21. Febbraio 2017
Augenblicke der Besinnung

Keine Hoffnungslosigkeit
soll deinen Geist bedrücken…
Kein Klagen und Murren
kommt über dein Lippen…
Vielmehr strahle dein Gesicht
frohen Mut aus.
Heiterkeit herrsche
in deinem Gemüt,
und aus deinem Mund
erklinge Danksagung.

Hl. Petrus Damiani

 
















Grußworte Bischof von Passau


Verehrte liebe Pilgerinnen und Pilger, Schwestern und Brüder!

„Mit Maria zu Jesus“ – so lautet das Leitwort der Wallfahrt am Gnadenort Altötting im Jahr 2017.
Mit diesem Motto ist ausgesprochen, was das Wesen und der innere Kern einer Marienwallfahrt ist: Gemeinsam mit der Gottesmutter Maria den Blick auf den zu richten, der gekommen ist, die Welt zu erlösen;
der befreit, was ein Dasein in Gefangenschaft hält; der heilt, was krank ist und aufrichtet, was darnieder liegt. Doch mit dem Unterfangen einer Wallfahrt wird noch ein weiteres, ein wesentliches Anliegen deutlich und sichtbar:
Es ist nicht allein damit getan, Jesus nur in den Blick zu nehmen und ihn dann gleichsam aus sicherer Distanz zu betrachten. Was sich vollziehen soll, ist die Überwindung der Distanz, ist eine wirkliche, vor allem innere Annäherung an den Herrn.
Das möge sich bei Ihnen allen, die Sie hierher nach Altötting kommen, ereignen: Mit Maria näher zu Jesus zu finden.

„Mit Maria zu Jesus“ – am 13. Mai 1917 begannen in Fatima die Marienerscheinungen, die drei Hirtenkindern zuteil wurden. Diese Geschehnisse, in denen die Seele der Seher "von etwas Realem berührt“ wird, „auch wenn es jenseits der Sinne liegt",
wie der spätere Papst Benedikt XVI. feststellte, waren Auslöser einer bis heute ungebrochenen Verehrung der Gottesmutter an diesem portugiesischen Wallfahrtsort. Unzählige Pilger haben ihre Anliegen ebenso wie ihren Dank an dieser Stätte vorgebracht,
um „Mit Maria zu Jesus“ zu gehen.

Wir wollen auch in Altötting dieses 100jährigen Jubiläums in besonderer Weise gedenken – die wunderbaren Worte Papst Franziskus´ erinnernd, die dieser im Weihegebet vom 13. Oktober 2013 an die Muttergottes von Fatima gerichtet hat:

„Berge unser Leben in deinen Armen:
Segne und stärke jedes Verlangen nach Gutem;
stärke und nähre den Glauben;
erhalte und erleuchte die Hoffnung,
erwecke und belebe die Liebe.
Führe uns alle auf dem Weg der Heiligkeit.
Lehre uns die besondere Liebe
für die Kleinen und Armen,
für die Ausgeschlossenen und die Leidenden,
für die Sünder und die im Herzen Verwirrten:
sammle alle unter deinem Schutz
und vertrau sie deinem geliebten Sohn an, unserm Herrn Jesus.“

Liebe Schwester und Brüder,
damit eine Wallfahrt gelingen kann, sind auch gedeihliche äußere Bedingungen notwendig, ist es wichtig, dass es Menschen gibt, die sich der Pilger und ihrer Bedürfnisse aus einer dem Glauben entspringenden Motivation heraus annehmen.
Und so ist es mir ein Anliegen, allen, die einen Beitrag dazu leisten, dass Ihre Wallfahrt nach Altötting zum Segen wird, meinen herzlichen Dank zu sagen: „Vergelt´s Gott“!

„Mit Maria zu Jesus“ – auf die Fürsprache Unserer Lieben Frau von Altötting schenke Ihnen der dreifaltige Gott seine Barmherzigkeit und seinen reichen Segen!

Dr. Stefan Oster SDB
Bischof von Passau