Augenblicke der Besinnung

Gäbe es in der Kirche
nicht die Sündenvergebung,
so bestünde keine Hoffnung
auf das ewige Leben
und die ewige Befreiung.
Danken wir Gott,
der seiner Kirche
ein solches Geschenk
gemacht hat.

Augustinus
















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Pater Michael Heinz SVD ist neuer Hauptgeschäftsführer der Bischöflichen Aktion Adveniat

Mit einem Gottesdienst ist heute (3. März 2017) im Dom zu Essen der neue Hauptgeschäftsführer der Bischöflichen Aktion Adveniat, Pater Michael Heinz SVD, in sein Amt eingeführt worden. Er übernimmt die Aufgabe von Prälat Bernd Klaschka, der die Geschäftsstelle von Adveniat seit 2004 geleitet hat und nun mit 70 Jahren in den Ruhestand verabschiedet wurde. Pater Heinz war zuletzt Provinzial der Steyler Missionare in Bolivien. Davor hat er sieben Jahre in Nicaragua gearbeitet. Die Vertrautheit mit dem kirchlichen Dienst und der Lebenswirklichkeit der Armen in Lateinamerika ist Grundlage der Arbeit des weltweit größten Lateinamerika-Hilfswerkes Adveniat.

Beim Festakt nach dem Gottesdienst dankte Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Essen), der seitens der Deutschen Bischofskonferenz für Adveniat verantwortlich ist, sowohl dem scheidenden als auch dem neuen Hauptgeschäftsführer für ihr großes Engagement. Ihre Sorge gelte den Armen und dies komme in dem Einsatz der Geschäftsstelle deutlich zum Ausdruck: „Adveniat ist keine Einbahnstraße von Deutschland nach Lateinamerika und in die Karibik, sondern ein Weg des Gebens und Nehmens, des Lernens und gegenseitigen Verstehens. Diesen Auftrag hat Prälat Klaschka in besonderer Weise ausgefüllt“, so Bischof Overbeck. Gleichzeitig wünschte er Pater Heinz Gottes Segen und ein hörendes Herz für die Stimme der Armen.

Der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), hob die Bedeutung von Adveniat und der anderen katholischen Hilfswerke für das Selbstverständnis der Kirche in Deutschland hervor. Prälat Klaschka war bis zuletzt auch Sprecher der katholischen Hilfswerke. Bei der Übergabe eines symbolischen Pilgerstabes von Prälat Klaschka an Pater Heinz erinnerte Erzbischof Schick daran, dass Adveniat wie alle Hilfswerke der katholischen Kirche in Deutschland Ausdruck des weltweiten Einsatzes der katholischen Kirche sei, die so sichtbar in die Gesellschaft hineinwirke. „Die Hilfswerke sind ein sichtbares Zeichen für das Evangelium, das wir als Christen allen Menschen weltweit verkünden.“ Erzbischof Schick dankte Prälat Klaschka im Namen der Deutschen Bischofskonferenz „für das viele Gute, das er geleistet hat. Möge Gott Ihnen vergelten, was Sie für Adveniat und die Menschen in Lateinamerika getan haben“.

Als Gäste waren unter anderen der Vorsitzende des Lateinamerikanischen Bischofsrates CELAM, Kardinal Rubén Salazar, und der Vorsitzende der Haitianischen Bischofskonferenz, Kardinal Chibly Langlois, anwesend. Beide würdigten die enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Adveniat.

Hintergrund
Die Bischöfliche Aktion Adveniat ist das Lateinamerika-Hilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland. Seit 1961 kommt die jährliche Weihnachtskollekte, die am 24. und 25. Dezember in allen katholischen Gottesdiensten gehalten wird, Adveniat zugute. Darüber hinaus finanziert Adveniat seine Arbeit aus Einzelspenden und Kirchensteuermitteln. Insgesamt konnten im vergangenen Jahr über 2.000 Projekte mit rund 35 Millionen Euro unterstützt werden.

Ausschreibung für den Katholischen Medienpreis 2017

Die Deutsche Bischofskonferenz verleiht zum 15. Mal zusammen mit der Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands (GKP) und dem Katholischen Medienverband (KM.) den Katholischen Medienpreis. Der Preis soll Journalistinnen und Journalisten zu qualitäts- und werteorientiertem Journalismus motivieren.

Ausgezeichnet werden herausragende Beiträge aus Hörfunk, Fernsehen, Printmedien oder Internet, die die Orientierung an christlichen Werten sowie das Verständnis von Menschen und gesellschaftlichen Zusammenhängen fördern, das humanitäre und soziale Verantwortungsbewusstsein stärken und zum Zusammenleben unterschiedlicher Gemeinschaften, Religionen, Kulturen und Einzelpersonen beitragen.

Der Preis ist nicht teilbar und wird mit jeweils 5.000 Euro in den Kategorien „Elektronische Medien“ und „Printmedien“ verliehen. Über die Verleihung der Preise entscheidet eine Jury unter Leitung des Vorsitzenden der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart). Die Preisverleihung ist für den 16. Oktober 2017 in Bonn geplant.

Ab sofort steht das Bewerbungsformular für den Katholischen Medienpreis auf der Initiativenseite „Katholischer Medienpreis“ sowie www.gkp.de und www.katholischer-medienverband.de zur Verfügung. Es können Arbeiten eingereicht werden, die zwischen dem 5. April 2016 und dem 4. Mai 2017 in einem journalistischen Medium des deutschen Sprachraums veröffentlicht worden sind. Bewerbungsschluss ist der 5. Mai 2017.

Weitere Informationen zur Jury und den bisherigen Preisträgern sowie zu den Preisverleihungen finden Sie ebenfalls auf der Initiativenseite „Katholischer Medienpreis“.

Zum Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig zur schmerzlosen Selbsttötung

Zum Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (AZ 3 C 19.15) vom 2. März 2017, das in extremen Ausnahmefällen den Zugang zu Betäubungsmitteln ermöglicht, um eine schmerzlose Selbsttötung durchzuführen, erklärt der Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp:
„Die gestrige Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, soweit wir sie bisher aus den Verlautbarungen des Gerichts kennen, erfüllt uns mit großer Sorge und wirft erhebliche Fragen auf. Es kann nicht sein, dass der Staat dazu verpflichtet wird, die Hand zum Suizid zu reichen. Nichts anderes ist es, wenn das Gericht dem Staat die Entscheidung darüber abverlangt, ob im Einzelfall das Leben eines Menschen noch erträglich und zumutbar ist, oder ob ihm ausnahmsweise der Zugang zu einem todbringenden Medikament eröffnet werden soll. Damit muss eine Behörde ein Werturteil über die Zumutbarkeit des Lebens abgeben, das ihr bisher aus guten Gründen verwehrt ist. Die Werteordnung des Grundgesetzes verbietet solche Entscheidungen durch den Staat, da sie das Leben und die Würde jedes Menschen ungeachtet seiner körperlichen oder geistigen Verfassung schützt.

Die personale Würde besteht ja gerade darin, dass auch ein von schwerer Krankheit gezeichneter Mensch sie niemals verliert und ihm die solidarische Zuwendung seiner Mitmenschen bis zuletzt garantiert wird.

Der Urteilsspruch scheint sich über grundlegende Wertungen des Gesetzgebers hinwegzusetzen, indem er die Tür zum staatlich assistierten Suizid – wenn auch nur einen Spalt weit – öffnet. Dabei hatte der Gesetzgeber noch Ende 2015 mit den Gesetzen zum Ausbau der Palliativ- und Hospizversorgung und dem Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung kraftvolle Signale für die Begleitung und Unterstützung Schwerstkranker, aber eindeutig gegen jegliche Formen prozeduralisierter Hilfe zum Suizid gesetzt.

Das Bundesverfassungsgericht wird sich mit den grundlegenden Fragen der Selbstbestimmung und des Lebensschutzes am Lebensende im Zusammenhang mit dem Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung nach eigenen Angaben noch in diesem Jahr befassen. Wir hoffen und sind zuversichtlich, dass das Bundesverfassungsgericht den Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers bei diesen grundlegenden Wertungsfragen anders beurteilt als die Leipziger Richter.“

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