Gebetswoche für die Einheit der Christen 2020

Die ökumensichen Gebetswoche für die Einheit der Christen 2020 steht unter dem Motto: Sie waren uns gegenüber ungewöhnlich freundlich (Apg 28,2)
Die Texte wurden in Malta von der römisch-katholische Bischofskonferenz gemeinsam mit dem Ökumenischen Rat der Kirchen in Malta (Christians Together in Malta) erstellt. Die Schilderung des Apostel Paulus über Schiffbruch und Strandung in Malta aus der Apostelgeschichte wird in den Kontext zur Flucht und Migration heute gebracht. An den selben Küsten wie der Apostel Paulus vor fast 2000 Jahren stranden Flüchtlinge auf ihrer gefahrvollen Reise um Krieg und Armut zu entkommen. Das Motto bezeugt die gastfreundliche Aufnahme der Malteser, die in dieser Geschichte die Wurzeln ihres christlichen Glaubens erkennen. "Unsere Einheit als Christen wird nicht nur dadurch entdeckt, dass wir einander Gastfreundschaft gewähren, so wichtig dies ist, sondern auch durch liebevolle Begegnungen mit denen, die unsere Sprache, unsere Kultur oder unseren Glauben nicht teilen." wird der Hintergrund erläutert.

Mehr zum Motto finden Sie in der Einführung in das Thema der Gebetswoche 2020

Aus der Sorge um die Offenheit gegenüber Notleidenen und Hilfsbedürftigen sowie um die Gemeinschaft, die Fremde verbindet, wurden für die acht Tage Themenschwerpunkte ausformuliert:
Tag 1: Versöhnung – die Last über Bord werfen
Tag 2: Einsicht – das Licht Christi suchen und leuchten lassen
Tag 3: Hoffnung – die Botschaft des Paulus
Tag 4: Vertrauen – habt keine Angst, glaubt nur
Tag 5: Kraft – Brot für die Reise brechen
Tag 6: Gastfreundlichkeit – ungewöhnlich freundlich sein
Tag 7: Umkehr – unsere Herzen und Gedanken verändern
Tag 8: Großzügigkeit – empfangen und geben

Weiter zu den Biblische Meditationen und Gebete zu den acht Tagen der Gebetswoche für die Einheit der Christen 2020

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Wort zum Sonntag

Liebe Pfarrmitglieder, liebe Pilger und Gäste aus nah und fern!
„Seht das Lamm Gottes, das hinweg nimmt die Sünden der Welt“; dieses Wort, das der Priester vor jeder Kommunionspendung in der heiligen Messe spricht, kommt im heutigen Evangelium vor und stammt von Johannes d. T.: Ja, Christus ist das Opferlamm, das unsere Schuld auf sich nimmt, für uns trägt und schließlich am Kreuz zu unserem Heil sühnt und tilgt; er ist der alttestamentliche „Sündenbock“, der sich freiwillig unsere Vergehen aufhalsen, aufladen lässt, um sie vor die Stadt hinaus zu tragen und zu „entsorgen“ wie den Müll, den Unrat der Menschheit, zu dem wir alle beigesteuert haben. Matthias Grünewald hat auf dem berühmten Isenheimer Altar den Zeigefinger von Johannes d. T., mit dem er auf Jesus weist, überproportional lang gemalt, um auszudrücken, dass es seine heilsgeschichtliche Aufgabe war und ist, uns auf Christus hin zu führen, der „Wegweiser“ und „Wegbereiter“ für und auf Christus hin zu sein; denn er ist es, „auf dem der Geist Gottes ruht“ und der uns „mit Wasser und mit Heiligem Geist taufen wird“, weil er mit dem Vater wesenhaft verbunden und vereint ist durch und im Heiligen Geist, dem Geist der göttlichen Liebe und Wahrheit, der auch uns in der Taufe gegeben wurde und der uns im Sakrament der Firmung in seiner ganzen Fülle und mit seinen reichen Gaben mitgeteilt wird.
Wer Christus gefunden hat, der hat den Sinn und die Mitte der Geschichte, der Welt uns seines persönlichen Lebens gefunden: Christus ist die Verbindung und Versöhnung von Gott und Mensch, von Zeit und Ewigkeit, von Himmel und Erde; er ist „das lebendige Wasser“, das unsere tiefste Sehnsucht stillt; er ist „das Brot vom Himmel“, das uns ewiges Leben gibt; er ist „der göttliche Weinstock der Fruchtbarkeit“, der der uns eine positive Ausstrahlung verleiht, er ist „der gute Hirt“, der uns kennt und liebt und der uns auf gute Weide führt; er ist „das sterbende Weizenkorn“, das im Sterben neues Leben hervorbringt, er ist „das Licht der Welt“, das die Finsternis in uns und um uns vertreibt; er ist „der Weg, die Wahrheit und das Leben“; in seiner Nachfolge können wir nicht fehlgehen und scheitern. Lassen wir uns also von Johannes auf Jesus hinweisen und hinführen: Auf ihn kommt es letztlich an, durch ihn wird unser Leben reich und substantiell. Mit den besten Wünschen und Grüßen, auch von meinen Mitarbeitern, verbleibe ich
Ihr Stadtpfarrer und Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl

Wallfahrtsprogramm Nr. 2 / 21. Januar - 03. Februar 2020

Das aktuelle Wallfahrtsprogramm Nr. 2  ist nun als PDF-Datei erhältlich:

Wallfahrtsprogramm Nr. 2  als PDF-Datei

Wallfahrtsrektorenklausur 2020 in Einsiedeln

Es war gleich zu Beginn meiner Amtszeit mein Anliegen, die 4 etwa gleich großen und bedeutsamsten Marien-Wallfahrtsorte im deutschen Sprachraum Kevelaer, Mariazell, Einsiedeln und Altötting zu vernetzen und einmal im Jahr den Erfahrungsaustausch zu pflegen sowie gemeinsame Anliegen, Visionen und Zielsetzungen zu befördern in einer Wallfahrtsklausur.
So trafen sich die 4 Wallfahrtsrektoren mit ihren engsten Mitarbeitern 2017 zum ersten Mal in Altötting; wir formulierten die sogenannten verbindlichen Leitlinien für unsere Zusammenarbeit und gemeinsame Zielsetzung. Die weiteren Treffen waren immer von Mittwoch bis Freitag nach heilig-drei-König. Dieses Jahr turnusmäßig in Einsiedeln in der Schweiz.
Das Hauptthema war dieses Mal die sinnvolle Nutzung der modernen Medien für eine effektive Seelsorge und Evangelisierung an den geistlichen Zentren; der Erfahrungsaustausch auf diesem Gebiet war besonders ertragreich und befruchtend für alle Teilnehmer.
Ich verabschiedete mich diesmal von meinen Freunden mit meinem Thesenpapier von der Schatzsuche des Lebens, das ich Ihnen vor Augen stellen will. (Nächstes Jahr 2021 wir mein designierter Nachfolger Prälat Dr. Klaus Metzl die Klausur leiten und zwar wieder in Altötting; Thema wird sein: Neuevangelisierung und Adoratio.)

Prälat Günther Mandl, Wallfahrtsrektor

Weiter zum Thesenpapier "10 Thesen zur Schatzsuche des Lebens"....

Jahres- und Wallfahrtsleitwort 2020: „Die kostbare Perle finden“

Jesus hat seine frohe Botschaft niemals theoretisch in Vorträgen oder Vorlesungen verkündet, sondern narrativ, erzählerisch in Form von Gleichnissen, Geschichten und Parabeln. Dabei verwendete er Bilder aus dem Erfahrungshorizont seiner Zuhörer, besonders aus der Landwirtschaft und Viehzucht, z. B. im Gleichnis vom Sämann, vom Weinstock und vom guten Hirten.

Ein besonders tiefsinniges Bild-Wort ist „der Schatz im Acker“ und die „kostbare Perle“, die es im Laufe des Lebens zu erwerben gilt und für die es sich lohnt, alles andere hintanzustellen (Mt 13, 44-46). Mit beiden Bildern ist der Herr selber gemeint: Er ist der Schatz im Acker des Lebens und er ist die kostbare Perle, die es zu erwerben gilt.

Nun werden viele sagen, ich habe den Herrn doch längst gefunden durch das Zeugnis meiner Familie, in der Taufe, Erstkommunion und Firmung, im Religionsunterricht und in der Liturgie. Ja wir alle kennen den Herrn, vielleicht aber nur oberflächlich als Randerscheinung des Lebens; anderes aber ist uns viel wichtiger, z. B. die Karriere, der Besitz oder das Vergnügen.

Den Schatz im Acker des Lebens entdecken und die kostbare Perle finden heißt, voller Begeisterung die Nähe und Freundschaft des Herrn zu suchen, sein Jünger und sein Zeuge zu sein, ihn im Herzen zu tragen als das höchste Gut, aus ihm zu leben und mit ihm zu wirken, sodass wir mit Paulus sagen können: „Nicht mehr ich lebe, Christus lebt in mir.“ (Gal 2,20).

So lautet unser Jahres- und Wallfahrtsmotto 2020 „die kostbare Perle finden“. Kommt nach Altötting und macht euch auf Schatzsuche, findet durch die Fürsprache unserer Gnadenmutter zum Herrn und erlebt ihn neu, tief im Herzen, beglückend und sinnstiftend.
Besonders wollen wir auch die Kinder, Jugendlichen und die jungen Familien ansprechen, dass sie sich auf Schatzsuche machen und hier am Gnadenort fündig werden.

Ja, es gibt in Altötting so viel zu entdecken aus der reichen Geschichte des Gnadenortes, in den einmaligen Kunstzeugnissen aus allen Jahrhunderten und in der besonderen Spiritualität des „offenen Himmels“. Kommt mit euren Sorgen, Problemen und Nöten, Maria wird euch als Knotenlöserin helfen bei der Schatzsuche; unser Stadtheiliger, Bruder Konrad wird euch inspirieren.

Kirchenmusikprogramm für Januar 2020
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Das Kirchenmusikprogramm für Januar 2020 ist nun als PDF-Datei erhältlich:

Kirchenmusik in Altötting

Musik ist ein reines Geschenk und eine Gabe Gottes, sie vertreibt den Teufel, sie macht die Leute fröhlich und man vergißt über sie alle Laster. (Martin Luther)

Wort zum Sonntag - Taufe des Herrn

Liebe Pfarrmitglieder, liebe Pilger und Gäste aus nah und fern!
„Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; auf ihn sollt ihr hören!“ Diese Stimme des himmlischen Vaters bei der Taufe Jesu im Jordan durch Johannes ist die Kernbotschaft des heutigen Festes. Dazu kommt noch das himmlische Zeichen, dass der Heilige Geist in Gestalt einer Taube zwischen Vater und Sohn erscheint und somit zum ersten Mal in der Heilsgeschichte das trinitarische Wesen Gottes klar zutage tritt und geoffenbart wird. Ja, Gott ist die Liebe, er ist „Leben in Fülle“, das sich im Schenken und Empfangen, in der vollkommener gegenseitigen Hingabe der drei göttlichen Personen vollzieht. In dieses innergöttliche Liebesband sind alle Menschen einbezogen; bei unserer Taufe nimmt uns Gott als seine geliebten Kinder an, werden wir Brüder bzw. Schwestern Jesu Christi, erfüllt mit dem Heiligen Geist, dem Neuen Gebot der Liebe verpflichtet in der Gemeinschaft der Kirche und mitverantwortlich für die ganze Welt in ihren Sorgen und Nöten. „Auf ihn (CHTISTUS) sollt ihr hören!“, mahnt uns der himmlische Vater am heutigen Tag: Seine Lehre und sein Beispiel sind für euch alle bindend und verpflichtend. Dasselbe hat Maria bei der Hochzeit zu Kana als „Mutter des guten Rates“ den Dienern ans Herz gelegt: „Alles, was er (CHRISTUS) euch sagt, das tut!“
Beten wir für alle, die im Neuen Jahr in unserer Pfarrgemeinde das Sakrament der Taufe empfangen werden, dass sie durch ihre Eltern und später durch die Pädagogen im Kindergarten und in der Schule sowie durch uns Seelsorger immer näher zu Christus geführt werden; denn er ist das „lebendige Wasser“, das „Brot vom Himmel“, das „Licht der Welt“, der Heiland, der Erlöser, der Sohn Gottes, „der  Weg, die Wahrheit und das Leben“. Es ist für alle Menschen, besonders aber für uns Christen eine Lebensaufgabe, Christus immer ähnlicher zu werden in unserem Denken, Sprechen und Handeln, in unserer Dienstbereitschaft und in unserem Einsatz für die Alten, Kranken, Behinderten, Gescheiterten und Schuldbeladenen. „Ich bin gekommen, zu suchen, was verloren und zu heilen, was verwundet ist“, spricht der Herr: In der Sorge und Liebe des guten Hirten wissen wir uns geborgen und eingeladen und berufen zur Mitsorge, zum Mitleid und zur selbstlosen Liebe.
Ich wünsche, auch im Namen meiner Mitarbeiter allen Pfarrangehörigen und allen Pilgern und Gästen aus nah und fern alles nur erdenklich Gute!
Ihr Stadtpfarrer und Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl

Foto: M. Jung

Gebetsanliegen des Heiligen Vaters für Januar 2020

Wir beten mit Papst Franziskus und der ganzen Kirche zu Gott, unserem Vater:

Christen, Angehörige anderer Religionen und alle Menschen guten Willens mögen sich für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt einsetzen.

Hier geht's zur Videobotschaft vom Papst ...

Wallfahrtsprogramm Nr. 1 / 07. - 20. Januar 2020

Das aktuelle Wallfahrtsprogramm Nr. 1  ist nun als PDF-Datei erhältlich:

Wallfahrtsprogramm Nr. 1 als PDF-Datei

 

Wort zum Sonntag - Fest der Heiligen Familie

Liebe Pfarrangehörige, liebe Pilger und Gäste aus nah und fern!
Jesus, der Sohn Gottes kam nicht als Erwachsener zur Welt, sondern als Kind, um alle Kinder dieser Welt zu ehren und ihre außerordentliche Wichtigkeit und Wertigkeit zu unterstreichen und er wuchs in einer menschlichen Familie auf, in der Heiligen Familie von Nazareth, um alle Familien dieser Welt als die Ur- und Keimzellen der Gesellschaft, des Staates und der Kirche hervorzuheben. Ja, in der Familie lernt der junge Mensch, sich selbst zu finden und zu akzeptieren  (christliche Selbstliebe), die anderen zu respektieren und sich in die Gemeinschaft einzubinden (christliche Nächstenliebe) und die verbindlichen Werte und vor allem den Glauben zu verinnerlichen und zu leben  (Gottesliebe). Die Familie gibt ihm Geborgenheit, Selbstvertrauen und Mut, sodass er leistungsfähig und belastbar ist und mit großer Zuversicht die Probleme und Krisen des Lebens meistern kann. Es ist statistisch erwiesen, dass 1/3 der heutigen Ehen und Familien gestört und ein weiteres Drittel in die Brüche (Scheidung) geht mit oft verheerenden Auswirkungen für die Kinder, die in Verhaltensstörungen, Gewaltbereitschaft, Drogenanfälligkeit und Suizidgefahr kulminieren können. Beten wir heute am Fest der Heiligen Familie, dass unsere Ehen und Familien wieder gesunden und ihre vom Schöpfer in die menschliche Natur gelegte Aufgabe und Verantwortung spüren und annehmen mögen. Ich werde als Stadtpfarrer mit meinen Mitarbeitern und den pfarrlichen Gruppierungen alles tun, um die Eheleute in ihrer schönsten und wichtigsten Funktion als Väter und Mütter zu stärken, weil sie es sind, welche das Leben die Liebe und den Glauben primär an die nächste Generation weitergeben und somit für die Zukunft der Gesellschaft, des Staates und der Kirche eine entscheidende Rolle spielen.
Mit den besten Grüßen verbleibe ich Ihr Prälat Günther Mandl