschland einzigartig entwickelt.

Der Generalvikar des Erzbistums München und Freising, Prälat Dr. Peter Beer, erinnerte in seinem Vortrag an den Zusammenhang von Arbeit und Gesundheit aus christlicher Verantwortung. „Beim Arbeitsschutz in der katholischen Kirche gibt es Luft nach oben. Es geht nicht um Formalismen, sondern um grundlegende Veränderungen der Welt hin zum Guten im Sinne des Reiches Gottes. Dazu wollen wir mit unseren Einrichtungen beitragen. Wir sollten uns nicht mit kleinteiligen Streitereien aufhalten. Denn das Engagement für den Gesundheits- und Arbeitsschutz gehört wesentlich zur Kirche“, so Generalvikar Beer.

Die „Berliner Leitgedanken zur Umsetzung des Arbeitsschutzes in der katholischen Kirche“, die vom Plenum verabschiedet wurden, sollen den Einsatz für den Gesundheitsschutz und die Arbeitssicherheit maßgeblich prägen. So wird im dritten Leitgedanken betont: „Die gemeinsame Sorge um alle im Bereich der Kirche Tätigen ist Ausdruck der wechselseitigen Pflichten der Dienstnehmer und Dienstgeber. Die Aufnahme der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes in die Ordnungen des kirchlichen Dienstes könnte dies unterstreichen.“
Hinweise: Das Symposium wurde vom Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) und der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) veranstaltet. Weitere Informationen, auch zum Arbeitsschutzmobil Plus, sind unter www.arbeitsschutz-katholisch.de verfügbar. Die „Berliner Leitgedanken zur Umsetzung des Arbeitsschutzes in der katholischen Kirche“ sind unten als pdf-Datei verfügbar.

Gebet von Papst Franziskus für die Jugend

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 8. November 2017 - 12:42
Für das kommende Jahr hat Papst Franziskus zur XV. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode unter dem Thema „Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsunterscheidung“ nach Rom eingeladen. In Vorbereitung auf die Bischofssynode hat Papst Franziskus ein Gebet verfasst, das das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz als Gebetszettel herausgibt. Der Gebetszettel zeigt Papst Franziskus mit Jugendlichen, auf der Rückseite ist das Gebet abgedruckt.

Gebet von Papst Franziskus für die Jugend

Herr Jesus Christus, auf dem Weg zur Synode richtet Deine Kirche ihren Blick auf die Jugendlichen in der ganzen Welt. Wir bitten Dich, lass sie mutig ihr Leben in die Hand nehmen, nach den schönsten und sinnvollsten Dingen des Lebens streben und stets ein freies Herz bewahren.

Hilf ihnen, begleitet und geführt von weisen und großherzigen Menschen, dem Ruf, den Du an jeden Einzelnen von ihnen richtest, zu folgen, um ihren Lebensentwurf zu verwirklichen und glücklich zu werden. Halte ihre Herzen offen für große Träume und lass sie auf das Wohl ihrer Brüder und Schwestern achten.

Lass auch sie wie den geliebten Jünger am Fuß des Kreuzes stehen, um Deine Mutter als ein Geschenk von Dir zu empfangen. Lass sie Zeugen Deiner Auferstehung sein und erkennen, dass Du lebst und an ihrer Seite bist, während sie mit Freude verkünden, dass Du der Herr bist.
Amen.

Franziskus


Hinweis:
Der Gebetszettel kann in der Rubrik „Veröffentlichungen“ heruntergeladen und bestellt werden.

Dritter Katholischer Flüchtlingsgipfel

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 6. November 2017 - 14:38
Mit einem Appell, die Seelsorge verstärkt auch auf den Umgang mit Flüchtlingen auszurichten, ist heute (6. November 2017) der dritte Katholische Flüchtlingsgipfel der Deutschen Bischofskonferenz in Köln zu Ende gegangen. „Als Christen kann es uns nicht gleichgültig sein, wenn Hartherzigkeit an die Stelle von Solidarität tritt und Ressentiments den Blick auf den Nächsten verdunkeln“, erklärte der Sonderbeauftragte für Flüchtlingsfragen der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Stefan Heße (Hamburg), der zum Gipfel eingeladen hatte. Rund 150 Praktiker, Experten und Ehrenamtliche der kirchlichen Flüchtlingshilfe waren in Köln zusammengekommen.

Nachdem der vergangene Flüchtlingsgipfel im September 2016 vor allem die Herausforderungen der Integration in den Mittelpunkt der Beratungen gestellt hatte, ging es jetzt um Fragen der seelsorglichen Begleitung von geflüchteten Menschen. Erzbischof Heße beklagte, dass zahlreiche Ehrenamtliche, die sich für schutzsuchende Menschen engagieren, oft in einem von Vorurteilen und Feindseligkeit geprägten Klima entmutigt würden. „Wenn Menschen in unserem Land Schutz suchen, haben sie die Hoffnung, in ihren individuellen Notlagen Beistand zu erfahren.“ Die Kirche sei hier in besonderer Weise gefragt: „Auch wenn wir nicht für alle Probleme eine Lösung anbieten können: Es ist unsere Aufgabe, präsent zu sein – unter den Menschen, mit den Menschen, für die Menschen. Wir müssen präsent sein – gerade an Orten, die wenig Freiheit und viel Verzweiflung kennen. Wir müssen präsent sein, um Gottes Liebe zu verkünden und zu bezeugen. Und wir sollten Gott gerade dort entdecken helfen, wo unsere Bequemlichkeit seine Gegenwart nicht zulassen mag“, so Erzbischof Heße.

Vor den Teilnehmern des Flüchtlingsgipfels erinnerte der Untersekretär der Abteilung für Migranten und Flüchtlinge im Vatikanischen Dikasterium für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen, Pater Dr. Michael Czerny SJ, an das Anliegen von Papst Franziskus: Besondere Aufmerksamkeit und Anstrengungen seien notwendig, um sicherzustellen, dass Menschen, die zum Verlassen ihrer Heimat gezwungen seien, nicht ausgeschlossen oder zurückgelassen würden. „Aus katholischer Sicht sind zum Schutz von geflüchteten Menschen daher die Leitworte ‚aufnehmen, schützen, fördern, integrieren‘ für kirchliches und staatliches Handeln zentral“, sagte Pater Czerny.

Die Wiener Pastoraltheologin Prof. Dr. Regina Polak betonte in ihrem Vortrag, dass das Leben mit und Lernen von Schutzsuchenden die Seelsorge der Kirche verändern könnten. „Mit ihnen kann die Kirche wieder zur Lerngemeinschaft im Glauben werden.“ Insbesondere mit Blick auf geflüchtete Kinder und Jugendliche kritisierte Prof. Polak, dass es empörend sei, wie wenig in den aktuellen Flucht- und Migrationsdebatten die Erfahrungen und Bedürfnisse junger Menschen wahr- und ernst genommen würden. „Wir haben es hier mit einer tickenden Zeitbombe zu tun, denn psychische Verletzungen wirken sich nachhaltig aus – und das über Generationen hinweg. Migranten leiden überdurchschnittlich häufig an chronischen psychischen und physischen Krankheiten. Über die transgenerationale Weitergabe von Traumata, von Unversöhntheiten, Ressentiments und Hass dräut hier ein für den Einzelnen lebensgefährliches, für das gesellschaftliche Zusammenleben bedrohliches Szenario, das auch die nachkommenden Generationen extrem belasten kann“, so Prof. Polak. Pastoral, seelsorglich und politisch müssten hier dringend umfassende Maßnahmen getroffen werden. Dazu zähle auch eine neue Kultur des Erinnerns und Versöhnens als Grundkategorien seelsorglichen Handelns. „Erinnerung kann heilsam werden, wenn eine Migrationsgesellschaft lernt, auf die Geschichte und Geschichten der Anderen zu hören und das Leid der je anderen wahrzunehmen. Dies ist die Basis der Versöhnung. Erinnerung und Versöhnung werden hier eminent politisch.“

Der Katholische Flüchtlingsgipfel diente dazu, Fachleute und Praktiker zusammenzuführen, um auf der Grundlage der von der Deutschen Bischofskonferenz am 18. Februar 2016 verabschiedeten „Leitsätze des kirchlichen Engagements für Flüchtlinge“ über Perspektiven des seelsorglichen Engagements für schutzsuchende Menschen und mit ihnen zu beraten. Zum weiteren Handeln der Kirche auf diesem Feld stellte Erzbischof Heße Fragen, die es künftig zu behandeln gilt: „Wie können wir Menschen, die von einer Abschiebung bedroht sind, auf angemessene Weise seelsorglich unterstützen? Welche seelsorglichen Angebote können wir für die vielen Ehren- und Hauptamtlichen in der kirchlichen Flüchtlingshilfe entwickeln? Welche neuen Fragen ergeben sich für die Verkündigung unseres Glaubens? Wie begleiten wir Menschen mit muslimischem Hintergrund, die nach der Taufe fragen? Und schließlich: Wie können wir den Ängsten und Vorbehalten gegenüber Geflüchteten in unseren Gemeinden begegnen?“ Dankbar zeigte sich Erzbischof Heße für das Engagement in den Diözesen: „Vielerorts werden mittlerweile Gottesdienste und Gebetszeiten für geflüchtete Christen angeboten. Auch hier stellen ehrenamtliche Flüchtlingshelfer in den Kirchengemeinden und bei der Caritas oft einen ersten Kontakt her.“

Hinweis:
Das Eröffnungsstatement von Erzbischof Dr. Stefan Heße sowie der Vortrag von Prof. Dr. Regina Polak sind unten als pdf-Dateien sowie unter www.fluechtlingshilfe-katholische-kirche.de verfügbar.

Deutsche Bischofskonferenz veröffentlicht Antworten des Fragebogens zur Bischofssynode 2018 in Rom

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 3. November 2017 - 11:59
Die Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz hat vor einigen Wochen die aus allen 27 Bistümern eingegangenen Antworten auf den Fragebogen des Vatikans zur Vorbereitung der XV. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode beraten. Sie wird im Oktober 2018 zum Thema „Jugend, Glaube und Berufungsunterscheidung“ im Vatikan stattfinden. Die Bistümer waren gebeten, ihre Antworten bis zum 1. Mai 2017 an das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz zu senden. Bis Anfang August wurden dort die mehrere hundert Seiten umfassenden Rückmeldungen ausgewertet und für die nun vorliegende Antwort aufbereitet.

Der Vorsitzende der Kommission für Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste, Bischof Dr. Felix Genn (Münster), und der Vorsitzende der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Stefan Oster SDB (Passau), erklären heute zur Veröffentlichung der Antworten aus Deutschland: „Wir danken allen Beteiligten in den (Erz-)Diözesen, Bischöflichen Jugendämtern und Diözesanstellen für Berufungspastoral herzlich, die an dieser Bestandsaufnahme zur Jugend- und Berufungspastoral in Deutschland mitgewirkt haben. Sie wird ein wichtiger Ausgangspunkt für die Beratungen der Themen der Jugendsynode in Deutschland und Rom sein.“ Die Antworten machten deutlich, was viele Jugendliche von der Kirche erwarten: Wertevorstellungen und Sinnangebote, Authentizität und Lebensrelevanz.

Junge Leute in Deutschland, so belegen die Rückmeldungen, stehen heute vor großen Möglichkeiten, aber auch schwierigen Herausforderungen. Angesichts  vielfältiger Optionen der Berufs- und Studienwahl und hohem Leistungsdruck in der Schule wünschen sich viele Jugendliche Begleitung auf der Suche nach ihrem eigenen Lebensplan. Dabei besteht auch eine hohe Bereitschaft zu gesellschaftlichem Engagement.

Die Antworten der Deutschen Bischofskonferenz an den Vatikan zeigen, dass die breit gefächerten Angebote der kirchlichen Jugendpastoral vielen jungen Menschen eine Heimat bieten: „Wir nehmen derzeit 14 Felder katholischer Jugendpastoral in Deutschland wahr, die mit ihrem je eigenen Profil unterschiedliche und zum Teil auch nicht-gläubige Jugendliche erreichen. Diesen Schatz werden wir mit nach Rom tragen. Wir müssen uns aber auch eingestehen, dass wir den von Papst Franziskus geforderten missionarischen Aufbruch intensiver umsetzen könnten“, hebt Bischof Oster hervor.

In dem Dokument wird das Zueinander von Jugend- und Berufungspastoral herausgearbeitet. Kirchliche Jugendpastoral thematisiert derzeit eher selten konkrete Fragen der Berufung. Die Synode kann ein Anstoß sein, die Berufung zum Christsein jedes jungen Menschen als Grundlage jugendpastoraler Angebote zu entdecken, um von dort aus die Frage der eigenen Lebensberufung ins Gespräch zu bringen. „Die Antworten zeigen uns, dass bereits eine große Anzahl von Priestern, Diakonen, Pastoral- und Gemeindereferenten, Lehrern und anderen Erziehern in der geistlichen Begleitung von Jugendlichen tätig sind. Wir müssen aber auch selbstkritisch fragen, wo wir noch mehr Personen einsetzen können, die für die Begleitung zur Verfügung stehen“, bilanziert Bischof Genn.

Den letzten Teil des Dokuments bilden drei konkrete jugend- und berufungspastorale Tätigkeiten, die aus den Antworten der (Erz-)Diözesen ausgewählt wurden. Mit der „72-Stunden-Aktion“ des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) – exemplarisch für das Engagement der Jugendverbände – und der „Initiative Nightfever“ wird die Vielfalt katholischer Jugendpastoral in Deutschland deutlich. Sie reicht vom sozialen und politischen Engagement bis hin zu neuen Formen des Gebets. Als Beispiel für die Fülle (Internationaler) Freiwilligendienste und Orientierungsjahre, bei denen junge Menschen in den Diözesen nach ihrem Schulabschluss unter anderem der Frage ihrer Berufung nachgehen können, wird das „Basical“ aus dem Bistum Augsburg näher vorgestellt.

Die deutschen Bischöfe werden die Ergebnisse des Fragebogens zur Vorbereitung der Bischofssynode in ihre weiteren Beratungen einfließen lassen. Insbesondere werden sich die Kommission für Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste und die Jugendkommission mit den anstehenden Fragen befassen.

Neben dem Fragebogen an die Bischofskonferenzen bietet der Vatikan auch eine Online-Umfrage an, die sich direkt an junge Menschen richtet. Bis zum 30. November 2017 haben sie auf der Internetseite youth.synod2018.va noch die Möglichkeit, sich selbst am synodalen Prozess zu beteiligen. Bischof Genn und Bischof Oster laden alle Jugendlichen ein, diese Chance der Beteiligung zu nutzen: „Wir möchten alle Jugendlichen ausdrücklich dazu ermutigen, sich auf diesem Weg in die Kirche einzubringen! Lasst Eure prophetischen Stimmen hören!“
Hinweis: Die an das Synodensekretariat in Rom versandte Gesamtantwort der Deutschen Bischofskonferenz finden Sie unten als pdf-Datei zum Herunterladen. Weitere Informationen zur Synode sind im Dossier „Bischofssynode Jugend 2018“ nachlesbar.

Abschluss des Kongresses „(Re)thinking Europe“ im Vatikan

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 29. October 2017 - 10:21
Mit einem Appell, die christlichen Wurzeln Europas zu bewahren und den Dialog über das europäische Projekt fortzusetzen, ist heute (29. Oktober 2017) der Kongress „(Re)thinking Europe“ im Vatikan zu Ende gegangen. Während der Eucharistiefeier im Petersdom rief Kardinal Reinhard Marx, Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (ComECE), dazu auf, Zeugen der christlichen Hoffnung und des Lebens auf dem europäischen Kontinent zu sein. Es gehe darum, Menschen zu helfen, aus ihrer eigenen Enge auszubrechen und ein Beispiel christlichen Lebens in der Welt zu geben. Das geschehe in verantworteter Freiheit und im Einsatz für eine Welt in Frieden und sichtbarer Solidarität. „Der wichtigste Beitrag, den wir Christen für Europa leisten können, ist die Verkündigung des Evangeliums. Die Soziallehre der Kirche fordert uns auf, die Frohe Botschaft in die konkreten politischen und gesellschaftlichen Wirklichkeiten zu transportieren. Bauen wir an diesem Europa mit, übernehmen wir diese Verantwortung. Gehen wir gestärkt durch diesen Kongress und Dialog in unsere Länder zurück und wirken an der Realisierung der europäischen Idee mit“, so Kardinal Marx in seiner Predigt.

Bereits gestern Nachmittag hatte sich Papst Franziskus an die rund 350 Teilnehmer des Kongresses gewandt. Kardinal Marx würdigte die fünfte Ansprache des Papstes zum Thema Europa als weiteren Meilenstein und Ermutigung für Europa. „Ich bin Franziskus dankbar für die Worte, die sich nahtlos in die bisherigen Europareden einfügen. Erneut mahnt er, die menschliche Person nicht auf ein abstraktes Prinzip zu reduzieren. Weder Europa noch seine Bürger dürfen seelenlos werden“, sagte Kardinal Marx. Er habe das Wort von Franziskus, die Gemeinschaft sei das stärkste Gegengift gegen die Individualismen unserer Zeit, als besonders hilfreich empfunden. „Auch ruft die Rede von Papst Franziskus zu einem wirklichen Dialog von Politik und Bürgern auf. Wir sollten uns angesprochen fühlen, wenn Franziskus dazu auffordert, dass die Christen Politik mitgestalten sollen.“ Die eindringliche Warnung des Papstes vor einem Gedächtnisverlust Europas sei ein starkes Bild, so Kardinal Marx. „Es muss uns wachrütteln, um unseren Einsatz für Europa engagiert fortzuführen. Das wollen wir als Kirche tun, das wollten wir mit diesem Dialog in Rom, den wir auf verschiedenen Ebenen fortsetzen werden“, betonte Kardinal Marx. „Ich bin froh, dass der Papst die Kirche ermutigt hat, sich neu und mit Engagement auf das Projekt Europa einzulassen.“

Vor der Rede von Papst Franziskus hatte Kardinal Marx in einer Ansprache erneut dafür geworben, den Dialog sichtbar mit Leben zu füllen. Der Dialog „(Re)thinking Europe“ sei ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig es ist, miteinander zu sprechen: „Der direkte Kontakt untereinander und der intensive Austausch sind Voraussetzung für das Funktionieren eines europäischen Gemeinwesens. Deshalb brauchen wir in Gesellschaft und Politik Räume des Dialogs für den ganzen Kontinent. Denn die Europäische Union ist in gewisser Weise der ‚Nukleus‘ Europas. Die Europäische Union ist nicht identisch mit Europa, aber sie ist eine politische Wirklichkeit, die auf ganz Europa ausstrahlt und ausstrahlen soll“, so Kardinal Marx. Dabei regte er die Einberufung eines Europäischen Konventes an, „in dem die großen Fragen der Einigung offen beraten werden und in dem sowohl die Einzelnen als auch die gesellschaftlichen Gruppen die Möglichkeit zur Beteiligung an der Debatte haben. Die Kirche kann die Entwicklung einer europäischen Gesellschaft mit befördern. Dabei geht es nicht um eine europäische Einheitlichkeit und Uniformität, sondern um Einheit in der Vielfalt.“


Hinweise:
Die Ansprache von Kardinal Marx vom 28. Oktober 2017 beim Kongress und die Rede von Papst Franziskus finden Sie unten als Download. Der Kongress ist dokumentiert auf www.comece.eu.

Kongress „(Re)thinking Europe“

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 27. October 2017 - 12:29
„Die Europäische Union und ganz Europa stehen vor großen Herausforderungen, die nicht auf Europa allein beschränkt sind, auf die die Bürger von Politikern und von der Politik – wenn schon nicht abschließende Antworten –, dann doch eine deutliche Zielsetzung und Perspektive erwarten.“ Diese Auffassung hat heute (27. Oktober 2017) der Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (ComECE) und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, auf einer Pressekonferenz in Rom vertreten. Unmittelbar vor Beginn des Kongresses „(Re)thinking Europe“, der von der ComECE und dem Heiligen Stuhl veranstaltet wird und bis zum kommenden Sonntag dauert, nannte Kardinal Marx als wichtige Herausforderungen den Klimawandel, die zunehmenden Veränderungen in der Arbeitswelt durch Digitalisierung und die aktuellen Fragen der Flucht- und Migrationsbewegungen.

In der Pressekonferenz warnte Kardinal Marx davor, angesichts dieser Herausforderungen die Antworten im Gestern zu suchen, in einer falsch verstandenen „Rückkehr zum Bewährten“, die oft nur Nostalgie und romantische Verklärung der Vergangenheit sei. „Auch populistische und rückwärtsgewandte politische Strömungen sind ein Ausdruck dafür. Das ist aber nicht unsere Perspektive: Es geht nicht um den beschönigenden Rückblick, sondern es geht um einen klaren Blick auf unsere Gegenwart und vor allem auf die Zukunft.“

Die Europäische Union, das „Projekt Europa“ hätte Großes bewirkt. Gleichzeitig stelle sich aber die Frage, wie und was die Kirche beitragen könne, um Antworten zu finden. Der Kongress „(Re)thinking Europe“ wolle Politiker und Vertreter der Kirche, ebenso wie Vertreter gesellschaftlicher Organisationen miteinander ins Gespräch bringen über Europa, die Europäische Union, über Erwartungen, Hoffnungen, aber auch Enttäuschungen. Das Treffen in Rom sei nicht der Abschluss eines Nachdenk- und Diskussionsprozesses über Europa und die Europäische Union, sondern ein Auftakt, betonte Kardinal Marx.

Hinweise: Das Statement von Kardinal Reinhard Marx in der Pressekonferenz in Rom ist unten als pdf-Datei sowie unter www.comece.eu verfügbar. Das Programm sowie die Liste der Teilnehmer sind ebenfalls dort zu finden.

Ein Brief zum Reformationstag: „Es gibt was zu feiern“

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 27. October 2017 - 10:29
„In diesem Jahr haben wir beide in unseren Kirchen und auch persönlich gespürt: Ja, es gibt eine Ökumene der Herzen. Und mit diesem Rückenwind der Ökumene verpflichten wir uns, gemeinsam weiterzugehen. In Wittenberg beschließen wir das Reformationsjahr 2017 am kommenden Dienstag, der zugleich ein bundesweiter Feiertag ist. Hinter uns liegt eine Zeit intensiver ökumenischer Begegnung. Wir sind gemeinsam zu einem Weg aufgebrochen, der nicht gänzlich neu war, aber auf dem sich doch neue und ermutigende Perspektiven zeigen. Wir haben auch theologisch weitergedacht. Wir haben Gottesdienste gefeiert, die zu Herzen gegangen sind. Unser Ziel war und ist, über eine noch intensivere Gemeinschaft unserer Konfessionen zu reden. Und das ist auch Grund für einen Fest- und Feiertag.

Die beiden großen christlichen Kirchen Deutschlands haben 2016 die Weichen dafür gestellt, das Gedenken an 500 Jahre Reformation nicht als Abgrenzung, sondern als Ausgangspunkt
für weitere Schritte auf dem Weg zur sichtbaren Einheit zu nehmen. Unser Antrieb ist nicht die narzisstische Sorge um den Bestand der Kirchen. Was uns antreibt, ist die große Freude am Christsein: Wir glauben, dass Gott existiert und dass wir ihm begegnen können in Jesus Christus. An seiner Botschaft und an seinem Leben richten wir Christen unser Tun und Handeln aus. Ohne diese Botschaft, ohne das Evangelium, wäre unser Land ärmer um eine lebensentscheidende Hoffnung.“

Den ganzen Beitrag finden Sie auf ZEIT online.

Kardinal Marx würdigt Charlotte Knobloch zum 85. Geburtstag

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 27. October 2017 - 9:59
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, würdigt die langjährige Präsidentin des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch, anlässlich ihres 85. Geburtstags. „In bemerkenswerter Weise prägen Sie das Bild und die Wahrnehmung jüdischen Lebens in unserem Land. Dafür sind wir Ihnen dankbar“, schreibt Kardinal Marx in einem Brief an Frau Knobloch, die seit 1985 Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern ist und am kommenden Sonntag ihren Geburtstag begeht. „Stets habe ich unseren Austausch, das offene Wort und den konstruktiven Dialog sehr geschätzt. Auf diesen Dialog baue ich auch in Zukunft“, so Kardinal Marx.

In seiner Gratulation erinnert Kardinal Marx an den Eugen-Biser-Preis, mit dem Charlotte Knobloch vor einem Jahr ausgezeichnet wurde. Damit sei ihr Engagement für den christlich-jüdischen Dialog gewürdigt worden, der Einsatz für Verständigung und die Mahnung, Geschehenes nicht zu vergessen, aber gleichzeitig den Blick in die Zukunft zu wagen. „Ich bin Ihnen dankbar für Ihre klaren Antworten und notwendigen Abgrenzungen gegenüber allen rechten Tendenzen und die gleichzeitige Betonung der liberalen Grundlagen unserer Demokratie“, schreibt Kardinal Marx. Die Kirche in Deutschland sei Papst Franziskus dankbar, dass er die Bande mit dem Volk des Alten Bundes in so eindrucksvoller Weise bei verschiedenen Gelegenheiten betone. „Dem fühlen auch wir uns als Kirche verpflichtet“, so Kardinal Marx.

Einladung für die Medien: Dritter Katholischer Flüchtlingsgipfel

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 26. October 2017 - 14:29
Der dritte Katholische Flüchtlingsgipfel findet am Montag, den 6. November 2017 in Köln statt. Erwartet werden rund 130 Praktiker, Experten und Ehrenamtliche aus ganz Deutschland. Der thematische Fokus liegt diesmal auf Fragen der Seelsorge. Der Flüchtlingsgipfel wird vom Arbeitsstab des Sonderbeauftragten für Flüchtlingsfragen der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Stefan Heße (Hamburg), vorbereitet. Gemäß den „Leitsätzen des kirchlichen Engagements für Flüchtlinge“ macht der Flüchtlingsgipfel deutlich, dass überall dort, wo Menschen an ihre existentiellen Grenzen stoßen, sie auf den Beistand kirchlicher Seelsorger zählen können.

Aus dem Vatikan wird der Untersekretär der Abteilung für Migranten und Flüchtlinge im Vatikanischen Dikasterium für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen, Pater Dr. Michael Czerny SJ, zu Gast sein und weltkirchliche Perspektiven der Seelsorge für Geflüchtete vorstellen. Prof. Dr. Regina Polak (Universität Wien) wird die Thematik aus pastoraltheologischer Sicht beleuchten. In den sich anschließenden Beratungen, Diskussionen und Arbeitsgruppen soll es sowohl um die seelsorglichen Bedürfnisse von schutzsuchenden Menschen als auch um pastorale Ansätze in Deutschland, Frankreich und den Herkunftsländern gehen. Außerdem werden konkrete Fragen der seelsorglichen Flüchtlingshilfe und der pastoralen Arbeit in den Gemeinden besprochen. Die Arbeitsgruppen des Flüchtlingsgipfels befassen sich mit folgenden Themen: „Rückführung – Seelsorgliche Begleitung von Betroffenen“; „Umgang mit Ängsten und Vorbehalten in Kirchengemeinden – Seelsorgliche Zugänge“; „Seelsorgliche Unterstützung von ehren- und hauptamtlichen Kräften in der Flüchtlingshilfe“; „Möglichkeiten und Grenzen von seelsorgerischem Handeln: Psycho-soziale Betreuung von traumatisierten Menschen“; „Katechumenat – Vorbereitung von Taufbewerbern und Integration in Kirchengemeinden“; „Katholiken aus dem Orient – gemeinsam Vielfalt lernen“; „Seelsorgliche Begleitung von geflüchteten Kindern und Jugendlichen“.

Die Kolleginnen und Kollegen der Medien laden wir zum Flüchtlingsgipfel ein und bitten um Verständnis, dass ein Teil der Beratungen nicht öffentlich ist.

Der Flüchtlingsgipfel findet im Maternushaus Köln, Kardinal-Frings-Straße 1, 50668 Köln statt. Folgende Programmpunkte sind für Medien zugänglich:

13.00 Uhr bis 14.00 Uhr: Eröffnung des Flüchtlingsgipfels durch Erzbischof Dr. Stefan Heße mit Gelegenheit zu Auftaktbildern; Statement von P. Dr. Michael Czerny SJ; Vortrag von Prof. Dr. Regina Polak

17.00 Uhr: Pressebegegnung mit Erzbischof Dr. Stefan Heße zum Abschluss des Flüchtlingsgipfels im Foyer des Maternushauses

Zwischen 14.00 Uhr und 17.00 Uhr besteht für Medienvertreter die Gelegenheit, zwei Projekte der „Aktion Neue Nachbarn“ des Erzbistums Köln zu besuchen:
  • Alfons Kelz ist einer der Organisatoren der Flüchtlingsarbeit im Bonner Norden. Gemeinsam mit Diakon Ralf Knoblauch und Flüchtlingen hat er ein Bildhauer-Projekt organisiert. Wir präsentieren Ihnen das entstandene Kunstwerk und die Künstler im Maternushaus.
  • Anschließend lädt das Erzbistum Köln zu einer Fahrt in eine Pfarrei vor Ort ein. Dort treffen die Medienvertreter einen Seelsorger, der sich für Flüchtlinge einsetzt.
Für unsere Planung bitten wir die Kolleginnen und Kollegen der Medien sich formlos mit einer E-Mail in der Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz (pressestelle(at)dbk.de) anzumelden und anzugeben, ob sie auch an dem Programm des Erzbistums Köln teilnehmen möchten.

3. katholisches Arbeitsschutz-Symposium

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 25. October 2017 - 11:59
Unter dem Leitwort „Arbeit und Gesundheit aus christlicher Verantwortung“ findet vom 7. bis 9. November 2017 in Berlin das 3. katholische Arbeitsschutz-Symposium statt. Es wird veranstaltet vom Verband der Diözesen Deutschlands und der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG). Schirmherr des Symposiums ist der Erzbischof von Berlin, Erzbischof Dr. Heiner Koch. Zu der Veranstaltung im Tagungszentrum Katholische Akademie (Hannoversche Straße 5b, 10115 Berlin) werden 200 Teilnehmer, insbesondere Entscheidungsträger und Mitarbeitende aus kirchlichen Einrichtungen, erwartet.

In Vorträgen, Diskussionen und Workshops wird das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kirche werden dabei sprechen, unter anderem Erzbischof Dr. Heiner Koch, der Generalvikar von München und Freising Prälat Dr. Peter Beer, die Bundesministerin für Arbeit und Soziales Dr. Katarina Barley, die Leiterin des globalen Gesundheitsmanagements SAP SE Dr. Natalie Lotzmann, der Bonner Arbeitsrechtler Prof. Dr. Gregor Thüsing, der Arzt und Theologe P. Prof. Dr. Eckhard Frick SJ sowie der finnische Arbeitswissenschaftler Prof. Dr. Juhani Ilmarinen.

Während des Symposiums werden innovative Projekte zum „Arbeits- und Gesundheitsschutz mit System“, vorgestellt, die unter anderem von Diözesen  entwickelt wurden. Dazu gehört das neue prämierte Arbeitsschutzmobil der Deutschen Bischofskonferenz mit 16 Modulen zu den Hauptunfall- und Berufskrankheitsschwerpunkten.

Hinweise für Medienvertreter:
Die Kolleginnen und Kollegen der Medien sind zur Teilnahme am 3. katholischen Arbeitsschutz-Symposium herzlich eingeladen. Bitte melden Sie sich mit einer formlosen E-Mail unter Pressestelle(at)dbk.de an und vermerken, an welchen Elementen Sie teilnehmen möchten.
Das Programm des Symposiums ist unten als pdf-Datei verfügbar. Weitere Informationen zum Arbeitsschutzmobil unter www.arbeitsschutz-katholisch.de.