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Vorbereitung zum Weltjugendtag in Panama

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 30. January 2018 - 9:41

„Oh, wie schön ist Panama! Das kann ich vollends bestätigen“, hat Weihbischof Jörg Michael Peters (Trier), stellvertretender Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, zum Abschluss einer Pilgerfahrt zur Vorbereitung des XXXIV. Weltjugendtags 2019 in Panama gesagt. Vom 17. bis 29. Januar 2018 hatten sich 21 Vertreter der Jugendpastoral aus den deutschen (Erz-)Diözesen, Verbänden und Bewegungen auf den Weg nach Panama und Nicaragua gemacht, um gemeinsam mit der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) und Adveniat, dem Lateinamerika-Hilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland, die kirchliche und soziale Realität des Gastlandes zu erleben.

Die Delegierten hatten Gelegenheit, Absprachen mit den Verantwortlichen vor Ort für ihre Fahrten zu den „Tagen der Begegnung“ zu treffen. Diese „Tage der Begegnung“ – unmittelbar vor dem zentralen Programm in der Weltjugendtagsstadt – sind ein fester Bestandteil des Glaubensfestes, bei dem die jungen Pilger das Leben in den Pfarrgemeinden kennenlernen. 2019 werden diese „Tage der Begegnung“ nicht nur in Panama, sondern auch in den Nachbarländern Nicaragua und Costa Rica stattfinden. Paul Metzlaff, Referent für Glaubensbildung in der afj, ist sicher: „Unsere Pilgerinnen und Pilger können sich auf eine lebendige und junge Kirche, auf rhythmische Glaubensfreude und beeindruckende Persönlichkeiten freuen. Dieser Weltjugendtag lohnt sich besonders!“

In Panama-Stadt sprach die Delegation mit dem lokalen Organisationskomitee über pastorale und logistische Aspekte und besichtigte zentrale Orte des Weltjugendtags. Im Fokus von Gesprächen mit der deutschen Botschaft standen wirtschaftliche, soziale und gesellschaftliche Facetten des Landes. Zudem besuchte die Gruppe die ärmere Diözese Colón und eine überwiegend aus Indigenen aus dem Volk der Kuna bestehende Gemeinde am Rand von Panama-Stadt. „Panama ist ein Land mit sehr großen Unterschieden zwischen Arm und Reich. Das zeigt, dass auch in den weiterentwickelten Ländern Lateinamerikas die Armut noch nicht besiegt ist“, fasste Stephan Jentgens, Geschäftsführer von Adveniat, zusammen. Mit seinen Projekten in Panama (44) und Nicaragua (166) habe Adveniat im vergangenen Jahr mit mehr als zwei Millionen Euro die Arbeit der Kirche bei den Armen unterstützt, berichtete Jentgens.

Im Anschluss reiste die Delegation nach Nicaragua und kam dort mit Kardinal Leopoldo José Brenes Solórzano, dem Erzbischof von Managua, Jugendbischof David Albin Zywiec Sidor OFMCap und Verantwortlichen der Jugendpastoral zusammen. Die Delegation um Weihbischof Peters informierte sich in der Hauptstadt Managua über die Planungen für die „Tage der Begegnung“, das speziell entwickelte zweijährige Jugendpastoralprogamm und die soziale Realität junger Menschen. Er zeigte sich beeindruckt von der Lebenssituation der Menschen in der Diözese Estelí im Norden Nicaraguas, ihrer Gastfreundschaft und der intensiven Vorbereitung auf den Empfang der Pilgerinnen und Pilger im Jahr 2019.

Pfarrer Dirk Bingener, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend, stellte mit Hinblick auf den kommenden Weltjugendtag fest: „Die Teilnehmenden des Weltjugendtags werden erleben können, wie unterschiedlich die Realitäten sind, in denen Menschen hier leben und was es heißt, sich am Evangelium auszurichten, um an der Seite der Benachteiligten auf junge Art und Weise Kirche zu sein: glaubend, konkret, politisch. Und die Lebensfreude und Gastfreundschaft der Menschen wird unsere Jugendlichen sicher begeistern.“

Den Abschluss der Pilgerfahrt bildete die Teilnahme am „Encuentro Nacional de Renovación Juvenil“ in der panamaischen Stadt Chitré, zu dem rund 10.000 junge Menschen, zahlreiche (Erz-)Bischöfe und die Verantwortlichen für die „Tage der Begegnung“ aus 23 (Erz-)Diözesen Panamas, Costa Ricas und Nicaraguas angereist waren. Für Weihbischof Peters wurde auf dem Festival und in den zahlreichen Gesprächen deutlich, dass sich eine ganze Region auf den Weltjugendtag freut und vorbereitet: „Das Jugendfestival hat die Begeisterung der jungen Menschen spürbar werden lassen, sich als Kirche zu zeigen. Ich lade alle jungen Menschen aus Deutschland ein, die Hindernisse zu überwinden, die sich durch den Termin im Januar ergeben, und sich auf den Weg zu diesem Glaubensfest und in die Realität dieser Länder zu begeben!“

Hintergrund

Der Weltjugendtag wurde von Papst Johannes Paul II. ins Leben gerufen und findet alle zwei bis drei Jahre auf internationaler Ebene statt – zuletzt 2016 in Krakau und nun vom 22. bis 27. Januar 2019 in Panama. Die Tage der Begegnung in den (Erz-)Diözesen gehen dem zentralen Weltjugendtag in Panama-Stadt voraus und finden diesmal auch in den Nachbarländern Nicaragua und Costa Rica statt. In Deutschland wird der Weltjugendtag durch die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) koordiniert.

Vorbereitung zum Weltjugendtag in Panama

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 30. January 2018 - 9:03
„Oh, wie schön ist Panama! Das kann ich vollends bestätigen“, hat Weihbischof Jörg Michael Peters (Trier), stellvertretender Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, zum Abschluss einer Pilgerfahrt zur Vorbereitung des XXXIV. Weltjugendtags 2019 in Panama gesagt. Vom 17. bis 29. Januar 2018 hatten sich 21 Vertreter der Jugendpastoral aus den deutschen (Erz-)Diözesen, Verbänden und Bewegungen auf den Weg nach Panama und Nicaragua gemacht, um gemeinsam mit der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) und Adveniat, dem Lateinamerika-Hilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland, die kirchliche und soziale Realität des Gastlandes zu erleben.

Die Delegierten hatten Gelegenheit, Absprachen mit den Verantwortlichen vor Ort für ihre Fahrten zu den „Tagen der Begegnung“ zu treffen. Diese „Tage der Begegnung“ – unmittelbar vor dem zentralen Programm in der Weltjugendtagsstadt – sind ein fester Bestandteil des Glaubensfestes, bei dem die jungen Pilger das Leben in den Pfarrgemeinden kennenlernen. 2019 werden diese „Tage der Begegnung“ nicht nur in Panama, sondern auch in den Nachbarländern Nicaragua und Costa Rica stattfinden. Paul Metzlaff, Referent für Glaubensbildung in der afj, ist sicher: „Unsere Pilgerinnen und Pilger können sich auf eine lebendige und junge Kirche, auf rhythmische Glaubensfreude und beeindruckende Persönlichkeiten freuen. Dieser Weltjugendtag lohnt sich besonders!“

In Panama-Stadt sprach die Delegation mit dem lokalen Organisationskomitee über pastorale und logistische Aspekte und besichtigte zentrale Orte des Weltjugendtags. Im Fokus von Gesprächen mit der deutschen Botschaft standen wirtschaftliche, soziale und gesellschaftliche Facetten des Landes. Zudem besuchte die Gruppe die ärmere Diözese Colón und eine überwiegend aus Indigenen aus dem Volk der Kuna bestehende Gemeinde am Rand von Panama-Stadt. „Panama ist ein Land mit sehr großen Unterschieden zwischen Arm und Reich. Das zeigt, dass auch in den weiterentwickelten Ländern Lateinamerikas die Armut noch nicht besiegt ist“, fasste Stephan Jentgens, Geschäftsführer von Adveniat, zusammen. Mit seinen Projekten in Panama (44) und Nicaragua (166) habe Adveniat im vergangenen Jahr mit mehr als zwei Millionen Euro die Arbeit der Kirche bei den Armen unterstützt, berichtete Jentgens.

Im Anschluss reiste die Delegation nach Nicaragua und kam dort mit Kardinal Leopoldo José Brenes Solórzano, dem Erzbischof von Managua, Jugendbischof David Albin Zywiec Sidor OFMCap und Verantwortlichen der Jugendpastoral zusammen. Die Delegation um Weihbischof Peters informierte sich in der Hauptstadt Managua über die Planungen für die „Tage der Begegnung“, das speziell entwickelte zweijährige Jugendpastoralprogamm und die soziale Realität junger Menschen. Er zeigte sich beeindruckt von der Lebenssituation der Menschen in der Diözese Estelí im Norden Nicaraguas, ihrer Gastfreundschaft und der intensiven Vorbereitung auf den Empfang der Pilgerinnen und Pilger im Jahr 2019.

Pfarrer Dirk Bingener, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend, stellte mit Hinblick auf den kommenden Weltjugendtag fest: „Die Teilnehmenden des Weltjugendtags werden erleben können, wie unterschiedlich die Realitäten sind, in denen Menschen hier leben und was es heißt, sich am Evangelium auszurichten, um an der Seite der Benachteiligten auf junge Art und Weise Kirche zu sein: glaubend, konkret, politisch. Und die Lebensfreude und Gastfreundschaft der Menschen wird unsere Jugendlichen sicher begeistern.“

Den Abschluss der Pilgerfahrt bildete die Teilnahme am „Encuentro Nacional de Renovación Juvenil“ in der panamaischen Stadt Chitré, zu dem rund 10.000 junge Menschen, zahlreiche (Erz-)Bischöfe und die Verantwortlichen für die „Tage der Begegnung“ aus 23 (Erz-)Diözesen Panamas, Costa Ricas und Nicaraguas angereist waren. Für Weihbischof Peters wurde auf dem Festival und in den zahlreichen Gesprächen deutlich, dass sich eine ganze Region auf den Weltjugendtag freut und vorbereitet: „Das Jugendfestival hat die Begeisterung der jungen Menschen spürbar werden lassen, sich als Kirche zu zeigen. Ich lade alle jungen Menschen aus Deutschland ein, die Hindernisse zu überwinden, die sich durch den Termin im Januar ergeben, und sich auf den Weg zu diesem Glaubensfest und in die Realität dieser Länder zu begeben!“

Hintergrund
Der Weltjugendtag wurde von Papst Johannes Paul II. ins Leben gerufen und findet alle zwei bis drei Jahre auf internationaler Ebene statt – zuletzt 2016 in Krakau und nun vom 22. bis 27. Januar 2019 in Panama. Die Tage der Begegnung in den (Erz-)Diözesen gehen dem zentralen Weltjugendtag in Panama-Stadt voraus und finden diesmal auch in den Nachbarländern Nicaragua und Costa Rica statt. In Deutschland wird der Weltjugendtag durch die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) koordiniert.

Tagung der katholischen Vertreter in den Gremien der Rundfunksender

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 26. January 2018 - 12:00

Die katholischen Vertreter in den Gremien der öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfundsender sowie der Landesmedienanstalten sind gestern (25. Januar 2018) zu einer Konferenz auf Einladung des Sekretärs der Deutschen Bischofskonferenz, Pater Dr. Hans Langendörfer SJ, in Bonn zusammengekommen. Bei dem Austausch ging es vor allem um die medienpolitischen Herausforderungen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten im digitalen Medienmarkt. Hintergrund ist die gegenwärtig kontrovers geführte Diskussion um eine Strukturreform der öffentlich-rechtlichen Sender sowie die bevorstehende Änderung des 22.  Rundfunkstaatsvertrags. Die Gremienvertreter hielten dazu fest: „Ein starker öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist unverzichtbar. Er muss sich daher weiterentwickeln und auch neu entstehende Kommunikationsräume adäquat nutzen dürfen. Gleichzeitig sind faire Wettbewerbsbedingungen für die Privatsender und Verlage notwendig.“ Der Gesetzgeber sei gefordert, die unterschiedlichen Interessen zu berücksichtigen.

Mit Blick auf die zunehmende Hetze und Verrohung in den sozialen Netzwerken machten die Gremienvertreter deutlich: „Öffentlich-rechtliche und private Sender sowie die Verleger sollten sich gemeinsam für Qualitätsjournalismus und eine differenzierte Debattenkultur engagieren.“ Die Gesellschaft spalte sich mehr und mehr in Teilöffentlichkeiten. Dem müsse gemeinsam gegengesteuert werden: „Es ist eine übergreifende Aufgabe der Medienunternehmen, Meinungsvielfalt zu organisieren, Werte zu vermitteln und zur gesellschaftlichen Integration beizutragen.“ Den öffentlich-rechtlichen Sendern komme aufgrund des spezifischen Auftrags eine besondere Verantwortung zu. Ihre Bestands- und Entwicklungsgarantie sowie eine solide Finanzausstattung müssten daher dauerhaft gesichert werden.

Während der Tagung informierte funk-Programmgeschäftsführer Florian Hager über die bisherige Bilanz des jungen Contentangebots von ARD und ZDF. Die Kirchen sind seit dem Sendestart am 1. Oktober 2016 mit eigenen Programmen dabei. Die Gremienvertreter würdigten die Kooperation als vorbildliche kreative Zusammenarbeit. Man wolle junge Menschen mit werteorientierten Inhalten erreichen. Das gelinge mit funk zielgruppengerecht.

Tagung der katholischen Vertreter in den Gremien der Rundfunksender

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 26. January 2018 - 9:12
Die katholischen Vertreter in den Gremien der öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfundsender sowie der Landesmedienanstalten sind gestern (25. Januar 2018) zu einer Konferenz auf Einladung des Sekretärs der Deutschen Bischofskonferenz, Pater Dr. Hans Langendörfer SJ, in Bonn zusammengekommen. Bei dem Austausch ging es vor allem um die medienpolitischen Herausforderungen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten im digitalen Medienmarkt. Hintergrund ist die gegenwärtig kontrovers geführte Diskussion um eine Strukturreform der öffentlich-rechtlichen Sender sowie die bevorstehende Änderung des 22.  Rundfunkstaatsvertrags. Die Gremienvertreter hielten dazu fest: „Ein starker öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist unverzichtbar. Er muss sich daher weiterentwickeln und auch neu entstehende Kommunikationsräume adäquat nutzen dürfen. Gleichzeitig sind faire Wettbewerbsbedingungen für die Privatsender und Verlage notwendig.“ Der Gesetzgeber sei gefordert, die unterschiedlichen Interessen zu berücksichtigen.

Mit Blick auf die zunehmende Hetze und Verrohung in den sozialen Netzwerken machten die Gremienvertreter deutlich: „Öffentlich-rechtliche und private Sender sowie die Verleger sollten sich gemeinsam für Qualitätsjournalismus und eine differenzierte Debattenkultur engagieren.“ Die Gesellschaft spalte sich mehr und mehr in Teilöffentlichkeiten. Dem müsse gemeinsam gegengesteuert werden: „Es ist eine übergreifende Aufgabe der Medienunternehmen, Meinungsvielfalt zu organisieren, Werte zu vermitteln und zur gesellschaftlichen Integration beizutragen.“ Den öffentlich-rechtlichen Sendern komme aufgrund des spezifischen Auftrags eine besondere Verantwortung zu. Ihre Bestands- und Entwicklungsgarantie sowie eine solide Finanzausstattung müssten daher dauerhaft gesichert werden.

Während der Tagung informierte funk-Programmgeschäftsführer Florian Hager über die bisherige Bilanz des jungen Contentangebots von ARD und ZDF. Die Kirchen sind seit dem Sendestart am 1. Oktober 2016 mit eigenen Programmen dabei. Die Gremienvertreter würdigten die Kooperation als vorbildliche kreative Zusammenarbeit. Man wolle junge Menschen mit werteorientierten Inhalten erreichen. Das gelinge mit funk zielgruppengerecht.

Ständiger Rat der Deutschen Bischofskonferenz debattiert Vaterunser-Bitte

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 25. January 2018 - 11:35
Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz hat sich auf seiner jüngsten Sitzung mit der Vaterunser-Bitte „Und führe uns nicht in Versuchung“ befasst. Papst Franziskus hatte in einem Interview angeregt, über die Übersetzung dieser Bitte und eine mögliche Missverständlichkeit nachzudenken. Eine Diskussion um die Vaterunser-Bitte ist daraufhin in den vergangenen Wochen breit in der Öffentlichkeit geführt worden.

Nach einer ausführlichen Erörterung der diesbezüglichen theologischen und insbesondere exegetischen Fragen sind die deutschen Bischöfe der Auffassung, dass die vorhandene Übersetzung – nicht zuletzt mit Sicht auf die konfessions- und länderübergreifende Einheitlichkeit – beibehalten werden soll. Dem Anliegen von Papst Franziskus entsprechend soll verstärkt darauf gesetzt werden, in Gesprächen, Diskussionen und Textbeiträgen die Bedeutung und den theologischen Hintergrund dieser Vaterunser-Bitte zu verdeutlichen. Die deutschen Bischöfe schließen sich damit einem Votum der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz an, das unter ihrem Vorsitzenden, Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann (Speyer), erstellt wurde.
Hinweis:
Die Stellungnahme der Glaubenskommission ist untenstehend als pdf-Datei zum Herunterladen verfügbar.

Ständiger Rat der Deutschen Bischofskonferenz debattiert Vaterunser-Bitte

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 25. January 2018 - 9:15

Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz hat sich auf seiner jüngsten Sitzung mit der Vaterunser-Bitte „Und führe uns nicht in Versuchung“ befasst. Papst Franziskus hatte in einem Interview angeregt, über die Übersetzung dieser Bitte und eine mögliche Missverständlichkeit nachzudenken. Eine Diskussion um die Vaterunser-Bitte ist daraufhin in den vergangenen Wochen breit in der Öffentlichkeit geführt worden.

Nach einer ausführlichen Erörterung der diesbezüglichen theologischen und insbesondere exegetischen Fragen sind die deutschen Bischöfe der Auffassung, dass die vorhandene Übersetzung – nicht zuletzt mit Sicht auf die konfessions- und länderübergreifende Einheitlichkeit – beibehalten werden soll. Dem Anliegen von Papst Franziskus entsprechend soll verstärkt darauf gesetzt werden, in Gesprächen, Diskussionen und Textbeiträgen die Bedeutung und den theologischen Hintergrund dieser Vaterunser-Bitte zu verdeutlichen. Die deutschen Bischöfe schließen sich damit einem Votum der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz an, das unter ihrem Vorsitzenden, Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann (Speyer), erstellt wurde.


Hinweis:

Die Stellungnahme der Glaubenskommission ist untenstehend als pdf-Datei zum Herunterladen verfügbar.

„Gott im Abseits“

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 24. January 2018 - 10:09


Nach dem Auftakt des Projekts „Gott im Abseits“ startet heute (24. Januar 2018) die zweite Staffel des Folgeprojekts „Valerie und der Priester“, das im Sommer 2017 nach einjähriger erfolgreicher Laufzeit endete. In dem neuen Projekt treffen junge, kirchenferne Journalisten auf Menschen, die ihre Berufung zu ihrem Lebensinhalt machen und das persönliche Leben am Glauben ausrichten. Im Fokus steht das Engagement für Menschen im gesellschaftlichen Abseits. Die Akteure sind Ordensleute und pastorale Mitarbeiter, die sich um Menschen an den Rändern der Gesellschaft kümmern. Journalisten erfahren dabei eine ihnen bisher unbekannte Seite der Kirche. Bei der ersten Staffel im Sommer 2017 stand die Straßenambulanz Frankfurt im Mittelpunkt. Ein Fernsehjournalist hatte über seine Erlebnisse in der Straßenambulanz berichtet und eine Ordensschwester porträtiert.

Mit der jetzt beginnenden Folge „Gott im Abseits – Gott im Rausch“ erzählt die Journalistin Christina Hertel von ihren Erfahrungen auf dem „Hof der Hoffnung“ (Fazenda da Esperança) – einer Glaubensgemeinschaft, die jungen drogenabhängigen und suchtkranken Männern nach ihrer Therapie eine Heimat bietet. Gebet, Arbeit und Gemeinschaft strukturieren den Tag. Christina Hertel, die mit in der Gemeinschaft für Drogenabhängige lebt, geht der Frage nach, ob Sucht und Abhängigkeit tatsächlich durch den Glauben besiegt werden können. Von Ende Januar bis Ende April 2018 berichtet sie von der Fazenda da Esperança in Bickenried (Allgäu) und portraitiert den Brasilianer Luiz Fernando Braz, der sein Leben Gott geweiht hat, die Fazenda da Esperança leitet und im kommenden Jahr seine ewigen Gelübde ablegen wird.

Die Fazenda da Esperança ist eine Lebensgemeinschaft, die vor über 25 Jahren in Brasilien aus dem Engagement einiger Mitglieder einer katholischen Kirchengemeinde entstand. Bis heute sind mehr als 100 Fazenda-Gemeinschaften weltweit entstanden: Alleinstehende, Paare und Familien leben gemeinsam und gestalten ihren Alltag aus dem christlichen Glauben heraus. Drogenabhängige und Suchtkranke können für ein Jahr mit in den Gemeinschaften leben, um nach ihrer Therapie ein neues, selbstverantwortliches Leben zu lernen. Bereits im Winter 2017/2018 verbrachte Christina Hertel mehrere Tage in Bickenried und lernte den Alltag von Luiz Fernando Braz kennen.


Hintergrund zur zweiten Staffel „Gott im Abseits – Gott im Rausch“

Christina Hertel arbeitet als freie Journalistin in München. Sie ist als Protestantin im katholischen Bayern aufgewachsen. Als Kind war sie öfter bei Zeltlagern der Kirche, verlor aber irgendwo zwischen der ersten Party und dem Abitur den Bezug zum Glauben. Heute besucht sie die Kirche nur noch an Heiligabend. Dass sie nach dem Projekt wieder öfter auf der Kirchenbank sitzt, kann sie sich nicht vorstellen. Das Spannende an „Gott im Abseits“ ist für die 26-Jährige, über mehrere Monate hinweg immer wieder in eine fremde Welt einzutauchen. Sie erhofft sich, in dieser Zeit Dinge zu begreifen, die ihr jetzt noch völlig unvorstellbar erscheinen. Zum Beispiel, dass Luiz Fernando Braz freiwillig ein Leben wie ein Mönch führt – ohne eigene Familie und ohne Besitz. Christina Hertel fragt sich auch, wie Braz den drogenabhängigen und süchtigen Männern auf der Fazenda da Esperança überhaupt helfen kann. Es gibt zwar bei Bedarf Ärzte und Therapeuten, mit denen die Fazenda da Esperança zusammenarbeitet, doch das Wesentliche geschieht hier durch das Zusammenleben auf dem Hof und das gemeinsame Gebet.

Luiz Fernando Braz kommt ursprünglich aus Brasilien. Mit Anfang 20 hatte er vor, nur einen Monat in Deutschland zu bleiben. Doch daraus sind mittlerweile zehn Jahre geworden. Auf der Fazenda da Esperança im Allgäu trägt er die Verantwortung für Männer, die drogenabhängig waren und auch sonst im Leben viele Schwierigkeiten hatten. Der 32-Jährige hat entschieden, sich um sie zu kümmern und gleichzeitig auf vieles zu verzichten, von dem er als Jugendlicher noch träumte: eine eigene Familie mit Kindern, eine Frau, ein eigenes Haus und einen Job, mit dem sich gut Geld verdienen lässt. Seit inzwischen vier Jahren widmet der studierte Grafikdesigner sein Leben ganz dem Glauben. Er hat viele Menschen begleitet, die sich nach Jahren der Abhängigkeit wieder ein normales Leben aufgebaut haben. Braz ist davon überzeugt, dass der Glaube und die Liebe, die diese Männer auf der Fazenda da Esperança erfuhren, bei diesem Weg helfen konnten. Gleichzeitig sagt er, sei das, was er von den ehemaligen Drogenabhängigen lerne, wertvoller als alles, was ihm Professoren an der Uni beigebracht haben. Bei „Gott im Abseits“ macht er mit, weil er sich wünscht, dass auf diesem Weg noch viele weitere Menschen von der Fazenda erfahren und dort Hilfe suchen.

„Gott im Abseits“ ist ein Projekt der Deutschen Bischofskonferenz und wird begleitet von Pfarrer Michael Maas, Leiter des Zentrums für Berufungspastoral der Deutschen Bischofskonferenz. „Die neue Staffel ‚Gott im Abseits‘ widmet sich der nachhaltigen Heilung von Menschen. In der ersten Staffel bei den missionsärztlichen Schwestern haben wir gezeigt, wie die Kirche Menschen in akuter Not hilft. Darüber hinaus will die Kirche aber auch denjenigen, die das wünschen, dabei helfen, ein selbstverantwortliches Leben zu lernen und dadurch ‚heil‘ zu werden“, sagt Michael Maas.


Hinweise:

Die primären Kanäle der Dokumentation sind die sozialen Netzwerke: Auf Facebook, in einem Blog unter http://www.gott-im-abseits.de, Twitter und YouTube dokumentieren die Journalisten ihre Erlebnisse.

Kostenfreie Pressefotos von Christina Hertel und Luiz Fernando Braz in Druckqualität können auf Anfrage per E-Mail an pressestelle(at)dbk.de  zur Verfügung gestellt werden. Die Pressestelle vermittelt auch Interviews mit der Journalistin und dem Protagonisten.

„Gott im Abseits“

Visus Conferentiae Episcoporum Germanorum - 24. January 2018 - 9:03
Nach dem Auftakt des Projekts „Gott im Abseits“ startet heute (24. Januar 2018) die zweite Staffel des Folgeprojekts „Valerie und der Priester“, das im Sommer 2017 nach einjähriger erfolgreicher Laufzeit endete. In dem neuen Projekt treffen junge, kirchenferne Journalisten auf Menschen, die ihre Berufung zu ihrem Lebensinhalt machen und das persönliche Leben am Glauben ausrichten. Im Fokus steht das Engagement für Menschen im gesellschaftlichen Abseits. Die Akteure sind Ordensleute und pastorale Mitarbeiter, die sich um Menschen an den Rändern der Gesellschaft kümmern. Journalisten erfahren dabei eine ihnen bisher unbekannte Seite der Kirche. Bei der ersten Staffel im Sommer 2017 stand die Straßenambulanz Frankfurt im Mittelpunkt. Ein Fernsehjournalist hatte über seine Erlebnisse in der Straßenambulanz berichtet und eine Ordensschwester porträtiert.

Mit der jetzt beginnenden Folge „Gott im Abseits – Gott im Rausch“ erzählt die Journalistin Christina Hertel von ihren Erfahrungen auf dem „Hof der Hoffnung“ (Fazenda da Esperança) – einer Glaubensgemeinschaft, die jungen drogenabhängigen und suchtkranken Männern nach ihrer Therapie eine Heimat bietet. Gebet, Arbeit und Gemeinschaft strukturieren den Tag. Christina Hertel, die mit in der Gemeinschaft für Drogenabhängige lebt, geht der Frage nach, ob Sucht und Abhängigkeit tatsächlich durch den Glauben besiegt werden können. Von Ende Januar bis Ende April 2018 berichtet sie von der Fazenda da Esperança in Bickenried (Allgäu) und portraitiert den Brasilianer Luiz Fernando Braz, der sein Leben Gott geweiht hat, die Fazenda da Esperança leitet und im kommenden Jahr seine ewigen Gelübde ablegen wird.

Die Fazenda da Esperança ist eine Lebensgemeinschaft, die vor über 25 Jahren in Brasilien aus dem Engagement einiger Mitglieder einer katholischen Kirchengemeinde entstand. Bis heute sind mehr als 100 Fazenda-Gemeinschaften weltweit entstanden: Alleinstehende, Paare und Familien leben gemeinsam und gestalten ihren Alltag aus dem christlichen Glauben heraus. Drogenabhängige und Suchtkranke können für ein Jahr mit in den Gemeinschaften leben, um nach ihrer Therapie ein neues, selbstverantwortliches Leben zu lernen. Bereits im Winter 2017/2018 verbrachte Christina Hertel mehrere Tage in Bickenried und lernte den Alltag von Luiz Fernando Braz kennen.

Hintergrund zur zweiten Staffel „Gott im Abseits – Gott im Rausch“ Christina Hertel arbeitet als freie Journalistin in München. Sie ist als Protestantin im katholischen Bayern aufgewachsen. Als Kind war sie öfter bei Zeltlagern der Kirche, verlor aber irgendwo zwischen der ersten Party und dem Abitur den Bezug zum Glauben. Heute besucht sie die Kirche nur noch an Heiligabend. Dass sie nach dem Projekt wieder öfter auf der Kirchenbank sitzt, kann sie sich nicht vorstellen. Das Spannende an „Gott im Abseits“ ist für die 26-Jährige, über mehrere Monate hinweg immer wieder in eine fremde Welt einzutauchen. Sie erhofft sich, in dieser Zeit Dinge zu begreifen, die ihr jetzt noch völlig unvorstellbar erscheinen. Zum Beispiel, dass Luiz Fernando Braz freiwillig ein Leben wie ein Mönch führt – ohne eigene Familie und ohne Besitz. Christina Hertel fragt sich auch, wie Braz den drogenabhängigen und süchtigen Männern auf der Fazenda da Esperança überhaupt helfen kann. Es gibt zwar bei Bedarf Ärzte und Therapeuten, mit denen die Fazenda da Esperança zusammenarbeitet, doch das Wesentliche geschieht hier durch das Zusammenleben auf dem Hof und das gemeinsame Gebet.

Luiz Fernando Braz
kommt ursprünglich aus Brasilien. Mit Anfang 20 hatte er vor, nur einen Monat in Deutschland zu bleiben. Doch daraus sind mittlerweile zehn Jahre geworden. Auf der Fazenda da Esperança im Allgäu trägt er die Verantwortung für Männer, die drogenabhängig waren und auch sonst im Leben viele Schwierigkeiten hatten. Der 32-Jährige hat entschieden, sich um sie zu kümmern und gleichzeitig auf vieles zu verzichten, von dem er als Jugendlicher noch träumte: eine eigene Familie mit Kindern, eine Frau, ein eigenes Haus und einen Job, mit dem sich gut Geld verdienen lässt. Seit inzwischen vier Jahren widmet der studierte Grafikdesigner sein Leben ganz dem Glauben. Er hat viele Menschen begleitet, die sich nach Jahren der Abhängigkeit wieder ein normales Leben aufgebaut haben. Braz ist davon überzeugt, dass der Glaube und die Liebe, die diese Männer auf der Fazenda da Esperança erfuhren, bei diesem Weg helfen konnten. Gleichzeitig sagt er, sei das, was er von den ehemaligen Drogenabhängigen lerne, wertvoller als alles, was ihm Professoren an der Uni beigebracht haben. Bei „Gott im Abseits“ macht er mit, weil er sich wünscht, dass auf diesem Weg noch viele weitere Menschen von der Fazenda erfahren und dort Hilfe suchen.

„Gott im Abseits“
ist ein Projekt der Deutschen Bischofskonferenz und wird begleitet von Pfarrer Michael Maas, Leiter des Zentrums für Berufungspastoral der Deutschen Bischofskonferenz. „Die neue Staffel ‚Gott im Abseits‘ widmet sich der nachhaltigen Heilung von Menschen. In der ersten Staffel bei den missionsärztlichen Schwestern haben wir gezeigt, wie die Kirche Menschen in akuter Not hilft. Darüber hinaus will die Kirche aber auch denjenigen, die das wünschen, dabei helfen, ein selbstverantwortliches Leben zu lernen und dadurch ‚heil‘ zu werden“, sagt Michael Maas.

Hinweise:
Die primären Kanäle der Dokumentation sind die sozialen Netzwerke: Auf Facebook, in einem Blog unter http://www.gott-im-abseits.de, Twitter und YouTube dokumentieren die Journalisten ihre Erlebnisse.

Kostenfreie Pressefotos von Christina Hertel und Luiz Fernando Braz in Druckqualität können auf Anfrage per E-Mail an pressestelle(at)dbk.de zur Verfügung gestellt werden. Die Pressestelle vermittelt auch Interviews mit der Journalistin und dem Protagonisten.

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