24. Luglio 2016
Augenblicke der Besinnung

Herr, lass mich rasten,
wo ich hasten will.
Lass mich plaudern,
wo ich vorübereilen will.
Lass mich freundlich sein,
wo ich verdrossen bin.
Damit alle, die meine Wege kreuzen,
von Deiner Frohbotschaft erfahren.
Amen.

P. Bosmans

 
















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Jahresbericht Weltkirche veröffentlicht

Die „Konferenz Weltkirche“, der Zusammenschluss der international tätigen katholischen Einrichtungen in Deutschland, hat zum sechsten Mal den „Jahresbericht Weltkirche“ veröffentlicht. Bistümer, Hilfswerke und Missionsorden haben im vergangenen Jahr pastorale und soziale Projekte weltweit mit 582 Millionen Euro gefördert.

Damit konnte die katholische Kirche in Deutschland das Ergebnis des Vorjahres um mehr als 40 Millionen Euro übertreffen, ein Zuwachs von acht  Prozent. Zu dieser Summe kommen die Aufwendungen für Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit hinzu, die im Jahresbericht gesondert ausgewiesen werden. Die vorgelegten Zahlen bilden dabei nicht das gesamte weltkirchliche Engagement der Katholiken ab: Viele Kirchengemeinden, katholische Verbände und Schulen ergänzen die Projektarbeit der Hilfswerke und Organisationen mit kleinen Initiativen zugunsten lokaler Partner in aller Welt, ohne dass der finanzielle Umfang dieser Aktivitäten zentral erfasst werden könnte.

Inhaltliches Schwerpunktthema des Jahresberichts Weltkirche 2015 ist der Dialog mit dem Islam. Angesichts eines auch Europa bedrohenden Terrorismus, der sich auf die den Muslimen heiligen Überlieferungen beruft, und der Migration von allein im letzten Jahr mehr als einer Million Flüchtlinge aus vornehmlich islamisch geprägten Ländern nach Deutschland hat die Frage des Zusammenlebens der Religionen auch hierzulande neue Bedeutung gewonnen. Prof. Dr. Tobias Specker SJ (Hochschule Sankt Georgen, Frankfurt), Prof. Dr. Martin Üffing SVD (Provinzial der Steyler Missionare), Dr. Timo Güzelmansur (Leiter der Fachstelle CIBEDO – Christlich-islamische Begegnung- und Dokumentationsstelle) und Pater James Channan OP aus Pakistan beleuchten in ihren Beiträgen Möglichkeiten und Probleme des Gesprächs zwischen den Weltreligionen. Im Vorwort zum Jahresbericht führt der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), aus: „Wir brauchen […] weniger die Rede über als das Gespräch mit dem Islam: einen interreligiösen und interkulturellen Dialog über die Grundlagen unseres Zusammenlebens, der auch den Muslimen hilft, ihren Platz innerhalb unserer Gesellschaft zu finden. Dabei müssen vor allem theologische Themen zur Sprache kommen.“

Der Jahresbericht wird zu Beginn der „Jahrestagung Weltkirche und Mission“ vorgestellt, die vom 27. bis 29. Juni 2016 in Würzburg stattfindet. Dort werden 140 Vertreter der weltkirchlich tätigen Einrichtungen Fragen des interreligiösen Austausches erörtern. „Gemeinsam mit christlichen und muslimischen Experten aus Deutschland, Mali und dem Libanon wollen wir bei der Jahrestagung Grundlagen, Chancen und Herausforderungen des christlich-islamischen Dialogs reflektieren und die Fragen nach Gewalt und Gewaltlosigkeit, nach dem Verhältnis von Dialog und Mission und nach den Grenzen des Dialogs diskutieren“, erklärt der Vorsitzende der Kommission Weltkirche.

Der „Konferenz Weltkirche“ gehören unter dem Vorsitz von Erzbischof Dr. Ludwig Schick Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz, der 27 (Erz-)Diözesen, der Deutschen Ordensobernkonferenz, der weltkirchlichen Werke, der Verbände und anderer weltkirchlich tätiger Einrichtungen in Deutschland an. Der Jahresbericht bietet neben dem Themenschwerpunkt und dem Statistikteil einen inhaltlichen Überblick über die vielfältige internationale Arbeit der beteiligten Organisationen.

Hinweise: Der Jahresbericht Weltkirche 2015 kann in der Rubrik „Veröffentlichungen“ kostenfrei bestellt oder als pdf-Datei heruntergeladen werden. Weitere Informationen bietet das Internetportal der Konferenz Weltkirche unter www.weltkirche.katholisch.de.

44. Treffen der Generalsekretäre der Europäischen Bischofskonferenzen in Berlin

Solidarität als konkrete Dimension der Barmherzigkeit steht im Mittelpunkt des 44. Treffens der Generalsekretäre der Europäischen Bischofskonferenzen. Vom 30. Juni bis 3. Juli 2016 befassen sich die Generalsekretäre in Berlin mit dem Thema der Solidarität der Kirche in Europa, das aus drei Perspektiven betrachtet wird: Aufnahme und Integration von Migranten und Flüchtlingen,  Familien im Licht des Nachsynodalen Schreibens Amoris laetitia und der beiden vergangenen römischen Bischofssynoden sowie die Solidarität unter den einzelnen Bischofskonferenzen.

Die Tagung wird am Donnerstag, dem 30. Juni 2016, durch den Generalsekretär des Rates der Europäischen Bischofkonferenzen (CCEE), Msgr. Duarte da Cunha, und den Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, P. Dr. Hans Langendörfer SJ, eröffnet. Nach einer Vorstellung der Kirche in Deutschland ist der Nachmittag dem Austausch der Generalsekretäre vorbehalten, die die wichtigsten Themen ihrer jeweiligen Bischofskonferenz diskutieren. Am Abend werden die Generalsekretäre mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, zusammentreffen und mit ihm die Eucharistie feiern.

Der Freitagvormittag dient der Vertiefung des Hauptthemas der Tagung. Zunächst geht es um die Solidarität mit Migranten und Flüchtlingen, die sich in zahlreichen Erfahrungen der Kirche bei der Aufnahme und Integration zeigt, sowie um die Auswirkungen innerhalb der einzelnen Staaten. Hierzu wird der Bundesminister des Innern, Dr. Thomas de Maizière, mit den Generalsekretären diskutieren. Es folgt der Beitrag des Patriarchen von Antiochia, Ignazio Giuseppe III. Younan. Der Delegierte des SCEAM-SECAM (Symposium der Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar), Bischof Jean-Vincent Ondon (Oyem/Gabun), spricht ebenfalls zu den Generalsekretären. Der Patriarch und der Bischof übermitteln ein Zeugnis des Leidens und der Not derer, die in der Hoffnung auf Zuflucht nach Europa kommen. Danach berichten die Generalsekretäre über konkrete Beispiele für die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen, wobei der Akzent auf den Herausforderungen und Perspektiven für die Zukunft liegt.

Am Freitagnachmittag ist eine Arbeitssitzung zum Thema Solidarität innerhalb der Familie im Licht des Nachsynodalen Schreibens Amoris laetitia vorgesehen. Nach einem Beitrag des Vorsitzenden der Kommission für Ehe und Familie der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Heiner Koch (Berlin), der an der XIV. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode teilgenommen hat, folgt eine Diskussion darüber, mit welchen Mitteln die jeweiligen Bischofskonferenzen die Vorgaben umsetzen wollen, die in Amoris laetita enthalten und aus den Arbeiten der Synoden 2014 und 2015 hervorgegangen sind.

Es folgt das Thema der Solidarität unter den einzelnen Bischofskonferenzen, wie es sich in der Dynamik der kirchlichen Synodentätigkeit ausdrückt. Dazu wird der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, ehemaliger Generalsekretär der Bischofssynode (2004–2013), sprechen. Diese Diskussion wird auch am nächsten Tag weitergeführt, an dem die Generalsekretäre des CCEE und der ComECE (Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft) sprechen.

Hinweise: Die Tagung ist nicht öffentlich. Zum Abschluss am 4. Juli 2016 wird es eine Presseerklärung geben.

Dr. Marius Linnenborn wird neuer Leiter des Deutschen Liturgischen Instituts

Der Essener Diözesanpriester Dr. Marius Linnenborn wird zum 1. November 2016 neuer Leiter des Deutschen Liturgischen Instituts in Trier. Er folgt damit Prälat Dr. Eberhard Amon, der die Aufgabe seit 1998 innehatte.

Dr. Marius Linnenborn wurde 1968 in Essen geboren. Er studierte Theologie und Kunstgeschichte in Bochum und Würzburg sowie von 1992 bis 1994  Liturgiewissenschaft an der Benediktinerhochschule Sant’Anselmo in Rom. Nach der Priesterweihe 1996 war er als Kaplan in Oberhausen und Essen tätig. Neben der Aufgabe in der Gemeindepastoral absolvierte er von 2005 bis 2008 das Promotionsstudium in Rom. Danach war Linnenborn Wallfahrtsleiter des Ludgerus-Jahres 2009 in Essen-Werden. Seit 2010 ist er Pastor in Essen-Heisingen. An der Philosophisch-Theologischen Hochschule Münster und an der Musikhochschule Köln hatte er in den vergangenen Jahren Lehraufträge für Liturgiewissenschaft. Außerdem ist er Geistlicher Beirat des Deutschen Chorverbandes Pueri Cantores.

Die Deutsche Bischofskonferenz dankt Prälat Dr. Eberhard Amon, der seit dem Jahr 1998 die Leitung des Deutschen Liturgischen Instituts innehatte. Der promovierte Liturgiewissenschaftler lenkte mit großer Umsicht und liturgiepastoraler Expertise die Geschicke des Instituts. In diesem Zusammenhang wirkte er unter anderem als Sekretär der übernationalen Ständigen Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet, in der Zeit zwischen 2005 und 2009 zudem als Geschäftsführer der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz. Im Rahmen seiner vielfältigen Aufgaben und Tätigkeiten war Prälat Dr. Amon so auch zwei Jahrzehnte lang maßgeblich beteiligt an der Erarbeitung und Gestaltung gottesdienstlicher Bücher. Leitend hierbei wie auch im Rahmen der liturgischen Fortbildung und Hilfestellung war für ihn stets die Sorge um eine authentische Feier der Liturgie und das dauernde Bestreben, den Menschen von heute immer neu Zugänge zu diesem Herzstück kirchlichen Lebens zu eröffnen.

Hinweis: Informationen über das Deutsche Liturgische Institut sind unter www.liturgie.de verfügbar.

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