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Pater Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Hildesheim

Papst Franziskus hat heute (6. April 2018) Pater Dr. Heiner Wilmer SCJ, bisher Generaloberer der Herz-Jesu-Priester in Rom, zum neuen Bischof von Hildesheim ernannt. Er wird Nachfolger von Bischof Norbert Trelle, der im vergangenen Jahr in den Ruhestand getreten ist.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, gratuliert dem künftigen Hildesheimer Bischof und heißt ihn willkommen: „Ich gratuliere Ihnen zu diesem besonderen Vertrauensbeweis des Heiligen Vaters und des Domkapitels und wünsche Ihnen Gottes reichen Segen für die bevorstehende Aufgabe. Ebenso freue ich mich, Sie schon bald im Kreis der deutschen Bischöfe begrüßen zu können.“ Die Erfahrungen als Oberer im Orden und die langjährige pastorale Arbeit seien gute Voraussetzungen für die Verantwortung für die Kirche von Hildesheim, so Kardinal Marx. Seine Biographie zeige, dass Pater Wilmer SCJ auf das neue Amt bestens vorbereitet sei. „Die Kirche steht insgesamt vor großen Herausforderungen. Aber Sie werden in Ihrem künftigen Bistum – ich durfte das in den vergangenen Jahren selbst erleben – auch eine freudige und lebendige Kirche vorfinden. Das zurückliegende Bistumsjubiläum hat ihr einen Impuls gegeben, den Blick nach vorne zu richten. Das wünsche ich Ihnen: Einen Blick nach vorne und jene Begeisterung, mit der Sie jungen Menschen als Lehrer Glaube und Kirche verständlich gemacht haben und mit der Sie bisher in Ihrer Ordensgemeinschaft wirken konnten. Die weltkirchliche Erfahrung wird Ihnen bei Ihrer neuen Aufgabe sicherlich dienlich sein.“

Pater Dr. Heiner Wilmer SCJ wurde 1961 in Schapen (Emsland) geboren. Nach dem Abitur trat er 1980 in die Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Priester ein. Es folgte ein Studium der Theologie in Freiburg und der Romanistik in Paris. Nach der Priesterweihe 1987 in Freiburg folgten weitere Studien und 1991 die Promotion. P. Wilmer erwarb das Erste und Zweite Staatsexamen und war im Schuldienst in Meppen, Vechta, New York und Handrup tätig. 2007 wurde er Provinzial des Ordens in Deutschland und 2015 Generaloberer der Herz-Jesu-Priester in Rom.

P. Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Hildesheim

Papst Franziskus hat heute (6. April 2018) P. Dr. Heiner Wilmer SCJ, bisher Generaloberer der Herz-Jesu-Priester in Rom, zum neuen Bischof von Hildesheim ernannt. Er wird Nachfolger von Bischof Norbert Trelle, der im vergangenen Jahr in den Ruhestand getreten ist.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, gratuliert dem künftigen Hildesheimer Bischof und heißt ihn willkommen: „Ich gratuliere Ihnen zu diesem besonderen Vertrauensbeweis des Heiligen Vaters und des Domkapitels und wünsche Ihnen Gottes reichen Segen für die bevorstehende Aufgabe. Ebenso freue ich mich, Sie schon bald im Kreis der deutschen Bischöfe begrüßen zu können.“ Die Erfahrungen als Oberer im Orden und die langjährige pastorale Arbeit seien gute Voraussetzungen für die Verantwortung für die Kirche von Hildesheim, so Kardinal Marx. Seine Biographie zeige, dass Pater Wilmer SCJ auf das neue Amt bestens vorbereitet sei. „Die Kirche steht insgesamt vor großen Herausforderungen. Aber Sie werden in Ihrem künftigen Bistum – ich durfte das in den vergangenen Jahren selbst erleben – auch eine freudige und lebendige Kirche vorfinden. Das zurückliegende Bistumsjubiläum hat ihr einen Impuls gegeben, den Blick nach vorne zu richten. Das wünsche ich Ihnen: Einen Blick nach vorne und jene Begeisterung, mit der Sie jungen Menschen als Lehrer Glaube und Kirche verständlich gemacht haben und mit der Sie bisher in Ihrer Ordensgemeinschaft wirken konnten. Die weltkirchliche Erfahrung wird Ihnen bei Ihrer neuen Aufgabe sicherlich dienlich sein.“

Pater Dr. Heiner Wilmer SCJ wurde 1961 in Schapen (Emsland) geboren. Nach dem Abitur trat er 1980 in die Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Priester ein. Es folgte ein Studium der Theologie in Freiburg und der Romanistik in Paris. Nach der Priesterweihe 1987 in Freiburg folgten weitere Studien und 1991 die Promotion. P. Wilmer erwarb das Erste und Zweite Staatsexamen und war im Schuldienst in Meppen, Vechta, New York und Handrup tätig. 2007 wurde er Provinzial des Ordens in Deutschland und 2015 Generaloberer der Herz-Jesu-Priester in Rom.

Solidaritätsreise von Erzbischof Schick nach Bagdad und in den Nordirak

„Enorme Herausforderungen machen koordinierte Kraftanstrengung nötig“

Solidaritätsreise von Erzbischof Schick nach Bagdad und in den Nordirak

Unter starken Sicherheitsvorkehrungen hat der Vorsitzende der Kommission Weltkirche, Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), die irakische Hauptstadt Bagdad besucht. Im Mittelpunkt der Gespräche mit dem Patriarchen der chaldäisch-katholischen Kirche, Louis Raphaël I. Sako, und Vertretern verschiedener am Wiederaufbau beteiligter Organisationen in der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland standen aktuelle Fragen zur religiösen, politischen und wirtschaftlichen Lage im Irak.

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Erzbischof Schick machte sich in Bagdad ein Bild der Situation, in der sich insbesondere die christliche Minderheit befindet. Ihre Bildungsangebote, vor allem im Schul- und Kindergartenbereich, und ihre sozialen Aktivitäten wurden von allen Beteiligten ausdrücklich als unverzichtbarer Beitrag zum Gemeinwohl des Landes gewürdigt. Dabei sei die christliche Minderheit stets der Gefahr ausgesetzt, in Konflikte zwischen islamischen Sunniten und Schiiten verwickelt zu werden. „Die große Akzeptanz, mit der die Kirche in der Öffentlichkeit wirkt, ist ein starkes Zeichen, dass Kirche in der Welt sein muss und sich nicht auf Kirchenmauern zurückziehen darf“, so Erzbischof Schick. Die Sicherheitslage sei bedrückend. Umso wichtiger sei die Ermutigung, die die Verantwortlichen der verschiedenen Konfessionen ihren Gläubigen mit in den Alltag geben. Patriarch Sako würdigte die Unterstützungsarbeit der katholischen Kirche in Deutschland für den Irak. „Ihr gebt uns viel und vergesst uns nicht. Das sind Momente, für die wir zutiefst dankbar sind“, so der Patriarch.

In Bagdad besuchte Erzbischof Schick auch die Kathedrale der syrisch-katholischen Kirche, die vor acht Jahren Ziel eines verheerenden Bombenanschlags war. Damals wurden 46 Gläubige in den Tod gerissen. Heute steht die Kirche hinter hohen Betonwänden und Stacheldrahtzaun. Erzbischof Yusuf Abba von der syrisch-katholischen Kirche erläuterte Erzbischof Schick die Lage: „Wir denken noch immer an unsere Märtyrer. Sie haben das Blut vergossen, von dem wir heute weiter leben. Als christliche Minderheit dürfen wir – trotz Terror und Angst – das Land nicht verlassen.“ Erzbischof Schick hob in seinem Gespräch hervor, welch bedeutenden Beitrag die christliche Minderheit zum Aufbau der Zivilgesellschaft im Irak leiste. „Darin werden wir die Kirchen vor Ort auch künftig tatkräftig unterstützen.“

Erzbischof Schick traf am frühen Morgen des 3. April 2018 in Bagdad ein. Am Abend setzte er seine Reise in die nordirakische Region Kurdistan fort, wo er von den Leitern der großen katholischen Hilfswerke aus Deutschland begleitet wird. Nach einem Treffen mit dem Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Erbil begab sich Erzbischof Schick in das vor knapp anderthalb Jahren von der IS-Terrorherrschaft befreite Gebiet der Ninive-Ebene. Noch vor zwei Jahren konnte er sich außerhalb der vom IS beherrschten Gebiete in der Autonomen Region Kurdistan über die Lage der irakischen Binnenvertriebenen informieren. Mit seinem Besuch in der Ninive-Ebene war es Erzbischof Schick als erstem hochrangigen christlichen Kirchenvertreter aus Deutschland möglich, sich ein Bild von der Lage in einigen Städten und Dörfern zu machen, in denen der IS besonders gewütet hatte, darunter die vor allem von Christen bewohnten Orte Karakosh und Karemlesh.

Vertreter der lokalen Wiederaufbaukomitees, in denen Verantwortliche der verschiedenen katholischen und orthodoxen Kirchen zusammenarbeiten, berichteten von der geleisteten Arbeit. So sei bereits mehr als 25.000 Christen ermöglicht worden, in ihre Heimatorte zurückzukehren. Wichtig sei nun besonders, für das im Sommer beginnende Schuljahr weitere Klassenräume bereitzustellen. Die nötigen Lehrkräfte seien vorhanden und bereit, die Kinder weiterer rückkehrwilliger Familien zu unterrichten.

In der durch Rauchbomben teilweise ausgebrannten und schwer beschädigten syrisch-katholischen St.-Josefskirche in Karakosh feierte Erzbischof Schick mit dem syrisch-katholischen Ortsbischof, Boutros Moshe, die Messe in aramäischer Sprache, der Sprache Jesu. Beeindruckt zeigte sich Erzbischof Schick von der Arbeit der Dominikanerinnen in der Stadt: „Was hier geleistet wird, ist die Arbeit von Heiligen im Alltag. Es ist bewegend zu sehen, wie die Dominikanerinnen sich um Bildungsangebote, Altenbetreuung und die junge Generation kümmern. Würde es sie nicht mehr geben, würde Karakosh ein Teil der Seele fehlen“, so Erzbischof Schick. „Ich bin hierhergekommen, um dieser vom IS besonders brutal heimgesuchten Region die Solidarität der katholischen Kirche Deutschlands zu bezeugen. Das ist es, was es hier braucht: Solidarität und Gebet.“ Erzbischof Schick würdigte dabei auch die vielfältige Arbeit der kirchlichen Hilfswerke aus Deutschland. „Hier wird unverzichtbare Aufbauarbeit geleistet. Was jetzt notwendig ist, ist eine gute Koordination. Deshalb bin ich hier, weil ich möchte, dass alle miteinander ins Gespräch kommen – Hilfswerke und Betroffene vor Ort.“ Im Vergleich zu seinem letzten Irak-Besuch vor zwei Jahren sagte Erzbischof Schick: „Es ist schon beklemmend, durch die Straßen zu gehen, in denen vor wenigen Monaten noch Menschen erschossen und vergewaltigt wurden. Mich beeindruckt die Bevölkerung, die versucht, zu einem gewissen normalen Leben zurückzukehren. Ich spürte aber auch: Die Angst vor neuer Gewalt und weiterem Terror ist noch immer da.“

Erzbischof Schick setzt seine Reise heute mit weiteren Besuchen in zerstörten Ortschaften der Ninive-Ebene fort. Am späten Samstagabend reist er nach Deutschland zurück.


Hinweise:
Wir bitten um Verständnis, dass aus Gründen der Sicherheit im Irak die Reise von Erzbischof Schick nicht im Vorfeld angekündigt werden konnte. Erzbischof Schick steht unmittelbar nach Rückkehr für Interviews zur Verfügung. Bitte schreiben Sie dazu eine E-Mail an pressestelle(at)dbk.de. Die Interviews können zeitnah nur am Sonntagvormittag geführt werden.

Kostenfreies Fotomaterial der Reise – unter Nennung des Copyrights – finden Sie zum Download in der obenstehenden Bildergalerie.

Antwortbrief von Kardinal Reinhard Marx zum Thema „Beschluss der Vollversammlung über die pastorale Handreichung über konfessionsverschiedene Ehen und eine gemeinsame Teilnahme an der Eucharistie“

Untenstehend finden Sie ein Antwortschreiben von Kardinal Reinhard Marx, dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, vom 4. April 2018 an die Erzbischöfe von Köln und Bamberg und die Bischöfe von Augsburg, Eichstätt, Görlitz, Passau und Regensburg, von dem alle Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz in Kenntnis gesetzt wurden:

„Hochwürdigste Herren, liebe Mitbrüder,
am 28. März 2018 erreichte mich das Schreiben des Erzbischofs von Köln vom 23. März 2018, mit dem er mir – persönlich/vertraulich – einen Brief an den Präsidenten des Päpstlichen Rats für die Einheit der Christen vom 22. März 2018 zur Kenntnis gibt.

Trotz der ausführlichen und auch kontroversen Aussprache in der Vollversammlung und des mit weit überwiegender Mehrheit der Mitglieder der Bischofskonferenz gefassten Beschlusses bestehen bei Euch so große Zweifel, ob der in der pastoralen Handreichung über konfessionsverschiedene Ehen und eine gemeinsame Teilnahme an der Eucharistie ‚vorgelegte Lösungsentwurf mit dem Glauben und der Einheit der Kirche vereinbar ist‘, dass Ihr den Präsidenten des Rates für die Einheit der Christen ‚um Hilfe‘ bittet. Dabei geht Ihr von dem Entwurfstext aus, der ja nach dem Beschluss der Vollversammlung noch eine Modiphase durchläuft.

Zu den im Brief vorgebrachten Hintergründen möchte ich nur anmerken:
1. Anders als im Brief beschrieben wird nicht ‚in der Konfessionsverschiedenheit der Ehe‘ die gravis spiritualis necessitas angenommen, sondern es wird dargelegt, dass ein schwerwiegendes geistliches Bedürfnis aus dem gemeinsamen Eheleben in einer konfessionsverschiedenen Ehe im Einzelfall entstehen kann.
2. Es wurde mehrfach und deutlich dargelegt, dass es selbstverständlich einer nationalen Bischofskonferenz (und nach c. 844 § 4 CIC sogar einem Diözesanbischof) möglich ist, Kriterien zu formulieren, die die Kommunionspendung an nicht in voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche befindlichen Christen erlauben, und auch auf bereits bestehende Regelungen in anderen Teilen der Kirche verwiesen.

Die Vollversammlung hat ihre Entscheidung vor dem Hintergrund theologischer und ökumenischer Bezugstexte und kirchenrechtlicher Regelungsmöglichkeiten getroffen und sieht deshalb die Rückbindung mit der Universalkirche als klar gegeben an, zumal nach der Ermutigung von Papst Franziskus zu weiteren Schritten in der Ökumene, auch in der Seelsorge. Die Handreichung setzt diesen Wunsch behutsam um mit der Absicht, für die Seelsorger und die Eheleute eine größere Klarheit zu schaffen.

Da dieser Brief den Beschluss der Vollversammlung betrifft und er nicht nur mir, sondern auch Erzbischof Ladaria, Bischof Arrieta und dem Apostolischen Nuntius zur Kenntnis gegeben wurde, halte ich es für geraten, alle Mitglieder der Bischofskonferenz darüber in Kenntnis zu setzen.

Oremus pro invicem.
Mit herzlichen Grüßen
Reinhard Kardinal Marx“

Antwortbrief von Kardinal Reinhard Marx zum Thema „Beschluss der Vollversammlung über die pastorale Handreichung über konfessionsverschiedene Ehen und eine gemeinsame Teilnahme an der Eucharistie“

Untenstehend finden Sie ein Antwortschreiben von Kardinal Reinhard Marx, dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, vom 4. April 2018 an die Erzbischöfe von Köln und Bamberg und die Bischöfe von Augsburg, Eichstätt, Görlitz, Passau und Regensburg, von dem alle Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz in Kenntnis gesetzt wurden:

„Hochwürdigste Herren, liebe Mitbrüder,
am 28. März 2018 erreichte mich das Schreiben des Erzbischofs von Köln vom 23. März 2018, mit dem er mir – persönlich/vertraulich – einen Brief an den Präsidenten des Päpstlichen Rats für die Einheit der Christen vom 22. März 2018 zur Kenntnis gibt.

Trotz der ausführlichen und auch kontroversen Aussprache in der Vollversammlung und des mit weit überwiegender Mehrheit der Mitglieder der Bischofskonferenz gefassten Beschlusses bestehen bei Euch so große Zweifel, ob der in der pastoralen Handreichung über konfessionsverschiedene Ehen und eine gemeinsame Teilnahme an der Eucharistie ‚vorgelegte Lösungsentwurf mit dem Glauben und der Einheit der Kirche vereinbar ist‘, dass Ihr den Präsidenten des Rates für die Einheit der Christen ‚um Hilfe‘ bittet. Dabei geht Ihr von dem Entwurfstext aus, der ja nach dem Beschluss der Vollversammlung noch eine Modiphase durchläuft.

Zu den im Brief vorgebrachten Hintergründen möchte ich nur anmerken:
1. Anders als im Brief beschrieben wird nicht ‚in der Konfessionsverschiedenheit der Ehe‘ die gravis spiritualis necessitas angenommen, sondern es wird dargelegt, dass ein schwerwiegendes geistliches Bedürfnis aus dem gemeinsamen Eheleben in einer konfessionsverschiedenen Ehe im Einzelfall entstehen kann.
2. Es wurde mehrfach und deutlich dargelegt, dass es selbstverständlich einer nationalen Bischofskonferenz (und nach c. 844 § 4 CIC sogar einem Diözesanbischof) möglich ist, Kriterien zu formulieren, die die Kommunionspendung an nicht in voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche befindlichen Christen erlauben, und auch auf bereits bestehende Regelungen in anderen Teilen der Kirche verwiesen.

Die Vollversammlung hat ihre Entscheidung vor dem Hintergrund theologischer und ökumenischer Bezugstexte und kirchenrechtlicher Regelungsmöglichkeiten getroffen und sieht deshalb die Rückbindung mit der Universalkirche als klar gegeben an, zumal nach der Ermutigung von Papst Franziskus zu weiteren Schritten in der Ökumene, auch in der Seelsorge. Die Handreichung setzt diesen Wunsch behutsam um mit der Absicht, für die Seelsorger und die Eheleute eine größere Klarheit zu schaffen.

Da dieser Brief den Beschluss der Vollversammlung betrifft und er nicht nur mir, sondern auch Erzbischof Ladaria, Bischof Arrieta und dem Apostolischen Nuntius zur Kenntnis gegeben wurde, halte ich es für geraten, alle Mitglieder der Bischofskonferenz darüber in Kenntnis zu setzen.

Oremus pro invicem.
Mit herzlichen Grüßen
Reinhard Kardinal Marx“

Einladung zur bundesweiten Eröffnung der Woche für das Leben 2018

Die „Woche für das Leben“ ist seit mehr als 20 Jahren die ökumenische Aktion der evangelischen und katholischen Kirche für den Schutz und die Würde des Menschen vom Lebensanfang bis zum Lebensende. In diesem Jahr findet die „Woche für das Leben“ vom 14. bis 21. April 2018 statt und wird am 14. April 2018 mit einem Gottesdienst im Dom St. Peter zu Trier eröffnet.

Unter dem Motto „Kinderwunsch. Wunschkind. Unser Kind!“ setzt sich die diesjährige Woche für das Leben mit dem Thema der Pränataldiagnostik auseinander. Dabei werden die bessere medizinische Versorgung für Mutter und Kind, aber auch deren problematische Seite in den Blick genommen: Kinder mit gesundheitlichen Einschränkungen erblicken immer seltener das Licht der Welt.

Die bundesweite Aktion wird durch den Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, und den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, eröffnet. Auch Bischof Dr. Stephan Ackermann (Bistum Trier) sowie der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, werden im Gottesdienst mitwirken.

Wir laden Medienvertreter zur Berichterstattung ein am

Samstag, 14. April 2018, um 11.00 Uhr,
in den Dom St. Peter zu Trier
(Liebfrauenstraße 12, 54290 Trier)

11.00 – 12.00 Uhr Dom St. Peter zu Trier
Ökumenischer Eröffnungsgottesdienst unter der Leitung von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und Kardinal Reinhard Marx.

Im Anschluss daran findet ein Empfang für alle Gottesdienstteilnehmer im Kulturzelt vor dem Dom statt.
•    Interessierte Medienvertreter werden gebeten, sich bis zum 12. April 2018 bei der Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz per E-Mail (pressestelle(at)dbk.de) anzumelden (Stichwort „Gottesdienst“).
•    Für O-Töne zur „Woche für das Leben 2018“ stehen Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm sowie Bischof Ackermann und Präses Rekowski vor dem Eröffnungsgottesdienst nach Absprache zur Verfügung. Wir bitten Sie, uns Interviewwünsche bis zum 10. April 2018 unter pressestelle(at)dbk.de mitzuteilen (Stichwort „O-Töne“).
•    Themenheft, Postkarten und Plakate zur bundesweiten „Woche für das Leben“ stehen als pdf-Dateien unter www.woche-fuer-das-leben.de zum Herunterladen zur Verfügung und können auch bestellt werden. Auf der Internetseite finden Sie weitere Informationen.

Hintergrund zum Schwerpunktthema der „Woche für das Leben 2018“:
Bei der „Woche für das Leben“ geht es in diesem Jahr um Aufgaben und Konsequenzen der Pränataldiagnostik und deren ethische, medizinische und soziale Einordnung. Besonders wird die sich daraus ergebende Frage nach dem Wert des Lebens mit Behinderung in den Blick genommen. Die Bewertung pränataldiagnostischer Methoden ist nicht nur eine medizinisch-technische Sache. Hier müssen vornehmlich auch ethische Kriterien und die jeweiligen gesellschaftlichen Auswirkungen berücksichtig werden. In den medizinischen Fortschritten sehen die katholische und evangelische Kirche nicht nur hilfreiche Maßnahmen für die Gesundheit von Mutter und Kind, sondern auch die Gefahr einer zunehmenden Ablehnung von Kindern mit Behinderung und das Streben hin zu vermeintlich perfekten Menschen.

Die „Woche für das Leben“ setzt sich für ein „Ja“ zum Leben ein. Dabei sind gerade auch die schwierigen Lebenssituationen im Fokus, in denen Paare stehen, die alle Möglichkeiten der Vorsorge ausschöpfen wollen und sich nach einem gesunden Kind sehnen. Den Seelsorgern begegnen vielfach Menschen, die über verschiedene Möglichkeiten und Maßnahmen der Pränataldiagnostik nachdenken und vor wichtigen und oft schwierigen Entscheidungen stehen. Bei diesen Überlegungen möchten die Kirchen Gespräch und Orientierung anbieten. Sie zeigen Möglichkeiten der Unterstützung, Beratung und Begleitung auf, die Eltern in solchen Krisensituationen in Anspruch nehmen können.

Ostern 2018: Botschaft und Segen „URBI ET ORBI“ von Papst Franziskus

Liebe Brüder und Schwestern,
frohe Ostern!

Jesus ist auferstanden von den Toten. Diese Botschaft erklingt in der Kirche auf der ganzen Welt zusammen mit dem Gesang des Halleluja: Jesus ist der Herr, der Vater hat ihn auferweckt, und er lebt auf immer in unserer Mitte. Jesus selbst hatte seinen Tod und seine Auferstehung mit dem Bild des Weizenkorns angekündigt. Er sagte: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht“ (Joh 12,24). Und siehe, so geschah es: Jesus, das Weizenkorn, das von Gott in die Furchen der Erde gesät wurde, starb durch die Sünde der Welt und blieb zwei Tage im Grab; aber in diesem seinem Tod war die ganze Macht der Liebe Gottes enthalten, die sich entfesselt und am dritten Tag offenbart hat, an diesem Tag, den wir heute feiern: am Fest der Auferstehung Christi, des Herrn.

Wir Christen glauben und wissen, dass die Auferstehung Christi die wahre Hoffnung der Welt ist, jene Hoffnung, die nicht trügt. Es ist die Kraft des Weizenkorns, die Kraft jener Liebe, die sich erniedrigt und hingibt bis zur Vollendung. Diese Kraft erneuert wirklich die Welt. Diese Kraft bringt auch heute Frucht in den Ackerfurchen unserer Geschichte, die von so viel Ungerechtigkeit und Gewalt gezeichnet ist. Sie trägt Früchte von Hoffnung und Würde, wo Elend und Ausgrenzung sind, wo es Hunger gibt und Mangel an Arbeitsplätzen, bei den Flüchtlingen und Vertriebenen – die von der gegenwärtigen Wegwerfkultur oft abgelehnt werden –, bei den Opfern des Drogenhandels, des Menschenhandels und der Sklaverei unserer Zeit.

Und so bitten wir heute um die Früchte des Friedens für die ganze Welt, angefangen beim geliebten und gequälten Syrien, dessen Bevölkerung erschöpft ist von einem schier endlosen Krieg. Möge an diesem Osterfest das Licht des auferstandenen Christus die Gewissen aller politischen und militärischen Verantwortungsträger erleuchten, auf dass die fortschreitende Vernichtung sofort beendet, das humanitäre Völkerrecht respektiert und der Zugang zu der von diesen unseren Brüdern und Schwestern dringend benötigten Hilfe erleichtert wird. Zugleich sind angemessene Bedingungen für die Rückkehr der Evakuierten zu gewährleisten.

Wir beten um Früchte der Versöhnung für das Heilige Land, das auch in diesen Tagen durch offene Konflikte heimgesucht wird, die die Zivilbevölkerung nicht verschonen. Ebenso erbitten wir Früchte der Versöhnung für den Jemen und den gesamten Nahen Osten, dass Dialog und gegenseitiger Respekt alle Spaltung und Gewalt überwinden. Mögen unsere Brüder und Schwestern in Christus, die nicht selten unter Übergriffen und Verfolgung leiden, leuchtende Zeugen des Auferstandenen sein. Sie mögen Zeugnis geben dafür, dass das Gute über das Böse siegt.

Wir bitten an diesem Tag um Früchte der Hoffnung für diejenigen, die sich nach einem würdevolleren Leben sehnen, vor allem in den Teilen des afrikanischen Kontinents, die von Hunger, andauernden Konflikten und Terrorismus geplagt sind. Möge der Friede des auferstandenen Herrn die Wunden im Südsudan und die der gepeinigten Demokratischen Republik Kongo wieder heilen: Er öffne die Herzen für den Dialog und das gegenseitige Verständnis. Vergessen wir nicht die Opfer dieses Konflikts, insbesondere die Kinder! Es fehle nicht an Solidarität mit den vielen Menschen, die ihr Land verlassen müssen und denen ihre Lebensgrundlage entzogen wurde.

Wir bitten für die koreanische Halbinsel um Früchte des Dialogs, damit die laufenden Gespräche Harmonie und Frieden in der Region fördern. Diejenigen mit direkter Verantwortung mögen weise und mit Bedacht handeln, um dem Wohl des koreanischen Volkes zu dienen und vertrauensvolle Beziehungen innerhalb der internationalen Gemeinschaft aufzubauen.

Für die Ukraine bitten wir um Früchte des Friedens. Mögen die Bemühungen um Eintracht verstärkt werden und für die von der Bevölkerung benötigten humanitären Initiativen bessere Bedingungen geschaffen werden.

Wir beten um Früchte des Trostes für das venezolanische Volk, das – wie ihre Hirten geschrieben haben – im eigenen Land wie „in der Fremde“ lebt. Möge es in der Kraft der Auferstehung Christi, unseres Herrn, einen gerechten, friedlichen und menschlichen Weg aus der politischen und humanitären Krise finden, in der es steckt. Möge den Söhnen und Töchtern des Landes, die ihre Heimat verlassen müssen, Aufnahme und Unterstützung zuteilwerden.

Früchte eines neuen Lebens gewähre der auferstandene Christus all den Kindern, die aufgrund von Kriegen und Hungersnot ohne Hoffnung, ohne Bildung und ohne Gesundheitsversorgung aufwachsen; um diese Früchte beten wir auch zugunsten der älteren Menschen, die von einer egoistischen, nur auf „Produktivität“ bedachten Kultur ausgesondert werden.

Früchte der Weisheit erbitten wir für die Träger politischer Verantwortung auf der ganzen Welt, auf dass sie die Menschenwürde immer achten, mit Engagement für das Gemeinwohl arbeiten und Entwicklung und Sicherheit für ihre Bürger gewährleisten.

Liebe Brüder und Schwestern, das Wort an die Frauen, die zum Grab kamen, gilt auch uns: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden“ (Lk 24,5–6). Tod, Einsamkeit und Angst haben nicht mehr das letzte Wort. Es gibt ein Wort, das darüber hinausgeht und das nur Gott aussprechen kann: Es ist das Wort der Auferstehung (vgl. Johannes Paul II., Ansprache zum Abschluss des Kreuzweges, 18. April 2003). Mit der Kraft der Liebe Gottes nimmt sie „den Frevel hinweg, reinigt von Schuld, gibt den Sündern die Unschuld, den Trauernden Freude. Weit vertreibt sie den Hass, sie einigt die Herzen und beugt die Gewalten“ (Exsultet der Osternacht).
Euch allen ein frohes Osterfest!

© Copyright – Libreria Editrice Vaticana

Hinweis:

Die Botschaft ist untenstehend auch als pdf-Datei verfügbar.

Ostern 2018: Botschaft und Segen „URBI ET ORBI“ von Papst Franziskus

Liebe Brüder und Schwestern,
frohe Ostern!

Jesus ist auferstanden von den Toten. Diese Botschaft erklingt in der Kirche auf der ganzen Welt zusammen mit dem Gesang des Halleluja: Jesus ist der Herr, der Vater hat ihn auferweckt, und er lebt auf immer in unserer Mitte. Jesus selbst hatte seinen Tod und seine Auferstehung mit dem Bild des Weizenkorns angekündigt. Er sagte: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht“ (Joh 12,24). Und siehe, so geschah es: Jesus, das Weizenkorn, das von Gott in die Furchen der Erde gesät wurde, starb durch die Sünde der Welt und blieb zwei Tage im Grab; aber in diesem seinem Tod war die ganze Macht der Liebe Gottes enthalten, die sich entfesselt und am dritten Tag offenbart hat, an diesem Tag, den wir heute feiern: am Fest der Auferstehung Christi, des Herrn.

Wir Christen glauben und wissen, dass die Auferstehung Christi die wahre Hoffnung der Welt ist, jene Hoffnung, die nicht trügt. Es ist die Kraft des Weizenkorns, die Kraft jener Liebe, die sich erniedrigt und hingibt bis zur Vollendung. Diese Kraft erneuert wirklich die Welt. Diese Kraft bringt auch heute Frucht in den Ackerfurchen unserer Geschichte, die von so viel Ungerechtigkeit und Gewalt gezeichnet ist. Sie trägt Früchte von Hoffnung und Würde, wo Elend und Ausgrenzung sind, wo es Hunger gibt und Mangel an Arbeitsplätzen, bei den Flüchtlingen und Vertriebenen – die von der gegenwärtigen Wegwerfkultur oft abgelehnt werden –, bei den Opfern des Drogenhandels, des Menschenhandels und der Sklaverei unserer Zeit.

Und so bitten wir heute um die Früchte des Friedens für die ganze Welt, angefangen beim geliebten und gequälten Syrien, dessen Bevölkerung erschöpft ist von einem schier endlosen Krieg. Möge an diesem Osterfest das Licht des auferstandenen Christus die Gewissen aller politischen und militärischen Verantwortungsträger erleuchten, auf dass die fortschreitende Vernichtung sofort beendet, das humanitäre Völkerrecht respektiert und der Zugang zu der von diesen unseren Brüdern und Schwestern dringend benötigten Hilfe erleichtert wird. Zugleich sind angemessene Bedingungen für die Rückkehr der Evakuierten zu gewährleisten.

Wir beten um Früchte der Versöhnung für das Heilige Land, das auch in diesen Tagen durch offene Konflikte heimgesucht wird, die die Zivilbevölkerung nicht verschonen. Ebenso erbitten wir Früchte der Versöhnung für den Jemen und den gesamten Nahen Osten, dass Dialog und gegenseitiger Respekt alle Spaltung und Gewalt überwinden. Mögen unsere Brüder und Schwestern in Christus, die nicht selten unter Übergriffen und Verfolgung leiden, leuchtende Zeugen des Auferstandenen sein. Sie mögen Zeugnis geben dafür, dass das Gute über das Böse siegt.

Wir bitten an diesem Tag um Früchte der Hoffnung für diejenigen, die sich nach einem würdevolleren Leben sehnen, vor allem in den Teilen des afrikanischen Kontinents, die von Hunger, andauernden Konflikten und Terrorismus geplagt sind. Möge der Friede des auferstandenen Herrn die Wunden im Südsudan und die der gepeinigten Demokratischen Republik Kongo wieder heilen: Er öffne die Herzen für den Dialog und das gegenseitige Verständnis. Vergessen wir nicht die Opfer dieses Konflikts, insbesondere die Kinder! Es fehle nicht an Solidarität mit den vielen Menschen, die ihr Land verlassen müssen und denen ihre Lebensgrundlage entzogen wurde.

Wir bitten für die koreanische Halbinsel um Früchte des Dialogs, damit die laufenden Gespräche Harmonie und Frieden in der Region fördern. Diejenigen mit direkter Verantwortung mögen weise und mit Bedacht handeln, um dem Wohl des koreanischen Volkes zu dienen und vertrauensvolle Beziehungen innerhalb der internationalen Gemeinschaft aufzubauen.

Für die Ukraine bitten wir um Früchte des Friedens. Mögen die Bemühungen um Eintracht verstärkt werden und für die von der Bevölkerung benötigten humanitären Initiativen bessere Bedingungen geschaffen werden.

Wir beten um Früchte des Trostes für das venezolanische Volk, das – wie ihre Hirten geschrieben haben – im eigenen Land wie „in der Fremde“ lebt. Möge es in der Kraft der Auferstehung Christi, unseres Herrn, einen gerechten, friedlichen und menschlichen Weg aus der politischen und humanitären Krise finden, in der es steckt. Möge den Söhnen und Töchtern des Landes, die ihre Heimat verlassen müssen, Aufnahme und Unterstützung zuteilwerden.

Früchte eines neuen Lebens gewähre der auferstandene Christus all den Kindern, die aufgrund von Kriegen und Hungersnot ohne Hoffnung, ohne Bildung und ohne Gesundheitsversorgung aufwachsen; um diese Früchte beten wir auch zugunsten der älteren Menschen, die von einer egoistischen, nur auf „Produktivität“ bedachten Kultur ausgesondert werden.

Früchte der Weisheit erbitten wir für die Träger politischer Verantwortung auf der ganzen Welt, auf dass sie die Menschenwürde immer achten, mit Engagement für das Gemeinwohl arbeiten und Entwicklung und Sicherheit für ihre Bürger gewährleisten.

Liebe Brüder und Schwestern, das Wort an die Frauen, die zum Grab kamen, gilt auch uns: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden“ (Lk 24,5–6). Tod, Einsamkeit und Angst haben nicht mehr das letzte Wort. Es gibt ein Wort, das darüber hinausgeht und das nur Gott aussprechen kann: Es ist das Wort der Auferstehung (vgl. Johannes Paul II., Ansprache zum Abschluss des Kreuzweges, 18. April 2003). Mit der Kraft der Liebe Gottes nimmt sie „den Frevel hinweg, reinigt von Schuld, gibt den Sündern die Unschuld, den Trauernden Freude. Weit vertreibt sie den Hass, sie einigt die Herzen und beugt die Gewalten“ (Exsultet der Osternacht).
Euch allen ein frohes Osterfest!

© Copyright – Libreria Editrice Vaticana

Hinweis:

Die Botschaft ist untenstehend auch als pdf-Datei verfügbar.

Kardinal Reinhard Marx fordert Einsatz für Miteinander in einer Kultur der Freiheit

„Osterglaube macht uns fähig, freie Menschen zu sein“

Kardinal Reinhard Marx fordert Einsatz für Miteinander in einer Kultur der Freiheit

Kardinal Reinhard Marx ruft in seiner Osterbotschaft zum steten Engagement für eine freie Gesellschaft auf. „Dazu braucht es viele Menschen, die ihre Freiheit verantwortlich und überzeugend leben. Ein solches Miteinander in einer Kultur der Freiheit ist kein Selbstläufer, es braucht täglichen Einsatz“, sagt der Erzbischof von München und Freising und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz laut Manuskript am Ostersonntag, den 1. April 2018, im Münchner Liebfrauendom.

Gerade der „Osterglaube macht uns fähig, freie Menschen zu sein, Menschen, die die Hoffnung leben“, erklärt Kardinal Marx. Der Glaube an Ostern als ein „Durchbruch“, der „ins Freie führt, in die Freiheit der Kinder Gottes“, und die Begegnung mit Christus bestärkten die Gläubigen in der „Hoffnung darauf, dass ein Miteinander auch von Menschen unterschiedlicher Glaubensüberzeugungen und Kulturen gelingen kann, weil wir gemeinsam Menschen sind“. Kardinal Marx dankt „allen, die sich als Christen mit Freude und als Zeuginnen und Zeugen der Freiheit einbringen in unsere Gesellschaft“.

In seiner Predigt vergleicht Kardinal Marx Ostern mit einer „Explosion“ und einem „Qualitätssprung in eine neue Lebensmöglichkeit und Lebenswirklichkeit“. Im Tod und in der Auferstehung Jesu von Nazareth habe Gott „einen Aufstand gegen alle Mächte des Todes angezettelt, gegen alle Mächte des Hasses, der Gewalt und der Sünde“. Deren Überwindung als Ostererfahrung gehöre zum „Kern der christlichen Identität“, betont der Kardinal. Wenn von der christlichen Prägung des Landes die Rede sei, dann ist nach Ansicht von Kardinal Marx „die Orientierung am Ostergeheimnis notwendig. Dann zählt der Glaube an die Auferstehung, an die Befreiung aus der Macht des Todes und der Sünde.“

Der österliche Glaube sei nicht rückwärtsgewandt, sagt Kardinal Marx, vielmehr sei er auf die Zukunft ausgerichtet: „Der österliche Glaube ist nicht die Bewahrung eines Schatzes, sondern der immer neue Aufbruch in die Lebensmöglichkeiten, die uns von Gott geschenkt sind.“ So seien Menschen mit diesem Glauben „wirklich frei, nicht verdruckst, in sich verklemmt, voller Misstrauen und Angst, sondern offen und bereit zum Neuen, zum Aufbruch, weil Christus lebt und mit uns geht“.

Quelle: Pressestelle Erzbistum München und Freising

Katholische Journalistenschule schreibt Stipendium für Studierende aus

Studium mit Journalistenausbildung kombinieren – bewerben bis 31. Mai 2018

Katholische Journalistenschule schreibt Stipendium für Studierende aus

Sie sprechen mit der Kanzlerin und mit Obdachlosen. Sie kommentieren das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen im Fernsehen und den Beschluss des Stadtrats im Radio. Sie berichten über Flüchtlinge an Europas Grenzen auf Twitter, senden Eilmeldungen von der Papstwahl und teilen interessante Analysen in ihren Social-Media-Kanälen. Die Arbeit von Journalisten ist so vielfältig wie nie zuvor. Studierende, die schon während des Studiums Fuß fassen wollen in der journalistischen Praxis, können sich für die Studienbegleitende Journalistenausbildung bewerben. Bis zum 31. Mai 2018 läuft die Registrierung für das Auswahlverfahren. Die Ausbildung beginnt im Frühjahr 2019.
„Journalistisch wäre ich nicht an dem Punkt, an dem ich heute stehe, wenn ich die Ausbildung am ifp nicht gemacht hätte“, sagt Bernadette Schmidt, die voriges Jahr ihre Ausbildung beim ifp abgeschlossen hat und jetzt bei Geolino in Hamburg als Redakteurin arbeitet. Ihr Mitstipendiat Andreas Schrank aus Bamberg schätzt zudem das katholische Profil des ifp: „Die geistliche Begleitung verleiht der methodisch-technischen Ausbildung ein ideelles Gerüst. Dieses Gerüst macht die sehr gute journalistische Ausbildung erst im wörtlichen Sinne trag-fähig.“

Bewerben können sich Studierende bis zum vierten Fachsemester – unabhängig davon, welches Fach und an welchem Ort sie studieren. Für die journalistischen Seminare fahren die Stipendiaten nach München, ihre Praktika machen sie an unterschiedlichen Orten in ganz Deutschland. Die Stipendiaten lernen in drei Jahren alle Spielarten der Medien kennen. Damit sich jeder Studierende die Ausbildung leisten kann, sorgt das ifp für Kost und Logis, übernimmt die Fahrtkosten und unterstützt auch die Pflichtpraktika finanziell. Zusatzangebote wie ein Mentorenprogramm, Journalistenreisen oder Sprechtraining erweitern die Kompetenzen der Stipendiaten.

Infoabende

Studienleiterin Isolde Fugunt informiert an zwei Infoabenden unverbindlich über die Studien-begleitende Journalistenausbildung, beantwortet Fragen und führt durch das ifp – virtuell und ganz real. Bitte hier anmelden.
Infoabend vor Ort in München: Dienstag, 10. April 2018, um 19.00 Uhr.
Infoabend im Netz per Videokonferenz: Donnerstag, 26. April 2018, um 19.00 Uhr.


Hinweise:

Weitere Informationen zum Stipendium sind unter www.journalistenschule-ifp.de  verfügbar.

Fotos zur honorarfreien Verwendung können beim ifp angefordert werden.

Portraits und Geschichten über interessante Absolventen gibt es unter 50jahre.journalistenschule-ifp.de.

VDD-Rahmenverträge und GEMA

Aktueller Sachstand

VDD-Rahmenverträge und GEMA

Zur aktuellen Debatte um die VDD-Rahmenverträge mit der GEMA erklärt der Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp:

„Wer urheberrechtliche geschützte Musik öffentlich wiedergibt, ist grundsätzlich verpflichtet, diese Aufführungen bei der GEMA zu melden und hierfür eine Gebühr zu entrichten. Diese Verpflichtung gilt auch für kirchliche Einrichtungen, wenn sie auf ihren Veranstaltungen (zum Beispiel in Gottesdiensten oder in Konzerten) urheberrechtlich geschützte Musikstücke aufführen. Melde- und vergütungspflichtig ist immer der Veranstalter. Zwischen dem Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) und der GEMA bestanden seit den 1980er Jahren zwei Pauschalverträge, die diese Verpflichtungen teilweise abweichend geregelt haben.

Der Vertrag „Gottesdienste“ deckt die Musiknutzungen urheberrechtlich relevanter Musik in Gottesdiensten ab. Von diesem Vertrag sind auch Musiknutzungen in gottesdienstähnlichen Veranstaltungen, zum Beispiel bei Prozessionen oder bei Martins-Umzügen erfasst. Letztes Jahr konnte der VDD eine Fortsetzung dieses Vertrages mit der GEMA vereinbaren, allerdings unter erheblicher Erhöhung der bisherigen Vergütung. Damit kann auch weiterhin urheberrechtlich relevante Musik in Gottesdiensten, Andachten oder Prozessionen in dem gewohnten Rahmen genutzt werden. Das heißt: Katholische Kirchengemeinden müssen diese Musiknutzung bei der GEMA weder melden noch vergüten, mit dem Pauschalvertrag sind die gesetzlichen Verpflichtungen für die kirchlichen Einrichtungen abgegolten.

Der zweite Pauschalvertrag, der so genannte Vertrag zu den „Kirchenfesten und kirchlichen Veranstaltungen“, wurde von der GEMA mit Wirkung zum 1. Januar 2018 gekündigt. Dieser Vertrag deckte pauschal eine geringe Anzahl von Veranstaltungen ab. Zu diesen Veranstaltungen gehörten ein Pfarrfest pro Jahr, ein Kindergartenfest pro Jahr und eine Seniorenveranstaltung monatlich. Diese Veranstaltungen waren bis zum 31. Dezember 2017 weder melde- noch vergütungspflichtig. Allerdings mussten auch in der Vergangenheit alle Konzerte der Ernsten Musik, der liturgischen Musik und Konzerte mit Gospelgesang bei der GEMA gemeldet werden. Alle anderen Veranstaltungen mit Musiknutzung (zum Beispiel  Konzerte mit Unterhaltungsmusik) waren auch bisher von dem Pauschalvertrag mit dem VDD nicht erfasst, sie waren also auch bisher melde- und vergütungspflichtig. Eine Fortführung dieses Vertrages ist letztlich daran gescheitert, dass die Vertragspartner keine Einigung über eine angemessene Vergütung und Vertragslaufzeit sowie über eine substantielle Verringerung der Meldepflichten für die kirchlichen Veranstalter erzielen konnten.

An die Stelle des bisherigen Pauschalvertrages ist mit Wirkung zum 1. Januar 2018 ein Rahmenvertrag getreten, der einen Nachlass auf die zu zahlenden Tarife um 20 Prozent für alle kirchlichen Einrichtungen gewährt. Die Musiknutzungen sind von den kirchlichen Veranstaltern zu melden und zu vergüten.

Ausdrücklich halte ich fest, dass entgegen einer Meldung des Bayerischen Rundfunks vom 26. März 2018 der Vertrag seitens der GEMA und nicht des VDD gekündigt wurde. Der Bayerische Rundfunk ist gebeten worden, die Nachricht zu korrigieren.“

Vorbereitungstreffen der Bischofssynode in Rom beendet

Delegierte der Deutschen Bischofskonferenz: Uns wird zugehört!

Vorbereitungstreffen der Bischofssynode in Rom beendet

Eine positive Bilanz des einwöchigen Vorbereitungstreffens für die im Oktober in Rom stattfindende Bischofssynode haben heute die Delegierten der Deutschen Bischofskonferenz gezogen. Bei einer Pressekonferenz in Rom würdigten Magdalena Hartmann (Rottenburg-Oberndorf, Mitglied in der Schönstattjugend) und Thomas Andonie (Bundesvorsitzender des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend – BDKJ), die offene Gesprächsatmosphäre und die Ermutigung durch Papst Franziskus. Beide waren von der Deutschen Bischofskonferenz als Delegierte für die sogenannte „Vorsynode“ benannt worden. Im Oktober findet die XV. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode statt, die unter dem Leitwort „Die Jugend, der Glaube und die Berufungsunterscheidung“ steht.

„Junge Menschen können für sich selbst sprechen – in Deutschland und weltweit. Das ist die zentrale Aussage, die die Vorsynode mit sich bringt. Sie brauchen Freiräume und gesicherte Rahmenbedingungen, um ihre Selbstwirksamkeit zu erfahren. Der Glaube wie die Berufung können nur in Gerechtigkeit und Frieden gefunden werden. Dafür muss in der Kirche der Raum sein: Selbst wirksam zu werden, die eigenen Vorstellungen einbringen zu können und Glauben zu entwickeln“, erklärte Thomas Andonie. Er bezeichnete das Treffen in Rom als großartige Erfahrung, die keine einmalige Veranstaltung sein dürfe. „Ebenso zeigte sich großer Konsens mit der Forderung, dass so viele junge Menschen wie Bischöfe auf der Bischofssynode im Oktober vertreten sein müssen – es muss mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf Augenhöhe geredet werden und nicht über sie. Dialog ist keine Einbahnstraße“, so Thomas Andonie.

Auch Magdalena Hartmann würdigte die Prozesse der Vorsynode: „Wir haben das Gefühl, dass uns zugehört wird und ein Dialog begonnen wurde. Gleichzeitig wurde damit auch ein weites Spektrum eröffnet: Am Ende aller Debatten aber wieder alles zusammenzufassen war umso herausfordernder. Dass wir jungen Erwachsenen in manchen Punkten ähnliche Ansichten und Wünsche haben, hat mich bestärkt.“ Durch die Diskussionen und Gespräche sei sie zuversichtlich, innerhalb der Kirche einen gemeinsamen weiteren Schritt gehen zu können. Wie dieser konkret aussehe, wäre eine Folge der Synode im Herbst. „Ich habe aber Hoffnung, dass wir in Deutschland als junge Katholiken eine Chance haben, etwas zu bewegen und das Engagement, das die vielen Jugendlichen, die sich online beteiligt haben, nicht im Sande verlaufen wird.“

Thomas Andonie zeigte sich zum Abschluss der „Vorsynode“ beeindruckt von Papst Franziskus: „Er hört zu, mit ihm fragt die Weltkirche junge Menschen, katholisch, gläubig, ohne Glauben: Was sind eure Anliegen? Diesem wichtigen ersten Schritt muss der nächste Schritt folgen: Gesicherte Räume für Mitbestimmung und Mitgestaltung von und mit jungen Menschen in Kirche auf allen Ebenen.“ Gleichzeitig erinnerte er an die unterschiedlichen Lebensbedingungen junger Menschen, die auf der „Vorsynode“ zu Tage getreten seien. Gerade deshalb sei es notwendig, in bestimmten Fragen regional passende Lösungen zu finden, die dem einzelnen Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie der Ortskirche Perspektiven eröffnen.

Magdalena Hartmann fügte vor den Journalisten hinzu: „Wenn es gelingt, dass die Kirche die Sprache der Jugendlichen aufgreift und deren Kritik und Wünsche ernst nimmt, können die Anliegen der ‚Vorsynode‘ meiner Meinung nach in der Synode einen wichtigen Beitrag leisten.“

Während des Vorbereitungstreffens haben die rund 350 Teilnehmer aus aller Welt ein Dokument vorbereitet, das Papst Franziskus im Rahmen der Palmsonntagsliturgie (25. März 2018) auf dem Petersplatz übergeben wird. Es soll nach dem Willen des Generalsekretariats der Bischofssynode in die Planungen für die Weltbischofssynode im Herbst einfließen.

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