Augenblicke der Besinnung

Was ließ die heiligen Apostel und Märtyrer
schwere Kämpfe und härteste Strafen ertragen,
wenn nicht der Glaube,
vor allem an die Auferstehung.

Fidelis von Sigmaringen















Grußwort zum Osterfest

Allen Freunden der Gnadenmutter von Altötting und der Wallfahrt möchte ich auf diesem Weg ein frohes OSTERFEST wünschen.
OSTERN heißt ja: Am Ende siegt immer das Gute, die Wahrheit, das Licht und vor allem die Liebe.
Die Mächte der Finsternis haben sehr wohl noch etwas Macht und sie können Schaden, Unheil, Verwirrung und Sünde stiften; aber im innersten Kern sind sie besiegt durch das Leiden und Sterben und die Auferstehung unseres Herrn.
Seien Sie also Optimisten, lassen Sie sich die Zuversicht, die Freude und den Mut nicht nehmen: Die Zukunft gehört den Glaubenden, den Betenden und vor allem den Liebenden.
MARIA, die Mutter des Herrn ist das Heil der Kranken, die Zuflucht der Sünder, der Trost der Betrübten, der Morgenstern, die Mutter des guten Rates und die Königin des Friedens.
Sie ist die Knotenlöserin, die unsere inneren Ängste, Verwicklungen und Verknotungen auflösen kann in der Kraft ihres göttlichen Sohnes, den wir als den Erlöser der Welt bekenn; denn es gibt für uns Christen kein unlösbares Problem; Maria wir uns dabei helfen!

Prälat Günther Mandl
Stadtpfarrer, Stiftspropst und Wallfahrtsrektor

 

Wallfahrtsprogramm Nr. 7 / 23. April - 01. Mai 2019

Das aktuelle Wallfahrtsprogramm Nr. 7  ist nun als PDF-Datei erhältlich:

Wallfahrtsprogramm Nr. 7  als PDF-Datei

Wort zum Sonntag - Ostern 2019

Liebe Pfarrangehörige, liebe Pilger und Gäste aus nah und fern!
Die zentrale Aussage von Ostern lautet: Die Liebe, welche bewusst das Leiden einbezieht und durchhält, ist eine alles zum Guten verwandelnde Kraft, sie ist stärker als Sünde, Egoismus und Tod. Weil Gott die Liebe in Person ist, kann er nicht anders, als sich selbst verschenken, in seiner Schöpfung und in seiner Offenbarung, die in der Menschwerdung, im Leben und Wirken, vor allem aber im Leiden und Sterben seines geliebten Sohnes ihre höchste Erfüllung fand. Echte Liebe ist nie ohnmächtig und schwach, auch wenn es oft den Anschein hat. Echte Liebe ist allmächtig und führt zum Sieg, zur Auferstehung und zum Leben. Echte Liebe führt immer über Leiden und Tod zum Licht der Auferstehung, zum österlichen Glanz. Diesen Zusammenhang von Tod und Auferstehung, von Kreuz und Heil, von Liebe und Leiden gilt es immer wieder neu zu verkünden und zu verstehen als Zentralbotschaft Christi, als  d a s  „Geheimnis des Glaubens“. Diese Botschaft ist eine immense Ermutigung und Tröstung für uns alle, besonders für die Schwachen und Leidenden und zugleich die Einladung, nach dem Vorbild Jesu sein Lebenskreuz, seine Leiden und Enttäuschungen in Geduld und Liebe zu ertragen und durchzuhalten. Die Liebe, die sich im Leiden bewährt, ist der Schlüssel zum Tor des Lebens, trägt in sich die „Morgenröte der Erlösung“, das Licht des Ostermorgens. Jeder Mensch, der den Kreuzweg Christi existentiell mitgeht, hat teil am Ostersieg des Herrn, trägt in sich den Keim der Auferstehung. Freilich kennt jeder Kreuzweg auch den Punkt der Gottverlassenheit, der aber bald in die Gottgeborgenheit mündet, in Zuversicht und innerem Frieden. In jeder heiligen Messe, in jeder Eucharistie feiern wir den Tod und die Auferstehung Jesu, den oben beschriebenen Zusammenhang von Liebe und Leiden, vom Kreuzweg, der zum Heilsweg wird.
So wünsche ich, auch im Namen meiner Mitarbeiter, der ganzen Pfarrgemeinde und jedem einzelnen die österliche Freude und den inneren Frieden.
Ihr Stadtpfarrer Prälat Günther Mandl

Kartage im Haus Papst Benedikt XVI. - Schatzkammer und Wallfahrtsmuseum

Am Karfreitag und Karsamstag ist das Haus Papst Benedikt XVI. - Schatzkammer und Wallfahrtsmuseum geschlossen.

Wir wünschen Ihnen besinnliche und gesegnet Kartage!

Am Ostersonntag, 21. April 2019, sind wir wieder ab 10 Uhr für Sie da und freuen uns auf Ihren Besuch!

Unsere Öffnungszeiten 2019 sind von Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 10 - 16 Uhr.

Flucht und Triumphzug des Altöttinger Gnadenbildes im Jahre 1919

Am Ostermontag, 22.04.2019, wird bei einem Jubiläumsgottesdienst in der Pfarrkirche Reischach um 10.15 Uhr der Beherbergung des Gnadenbildes in der Nacht vom 24. auf 25. April 1919 im alten Pfarrhof Reischach (heutiges Pfarrheim) gedacht. Nach dem Festgottesdienst ziehen alle Anwesenden mitsamt den Fahnenabordnungen, Vereinen und Verbänden, Bruderschaften und Kongregationen in einer Prozession, bei der eine Kopie des Gnadenbildes aus Altötting mitgetragen wird, von der Kettelerstraße zum Pfarrheim, dem Ort der Beherbergung des Gnadenbildes vor 100 Jahren. Dort findet die Enthüllung einer Gedenktafel „100 Jahre Altöttinger Gnadenbild auf der Flucht in Reischach“ statt. Es folgt ein kurzer Festakt mit Festreden, Segnung der Gedenktafel und Verehrung des Altöttinger Gnadenbildes. Bis 15.00 Uhr kann im Pfarrheim, dem Aufbewahrungsort des Gnadenbildes, jenes Zimmer besichtigt werden, in dem das Gnadenbild übernachtet hat. Es werden auch eine Erinnerungstafel und eine frühere Kopie aus der Marienkapelle gezeigt. Herzliche Einladung das Gedenken mitzufeiern!

Was vor 100 Jahren geschah, hat Ludwig Demmelhuber zusammengefasst:

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde das Gnadenbild von Altötting vom April bis November 1632 im Dom zu Salzburg in Sicherheit gebracht. Von Juni bis Oktober 1648 wurde es erneut in der Salzburger Franziskanerkirche aufbewahrt.
Während des Spanischen Erbfolgekrieges wollte man am 27. Juli 1704 das Gnadenbild in die Burg zu Burghausen schaffen, nachdem der Kapellschatz bereits hinter die schützenden Burgmauern gebracht wurde. Das scheiterte aber am Widerstand der Altöttinger. Es gab einen großen Tumult vor der Kapelle und es wurde die große Wallfahrtglocke „zum Sturm“ geläutet. Seitdem wird in Altötting Ende Juli das Sturmamt gefeiert.

Ab dem 24. April 1919, zur Zeit der Räterepublik und der drohenden Gefahr durch die Spartakisten, wurde das Gnadenbild vom Altöttinger Stadtpfarrer, Prälat Konrad über Reischach, Eggenfelden, Pfarrkirchen, Aidenbach, Vilshofen nach Passau gebracht und dort im Kloster Niedernburg und später im Dom St. Stephan, bis zur Rückführung vom 29. – 31. Mai 1919, verwahrt.
Nach der Revolution in Bayern am 7. Nov. 1918, der Vertreibung von König Ludwig III., der Ausrufung der Räterepublik und der Ermordung von Ministerpräsident Kurt Eisner am 21. Febr. 1919 machten sich von Berlin aus die roten Spartakisten in verschiedenen Städten breit. Für den 24. April 1919 war die Ankunft der Spartakisten in Altötting angekündigt, denen eine „erbärmlichen Priesterhetze“ nachgesagt wurde, doch drei Lokführer und der Heizer verweigerten den Zugtransport nach Altötting.

In Altötting besprachen Prälat Konrad, Zahntechniker Brunnhölzl und Kirchenmaler Schlee die prekäre Situation und entschlossen sich, die Gnadenmutter in Sicherheit zu bringen.

In der Nacht vom 24. auf 25. April 1919 klopfte um ½ 1 Uhr nachts Stadtpfarrer Konrad an der Tür des Reischacher Pfarrhofes und Pfarrer Johann Schermer gewährte Unterschlupf. Das nordöstliche Gastzimmer im 1. Stock des Pfarrhauses war nun Stätte für die erste Übernachtung der Statue Unserer Lieben Frau auf der Flucht.                                            
Am nächsten Morgen wurde das Gnadenbild von der Pfarrersköchin Anna Lenz in Packpapier verpackt, getarnt als einfaches Reisepaket. Der Prälat setzte mit dem Fuhrwerk des Franz Schoßbeck aus Reischach seine Reise fort nach Eggenfelden. Im Franziskanerkloster in Eggenfelden wurde zwei Stunden Rast gemacht und das Gnadenbild von Guardian P. Willebald und der Klostergemeinde verehrt. Die Flucht ging weiter über Pfarrkirchen, dort 2 Stunden Rast beim Spital-Benefiziat Josef Wirnhier, nach Aidenbach, der Heimat von Pfarrherrn Konrad.

Vom Hochwürdigsten Herrn Bischof von Passau Sigismund Felix Baron von Ow kam die Anweisung, das Gnadenbild nicht in Aidenbach zu verwahren, sondern nach Passau zu bringen.
So ging die Flucht weiter am Samstag, 26. April 1919 über Vilshofen, einige Stunden Rast bei Stadtpfarrer Eder, nach Passau. Hier wurde zunächst das Kloster der englischen Fräulein Niedernburg als Zufluchtsort von der Diözesanleitung ausersehen. Hier wurde das Gnadenbild in den Tabernakel der Klosterkapelle gestellt. Die Klosterfrauen waren voll der Freude, so heißt es im Büchlein von Bruder Marianus. Sie huldigten dem Gnadenbild und küssten es.

Am 1. Mai kam auch der Bischof zu einer Huldigung an die „Königin der Apostel“. In ungeheuren Scharen strömten die guten Leute herbei, auch von weit her, um Maria zu sehen und zu beten.

Am 10. Mai 1919 wurde das Gnadenbild, inzwischen mit einem prächtigen Kleid versehen, in einem feierlichen Zug mit Bischof und dem gesamten Klerus aus Passau in den Dom St. Stephanus getragen und auf einem eigens errichteten Altar im Presbyterium ausgestellt. Bischof Sigismund Felix hielt eine Predigt unter dem Motto „Maria, unsere Zuflucht in den Nöten der gegenwärtigen Zeit“.

Nun stand Passau im Zeichen der Marienwallfahrt. Die Verehrung der Altöttinger Gnadenmutter zog täglich neue und immer größere Scharen an, vom frühen Morgen bis späten Abend. Die Beichtstühle waren umlagert und es wurden über 30.000 Kommunionen gereicht, so heißt es.
Am Fest Christi Himmelfahrt, 28. Mai 1919, wurde Maria in die Bischöfliche Residenz übertragen. Freitag, 30. Mai brachte Herr Bischof von Ow das Gnadenbild mittels Auto nach Simbach. Hier waren bereits die Häuser geschmückt und Triumphbögen aufgestellt. Maria wurde am Hochaltar der Pfarrkirche zur Verehrung ausgesetzt.

Am nächsten Tag, Samstag 31. Mai, fuhr der Bischof mit der Statue mit dem Zug von Simbach nach Eisenfelden und im Auto weiter nach Neuötting. Dort wurde das Gnadenbild kurz in die Pfarrkirche gebracht und wieder schön bekleidet und geschmückt.

Ein großer Prunkzug, es war von Kirche, Politik und Volk alles auf den Beinen, zog am Franziskushaus vorbei nach Altötting.

In der Beschreibung heißt es u.a.:
 „Es hatte sich ein Festzug in vierfacher Reihe gruppiert. An die Spitze hatten sich mit ihren im Sonnenlichte strahlenden Helmen die Feuerwehrmänner von Neu- und Altötting gestellt. Ihnen schlossen sich an die Vereine beider Städte, die Schulkinder mit dem gesamten Lehrpersonal. Ihnen waren zugestellt die Zöglinge des Franziskushauses, der drei Institute der englischen Fräulein aus Neu- und Altötting sowie aus der Josefsburg, die Mädchen in weißen Kleidern mit duftigen Schleiern vom Kopfe herabwallend, Lilien und Blumen in den Händen. Nach ihnen kamen die verschiedenen Ordensleute in ihrer malerischen Tracht, die Franziskanerinnen, Kreuzschwestern, Vinzenzschwestern, Niederbronner Schwestern, Paulusschwestern, Englische Fräulein und nach ihnen ein langer Zug gebarteter Söhne des heiligen Franziskus, Kapuziner genannt. Den Schluss bildeten die treffliche Kapellenmusik und die Kapellensänger. Gefolgt vom Bischof, der im Wagen unter einem Baldachin aus Maiglöckchen gebildet, saß.“

Ein Triumphbogen vor dem Franziskushaus trug die Inschrift:

        Maria, von der Flucht zurück,
        o bringe Segen, Fried und Glück,
        und breite deinen Mantel aus
        auch über das Franziskushaus.

Am Kapellplatz war vor der Gnadenkapelle bereits ein Altar errichtet. Maria wurde in einen marmor- weißen Tabernakel gestellt und gefeiert und verehrt. Der Bischof hielt eine lange und beseelte Predigt mit dem Thema „Die soziale Bedeutung des Gnadenbildes U.L. Frau von Altötting“.

Am 22. April 2019 wird am alten Pfarrhof Reischach, jetzt Pfarrheim, eine kleine Gedenktafel enthüllt, welche an die Übernachtung der Gnadenmutter von Altötting in Reischach erinnern soll.

Text und Foto: Ludwig Demmelhuber - Vielen Dank!

Lourdes - Heilen, was verwundet ist

Im Wallfahrtsjahr 2019 greift auch die Ausstellung im Haus Papst Benedikt XVI. das Thema Heilung auf. Gemäß dem Jahresmotto: „Heilen, was verwundet ist!“. Wallfahrtsorte sind immer auch Anlaufstellen für hilfesuchende und auch kranke Menschen. Das zeigt auch das erste Wunder von Altötting, das am Beginn der Wallfahrt zur Muttergottes steht. Der wohl bedeutendste Wallfahrtsort für Kranke ist aber Lourdes. Zehntausende von Kranken pilgern jährlich in das südfranzösische Städtchen am Fuße der Pyrenäen. Seitdem der Hl. Bernadette im Jahr 1858 17mal die Heilige Jungfrau erschienen ist geschehen in Lourdes immer wieder Wunder der Heilung. In der diesjährigen Ausstellung wollen wir den freundschaftlichen Bogen von Altötting nach Lourdes spannen und ihnen die Botschaft von Lourdes näherbringen.
Des Weiteren betrachten wir die großen Sakramente der Heilung, sowie einige Sakramentalien der Kirche als Zeichen der Nähe Gottes.

Herzliche Einladung zur Eröffnung der Sonderausstellung am 1. Mai 2019 um 16 Uhr!

Die Ausstellung ist von 1. Mai bis 15. Dezember 2019 zu folgenden Zeiten geöffnet:
Mai – Oktober
Dienstag – Sonntag         10 – 16 Uhr
Feiertage                        10 – 16 Uhr

23. November – 15. Dezember (während Christkindlmarkt)
Montag – Freitag             13 – 18 Uhr
Samstag und Sonntag     10 – 18 Uhr

Der Eintritt ist kostenfrei!

Foto: Pfr. J. Fleischer

Kar- und Osterprogramm in der Gnadenkapelle
,

Das österliche Triduum wird in der Gnadenkapelle mit der heiligen Kapellenstille begangen.
Die Gnadenmutter wird am Karfreitag mit dem schwarzen Schleier als Zeichen der Trauer über das Leid und den Tod ihres Sohnes verhüllt.
Das heilige Grab lädt zur tiefen Anteilnahme am Tod unseres Herren Jesus Christus ein.
Am Ostersonntag feiern wir das Hochfest der Auferstehung des Herrn mit der gewohnten Messordnung.

Gründonnerstag, 18. April 2019
Tagsüber Kapellenstille
18.00 Uhr Lichtreicher Rosenkranz

Karfreitag, 19. April 2019
Tagsüber Kapellenstille
07.00 Uhr Verhüllung des Gnadenbildes mit schwarzem Schleier
18.00 Uhr Schmerzhafter Rosenkranz

Karsamstag, 20. April 2019
Tagsüber Kapellenstille
18.00 Uhr Schmerzhafter Rosenkranz

Ostersonntag, 21. April 2019
Speisenweihe nach jeder Heiligen Messe um 06.00 / 07.00 / 08.00 / 09.00 / 10.00 / 11.00 Uhr
07.00 Uhr Festliche Ostermesse: M. Filke, Missa in G
11.50 Uhr Mittagsgebet: Regina Coeli
15.00 Uhr Feierliche Ostervesper in der Stiftspfarrkriche mit der Schola Autingensis und anschließendem "AVE" in der Gnadenkapelle
18.00 Uhr Glorreicher Rosenkranz

Ostermontag, 22. April 2019
07.00 Uhr Festliche Ostermesse: E. Titel, Kleine Festmesse
11.50 Uhr Mittagsgebet: Regina Coeli
18.00 Uhr Glorreicher Rosenkranz
 

Anbetungskapelle - Immerwährende Anbetung täglich 24 Stunden
Karfreitag 8.30 Uhr Einsetzung
Bis zum Ende der Osternacht von St. Magdalena (Ostersonntag ca. 6.30 Uhr) bleibt die Anbetungskapelle geschlossen
Nach der Osternachtsfeier am Morgen des Ostersonntags in St. Magdalena feierliche Übertragung des Allerheiligsten in die Anbetungskapelle und Entzündung der Kerzen mit dem österlichen Licht

Der Kreuzweg - Leiden und Sterben unseres Herrn Jesus Christus

Heil'ge Mutter,
drück' die Wunden,
die Dein Sohn für mich empfunden,
tief in meine Seele ein.

Durch die Fastenzeit hat uns das Gebet des Kreuzweges begleitet. Wir sind immer wieder betend den Weg nachgegangen, den Jesus Christus vom Haus des Pilatus bis hinauf nach Golgota gegangen ist.
Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich. Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

In allen Kirchen laden Bildwerke zur Betrachtung des Kreuzweges ein. In unterschiedlichen Kunstformen und Ausdrucksweisen lassen sie uns in das Geschehen vor rund 2000 Jahren eintauchen.

Als weitere Besonderheit bietet sich in Altötting auch der Kreuzweg des Altöttinger Marienwerks im Freien an, um unser Kreuz des Lebens in Anblick des Leidens und Sterbens unseres Herren tragen zu lernen.

Im Kreuzgang in der Stiftspfarrkirche laden die Tüchleingemälde, eine kunsthistorische Kostbarkeit, noch bis Ostermontag zum Mitgehen des Kreuzweges ein.
Eine besondere Führung hierzu findet am Ostermontag, 22. April 2019, um 14.00 Uhr statt: Vom Geheimnis des Glaubens: Der Tüchleinzyklus und das Heilige Grab. Information und Anmeldung unter Tel. 08671/506219 oder touristinfo@altoetting.de.

Papst em. Benedikt XVI.

Unserem hochverehrten Papst em. Benedikt XVI. wünschen wir alles Gute und Gottes Segen zum Geburtstag!

Seinen Aufsatz zur Missbrauchskrise im vollen Wortlaut können Sie hier nachlesen: Die Kirche und der Skandal des sexuellen Missbrauchs

Wort zum Sonntag - Palmsonntag

Liebe Pfarrangehörige, liebe Pilger und Gäste aus nah und fern!
Mit dem Palmsonntag treten wir in die heilige Woche, in die Karwoche ein, indem wir Jesus in die heilige Stadt Jerusalem begleiten und mit Palmzweigen begrüßen. Nicht auf einem Triumpf-Wagen kommt er, sondern auf einem Esel, dem Arbeitstier der armen Leute als Demutskönig. Die einfachen Menschen und vor allem die Kinder erkennen und lieben ihn und rufen aus Leibeskräften: „Hosanna dem Sohne Davids; hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn. Die Mitglieder des Synedriums und die Priester erzürnen vor Eifersucht und Neid und sind sich totsicher: Dieser Jesus muss sterben! Am Gründonnerstag erreicht die Karwoche ihren ersten Höhepunkt: Beim letzten Abendmahl schenkt Jesus der Kirche die Herzmitte und ihr tiefstes Geheimnis: Die EUCHARISTIE; seine liebende Gegenwart im Zeichen von Brot und Wein, seine opfernde Ganzhingabe an den Vater und an uns als „das Lamm Gottes, das hinweg nimmt die Sünden der Welt“. Untrennbar mit der Eucharistie verbunden schenkt er der Kirche das neutestamentliche Priestertum als Teilhabe an seiner personalen Hingabe. Das Neue Gebot der dreifachen Liebe erläutert er im Zeichen der Fußwaschung: LIEBE = DIENST: Der Starke dient dem Schwachen, der Gesunde dem Kranken, der Lehrer dem Schüler, die Eltern den Kindern, der Politiker seinen Wählern, der Pfarrer seiner Gemeinde. Es ist unfassbar, dass der Verräter mit am Tisch des Letzten Abendmahls sitzt, dass alle Jünger in der Getsemani-Stunde schlafen und dann bei der Verhaftung Jesu die Flucht ergreifen und dass Petrus den Herrn drei Mal verleugnet bevor der Hahn kräht. Der Prozess Jesu vor dem Hohenpriester führt zu seiner Verurteilung als Gotteslästerer und vor Pontius Pilatus zur Verurteilung als Hochverräter. Die Verhöhnung Jesu, die grausame Geißelung, der Spießrutenlauf des Kreuzweges auf der via dolorosa und schließlich die Vollstreckung der Hinrichtung auf der „Schädelhöhe“ übersteigen jedes Maß der körperlich-seelischen Grausamkeit und Qual. Der Herr tut es „für uns“ und „zu unserem Heil“; er übernimmt gleichsam als Sündenbock „die Schuld der Welt“ und das daraus resultierende Leid. Der Karfreitag endet in der Grabesruhe und im Frieden der Vollendung: „Es ist vollbracht.“ Dass die ganze Dramatik der Karwoche in sich schon den österlichen Glanz, das Licht der Auferstehung und des sieghaften Lebens trägt, ist Mitte unseres Glaubens: Das in Liebe und Geduld getragene Kreuz wird zum Schlüssel des „Lebens in Fülle“, zum Schlüssel der Himmelspforte. Die untrennbare Einheit von Karfreitag und Ostersonntag, von Tod und Auferstehung des Herrn ist Kern unseres Glaubens und wichtigste Botschaft des Christentums: Unser ganzes Leben, besonders und gerade auch die dunklen Seiten und Momente, haben einen tiefen Sinn: Was ich in Liebe und Geduld ertrage in der Nachfolge des Herrn, führt zu meiner Reifung, zu meinem personalen Wachstum, zu meiner Läuterung und Erlösung. So bedeutet Ostern letztlich ZUVERSICHT und OPTIMISMUS: Es gibt keine Sinnlosigkeit, es gibt keinen Grund zur Verzagtheit und zur Resignation.
In diesem Sinn wünsche ich Ihnen, auch im Namen meiner Mitarbeiter, ein gesegnetes Osterfest!
Ihr Stadtpfarrer Prälat Günther Mandl

Haus Papst Benedikt XVI. - Schatzkammer und Wallfahrtsmuseum

Wir haben unsere Tore ab 14. April 2019 wieder für Sie geöffnet und freuen uns auf Ihren Besuch:

Von Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 10 - 16 Uhr für Sie da.

Aktuelle Änderungen der Öffnungszeiten werden auf unserer Homepage bekanntgegeben.

Eintrittspreise ins Museum:
Erwachsene                                          EUR 2,--
Kinder, Studenten, Senioren ermäßigt     EUR 1,--
Familienkarte                                        EUR 5,--
freier Eintritt für Personen mit Behindertenausweis, Kinder bis 6 Jahre und Schulklassen

Wallfahrtsprogramm Nr. 6 / 16. - 22. April 2019

Das aktuelle Wallfahrtsprogramm Nr. 6  ist nun als PDF-Datei erhältlich:

Wallfahrtsprogramm Nr. 6  als PDF-Datei

 

Patrona Bavariae - Herzliche Einladung zur Eröffnung der Wallfahrtssaison

Am Hochfest der Schutzfrau Bayerns wird in Altötting traditionell die Wallfahrtssaison eröffnet. Zahlreiche Wallfahrer und Wallfahrerinnen machen sich auch dieses Jahr wieder auf den Weg, um sich in Altötting ganz Maria anzuvertrauen. An der Hand der himmlischen Mutter können wir uns wieder ganz auf Gott ausrichten, denn von Gott kommt uns Schutz und Hilfe. Er heilt, was verwundet ist.

Zur feierlichen Eröffnung der Wallfahrtssaison 2019 wird sich S.E. Erzbischof Dr. Ludwig Schick aus Bamberg in die Reihen der Wallfaherer einfügen.

Am 1. Mai 2019 wird S.E. Erzbischof Schick die Wallfahrtssaison 2019 mit einem feierlichen Pontifikalamt in der Basilika St. Anna eröffnen. Im Rahmen dieses Eröffnungsgottesdienstes erfolgt die Aussendung der neuen Pilgerbetreuer/-innen durch S.E. Bischof Dr. Stefan Oster SDB.
Die Pilgerbetreuer/-innen sind in der Wallfahrtssaison von Mai bis Oktober an den Wochenenden und Feiertagen am Kapellplatz im Dienst der Gnadenmutter für alle Besucher Altöttings da. Musikalisch wird der Gottesdienst durch den Kapellchor und das Orchester des Altöttinger
Marienwerks gestaltet.

Um 15.00 Uhr sind alle in die Stiftspfarrkirche St. Philippus und Jakobus zur festlichen Pontifikalvesper mit S.E. Bischof Dr. Stefan Oster SDB eingeladen. Für die musikalische Gestaltung sorgt die Schola Autingensis.
Anschließend erfolgt die Eröffnung der Sonderausstellung „Lourdes – Heilen, was verwundet ist“ in der Bischöflichen Administration der Heiligen Kapelle / Haus Papst Benedikt XVI. – Schatzkammer und Wallfahrtsmuseum.

Mit der 1. Maiandacht um 19.00 Uhr in der Stiftspfarrkirche St. Philippus und Jakobus findet der Festtag ein stimmungsvolles Ende. Offiziator der Maiandacht ist unser Wallfahrtsrektor und Stadtpfarrer Prälat Günther Mandl.
Für den musikalischen Rahmen sorgt der Frauenbundchor Altötting.

Die Wallfahrtssaison 2019 steht unter dem Leitwort: „Heilen, was verwundet ist“.

Wort zum Sonntag - 5. Fastensonntag 2019

Liebe Pfarrangehörige, liebe Pilger und Gäste aus nah und fern!
Dass Jesus die Sünder, welche zu Reue und Umkehr bereit sind, mehr liebt als die selbstgerechten Pharisäer und Heuchler, wird auf vielen Seiten der Bibel dokumentiert, so auch im Evangelium des heutigen V. Fastensonntags, des Passionssonntags, wie er auch genannt wird. Jesus ist im Tempel umringt von den eben genannten selbstgerechten Pharisäern, die misstrauisch seiner Lehre vom barmherzigen Vater im Himmel zuhören. Da zerrt man „eine Frau, die beim Ehebruch eben auf frischer Tat ertappt wurde“ vor Jesus mit der Fangfrage: Soll man diese Sünderin steinigen, wie es im Gesetz gefordert ist oder nicht? Was Jesus auch antworten wird, kann man ihm falsch auslegen: Stimmt er „gesetzestreu“ der Hinrichtung zu, steht er im Widerspruch mit seiner Lehre von der göttlichen Barmherzigkeit; spricht er sich für eine Amnestie aus, kann man ihm Gesetzlosigkeit und Laxismus vorwerfen. Was Jesus mit dem Finger in den Staub auf dem Tempelboden geschrieben hat, wissen wir nicht; man vermutet allerdings, dass es das Wort VERGEBUNG gewesen ist: Nach einer Zeit der angespannten Stille richtet sich Jesus auf und sagt in genialer Weise: Ja, ihr dürft sie steinigen; aber nur der darf Steine nach ihr werfen, der ohne Sünde ist; er verbindet also die Gesetzestreue mit der göttlichen Barmherzigkeit in einer entlarvenden Weise. Weil alle, die um Jesus herumstehen, schlagartig verstehen, dass sie kein Recht haben, nach der Frau mit Steinen zu werfen, weil sie selber „im Glashaus sitzen“, weil sie selber „Dreck am Stecken haben“, weil sie zuvor „den Balken aus dem eigenen Auge ziehen müssen“, weil sie zuvor den Unrat „vor der eigenen Haustüre wegkehren müssen“, … , schleichen sie mit hochrotem Kopf davon, sodass am Ende Jesus allein mit der Frau zurückbleibt. Er vergibt ihr und mahnt sie: „Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!“
Ja, Jesus vergibt uns unsere Schuld, wenn wir sie reumütig bekennen und umkehren und wenn wir nicht selbstgerecht auf andere mit dem Anklagefinger zeigen: Die Osterbeichte ist eine großartige Chance zur Umkehr und Erneuerung für uns alle, nützen wir sie!!
Mit den besten Wünschen und Grüßen, auch von meinen Mitarbeitern, verbleibe ich            
Ihr Stadtpfarrer Prälat Günther Mandl

 

 

Gebetsanliegen des Heiligen Vaters für April 2019

Wir beten mit Papst Franziskus und der ganzen Kirche zu Gott, unserem Vater

für die Ärzte und ihre Mitarbeiter/-innen in Kriegsgebieten :

Für Ärzte und deren humanitäre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in Kriegsgebieten ihr Leben für andere riskieren.

Videobotschaft vom Papst

Vom Geheimnis des Glaubens - der Tüchleinzyklus und das Heilige Grab

Der Kreuzgang der Stiftspfarrkirche wird alljährlich durch den Passionszyklus mystisch verdunkelt. Die Vergegenwärtigung der Passion Christi hat in Altötting eine lange Tradition. Aus bayerisch-barocker Frömmigkeit heraus entstand dieser in seiner Vollständigkeit einmalige Zyklus der Passionsgeschichte. Durch eine besondere Malweise leuchten die Motive im durchscheinenden Licht farbkräftig auf.

Lernen Sie dieses außergewöhnliche Kunstwerk im Rahmen einer 90 minütigen Sonderführung  „Vom Geheimnis des Glaubens: Der Tüchleinzyklus und das Heilige Grab“ kennen. An die kunstgeschichtliche, spirituelle und lokalhistorische Erklärung der Tüchleingemälde und des Heiligen Grabes im gotischen Kreuzgang schließt sich eine thematische Besichtigung im Umgriff des Kapellplatzes an.
Dauer: 90 Minuten
Treffpunkt vor dem Rathaus
Referent: Klaus Loichinger
Gebühr: 8 EUR

Anmeldung erforderlich bis 3 Tage vor Führungstermin im Wallfahrts- und Tourismusbüro Altötting: touristinfo@altoetting.de, Tel. 08671/506219
Führung in Kooperation Wallfahrts- und Tourismusbüro Altötting und KEB Rottal Inn-Salzach e.V.

Herzliche Einladung zu diesen besonderen Führungen in der Fasten- und Osterzeit!

Bruder-Konrad-Fest - Feier des 125. Todestages des Hl. Bruder Konrad von Parzham
,

Die Brüder Kapzuiner laden herzlich zum Bruder-Konrad-Fest am 27. und 28. April 2019 nach Altötting ein.
Das Fest steht ganz im Gedenken an den 125. Todestages des Hl. Bruder Konrad von Parzham.

Hier die persönliche Einladung mit den Programmhinweisen:

Liebe Freunde und Verehrer des Heiligen Bruder Konrad,
liebe Freunde der Altöttinger Kapuzinerklöster St. Konrad und St. Magdalena,

herzlich laden wir Sie ein zum Bruder-Konrad-Fest am 27. und 28. April 2019 - Feier des 125. Todestages des Hl. Bruder Konrad von Parzham
Nach dem 200. Geburtsjahr unseres Stadtheiligen im vergangenen Jahr 2018 begehen wir am 21. April 2019 den 125. Todestag von Bruder Konrad. Da dieser Gedenktag auf den Ostersonntag fällt und deshalb da nicht gefeiert werden kann, feiern wir das Bruder-Konrad-Fest am folgenden Sonntag, dem Weißen Sonntag / Barmherzigkeitssonntag.
Am Samstag, den 27. April beginnen wir mit der Vorabendmesse, zu deren Beginn um 20.00 Uhr die Bruder-Konrad-Hauptreliquie in die Basilika St. Anna übertragen wird und an die sich die Lichterprozession anschließt.
Die Festmesse am Sonntag, den 28. April um 10.00 Uhr in der Basilika St. Anna ist dann ganz besonders gedacht für alle, die den Namen Konrad tragen sowie für alle Wohltäter und Förderer des Konradklosters und der Wallfahrtsbasilika St. Anna. Direkt an den Festgottesdienst schließt sich die Reliquienprozession über den Kapellplatz an, die an der Bruder-Konrad-Kirche endet. Danach laden wir zum Zusam-mensein auf dem Vorplatz der Basilika, mit Verteilung von „Bruder-Konrad- Weckerl“ und Freigetränken, ein.
Festprediger ist in diesem Jahr der Kapuziner Br. Thomas M. Schied, der genau vor einem Jahr – am 30. April 2018 durch den Kapuzinerkardinal Seán Patrick O’Malley aus Boston / USA in unserer Wallfahrtsbasilika zum Priester geweiht wurde und seitdem als Kaplan in der Münchener Isarvorstadt in den Pfarreien St. Anton und St. Andreas tätig ist.
Nähere Angaben zu all diesen Gottesdiensten und Veranstaltungen finden Sie auf dem Flyer anbei.

Wir freuen uns, wenn Sie mit uns an den Festlichkeiten zu Ehren des Heiligen Bruder Konrad teilnehmen und danken Ihnen sehr herzlich für Ihre Verbundenheit mit den Altöttinger Kapuzinern.

Wir grüßen Sie herzlich mit dem franziskanischen Gruß ‚Pace e bene‘ - ‚Frieden und Heil‘!
Im Namen der Brüder Kapuziner von Altötting Br. Norbert Schlenker OFMCap (Guardian der beiden Altöttinger Kapuzinerklöster St. Konrad und St. Magdalena und stellvertretender Wallfahrtsrektor)

 

 

Monatliches Triduum in Altötting
,

Herzliche Einladung wieder gemeinsam für die dringenden Anliegen der Welt zu beten:
für den Frieden in der Welt
für die Familien und den Schutz des Lebens
für Priester und geistliche Berufungen
für alle Anliegen unserer Zeit

Priesterdonnerstag - monatl. Gebetstag um geistliche und kirchliche Berufe
09.00 Uhr                Gnadenkapelle           Altöttinger Marienwerk - Hl. Messe für alle lebenden und verstorbenen Mitglieder: Domkapitular Msgr. Josef Fischer
17.30 Uhr                St. Magdalena           Vesper - kirchliches Stundengebet - um geistliche und kirchliche Berufe mit den Kapuzineren
18.00 Uhr                Gnadenkapelle           Rosenkranz für Priester- und Ordensberufungen
19.00 Uhr                Stiftspfarrkirche       Heilige Messe mit Fastenpredigt und Beichtgelegenheit im Anliegen um geistliche und kirchliche Berufe
                                                                      Thema der Fastenpredigt: "Heilen, was verwundet ist"
                                                                      Hauptzelebrant und Prediger: Dekan Anton Spreitzer, Ortenburg

22.00 - 23.00 Uhr     Anbetungskapelle       "Ölbergstunde mit Jesus im Garten Gethsemane" - Gestaltete Heilige Stunde mit eucharistischem Segen, mit den Novizen der Legionäre Christi
anschl.                    Anbetungskapelle        stille Nachtanbetung in den Anliegen des Gebetstages

Herz-Jesu-Freitag (immer der 1. Freitag im Monat)
18:00 Uhr                Gnadenkapelle           Rosenkranz für die Familien und den Schutz des Lebens; Litanei zum Hl. Johannes Paul II. mit Möglichkeit zum Einzelsegen mit der Reliquie des Hl. Johannes Paul II.
19:00 Uhr                Stiftspfarrkirche          Hl. Messe mit Herz-Jesu-Weihegebet, Beichtgelegenheit, kurze eucharistische Anbetung: Stiftskanoniker Alois Schießl
21.30 - 01.00 Uhr     Anbetungskapelle      "Mit Jesus und Maria durch die Nacht" - Gebetsnacht mit musikalisch gestalteten Anbetungsstunden, Heilungsgebet und eucharistischen Einzelsegen  

Herz-Mariä-Sühne-Samstag
08.00 Uhr                Gnadenkapelle            Friedensmesse mit Friedensgebet (zeitgleich in Lourdes, Kevelaer und Altötting)
 
Foto: R. Dorfner

Frühjahrshauptfest der Marianischen Männerkongregation Altötting
,

Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und angenehme Temperaturen haben den 4. Fastensonntag zu einem wahren Tag der Freude gemacht. Traditionell haben sich an Laetare, wie der 4. Fastensonntag liturgisch genannt wird, auch die Männer der Marianischen Männerkongregation in Altötting zum Frühjahrshauptfest getroffen. Der Einladung von MC-Präses Kapuzinerpater Br. Georg Greimel OFMCap und MC-Präfekt Stefan Burghart sind nicht nur die katholischen Männer samt Familien gefolgt, sondern auch der H.H. Bischof Wilhelm Krautwaschl aus der Diözese Graz-Seckau. Nach der Festmesse in der Basilika St. Anna, die von dem bischöflichen Ehrengast aus Österreich zelebriert wurde, haben sich die Obmänner zum Konvent im Kongregationssaal getroffen. Bischof Krautwaschl hat den Obmännern dabei offene Fragen beantwortet und manche Unklarheit erhellt. Die feierliche Aufnahmefeier der neuen Sodalen in den Dienst Mariens, die ein Leben nach christlichen Grundsätzen und gestärkt durch die Männergemeinschaft versprechen, hat in der Basilika St. Anna den Abschluss des Hauptfestes eröffnet. Mit der Schlusspredigt, der Eucharistischen Prozession zur Gnadenkapelle und dem Schlusssegen mit dem Allerheiligsten hat ein wunderschöner Tag in christlicher Eintracht und Gemeinschaft geendet.

Vielen Dank an Roswitha Dorfner für die Fotoimpressionen als Erinnerung an das Frühjahrshauptfest 2019!

Hier geht's zum Fotoalbum

Wort zum Sonntag - 4. Fastensonntag 2019

Liebe Pfarrangehörige, liebe Pilger und Gäste aus nah und fern!
Das Gleichnis vom verlorenen Sohn bzw. vom barmherzigen Vater lässt sich wie ein Bühnenstück in Spielszenen einteilen: 1. Szene - „Undank“: Der jüngere Sohn fordert seinen Erbteil und trennt sich vorwurfsvoll von seinem Vater. 2. Szene - „in Saus und Braus“:  - In der Fremde bringt er sein Geld mit vermeintlichen Freunden durch auf der gierigen Suche nach Befriedigung und Genuss. 3. Szene   - „am Schweinetrog“: Kann ein Jude tiefer sinken  als auf die Ebene der unreinen Tiere? 4. Szene -  „heilsame Reue“: Wie dumm war ich! Wie konnte ich mich in diese erbärmliche Lage bringen? Ich will umkehren, ich will heim zu meinem Vater! 5. Szene -  „Versöhnung“: Der Vater, der seinen Sohn nie aufgegeben und immer sehnlich nach ihm Ausschau gehalten hat, umarmt ihn nach seinem Schuldbekenntnis, gibt ihm die Insignien des Erbsohnes (Ring, bestes Gewand, Schuhe) und lässt ein Freudenmahl feiern. 6. Szene - „Unfähigkeit zur Verbrüderung“: Der ältere Bruder kann dem Heimkehrer aus vermeintlichen Gründen der Gerechtigkeit nicht verzeihen und als Bruder anerkennen. Dabei war, wie der Vater es formuliert, der jüngere Sohn „tot und lebt wieder, er war verloren und ist wieder gefunden“: Er ging durch alle Höllen dieser Welt und braucht Erbarmen und die Gnade des Neubeginns.
Der Weg des verlorenen Sohnes ist unser aller Weg, ein Weg der unweigerlich in die Krise führt: Die frohe Botschaft lautet: Gott hat dich niemals aufgegeben, er wartet auf deine Reue und Umkehr und wird dir in vollem Maß vergeben im Sakrament der Versöhnung, in der heiligen Beichte, freilich nur, wenn wir bereit sind, einander zu vergeben und uns als Brüder und Schwestern anzuerkennen.
Ich wünsche Ihnen allen, auch im Namen meiner Mitarbeiter, in dieser Fastenzeit die Umkehr und Heimkehr von den „Schweinetrögen“ dieser Welt hin zur Gemeinschaft mit Gott und der Kirche.
Ihr Stadtpfarrer Prälat Günther Mandl

Beichten ist...
,

... wie duschen für die Seele
... wie ein Frühjahrsputz für die Herzkammer
... keine "Urteilsverkündigung" (Papst Franziskus)
... eine tiefe Begegnung mit Gott
... wie in die Schule der Wahrheit zu gehen
... ein Sakrament der Heilung
... die Versöhnung mit Gott und den Mitmenschen

Jesus selbst hat uns das Geschenk der Beichte gemacht. Am Ostertag gab er den Aposteln den Auftrag: "Empfanget den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert" (Joh 20,22b - 23). Nirgends hat Jesus schöner erklärt, was im Bußsakrament geschieht, als im Gleichnis vom barmherzigen Vater: Wir verirren uns, verlieren uns, können nicht mehr. Doch unser Vater wartet auf uns mit großer, ja unendlicher Sehnsucht; er verzeiht uns, wenn wir zurückkommen; er nimmt uns immer wieder an, vergibt die Sünde. "Deine Sünden sind dir vergeben!" (Mk 2,5) konnte Jesus nur sagen, weil er der Sohn Gottes ist. Denn Gott allein kann Sünden vergeben. Jesus war die Sündenvergebung wichtiger als Wunder zu wirken. Er sah darin das große Zeichen für den Anbruch des Reiches Gottes. Um wahrhaftig und echt sein zu können, ist es wichtig, dass wir unsere Sünden und unsere Schuld nicht verdrängen, sondern diese aussprechen und von Angesicht zu Angesicht bekennen. Der Priester hat die Vollmacht, uns im Namen Gottes die Lossprechung zu erteilen. Zur jeder guten Beichte gehören die Gewissensforschung, die Reue, der Vorsatz, das Bekenntnis und die Buße. Buße ist die Wiedergutmachung für ein begangenes Unrecht und geschieht nicht nur im Kopf, sondern auch in Taten der Liebe. Buße befreit und ermutigt uns, neu anzufangen. (vgl. YOUCAT 227 bis 232 ff.)
In Altötting gibt es täglich Beichtgelegenheit und ganz besonders in der Karwoche.
Herzliche Einladung sich durch das Sakrament der Versöhnung von Gott heilen zu lassen!

 

BEICHTGELEGENHEIT in der Karwoche:
Montag bis Mittwoch in der Karwoche
08.30 – 11.30 Uhr / 14.30 – 16.00 Uhr nur in St. Magdalena
Gründonnerstag
08.30 – 11.30 Uhr / 14.30 – 16.00 Uhr nur in St. Magdalena
Karfreitag
08.30 – 11.30 Uhr in St. Magdalena
08.30 – 11.30 Uhr auch in der Basilika St. Anna und in den Beichtzimmern im „Krippengang“
08.30 – 12.00 / 14.00-15.00 Uhr auch in der Stiftspfarrkirche St. Philippus und Jakobus
13.30 – 14.45 Uhr nur in der Basilika St. Anna und in den Beichtzimmern im „Krippengang“
16.30 – 17.30 Uhr nur in der Basilika St. Anna und in den Beichtzimmern im „Krippengang“
Karsamstag
08.30 – 11.30 Uhr / 14.30 – 16.00 Uhr nur in St. Magdalena.00 – 12.00 Uhr auch in der Stiftspfarrkirche St. Philippus und Jakobus
Ostersonntag und Ostermontag
Keine Beichtgelegenheit in St. Magdalena und in der Basilika St. Anna
08.30 – 12.00 / 14.30-17.00 Uhr in der Stiftspfarrkirche St. Philippus und Jakobus

Beichtgelegenheit regulär an Werktagen:
St. Magdalena:               08.30 -11.30 Uhr und 14.30 - 16.00 Uhr
Beichtgelegenheit regulär an Sonn- und Feiertag:
Basilika St. Anna:           08.30 - 11.30 Uhr
Stiftspfarrkirche:              08.30 - 12.15 Uhr und 14.30 - 17.00 Uhr

Wallfahrtsprogramm Nr. 5 / 02. - 15. April 2019

Das aktuelle Wallfahrtsprogramm Nr. 5  ist nun als PDF-Datei erhältlich:

Wallfahrtsprogramm Nr. 5  als PDF-Datei
 

Fastenpredigten 2019

Die Fastenzeit stimmt als 40-tägige Bußzeit auf das österliche Hochfest ein. Es ist eine Zeit, in der alle Gläubigen aufgerufen sind, sich bewusst verstärkt am Evangelium, der christlichen Frohbotschaft, zu orientieren - das Leben neu und intensiv auf Gott und unsere himmlische Heimat bei Gott auszurichten. Um den Kompass für den Lebensweg besser ausrichten zu können, wird in Altötting die gute Tradition der Fastenpredigten im Pfarrverband gepflegt. In Anlehnung an das diesjährige Wallfahrtsmotto "Heilen, was verwundet ist" wurden "Aktualisierte biblische Heilungsgeschichten" als Thema der Fastenpredigten 2019 gewählt. Jeweils am Donnerstag im Rahmen der Abendmesse sind alle Gläubigen aus nah und fern eingeladen, sich durch die Predigt bzw. durch das Zeugnis zu einer heilenden Neuausrichtung anregen zu lassen. Beginn ist um 19.00 Uhr

Donnerstag, 14. März 2019 in der Stiftspfarrkirche St. Philippus und Jakobus
Prediger: Pfr. Hannes Lorenz aus Nabburg

Donnerstag, 21. März 2019 in der Pfarrkirche St. Josef, Altötting-Süd
Prediger: Pfr. Peter König aus Vilsbiburg

Donnerstag, 28. März 2019 in der Stiftspfarrkirche St. Philippus und Jakobus
Vortragender: Dr. Johannes Spes, leitender Oberarzt auf der Palliativ-Station der Kreisklinik Altötting

Donnerstag, 04. April 2019 in der Stiftspfarrkirche St. Philippus und Jakobus
Prediger: Dekan Anton Spreitzer von Ortenburg

Wort zum Sonntag - 3. Fastensonntag 2019

Liebe Pfarrangehörige, liebe Pilger und Gäste aus nah und fern!
Das Gleichnis vom Feigenbaum, der keine Früchte trug und somit den Unmut und die Enttäuschung des Gutsbesitzers provozierte, löst im Hörer bzw. im Leser eine heilsame Unruhe aus; der Gutsherr, gemeint ist Gott, sagt zum Weingärtner: „Jetzt komme ich schon drei Jahre und sehe nach, ob dieser Feigenbaum Früchte trägt, und finde nichts. Hau ihn um! Was soll er weiter dem Boden seine Kraft nehmen?“ – Wir alle spüren, dass mit dem Feigenbaum, der keine Früchte hervorbringt, wir gemeint sind, Du und Ich: Wir leben oft so, als ob es Gott gar nicht gäbe, ohne Gebets- und Gottesdiensteifer, ohne Sensibilität gegenüber den Mitmenschen in nah und fern und ohne ernsthafte Bemühungen, uns selber voran zu bringen, Christus ähnlich zu werden im Denken, Reden und Handeln, unsere Talente zu entfalten und unsere Zeit sinnvoll und gewinnbringend zu nutzen. Wer ist eigentlich mit dem Weingärtner gemeint, der sich so liebevoll für den unfruchtbaren Feigenbaum gegenüber dem Gutsherrn einsetzt mit den Worten: „Herr, lass ihn dieses Jahr noch stehen; ich will den Boden um ihn herum aufgraben und düngen: Vielleicht trägt er dann Früchte; wenn nicht, dann lass ihn umhauen.“ Mit diesem besorgten Weingärtner ist ganz bestimmt unser Heiland, Jesus Christus gemeint, der ja „gekommen ist, zu suchen, was verloren und zu heilen, was verwundet ist“, der den verlorenen Schafen in den Wüsten dieser Welt nachgeht, sie sucht und auf seinen guten Schultern zur Gemeinschaft zurückträgt, der gesagt hat: „Der Menschensohn ist gekommen, die Sünder zu berufen, nicht die (selbst)Gerechten.“ Er greift in unser oft recht armseliges, unfruchtbares Leben ein und gibt ihm durch seine Gnade und Hilfe neue Wachstums- und Reifebedingungen, sodass sich Früchte einstellen können, gute Taten, eine gute Ausstrahlung und Aura.
Nützen wir diese Heil bringende Fastenzeit zur Erneuerung unseres Lebens in und durch Christus, sodass wir die von Gott zu Recht erwarteten Lebensfrüchte bringen; denn es könnte auch einmal zu spät sein!
Ihr Stadtpfarrer Prälat Günther Mandl

 

11. Bauernwallfahrt nach Altötting
, ,

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) lädt alljährlich ihre Mitglieder mitsamt dem Vieh zum Pilgern ein. Die Wallfahrt ist für viele bereits ein lieber Pflichttermin geworden. Die Landwirte empfehlen sich und ihre bäuerlichen Betriebe ganz dem Segen des Allerhöchsten und der Fürsprache der Gnadenmutter an. Als Zeichen der Verbundenheit kommen auch einige Tiere mit auf den weitläufigen Kapellplatz, für die um den Segen gebeten wir. Der Segen schließt aber natürlich auch alle Tiere und alle Betriebe ein. Die bäuerliche Struktur und unsere Landwirte sind die Grundlage für unser Heimatland. So steht die Bauernwallfahrt nach Altötting 2019 unter dem Leitwort "HEIMAT- Mach was draus: Sei Zukunft"

Am Sonntag, 07. April 2019 um 11:30 Uhr feiern die Landwirte die Heilige Messe in der Basilika Sankt Anna mit Bischof William Ernesto IRAHETA RIVERA aus El Salvador (als Gast von Misereor) und Pfarrer Michael Witti aus dem Pfarrverband Feichten.
Anschließend steht die Segnung von Tieren und Heilkräutern durch Stiftspropst Prälat Günther Mandl, Wallfahrtsrektor und Stadtpfarrer von Altötting, und dem evangelischen Pfarrer Klaus Göpfert, Evangelische Kirche "Zum Guten Hirten“, vor der Gnadenkapelle auf dem Programm.

Für die musikalische Gestaltung sorgen der Singkreis Asten und die Blasmusik der Bauernwallfahrt.
Mit dabei ist auch Bauer Martin Winklbauer vom Landvolktheater und der Waldweihnacht in Halsbach als Heiliger Gunther, der nach dem gemeinsamen Mittagessen zu einem unterhaltsamen Nachmittag lädt.

„Heilen, was verwundet ist“ - Die Sakramente der Kirche: Zeichen des Heils – voller Zärtlichkeit und Kraft

Als Einstimmung auf die österliche Bußzeit 2019 waren alle Gläubigen wieder in die Kloster- und Beichtkirche St. Magdalena zum Eucharistischen Stundengebet eingeladen. Die Predigten zum Altöttinger Wallfahrtsmotto hat P. Norbert Schlenker OFMCap, Guardian der Altöttinger Kapuziner u. stellvertretender Wallfahrtsrektor, gehalten. Sakramente sind Zeichen der Nähe Gottes, sind die sichtbare Form unsichtbarer Gnade. In seinen Predigten hat P. Norbert Schlenker OFMCap die Sakramente auf das Wallfahrtsleitwort 2019 "Heilen, was verwundet ist" als Zeichen des Heils in den Blick genommen. Für alle, die die Predigten gerne nochmals lesen möchten, und für alle, die leider nicht zum Eucharistischen Stundengebet kommen konnten, gibt es die Predigten als Nachlese:

Predigten beim Eucharistischen Stundengebet in St. Magdalena am Samstag, 9. März und Sonntag, 10. März 2019

Vielen Dank & VERGELT'S GOTT an Pater Norbert Schlenker OFMCap für diese wunderbare Sakramenten-Katechese!

Wort zum Sonntag - 2. Fastensonntag 2019

Liebe Pfarrangehörige, liebe Pilger und Gäste aus nah und fern!
Seit alters wird uns am 2. Fastensonntag das Evangelium von der Verklärung Jesu zur Betrachtung und Erbauung vorgelegt. Drei ausgewählte Zeugen: Petrus, Johannes und Jakobus, dieselben, welche später dem Herrn in seiner Ölbergstunde nahe sind, dürfen auf dem Berg die „verborgene Herrlichkeit Jesu“ für einen Augenblick erleben; sie sehen ihn „in strahlendem Licht“ und bei ihm die beiden wichtigsten Gestalten des Alten Testaments, den Gesetzgeber Mose und den populärsten Propheten Elija, die mit ihm „von seinem Ende sprachen, das sich in Jerusalem erfüllen sollte“. „Was Gesetz und Propheten über den kommenden Messias vorhergesagt haben“, erfüllt sich in Jesus Christus: Er ist der „Gesalbte Gottes“, mehr noch, „der Sohn des lebendigen Gottes“, was die Stimme des himmlischen Vaters aus der Wolke wie schon bei der Taufe Jesu bestätigt: „Das ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören“.
Man nennt die Verklärung Jesu „das kleine Ostern“, das über den Leidensweg, über Golgatha hinführt zum „großen, endgültigen Osterfest“, in dem das göttliche Geheimnis Jesu dann in vollem Glanz hervorbrechen wird.
Auch wir haben nur teil an der österlichen Herrlichkeit des Herrn, wenn wir bereit sind, mit ihm auch den Kreuzweg zu gehen: Karfreitag und Ostersonntag gehören im Leben Jesu und auch in unserem persönlichen Leben untrennbar zusammen.
Mit den besten Wünschen und Grüßen, auch von meinen Mitarbeitern, verbleibe ich Ihr
Stadtpfarrer Prälat Günther Mandl

Der Hirtenbrief zum 1. Fastensonntag 2019 von Bischof Dr. Stefan Oster SDB
,

Mit Christus zum Grund unserer Seele gehen

Lie­be Schwes­tern und Brü­der im Glauben!

Von dem däni­schen Phi­lo­so­phen Sören Kier­ke­gaard stammt ein tie­fes Wort, gleich­zei­tig ein Wort­spiel. Er schreibt über sich selbst: ​„Ich wäre zugrun­de gegan­gen, wäre ich nicht zu Grun­de gegan­gen“. Das ers­te ​„zugrun­de gehen“ meint Ster­ben, Ver­ge­hen, das zwei­te meint: zum eige­nen Grund gehen, in die Tie­fe gehen, in die Tie­fe des eige­nen Her­zens­grun­des. Also über­setzt etwa so: Ich hät­te ein elen­des Ende gehabt, wäre ich nicht mir selbst auf den Grund gegangen.

Vie­le von uns spü­ren viel­leicht ähn­lich wie Kier­ke­gaard: Wir alle haben eine inne­re Tie­fe – aber wir hal­ten uns oft an der inne­ren Ober­flä­che und mit ober­fläch­li­chen Din­gen auf. Wer von uns wäre nicht in der Ver­su­chung, sich täg­lich mit Medi­en­kon­sum zu bene­beln oder zum Bei­spiel mit ober­fläch­li­chem Gere­de. Oder gibt es nicht die Ver­su­chung zur Eitel­keit, zur Selbst­dar­stel­lung nach außen, auch wenn wir ahnen, dass es innen nicht immer so groß­ar­tig aus­sieht. Oder ver­fol­gen wir nicht manch­mal auch Zie­le, von denen wir ahnen, dass sie uns viel­leicht ober­fläch­lich befrie­di­gen, aber doch nicht in der Tie­fe des Her­zens. Das Stre­ben nach Macht, Reich­tum, Sicher­heit oder kör­per­li­chem Genuss kann einen sehr beschäf­ti­gen – bis dahin, dass wir Getrie­be­ne wer­den – ohne uns je wirk­lich auf den Grund zu kommen.

Am heu­ti­gen Evan­ge­li­um sehen wir auch, dass auf dem Weg zum eige­nen Grund nicht immer nur der Frie­den war­tet: Jesus fas­tet 40 Tage in der Wüs­te. Und die­se 40 Tage Jesu las­sen uns gleich an meh­re­re bibli­sche Ereig­nis­se erin­nern: Das Volk Isra­el etwa ist 40 Jah­re durch die Wüs­te gewan­dert – ehe es von Gott erzo­gen war, ehe es die Rei­fe und Tie­fe hat­te, ins gelob­te Land ein­zu­zie­hen. Oder Eli­jah, der Pro­phet, durch­wan­dert 40 Tage und Näch­te die Wüs­te, ehe er Got­tes Gegen­wart im lei­sen Wind­hauch wahr­neh­men kann. Auch Mose erlebt auf dem Berg Sinai eine Art Wüs­ten­zeit, ehe ihm Gott nach 40 Tagen die Zehn Gebo­te offen­bart. Vier­zig Tage Wüs­te ste­hen für Zei­ten der Rei­fung, der Erpro­bung, des inne­ren Rin­gens. Auch für mich: Glau­be ich, dass es auch in mir selbst den Schatz im Acker zu fin­den gibt, den inne­ren Reich­tum, die Begeg­nung mit dem leben­di­gen Gott – eine Begeg­nung, die in mir wirk­lich den Frie­den, die Freu­de, die Zufrie­den­heit her­vor­brin­gen kann? Eine Berüh­rung, die mein Leben dann auch zu einem Zeug­nis von Got­tes Gegen­wart wer­den lässt? Wir ahnen, dass auch wir in die­sen Zustand nicht ohne Kampf fin­den, nicht ohne die Übung des Ver­zichts, nicht ohne das Rin­gen um wirk­li­che inne­re Frei­heit und nicht ohne das Über­win­den von schlech­ten Abhängigkeiten.

Und das Schö­ne ist: Das Evan­ge­li­um von heu­te zeigt uns, dass Jesus selbst für uns und an unse­rer Sei­te die abgrün­digs­ten Ver­su­chun­gen durch­lebt hat. Der Teu­fel per­sön­lich stellt ihm in dra­ma­ti­scher Wei­se das ver­meint­lich Gro­ße vor Augen, dass Jesus selbst voll­brin­gen könn­te. Sich selbst den Hun­ger stil­len durch das eige­ne Wun­der und die eige­nen Kräf­te; sich selbst zum Mäch­tigs­ten machen, wenn ich die fal­sche Macht anbe­te; sich selbst in spek­ta­ku­lä­rer Show vom Tem­pel in Jeru­sa­lem zu stür­zen, um end­lich die Aner­ken­nung von sei­nem Volk zu bekom­men, die ihm zusteht. Alles aus eige­ner Macht tun, selbst­herr­lich, und dabei heim­lich dem Selbst­herr­lichs­ten von allen, dem größ­ten Blen­der von allen auf den Leim gehen – dem Teu­fel. Und wer von uns wäre je schon frei, sol­chen Ver­su­chun­gen zu widerstehen.

Aber Jesus geht vol­ler Sou­ve­rä­ni­tät den ande­ren Weg. Er geht den Weg, den Gott, der Vater ihm weist; den Weg des Ver­trau­ens auf das Wir­ken des Vaters auch in der aller­tiefs­ten Nacht bis ans Kreuz. Jesus ist daheim, inner­lich immer daheim beim Vater. Es gibt kei­nen Moment, in dem er nicht aus die­sem inne­ren Grund leben wür­de; aus der Gemein­schaft mit dem Vater, der ihm alles gibt; der ihm Leben schenkt, und Frei­heit, und Frie­den – und zuletzt den Sieg über den Tod. Jesus geht die­sen Weg für uns, damit auch wir kei­ne Angst haben müs­sen vor den Wüs­ten­zei­ten unse­res Lebens. Wir dür­fen ler­nen, mit ihm voll Ver­trau­en hin­durch­zu­ge­hen, mit ihm zu kämp­fen, mit ihm den klei­ne­ren und grö­ße­ren Ver­su­chun­gen zu wider­ste­hen, die uns an der Ober­flä­che gefan­gen halten.

Lie­be Schwes­tern und Brüder,
wir leben in einer Zeit der gro­ßen Ver­än­de­run­gen in der Gesell­schaft und in der Kir­che. Ich glau­be, es sind Wüs­ten­zei­ten, also auch Zei­ten der Ver­su­chung, aber auch Zei­ten, die uns zugleich in mehr Tie­fe und grö­ße­res Ver­trau­en auf den Herrn füh­ren kön­nen. Wir begeg­nen als Ein­zel­ne und als Gemein­schaft immer wie­der den gro­ßen Fra­gen: Was ist uns wirk­lich wich­tig? Was macht den ech­ten Sinn mei­nes Lebens aus? Wovon las­se ich mich gefan­gen neh­men – und an der Ober­flä­che hal­ten? Was ist uns heu­te als Kir­che, als Pfar­rei oder kirch­li­che Gemein­schaft wirk­lich wich­tig? War­um tun wir uns oft schwer, mit Jesus zum Grund unse­res Lebens zu gehen, den inne­ren Kampf auf­zu­neh­men, gegen Abhän­gig­kei­ten, schlech­te Ange­wohn­hei­ten, gegen Sün­de und all­zu ober­fläch­li­ches Leben? Und war­um schüt­zen wir uns oft so sehr vor wirk­li­cher Hin­ga­be, wirk­li­chem Dienst am ande­ren? Sicher auch, weil unse­re Zeit so voll ist von schil­lern­den Mög­lich­kei­ten, von Ver­hei­ßun­gen und Ver­spre­chen, die so oft nicht hal­ten, was sie uns vor­gau­keln. Sicher auch, weil eben vie­le der Kir­che und dem Glau­ben schon den Rücken gekehrt haben, weil sie uns nicht mehr glau­ben – oft aus gutem Grund.

Aber ich möch­te Ihnen heu­te aus vol­ler Über­zeu­gung ver­si­chern: Der Herr ist da – wir gehen durch die Prü­fungs­zei­ten und Wüs­ten unse­res Lebens und unse­rer Kir­che nicht allei­ne. Wir sind und blei­ben beglei­tet von dem, der das Uni­ver­sum in der Hand hält, der die Kir­che in der Hand hält – und jeden ein­zel­nen von uns. Aber er wohnt am Grund unse­res Her­zens und auch wir gehen zugrun­de, wenn wir nicht immer wie­der zu die­sem Grund gehen.

Ich möch­te Sie ein­la­den, in den kom­men­den Wochen des Zuge­hens auf Ostern, bewusst Wüs­ten­zei­ten ein­zu­le­gen; Zei­ten, Tage, die Sie sich mit Jesus neh­men und für ihn, mit ehr­li­chem Gebet, mit Stil­le, mit dem Lesen der Schrift. Und Zei­ten und Tage, in denen Sie auf Nah­rung ver­zich­ten, um zu spü­ren, dass sie nicht vom Brot allein leben, son­dern von sei­ner Gegen­wart. Und Zei­ten, in denen Sie sich bewusst in den Dienst stel­len – am armen Men­schen, oder in den Dienst an unse­rer kran­ken Schöp­fung. Scheu­en Sie sich nicht, auch ein­mal einen durch­aus radi­ka­le­ren, ernst­haf­ten Schritt zu machen. Einen Schritt des bewuss­ten Ver­zichts, und nicht einen Selbst­be­trug in der Art, zwar kein Fleisch, dafür aber den bes­se­ren Fisch zu essen. Viel­leicht machen Sie mal eine Spen­de, die Ihnen wirk­lich weh tut – um des Herrn wil­len. Oder viel­leicht ver­brin­gen Sie Zeit mit einem ein­sa­men Men­schen, der Sie aber eigent­lich nervt – aber Sie tun es um Jesu wil­len. Und schau­en Sie ehr­lich in Ihr Leben, was Sie hin­dert, wirk­lich auf Gott zu ver­trau­en, schau­en Sie auf Ihre Ver­su­chun­gen und brin­gen Sie sie wie­der ein­mal in die Beich­te, das Sakra­ment unse­rer Rück­kehr zum Gott des Lebens. Len­ken Sie Ihren Blick aber auch auf dar­auf, wo Sie schon gut unter­wegs sind – auf Gott hin; auf all das, wofür Sie dank­bar sein dür­fen, beson­ders für Ihren Glau­ben, Ihre Lie­be und Ihre Sehn­sucht. Unse­re geist­li­che Tra­di­ti­on hat immer gewusst, dass wir beson­de­re Zei­ten brau­chen, auch Zei­ten des Ver­zichts, um in die Tie­fe zu fin­den – damit die Gna­de, die uns an Ostern geschenkt wird – auch spür­bar wird. Als Freu­de an der Auf­er­ste­hung des­sen, der gesiegt hat über jede Ver­su­chung und über den Tod – und der uns teil­ha­ben las­sen will an sei­ner Freu­de und sei­nem Frie­den. Gott seg­ne Sie alle auf die­sem Weg.

Pas­sau, 1. Fas­ten­sonn­tag 2019
Dr. Ste­fan Oster SDB, Bischof von Passau

Den Hirtenbrief als PDF-Download gibt es auf der Homepage des Bistum Passau

Wort zum Sonntag

Jesus wurde in der Wüste vom Teufel in Versuchung geführt. Die ganze Zeit über aß Jesus nichts; als aber die vierzig Tage vorüber waren, hatte er Hunger. Da sagte der Teufel zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so befiehl diesem Stein, zu Brot zu werden. Jesus antwortete ihm: In der Schrift heißt es: Der Mensch lebt nicht nur vom Brot.
Da führte ihn der Teufel auf einen Berg hinauf und zeigte ihm in einem einzigen Augenblick alle Reiche der Erde und er sagte zu ihm: All die Macht und Herrlichkeit dieser Reiche will ich dir geben, denn sie sind mir überlassen, und ich gebe sie, wem ich will. Wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest, wird dir alles gehören. Jesus antwortete ihm: In der Schrift steht: Vor dem Herrn, deinem Gott, sollst du dich niederwerfen und ihm allein dienen.
Darauf führte ihn der Teufel nach Jerusalem, stellte ihn oben auf den Tempel und sagte zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so stürz dich von hier hinab; denn es heißt in der Schrift: Seinen Engeln befiehlt er, die zu behüten, und: Sie werden dich auf ihren Händen tragen, damit dein Fuß nicht an einen   Stein stößt. Da antwortete ihm Jesus: Die Schrift sagt: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen. (Lk 4, 1 – 13)
Allen Pfarrmitgliedern und Pilgern eine gute Fastenzeit!
Ihr Stadtpfarrer und Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl

Wallfahrtsprogramm Nr. 4 / 12. März - 01. April 2019

Das aktuelle Wallfahrtsprogramm Nr. 4  ist nun als PDF-Datei erhältlich:

Wallfahrtsprogramm Nr. 4  als PDF-Datei

Die Sakramente der Kirche: Zeichen des Heils – voller Zärtlichkeit und Kraft

Predigten zum Wallfahrtsmotto "Heilen, was verwundet ist" in der österlichen Bußzeit 2019 beim Eucharistischen Stundengebet in St. Magdalena und Fastenpredigten im Pfarrverband Altötting

Anregung für das diesjährige Wallfahrtsmotto „Heilen, was verwundet ist“ gibt uns das Lukasevangelium, aus dem wir in diesem Jahr an allen Sonntagen im Gottesdienst hören und das Jesus als den Heiland der Armen und Kranken schildert. Die Kirche setzt das heilende Handeln Jesu in seinem Auftrag in der Feier der Sakramente fort. Sie sind Zeichen des Heils – voller Zärtlichkeit und Kraft. Heilung, Heil und Segen geht auch heute in vielfältiger Weise vom Gnadenort Altötting aus. Heilungen auf die Fürsprache der Gottesmutter waren ausschlaggebend, dass Altötting sich zu einem sehr bedeutenden Wallfahrtsort entwickelte. Heil und Segen wurden durch die Jahrhunderte hindurch hier immer wieder erfahren. Zu einer Wallfahrt nach Altötting gehört die Feier der Eucharistie und für viele auch der Empfang des Sakramentes der Versöhnung in der persönlichen Beichte.
Unser diesjähriges Eucharistisches Stundengebet will in seinen Predigten zu einer Betrachtung der sogenannten Initiationssakramente Taufe – Eucharistie – Firmung und des Buß - sakramentes unter dem Blickwinkel ihrer heilsamen Wirkung voll Zärtlichkeit und Kraft einladen:

Samstag, 9. März 2019
10.00 Uhr Festmesse mit Predigt
               Thema: Das Sakrament der Taufe - eingetaucht in das Wasser des Lebens
Aussetzung – Anbetung
15.00 Uhr Eucharistische Andacht
16.00 Uhr Predigt
               Thema: Das Sakrament der Buße - versöhnt mit dem Gott des Lebens
Litanei – Eucharistischer Segen

Sonntag, 10. März 2019
09.30 Uhr Festmesse mit Predigt
               Thema: Das Sakrament der Eucharistie - gestärkt mit dem Brot des Lebens
Aussetzung – Anbetung
15.00 Uhr Abschlusspredigt
                Thema: Das Sakrament der Firmung - besiegelt mit dem Chrisam des Hl. Geistes
Te Deum – Eucharistischer Segen

Prediger: P. Norbert Schlenker, OFMCap, Guardian und stellvertretender Wallfahrtsrektor

Flyer Eucharistisches Stundengebet zum Download

Fastenpredigten 2019 „Heilen, was verwundet ist“
Jeder Prediger nimmt seine Lieblingsheilungsgeschichte aus der Bibel und wird davon ausgehend Gegenwartsbezüge zum Leben und zum Gnadenort herstellen.

Donnerstag, 14. März 19.00 Uhr in der Stiftspfarrkirche:
Pfarrer Hannes Lorenz aus Nabburg

Donnerstag, 21. März 19.00 Uhr in St. Josef, Altötting-Süd:
Pfarrer Peter König aus Vilsbiburg

Donnerstag, 28. März 19.00 Uhr in der Stiftspfarrkirche:
Dr. Johannes Spes, Leitender Oberarzt auf der Palliativ-Station des Klinikums Altötting

Donnerstag, 04. April 19.00 Uhr in der Stiftspfarrkirche:
Dekan Anton Spreitzer aus Ortenburg

Am Aschermittwoch ...
, ,

... besinnen sich die Gläubigen alljährlich aus nah und fern nicht nur auf die heilsame Umkehr vom Irdischen hin auf die Ewigkeit bei Gott sondern gedenken auch der Gottesmutter Maria.

Traditionell wurde eine Kopie des Gnadenbildes im blau-violetten Fastenkleid aus Samt am Aschermittwoch, aus der Gnadenkapelle in die Beichtkirche St. Magdalena übertragen, wo es zur gläubigen Verehrung des himmlischen Urbildes einlädt.
Maria war eine Frau mit alltäglichen Sorgen und versteht unsere menschlichen Sorgen als eine von uns. Maria ist aber zugleich auch die gnadenvolle Mutter Gottes, die ganz auf Gott und ihren göttlichen Sohn ausgerichtet war. Nach dem weltlichen Treiben in der Faschingszeit wenden sich die Altöttinger ihrer wirkmächtigen Fürsprecherin wieder ganz besonders zu und erweisen ihr in St. Magdalena die Ehre. Die Tration der Gottesmutter durch einen Kuss des Kleidsaumes die Verehrung zu bezeugen, geht auf Kurfürst Maximilian zurück. Gerne werden von Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl und seinen Stellvertreter Pater Norbert Schlenker OFMCap auch Rosenkränze und ähnliche Gegenstände für den frommen Gebrauch am Gnadenbild berührt und der priesterliche Segen erteilt. Die Gnadenbildverehrung begleitet von Gebet und Gesang des gläubigen Volkes zeigt die große Verbundenheit mit der Gottesmutter Maria. Musikalisch wird die Marienandacht vom Frauenbundchor gestaltet.

Es besteht alljährlich auch die Möglichkeit zur Aschenauflegung. Dieser althergebrachte Brauch versinnbildlicht die Vergänglichkeit allen Irdischen. Die Gläubigen werden eingeladen, umzukehren und ihre Herzen neu auf Christus auszurichten.
Als krönenden Abschluss wird um 16 Uhr die Heilige Messe mit Aschenkreuzauflegung in der Kloster- und Beichtkirche St. Magdalena gefeiert.

Hier geht's zur Bildergalerie
 

Am Aschermittwoch ist alles vorbei:
Die Masken werden abgelegt, die Kostüme eingemottet.
Aus Narren werden wieder Herr X und Frau Y.
 
Am Aschermittwoch beginnt eine andere Zeit:
die Zeit der ungeschminkten Gesichter,
die Zeit des Innehaltens,
die Zeit der Wahrheit.
 
Dann nehme ich mir Zeit,
Ordnung zu schaffen
mich frei zu machen von dem, was nicht taugt.
 
Dann nehme ich mir Zeit,
mich auf mich selbst zu besinnen.
Wo will ich hin?
Führt mein Weg noch zum Ziel?
 
Am  Aschermittwoch  ist alles vorbei?
Weit gefehlt!
Jetzt fängt es erst richtig an!
(Gisela B.)

Gebetsanliegen des Heiligen Vaters für März 2019

Wir beten mit Papst Franziskus und der ganzen Kirche zu Gott, unserem Vater

um die Anerkennung der Rechte christlicher Gemeinschaften:

Christliche Gemeinschaften - vor allem jene, die unter Verfolgung leiden - sollen sich Christus nahe wissen und in ihren Rechten geschützt werden.

Videobotschaft vom Papst

Gnadenbildkuss am Aschermittwoch
,

Am Aschermittwoch steht gleich zu Beginn der österlichen Bußzeit die Gnadenmutter im Zentrum. Wenn der Mensch an seine Vergänglichkeit durch die Aschenkreuzauflegung erinnert wird, wenden wir uns in Altötting ganz besonders der Gottesmutter zu. Sie war eine ganz normale Frau und hat sich ganz dem Willen Gottes zu eigen gegeben. Sie begleitet uns durch unseren irdischen Pilgerweg auf die himmlische Heimat zu. Sie ist die Frau, die uns den klugen Rat gibt: "Was er Euch sagt, das tut". Jesus hat uns zur Umkehr aufgerufen. Wenn wir uns wieder ganz auf ihn ausrichten, finden wir den rechten Weg zu Gott. Herzliche Einladung diesen Weg am Aschermittwoch mit dem traditionellen Gnadenbildkuss zu beschreiten.

Um 13.30 Uhr wird das Gnadenbild aus der Heiligen Kapelle in die Klosterkirche St. Magdalena übertragen, wo es bis 16 Uhr zur Verehrung durch die Gläubigen verbleibt. Während der Andacht besteht die Möglichkeit, das Kleid der Gnadenmutter zu berühren und den priesterlichen Segen sowie das Aschenkreuz zu empfangen. Als musikalische Begleitung singt der Frauenbundchor, aber auch das Volk wird beim Singen von Marienliedern von der Orgel begleitet. Die Feier der Heiligen Messe bildet den Abschluss. Herzliche Einladung!

Frühjahrsputz in der Gnadenkapelle

Die Gnadenkapelle wird alljährlich gereinigt und ist daher von Montag, 25. Februar 2019 bis einschließlich Donnerstag, 28. Februar 2019, geschlossen.

Am Sonntag, den 24.02.2019, wird das Gnadenbild nach dem Rosenkranz um ca. 18.40 Uhr in die Stiftspfarrkirche übertragen. Das Gnadenbild Unserer Lieben Frau verbleibt in der Stiftspfarrkirche zur Verehrung,  wo auch die Gottesdienste nach der Kapellordnung gefeiert werden.

Das Gnadenbild wird am Donnerstag, 28.02., vor dem Rosenkranz um ca. 17.45 Uhr in einer feierlichen Prozession wieder in die Gnadenkapelle übertragen. Mit dem Rosenkranzgebet am Donnerstag werden auch die Heiligen Messen nach gewohnter Kapellordnung wieder in der Gnadenkapelle gelesen.

Wort zum Sonntag

Liebe Pfarrangehörige, liebe Pilger und Gäste aus nah und fern!
Wer sind die vermeintlichen Stars und Idole unseres Medienzeitalters? - Die Steinreichen, die Erfolgreichen, die Einflussreichen und die Trickreichen; also alle, die sich im innerweltlichen Machtkampf mit Gerissenheit, Ellbogeneinsatz und einer gehörigen Portion Rücksichtslosigkeit und Hartherzigkeit auf Kosten anderer durchzusetzen verstehen. Wer sind die „Stars“ in den Augen Jesu, wen preist er „selig“? - Hier gilt der Erfolgsmaßstab dieser Welt überhaupt nicht; ja, er ist in sein Gegenteil verkehrt: „Selig ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes. Selig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet satt werden. Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und aus ihrer Gemeinschaft ausschließen … um des Menschensohnes willen …, euer Lohn im Himmel wird groß sein“ (Lk 6, 20-22). Ja, die zu kurz gekommenen, die benachteiligten und die auf der Schattenseite des Lebens stehenden Menschen sind die wahren „Helden“ in den Augen Gottes, seine besonderen Adressaten und Lieblinge, an denen sich seine Barmherzigkeit erweist und an denen wir, die vom Schicksal begünstigt sind, uns zu bewähren haben. „Was ihr den geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“, sagt der Herr; das heißt, Armendienst ist immer auch Gottesdienst, weil Christus sich mit allen Armen, Bedrängten und Kreuzträgern dieser Welt identifiziert.
Selbstverständlich darf und soll ein Mensch in seinem Leben Erfolg haben und seine Talente, wie es ja die Bibel ausdrücklich fordert, annehmen, vermehren und zur Ehre Gottes und zum Wohl der Mitmenschen einsetzen und anwenden und selbstverständlich dürfen wir auch etwas besitzen, aber nicht als Lebenssinn und -inhalt, sondern als Lebensmittel, um die eigentliche menschliche Zielsetzung und Aufgabe zu erfüllen und zu erreichen, nämlich immer mehr dem Plan und Bild ähnlich zu werden, das sich Gott von jedem von uns gemacht hat; dass wir also die uns eigene göttliche Berufung verwirklichen und damit die wahre christliche Selbstverwirklichung erzielen. Zu dieser Selbstverwirklichung im Sinne Jesu gehört es, den Egoismus täglich neu zu besiegen und uns in Liebe zu öffnen für die Armen und Bedrängten in nah und fern, besonders aber in unserer nächsten Umgebung; denn Nächstenliebe hat mit Nähe zu tun, mit Verantwortung und verlässlichem Einsatz für „die geringsten der Brüder und Schwestern“: So ist unser heutiges Sonntagsevangelium Trost für alle Leidenden und Ansporn für alle leitungsfähigen Mitmenschen und Mitchristen.
Ihr Stadtpfarrer Prälat Günther Mandl

Wallfahrtsprogramm Nr. 3 / 19. Februar - 11. März 2019

Das aktuelle Wallfahrtsprogramm Nr. 3  ist nun als PDF-Datei erhältlich:

Wallfahrtsprogramm Nr. 3  als PDF-Datei

Altöttinger Pilgerfahrt "auf den Spuren der Marienwallfahrt" - 2019 nach Straubing und Bogenberg
,

Alljährlich unternehmen mehrere hundert Pfarrangehörige aus Altötting und Umgebung eine gemeinsame Wallfahrt in Orte und Regionen, aus denen seit jeher zahlreiche Pilger das bayerische Nationalheiligtum besuchen. Ziele der heurigen Pilgerfahrt am Sonntag, 24. März 2019 sind die alte Herzogstadt Straubing und die Wallfahrtskirche Bogenberg. Die organisatorische Leitung der Pilgerfahrt übernimmt traditionsgemäß das Altöttinger Wallfahrts- und Tourismusbüro, die geistliche Leitung liegt in den bewährten Händen von Wallfahrtsrektor und Stadtpfarrer Prälat Günther Mandl.

Die diesjährige Pilgerfahrt verdient den Untertitel „auf den Spuren der Marienwallfahrt“. In der imposanten Basilika St. Jakob in Straubing gibt es gleich zwei Referenzen an unser schönes Altötting zu entdecken. Einmal ist das bayerische Nationalheiligtum in der Verzierung der kunstvollen Kanzel dargestellt und zweitens beherbergt die Kirche an einem wunderschönen und reich dekorierten Asam-Seitenaltar eine Kopie der Altöttinger Madonna. Auch die Schlussandacht am Nachmittag steht im Zeichen der Marienwallfahrt. Bogenberg gilt als eine der ältesten Marienwallfahrtskirchen Bayerns. Gleich zwei Gnadenbilder finden sich im Inneren der Wallfahrtskirche, eine seltene Darstellung der schwangeren Maria am Gnadenaltar, sowie eine steinerne Madonnenstatue aus dem 13. Jahrhundert.

Ablauf der Pilgerfahrt:
Die Busse fahren um 8.00 Uhr am Bahnhof Altötting ab. Vorher werden wieder verschiedene Zustiegsmöglichkeiten in der Region angeboten. Nach einem feierlichen Einzug mit einer Abordnung der Altöttinger Musikkapelle zur Basilika St. Jakob in Straubing feiern wir dort mit Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl, Pater Norbert Schlenker, Pfarrer Msgr. Jakob Hofmann und weiteren Konzelebranten die Pilgermesse. Dieses Jahr begleitet die Gruppe „Autingas“ unter der Leitung von Ulrike Prostmeier, die Altöttinger Pilgerfahrt und gestaltet die festliche Pilgermesse in der Basilika St. Jakob in Straubing.
Anschließend sind für ein gemeinsames Mittagessen ausreichend Plätze reserviert.
Damit wir Straubing besser kennen lernen, besteht nach dem Mittagessen die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Führung oder Zeit für einen Cafébesuch.
Nachmittags geht es weiter nach Bogenberg. Dort feiern wir zum Abschluss der Pilgerfahrt die Schlussandacht in der Wallfahrtskirche Bogenberg und erhalten noch eine kurze Kirchenerklärung durch Pater Marek Kolodziejczyk. Die Abfahrt ist für ca. 16:45 Uhr geplant, die Busse werden kurz nach 18 Uhr wieder in Altötting eintreffen.
Der Fahrpreis liegt bei 25,- € pro Person

Programm für Familien
Da der „Familienbus“ in den letzten Jahren erfolgreich angenommen wurde, möchten wir dieses Angebot auch heuer fortsetzen. Hier werden Familien mit Erstkommunionkindern oder Großeltern mit Enkelkindern angesprochen und ihnen die Teilnahme an einer traditionsreichen Wallfahrt ermöglicht. Kaplan Michael Osterholzer der auch für unsere Erstkommunionkinder in der Pfarrei zuständig ist, wird den Bus betreuen. Auch beim Mittagessen ist an die jungen Pilger gedacht und nach der Mittagspause wird in Straubing eine Kinderführung angeboten. Der Familienbus tritt bereits um 14.45 Uhr nach einem erlebnisreichen Tag die Heimfahrt an. Die Fahrt und Kinderführung sind für Kinder kostenfrei!

Alle Mitglieder des Pfarrverbandes Altötting und der umliegenden Pfarreien sind wieder sehr herzlich zur Teilnahme eingeladen, die Kinder, die Eltern, Männer und Frauen sowie unsere Senioren.
Das Wallfahrtsmotto 2019 „Heilen, was verwundet ist“ wird uns an diesem Tag begleiten.
Ich freue mich auf Ihre rege Teilnahme und verbleibe mit den besten Wünschen und Grüßen, auch von meinen Mitarbeitern
Prälat Günther Mandl
Stadtpfarrer, Stiftspropst und Wallfahrtsrektor

Anmeldung und weitere Information: Wallfahrts- und Tourismusbüro Altötting
Tel. 08671 / 506219
mail: touristinfo@altoetting.de
Hier geht's zum Flyer als pdf

Wort zum Sonntag

In jener Zeit sprach Jesus in der Synagoge von Nazaret: Sicher werdet ihr mir vorhalten: … Wenn du in Kafarnaum so große Dinge getan hast, wie wir gehört haben, dann tu sie auch hier in deiner Heimat! Und er setzte hinzu: Amen, das sage ich Euch: Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt. Wahrhaftig, das sage ich euch: In Israel gab es viele Witwen in den Tagen des Elija, als der Himmel für drei Jahre und sechs Monate verschlossen war und eine große Hungersnot über das ganze Land kam. Aber zu keiner von ihnen wurde Elija gesandt, nur zu einer Witwe in Sarepta bei Sidon. Und viele Aussätzige gab es in Israel zur Zeit des Propheten Elischa. Aber keiner von ihnen wurde geheilt, nur der Syrer Naaman.Als die Leute in der Synagoge das hörten, gerieten sie alle in Wut. Sie sprangen auf und trieben Jesus zur Stadt hinaus; sie brachten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt gebaut war, und wollten ihn hinabstürzen. Er aber schritt mitten durch die Menge hindurch und ging weg.    
Ein herzlicher Gruß, auch von meinen Mitarbeitern, Ihr Stadtpfarrer Prälat Günther Mandl

 

Wallfahrtsrektoren auf Klausur in Kevelaer

Es gibt nicht nur den Zusammenschluss der 7 größten europäischen Marienwallfahrtsorte auf der Ebene der Bürgermeister und der Kommunen in Form der Shrines of Europe, sondern auch seit Jahrzehnten ein jährliches Treffen aller größeren Gnadenorte Europas auf kirchlicher Seite. Vor 3 Jahren haben sich die vier größten Marienwalfahrtsorte im deutschen Sprachraum, Mariazell (Österreich), Einsiedeln (Schweiz), Kevelaer (Niederrhein) und Altötting (Bayern) auf Initiative von Prälat Günther Mandl zusammengeschlossen, um einmal im Jahr im Turnus Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Ziele bei der Erneuerung der Kirche zu formulieren. Das erste Treffen war im März 2017 in Altötting, wo ein Standort- und Richtungspapier erstellt und an die Bischofskonferenz weitergeleitet wurde.
Die 2. Klausur fand im Januar 2018 in Mariazell statt, bei welcher die besondere Verantwortung der Gnaden- und Marienwallfahrtstorte im Prozess der Neuevangelisierung erläutert und in einem Thesenpapier festgeschrieben wurde.
In diesem Jahr traf man sich im Januar in Kevelaer, um neben dem wertvollen Erfahrungsaustausch besonders die Zielsetzung zu forcieren, Kinder und Jugendliche für den Glauben und die Kirche neu zu gewinnen, zumal ja im Herbst die Jugendsynode in Rom und vor Kurzem der Weltjugendtag in Panama stattfand. Auch dazu wurde ein Thesen- und Aktionspapier erstellt. Besonders wertvoll war die Begegnung und der Austausch mit dem ehemaligen Wallfahrtsrektor von Kevelaer, Rolf Lohmann, der inzwischen Weihbischof der Diözese Münster ist, an seinem Amtssitz in Xanten. Er vertritt die Rolle und besondere Verantwortung der Pilgerorte in der deutschen Bischofskonferenz.

Thesenpapier zum Thema: Die Wallfahrtsorte (geistliche Zentren) in ihrer Bedeutung für die Kinder und Jugendlichen und für die Erneuerung der Kirche

Gebetsanliegen des Heiligen Vaters für Februar 2019

Wir beten mit Papst Franziskus und der ganzen Kirche zu Gott, unserem Vater

für Opfer des Menschenhandels:

Alle, die dem Menschenhandel und der Zwangsprostitution zum Opfer gefallen sind, sollen mit offenen Armen in unserer Gesellschaft aufgenommen werden.

Wallfahrtsprogramm Nr. 2 / 05. - 18. Februar 2019

Das aktuelle Wallfahrtsprogramm Nr. 2  ist nun als PDF-Datei erhältlich:

Wallfahrtsprogramm Nr. 2  als PDF-Datei

Monatliches Triduum in Altötting
,

Herzliche Einladung wieder gemeinsam für die dringenden Anliegen der Welt zu beten:
für den Frieden in der Welt
für die Familien und den Schutz des Lebens
für Priester und geistliche Berufungen
für alle Anliegen unserer Zeit

Priesterdonnerstag - monatl. Gebetstag um geistliche und kirchliche Berufe
09.00 Uhr                Gnadenkapelle           Altöttinger Marienwerk: Hl. Messe für alle lebenden und verstorbenen Mitglieder
17.30 Uhr                St. Magdalena           Vesper - kirchliches Stundengebet - um geistliche und kirchliche Berufe mit den Kapuzineren
18.00 Uhr                Gnadenkapelle           Rosenkranz für Priester- und Ordensberufungen
19.00 Uhr                Stiftspfarrkirche          Heilige Messe mit Predigt, Beichtgelegenheit, Anbetung und Gebet um geistliche Berufungen
22.00 - 23.00 Uhr     Anbetungskapelle       "Ölbergstunde mit Jesus im Garten Gethsemane" - Gestaltete Heilige Stunde mit eucharistischem Segen, gestaltet von den Novizen der Legionäre Christi

Herz-Jesu-Freitag (immer der 1. Freitag im Monat)
18:00 Uhr                Gnadenkapelle           Rosenkranz für die Familien und den Schutz des Lebens; Litanei zum Hl. Johannes Paul II. mit Möglichkeit zum Einzelreliquiensegen
19:00 Uhr                Stiftspfarrkirche          Hl. Messe mit Herz-Jesu-Weihegebet, Beichtgelegenheit, kurze eucharistische Anbetung
21.30 - 01.00 Uhr     Anbetungskapelle      "Mit Jesus und Maria durch die Nacht" - Gebetsnacht mit musikalisch gestalteten Anbetungsstunden, Heilungsgebet und eucharistischen Einzelsegen
                                                                                                                         sowie betrachtendem Rosenkranz im Geiste Fatimas für den Frieden in der Welt und die großen Anliegen der Zeit    

Herz-Mariä-Sühne-Samstag
08.00 Uhr                Gnadenkapelle            Friedensmesse mit Friedensgebet (zeitgleich in Lourdes, Kevelaer und Altötting)
 
Foto: R. Dorfner

Wort zum Sonntag

Liebe Pfarrangehörige, liebe Pilger und Gäste aus nah und fern!
In seiner Heimatstadt Nazareth geht Jesus im heutigen Evangelium, „wie gewohnt am Sabbat in die Synagoge“. Kann man auch von uns sagen, dass wir jeden Sonntag, wie gewohnt, in die heilige Messe gehen? - Man reicht ihm die Schriftrolle des Propheten Jesaja mit der Bitte, eine ausgewählte Stelle zu interpretieren und in einer Predigt auszulegen: Jesus findet (s)eine Stelle, wo von der Geistmitteilung, der göttlichen Salbung und von der Sendung zu den Armen, Gefangenen, Blinden und Zerschlagenen die Rede ist und vom ausgerufenen Gnadenjahr des Herrn. Alle sind gespannt, wie Jesus diese Prophezeiungen ausdeuten würde; er hält die kürzeste Predigt, die je gehalten wurde und sagt: „Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt.“ Er will damit sagen: Alles, was die Propheten über den kommenden Messias vorhergesagt haben, erfüllt sich in meiner Person, in meiner Verbindung mit dem himmlischen Vater im Heiligen Geist und in meiner Sendung zu allen bedrängten, zu kurz gekommenen, geschundenen und zerschlagenen Menschen dieser Welt: „Ich bin gekommen, zu suchen, was verloren und zu heilen, was verwundet ist“, sagt der Herr an anderer Stelle über sich und sein messianisches Wirken; er will Licht bringen in die „finsteren Schluchten“ dieser Welt, in die „Jammertäler“ und in den „Todesschatten“, in die Elendsviertel und Slums, aber auch in die Seelen der Menschen, die von Depressionen und Mutlosigkeit niedergedrückt sind und nicht mehr weiterkönnen: Jesus ist das „lebendige Wasser“, das „Brot vom Himmel“, „der Weg“ und „die Tür zum Leben“: Wer ihn gefunden hat, der braucht nicht mehr zu verzweifeln, der darf aufblicken und aufatmen, weil die Morgenröte der Hoffnung und der Ermutigung in seinem Leben aufgeschienen ist.
Mit den besten Wünschen und Grüßen, auch von meinen Mitarbeitern, verbleibe ich        
Ihr Stadtpfarrer Prälat Günther Mandl

Wort zum Sonntag

Liebe Pfarrangehörige, liebe Pilger und Gäste aus nah und fern!
Eines der bekanntesten Bibelabschnitte, die Hochzeit zu Kana, legt die Kirche uns heute zur Betrachtung und Erbauung vor: Hochzeit ist pralles Leben, „hohe Zeit“, Fest, Freude, Menschsein pur. Überall, wo Leben sich ereignet, ist Christus mit seinen Jüngern dabei und ist auch Maria dabei; das war so, damals in Kana, das war immer so im Laufe der (Kirchen-)Geschichte, das ist auch heute so und wird auch in Zukunft so sein: Wo Leben, da ist Gott am Werk durch seinen menschgewordenen Sohn. Das Leben ist und war immer schon bedroht durch Mangelerscheinungen, durch das Fehlen von wichtigen Lebensgrundlagen; in der Frage: „Fehlt dir was?“, bringen wir die lebensbedrohliche Lage vieler Menschen und menschlicher Gemeinschaften zur Sprache; fehlt dir die Gesundheit, eine sinnvolle Aufgabe, Arbeit und Beruf, usw. Bei den Brautleuten von Kana ist der Wein ausgegangen; damit ist mehr gemeint als nur das äußere Getränk, das eben zu einem Fest dazu gehört; bei ihnen ist die Liebe am Schwinden und damit die Grundlage und das Fundament der Ehe schlechthin und überhaupt des echten Menschseins; eine menschliche Katastrophe bahnt sich an! Maria, die Muttergottes und die zärtlichste und sensibelste aller Frauen, bemerkt als erste dieses Dilemma, die bedrohliche Gefahr und geht zielstrebig und unverwandt zu ihrem Sohn, zum Heiland mit der lapidaren Bemerkung: „Sie haben keinen Wein mehr“. Auf die Fürbitte Mariens lässt Christus die Lebenskrüge mit Wasser, mit Wein und später, beim letzten Abendmahl mit seinem heiligen Blut füllen und gibt somit Lebenskraft, Ermutigung und Zuversicht; ER selber ist das „lebendige Wasser“, das die letzte Sehnsucht des Menschen stillt, Er selber ist der Wein der Freude, der unserem Leben Glanz und göttliches Licht schenkt. Ja, Christus macht alles neu, er verwandelt unsere Trauer in Freude, unsere Niedergeschlagenheit in Optimismus, unsere leeren Batterien in Kraftquellen des Lebens, vor allem durch die ständige Verbindung mit ihm im Gebet und in der heiligen Eucharistie.
Mit den besten Wünschen und Grüßen, auch von meinen Mitarbeitern, verbleibe ich                
Ihr Stadtpfarrer Prälat Günther Mandl

Neue Wallfahrtsmedaille ab sofort erhältlich

Vor 530 Jahren hat eine verzweifelte Mutter ihr im Mörnbach ertrunkenen Sohn zur Gnadenmutter gebracht und die himmlische Mutter um Hilfe angefleht. Das aus dem tiefen Herzen kommende Gebet wurde erhört. Der Knabe wurde wieder lebendig. 1489 wurde durch diese Wunder das Vertrauen auf die wirkmächtige Gnadenmutter in Altötting gestärkt. Diese Szene wurde 1950 in einen prämierten Marienfilm nachgestellt und ziert 2019 die Altöttinger Wallfahrtsmedaille. Das Wallfahrtsleitwort "Heilen, was verwundet ist" fordert alle Marienkinder auch in unseren Tagen auf, sich vertrauensvoll an die Gnadenmutter zu wenden.

Auch dieses Jahr gibt es die Wallfahrtsmedaillen wieder in den Farben silber und bronze. Auf der Vorderseite zeigt sie Unserer Lieben Frau von Altötting und die verzweifelte Mutter mit ihrem Kind. Um diese herum steht das Jahresmotto geschrieben. Auf der Rückseite prangt das Logo der Heiligen Kapelle von Altötting.

Erhältlich ist die limitierte Medaille in der Sakristei der Gnadenkapelle sowie am Infopoint im Haus Papst Benedikt XVI. - Schatzkammer und Wallfahrtsmuseum. Der Preis beträgt 3,50 Euro.

Jahresmotto 2019: „Heilen, was verwundet ist“

Das Wallfahrtsmotto 2018 war durch den 200. Geburtstag unseres Stadtheiligen Bruder Konrad vorgegeben: „Jesu Kreuz – unser Buch“. Im Jahr 2019 trifft turnusmäßig in der Sonntagsliturgie wieder das Lese-Jahr C, in dem schwerpunktmäßig das Lukasevangelium den Gläubigen zur Betrachtung vorgelegt wird. Lukas war der Reisebegleiter des heiligen Paulus und von Beruf Arzt, was dazu führte, dass bei ihm die sozialen Themen noch mehr im Fokus stehen wie bei den anderen Evangelisten: Der liebevolle Umgang Jesu mit den kranken, besessenen, bedrängten und gescheiterten Menschen erfüllt ihn mit Staunen und Bewunderung. Ein zentraler Satz steht bei ihm im Kapitel 6, Vers 19, wo es heißt: „Alle Leute versuchten, ihn (Jesus) zu berühren, denn es ging eine Kraft von ihm aus, die alle heilte.“ So haben wir das Wallfahrtsmotto 2019 daran ausgerichtet mit der Formulierung: „Heilen, was verwundet ist“.

Ja, Jesus Christus ist der salvator hominis, der Heiland, der Mitleid hat mit allen Kranken und Leidenden, der ihnen Worte des Trostes und der Ermutigung zuspricht, der ihnen die Hände auflegt und viele von ihnen heilt. Die einzige Voraussetzung, die der Mensch mitbringen muss, ist das Vertrauen, sodass er nach jeder Heilung sagt: Dein Glaube hat dir geholfen. Das flehentliche Zutrauen der Menschen ist wie ein Magnet, der die Heilkräfte Jesu anzieht. Ohne Glauben sind dem Herrn gleichsam die Hände gebunden: In Nazareth konnte er kein Wunder wirken, weil er dort auf massiven Unglauben stieß.

Alle Pilger, die zu uns in den Gnadenort kommen, sind mit einem Sorgenrucksack beladen und wenden sich vertrauensvoll an die Mutter des Herrn: Richte deine barmherzigen Augen auf uns und sei unsere Fürsprecherin bei deinem Sohn, dass er uns segnet und von unserer Armseligkeit erlöst. Viele sind verwundet an Seele und/oder Leib und brauchen dringend die göttliche Therapie, welche sie  aufbaut, ermutigt und stärkt. „Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.“ (Lk 19,10)

Gerne kommen unsere Wallfahrer am Sonntag Nachmittag zu den Andachten mit anschließender Einzelsegnung, wo sie bei der Handauflegung durch den Priester die Zuwendung des Himmels spüren: Segen und Heil.

Die 2000 Votivtafeln in und um die Gnadenkapelle sind kostbare Belege des Vertrauens in die Fürsprache Mariens und in die heilende Kraft unseres Herrn. Jedes Jahr kommen etwa 30 neue Votivbilder hinzu, in denen Menschen für ihre Heilung danken; sicher auch im Jahr 2019.

 

 

Wort zum Sonntag - Taufe des Herrn

Liebe Pfarrangehörige, liebe Pilger und Gäste aus nah und fern!

Es ist ein Widerspruch in sich, dass sich Jesus taufen lässt; Johannes drückt es mit den Worten aus: „Ich müsste von dir getauft werden und du kommst zu mir?“ Jesus Christus ist wie seine jungfräuliche Mutter Maria völlig frei von Sünden, er ist „in allem uns gleich geworden, a u ß e r  der Sünde“, heißt es in der Bibel; und genau deshalb hat er die Bußtaufe nicht nötig, die ein Schuldbekenntnis beinhaltet und die Sünden abwäscht. Die Erklärung, die Jesus dem Johannes gibt, hilft uns, das Handeln des Herrn zu verstehen; er sagt: „Lass es nur zu; denn nur so können wir die Gerechtigkeit, die Gott fordert, ganz erfüllen.“  Die Gerechtigkeit Gottes besteht darin, dass sein geliebter Sohn die Sünde der Welt in Gestalt des Kreuzes auf sich nimmt und leidend und sterbend die gefallene Welt aufrichtet und erlöst; dann ist wieder alles im Lot, in der von Gott in seine Schöpfung hineingelegten Ordnung. Was also am Karfreitag seinen dramatischen Höhepunkt hat, beginnt heute bei der Taufe Jesu im Jordan: Er reiht sich ein in die Schar der Sünder, um sie zu reinigen und zu heiligen.

Zugleich offenbart Gott, der allmächtige Vater bei der Taufe das göttliche Wesen seines

Sohnes und das Geheimnis der göttlichen Dreifaltigkeit: Der Himmel öffnet sich und der Geist schwebt in Gestalt einer Taube auf Jesus herab und der Vater spricht: „Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; auf ihn sollt ihr hören.“ Ja, der Vater liebt den Sohn unendlich; er hat Wohlgefallen an ihm und der Sohn liebt den Vater unendlich und ist ganz auf ihn bezogen; der Heilige Geist ist die personale Liebe zwischen Vater und Sohn, die „relatio subsistens“, das Leben in Fülle.

Bei unserer heiligen Taufe werden wir Kinder des himmlischen Vaters, an denen er sein Wohlgefallen hat und zugleich Brüder bzw. Schwestern Jesu Christi und erfüllt vom Heiligen Geist, der göttlichen Lebens- und Liebeskraft. Zugleich werden wir in die Familie Gottes, in die Kirche eingegliedert und bekommen das Neue Gebot, das Gebot der Liebe, das Gott den ersten Platz im Leben zugesteht und den Nächsten ebenso wertschätzt und achtet wie das eigene ICH. Allen Mitgetauften gratuliere ich am heutigen Sonntag zu der großen Berufung und Erwählung, die uns Gott durch Christus gegeben hat und verbleibe mit herzlichen Grüßen, auch im Namen meiner Mitarbeiter

Ihr Stadtpfarrer Prälat Günther Mandl

Wallfahrtsprogramm Nr. 1 / 15. Januar - 04. Februar 2019

Das aktuelle Wallfahrtsprogramm Nr. 1  ist nun als PDF-Datei erhältlich:

Wallfahrtsprogramm Nr. 1  als PDF-Datei

Gebetsanliegen des Heiligen Vaters für Januar 2019

Wir beten mit Papst Franziskus und der ganzen Kirche zu Gott, unserem Vater

Maria als Beispiel für junge Menschen:

Junge Menschen, allen voran die in Lateinamerika, mögen Marias Beispiel folgen und auf Gottes Ruf antworten, indem sie die Freude des Evangeliums in die Welt hinaustragen.